Menschen in Berlin bei der Mahnwache für die Opfer des rechtsextremen Anschlags in Hanau (Quelle: dpa/Geisler-Fotopress/Friedrich Bungert)
Video: rbb|24 | 20.02.2020 | Abendschau | Lisa Spanemann | Dörte Stormann | Bild: dpa/Geisler-Fotopress/Friedrich Bungert

Mann erschießt zehn Menschen und sich selbst - Berliner gedenken der Opfer von Hanau

Die tödlichen Angriffe in Hanau haben bundesweit Entsetzen ausgelöst. Nicht nur in der hessischen Stadt - auch in Berlin wurde der Opfer des Attentats gedacht. Am Brandenburger Tor versammelten sich Hunderte, mehr als 3.000 Menschen kamen zum Hermannplatz. 

Eine Mahnwache am Brandenburger Tor und ein Gedenkmarsch durch Neukölln - so wurde am Donnerstagabend in Berlin der Opfer des Attentäters von Hanau gedacht. Ein 43-Jähriger hatte bei einem mutmaßlich rassistischen Anschlag am Mittwochabend in der hessischen Stadt zehn Menschen und sich selbst getötet. 

Zu einer Mahnwache, die gegen 18 Uhr am Brandenburger Tor begann, hatte unter anderem die Bundes-SPD aufgerufen. Die Polizei sprach von mehr als 500 Teilnehmern, die eine Menschenkette bildeten. Reden wurden nicht gehalten, den Opfern bei der Mahnwache schweigend gedacht.

Unter den Teilnehmern waren auch Bundespolitiker sowie Vertreter der Kirchen sowie des Zentralrats der Juden in Deutschland und des Zentralrats der Muslime. Ihre Teilnahme hatten auch die Fraktionsvorsitzenden des Abgeordnetenhauses angekündigt, für den Senat kam Innensenator Andreas Geisel (SPD). Das Abgeordnetenhaus hatte seine Sitzung am Vormittag mit einer Schweigeminute für die Opfer von Hanau begonnen.

Gedenkveranstaltungen in Neukölln und Potsdam

Deutlich mehr Menschen als in Mitte versammelten sich zu einem zeitgleich stattfindenden Gedenkmarsch in Neukölln. Die Polizei zählte bis zu 3.200 Teilnehmer, die vom Hermannplatz über die Sonnenallee zogen, um gegen rechte Gewalt zu demonstrieren. Die Demonstrante trugen Plakate mit Aufschriften wie "Rechter Terror bedroht unsere Gesellschaft" oder "Kein Bleiberecht für Nazis & Rassisten".

Der Zug sollte ursprünglich bis zum Rathaus Neukölln führen, die Demonstanten machten aber vorzeitig kehrt. Angemeldet hatte die Demonstration laut Polizei ein Mitglied des SPD-Landesverbandes. Der Demonstrationsaufruf wurde unter anderem unterstützt von der Amadeu Antonio Stiftung und dem Berliner Flüchtlingsrat.

Demonstraten am Hermannplatz (Quelle: rbb/Morris Pudwell)
Gedenken auf dem Hermannplatz | Bild: rbb/Morris Pudwell)

Auch in Potsdam ist der Opfer von Hanau gedacht worden. Nach Informationen der "Potsdamer Neuesten Nachrichten" zogen nach einer Mahnwache am Denkmal für die Opfer des Faschismus rund 300 Menschen durch die Innenstadt. Redner von Potsdamer Initiativen, wie dem Verein Opferperspektive, mahnten der Zeitung zufolge, es dürfe keine Verharmlosung rechtsextremer Mordtaten mehr geben und Neonazi-Netzwerke müssten entwaffnet werden. Zu den Rednern gehörte auch Potsdams Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD)

"Zutiefst rassistische Gesinnung"

In Hanau hatte ein 43-Jähriger in der Nacht zu Donnerstag in zwei Shisha-Bars neun Menschen erschossen. Stunden nach dem Verbrechen entdeckte die Polizei die Leiche des mutmaßlichen Todesschützen sowie die Leiche seiner Mutter. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Mann seine 72-jährige Mutter und sich selbst erschossen hat. Fünf der in den Lokalen ermordeten Menschen sind nach Angaben der türkischen Botschaft in Berlin türkische Staatsbürger.

Der Todesschütze von Hanau hatte nach Angaben von Generalbundesanwalt Peter Frank eine "zutiefst rassistische Gesinnung". Das habe die Auswertung von Videobotschaften und einer Art Manifest auf dessen Internetseite ergeben, sagte Frank am Donnerstag in Karlsruhe. 

Bei einer Mahnwache in Hanau rief Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier vor tausenden Bürern zu gesellschaftlichem Zusammenhalt und Zivilcourage auf. "Wir stehen als Gesellschaft zusammen, wir lassen uns nicht einschüchtern, wir laufen nicht auseinander", so Steinmeier. Zuvor hatte Bundesinnenminister Horst Seehofer am Tatort in Hanau erklärt, er habe Trauerbeflaggung für alle öffentlichen Gebäude in Deutschland angeordnet. Am Abend werde er zudem mit allen Innenministern der Länder darüber beraten, wie die Sicherheit vor allem bei öffentlichen Veranstaltungen in den nächsten Tagen gewährleistet werden könne.

Geisel will Sicherheitsvorkehrungen in Berlin überprüfen

Aufgrund des Attentats in Hanau kündigte Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) an, die Sicherheitsvorkehrungen in der Hauptstadt auf den Prüfstand zu stellen.

Er wisse, dass es gerade bei vielen Menschen mit ausländischen Wurzeln in Berlin viele Sorgen gebe, sagte Geisel im Abgeordnetenhaus. Deshalb habe er Vertreter der migrantischen Community zu einem Gespräch über die Sicherheitslage eingeladen. "Weil wir migrantische Einrichtungen selbstverständlich schützen." 

Das Landeskriminalamt habe inzwischen geprüft, ob der Täter von Hanau Verbindungen nach Berlin hatte. Das sei nicht der Fall, so Geisel. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) sprach von direkten Angriffen auf die Demokratie. Er forderte, die Hintergründe der Gewalttat umfassend aufzuklären. 

Woidke: "Diese Tat ist abscheulich und feige"

Bundesratspräsident Dietmar Woidke (SPD) hat den Anschlag in Hanau als "Angriff auf uns alle" bezeichnet. "Diese Tat ist abscheulich und feige", erklärte der Brandenburger Ministerpräsident am Donnerstag in einer Mitteilung. "Wir werden nicht dulden, dass Hass, Rassismus und Gewalt unser Leben bestimmen", so Woidke. Sein tiefes Mitgefühl gelte den Angehörigen der Opfer. 

Ähnlich äußerte sich Brandenburgs Innenminister Michael Stübgen (CDU): "Der feige Mord an unschuldigen Menschen ist ein Anschlag auf unsere freiheitliche Gesellschaft." Gedanken und Gebete würden den Opfern und ihren Angehörigen gelten. Die Hintergründe der Tat müssten jetzt gründlich aufgeklärt werden, betonte Stübgen. Brandenburg habe bereits im vergangenen Jahr auf wachsende Gefahren aus dem extremistischen Spektrum reagiert. "Wir verstärken Verfassungsschutz und Polizei personell und haben per Gesetz bessere Einsatzmöglichkeiten geschaffen." Dieser Kurs werde konsequent fortgesetzt. 

Kritik an Pazderski-Tweet

Brandenburgs Vize-Ministerpräsidentin Ursula Nonnemacher (Grüne) hält angesichts des Anschlags in Hanau ein gesteigertes Augenmerk auf den Rechtsextremismus für notwendig. "Ich bin geschockt von den Nachrichten aus Hanau und in Gedanken bei den Angehörigen der Opfer. Nun müssen alle Alarmglocken läuten", schrieb die Sozialministerin am Donnerstag.

Brandenburgs SPD-Landtagsfraktionschef Erik Stohn und die SPD-Abgeordnete Inka Gossmann-Reetz warfen der AfD eine Mitschuld vor: "Rechte Gewalttäter und Rassisten werden durch die AfD in ihrem schändlichen Handeln ermutigt und bestärkt."

Kritik wurde etwa laut an dem AfD-Bundesvorsitzenden Georg Pazderski, der getwittert hatte: "Ist das wirklich noch das 2017 von der Merkel-CDU beschworene 'Deutschland in dem wir gut und gerne leben'?" Berlins Staatssekretär für Arbeit und Soziales, Alexander Fischer (Die Linke), schrieb als Antwort: "Nein, das ist das Deutschland, in dem eine rechtsradikale Partei jeden Tag Hetze und Angst verbreitet."

AfD-Bundestagsfraktionschef Alexander Gauland hat Vorwürfe, seine Partei sei indirekt mitverantwortlich für Gewalttaten wie die in Hanau, zurückgewiesen. "Ich halte es für schäbig, in der Phase so etwas zu instrumentalisieren", sagte Gauland am Donnerstag in Potsdam.

Sendung: Inforadio, 20.02.2020, 11:45 Uhr

Kommentar

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99 Kommentare

  1. 99.

    Hallo RBB,

    finden Sie nicht auch, dass "Tumor Steffen" in #97 schwerlich anders bezeichnet werden kann als mit "hate speech"?

  2. 98.

    Sie sind es doch der die immer gleiche "Laier" [sic!] anstimmt. Sobald das Thema AfD oder Rechtsextreme aufkommt sind sie immer vorne dabei zu relativieren und zu verharmlosen.

    Aber dann noch einen auf "also ich bin ja nicht für die AfD aber..." zu machen... Ohne Worte

  3. 97.

    Gut dassTumor Steffen mit seinen rechtspopulistischen Plattitüden hier nicht die Kommentarspalte für sich allein beanspruchen kann. Polizeiberichten zu Folge sind Rechtsradikale einsame Männer, die zum Großteil noch bei Mutti wohnen und keine analogen Freunde haben. Wie armselig.

  4. 96.

    Haben Sie außer der ausgeleierten Platte "Verharmlosung" irgendwann mal was Neues? Dann könnte man den Versuch einer sachlichen Diskussion gern noch mal wagen, egal unter welchem Pseudonym Sie ihre immer gleiche, aber nicht nachvollziehbare Laier gerade mal wieder ablassen. Schönes Wochenende!

  5. 95.

    Mein Mitgefühl allen Betroffenen und Angehörigen. Das waren die Taten eines Psychopaten. Sein "Manifest" beweist Wahnvorstellungen, ein eindeutiges Zeichen einer schizophrenen Psychose. Ich hoffe das die Reaktionen besonnen bleiben. Dabei fürchte ich weniger "Racheakte", sondern vielmehr politische Instrumentalisierungen, wie es hier viele Komentare zeigen.

  6. 94.

    "Rede- und Denkverbote fördern Extremismus."

    Es existiert kein Rede- und Denkverbote, wie man an ihnen sieht. Sie dürfen hier weiterhin rechtsextreme Taten und Täter relativieren und verharmlosen, wie man sieht.

  7. 93.

    Irgendwann ist auch mal gut mit ihren ständigen Verharmlosungen der rechtsextremen AfD. Ihre Heuchelei ist schon schwer zu ertragen aber das geht hier entschieden zu weit. Selbst bei konservativen Politikern ist man sich einig.

    "Eine Mitverantwortung der AfD sieht auch der CDU-Politiker und Bewerber um den Parteivorsitz, Norbert Röttgen. "Man darf die Tat nicht isoliert sehen. Wir müssen das Gift bekämpfen, das von der AfD und anderen in unsere Gesellschaft getragen wird", sagte Röttgen der "Bild"-Zeitung."

    Ihre Ventil Theorie ist nachweislich Blödsinn, soll aber ihre rechtsextreme AfD dafür schützen vom VS beobachtet und letztendlich verboten zu werden.

    Es existiert auch keine Rede- und Denkverbote, wie man an ihnen sieht. Sie dürfen hier weiterhin hetzen und rechtsextreme Taten und Täter relativieren und verharmlosen.

  8. 92.

    Das Schema der Rechtsextremen und ders Sympatisanten ist immer gleich. Man verharmlost indem man whatbaoutism betreibt. Widerlich.

  9. 91.

    Ist das eigentlich Absicht dass hier Rechtsextreme und deren Sympathisanten ihr Unwesen treiben dürfen, Kritik daran aber unterdrückt wird?
    Was beabsichtigt der rbb damit?

  10. 90.

    Sie meinen die Diskussionen, auch hier, die linke Gewalt entschuldigen,weil es ja auch rechte Gewalt gibt. Nach dem Motto "Gleiches Recht für ALLE"?
    Also mal ehrlich, solche Spielchen verbieten sich von selbst. Wer so taktiert und argumentiert hat wirklich den Knall nicht gehört.

  11. 89.

    Stimmt natürlich: Jede reale Gewalt ist abzulehnen.
    Aber auch deren Instrumentalisierung.
    Was man bei einer Seite verurteilt, sollte auch der anderen nicht gestattet sein.

  12. 88.

    So manche Kommentare hier machen nichts anderes als die vielen bereits kritisierten und auch meist anonymen Posts bei Facebook & Co. , die rechte gegen linke Gewalt aufrechnen, keine Ahnung vom Asylrecht haben und leider auch latent fremdenfeindlich sind. Völlig daneben und solange das so ist, muss man sich auch nicht über den Sprachgebrauch bestimmter Parteien aufregen.
    Ich verurteile jegliche Art von Gewalt,egal aus welcher Ecke sie kommt. Und... wir leben in einer Demokratie , sollten uns auch so verhalten und sie bewahren. Wie erleben leider immer wieder, dass Menschen getötet werden und der oder die Täter dann als psychisch krank und nicht schuldfähig diagnostiziert werden. Für die Opfer und deren Hinterbliebenen ist das überhaupt kein Trost. Das lässt sich scheinbar leider nicht verhindern,wie im aktuellen Fall.Und deshalb ist so mancher Kommentar völlig am Thema vorbei.



  13. 87.

    Die Kollegen vom HR haben die schlimmsten Fälle in Hessen mal aufgelistet. (Das zu all jenen, die hier tatsächlich die Diskussion auf angezündete Autos umlenken wollen!):
    1992: Tote nach Brandanschlag in Lampertheim
    1992: Mord an Blanka Zmigrod
    1993: Flüchtlingsheim in Borken gestürmt
    1993: Flüchtlingsunterkunft in Immenhausen brennt
    1993: Brandanschlag auf Flüchtlinge in Modautal
    1994: Bundeswehrrekrut ersticht 18-Jährigen
    2001: Mord als Aufnahmeritual
    2006: Mord an Halit Yozgat
    2008: Überfall auf linkes Sommercamp
    2014: Mord im Limburger Flüchtlingsheim
    2019: Mord an Walter Lübcke
    2019: Schüsse auf Flüchtling in Wächtersbach
    2019: Kopfverletzungen durch Metallkugeln
    2020: Zehnfacher Mord in Hanau

  14. 86.

    Ich möchte keineswegs Wortklauberei betreiben, dafür ist der Anlass viel zu erschreckend. Ich halte es aber für zu kurzsichtig und auch gefährlich für die Verhinderung weiterer Taten wenn von manchen reflexartig so getan wird, als hätte es die Tat ohne die AfD und deren Rhetorik nicht gegeben. Das glaube ich nämlich nicht. Die Vorbehalte, die diese Partei artikuliert, sind ja in einem Teil der Bevölkerung bereits trotzdem vorhanden und es besteht meines Erachtens sogar die Gefahr einer noch größeren Radikalisierung, wenn es das Ventil AfD nicht gäbe. Die Tragödie von Hanau taugt unter genauer Betrachtung aller Umstände eben nicht als Argument gegen die AfD, da der Ausländerhass des Täters viel weiter zurück reicht und einer tiefen Psychose entspringt. Sein Hass entsprach auch nur in Teilen den Vorbehalten in der AfD. Hinzu kommen offenbar schwerste Versäumnisse der Behörden. Vielleicht gab es auch einen Einfluss, das weiß keiner, ursächlich war es aber nicht.

  15. 85.
    Antwort auf [Besserwisserin] vom 21.02.2020 um 11:18

    Die Fakten sprechen eine andere Sprache und die Einschätzung sämtlicher Sicherheitsbehörden auch.
    Übrigens wird bereits den Opfern jeglichen Terrors gedacht.

  16. 84.

    Reflexe sind ja nicht per se falsch oder unangebracht. Und dieser ist genau das nicht. Zwar beschreiben Sie, dass der Täter offenbar bereits vor geraumer Zeit Rassist und weit jenseits unseres Grundgesetzes "gedacht" hat, aber Sie können schlecht ignorieren, wann er konkret "aktiv" geworden ist. Offensichtlich jetzt und in der Tat muss man sich fragen, weshalb? Was ist also heute anders als zB anno 2004 und was hat Bezüge zum Mörder und dessen Wahnbild? Das Rechtsradikale in Parlamenten sitzen und immer wieder hetzen und Stimmung machen, ist ganz sicher nicht irrelevant.

  17. 83.

    Lieber Steffen,

    betreiben Sie bitte keine Wortklauberei - ich habe nicht gesagt, dass diese Sprachverrohung "nur" von der AfD ausginge, aber sie hat m.E. den entscheidenden Teil dazu beigetragen, diesen politischen Diskurs in den vergangenen Jahren massiv zu vergiften und das Sagbare immer weiter nach rechts zu verschieben. Die Beispiele erspare ich uns jetzt, Sie sind hier oft genug. Und ein "offenes Ansprechen der Probleme im Land" hat mit dieser Sprache nichts zu tun. Es ist auch sinnlos, daraus einen vermeintlichen Gegensatz zu konstruieren. Man kann sehr wohl offen Probleme ansprechen, ohne komplett pauschalisierende Ressentiments zu pflegen und ganze Gruppen von Menschen zu beschimpfen und in Haftung zu nehmen. Es ist ebenfalls ein Irrtum zu unterstellen, Politiker anderer Parteien würden Probleme wie beispielsweise durch Kriminalität von Einwanderern nicht offen ansprechen. Das ist genau das Narrativ, das die AfD bedient. Sehr her, nur wir reden "Klartext". Das tun sie nicht.

  18. 82.

    ... nach offizieller Verlautbarung um einen - mutmaßlich - rassistisch motivierten Terroristen. Ein kleiner, aber feiner Unterschied. Vielleicht sollten alle mal nach dieser schrecklichen Tat etwas innehalten.

  19. 80.

    Ansichtssache. Da ich zwischen "rechts" und "rechtsradikal" unterscheiden kann, sähe ich darin kein Problem.
    Und auch für Sie:
    Das Motiv ist auch nicht wichtiger als bei anderen Terroranschlägen.
    Jemand hat andere Menschen ermordet.
    DAS ist die Hauptsache.
    Warum er glaubte, das tun zu müssen, sollte außerhalb eines Gerichtssaales keine Rolle spielen.

  20. 78.

    Ich pflege nicht mit Rechtsextremen, deren Unterstützer und Sympathisanten zu diskutieren, da sinnlos. Hätten sie noch ein Empfinden wie Empathie oder Scham würde ich an letztens plädieren aber niemals mit überzeugten geistigen Brandstiftern wie ihnen diskutieren.

  21. 77.

    Hallo zurück! Offen gesagt bin ich in dieser Frage gespalten. Die Verrohung der Sprache geht meines Erachtens nämlich bei weitem nicht nur von der AfD aus. Wenn alles als Nazis und Pack diffamiert wird, was sich z.B. gegen die akt. Migrationspolitik ausspricht und über tatsächlich vorhandene Unzulänglichkeiten und Probleme nicht mehr diskutiert werden darf, weil es angeblich den Falschen in die Hände spielt, dann fühlen sich solche kranke Hirne leider auch zum Handeln bemüßigt, im Glauben sie müssten etwas tun um das Volk zu befreien. Das geht über die unbestreitbar manchmal grenzwertige Rhetorik der AfD noch weit hinaus. Solche Täter radikalisieren sich in ganz anderen Kreisen.
    Ich wünsche mir endlich wieder eine offene und sachliche Diskussion über alle Probleme, auch dann, wenn die AfD dies anspricht. Anderenfalls geht die Spaltung der Gesellschaft unvermindert weiter. Thüringen zeigt doch jetzt schon, wie die politische Mitte erodiert. Rede- und Denkverbote fördern Extremismus.

  22. 76.

    Nichts darf zu einem Erstarken der rechten Szene führen. Gar nichts. Das schreibe ich gerne ohne jeglichen verwässernden Halbsatz auf irgendein anderes Problem, das außerdem bekämpft werden muss. Kein Problem. Denn hier geht es ja um einen rassistisch motivierten Terroristen und um nichts anderes. Da können wir ja beim Thema bleiben.

  23. 75.

    Das sind nichts als substanzlose Behauptungen. Nennen Sie doch mal ein Beispiel.
    Selbst bei unpolitischen Taten, wie die des German WIngs Piloten, wird politisch hinterfragt was man ändern kann um soetwas in Zukunft zu verhindern.

  24. 74.

    In etwa.
    Werden Terroranschläge und andere Mordtaten von (und sei es auch nur vermutlich) Rechtsradikalen begangen, kommen Politiker, forden, dass gegenüber der rechten Seite des politischen Spektrums hart durchgegriffen wird, dass Parteien überwacht oder gar verboten werden, die Meinungsfreiheit eingeschränkt werden möge, es gibt Lichterketten, Mahnwachen und man bekundet allerorten nicht nur Empörung, sondern Wut.
    Aber auch nur dann.
    Ansonsten belässt man es bei Beileidsbekundungen, betont, dass nichts mit nichts zu tun hat, dass der Täter nur ein psychisch Gestörter war, und dass auch diese Tat nicht zu einem Erstarken der rechten Seite führen dürfe,
    DAS meine ich.

  25. 73.

    "Warum sind Intentionen und Umfeld eines mörderischen Psychopathen mal von größter Bedeutung und mal völlig belanglos?"

    Wann war den Intension und Umfeld eines mörderischen Psychopaten je belanglos?

  26. 72.

    Lieber Namensvetter,

    sorry, aber wollen Sie ernsthaft bestreiten dass es zwischen der Verrohung der Sprache und dem bewussten Schüren von Ressentiments von Seiten der AfD und der Radikalisierung schon vorher tickender Zeitbomben, die sich nun bestätigt in ihrem Denken fühlen - dass es da keinerlei Zusammenhang gibt? Rassisten und Islamhasser hat es auch vor der AfD gegeben, das bestreitet niemand. Aber ich bin der festen Auffassung dass sich die menschenverachtenden Äußerungen sehr vieler AfD-Politiker als Brandbeschleuniger erwiesen haben. Annette Ramelsberger von der SZ hat dazu m.E. einen treffenden Kommentar geschrieben, dem ich auch aus Zeitgründen nichts hinzuzufügen habe:

    https://www.sueddeutsche.de/politik/hanau-rechtsextremismus-kommentar-1.4806350

  27. 71.

    Vielleicht haben Sie mich falsch verstanden....
    Ich suche hier keine Diskussion mit Leuten wie Ihnen. In ihren armseligen Versuchen hier parallelen zu Konstruieren lässt sich weder ein Wille, noch die nötige Intelligenz für eine ehrliche Auseinandersetzung finden.
    Posten Sie nur weiter.....Das schon Ihre analoge Umwelt.

  28. 70.

    So "völlig belanglos" wie bei islamistisch motivierten Anschlägen, in denen es ja fast immer "der Islam" an sich war, ja? Und der Täter nie geistesgestört und unabhängig von seiner wirren Ideologie betrachtet werden konnte? So wie nach Amri Generalverdacht en vogue war, weil sind ja alle Kulturfremde und sonst noch mehr Terror? Meinen Sie dieses unterschiedliche Maß?

  29. 69.

    Richtig! Die reflexartigen Schuldzuweisungen gegen die AfD sind durchschaubar politisch motiviert, basieren aber nicht auf Fakten. Der Täter frönt bereits seit 2001 seinen wirren und ausländerfeindlichen Gedanken, insbesondere gegen arabische und asiatische Völker. Damals gab es die AfD noch nicht mal. Ein Bezug zur aktuellen Asylpolitik ist in seinem Manifest ebenfalls nicht vorhanden. Sein wirrer Hass geht nämlich weit darüber hinaus. Hinzu kommt, dass er sich mit seinen wirren Verschwörungstheorien bereits 2002 und 2004 an die Behörden gewandt hat, angeblich vor wenigen Wochen auch noch einmal. Trotzdem erfuhr er keine psychiatrische Behandlung und durfte weiter Zugang zu Waffen haben! Da werden sich wohl einige Behörden noch unangenehme Fragen gefallen lassen müssen! Die Tat hätte m.E. wahrscheinlich verhindert werden können! Einen entsprechenden Link zu einem Artikel auf welt.de schaltet man hier mal wieder nicht frei. Warum wohl? Ich hätte gern das ganze Bild präsentiert.

  30. 68.

    Guten Morgen.
    Danke für die Klarstellung.
    Doch sollte es erlaubt sein zu fragen, warum jemand bei derlei Mordtaten mal politische Konsequenzen fordert und mal nicht; je nachdem, welches Motiv der Täter angeblich hatte.
    Anders gefragt:
    Warum sind Intentionen und Umfeld eines mörderischen Psychopathen mal von größter Bedeutung und mal völlig belanglos?
    Schönes Wochenende.

  31. 67.

    Erzählen Sie doch keinen Unsinn! Diese Missstände und Taten, die Sie hier (schön weit weg vom Anschlag) aufzählen haben selbstverständlich zu politischen Forderungen geführt. Wollen Sie ernsthaft bestreiten, dass gegen keines dieser Phänomene die Gangart geändert worden wäre?

    Sie bestreiten hier immer irgendetwas zu relativieren und tun es doch. Fällt es Ihnen so schwer, einmal auf "aber die Linken tun immer dies und jenes" zu verzichten? Was hat das mit der in diesem Zusammenhang hier dringlichsten Frage zu tun, wie man solche Terroranschläge und so eine (durch nichts zu entschuldigende) Radikalisierung verhindern kann?

    Den Wunsch nach weniger Ausländern und vor allem diesen achso schlimmen kulturfremden Muslimen wird Ihnen leider keiner erfüllen, sorry. Die Ausrede für rechtsradikale Anschläge können Sie sich gerne an den Hut stecken.

  32. 66.

    Liebe Nutzerinnen und Nutzer,

    bitte bleiben Sie sachlich und respektieren Sie die Netiquette.
    Wir akzeptieren hier kein gegeneinander Aufrechnen von Gewalttaten und keine Relativierungen des Terroranschlages - genauso
    wenig wie bei anderen Anschlägen. Es gibt keinerlei wie auch immer konstruierte Rechtfertigungen für eine solche Tat. Danke.

    Freundliche Grüße und ein schönes Wochenende,

    Ihre Redaktion

  33. 65.

    Ist schon sehr interessant, dass Sie aus meinem Beitrag nur das Anzünden von KFZ erwähnt haben und die Mordversuche an Polizeibeamten unerwähnt ließen.

  34. 64.

    Sagen Ihnen Begriffe wie "Ehrenmord", "Messerstecherei", "Genitalverstümmelung", "Zwangsheirat", "Clankriminalität", "9/11" und "Breitscheidplatz" etwas?
    Oh sorry... das darf man freilich nicht erwähnen, denn damit instrumentalisiert man ja nur.
    Ich will diese Untaten nicht gegeneinander aufrechnen, doch warum ist es legitim, dass Straftaten nur dann zu politischen Forderungen führen, wenn sie von einer bestimmten Personengruppe verübt werden, wohingegen man sonst eher von Vorurteilen und Sippenhaft spricht?

  35. 63.

    Was ist an meiner Aussage wirr? Oder passt sie Ihnen nur einfach nicht und daher stempeln sie sie als wirr ab. wenn Sie hier schon Kommentare von sich geben, dann doch bitte sachliche.

  36. 62.

    Wie recht Sie doch haben. "Berliner" hat expressis verbis das Anzünden eines abgestellten Autos der Ermordung von zehn Menschen gleichgesetzt! Es ist gut, dass der RBB seine Kommentare freigeschaltet hat: Solche kranken Auffassungen dürfen nicht im Verborgenen bleiben, die sollen - zur Schande des Schreibenden - ruhig öffentlich werden ...

  37. 61.

    Es ist unredlich, eine demokratisch gewählte Partei mit Faschisten, also Massenmördern in einen Topf zu werfen und ihr jede Tat eines Irren vorzuhalten.
    Um eine Veröffentlichung dieses Posts nicht zu gefährden verzichte ich auf Vergleiche, frage nicht, wer (also was für Personengruppen) was wie und wo warum tut.
    Doch werfe ich hiermit mal die Frage in den Raum, wann etwas "Mahnen" ist, wann "das Schüren von Ängsten" und wann "Instrumentalisieren".
    Was wird hier mehr verurteilt: Ein Verbrechen oder das angebliche/vorgebliche Motiv?
    Und handeln jene, die nun agitieren, wirklich in allen solchen Fällen gleich?

  38. 60.

    Was ist an meiner Aussage wirr? Oder passt sie Ihnen nur einfach nicht und daher stempeln sie sie asl wirr ab. wenn Sie hier schon Kommentare von sich geben, dann doch bitte sachliche.

  39. 58.

    Angesichts dessen, was in den letzten Tagen, Wochen, Monaten und Jahren an Rechtem Terror unter den wachsamen Augen und schützenden Händen von Geheimdiensten und Polizei gelaufen ist, verharmlost ihr Kommentar die Gefahr bewaffneter Rechter Netzwerke. CDU und FDP argumentieren genau so und in beiden Parteien gibt es Bestrebungen mit der afd zu paktieren. Jetzt wird geerntet, was sie mit dieser platten Rechts=Links Gleichung gesät wurde.

  40. 57.

    Genau mit solchen wirren Aussagen, wie dieser angebliche "Berliner" fängt Radikalisierung an.
    Hoffe dass man da wirklich mal ein genaueres Auge auf solche Leute wirft.

  41. 56.

    Ich bin mir nicht sicher, ob Ihr Beitrag ironisch gemeint sein sollte.
    "Aufgeklärt" finde ich, ist da momentan wenig. Das Pamphlet was Aufklärung bringen könnte, ist schnell vom Netz verschwunden. Wer tiefer in die offensichtlichen Wahnvorstellungen dominierten Gedankenwelt eindringen möchte, muss sicherlich auch dieses 24 Seiten lange „Skript mit Bildern“ lesen, das der Täter auf seiner Internetseite veröffentlicht hatte. Diese wurde offensichtlich von den Behörden aus dem Netz genommen, aber wie wir alle wissen, das Internet vergisst nichts.

  42. 55.

    Kann ja sein, dass du linke und rechte Gewalt gerne gleichsetzen möchtest. Damit stehst du aber zum Glück mehr und mehr alleine da. Diese abstruse Denkweise verliert durch diese schrecklichen Taten mehr und mehr an Boden.
    Das hat ja mitllerweile sogar das Innenministerium und der VS begriffen.
    Aber es wird halt immer ein paar Leute geben, die das nicht begreifen und vielleicht auch nie begreifen werden. Ist von manchen halt nicht zu erwarten....

  43. 54.

    Solange Kritik an Rassismus als links verortet wird, pflegt die „Mitte“ ihren Gewohnheitsmäßigen Alltagsrassismus weiter. Das ist der Nährboden für solche Morde. Die bürgerlichen Parteien tragen eine Mitverantwortung.

  44. 53.

    Und diesmal hat keiner eine eventuelle Geisteskrankheit oder die "schwierige Kindheit" und anderes Erlebte entschuldigend für diese Tat "in den Ring geworfen". Warum werden eigentlich bestimmte Taten relativiert und warum andere nicht?

  45. 52.

    Genau das tue ich. Mit einem Stein, Gehwegplatte, Molotowcocktail kann man genauso einen Menschen umbringen. die Art der Waffe spielt keine Rolle. Du unterscheidest aber anscheinend, auf wen Mordanschläge verübt werden. Daran sehe ich, aus welcher Du kommst.

  46. 51.

    Für was sollte ich mich schämen? Und wovon lenke ich ab? Ich verurteile diese schreckliche Tat genauso wie Sie. Ich habe lediglich geschrieben, dass man gleichermaßen nach rechts wie auch nach links schauen soll. Sie gehören anscheinend zu den Menschen, die nur nach rechts schauen . Oder haben Sie schon mal an einerMahnwache, Kundgebung oder Protestdemonstration teilgenommen, wenn mal wieder linke Chaoten Steine, Molotowcocktails oder sonstige Gegenstände auf Polizeibeamte werfen und deren Tod billigend in Kauf nehmen? Oder wenn Autos von Bürgern angezündet werden, nur weil Ihnen die Automarke nicht passt? Ich denke nicht. Warum nicht? Ist das ein weniger schlimmer Terrorismus, wie der Rechte? Oder weil es nur Polizeibeamte sind? Oder ist es Ihnen egal und schauen bei so was weg? Es macht keinen Unterschied, ob Rechte oder Linke unsere Demokratie angreifen, aber leider sind einige Menschen und Politiker auf einem Auge blind und lassen linke Chaoten gewähren.

  47. 50.

    Ah ha. Du vergleichst einen Neonazi-Terroranschlag Massenmord mit Leuten, die Steine werfen. Alles klar. Da weiß man schon, aus welcher Ecke du kommst.
    Hauptsache relativieren, nicht wahr?

  48. 49.

    Danke an alle, die kamen.

  49. 47.

    Bei der von Ihnen verlinkten Internetseite steht: "Er war eines der ersten bekannten Todesopfer rechtsextremer Gewalt in der Bundesrepublik Deutschland seit der Wiedervereinigung." Ich frage jetzt einmal ganz provokativ: Woher kamen denn all die neofaschistischen Kader, die den menschenverachtenden Samen in Ostdeutschland ausgestreut haben, den wir heute ernten müssen?

  50. 46.

    Da muss ich Ihnen widersprechen. Weder habe ich das gefordert, noch würde ich so einen Quatsch fordern.
    Ich sage Ihnen aber auch, dass ich niemanden so einfach aus der Verantwortung für das von ihm / ihr gesagte entlasse.
    Ich stimme Ihnen bezüglich der Gewalt zu. Die braucht nun wirklich niemand, egal aus welcher Richtung.
    Wieso sollte es denn keine politische Auseinandersetzung geben? Ich halte das, besonders im Moment, für zwingend notwendig.

  51. 44.

    Wenn das stimmt, was auf Welt.de zu lesen ist, werden sich einige Behörden einige unschöne Fragen gefallen lassen müssen!
    https://www.welt.de/politik/deutschland/article206022063/Hanau-Attentaeter-kontaktierte-Behoerden-offenbar-lange-vor-der-Tat.html
    Die einfache Variante "AfD hat Schuld" zieht dann jedenfalls nicht, da der Attentäter bereits lange vor deren Parteigründung den Behörden auffällig gewesen sein soll und seine Psychosen hätten erkannt werden müssen. Auf keinen Fall hätte ihm jemals der Zugang zu Waffen gestattet werden dürfen.

  52. 43.

    " legal, trotz seiner Psychosen. So etwas darf nicht passieren! "

    passiert aber doch, und wie solte das verhindert werden ? durch jährliche psycholog. Kontrollen aller legalen Waffenbesitzer ? unmöglich, und das Täuschungspotential ist gewaltig bei Psychopathen , iimmer wieder festzustellen bei Inhaftierten, die als " geheilt" entlassen wurden um kurz darauf eine neue Straftatzu begehen.

  53. 42.

    Mein Mitgefühl ist bei den Hinterbliebenen der Opfer, es ist entsetzlich, was passiert ist.
    Müssen wir alle, die einen Migrationshintergrund, oder die doppelte Staatsbürgerschaft haben, die EU-Bürger, die Flüchtinge mit oder ohne Kinder um unser Leben fürchten?
    Wie viele so genannte "Geisteskranke" laufen in diesem Land herum?
    Hass züchtet Hass, ist es das, was wir der nächsten Generation hinterlassen wollen?
    Quo vadis Deutschland?

  54. 41.

    Ja, nie wieder! Auf der Demo in Neukölln waren mindestens mehrere Tausend Menschen - viele aus der Nachbarschaft mit ihren Kindern. Als wir um 19.30 nach Hause mussten war das Ende der Demo noch nicht losgelaufen.

  55. 40.

    Es zeigt ihren demkokratischen Sachverstand, wenn Sie legitimierte Sachverhalte und Rechtssprechungen ignorieren, wenn es Ihren Vorstellungen nutzt.
    Diese 69 waren keine Flüchtlinge (mit definiertem Aufenthaltsrecht), sondern rechtstaatlich festgestellte Migranten, deren Asylantrag nach DEMOKRATISCHER Rechtssprechung letztinstandlich abgelehnt wurde.
    (2019: 1003 Abschiebungen bei 12956 ausreisepflichtigen Ausländern)

    Da sieht man mal wieder beispielhaft, wie die Trauer um diese Tat allseitig zur politischen Dämonisierung benutzt wird.

  56. 39.

    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Amadeu_Antonio_Kiowa
    Mord an einem angolanischem Mitbürger. 1990 von Rechtsextremen begangen. Zwar schon nach der Wende, aber die Leute Jahren ihr Feindbild auch schon davor. In der DDR.

  57. 38.

    Mit diesem Terroranschlag nun mehr als 200 Tordesopfer durch Rechtsextreme in den letzten drei Jahrzehnten.

  58. 37.

    Die furchtbare Tat scheint ja bereits aufgeklärt und eine Psychose des Täters als Ursache ausgeschlossen zu sein. Das ging sehr schnell.

  59. 36.

    Bildung schließt überhaupt nichts aus. Nahezu alle "Schlächter" in einschlägigen Ländern haben eine so bezeichnete "westliche Bildung" genossen an Elite-Hochschulen in Paris, London oder Madrid und das simple Eintrichtern und das Garnieren mit klassischer Bildung hat nichts i. S. eines menschenfreundlicheren Umgangs bewirkt, solange alles nur "vorzeigbarer Ausweis" bleibt.

    Auch und gerade die Betriebswirtschaft lehrt ja, Menschen nicht in ihrem umfassenden Menschsein zu sehen, sondern Menschen als Kostenfaktoren zu begreifen - allenfalls unterschieden zwischen harten und weichen Standortfaktoren, zwischen kurzfristigen und langfristig angelegten betriebswirtschaftlichen Strategien.

    Empathie ist keine Wissenschaft, noch nicht einmal in der Psychologie. Da wird dann eher darum gestritten, ob es ein "Hauptbedürfnis" oder ein "Nebenbedürfnis" eines kleines Kindes wäre, auf den Arm genommen zu werden.

  60. 35.

    Im Gegensatz zur DDR ist der Staat erklärtermaßen nicht allmächtig und braucht sich dementsprechend auch nicht für das furchtbare und menschliche Verhalten eines Einzeltäters entschuldigen. Allerdings gibt es immer wieder politische Vertreter, die sich jeglichen Schuh anziehen, als wäre es so.

    Entscheidend für mich ist, in welchem Klima so etwas passiert und wer die hinter den Gardinen etwas verschämt stehenden Claquere dabei sind. Die würde ich ziemlich klar mit den Wählenden der AfD definieren. Selber würden sie natürlich niemals Hand anlegen, wenn aber ein anderer - im Zweifelsfall ein geistig zuweilen Verwirrter - die eigenen Phantasien in die Praxis umsetzt: Was bleibt einem übrig, außer recht lauen Erklärungen, dass das nun wiederum auch nicht gehe?

  61. 34.

    Natürlich gab es auch in der DDR rassistische Morde. Mir fällt da auf die Schnelle ein kubanischer Gastarbeiter in Magdeburg ein, wovon ich schon mal gehört habe. Das passte natürlich nicht ins damalige dortige Gesellschaftsbild und wurde durch Partei und Presse und wurde deshalb verschwiegen und klein geredet. Genau so gab es aber auch in der Bundesrepublik rechtsradikale Anschläge. Neu ist die Gefahr also nicht und damit auch keine Schuld einer einzelnen Partei. Erschreckend ist der Trend zu sich selbst radikalisierenden Einzeltätern. Auf diese Gefahr haben unsere Sicherheitsbehörden noch kein Rezept, insbesondere wenn diese Täter irgendwie an Waffen gelangt sind. Im Hanauer Fall besaß der Täter die Waffen sogar legal, trotz seiner Psychosen. So etwas darf nicht passieren!

  62. 33.

    In der DDR ist Vieles unter der Decke gehalten worden, das mag allein den Unterschied zur Jetzt-Zeit markieren. Die Erklärung als definitiv "antifaschistischer Staat" hat jedenfalls die ehrliche Aufarbeitung der NS-Zeit eher behindert als befördert - und zwar genau dadurch, sich von vornerhein erklärtermaßen auf der richtigen Seite zu wissen.

  63. 32.

    Was genau haben die Linksextremisten jetzt mit den Morden eines Rechtsextreme zu tun? Für dieses billige Ablenkungsmanöver sollten Sie sich schämen. Seit Jahrzehnten morden Rechtsextreme und Ihnen fällt nix besseres ein als : aber in der Rigaer Str......

  64. 31.

    Achso ..... Seehofer. Er sprach von Rassismus und das er angeordnet hat, dass die Flaggen auf Halbmast gesetzt werden. Ist das der Seehofer, der an seinem 69. Geburtstag erklärt hat glücklich zu sein, dass 69 Flüchtlinge abgeschoben wurden????
    Alles Hinterbliebenen der Opfer mein tiefes Mitgefühl.

  65. 30.

    Ja, in der ehemaligen DDR ist nicht zu entschuldigendes Unrecht geschehen, aber ich kann mich an keine rassistischen Morde oder Progrome erinnern. Und das ist der Unterschied zur heutigen BRD, die gerne als das "bessere", "freiere" und "menschlichere" Gesellschaftssystem dargestellt wird.

  66. 29.

    Das was sie fordern ist eine Sprachpolizei. Diese gab es schon einmal und zwar in der DDR.
    Es ist egal ob die Gewalt von links rechts oder anderen kommt/ stammt, Gewalt ist grundsätzlich zu verurteilen! Da gibt es keine Diskussion.
    Anstatt sich hier gegenseitig politisch anzugehen, sollten alle an einem Strang und wichtig in die gleiche Richtung ziehen, damit so etwas nicht wieder passieren kann, auch wenn es keine 100% Sicherheit gibt.
    DAS hilft den Angehörigen mehr.

  67. 28.

    Es ist ohne wenn und aber beschämend, dass der Staat nicht in der Lage ist, seine Bürger und Gäste vor solchen menschenverachtenden Aktionen zu schützen. Und es zeigt sich wieder einmal, dass dies ein gesamtdeutsches und kein spezifisch ostdeutsches Problem ist. Ich bin wahrlich gespannt, was jetzt unternommen wird, um den Rechtsterrorismus zu stoppen. Schöne Worte der Anteilnahme reichen bei weitem nicht mehr aus. Und noch ein lieben Gruß an die Vorsitzenden der SPD: Die aktuelle Maxime "Wehret den Anfängen" kommt leider ein paar Jahrzehnte zu spät. Wie konntet ihr und die anderen "demokratischen" Parteien samt "Verfassungsschützern" es zulassen, dass wiederholt eine völkisch-nationale Partei den politischen Takt vorgibt bzw. von vielen Bürgern aktiv und passiv unterstützt wird? Wer hat hierfür die Grundvoraussetzungen geschaffen?

  68. 27.

    @bildungsbürger Der Schlüssel heißt als Bildung komisch das der Täter ein BWL Studium hatte. Auch gebildete Menschen machen so ein Mist.

  69. 26.

    Ob Amokläufer,geistig verwirrte Einzeltäter,terroristische Angriffe ,rassistische Übergriffe oder wie hier, eine unheilvolle Mischung aus Verfolgungswahn, Fremdenfeindlichkeit und Aggressivität, es gibt leider keine vollkommene Sicherheit. Jeder von uns kann leider zur falschen Zeit am falschen Ort sein und jedes Opfer ist ein Opfer zuviel. Der Täter jetzt ist offensichtlich vorher nicht explizit in Erscheinung getreten und war Sportschütze mit eigenen Waffen. Für mich ist er den Schilderungen der Presse zufolge nicht der klar zu erkennende Rassist sondern war durch die zusätzliche psychische Erkrankung so gefährlich. Dagegen kann man sich kaum schützen. Immerhin hat er auch seine eigene Mutter erschossen. Allen Hinterbliebenen mein Beileid und den Opfern gute Besserung. Durch das Erlebte dürften viele Menschen traumatisiert sein.

  70. 25.

    Die Tat in Hessen ist schlimm und durch nichts zu entschuldigen. Es wird immer wieder erwähnt, dass jahrelang nichts bzw. nicht genug gegen Rechtsextremismus unternommen wurde. Das ist wahr. wahr ist aber auch, dass genauso wenig gegen Linksextremismus unternommen wird. Das rechtsfreie Räume, wie z.B. Rigaer Str., aus denen massiv Gewalttaten gegen Polizeibeamte und andere Personen ausgehen, geduldet werden und von der Politik leichtfertig das Leben von Polizeibeamten riskiert wird. warum wird da nichts unternommen? Ganz klar, weil wir von Linken regiert werden, denen das in den kram passt. Beide, sowohl Rechtsextreme, wie auch Linksextreme sind gleich schlimm und müssen mit aller Härte des Gesetzes bestraft werden. Im Übrigen ist die AFD eine demokratisch gewählte Partei, genau wie die Linke, in der noch genug SED Genossen sitzen... ob es einem nun passt oder nicht. Die großen Parteien sollten sich einfach mal Gedanken machen, warum immer mehr Menschen extreme Parteien wählen....

  71. 24.

    Wie viele Menschen müssen noch sterben, bevor man diesen "geisteskranken" Verbrechern, und den geistigen Brandstiftern das Handwerk legt, geredet wurde schon zu viel.

  72. 23.

    Wenn die Trauer über die Opfer abgeklungen, werden wieder Aufrufe zur Verschärfung der Waffengesetze laut. Nur fürchte ich, soviel Waffen können wir gar nicht exportieren wie im Inland vorhanden sind.

  73. 22.

    Falsch. Sie bedienen sich der Sprache eines Roland Freisler und dürfen sich entsprechend wohl kaum wundern, dass Sie in jene Ecke gestellt werden. Sie diskreditieren sich damit selbst.
    Und das von Ihnen vermisste Argument war in der Frage, wenn auch nicht explizit, implizit formuliert. Die Art und Weise ihres Sprachgebrauchs, in diesem Fall bedienen Sie sich eines Freislerzitats, das relativieren menschenverachtender Sprache und Positionen führt zu Taten wie in Hanau, denn erst fällt die sprachliche Hemmschwelle und im Kielwasser kommt es dann zur Enthemmung von Menschen. Verstehen Sie das?
    (Bevor Sie es mir wieder gezielt falsch auslegen und die Opferkarte spielen wollen, die letzte Frage ist nicht ironisch gemeint.)

  74. 21.

    Wir werden auf jeden Fall hingehen. Kein Fußbreit dem rechten Terror

  75. 20.

    So was müßte alles nicht sein,der Schlüssel dafür heißt Bildung,niemand der Bildung hat, schießt auf ander Menschen.Ich finde es beschämend wie auf der Münchener Sicherheitskonferenz viele Politiker 2% des Bruttoweltproduktes für das Militär verbrennen wollen. Es wär an der Zeit, daß diese mal, dieses Geld für die Bildung investiert sehen wollen,davon aber kein Wort.

  76. 19.

    Sie werden entschuldigen, wenn mir die reflexartige Erklärung, die AfD sei Schuld, zu einfach ist. Solche Täter haben sich bereits vor Erstarken dieser Partei radikalisiert und tun es auch weiterhin abseits dieser Partei. Dass die Sprache einzelner Protagonisten dieser Partei immer wieder über die Grenze des Abstände hinaus geht, ist unstrittig. Als Vorlage zum Mord an unschuldigen Menschen, egal welcher Nationalität oder Religion taugt sie nicht. Für Extremisten ist die AfD immer noch viel zu lasch, die radikalisieren sich woanders. Die Probleme, die die AfD anspricht, wenn auch oft zu überspitzt, sind ja durchaus vorhanden und sichtbar. Dagegen muss was getan werden, um der AfD diese Argumente aus der Hand zu schlagen. Das ist aber eine andere Diskussion, die abseits dieses unmenschlichen, schockierenden Anschlags geführt werden muss.

  77. 18.

    Wer hier "hetzt", daß sind vor allem Leute wie Sie. Gerade Sie sollten aufpassen, daß Sie sich nicht weiter radikalisieren. Bitte kehren Sie zur Realität zurück und hören Sie auf, ihrem politischen Gegner Dinge zu unterstellen, die Ihnen zufällig gerade in den Kram passen. Das ist nicht nur wohlfeil, das ist perfide. Gerade bei solch einer Tat zeigt sich überdeutlich, wer der Versuchung nicht widerstehen will, die Opfer zu instrumentalisieren. Redlich ist anders.

    Bei schizophrener Psychose ist es völlig gleichgültig, ob sich derjenige nun zufällig islamistisch, stalinistisch oder rassistisch radikalisiert. Der Betroffene gehört in Behandlung und nicht aus niederen tagespolitischen Motiven heraus instrumentalisiert.

  78. 17.

    Wollen Sie mich auf den Arm nehmen Namensvetter vom "Steffen"? Und wieso schreiben Sie überhaupt verwirrend unter diesem Profilnamen? Und wieso ausgerechnet in der Erzählung des Milieus, auf die sich der parlamentarischen Arm des Rechtsterrorismus geeinigt hat? Angeblich sei der Vertreter der Wahnsysteme, der Hetze, die die AfD sonst so verbreitet bloß verrückt. Man kann ja auch verrückt werden. Wenn niemand kapiert wie wichtig Rassismus Hetze und völkischer Staat ist. Ist ja nun nicht so unterschiedlich zu dem, was sich aus der AfD in die Öffentlichkeit erbricht.
    Was stellen Sie sich denn vor? Rassismus, Hetze, entrechtende Bürokratie gegen irgendwie alles nicht-deutsche
    - aber ohne Mord?

  79. 16.

    Das ist doch nun auch Unfug! Wir können doch nicht einfach sämtliche existierenden Probleme und Gegebenheiten verschweigen, nur weil es bei irgend jemand ein falsches Bild im Kopf erzeugen könnte. Damit würde man das Problem der Radikalisierung sogar noch verschärfen, weil viele der Presse nicht mehr vertrauen und sich vermehrt Fake-News zuwenden würden. Jedem normal denkenden Menschen ist klar, dass der Großteil der Muslime und auch der Großteil aller Ausländer sich absolut gesetzestreu verhält und gut integriert ist. Zudem radikalisiert sich keiner über den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Da gibt es ganz andere Seiten, meist im Ausland. Rechtsradikale Gruppen in den USA spielen dabei offensichtlich eine entscheidende Rolle. Auch der Täter von Hanau hat sich explizit an das amerikanische Volk gewandt in seinem Video. Dieser Kampf kann also nur international geführt und gewonnen werden.

  80. 15.

    Ja, hätte mich jetzt auch gewundert, wenn Sie auch nur ein einziges Argument vorgetragen hätten, anstatt zu diskreditieren und zu verleumden. Ist schließlich einfacher, als sich mit offenem Visier mit Sachverhalten auseinanderzusetzen. Deswegen ist dieses Gebaren bei Leuten wie Ihnen und Martina auch so beliebt.

  81. 14.

    Hallo zurück und danke für den sachlichen, konstruktiven Austausch! Zur Motivation und Einstellung des Täters gibt es bei der Tagesschau einen sehr guten und sachlichen Artikel.
    https://www.tagesschau.de/investigativ/hanau-video-101.html
    Eine stark ausgeprägte rechtsextreme Komponente in seiner Weltsicht ist ohne Zweifel unverkennbar, aber eben nicht ausschließlich. Es offenbart sich eine langanhaltende, tiefgreifende geistige Störung, bis hin zum Verfolgungswahn und der Unfähigkeit, sich das eigene Versagen selbst zuzurechnen. Dieses Manko hat er mit rechtsextremistischen Ansichten "aufgefüllt". Dafür hat er offenbar alle möglichen Theorien vermischt. Genau da sehe ich die größe Gefahr, auch für die Zukunft. Wie schafft es unsere Gesellschaft, diese Störungen rechtzeitig zu erkennen und zu behandeln. Und auch, wie verhindern wir, dass solche Menschen an Waffen kommen! Das betrifft so auch islamistisch verwirrte potentielle Täter. Ich sehe da keinen Unterschied.

  82. 13.

    Daher wird auf "Berlin gegen Nazis" auch zur Demo um 18 Uhr am Hermannplatz aufgerufen mit Route über die Sonnenallee zum Rathaus Neukölln - unter dem Motto „In Gedenken an Hanau. Gegen rechten Terror und Rassismus!“

    Doch „Offensichtlich ist Hessen ein besonderes Terrain für rechtsextremistisch-rassistische Aktivitäten“, so der TBB:
    So wurde Halil Yozgat in Kassel von dem NSU ermordet, während ein Verfassungsschutzmitarbeiter im selben Internetcafe saß und „nichts gesehen“ hatte.
    Der Regierungspräsident von Kassel, Lübcke (CDU), wurde Opfer eines rechtsextremistischen Verbrechens.
    Eine Nebenklägeranwältin im NSU Prozess wurde von Angehörigen der Sicherheitskräfte, die sich NSU-2.0 nennen, bedroht.
    Der aktuell in Berlin rechtsextremistischen Taten verdächtigter Polizeiangehöriger kam ursprünglich aus Hessen...."
    In Gänze lesenswert: https://tbb-berlin.de///presseerklaerungen/show/hanau:_rechtsextremistisch-rassistische_gefahr_endlich_ernsthaft_bekaempfen/0

  83. 12.

    Vielleicht sollte man sich auch beim RBB mal zusammensetzen und schauen, wie man in den letzten 12 Monaten so über Shisha-Bars berichtet hat. Einfach "Shisha" als Suchbegriff eingeben und schauen, was die Kollegen da so fabriziert haben. Spoiler: Es ist wirklich übel. Da wird immer und immer wieder pauschal das Bild eines durch und durch kriminellen Milieus erzeugt. Bei so einer Berichterstattung brauch es keine AfD mehr ...

  84. 11.

    Ich fühle mich in die Zeit der RAF zurück versetzt. Auch damals wurden radikale verfassungsfeindliche Doktrien salonfähig, und einige fühlten sich berufen diesen Staat und seine Menschen anzugreifen. Nur das statt Rasse die Klasse bekämpft wurde. Bitte nie wieder! Relativierung ist damals wie heute fehl am Platz. Stärkster Verfolgungsdruck auf Täter und Unterstützer. Es ist Schluß mit lustig und man wird doch wohl die" Wahrheit "sagen dürfen. Wer mit solchen Leuten und deren Gedankengut sympathisiert, tut dies mit Terroristen.

  85. 10.

    Hallo zurück, Namensvetter,

    ich habe nicht von einfachen Wahrheiten gesprochen. Dass jetzt detaillierte Ermittlungen erfolgen müssen, betrachte ich als Selbstverständlichkeit, das ist keinerlei Gegensatz zu dem, was ich geschrieben habe. Die Zuschreibung "verwirrter Einzeltäter" bagatellisiert aber die Ideologie, der sich solche Terroristen bemächtigen. Umgekehrt wurde in den vergangenen Jahren bei islamistisch motivierten Terroranschlägen so gut wie nie von "verwirrtem Einzeltäter" geschrieben. Erinnern Sie sich?

    "Einen Großteil des Schreibens macht eine Erläuterung der rassistischen und rechtsextremistischen Weltsicht von X aus. Schon als junger Mann habe er die Meinung entwickelt, dass das "schlechte Verhalten bestimmter Volksgruppen" ein Problem sei. Er behauptet auch, dass der Islam "destruktiv" sei.""Diese Menschen sind äußerlich instinktiv abzulehnen und haben sich zudem in ihrer Historie nicht als leistungsfähig erwiesen." SpOn: https://bit.ly/32g899d

  86. 9.

    Justiz, Verfassungsschutzbehörden, Polizei hatten, haben bislang rechtsextreme Beamte in hohen Führungspositionen, welche den rechten Hetzern den Rücken decken. Zb. ist ein leitender Oberstaatsanwalt AfD Mitglied und somit in einer demokratiefeindlichen rechtsextremen Bewegung...der rechtsextreme Wirrkopf Maaßen war 6 Jahre lang Chef des Bundesverfassungsschutzes, die NSU-Akten werden für ca. 120 Jahre unter Verschluss gehalten, usw....

  87. 8.

    Die einfachen Wahrheiten sind aber nun mal auch nicht zwingend die richtigen, werter Namensvetter. Ich verabscheue jegliche Gewalt, egal gegen wen, egal aus welchem Motiv heraus. Ich bin aber eben auch gegen einseitige Schuldzuweisungen. Gerade in diesem Fall ist der Fakt der psychischen Störung nicht zu vernachlässigen und es muss dringend und gründlich ermittelt werden, wie ,wo und warum er sich dermaßen rechtsextrem radikalisieren konnte, dass er Menschen inklusive der eigenen Mutter ermordet und sich selbst das Leben genommen hat. Hatte er Mitwisser, war er in Behandlung, welche Netzwerke haben zu seiner (offenbar Selbst-)Radikalisierung geführt. Wie will man künftig Taten verhindern, wenn man das nicht bis ins Kleinste ermittelt? Das hat nichts mit Relativierung zu tun, ganz im Gegenteil. Die Tat war widerlich, mir tut jedes einzelne Opfer und jeder der Angehörigen zutiefst leid. Trotzdem und gerade deshalb erwarte ich detaillierte Ermittlungen statt schneller Aktionen.

  88. 7.

    Na da kann man Sie so oder so verstehen. Ist es eine falsche Annahme, das die Vigilanten, die feixenden Aufhetzer entweder genauso verrückt, oder eben schlicht genauso kriminell sind wie die Mörder und Totschläger, die auf diesem Ticket zur Tat schreiten? Was von Beidem ist nun falsche Annahme?
    Und was ist Ihr Vorschlag: Gefängnis oder Anstalt? Ernst nehmen, oder für verrückt erklären?
    Selbstverständlich übernimmt das Milieu der Vigilanten, Hetzer und Mörder keine Verantwortung. Das hat es in der Geschichte der Menschheit noch nie getan. Aber auch das trennt den Verrückten nicht vom weltanschaulichen Nazi.
    Machen beide gleich. Ist das jetzt "verrückt" zu verbreiten, der Einwanderer, Ausländer, Geflüchtete sei unser Unglück, oder ein Verbrechen? Also Verbrechen im Sinne von: Begangen durch einen Strafmündigen. Nicht durch einen verrückten Strafunmündigen?

  89. 6.

    Und wer die wohl bekanntesten Worte des unmenschlichsten Richters der Nazis benutzt um sein Statement zu beenden, der Brauch sich nicht wundern, dass er als solcher gesehen wird. Aber war ja sicher nur „das-wird-man-doch-wohl-noch-sagen-dürfen-Spaß“...
    Sehen Sie jetzt wohin diese armselige Braunwichtelrelativiererei führt?

  90. 4.

    Wenn dieser Mann schlicht nur psychisch verwirrt ist, dann hat dieser Mann halt mit seiner Verwirrung einen parlamentarischen Arm. Und der heisst AfD. Was also sagt uns das?
    Ist der parlamentarische Arm AfD schlicht "verwirrt" Eine Ansammlung von pathologischen Fällen?
    Müssten die alle in Wahrheit in psychiatrische Anstalten? Und was machte das ihr zugetane Milieu, würden sie derart psychiatriert als Patienten in Anstalten festgehalten werden? Wie sähen da wohl die einschlägigen Webseiten der "Neuen Rechten" aus?
    Nein mein Herr. Es klingt verrückt. Aber die meinen das Ernst. Die "Heißsporne" wie die bedächtigen Propagandisten des völkischen Deutschlands.

  91. 3.

    Achso, Einstein, weil der Terrorist geisteskrank war, kann er nicht aus rassistischen Motiven gemordet haben, ja? Deswegen ist er auch gezielt in Shisha-Bars gegangen um wahllos möglichst viele Menschen zu ermorden, die er für minderwertig hielt. Ab wann ist man denn in Ihren Augen qualifiziert genug, als standesgemäßer Rechtsradikaler durchzugehen und nicht mehr als "psychisch Verwirrter"? Würden Sie auch bei einem islamistisch motivierten Mordanschlag den Täter in Schutz nehmen bzw. ihm die Motivation absprechen, wenn er geisteskrank wäre? Widerliche Doppelmoral. Die Opfer und ihre Familien wird es wenig interessieren. Also sparen Sie sich einfach Ihr Relativieren.

  92. 2.

    "Hetzer" ist, wer die Tat eines psychisch Verwirrten, der in seinem Video vom "Teufel" und "ermordeten Kindern" phantasiert, für billige tagespolitische Propaganda mißbraucht. Das ist Perfidie schwer zu überbieten. Der Mann gehörte ganz offensichtlich in psychatrische Behandlung. Wer diesen Fakt verschweigt und unterdrückt, nur weil es besser in sein propagandistisches Konzept paßt, ist ein schäbiger Lump.

  93. 1.

    Wenn ein Täter Nichtdeutscher ist oder einen Migrationshintergrund hat, dann wird das meistens Teil der Berichterstattung über die Straftat. Bei dieser Tat bzw. diesem Täter aber wird nichts dazu gesagt. Könnte ja ein Deutscher gewesen sein.

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