Das Kammergericht am Kleistpark Berlin (Bild: imago images/Mike Wolff)
Bild: imago images/Mike Wolff

Fünf Monate nach Cyberangriff - Kammergericht ist wieder ans Landessicherheitsnetz angeschlossen

Knapp fünf Monate nach einem Trojaner-Angriff gegen das Berliner Kammergericht sollen neue Computer an das Landessicherheitsnetz angeschlossen werden. Die Freigabe dafür habe die Innenverwaltung erteilt, teilte das Gericht am Freitag mit.

Neu angeschafft wurden laut Mitteilung bereits 370 Standrechner und 150 Notebooks, die nun nach und nach an das Landesnetz kommen sollen. Nach einer "zwingenden intensiven Genehmigungs- und Prüfungsphase", sei jetzt ein "Meilenstein" erreicht, sagte am Freitag der Präsident des Kammergerichts, Bernd Pickel.

Keine Frage des Geldes

Noch am Mittwoch hatten sich die Mitglieder des Richterratss über das langsame Vorgehen beschwert: Der Senat tue zu wenig, um die Arbeitsfähigkeit beim Virus-geschädigten Kammergericht wiederherzustellen.

Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) sagte daraufhin, er verstehe die Ungeduld und habe höchsten Respekt vor allem vor der Leistung der Mitarbeiter in den Geschäftsstellen. Geld stehe ausreichend zur Verfügung - aber an der Sicherheit dürfe es keine Abstriche geben.

Einen Monat ohne Internetzugang

Im vergangenen Oktober ist das Computersystem des Berliner Kammergerichts wegen eines Cyberangriffs vom Stromnetz getrennt worden. Mitarbeiter des Kammergerichts konnten weder auf Mails noch auf gespeicherte Daten zugreifen. Selbst einen Monat danach befand sich das Kammergericht noch im Krisenmodus.  

Sendung: Abendschau, 21.02.2020, 19:30 Uhr

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Mit Nutzung der Kommentarfunktion stimmen Sie unserer Netiquette sowie unserer Datenschutzerklärung (Link am Ende der Seite) zu. Die Redaktion behält sich vor, einzelne Kommentare nicht zu veröffentlichen.

Das könnte Sie auch interessieren