Archivbild vom 07.12.2019: Bundes-Familienministerin Franziska Giffey (SPD) und der Fraktionschef der Berliner SPD, Raed Saleh, beim SPD-Bundesparteitag in Berlin (Quelle: imago-images/Christian Spicker)
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Bewerbung um Berliner Parteiführung - Giffey und Saleh bekommen Konkurrenz im Kampf um SPD-Spitze

Im Mai soll es zum Wechsel an der Spitze der Berliner SPD kommen: Der Regierende Bürgermeister Müller zieht sich zurück, Bundesfamilienministerin Giffey und Fraktionschef Saleh stehen in den Startlöchern. Doch nun bekommen die beiden Konkurrenz.

Für den Vorsitz der Berliner SPD haben sich neben Bundes-Familienministerin Franziska Giffey und SPD-Fraktionschef Raed Saleh weitere Interessenten gemeldet. Die stellvertretende Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der Selbstständigen in der SPD, Angelika Syring, und Ulrich Brietzke hätten eine gemeinschaftliche Kandidaturerklärung und einen Antrag auf ein Mitgliederbegehren eingereicht, teilte eine Sprecherin der Berliner SPD am Samstag mit.

Syring und Brietzke geht es ums Prinzip

"Wir prüfen nun das Verfahren", sagte die Sprecherin. Das Mitgliederbegehren ziele auf eine Mitgliederbefragung im Vorfeld der Wahl ab. Zuvor hatte der "Tagesspiegel"-Checkpoint darüber berichtet. Dem Bericht zufolge geht es Syring und Brietzke ums Prinzip - Ambitionen auf öffentliche Ämter hätten sie nicht, hieß es.

Giffey strebt Doppelspitze mit Saleh an

Giffey hatte am Mittwoch mit dem bisherigen Amtsinhaber und Regierenden Bürgermeister, Michael Müller, bekanntgegeben, Vorsitzende der Berliner SPD werden zu wollen - in einer Doppelspitze mit Saleh. Müller hatte zuvor mitgeteilt, bei der am 16. Mai anstehenden Wahl
nicht mehr für den Posten des Landesvorsitzenden anzutreten.

In ihrem am Freitagnachmittag veröffentlichten Kandidatenbrief schreiben Giffey und Saleh: "Berlin ist die Stadt der Freiheit. Berlin hat Anziehungskraft. Berlin ist spannend. Berlin bietet
Chancen." Das sei alles andere als ein Grund zur Klage, "aber auch ein Auftrag für uns, dafür zu sorgen, dass die guten Eigenschaften Berlins auch wirklich allen in Berlin zu Gute kommen".

Sendung: Abendschau, 01.02.2020, 19.30 Uhr  

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20 Kommentare

  1. 20.

    Bisher hat Fr. Dr. Giffey privat und Dienst immer streng getrennt und ist fast nie mit ihrer Familie aufgetreten,in den letzten Jahren schon gar nicht. Das bleibt dann hoffentlich auch so.

  2. 19.

    Alle Kandidaten, die sich aufstellen lassen, sind besser als diese Zwei.

  3. 17.

    Haben Sie darüber mal Gedanken gemacht, was für ein Bild Sie in der Öffentlichkeit macht, wenn Frau Giffey bei öffentlichen Auftritten bei Blitzlichtgewitter mit Ihrem Ehemann zu Veranstaltungen geht? Ob Sie für sich da ein Gefallen tut? Da kommen garantiert Fragen wegen seiner Vergangenheit(Aberkennung des Beamtenstatus)auf! Ob das gut für Sie, der SPD und für Berlin ist? Da bin ich sehr skeptisch! So sehe ich es als Außenstehender das!

  4. 16.

    Böse Zungen behaupten mittlerweile, dass SPD für "selbstgemachte politische Demontage" steht. Das hat mit der erzwungenen Engholm Kandidatur begonnen und geht nun eine von vielen weiteren Runden.

    Die Doppelspitze, von den Protagonisten immer als "Basisdemokratie" verkauft, offenbart doch schon im Vorfeld einer Wahl die politische wie führungstechnische Ohnmacht der Kandidaten.

    Komisch ist auch, dass der Name Saleh immer nur kurz vor irgendwelchen Wahlen und Pöstchenvergaben in der Öffentlichkeit auftaucht...

  5. 15.

    Mit Doppelspitzen kann man auch mehr Steuergelder verbrennen .
    Und das für Unfähigkeit, Probleme zu lösen. Mal sehen in welchem Konzern Herr Müller landet.

  6. 14.

    @ Paula w

    Sollte es passieren und Frau Giffey regierende Bürgermeisterin werden wäre das Verhalten ihres Mannes ein Problem. Weil sein Verhalten spiegelt auf sie zurück und Ehrlichkeit gesagt wie soll ich soe ernst nehmen, wenn ich weiß ihr mann hat beschissen und nicht zu knapp. Denn so leicht wird man nicht aus dem Dienst entfernt.

  7. 13.

    Die sPD ist immer noch immens wichtig im Kampf gegen Faschisten, Neonazis undvölkisch-nationale Rassisten die in Form der rechtsextremen AfD unsere Demokratie unterwühlen und abschaffen wollen.

    Leider begreifen weder Parteispitze, noch Mitglieder dass man mit den Seeheimern weiter auf den Untergang zusteuert. Ginge es nach den Mitgliedern haätte man die sPD eh schon lange umbenennen müssen. In sadomasochistische Partei Deutschlands. Mit denen kann man wirklich alles machen. Das merkt man schon alleine daran wie lange man braucht um einen unverbesserlichen Rassisten aus der Partei zu werfen.

    Die sPD braucht einen Neuanfang, nicht nur in Berlin.

  8. 12.

    Herr Saleh wäre auch nicht meine Wahl. Frau Giffey schon aber alleine. Wozu unbedingt eine Doppelspitze?
    Wie das schief gehen kann,wenn man keine geeigneten Kandidaten hat,sehen wir ja nun an der Spitze der Bundes-SPD. Viel Getöse und nichts dahinter.

  9. 11.

    Die Prüfung hat ergeben,dass Fr.Giffey ihren Doktortitel behält, im Gegensatz zu z.B. Frau Schavan und Herrn Gutenberg und die Verfahlung von HERRN DR. GIFFEY,sagt absolut nichts über die Fähigkeit von
    Frau Dr. Giffey aus. Wie würde es Ihnen gefallen, wenn Ihnen die Fehler von Familienmitgliedern zum Verhängnis werden sollten.
    Wenn Frau Giffey ihren Job nicht gut macht,wird sie nicht wieder gewählt,die Chance ,es gut zu machen,sollte sie aber erst einmal bekommen. Wer Fairness fordert,sollte sie auch anderen zu Teil werden lassen.

  10. 10.

    Sie haben völlig Recht. Wenn ich mir das desatröse Ergebnis der Wahl bei der Bundes-SPD und dieses neue DUO an der Spitze ansieht, das mit falschen Versprechungen zu ihren Positionen gekommen ist,schwant mir Schlimmes.

  11. 9.

    Und Sie meinen Frau Giffey ist eine gute Kandidatin? Ich sage nur eine Rüge wegen Ihrer Doktorarbeit! Oder die Aberkennung des Beamtentitel Ihres Ehemannes wegen Schummelei! Sind bestimmt keine guten Voraussetzungen für diesen Posten!

  12. 8.

    Die SPD wie Flasche leer!

  13. 7.

    Herrn Saleh fehlt jede Bürgernähe, auf Briefe von Bürgern, in denen Probleme geschildert werden, gibt nicht einmal eine Antwort. Ob die Wähler bei der nächsten Wahl das Kreuz bei einem "Besserwisser" machen, ist mehr als fraglich.
    Frau Giffey hätte einen besseren Partner verdient, schade.

  14. 6.

    Erst dachte ich... Prima, Müller geht und Giffey übernimmt. Das ist ja mal eine überraschend positive Wendung. Nun schafft es die SPD sich wieder zu demontieren und das Gerangel um die Führungsspitze geht aufs neue los und bis das geklärt ist, geht das wichtige wieder unter... Unsere Stadt und seine Bürger. Glückwunsch an die Querschläger. Anstatt mal die Füße still zu halten und gemeinsam dafür zu sorgen, die SPD wieder auf eine normale Bahn zu bringen, spielt man wieder Sandkastenkrieg.

  15. 5.

    Von mir aus weg mit der SPD. Die braucht kein Mensch mehr.

  16. 4.

    … und täglich grüßt das Murmeltier. Wobei dort der Hauptprotagonist aus seinen Fehlen die richtigen Lehren zieht, was man von der SPD nicht sagen kann.
    jetzt fehlt nur noch die Show vor den einzelnen Kreisverbänden.

  17. 3.

    Die SPD ist dabei weiterhin die Axt zur Selbstzerstörung zu schwingen, da haben sie nun eine über die Parteigrenzen hinweg möglicherweise attraktive Kandidatin, dann muss sie natürlich sofort weggemobbt werden

  18. 2.

    die SPD wäre gut beraten mal seriöse Kandidaten aufzustellen.
    Wer soll die beiden wählen? es gibt nicht nur Volldoofe in Berlin...

  19. 1.

    Na das passt in mein Bild der SPD.
    Jetzt ist die Partei erst einmal wieder schön mit sich selbst beschäftigt.

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