Archivbild: Auszubildende der Landespolizeischule am 23.10.2012 in Hamburg. (Quelle: dpa/Christian Charisius)
Video: Antenne Brandenburg | 04.02.2020 | Andreas Hewel | Bild: dpa/Christian Charisius

Führung der Polizei Brandenburg - GdP kritisiert unbesetzte Stellen im Innenministerium

Der Regierungswechsel im Innenministerium scheint nicht ganz so reibungslos zu funktionieren, moniert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Brandenburg. Noch nie seien so viele wichtige Stellen offen gewesen. Ein Beispiel: Der Polizeipräsident.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hat die schleppende Stellenbesetzung in der Führungsriege der Brandenburger Polizei kritisiert.

Wie der Landeschef der GdP, Andreas Schuster, am Dienstag dem rbb sagte, habe eine Neubesetzung so vieler wichtiger Stellen noch nie so lange gedauert wie mit dem letzten Wechsel im Potsdamer Innenministerium. Brandenburgs Innenminister Michael Stübgen (CDU) warte viel zu lange und müsse jetzt seine Personalentscheidungen treffen, forderte Schuster.

"Qualität geht vor Schnelligkeit"

Neben dem Polizeipräsidenten sind derzeit auch Abteilungs-, Direktions- und Referatsleiterposten vakant. Michael Stübgen wollte sich am Rande der Kabinettssitzung nicht zu den Vorwürfen äußern. Der Minister arbeite mit Hochdruck an der Besetzung einer komplexen Personalsituation, dabei gehe Qualität vor Schnelligkeit, so sein Sprecher. 

Auch Andrea Johlige von der oppositionellen Linksfraktion fordert eine zügige Besetzung der Stellen. Andererseits sei aber es wichtig, Polizeistellen "sauber zu besetzen", das nehme nun mal einige Zeit in Anspruch, so Johlige. 

Kurz vor Weihnachten hatte der Innenminister den Verfassungsschutzchef Nürnberger kurzfristig entlassen. In der vergangenen Woche hatte er den langjährigen Mitarbeiter im Innenministerium, Jörg Möller, als Nachfolger vorgeschlagen.

Sendung: Inforadio, 04.02.2020, 18:29 Uhr

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