Ein Schutzzaun gegen die Afrikanische Schweinepest steht nahe dem Grenzfluss Neiße in Guben (Brandenburg) (Quelle: dpa/Pleul).
Bild: dpa/Patrick Pleul

Afrikanische Schweinepest - Wildschwein-Schutzzaun auf polnischer Seite geplant

Um die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest zu verhindern, soll auch auf polnischer Seite ein Schutzzaun gegen Wildschweine gebaut werden. Das sei bei deutsch-polnischen Konsultationen auf Expertenebene Ende Januar vereinbart worden, sagte Brandenburgs Gesundheits- und Verbraucherschutzministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) am Mittwoch in Potsdam.

Brandenburg unterstützt Polen finanziell

Im zuständigen Fachausschuss des Landtages erklärte Nonnemacher, der Schutz durch zwei Zäune werde bereits an den Grenzen zu Belgien, Luxemburg und Frankreich praktiziert. So entstünden sogenannte weiße Zonen, also wildschweinfreie Korridore.

Die deutsche Seite wird sich laut Nonnemacher personell und finanziell an dem Zaun auf polnischem Staatsgebiet beteiligen. Details seien noch nicht vereinbart. Für die Umsetzung sei noch die Zustimmung der Agrarministerien der beiden Länder erforderlich. Weiter sagte Nonnemacher: "Alle bereits angeordneten Präventionsmaßnahmen gelten unverändert weiter."

 

Schweinezüchter fürchten wirtschaftlichen Schaden

Bei einer Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest befürchten Betriebe mit Schweinehaltung schwere wirtschaftliche Verluste. Zuletzt wurde in Polen Ende Januar ein Fall der für Menschen ungefährlichen Tierseuche zwölf Kilometer vor der Grenze zu Deutschland gemeldet. Der Fundort lag im Kreis Zaganski (Woiwodschaft Lebus) östlich von Bad Muskau.

Brandenburg hatte schon vor geraumer Zeit verschiedene Schutzmaßnahmen ergriffen, wozu auch mobile Schutzzäune auf 120 Kilometer Länge gehören.

Sendung: Abendschau, 12.02.2020, 19:30 Uhr

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