Das Ofen- und Keramikmuseum in Velten (Brandenburg) (Quelle: dpa/Settntik)
Audio: rbb | 18.02.2020 | Statement Marcel Siegert | Bild: dpa/Settnik

Ablehnung im Stadtparlament - Nein zum S-Bahn-Ausbau entzweit Velten

Der Beschluss des Veltener Stadtparlaments, Wohnungsneubau zu begrenzen und den Anschluss an die S-Bahn nun doch nicht zu wollen, sorgt für Diskussionen. Die Stadtverwaltung spricht von einem "falschen Signal". Von Sebastian Schöbel

Für die einen ist es Selbstschutz, für andere Abschottung: Zwei Mehrheitsentscheidungen der Stadtverordnetenversammlung in Velten (Oberhavel) sorgen in Brandenburg zurzeit für heftige Diskussionen. Vergangene Woche hatte die Bürgervereinigung "Pro Velten" zusammen mit CDU, AfD und NPD beschlossen, den Wohnungsneubau zu beschränken. Zudem wurde dem Anschluss der "Ofenstadt" an das S-Bahn-Netz eine Absage erteilt. In Velten könne man bereits "eine zunehmende Entfremdung der Einwohner feststellen", heißt es in einem der beiden Anträge, zudem drohe der Stadt "ein Identitätsverlust".

Diskutiert wird nun nicht mehr nur über die Zusammenarbeit von "Pro Velten" und CDU mit der AfD und der rechtsextremen NPD, sondern auch die Entscheidung gegen Neubau und ÖPNV-Anschluss an sich. Denn diese laufen konträr zu den Bestrebungen des übrigen Berliner Umlands.

Einfamilienhäuser statt Mehrgeschosser

Für Berthold Zenner, Veltens stellvertretenden Bürgermeister und obersten Stadtentwickler, sind die SVV-Beschlüsse aus mehrfacher Hinsicht nicht nachvollziehbar. Ein Moratorium auf den Neubau ab 50 Wohnheiten mache keinen Sinn, sagte Zenner im Interview mit rbb|24. "Es gibt bereits heute viele Veltener, die in Velten selbst keine Wohnungen finden." Bauprojekte ab 50 Wohneinheiten zu verhindern, bedeute nur, dass in Velten weiter Einfamilienhäuser gebaut würden, nicht aber dringend benötigter Sozialwohnungsbau. "Die Stadt entledigt sich damit ohne Not der Instrumente, mit denen sie Wachstum steuern kann", so Zenner.

Marcel Siegert von der Bürgervereinigung "Pro Velten" hält dagegen. Seine Fraktion habe den Antrag eingebracht, weil sie eine behutsamere Stadtentwicklung wolle. "Ich kann es nicht mit meinem Gewissen vereinbaren, dass wir etwa 1.000 Wohneinheiten errichten und erst danach über soziale Infrastruktur oder den Verkehr nachdenken", sagte Siegert, der auch Vorsitzender der Velterer SVV ist, dem rbb.

"Ich lasse mich nicht mit Fördermitteln kaufen"

Er sei nicht gegen Neubau, sagte Siegert. "Es geht auch nicht darum, alles zu stoppen". So sei ein Lückenschluss etwa durch Einfamilienhäuser denkbar. Große Bauprojekte aber lehnt Siegert ab. "Gerade beim Wohnungsneubau geht es uns darum, dass wir uns die soziale Infrastruktur anschauen." Die Stadt brauche um zu wachsen Kitas und Schulen. Zudem sei die Verkehrssituation schon jetzt angespannt, die Feuerwehr in Velten arbeite an der Kapazitätsgrenze. "Vielleicht sollte man einen Schritt nach dem anderen machen, bevor man irgendwann feststellt, dass es zu spät ist."

Dass Velten nun Fördermittel entgehen könnten, wie die Stadtverwaltung befürchtet, sieht Siegert nicht. "Ich lebe seit meinem ersten Lebensjahr in Velten und lasse mich nicht mit Fördermitteln kaufen."

Stadt fürchtet um S-Bahn-Anschluss

Für Stadtplaner Berthold Zenner ist allerdings nicht nur der Beschluss zum Wohnungsneubau unverständlich. Auch die Entscheidung gegen den S-Bahnanschluss sei problematisch. "Das kommt zur Unzeit", so Zenner, die grundsätzlichen Beschlüsse seien längst getroffen, "in den Nahverkehrsplänen des Landes steht die S-Bahn schon drin". Man habe sich erst vor wenigen Wochen mit der Bahn über Grundstücke für das neue S-Bahngleis unterhalten, "also man sieht, da passiert einiges".

Mit dem Beschluss der SVV drohe der Stadt nun beim ÖPNV-Ausbau ein Rückschlag, so Zenner. "Wenn jetzt das Signal kommt, dass Velten die S-Bahn nicht möchte, sehe ich die Gefahr, dass die Mittel an anderer Stelle eingesetzt werden."

Geplanter Ausbau der S-Bahn (Quelle: rbb|24)

RE6 fährt zurzeit so, wie "Pro Velten" es gerne hätte

Daran wiederum glaubt Marcel Siegert nicht. Denn auch nach 25 Jahren Warten auf die S-Bahn seien noch immer viele Fragen offen, etwa zu Bahnübergängen und Trassenführung. "Wir stellen die S-Bahn nicht auf das Abstellgleis", so Siegert, aber sein Fokus liege auf der direkten Regionalbahnverbindung mit dem RE6 nach Berlin-Gesundbrunnen. "Uns geht es darum, mit den Nachbargemeinden Druck auf die Landesregierung auszuüben." Denn bislang macht der RE6 in Hennigsdorf einen großen Bogen Richtung Westen über Spandau, was für Pendler einen Zeitverlust bedeutet. Den Umstieg auf die alle 20 Minuten fahrende S-Bahn ab Hennigsdorf würden viele Fahrgäste hingegen wegen Zugverspätung oft knapp verpassen. Zudem seien die Kosten für den S-Bahn-Anschluss Veltens zuletzt regelrecht explodiert, sagt Siegert, auf weit über 100 Millionen Euro.

Dass die Direktverbindung des RE6 nach Berlin möglich ist, zeigen laut Siegert die aktuell laufenden Bauarbeiten der Bahn im Nordwesten Berlins: Bis Ende März fährt der Regionalexpress nämlich von Hennigsdorf direkt weiter nach Gesundbrunnen, ohne Umweg über Spandau.

Dass "Pro Velten" ihren Antrag nur mit Hilfe von AfD und NPD durch das Stadtparlament bringen konnten, stört Siegert nicht. Seine Fraktion habe immer klar gemacht, dass für sie die Inhalte zählen, nicht von wem sie kommen. "Velten hat gewählt, wie es gewählt hat", so Siegert. Die Vetreter in der SVV seien alle demokratisch legitimiert.

Beim Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg reagiert man derweil mit Unverständnis auf die Entscheidung in Velten. Man prüfe einen "zweigleisigen Mischbetrieb mit Regionalverkehr und S-Bahn" zwischen Hennigsdorf und Velten, teilte eine Sprecherin dem rbb mit. "Wir arbeiten unverändert intensiv an der Umsetzung des Projektes."

Sendung: Antenne Brandenburg, 18.02.2020, 15:00 Uhr

Beitrag von Sebastian Schöbel

48 Kommentare

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  1. 48.

    Ich selber habe von 1995-2012 in Velten gelebt. Meine Familie lebt immer noch da, meine Eltern sind beide Arbeitgeber in Velten. In Velten selber gibt es für diese Art von Arbeit allerdings keine qualifizieren Arbeitnehmer, die müssen aus Berlin kommen. Für viele ist Velten aber schlichtweg unerreichbar. Gerade ein S-Bhf. Hohenschöpping würde hier sehr helfen. Ohne Berlin wäre Velten nur ein weiteres märkisches Depressionskaff ohne Arbeit. Mit euren Volksvertretern werden ihr auch genau durch solche Entscheidungen wieder dahinkommen.

  2. 47.

    "Man bekommt das ungute Gefühl, das eine konträre politische Position nicht mehr geduldet werden soll. Deutschland ist nicht gespalten, sondern irre. Wer den Gegner nicht mehr aushält, ist geneigt draufzuschlagen."

    Eine "konträre politische Position" ist eine perfide Umschreibung für das was unsere Demokratie zerstören will. Das ist weder konträr, noch demokratisch was die NPD und deren Schwesterpartei die rechtsextreme AfD da treiben. Der parlamentarische Arm der Rechtsterroristen ist auszugrenzen wo es nur geht. Und alle die die Rechtsextremen dabei unterstützen weiter unsere Demokratie zu unterwühlen.

  3. 46.

    Dass diese Mischung aus Abschottung, Infrastruktur-Verhinderung und Wohnungsbau-Boykott der Wille von AfD, NPD und CDU ist, wundert nicht wirklich. Aber diese kleinkarierte Weltfremdheit wird vor den Toren einer 4-Millionen-Metropole keinen Bestand haben. Andere Orte würden sich die Finger lecken nach einem besseren Bahnanschluss und dem Bau von Wohnungen. Aber die rückwärts gerichtete Piefigkeit der rechts-nationalen Querköpfe in Velten kennt offenbar keine Grenzen. Dann wird das Geld einfach an einem anderen Ort investiert. Selber Schuld, Velten. Aber hinterher bitte nicht sagen, man fühle sich auf dem Land abgehängt.

  4. 45.

    Die Länderfusion wurde schon einmal von den Bürgern per Volksentscheid abgelehnt und das würde auch wieder passieren. Auch die Politik in Brandenburg lehnt diese ab. Der Speckgürtel wächst. Berlin kann sich in der Fläche nicht ausdehnen und das ist auch gut so.

  5. 44.

    Ich verfolge als Rheinländer verwundert diese Diskussion, die zugleich auch entlarvend ist, was die "Denke" der Rand-Berliner Nimbys anbelangt.

    Weltweit gibt es seit Jahren eine Landflucht, die auch in Zukunft nicht weniger wird. Eifel, Hunsrück, Prignitz und Uckermark sind beste Beispiele für nicht zu stoppende Landflucht. Daran werden auch jene "Stadtflüchtlinge" nichts ändern, die "aufs ruhige Land" ziehen. Da im "ruhigen und beschaulichen" Land aber kontinuierlich die Infrastruktur wegbricht (das ist bedauerlich, aber leider auch Fakt), wird weiterhin die Nähe zur Stadt suchen .
    Somit wird auch Berlin kontinuierlich wachsen - erst einwohnermäßig, dann auch zwangsläufig flächenmäßig durch Eingemeindung der Orte und Städte im "Speckgürtel". Wer diese Entwicklung bewußt verdrängt, ist naiv. 1975 kamen eine Reihe von Vororten zum Stadtgebiet von Köln, 1938 fasste das "Groß-Hamburg-Gesetz" die bis dato selbstständigen Städte Hamburg, Altona, Wilhelmsburg und Harburg zusammen.

  6. 43.

    " Ihre Argumentation ist wirklich äußerst dünn! "
    Das finde ich nicht denn Sie schreiben ja selbst :
    " Gerade im Speckgürtel entstehen bzw. entstanden pro Einwohner deutlich mehr neue Wohneinheiten, als in Berlin "
    Berlin hat 3,8 Millionen Einwohner und das Berliner Umland ( Speckgürtel ) ca. 1 Million Einwohner . Das heißt selbst wenn in der ein oder anderen Gemeinde des Speckgürtels pro Einwohner mal die ein oder andere Wohnung mehr gebaut wurde kommen diese in den meisten Fällen nicht an Berlin heran .
    Und ich habe ja bereits mehrmals folgendes geschrieben :

    " Im übrigen geht es im Berliner Umland so gut wie Nie um Großprojekte mit 1000 Wohneinheiten "

    Sie können mich aber gerne nachweislich eines besseren belehren in welchen Orten des Berliner Speckgürtels es in den letzten 5 Jahren einzelne Wohnprojekte gegeben hat wo tatsächlich 1000 Wohnungen oder mehr gebaut wurden !?
    Es sollten aber schon 3 bis 4 Beispiele sein denn eine Mücke macht noch keinen Sommer .

  7. 42.

    Ihre Argumentation ist wirklich äußerst dünn! Gerade im Speckgürtel entstehen bzw. entstanden pro Einwohner deutlich mehr neue Wohneinheiten, als in Berlin. Beispielsweise Falkensee, Potsdam, Schönefeld oder jetzt Bernau haben deutlich zur Entlastung des Berliner Wohnungsmarkt beigetragen. Würden in Berlin im gleichen Verhältnis Wohnungen errichtet, hätten wir ein sattes Überangebot und damit längst wieder bezahlbare Mietpreise. Wenn die Umlandgemeinden dann irgend wann mal die Notbremse ziehen, weil sie kein Klein-Berlin werden wollen, dann ist das Sache der Einwohner dieser Gemeinden. Einmischung en in deren Kommunalpolitik durch besserwissende Berliner ist unangebracht.

  8. 41.

    " Ist dann ein Scherz? Ein Fußweg trennt die Felder von Brandenburg. Sie sollten, bevor sie so etwas schreiben, sich mal ortskundig machen "

    Gut dann von mir aus auch direkt am Stadtrand aber soweit ich weiß immer noch auf Berliner Gebiet und damit unerheblich da Berlin das recht hat freie Flächen zu bebauen und wenn es sein muss nicht nur 900 wie hier geplant sondern auch 2000. So etwas gibt es auch schon u.a. am Stadtrand von Marzahn / Hellersdorf und in Spandau .

    Und wenn in Bernau mit seinen 40000 Einwohnern also der 4 größten Stadt im Berliner Speckgürtel nach Potsdam , Oranienburg und Falkensee mal ausnahmsweise doch mal 1000 Wohnungen am Stück gebaut werden wirkt das auf mich nicht wirklich überzeugend sondern es scheint doch nach wie vor immer noch eher die Ausnahme zu sein wie ich es bereits in diesem Satz geäußert habe : " Im übrigen geht es im Berliner Umland so gut wie Nie um Großprojekte mit 1000 Wohneinheiten " .

  9. 40.

    "Buckower Felder liegen in Berlin und um einiges von der Stadtgrenze entfernt."
    Ist dann ein Scherz? Ein Fußweg trennt die Felder von Brandenburg. Sie sollten, bevor sie so etwas schreiben, sich mal ortskundig machen. Die Buckower Felder liegen unmittelbar am südlichen Stadtrand Berlins im Ortsteil Buckow des Bezirks Neukölln. Hier eine Karte:
    https://www.stadtentwicklung.berlin.de/wohnen/wohnungsbau/buckower-felder/de/lage.shtml

  10. 39.

    Schön für Sie und einige andere wenn Sie sich jetzt sich jetzt außerhalb von Berlin wohler fühlen aber für sehr viele andere in und um Berlin gilt das nicht denn nicht alle Familien mit Kindern oder auch ohne ziehen ins Umland weil diese eine " andere Vorstellung von Lebensqualität " haben !! Ein nicht unerheblicher Teil hat den Wohnortwechsel vollzogen weil die Mieten oder ein Baugrundstück in Berlin nicht mehr bezahlbar waren bzw. sind . Buckower Felder liegen in Berlin und um einiges von der Stadtgrenze entfernt und ansonsten sehe ich in Ihren Kommentar nur ein Projekt noch dazu in der Planung und noch nicht endgültig beschlossen wo es um 1000 Wohnungen oder mehr geht !! Außerdem kann ich mich nur noch einmal wiederholen das viele ganz bewusst in den Speckgürtel ziehen weil die Großstadt in der Nähe eben doch nicht nur negatives zu bieten hat sondern auch viele Vorteile und wer wirklich Ruhe und Abgeschiedenheit möchte sollte dann vielleicht doch lieber in die Uckermark ziehen .

  11. 38.

    "Im übrigen geht es im Berliner Umland so gut wie Nie um Großprojekte mit 1000 Wohneinheiten."
    Berlin, Buckower Felder: 900 Wohneinheiten, direkt Stadtgrenze zu Großziethen!
    Nebeneinander: Sonnenhöfe im Sternenviertel“: 559 Wohneinh. und Projekt Theodor-Fontane-Höfe 334 Wohneinheiten, beides Schönefeld
    In Planung: ehemaliges Heeresbekleidungsamt Bernau, ca. 1500 Whg !
    Schön für sie wenn sie sich über Tramstrecken und Bebauung freuen. Andere Menschen haben eben andere Vorstellungen von Lebensqualität. Darum verlassen ja auch viele mit ihren Kindern die Stadt. Das gilt es zu akzeptieren.
    Ich bin in Berlin West geboren und aufgewachsen. Aber glücklich und zufrieden bin ich erst jetzt auf dem "Land".
    Schönen Abend

  12. 37.

    Ich kenne nur eine Familie aus Velten persönlich und dort arbeiten sowohl Vater als auch Mutter in Berlin . Ich weiß auch das Velten und ein großer Teil der Bevölkerung Jahre lang für einen direkten S Bahn Anschluss gekämpft haben und jetzt auf Grund bestimmter politischer Strömungen dort ein Keil dazwischen getrieben wurde und ja auch in Berlin liegt der eigene Hintern bei vielen immer etwas näher als andere denn Wohnungen werden dort dringend gebraucht und hohe Mieten möchte keiner zahlen aber bitte , bitte bloß nicht in meiner Umgebung neue Wohnungen , Straßenbahnen oder Kindergärten bauen und bitte verschonen Sie mich jetzt mit dem übrigen , billigen Spruch ich würde es wahrscheinlich genauso machen !! Ich würde mich freuen wenn endlich die ein oder andere Tramstrecke in meiner Umgebung gebaut wird und auch gegen Nachverdichtung von Wohnungen habe ich bei mir nichts einzuwenden . Im übrigen geht es im Berliner Umland so gut wie Nie um Großprojekte mit 1000 Wohneinheiten .

  13. 36.

    " Warum haben Manche solche Probleme mit demokratischen Entscheidungen, wenn es nicht der eigenen Meinung entspricht ? "

    Ich habe mit demokratischen Entscheidungen grundsätzlich KEINE Probleme aber es fällt schon immer öfter auf was heute so alles darunter verkauft wird denn auch in Thüringen ist ja soweit ich weiß alles nach demokratischen Regeln verlaufen ebenso die Entwicklungen in Ungarn , Polen oder Großbritannien Lügen hin oder her !! Ich würde es glaubhafter finden wenn es hier um ein Ort in der Uckermark oder der Prignitz ginge die nicht unmittelbar im " Speckgürtel " von Berlin liegen .

  14. 35.

    Wodurch profitieren denn die Veltener von Berlin? Kennen sie einen Bewohner Veltens?
    Etwas mehr Toleranz und Akzeptanz für die Wünsche der Veltener sollte man schon haben.
    Und was die S-Bahn Anbindung betrifft: explodierende Kosten, Rodung von Wald (siehe grad im Fall Tesla) möchten sie auch nicht. Eine Wohnsiedlung mit 1000 Wohneinheiten hat wohl niemand gern vor der Nase, übrigens auch die Häuslebesitzer von Schönefeld nicht.

  15. 34.

    Offensichtlich sehen die Veltener das mit den "Profitieren" inzwischen und momentan eben mehrheitlich anders. Warum haben Manche solche Probleme mit demokratischen Entscheidungen, wenn es nicht der eigenen Meinung entspricht?

  16. 33.

    Genauso sieht es aus !! Machen ein auf unabhängiges Dorf das bloß nichts städtisches an sich ran lassen möchte und andersrum profitieren besonders die Gemeinden im Umland ganz erheblich von dem Großstädtischen Berlin um das noch ganz vorsichtig auszudrücken . Wie so oft reine Heuchelei aber bei den politischen Gruppierungen die da zum Teil mitmischen auch KEIN Wunder .

  17. 32.

    ja, und? Lesen Sie eigentlich, was Pro Velten will? Oder wollen Sie denen vorschreiben, was die zu haben wollen? Unglaublich...

  18. 31.

    Das mit den Pendlern ist ein Argument pro neuem S-Bahn-Anschluss. Das kann Berlin aber mittels P+R leicht lösen, wenn man diesen Verkehr eindämmen will. Das ist aus meiner Sicht ohnehin dringend nötig. Es kommen ja nicht nur Pendler aus Velten nach Berlin.

  19. 30.

    Dann wird ihnen der Netzplan sagen, dass eine S-Bahn einen höheren Takt hat. Und er wird ihnen sagen, dass es sogar Bahnhöfe gibt, bei denen sowohl Regios als auch S-Bahnen halten.

  20. 29.

    Velten ist per Regio angeschlossen. Einfach mal den Text lesen oder auch mal ein Netzplan der Öffis anschauen.

  21. 28.

    Pendelverkehr per Auto betrifft ja die Berliner. Die Menschen in den Randbezirken könnten ja auch beschließen, dass keine Autos mehr von außerhalb durch fahren sollen. Also so einfach separieren kann man es auch nicht.
    Was würden sie sagen, wenn Bernau sagt, sie wollen keine S-Bahn mehr, liegt ja auf gleicher Höhe.

  22. 27.

    „ Wie kann man denn als Umlandgemeinde von Berlin einen S-Bahn Abschluss an die Großstadt ablehnen?“ Weil der Regio reicht. Ganz einfach. Es gibt viele Orte, die sind nur mit der DBahn erreichbar und funktionieren hervorragend.

  23. 26.

    Für mich obliegt Kritik denjenigen, die selbst betroffen sind. Alle anderen können selbstverständlich ihre Meinung dazu äußern. Am Ende müssen die Veltener das aber alleine entscheiden und dann damit klar kommen. Wir Berliner wollen schließlich auch nicht, dass sich Andere in unsere Kommunalpolitik einmischen. Da gibt's auch mehr als genug Defizite, um die wir uns kümmern können.

  24. 25.

    Seit weit darf man Beschlüsse nicht mehr kritisieren? Und wer sagt Ihnen das es hier alle Berliner sind, "die in Berlin gegen Neubau" sind. Ich bin für Neubau in Berlin und kritisiere Umgang zbsp. Tempelhof genauso.

  25. 24.

    Ich verstehe etwas nicht !

    Wie kann man denn als Umlandgemeinde von Berlin einen S-Bahn Abschluss an die Großstadt ablehnen ??

    Wo arbeiten denn die Veltener ? Bestimmt alle in Velten, okay, dann kommen sie alle zu Fuss oder mit dem Rad zur Arbeit.
    Kinos, Museen, Kulturveranstaltungen, Ausstellungen, Theater, Sportstadien, Spezialkrankenhäuser, Kneipen, Restaurants, Läden und Geschäfte etc. etc. gibt es vermutlich auch genug in Velten.

    Okay dann braucht man keine S-Bahn.

    Jetzt habe ich verstanden !!!

  26. 23.

    Was ihr euch alle aufregt, wenn die Volksvertreter das umsetzen, wofür sie gewählt wurden. Dann müssen die Bürger vor Ort anders wählen.
    Ich hätte mir sowas für mein Friedrichshain gewünscht aber nun ist es zu spät.

  27. 22.

    Dafür haben die meisten Berliner hier besonders viel "Moral", zumindestens dann, wenn es um die Bewertung demokratischer Beschlüsse anderer geht. Die angebliche Toleranz endet immer ziemlich schnell, wenn es nicht der eigenen Meinung entspricht.
    Am lautesten melden sich natürlich wieder die Selben, die in Berlin gegen Neubau sind und weiteren Zuzug am liebsten unterbinden würden, weil ja alles schon so zugebaut sei. Von den Umlandgemeinden verlangen sie aber genau das. Ich würde es als Doppelmoral bezeichnen.
    Velten muss und darf selbst entscheiden, wie es sich weiter entwickeln will und soll. Wenn davon der Bevölkerung eine Mehrheit für oder gegen etwas gibt, welche vom Stadtparlament dann auch so vertreten wird, dann ist das demokratisch zu akzeptieren. Das müssen die Veltener schon unter sich ausmachen. Demokratische Möglichkeiten, sich dagegen zu wenden, gibt es ja genug. Im Zweifel beschließt man halt einen Volksentscheid.

  28. 21.

    Wenn Velten ein Dorf bleiben soll, warum arbeiten dann fast alle in Berlin? Irgendwie funktioniert es ohne Stadt nicht richtig.

  29. 20.

    Ich fahre öfter die Strecke Gesundbrunnen - Neuruppin. Wahrscheinlich müssen sie auch die FahrInfo richtig nachschauen. "Berliner haben keine Ahnung" immerhin mehr als ein verärgerter AfD Wähler.
    Gesundbrunnen-Henningsdorf S25 und dann Regio ist die gleiche Zeit. Es gibt daher keine Zeitersparnis! So lange also dort keine Regiogleise verlegt werden, ändert sich nichts.

  30. 19.

    Ich weiß ja nicht, was Sie für Informationen haben aber der RE 6 braucht über Spandau nach Gesundbrunnen 1 Stunde und jetzt in direkter Verbindung 30 Min. Nach Hennigsdorf sind es nur 20 Min. Leider langer Aufenthalt in Hennigsdorf.
    Ich würde ja mal richtig in der FahrInfo richtig nachschauen.
    Berliner haben keine Ahnung.

  31. 18.

    Dann aber bitte nicht meckern wenn es keine Arbeitsplätze gibt und Benzin immer teurer wird.

  32. 17.

    @1: Ich verstehe das so, dass ein Projekt mit 1000 WE geplant war. Dieses wurde gestoppt und gleichzeitig ein Moratorium für alle Projekte mit über 50 WE bechlossen. @2: Deinen Kommentar kann man so lesen, dass die Linken die U-Bahn on Berlin abschaffen wollen. Das stimmt aber nicht. Die Linken geben nur der Tram den Vorzug vor der 10 mal so teuren U-Bahn mit viel längerer Bauzeit, die sie im Status quo lassen wollen. Nach www.openrailwaymap.org ist fast auf der gesamten Strecke zwischen Velten und Berlin-Schönholz genug Platz vorhanden, um S+R-Bahn je 2gleisig bauen und fahren zu können. Nur nördlich von Tegel zwischen der Autobahn und der Eisenbahn-Landwirtschaft ist nur Platz für 2 Gleise. An mehreren Stellen muß Gelände erworben werden und Wald gerodet werden. Velten, Hennigsdorf und Tegel könnten so umgebaut werden, dass die S-Bahn mittig und die R-Bahn auf den Außengleisen fährt, dazwischen die Bahnsteige, dass die Reisenden bahnsteiggleich zwischen S+R-Bahn umsteigen klönnen.

  33. 16.

    Der RE 6 fährt während der Bauarnbeiten nicht direkt nach Berlin-Gesundbrunnen. Er fährt einen Umweg über das Karower Kreuz. Denn die direkte Strecke über Tegel ist noch nicht für die R-Züge ausgerüstet. @6: die RE 6 müssen sich auf der Umleitungsstrecke zwischen die anderen Fern+R+Güterzüge einfügen und dürfen Im Karower Kreuz wegen der Weichen nur 60 km/h fahren. R-Züge benutzen nur im Bf Birkenwerder dieselben Gleise wie die S-Bahn. „Marcel Siegert von der Bürgervereinigung "Pro Velten" hält dagegen. ... "Ich kann es nicht mit meinem Gewissen vereinbaren, dass wir etwa 1.000 Wohneinheiten errichten und erst danach über ... den Verkehr nachdenken", sagte Siegert, der auch Vorsitzender der Velterer SVV ist, dem rbb.“ „Zudem sei die Verkehrssituation schon jetzt angespannt“ Das Verkehrsproblem würde man mit der S-Bahn am besten lösen. Warum aber sind die dagegen? @3+7+8 stimme ich zu. @RBB: Das heißt nicht "Velterer SVV", sondern "Veltener SVV". n statt r

  34. 15.

    Man bekommt das ungute Gefühl, das eine konträre politische Position nicht mehr geduldet werden soll. Deutschland ist nicht gespalten, sondern irre. Wer den Gegner nicht mehr aushält, ist geneigt draufzuschlagen.

  35. 14.

    Reiner Machterhalt, potenzielle, zukünftige Wähler und damit einhergehender Machtverlust sollen ausgeschlossen werden. Velten ist die Stadt wo die Reichskriegsflagge gegenüber dem Supermarkt weht (selbst gesehen) und die NPD, trotz AfD noch gut abschneidet. Es ist genau solch reaktionäre Selbstverzwergung, die die meisten meiner Bekannten mit mitte 20 von dort und in alle Welt weg trieb.

  36. 13.

    „ Velten bleibt ein Dorf. “ Genau das ist die Absicht. Wo ist Ihr Problem? Haben Sie etwas gegen Kleinstädter? Warum können Berliner nicht mal tolerant sein? Wenn Ihr euch die Stadt zubauen wollt, bitte. Baut Hochhäuser, verdichtet alles und wenn Bäume stören, fällt sie. Hauptsache viel Mensch auf einen Platz. Andere wollen aber so nicht leben.

  37. 12.

    Das ist nur ein Anfang. Velten bleibt ein Dorf. Weil die Bemühungen um Infrastruktur zu anstrengend scheint schlagen sie die Trommel gegen Zuzug. Bekommt den Hintern hoch! Wehrt euch gegen dieses rückwärtige Denken und macht denen endlich mal Beine das sie sich für Wachstum, Infrastruktur, Nahverkehr und gute Anbindungen stark machen.
    Oder geht es hier doch nur darum den Zuzug zu verhindern, soziale Verantwortung auszuschlagen und womöglich sogar den Schwächeren auszugrenzen.
    Geflüchtete, Ausländer, Arbeitslose, Alleinstehende, Alte, Kranke sehen im Straßenbild ja nun wirklich nicht aus. Wo ist Anfang? Das Ende kennen wir.
    Liebe CDU, ihr seid mit daran Schuld.

  38. 11.

    Meiner Meinung nach ist das doch einzig eine Entscheidung, die die Veltener fällen müssen .
    Mit welcher Arroganz geben hierzu auch viele Berliner ihren Senf dazu. Ich persönlich kann nachvollziehen, dass viele keinen weiteren Zuzug wünschen, würde mich aber nicht einmischen oder bewerten wollen.

  39. 10.

    Wer mit der NPD zusammenarbeitet hat mit Demokratie nichts am Hut und gehört ausgegrenzt!

  40. 9.

    Von Thüringen lernen - weit gefehlt. Wer sich nicht von der NPD abgrenzt ist kein Demokrat mehr und gehört ausgegrenzt!

  41. 8.

    Die beiden Schverhalte lassen sich nicht vergleichen. Die S-Bahn nach Velten wäre zeitnah und preisgünstig machbar, neue U-Bahnstrecken erfordern zeitaufwendige Planungen und wären extrem teuer bei zweifelhaftem Nutzen.

  42. 7.

    "Die AfD will keine S-Bahn in Velten, die Linke keine U-Bahn in Berlin."

    Äpfel und Birnen.

    "Eine AfD-Abgeordnete machte im Vorfeld der Abstimmung Stimmung für den Antrag mit dem Verweis, dass 40 Prozent der Zuziehenden einen Migrationshintergrund hätten."

    Die Linke bevorzugt den Straßenbahnausbau statt der prestigeträchtigen und teuren U-Bahn. Also stimmt von ihrem Vergleich letztendlich ... nichts.

  43. 6.

    Komisch, dass die RE 6 vom Gesundbrunnnen direkt nach Henningsdorf länger braucht als über Spandau. Also das sagt die BVG Seite. Liegt wahrscheinlich daran, dass der Regio dort nur so langsam wie eine S-Bahn fahren kann, weil es keine extra Gleise gibt.

  44. 5.

    Pragmatisch. Die Stadt soll also eine Kleinstadt werden. Dazu gehören einer Einfamilienhäuser als Mehrfamilienhaussiedlungen. Das ist eine Entscheidung der Stadt. Jeder weiß, wie es es, wenn sich der Charakter eines Ortes ändern kann, wenn neu gebaut wird. Berlin schützt seine Kieze. Milieus eben. Oder um es mal drastisch zu sagen, die Kultur der Einwohner soll gewahrt bleiben. Jeder Ort darf selbst entscheiden, ob, wie und wann wer wachsen will.

  45. 4.

    S-Bahn-Anschluß bedeutet in Folge drastisch steigende Mieten.
    Auch Tesla sollte erst einmal für Werkswohnungen sorgen, bevor der Betrieb aufgenommen wird.
    Schritt für Schritt Vorgehen ist besser als den 7. Schritt vor dem Zweiten.
    Pro Velten handelt richtig.

  46. 3.

    Danke für diesen Artikel. So wird deutlich, dass es bei diesen Beschlüsse nicht nur um eine Abgrenzung gegen Fremde handelt, sondern auch noch gegen sozial schwächere (die bauen sich eher weniger Eigenheime).

    Neubau und Zuzug verhindern, S-Bahn abhängen aber einen schnellen (direkten) Bahnanschluss wollen- erinnert mich ein wenig an die Engländer mit ihrer Rosinenpickerei.

  47. 2.

    Die AfD will keine S-Bahn in Velten, die Linke keine U-Bahn in Berlin.

  48. 1.

    "Ich kann es nicht mit meinem Gewissen vereinbaren, dass wir etwa 1.000 Wohneinheiten errichten und erst danach über soziale Infrastruktur oder den Verkehr nachdenken"

    In dem beschlossenen Antrag geht es doch um Bauvorhaben von mehr als 50 Wohneinheiten, oder? Wieso argumentiert dieser Politiker jetzt mit der Zahl 1.ooo?!

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