Autofreie Friedrichstraße im Oktober 2019 (Bild: imago images/Bernd Friedel)
Audio: rbb 88,8 | 04.03.2020 | Jan Menzel | Bild: imago images/Bernd Friedel

Verkehrsprojekt in Berlin-Mitte - Friedrichstraße soll sechs Monate autofrei werden

Dass Teile der vielbefahrenen Friedrichstraße vorübergehend autofrei werden sollen, ist schon seit längerem bekannt. Doch die entsprechende Testphase, die im Juni beginnt, soll jetzt wesentlich länger andauern als bislang bekannt.

Die Friedrichstraße in Berlin-Mitte soll deutlich länger als zunächst geplant zu einer verkehrsberuhigten Zone umgestaltet werden. Nach einem Bericht der "Berliner Morgenpost" [kostenpflichtig] wird ein Teil der Friedrichstraße ab dem Sommer für ein halbes Jahr lang für den motorisierten Verkehr gesperrt. Das wäre doppelt so lange wie bisher geplant.

Die Senatsverwaltung bestätigte den Bericht am Mittwoch. In einer Pressemitteilung heißt es, dass man mit Anrainern und Gewerbetreibenden in einen Dialog treten wolle. "Die Vorschläge, die Verkehrsstaatssekretär Ingmar Streese skizzieren wird, werden im Anschluss und in einem weiteren Verständigungsprozess analysiert und diskutiert."

Friedrichstraße
| Bild: rbb|24

Ab September weitere Sperrung

Der Verkehrsversuch soll Anfang Juni dieses Jahres starten und bis Ende November andauern. In den ersten drei Monaten dieser Phase werde der Abschnitt zwischen Französischer und Leipziger Straße gesperrt, schreibt die Morgenpost weiter. Südlich der Leipziger Straße solle zudem der Abschnitt von der Schützen- bis zur Rudi-Dutschke-Straße zum verkehrsberuhigten Bereich erklärt werden. Über die genauen Pläne wollte die Senatsverwaltung noch nichts mitteilen.

In einer zweiten Phase ab September, so die Morgenpost weiter, dürften Kraftfahrzeuge dann auch auf dem Abschnitt südlich der Leipziger Straße bis zur Schützenstraße nicht mehr fahren. Von dort bis zur Rudi-Dutschke-Straße bliebe die Strecke verkehrsberuhigt, was auch den Bereich des Checkpoint Charlie beträfe, der in diesen Bereich fällt. Damit dürften dort Kraftfahrzeuge nur noch in Schrittgeschwindigkeit fahren.

Friedrichstraße wird keine Fußgängerzone

Die Verkehrsberuhigung werde begleitet von umfangreichen Umgestaltungsmaßnahmen, schreibt die "Morgenpost" weiter. Demnach seien doppelt so breite Gehwege entlang der Friedrichstraße geplant. Die Bürgersteige würden von jetzt vier Metern pro Straßenseite ab Juni auf acht Meter erweitert, heißt es in dem Bericht. Eine reine Fußgängerzone soll es demnach aber nicht geben: Für Fahrradfahrer werde ein 2,50 Meter breiter Fahrstreifen in beide Fahrtrichtungen eingerichtet.

Friedrichstraße als Einkaufsmeile auf dem Prüfstand

Bereits Anfang Oktober waren in einer Art Testlauf Teile der Friedrichstraße nur Fußgängern vorbehalten. Zwei Tage lang war die Strecke zwischen Französischer Straße und Mohrenstraße unter dem Motto "Friedrich, the Flâneur" abgesperrt. Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel (Grüne) hatte bereits im Dezember dem rbb gesagt, dass sich nur über einen längeren Zeitraum die wirtschaftlichen Auswirkungen einer autofreien Straße ermitteln ließen. Grundsätzlich sei der Versuch mit dem Senat vereinbart. Nun müssten die Einzelheiten geklärt werden.

Mit dem Experiment soll die Umwelt geschont werden, aber auch die zuletzt kriselnde Einkaufsmeile im Herzen der Hauptstadt wieder attraktiver gemacht werden. Viele Geschäfte und das Quartier 206, das einst zahlreiche Luxusmarken beherbergte, stehen inzwischen leer.

58 Kommentare

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  1. 58.

    "Das Hauptunterscheidungsmerkmal zu anderen öffentlichen Abgaben liegt darin, dass die Zahlung von Steuern grundsätzlich keinen Anspruch auf Gegenleistung begründet."

  2. 57.

    Tolle Idee,jetzt müssen nur noch Radfahrer an den Kosten für Neubau und Reparaturen der Strassen beteiligt werden. Noch zahlen die Autofahrer das alleine. Das großmäulige, immer nur fordernde Radfahrer an den Kosten beteiligt werden, darauf warte ich schon viel zu lange.

  3. 56.

    Friedrichstraße? Gibts die überhaupt noch? Wenn ja, wer läuft denn da rum? Sich verlaufen habende Touris mit Stadtführern der 30er Jahre?
    Wem reichen denn in einer toten Einkaufsstraße 4m Gehwege nicht? Ich rechne mal zusammen... 2x8m Gehweg = 16m + 2x 2,50 Radweg = 21m... is dit da überhaupt so breit? Das Bild sieht so aus als wenn nicht.
    Der Senat scheint ja viel Geld zu haben, dass er für Wohnungsbau nicht braucht. Da könnten die anderen Bundesländer ja mal den Länderfinanzausgleich abdrehen.

  4. 54.

    Ach das freut mich aber, dass ab Juni die Luxuskunden endlich entspannt auf der Friedrichstraße flanieren und ungestört dem Klang ihrer schwarzen Kreditkarten beim Bezahlen lauschen können. Ich wohne seit 29 Jahren in einer der wenigen noch bezahlbaren Wohnungen einer Nebenstraße dort(ohne Auto). Glaubt wirklich Jemand, dass durch diese Maßnahme ein Auto weniger durch Mitte fährt, oder man Luxuskunden anlockt? Die Parallelstraßen sind jetzt schon stark befahren, es gibt da weniger Ampelübergänge, die Autos werden sich dort stauen, die Abgasbelastung steigt, keine Schallschutzfenster... Die Umwelt soll geschont werden? Ja genau. Gute Maßnahme, die letzten "normalen" Berliner aus Mitte zu vertreiben - Ferienwohnungen sind rentabler. Die Berlin Mall gräbt den Potsdamer Platz Arkaden und der Friedrichstraße die Kunden ab und der Rest fährt zum (befahrenen!) Ku´Damm. Danke, für noch mehr Lärm und Abgas! Ich würde ja umziehen, aber auch da setzte Berlin in den letzten Jahren auf Luxuskunden.

  5. 53.

    Vor dem Gesetz sind alle gleich, also müsste das auch für Radfahrer und Fußgänger gelten. Busse und Taxis sowieso.
    Wenn man Gesetze für bestimmte Gruppen macht, dann ist das so wie Gesetze für blonde, blauäugige...

  6. 52.

    Erfasst, aber andere Schlussfolgerung : Mit dem Auto durch tote Steinwüste wäre ja noch ok, aber warum soll ich da flanieren???

  7. 51.

    Klingt zwar ansich gut, doch wer sollte fortwährend kontrollieren, ob auch jedes auftauchende Auto sein darf, wo es ist?
    Und die Zahl der Ausnahmen wäre groß:
    Polizeifahrzeuge, Zulieferer und Entsorgungsunternehmen (u. a. die BSR), BVG-Busse, Kranken- und Behindertentransporte (und Privatleute, die ältere und gehbehinderte Menschen befördern)...
    Zudem: Wer kommt für die Einnahmeverluste auf, wenn ein Unternehmen (z. B. eine Tankstelle oder ein Möbelhaus) wegen einer entsprechenden Straßensperrung kaum oder zumindest weniger Umsatz macht?
    Daher kann ich meinen Standpunkt nur bekräftigen:
    Obwohl selbst kein Autofahrer und ein Fan ausgedehnter Spaziergänge in ruhigen, abgasarmen Gegenden, finde ich, dass Fahrverbote selten und zeitlich wie räumlich sparsam verhängt werden sollten.

  8. 50.

    Das beste ist das Symbolfoto, suggeriert es doch: Seht her, wir Fußgänger und Fahrradfahrer haben die Straße erobert! Frage mich bloß, ob die herbei gerufenen "Jubelperser" auch im Alltag da so lang laufen!? Ich sehe da immer nur sehr wenige Autos und diese wenigen werden sinnlos aufgestaut mit Ampeln. Das ganze sinnlos BlaBla um eine "tote" Straße bringt mich zum lachen. Dem Einzelhandel fahren die Kunden schneller weg, als sie ihnen zulaufen! Von mir ein kräftiges weiter so! Ich brauch diese sch..... Innenstadt nicht!

  9. 49.

    Oh Mann ,,,, was für Vergleiche. Waren Sie schon einmal in Barcelona? Die Ramblas mit der Friedrichstraße o. ä. zu vergleichen ist ein wohl ein Scherz, oder Sie wissen nicht von was Sie reden.

  10. 48.

    Mal ehrlich... wer ist das letzte Mal mit dem Auto in diese Stadtmitte gefahren? Kaum einer tut sich das an. Wer nicht unbedingt dahin muss, sprich seinen Arbeitsplatz aufsucht, gurkt nicht mit dem Auto durch eine leblose Steinwüste. Bleibt also nur der Durchgangsverkehr und da gibt es bessere Routen. Touris die sich dahin verirren, fahren eh kein Auto. Alles aufgeblasenes BlaBla ….

  11. 47.

    Super, Klasse, echt stark ….. aber was sollen Sie da … da ist nichts. Jetzt können Sie den ganzen Tag rauf und runter radeln. Super, klasse, echt stark ….

  12. 46.

    Naja das wird schon ein kleiner Umweg für Autofahrer, also mal sehen wie Die umstraßen voll sein werden.
    Man kann natürlich Fahrradfahrer verstehen auf grund des platzmangels auf unseren straßen, trotzdem finde ich es nicht so toll das man Stück für Stück versucht das Auto aus der Stadt zu jagen, ich denke dafür gibt es andere Optionen.
    Jeder soll mit das Verkehrsmitteln unterwegs sein was zur verfügung steht.

  13. 45.

    WARUM NUR 6 Monate
    macht doch die Frierichstrasse zur Fussgängerzone
    in anderen Europa-Städten geht das doch auch----
    z.B.: Barcelona-Madrid etc.

  14. 44.

    Wir können uns ja auf den Kompromiss einigen dass der Autoverkehr für alle die gut zu Fuß sind stark eingeschränkt wird. Auf einmal sind dann nämlich 90% weniger PKW auf den Straßen und alle die tatsächlich auf ein Auto angewiesen sind haben es viel leichter von A nach B zu kommen.

  15. 43.

    Von mir aus können Sie Die Friedrichstraße ruhig schließen, wer will schon mit sein Auto da durchfahren es ist die reinste Katastrophe da zu fahren.
    Solange es andere Straßen gibt wo ich mit mein Auto fahren kann ist es mir herzlich egal mit der Friedrichstraße.

  16. 42.

    Und denn sollte die IAA nach Berlin geholt werden.... ???

  17. 41.

    Sie haben Recht...der Ku`damm und das KaDeWe sind sowieso viel schöner als die Friedrichstraße.

  18. 40.

    Ja , da gibt es nichts zu shoppen , alles geschlossen ausser " Bäckerei Kamps " , was soll man da ?
    Einkaufen am WE , ja aber was ? Es gibt nichts.

  19. 39.

    Das ist stark. Respekt. Als Radfahrer freue ich mich sehr darauf. Endlich mehr Platz für Fußgänger und Radler. Bitte weiter so!

  20. 38.

    Liebe Autofreunde,
    Fahrt doch einfach dort hin, wo der Einkauf mit dem Auto geplant wurde. Da gibt es wunderbare Anlagen, z.B. das Sterncenter hierin Potsdam. Vor 150 Jahren waren die noch nicht so weit und Autos passen nicht auf den Gendarmenmarkt und in die Friedrichstraße und in ein spannendes Stadtzentrum.

  21. 37.

    Ja doch - so ist das eben, wenn Resultat und Erfahrungsbericht für die "Testphase" schon vor dem Start feststehen bzw. bereit in der Schublade liegen... ;-)

  22. 36.

    Kann ja garnicht sein, denn die Touris fahren überwiegend nicht Auto und darum gehts doch.

  23. 35.

    Wo sind eigentlich die Shoppingtüten von den die da Demonstrativ auf der Shoppingmeile laufen?

  24. 34.

    Auto Feindlich ?
    Oder Fußgänger Freundlich.Mehr Spaß mit Kinden und Kinderwagen.
    Also ich würde zweites befürworten.
    Autos haben in Berlin genügend Straßen.

  25. 33.

    Na was denn nun?
    6 oder 3 Monate
    https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/2019/12/friedrichstrasse-berlin-mitte-autofrei-ab-juni.html
    das wird ja immer länger

  26. 32.

    Was wollen denn Links-Grün-Wähler eine imperialistische Shoppingmeile aufpimpen? Das eine schließt doch das andere aus. Ist ja ein Widerspruch.

  27. 31.

    Touris ersticken die Stadt. Berliner sind da doch kaum zu finden. Einkaufstechnisch tot.

  28. 30.

    Zum Glück gibt es Alternativen. Die F Straße lasse ich dann aus beim Shopping. Insofern, macht das ruhig.

  29. 29.

    Nach der IAA Bewerbungs-Pleite zeigt der Senat einen Tag danach wieder sein wahres autofeindliches Gesicht. Vor allem wenn man nur "vorübergehend" sechs Monate testen möchte, braucht man keine teure Infrastrukturveränderung, sondern nur Verkehrsschilder. Das sieht hier aber nach einer finalen Entscheidung aus. Die Wohlhabenden werden hier wohl kaum Lust haben zu flanieren. Der Rest hat hier sowieso nicht die Mittel um hier Shoppen zu gehen. Also wie immer auf zum Ku'damm und ins KaDeWe mit ausreichend Parkmöglichkeiten. Im Grunde stört mich die Verlogenheit.

  30. 28.

    Das wird die Straße nicht attraktiver machen. Das wohlhabene Klientel fährt ins KaDeWe und zum Ku´damm. Dort kann man parken und muss nicht mit dem ÖPNV hin. Schade für die schönen wenn auch recht teuren Geschäfte.
    Ich trage meine erstandenen Luxusgüter nicht in der S-oder U-Bahn spazieren.

  31. 27.

    @Rainer P.: Sie haben überhaupt nicht verstanden, um was es in dem Kommentar geht. Solange dieser enorme Autoverkehr in der Friedrichstraße herrscht, ist der Einkaufsbummel für die Fußgänger dort alles andere als entspannend. Das steht da doch alles geschrieben. Warum also die Polemik von Ihnen? Der Einzelhandel leidet bereits unter dieser Situation, Geschäfte haben dicht gemacht. Das finden die Einzelhändler sicherlich nicht "unterhaltsam". Der Durchgangsverkehr wird es verkraften können, wenn die Straße gesperrt wird. Es gibt in Berlin jede Menge andere Straßen, um ans Ziel zu kommen. Dafür muss man nicht einen Einkaufs-Boulevard dem Transit-Verkehr opfern.

  32. 26.

    Also Freunde bin für Umweltschutz auch weniger Verkehr in Berlin Autofahren als Handwerker naja einfach nur Horror . Strassen einfach still legen . Ihr glaubt die Lösung zuhaben . Das verlagert sich nur . 30 Zonen haben so gut wie nix gebracht . Auto stehen heute eh nur noch im Stau . Handwerker mit eigenen PKW der geht Arbeiten auf Harz vier weils so teuer geworden ist . Nahverkehr ausbauen auch die Strassen . Laufen sollst.

  33. 25.

    Wenn ich darf:
    Bevölkern sie nicht. Aber ist es Ihnen schon mal in den Sinn gekommen, dass auch Leute gern von hie nach da kämen, die NICHT gut zu Fuß sind?
    Und dass manche Leute für eine UMFASSENDE Einschränkung des Autoverkehrs sind?
    Schon mal irgendwo den Satz "Wehret den Anfängen" gehört oder gelesen?

  34. 24.

    Ach, die Kranken aus der Charité bevölkern die Friedrichstraße um bei Bucherer, Bentley und Co. einzukaufen? Interessanter Aspekt.

  35. 23.

    Ja, man wartet mit immer netteren Possen auf. Auf jeden Fall sind alle schön beschäftigt, sich mit sinnfreien Unterfangen auseinander zu setzen zu müssen. Wenn diejenigen, die in den Autos sitzen dann AUCH noch auf der Friedrichstraße laufend anzutreffen sind, dann wird das Gehen dort zum Spießrutenlauf. Man muss sich jetzt schon mit ner Machete durchkämpfen, um ans Ziel zu gelangen. Die Charité ist gleich um die Ecke. Sollen sie doch laufen, die Kranken. Oder?

  36. 22.

    Das haben Sie gehört.
    Von wem bitte?
    Und könnte das Eingehen der Geschäfte nicht etwas mit den in so bekannten Straßen sicher nicht niedrigen Gewerbemieten zu tun haben?
    Was "drive-through Modegeschäfte" (übrigens zweifle ich diese Schreibweise an) sind, müsste ich erstmal nachschlagen. Bedaure, ich bin als Nichtlinker kein übermäßiger Fan von Anglizismen.
    Warum sollte es Geschäften in Straßen ohne Autos BESSER gehen (was ich übrigens auch in Bezug auf Kfz-Werkststätten, Auto- und Großhändler sogar sehr anzweifeln würde)?
    Allenfalls könnte ich mir vorstellen, dass es bei kleineren Läden (wie Schustern und Schneidern) keinen großen Unterschied macht. Aber ein Supermarkt, zu dem kein Auto hin darf... ?

  37. 21.

    Ich gehe mal davon aus, dass die in der Illustration grau gekennzeichneten Bereiche für die Querung der Friedrichstraße befahrbar bleiben werden. Falls nicht - gute Nacht.

  38. 20.

    "Sie nutzen die Straße nur als Verbindung, um woanders hinzufahren"... Das haben Straßen übrigens ganz allgemein so an sich. Das machen nebenbei auch alle Fußgänger und Radfahrer. Super Kommentar mit hohem Unterhaltungswert...

  39. 19.

    Ja bestreite ich. Bei allem was ich von solchen Maßnahmen aus andren Orten gehört habe geht es den Geschäften besser wenn mehr Menschen zu Fuß unterwegs sind. Die Geschäfte in der Friedrichstraße gehen zur Zeit ein, weil niemand da lang läuft und es keine drive-through Modegeschäfte gibt.

  40. 18.

    Ich hoffe mal, dass dann endlich auch durchgängig Busspuren für den M29 eingerichtet werden. In der Friedrichstraße wurde leider nach dem Mauerfall städtebaulich eine neue "Mauer" errichtet, statt die Kieze mit einer Mischbebauung zu verbinden. Weite Teile des ehemaligen Berlin Mitte sind so nachts wie ausgestorben. War vielleicht fürs Regierungsviertel so gewollt.

    Ein weiterer klitzekleiner Schritt in die richtige Richtung - Was wurde eigentlich aus "Fußgängerzone Unter den Linden" ?! ;)

    PS @mikel YES :) Mehringdamm in Kreuzberg zwischen Kanal und Platz der Luftbrücke!
    Für den gehobenen MIV können bei Bedarf zukunftsfähige E-Hubschrauberlandeplätze auf den Bürogebäuden und Betriebsgeländen eingerichtet werden ;)
    Doch ein berlinweites Straßenbahnnetz ist wahrscheinlich sinnvoller.

  41. 17.

    Warum nicht ganz Berlin?
    Straßenverkehr halten Sie ja offensichtlich für verzichtbar.
    Und was die erwähnten Straßen betrifft "freue" ich mich dann auf das Gedrängel in der U-Bahn...

  42. 16.

    Sehr guter Anfang, dann bitte in Neukölln die Karl Marx Straße und im Wedding die Müllerstrasse schließen. Bestimmt fallen den anderen Lesern auch noch Straßen ein

  43. 15.

    "die IAA-Messeleute "

    Da es sich bei den "IAA-Messeleute" um den Lobbyverband der deutschen Autokonzerne handelt, ist stark davon auszugehen, dass die für die Zukunft der Mobilität sich etwas anderes vorstellen. So etwas wie futuristisches wie elektrisch angetriebene PKW. Oder autonom fahrende.

  44. 14.

    Zweifellos gibt es die auch dort. In bescheidenerem Umfang.
    Aber bestreiten Sie, dass es Einzelhändler und Dienstleister generell besser haben, wenn sie von Lieferanten und Kunden (darunter auch Schwerbehinderte und Rentner) auch per Auto erreichbar sind?
    Von Firmen, die zur Ausübung ihrer Tätigkeit selbst zwingend Fahrzeuge brauchen (wie Speditionen, Autoverleiher und Zustellbetriebe aller Art), ganz zu schweigen.

  45. 13.

    Logistik gibt es auch in Fußgängerzonen. Sie können ja mal eine besuchen, dann sehen Sie dass es da auch Geschäfte gibt.

  46. 12.

    Die Umwandlung in eine Fußgängerzone ist längst überfällig. Es macht einfach keinen Spaß, zwischen dem ganzen Autoverkehr dort einkaufen zu gehen. Die Bürgersteige sind heute viel zu eng in der Friedrichstraße. Die meisten Autofahrer benutzen die Straße nur als Abkürzung zum Durchfahren. Das ist reiner Transit-Verkehr, der nicht in so eine Flanier-Meile gehört. Die fahren durch und kaufen gar nichts ein. Sie nutzen die Straße nur als Verbindung, um woanders hinzufahren. Dieser Transit-Verkehr gehört weg aus der Friedrichstraße. Die Verkehrsbelastung schadet dem Einzelhandel. Kein Wunder, dass da so viele Läden dicht gemacht haben. So wie es jetzt mit dem Verkehr dort ist, macht das Einkaufen keinen Spaß. Das fängt ja schon an, wenn man aus der U-Bahn rausgeht. Haltestelle Kochstraße oder Stadtmitte. Da steht man dann mitten auf einer Verkehrsinsel und kommt wegen der vielen Autos kaum über die Straße.

  47. 11.

    Sehr gut, und dann schließen wir alle Geschäfte dort und machen als erstes einen Park aus der Friedrichstraße. Und weil das so toll ist, dann auch aus dem gesamten S-Bahn Innenring. Und Einkaufen können wir ja dann im Onlinehandel. Wohnen geht dann in der Innenstadt allerdings leider nicht mehr, weil da ja nix mehr hingeliefert werden kann... Warum ziehen eigentlich diejenigen, die aus der Großstadt ein dörfliches Gefüge machen wollen, nicht gleich aufs Dorf?

  48. 10.

    Können Sie haben.
    In jeder Spielstraße, in jeder Wüste und jedem Urwald.
    Wo es Zivilisation gibt, gibt es zumeist auch Anzeichen dafür (z. B. Logistik).
    Und wo mehr als eine Meinung gilt, gibt es auch Kompromisse (z. B. Verkehrsanbindungen für ALLE Teilnehmer).

  49. 9.

    Sehr guter Anfang, mehr davon!!!

  50. 8.

    Vermutlich haben sich die IAA-Messeleute dieses veraltete Modell der Mobilität aus dem Mief der 80iger Jahre angeschaut um sofort zu erkennen: lassen wir mal Frau Popp "pitchen" , eine zukunftsfähige Mobilität sieht anders aus.

  51. 7.

    Oh ha, da werden die Kollegen aus der Oranienstraße noch die letzten sein mit Autos in ihrer Straße.

  52. 6.

    Ein großer Schritt in die falsche Richtung. Fußgängerzonen töten/veröden jede Innenstadt. Ein Überbleibsel aus den 60ern/70ern, das keiner braucht.

  53. 5.

    Die Sperrung für den Autoverkehr allein aus Gründen höheren Zuspruchs für die dortigen Geschäfte wird m. E. das aufgeworfene Problem so nicht lösen. Zumindest wird noch Einiges dazukommen müssen.

    Die Katze beißt sich in den Schwanz: Die in aller Regel hochpreisigen Geschäfte werden von einer einschlägigen Klientel angefahren, die ihr Gefährt offenbar in Sichtweite stehen haben wollen, um einen Vorführeffekt zu demonstrieren. Das aber ist schon allein physikalisch unmöglich, denn da, wo ein Fahrzeug steht, kann logischerweise kein zweites stehen. Die Friedrichstraße müsste schon zwölfspurig sein, um diesem Gedankengang zur Vollendung zu verhelfen. Mithin eine Absurdität schlechthin.

    Jetzt wird die einschlägige Klientel durch die Widmung zugunsten von zu Fuß Gehenden und Radfahrenden zur Vernunft angehalten. Das wird der Rubikon sein, wer denn schon v. a. aus Prestigegründen dort einkaufen geht.

    Städtebaulich? Eine Straße effekthaschend, baumlos und kahl.

  54. 4.

    Aber bitte dann auch keine Taxen und keinen Lieferverkehr.

  55. 3.

    Aber die IAA nach Berlin holen wollen!
    Das ist halt der Senat, immer schön die Fahne in den Wind halten

  56. 2.

    "Zunächst müsse man mit den Anrainern und Gewerbetreibenden vor Ort beraten," Wie das funktioniert, hatte Frau Günther ja bereits am Beispiel Frankfurter Allee (Parkhäfen oder Grunfläche) gezeigt. Und was heisst denn eigentlich Testphase? Werden die Gehwege drastisch verbreitert und entsprechende Radwege gebaut, sind das doch bereits vollendete Tatsachen. Warum nicht gleich eine Fußgängerzone, wie in anderen Städten auch. Nein lieber überteuertes rummuckeln (siehe Bergmannstraße).

  57. 1.

    Juhu! Ein kleiner Schritt in die richtige Richtung.

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