Mit einem ökumenischen Gottesdienst mit Heinrich Bedford-Strohm (l-r), Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und bayrischer Landesbischof, Georg Bätzing, der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz und Limburger Bischof, und Kantorin Avitall Gerstetter haben im Berliner Dom die zentralen Veranstaltungen zum Gedenken an den 75. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges begonnen. (Quelle: dpa/Christian Ditsch)
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Video: Abendschau | 03.05.2020 | Ulli Zelle | Bild: dpa/Christian Ditsch

Gottesdienst im Berliner Dom - Kirchen rufen bei Kriegsgedenken zum Frieden auf

"Es gibt kein Ende des Erinnerns" - mit Mahnungen haben führende Politiker und Kirchenvertreter zum 75. Jahrestag dem Ende des Zweiten Weltkriegs gedacht. Dem Gottesdienst im Berliner Dom folgte eine Rede des Bundespräsidenten an der Neuen Wache. 

Zum 75. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges haben die Kirchen zu Frieden aufgerufen und die deutsche Verantwortung für Lehren aus der Geschichte hervorgehoben.

Die Deutschen hätten ganz Europa und weite Teile der Welt ins Elend gestürzt, sagte der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, im ökumenischen Gedenkgottesdienst zum 8. Mai am Freitag im Berliner Dom. "Nie mehr werden wir zulassen, dass sich der Ungeist, der so viel Leid verursacht hat, der millionenfachen Mord verursacht hat, wieder ausbreitet", sagte der bayerische Landesbischof: "Gott vergisst nicht."

"Frieden lässt sich nicht herbeiorganisieren"

Der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, sagte, mit dem 8. Mai 1945 habe "das bislang finsterste Kapitel der europäischen Geschichte" geendet. Heute forderten die Kriege in Syrien, anderen Ländern des Nahen Ostens und in Afrika, in der Ukraine sowie die Toten im Mittelmeer heraus - und zwar jeden Einzelnen. "Frieden lässt sich nicht einfach herbeiorganisieren", sagte der Limburger Bischof. "Er braucht Menschen, die eine Hoffnung in sich tragen."

Der im Fernsehen übertragene Gottesdienst fand wegen der Corona-Pandemie komplett ohne Gemeinde statt. Die vielen Bänke im großen Dom blieben leer.

Steinmeier: "Es gibt kein Ende des Erinnerns"

Zu der Gedenkveranstaltung an der Neuen Wache, der zentralen deutschen Gedenkstätte für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft, kamen am Freitagmittag Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sowie die Präsidenten des Bundestags, Bundesrats und Bundesverfassungsgerichts, Wolfgang Schäuble (CDU), Dietmar Woidke (SPD) und Andreas Voßkuhle. 

In seiner Rede betonte Steinmeier die dauerhafte historische Verantwortung der Deutschen: "Es gibt kein Ende des Erinnerns. Es gibt keine Erlösung von unserer Geschichte." Nicht das Bekenntnis zur Verantwortung sei eine Schande, sondern das Leugnen. Steinmeier erinnerte an die 1985 vom damaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker geprägte Formel "Tag der Befreiung" für den 8. Mai 1945. Heute müsse sich die Formulierung an die Zukunft richten, sagte Steinmeier. Befreiung sei niemals abgeschlossen, sie fordere jeden Tag aufs Neue.

Ursprünglich hatte Steinmeier für den 8. Mai einen Staatsakt angeordnet, der vor dem Reichstagsgebäude stattfinden sollte. Dieser wurde jedoch wegen der Corona-Pandemie abgesagt - ebenso wie alle anderen Veranstaltungen, die am Brandenburger Tor und anderen historischen Orten geplant waren. Stattdessen wird im Internet gedacht: Online ist bis zum 2. September die virtuelle Ausstellung "Nach Berlin" unter 75jahrekriegsende.berlin zu sehen. Analog wird am 8. Mai ein Dank in den Sprachen der vier Siegermächte auf das  Brandenburger Tor projiziert.

Berlin hatte bereits am 2. Mai kapituliert

Am 2. Mai 1945, bereits sechs Tage vor der gesamtdeutschen Kapitulation, hatte die Hauptstadt nach der Schlacht um Berlin die Waffen gestreckt. An die Kapitulation Berlins erinnerten am Sonntag der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD), Russlands Botschafter Sergej Netschajew und der weißrussische Botschafter Denis Sidorenko mit einer Kranzniederlegung in Berlin-Tempelhof. Der ebenfalls eingeladene ukrainische Botschafter Andrij Melnyk hatte seine Teilnahme abgesagt - er wollte nicht an der Seite eines Vertreters Russlands einen Kranz niederlegen [tagesspiegel.de].

"Tag des Sieges" am 9. Mai

Die bedingungslose Kapitulation der deutschen Wehrmacht, datiert auf den 8. Mai 23.01 Uhr,  wurde zweimal unterzeichnet: Zunächst am Morgen des 7. Mai im Hauptquartier der westlichen alliierten Streitkräfte im französischen Reims, und dann noch einmal im sowjetischen Hauptquartier in Berlin-Karlshorst. Dort erfolgte die Unterschrift erst in den frühen Morgenstunden des 9. Mai, deshalb ist der Tag nach dem 8. Mai als "Tag des Sieges" in die Geschichte der UdSSR und ihrer Nachfolgestaaten eingegangen.

In dem ehemaligen Offizierskasino in Karlshorst ist heute das Deutsch-Russische Museum untergebracht, das aktuell mit dem 360-Grad-Rundgang "Von Casablanca nach Karlshorst" [museum-karlshorst.de] an das Kriegsende erinnert. 

Feiertag ist in Deutschland nur in Berlin

Der 8. Mai ist in diesem Jahr erstmals im vereinten Deutschland ein Feiertag - allerdings einmalig und nur in Berlin. In Brandenburg hatte die Linkspartei ebenfalls gefordert, den Tag zum Feiertag zu erklären - doch die rot-schwarz-grüne Koalition um Ministerpräsident Woidke hat sich dagegen entschieden. In der DDR war der 8. Mai von 1950 bis 1967 und im Jahr 1985, dem 40. Jahrestag des Kriegsendes, gesetzlicher Feiertag.

International ist der 8. Mai Feiertag in Frankreich, in Tschechien und in der Slowakei. Der "Tag des Sieges" am 9. Mai ist gesetzlicher Feiertag in Armenien, Aserbaidschan, Georgien, Guernsey, Jersey, Kasachstan, Kirgistan, Moldawien, Russland, Serbien und Weißrussland. In den Niederlanden wird der "Bevrijdingsdag" schon am 5. Mai gefeiert.

Als der Krieg in Berlin plötzlich zu Ende war

Video: Abendschau | 03.05.2020 | Ulli Zelle

Sendung: Abendschau, 08.05.2020, 19.30 Uhr

32 Kommentare

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  1. 32.

    Die Wirtschaft der Nazi-Zeit war ungefähr so kapitalistisch, wie die heutige Wirtschaft in China kommunistisch ist. Kurz gesagt, auf dem Papier ja. Es gab unzählige staatliche Eingriffe in die Wirtschaft, so war die gesamte Rüstungsindustrie eine Planwirtschaft, bis Albert Speer als Rüstungsminister das wieder geändert hat. Ohne den wäre der Krieg wohl deutlich früher beendet gewesen, so ineffektiv war die Aufrüstung und Entwicklung neuer Waffen. Unabhängig davon ist der Kapitalismus extrem wandelbar und die heutige Form mit dem ursprünglichen nicht in Ansätzen identisch.

  2. 31.

    Auch das: Die Nazizeit begann nicht am 30. Jan. 1933 und sie endete auch nicht am 8. Mai 1945. So war es "nur" formell. - Denkfiguren, auf die sich das NS-Regime stützte, sind wesentlich älter und sie setzen sich auch weiter fort. Sowohl im westdeutschen Staat, als auch, von der rigiden Form her, im ostdeutschen Staat.

    Am "Kaiser-Wilhelm-Institut für Rassenhygiene" seinerzeit in Dahlem bei Berlin wurde schon vor dem 1. Weltkrieg und vor dem Groß-Berlin-Gesetz Untersuchungen angestellt zwischen der so behaupteten "hoch aufragenden germanischen Stirn" und der so behaupteten "flach zulaufenden slawischen Stirn". Das Denkmodell zwischen so bezeichnetem lebenswerten und so bez. lebensunwerten Leben fand seine Fortsetzung im Begriff der (Un-)Verwendbaren.

    Der NS-Staat hat das Verbrechen singulär systematisiert wie kein anderer - systematisiert in der Erfassung, in der Schikanierung und in der Tötung im großindustriellen Maßstab. Wer Gewalt sät, wird Gewalt ernten. Leid ist alles.

  3. 30.

    Ich finde es gut, dass auch Kirchen zu Gedenken aufrufen. Nur die mahnende Position ist teils blanke Verklärung. Es waren Kirchen, die in erster Linie bewusst weggesehen haben, angefangen beim Papst. Es gab auch kritische Stimmen im Christentum, ob in Wort oder in Tat, wie etwa die Ablehnung der Ausführung der "Euthanasie"-Verbrechen. Dennoch gibt es bis zum heutigen Tag Menschen, die an Geschichtsverklärung festhalten, sich ebensowenig um Mitverantwortung bemühend wie ihre damaligen Zeitgenoss*innen. Auch das Glockenläuten an sich ist in manchen Fällen äußert brisant: Es gibt Glocken, auch in und um Berlin, die Widmungen für Adolf Hitler persönlich tragen bzw. trugen und einen äußerst unkritischen Umgang damit seitens der Anwohnenden der jeweiligen Umgebung.

    Zu vergessen ist auch nicht, dass hier zwar das Kriegsende in Europa (rbb!), aber genauso auch das Ende des Faschismus gefeiert wird. Das NS-Regime und seine Ideologien waren nicht erst mit Kriegsbeginn illegitim.

  4. 29.

    Sie wissen aber schon dass das Wirtschaftssystem kapitalistisch war.
    Die gleichen Leute haben später die Wirtschaft im freien Westen geführt!

  5. 27.

    Wenn es so gekommen wäre, wäre das Land im Elend versunken und wurde von einer skrupellosen Elite mit mörderischen Mitteln unterdrückt. Denn eins konnten die Nazis genau so wenig wie alle anderen "Sozialisten": Wirtschaften. Die Sozialgeschenke, um das Volk auf Linie zu bringen und zu halten sowie die Aufrüstung verschlang so viel Geld, dass Nazideutschland faktisch pleite war. Die Eroberungskriege hatten neben der Menschenverachtung den eroberten Völkern gegenüber nämlich auch das Ziel, an die Reserven der jeweiligen Zentralbanken heran zu kommen. Insofern waren die Kriege nicht nur ideologisch getrieben sondern auch wirtschaftlich. Das konnte zwar nicht lange gut gehen, war den Naziverbrechern aber egal, deren Macht war irgendwann gefestigt genug, um das Regime aufrecht zu erhalten, für einen inneren Widerstand waren nicht mehr genug Menschen frei oder überhaupt am Leben. Auf Ihre Frage kann man also kurz antworten: Unvorstellbar düster!

  6. 26.

    Habe mich schon oft gefragt wie hier unser Leben wäre wenn diese Nazibande noch an der Macht wäre. Dennoch fällt mir immer wieder Churchills Satz ein: Wir haben das falsche Schwein geschlachtet. Wir wissen wie viele Menschen im Krieg und KZ umkamen. Englische Historiker sagen, dass die damalige Arbeitslosigkeit von den Nazis so erbärmlich ausgenutzt wurde. Viele mahnten; landeten später auch im KZ. Bleibt wachsam. Nie wieder !

  7. 24.

    Hallo Steffen,

    kurzum: da verstehen wir uns doch. Überhaupt kein Einspruch.

    Beste Grüße und ein schönes Wochenende!

  8. 23.

    Hallo Namensvetter seit #16: Auch wenn ich Ihren Kommentaren grundsätzlich absolut zustimme, hier muss ich dann doch widersprechen. Nopos unterstellt ja gar nicht, dass des keine Befreiung vom Hitler-Regime gab, er/sie sagt nur, dass es in Ostdeutschland die Befreiung durch ein neues Unterdrückersystem war. Ohne Frage war das nicht mal im Ansatz so grausam und verbrecherisch wie das alte, trotzdem war es eine Diktatur. Es gab also eine Befreiung, aber noch lange keine Freiheit. Die war erst 1989 vollendet. Trotzdem bin ich froh und dankbar dafür, was das sowjetische Volk ertragen und geleistet hat. Ohne deren gigantische Opfer wäre ich mir nicht sicher, ob die Westalliierten allein das verbrecherische Regime hätten besiegen können.

  9. 22.

    Jaja, es ging uns Deutschen wirklich ganz fürchterlich schlecht, eigentlich waren wir ja nur Opfer all des bösen Unheils was da so schicksalhaft und ungerecht über uns hereinbrach. Schon wirklich gemein, dass uns nie einer fragte, wie es uns so ging, es ist Zeit, sich viel mehr selbst leid zu tun. Und dann die böse Sowjetunion mit den mit Abstand meisten Todesopfern, die dieser von Hitlerdeutschland begonnene Krieg gefordert hat - eigentlich sollte man ja an so einem 8.Mai nur über die reden, schon klar. Schönen Feiertag wünsche ich Ihnen!

  10. 21.

    Schade dass ich das nochmal schreiben muss, weil Sie mich missverstehen wollen: Unterstellen Sie mir nicht, ich würde Stalins Regime "feiern". Ich bin froh, dass uns jemand dieser selbstverschuldeten NS-Diktatur ein Ende gemacht hat, Punkt. Das war, wie Sie genau wissen, auch nicht die Sowjetunion alleine, also was reden Sie überhaupt? Hätten Sies gut gefunden, wenn dieser verbrecherische Wahnsinn weitergegangen wäre? Hätte Hitler nicht mit breiter Unterstützung der deutschen Bevölkerung diesen Krieg und die Vernichtung von sechs Millionen Menschen in Konzentrationslagern auf dem Gewissen, müssten Sie hier nicht über dessen Folgen greinen. Ganz einfach.

  11. 20.

    @Steffen. Auch laut Ihrer Meinung war Stalin ein Tyrann, Kriegsverbrecher und Massenmörder. Und nach dem Krieg wurde die Ostzone, auch DDR genannt, von der damaligen Sowjetunion unterdrückt. Bis 1953 war Stalin der Diktator. Und dieses Regime feiern Sie heute als Befreier. Ich nicht.

  12. 19.

    Schreiben Sie doch hier nicht, was niemand behauptet hat. Können Sie unterscheiden? Dass Stalin ein Tyrann, Kriegsverbrecher und Massenmörder war, ist unbestritten, ebenso wenig behauptet irgendwer, die Rote Armee sei (wie auch irgendeine andere Armee auf der Welt) ein Heer von "Friedensengeln".

    Aber darum geht es hier nicht: An dem Umstand, dass Nazi-Deutschland mit der Unterstützung seiner Bevölkerung diesen grausamen Krieg begonnen und somit die Folgen zu verantworten hat, gibt es rein gar nichts zu deuteln. Aufrechnen mit den Verbrechen anderer kann davon keinen Millimeter ablenken.

    @Helmut: Danke für Ihren bedachten Kommentar, ich stimme Ihnen zu.

  13. 18.

    Nicht Länder haben verloren, die Unmenschlichkeit hat eine Niederlage erlitten.

    Jahrzehntelang taten sich Deutsche schwer - gleich, ob Ost oder West - im 8. (9.) Mai eine Befreiung zu sehen.
    Die Ostdeutschen, weil das Leid, dass die Deutschen aussandten und das schließlich nach Deutschland zurückkehrte, von der allerletzten Wirkung her ausgespart blieb. Die Westdeutschen, weil die Hauptfigur des Griffs nach der Weltmacht allein in Hitler gesehen wurde.

    Immer noch unbearbeitet ist die Logik speziell im Deutschen, dass da, wo ein Gesetz und eine Verordnung ist, sie auch bis zur allerletzten Konsequenz ausgeführt werden müsse - gleich, welche Folgen das hat. Als kleiner Korrekturmechanismus ist allenfalls die Befehlsverweigerung bei der Armee und bei der Polizei eingeführt worden, für begründet vorgebrachte Fälle. Ermessen, das Walten jeweils persönlicher Überzeugung, ist allerdings in den deutschen Amtsstuben bis dato ein Fremdwort geblieben.

  14. 17.

    Wenn ich hier manche Kommentare lese kann ich nur den Kopf schütteln. Die rote Armee war und ist alles andere als eine Friedensarmee und Stalin war genauso ein Kriegsverbrecher und Tyrann wie Hitler.

  15. 16.

    Für Sie persönlich tut mir das natürlich leid, Charlie. Niemand sollte seine Heimat gegen seinen Willen verlassen müssen. Ihnen diese Trauer abzusprechen, würde ich mir nie anmaßen.

    Aber dafür verantwortlich ist einzig und allein das verbrecherische Nazi-Regime, das diesen Angriffskrieg entfesselt hat. Und dass die Welt vor 75 Jahren von diesem (von so vielen Deutschen überzeugt unterstützten) Regime befreit worden ist, ist für mich absolut ein Grund zu Feiern. Und wird es immer sein.

  16. 15.

    Das sie auch 75 Jahren nach Ende des Zweiten Weltkriegs irgendeiner Heimat nachtrauern tut mir ehrlich gesagt nicht leid. Die Gebietsverluste waren die Folge eines fast sechs Jahre dauernden Vernichtungskriegs an denen der Großteil der deutschen Bevölkerung beteiligt war. Dafür gab es halt dann die Quittung.
    Und viele Millionen Menschen, die in den Konzentrations- und Vernichtungslager leiden mussten ist es sehr wohl ein Tag zum Feiern. Wenn Deutschland so gerne Aufarbeitungsweltmeister sein will wäre die Einführung eines bundesweiten Feiertags nur konsequent.

  17. 14.

    Ich habe durch den 2. Weltkrieg auch meine Heimat verloren. Deshalb sehe ich keinen Grund für eine Feier.

  18. 13.

    Einen Feiertag den es nur einmal und nur in Berlin gibt .
    https://www.augsburger-allgemeine.de/panorama/Tag-der-Befreiung-Wo-ist-der-8-Mai-2020-heute-ein-Feiertag-id57331676.html
    Dran beteiligt war die Linkspartei.
    Dann darf man sich gerne im vergangenen Jahr erinnern, dass einst amerikanische Rosinenbomber in Berlin nicht landen durften,
    https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/2019/06/rosinenbomber-luftbruecke-jahrestag-tempelhof-brandenburger-tor-ueberflug-faktencheck.html
    Die Linkspartei hatte damals angeblich aus ideologischen Gründen nichts damit zu tun. Sie hatte aber auch nichts dafür getan.

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