Symbolbild: Stühle aus den Sitzreihen des Zuschauerraums des Berliner Ensembles sind ausgebaut. Wegen der Kontakteinschränkungen während der Coronapandemie werden einzelne Sitze für zukünftige Aufführungen ausgebaut. (Quelle: dpa/B. Pedersen)
Bild: dpa/B. Pedersen

Kulturangebote in Berlin - Ab Dienstag sind Veranstaltungen drinnen mit 150 Menschen möglich

Veranstaltungen in Räumen mit 150 Menschen sind ab Dienstag in Berlin wieder erlaubt, draußen dürfen sogar 200 anwesend sein. Damit sind Kulturveranstaltungen wieder möglich - viele Theater und Konzerthäuser bleiben trotzdem dicht. Immerhin: Die Bibliotheken öffnen.

Ab dem 2. Juni dürfen in Berlin wieder Veranstaltungen in Räumen für ein Publikum mit bis zu 150 Personen durchgeführt werden. Open Air dürfen sogar 200 Personen anwesend sein. Das hat der Berliner Senat auf seiner Sitzung am Donnerstag beschlossen.

Wie die Senatsverwaltung für Kultur am Freitag konkretisierte, sollen ab 16. Juni unter freiem Himmel bis zu 500 Personen und ab 30. Juni bis zu 1.000 Personen teilnehmen können. In Räumen sind ab dem 30. Juni Veranstaltungen mit bis zu 300 Personen möglich.

Allerdings: Es muss ein Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Gästen gewährleistet werden.

Keine Veranstaltungen in öffentlich geförderten Theatern

Laut Senatsverwaltung sind allerdings "öffentliche Veranstaltungen in überwiegend öffentlich geförderten Theatern, Konzert- und Opernhäusern" von der Lockerung ausgeschlossen und dürfen nicht stattfinden.

Berlin schließe sich auch den Verabredungen der Kulturminister an, wonach die reguläre Theater- und Konzertsaison 2019/2020 für "pandemiebedingt grundsätzlich beendet" erklärt wird. "Die Perspektive für die Häuser ist die neue Spielzeit, darauf soll hingearbeitet werden", heißt es.

Dennoch könnten nun öffentliche Kulturveranstaltungen wieder möglich werden, hieß es von der Senatsverwaltung für Kultur am Freitag. "Wir müssen versuchen, Pandemieeindämmung und kulturelles Leben miteinander zu verbinden", teilte Kultursenator Klaus Lederer (Linke). Vorsicht sei gerade da geboten, wo viele Menschen in geschlossenen Räumen zusammenkommen. "Dafür entwickeln wir Schutzkonzepte und probieren kleinteilige Formate aus." Man setze "auf kluge Konzepte und verantwortungsbewusste Entscheidungen der Veranstalter. Ich würde mich auch freuen, wenn in den Bezirken unbürokratisch über Open-Air-Ideen entschieden würde."

Bibliotheken wieder offen

Nicht nur für Kulturinteressierte wichtig: Laut Senatsbildungsverwaltung sind seit Freitag die Bibliotheken wieder als Arbeits- und Lernort geöffnet - mit Abstandsregeln und Zugangsbeschränkungen.

Sendung: Abendschau, 29.05.2020, 19:30 Uhr

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8 Kommentare

  1. 8.

    Wenn ab Dienstag indoor 150 Personen in Räumen mit entsprechender Größe erlaubt, warum dürfen dann die großen Kinoketten nicht öffnen?
    Weil es der Wunsch ist der kleinen Programmkinos ist, erst ab 2.7. öffnen zu wollen, kann es ja nicht sein. An diesen Wunsch müssen sich ja nicht die anderen halten.

  2. 7.

    Da können die Theater, Opern, Kinos usw. jetzt richtig nachholen!
    Werden wenigstens die Zuschüsse für diese Häuser erhöht?

  3. 6.

    Sich diese Unlogik des Senats immer wieder anzutun grenzt echt an selbstverletzendem Verhalten!
    Merken die noch was?
    Es wird immer widersprüchlicher! Die Kulturhäuser brauchen gar nicht öffnen, der Senat ist schon Kasperletheater genug!

  4. 5.

    Genau das verstehe ich auch nicht. Außerdem gibt es auch noch normale Bibliotheken, die noch geschlossen bleiben (Bsp. in Lichtenberg). Wirklich sehr faszinierende Logik...

  5. 4.

    Ja nee, is klar. Und in die Schule für einen Tag in der Woche drei Stunden mit max 8 Kindern. Super...

  6. 3.

    Aber die wissenschaftlichen Bibliotheken nicht. Also die, die Menschen für ihre Arbeit oder ihr Studium brauchen, die, in denen ein großer Teil Präsenzbestand ist....

  7. 2.

    150 Personen sehr interessant.
    Frau Scheeres ist da mit den Kitas noch immer ganz weit entfernt.
    Skurrill

  8. 1.

    Dann aber nun wirklich Schluß mut der Maskenpflicht im ÖPNV und in Supermärkten!

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