Auf einem Fußweg in Berlin-Mitte liegt Kamera-Equipment. Ein Kamerateam des ZDF war angegriffen worden. (Bild: TeleNewsNetwork)
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Neue Erkenntnisse zu Vorfall am 1. Mai - Polizei geht bei Angriff auf ZDF-Team von 25 Tätern aus

Die Polizei sucht nach dem Angriff auf ein ZDF-Kamerateam am 1. Mai in Berlin nach Zeugen. Die Ermittler gehen nun von einer weit größeren Zahl von Angreifern aus, als bislang angenommen.

Der Überfall auf das ZDF-Kamerateam am 1. Mai in Berlin ist der Polizei zufolge durch eine größere Gruppe von Angreifern als bisher bekannt erfolgt. Zudem gibt es weitere Hinweise, dass die Täter geplant vorgegangen sein könnten, teilte die Polizei am Dienstag mit.

Bis zu 25 maskierte Menschen seien demnach beteiligt gewesen und hätten in Kleingruppen auf das Team eingetreten und eingeschlagen, zum Teil auch mit Metallstangen, heißt es in einem Zeugenaufruf der Polizei [berlin.de/polizei].

Täter wechselten während der Flucht ihre Kleidung

Die Angreifer seien alle dunkel oder schwarz gekleidet sowie vermummt gewesen. Sie hätten aber noch während ihrer Flucht teilweise ihre Kleidung ausgezogen oder sie gewechselt. Zu dem Fernsehteam gehörten vier Mitarbeiter des ZDF und drei private Wachleute. Ein 50-jähriger Mann wurde laut Polizei bis zur Bewusstlosigkeit getreten. Eine 41-jährige Frau, ein 35-jähriger und ein 59-jähriger Mann erlitten ebenfalls Verletzungen. Drei Männer des Teams im Alter von 21, 31 und 38 Jahren blieben unverletzt.

Polizei fragt nach Aufnahmen vom Tatort

Die Polizei teilte nun mit, sie suche nach weiteren Zeugen. "Wer konnte beobachten, in welche Richtung sich die Personen im Anschluss entfernten? Wer besitzt Foto- oder Videoaufnahmen, die das Geschehen, die Flucht oder die beteiligten Personen erkennen lassen?"

Die Polizei hatte sechs Verdächtige, die zum Teil zur linksextremen Szene gehören sollen, festgenommen und am nächsten Tag wieder freigelassen, weil nicht genug Beweise oder Haftgründe gegen sie vorlagen.

Sendung: Inforadio, 12.05.2020, 15.00 Uhr

13 Kommentare

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  1. 13.

    Hochinteressant wie die rechte Szene an Verschwörungstheorien bastelt. Sonst ist man ja im Denken eher behäbig. Der Kabarettist Abdelkarim ist nicht zu übersehen.

    Und wo haben sie "Bekennerschreiben" auf Indymedia gesehen? Hier deutet alles auf einen Angriff der rechtsextremen Szene hin, auch wenn die Polizei äußerst plumpe Versuche unternimmt dass der linken Szene in die Schuhe zu schieben und einige Journalisten das ungeprüft übernehmen.

    Durch Wiederholungen wird ihr Lügengeflecht aus der rechtsextremen bis -populistischen Informationsblase nicht wahrer.

  2. 12.

    Beim betrachten des beigefügten Fotos fällt dem Betrachter auf, dass kein einziges Symbol oder Zeichen auf ein Team des ZDF hindeutet. (Sonst ist immer mindestens das Mikro mit einem ZDF-Logo versehen. Kann es auch nicht, da es sich um eine Köllner Produktionsfirma handelt, die den Beitrag dann an das ZDF verkauft. Ich denke mal, dass die "linken Schläger" annahmen dass es sich bei dem Kamerateam um einen Internetsender des rechten Spektrums handelte, dem sie dann ihre Auffassung von Meinungsfreiheit deutlich machen wollten um sich dann auf Indymedia feiern zu lassen.
    Jetzt ist der "Schuss" aber nach hinten los gegangen und man drückt sich vor der Verantwortung.

  3. 11.

    Hallo Kai, eine Gefahr geht von allem aus, nicht nur ausschließlich von rechts. Auch von dir. ;-)
    Ich als gemäßigter, salonfähiger, linker Gutmensch habe nicht nur was gegen Rechts, sondern auch gegen Linksautonome und Antideutsche. Aber der Senat hat zum Glück die letzten Jahre schon was gegen die gemacht! Mietverdrängung dank Privatisierung. So "sauber" wie heute, war die Rigaer Straße noch nie.

  4. 10.

    Wie merkwürdig ruhig unsere Salonlinken mit rechtem Beißreflex und False-Flag-Verschwörungsrhetoriker auf einmal geworden sind. Hui, da erfolgte ein Angriff auf die Pressefreiheit aus der linken Ecke.
    Der Angriff erfolge dann auch noch weder spontan, noch auf die bösen Polizisten. Nein, es war geplant, mit Wechselkleidung und klimaschädlichen Fluchtautos. Und es wurde ein Presseteam angegriffen, keine ausgebildeten und bewaffneten Polizisten.
    Und das, wo doch die Gefahr ausschließlich von Rechts ausgeht. Zumindest wenn man den treibenden Kräften Links/Grün glaubt, denen sich die SPD willfährig anschließt und jegliches Konzept oder Strategie gegen linke Gewalt kategorisch ablehnt.
    Nun ja, was kann man auch von einem Senat erwarten, bei dem die Staatsanwälte an ihrem Dienstherrn vorbei agieren, weil sie Angst haben das er Informationen durchsticht.

  5. 8.

    Ja das stimmt, ist einer der vielen braun blauen Agenten, die immer ihre entsprechend rechtsgerichteten Kommentare hier absondern.
    Denke trotzdem dass die AFD diese Krise zum Glück nicht überstehen wird.

  6. 7.

    Natürlich war mein Vorschlag etwas ironisch gemeint. Ich finde Sundermeyer etwas einseitig. Und lese dann bei Sundermeyer Beiträgen nochmal sicherheitshalber das in der alternativen Öffentlichkeit nach.

  7. 6.

    Woher nehmen Sie diese Behauptung? Herr /Frau mit dem bescheiden-demütigen Profilnamen "Realist"
    Olaf Sundermeyer äussert sich auch kundig zu organisierter Kriminalität und schliesst keineswegs militante Strukturen der Linken aus. Sollte Sie Herr Sundermeyer wegen Rufschädigung vor Gericht zitieren, Sie würden die Beweisaufnahme nicht überstehen und den Prozess verlieren. Aber selbstverständlich wünsche ich Herrn Sundermeyer und unseren Gerichten den Aufwand nicht.

    Also. Worin besteht Ihr Interesse hier eben mal so beiläufig die Reputation, die Seriosität, die handwerklich-journalistische Qualität von Herrn Sundermeyer zu beschädigen?
    Ohne auch nur irgendeinen Nachweis darüber zu führen. Reden Sie so auch über Ihren Nachbarn? Nur mal so als Frage. Damit auch mal klar ist: Im Grunde geht es nicht immer um die grosse Politik. Es geht einfach um die Bereitschaft über irgendwen irgendwas daherzureden. Bleibt immer was hängen. Oder machen Sie das professionell?

  8. 5.

    So dann einmal quasi als Aufruf: Kamerateams auf Demonstrationen, die Presse, FotografInnen, greifen überzeugt und geplant und organisiert nur Faschisten an. Wer glaubt er sei links, sei Antifaschist, sei revolutionär muss das wissen.
    Wer nicht will dass eine Demonstration, dass die Teilnehmer gefilmt, fotografiert darüber berichtet wird, sollte keine Demonstration organisieren, noch an ihr teilnehmen. Öffentlich wahr- und aufgenommen zu werden ist der Sinn einer Demonstration. Wer das für sinnlos hält, muss sich eine andere Aktionsformen und -orte suchen. Niemals hat eine Linke, haben Demokraten die Presse militärisch anzugreifen. Schon gar keine Satire-Sendung. Wenn das eine Aktion von Leuten sein sollte, die sich als Teil der Linken oder als Antifaschisten verstehen, dann gibt es nur eine Rettung.
    Steht zu eurem furchtbaren Irrtum. Oder lasst euch nie wieder irgendwo als Linke sehen.
    Denn was immer Ihr wolltet - Ihr greift die Pressefreiheit an. Das ist faschistische Agenda.

  9. 4.

    @goetze Ja,aber er scheint sich nur für rechte Straftäter zu interessieren. Auf dem linken Auge ist auch er blind.....leider...

  10. 3.

    Vielleicht mal den RBB Spezialisten Olaf Sundermeyer einschalten, der ist doch bei extremistischen Straftaten der Recherche-Spezialist.

  11. 2.

    Musst du die heute-Show von Freitag schauen. Da wird gesagt, dass das Team mehr oder weniger den ganzen Tag von Polizei begleitet wurde und nach Drehschluss sich eine ruhige Ecke für den Feierabend gesucht hatte...

  12. 1.

    Die Polizei geht beim Angriff...

    Wo war sie denn beim Angriff?

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