Umstrittener Begriff in Landesverfassung - Justizsenator will "Rasse" aus Berliner Verfassung streichen

Di 16.06.20 | 14:43 Uhr
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Dirk Behrendt (Bündnis 90/Die Grünen) (Quelle: imago images/Stefan Zeitz)
Bild: imago images/Stefan Zeitz

Berlins Justizsenator Dirk Behrendt hat sich dafür ausgesprochen, den Begriff "Rasse" aus der Landesverfassung zu streichen. Was zur Zeit der Verabschiedung gut gemeint gewesen sei, sei heute nicht mehr tragbar.

Berlins Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) hat sich dafür ausgesprochen, das Wort "Rasse" aus der Landesverfassung zu streichen. Es sei an der Zeit, den Begriff durch "rassistisch" zu ersetzen, sagte der Grünen-Politiker am Dienstag. Absatz 2 in Artikel 10 sollte neu gefasst dann so lauten: "Niemand darf rassistisch, wegen seines Geschlechts, seiner Abstammung, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen oder seiner sexuellen Identität benachteiligt oder bevorzugt werden."

Neufassung wäre auch ein Bekenntnis der Stadt

Was in der Entstehung der Berliner Verfassung gut gemeint gewesen sei, gelte heute auch in der Wissenschaft als nicht mehr tragbar, sagte Behrendt. "Bereits der Gedanke, man könne Menschen in sogenannte Rassen einteilen, ist rassistisch." Eine Neufassung des Textes wäre ein Signal, dass sich auch das Land Berlin klar gegen Rassismus wendet, zeigte sich der Senator überzeugt.

Grünen starteten Debatte um das Wort "Rasse" im Grundgesetz

Derzeit wird deutschlandweit diskutiert, ob das Wort "Rasse" im Grundgesetz gestrichen werden sollte. Grünen-Chef Robert Habeck und die grüne Vizepräsidentin des schleswig-holsteinischen Landtags, Aminata Touré, hatten dies gefordert. Der Begriff "Rasse" manifestiere eine Unterteilung von Menschen in Kategorien, die Anspruch und Geist des Grundgesetzes widersprächen, so die Begründung. FDP, Linke und SPD hatten sich offen für die Forderung der Grünen gezeigt, Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) signalisierte bereits Gesprächsbereitschaft.

Die Berliner Landesverfassung trat in Kraft im November 1995, nachdem sie zuvor im Juni vom Abgeordnetenhaus beschlossen und dann in einer Volksabstimmung im Oktober mehrheitlich bestätigt worden war. Der neue Text löste die Verfassung von West-Berlin aus dem Jahr 1950 ab.

Sendung: Inforadio, 16. 06.2020, 13 Uhr

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47 Kommentare

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  1. 47.

    Ich halte die Streichung des Begriffs 'Rasse' ja wie gesagt für falsch. Aber was Hrn Behrendt hier in vielen Kommentaren an Motivationen unterstellt wird, geht ins Verschwörungstheoretische. Zwei Schlagworte sind dabei besonders trendy: "Symbolpolitik" und "Klientelpolitik". - Ja, das ist Symbolpolitik, hat auch keiner was anderes behauptet. Dass RRG aber auch ganz konkret kann, zeigen Antidiskriminiergsgesetz oder Mietdeckel. Was immer man davon hält: DAS ist nicht nur Symbolpolitik. Und "Klientelpolitik": Welche Klientel sollte hiermit bedient werden? Die Millionen RRG-Wähler mit dunkler Hautfarbe?? Also bitte: gern sachlich diskutieren, aber keine absurden Schlagwort-Vorwürfe.

  2. 46.

    Der Begriff "Rasse" ist, gerade in Deutschland und in Anwendung auf Menschen, überaus negativ konnotiert. Vor diesem Hintergrund ist die Streichung dieses Begriffes sicherlich nachvollziehbar, sofern es um die Berliner Verfassung geht und hier "Rasse" gegen "rassistisch" ausgetauscht wird.
    Dessen ungeachtet folge ich der Begründung des Herrn Behrendt jedoch nicht: Die Berliner Bürgergesellschaft ist sicherlich eine derjenigen, die sich seit jeher in großen Teilen gegen Rassismus, Intoleranz und (staatliche)Gewalt wendet. Ich habe den Eindruck, Herr Behrendt betreibt hier, die Rassismusdebatte instrumentalisierend, zeitgeistnahe und symbolhafte Klientelpolitik.
    Ich vermute übrigens, dass die Abschaffung des Begriffs "Rasse" im GG und an anderen Orten weder den Rassismus beenden, noch die sicherlich auch in Berlin vorhandenen Rassisten beeindrucken wird.

  3. 45.

    Dann schreiben Sie es doch Netiquette-kompatibel! Rassismus ist nun mal eine Tatsache, die ich benannt habe. Wo liegt jetzt Ihr Problem damit? Oder wollen Sie es unbedingt missverstehen?

  4. 44.

    Ich bitte darum, vielleicht hilft es Ihrem Gehirn auf die Sprünge.

  5. 43.

    Ein tolles Beispiel, wie man durch aus dem Zusammenhang gerissene Zitate Aussagen komplett verdrehen kann. - Bert, richten Sie Ihren Zorn auf Rassisten und nicht auf jene, die ihn benennen.

  6. 42.

    Das ganze ist eine Scheindebatte. Wer glaubt, dass wegen der Streichung eines Wortes in einer Verfassung wir plötzliche eine bessere Welt ohne Benachteiligung und ideologischen Mord, siehe Amerika etc., sollte in der Realität abkommen, denn leider wird es so nicht kommen.

    Auch in der Europäischen Verfassung ist von Rasse die Rede.

    Zu diesem Thema Rasse/ Rassismus noch ein interessanter Link:

    https://www.focus.de/wissen/mensch/geschichte/mehr-als-500-strassen-tragen-seinen-namen-was-politisch-linke-bei-ihrer-denkmal-wut-vergessen-auch-marx-war-ein-uebler-rassist_id_12106458.html

  7. 41.

    "Biologisch mag der Begriff Rasse nicht mehr haltbar sein, politisch ist er aber genau zutreffend, bezeichnet er doch die Einordnung und Klassifizierung von Menschen nach ihrem äußeren Erscheinungsbild."

    "Einordnung und Klassifizierung von Menschen nach ihrem äußeren Erscheinungsbild."

    Alle Wörter, die ich ihnen entgegnen möchte, sind leider nicht Nettiquette kompatibel...

  8. 40.

    Ich verstehe die Frage nicht. Im GG und der Berliner Verfassung steht, dass niemand aufgrund seiner Abstammung benachteiligt werden darf. Damit sind Begriffe wie Rasse oder rassistisch in dem Artikel nach meiner Meinung nicht mehr nötig, da die Abstammung dies ja dann umfassen sollte.

  9. 39.

    Nein. Ich meinte, dass Begriffe wie Rasse, rassistisch usw. in dem entsprechenden Artikel nicht notwendig sind und somit besser ersatzlos gestrichen werden sollten. Danke für den Hinweis, da hatte ich mich nicht eindeutig geäußert.

  10. 38.

    Nein. Ich meinte, dass Begriffe wie Rasse, rassistisch usw. in dem entsprechenden Artikel nicht notwendig sind und somit besser ersatzlos gestrichen werden sollten. Danke für den Hinweis, da hatte ich mich nicht eindeutig geäußert.

  11. 37.

    Durch das entfernen des Wortes Rasse aus dem Grundgesetz wird sich nichts ändern.
    Dann wird es ein anderes Wort dafür finden.

  12. 36.

    Kapier die Verrenkungen nicht. "Rasse" ist eine Erfindung des 19.Jahrhunderts. Sozusagen die pervertierende Fortsetzung der europäischen Aufklärung und Wissenschaftsgeschichte um ein ideologisches Konstrukt zu unterlegen. Ist eine der Klammern - hier die Biologie - zur Begründung von Herrschaft und Vorrecht gegenüber anderen. Nachfolgende Player - wie die völkischen Studierten der "Identitären Bewegung" fummeln ihre Rassenideologie eher aus einer kulturellen Differenz.
    Selbstverständlich muss es "Rasse" nicht geben für rassistische Ideologien. Gibt ja auch die jüdische Weltverschwörung nicht. Trotzdem eine Menge das sich auf angebliche wissenschaftliche Tatsachen beruft.
    Also: Klar "Rasse" aus den Gesetzestexten streichen. Braucht man nicht um zu beschreiben was verboten ist.
    Gibt keine Rasse. Auch keine weisse Rasse die ihre Rechte als Rasse vertreten könnte. Also zum Beispiel etwas netter.
    Rassismus ist damit selbstverständlich nicht beseitigt. Andere Baustelle.

  13. 35.

    Es gibt den schönen Spruch "Alle anders, alle gleich!" Das heisst: Natürlich gibt es Unterschiede zwischen den Menschen und zwischen Gruppen innerhalb der Menschen, und das ist auch gut so. Denn tatsächlich kann das ja auch inspirierend wirken. Viele Deutsche z.B. mit afrikanischen oder asiatischen Wurzeln berichten doch immer wieder, dass ihre 'Roots' Teil ihrer Persönlichkeit sind. Wichtig ist nur, dass ungeachtet optischer, kultureller und sonstiger Unterschiede und Übereinstimmungen ALLE Menschen die gleichen Rechte und Pflichten haben. Und dass es keine starren Grenzen zwischen den Gruppen gibt und sich die einen nicht für besser halten als die anderen. Diese Ziele erreicht man allerdings nicht, indem man Begriffe zur Beschreibung der Unterschiede ausradiert: Man kann ja auch keinen Sexismus bekämpfen, indem man den Begriff 'Geschlecht' eliminiert.

  14. 34.

    Na wundervoll... streichen wir doch mal einfach ein Wort..... aber ohne Rasse kein Rassismus...so einfach ist das.....das hat etwas mit Sprache zu tun... aber wer interessiert sich dafür heute schon noch..... Hauptsache wir reden und schreiben alle politisch korrekt.

  15. 33.

    Ihre Ausführungen sind ausgedacht und nicht nachvollziehbar. Ohne "rassisch" kann es auch keine Extremausprägung "rassistisch" geben. Fällt der Wortstamm weg, dann ganz oder gar nicht. Rassistisch heißt ja nichts anderes, als dass die rassische Trennung ultimativ vollzogen wird.

  16. 32.

    "Es gibt kein Recht auf Konstruktion von sozialen Gruppen, um diese zu delegitimieren,..." Damit sind wohl die meisten hier völlig d'accord. Ob die Ethnie oder sog. "Rasse" evtl. auch was identitätsstiftendes im positiven Sinne haben könnte? Bin mal gespannt auf mögliche Meinungen.

  17. 31.

    Sie widersprechen sich selbst in Ihrer Argumentation, wenn Sie biologisch den Rassebegriff ablehnen und andererseits behaupten, es gäbe eindeutig zuzuordnende Rassen anhand biologischer Merkmale. insofern halten Sie, auch in Ihrem Fazit nochmals deutlicher, fest, dass es Rassen gäbe. Biologisierung ist ein Aspekt von Rassismus und diesen bedienen Sie hier, auch wenn Sie das Gegenteil behaupten.

    Sie sind allerdings subtiler vorgegangen, als einfach direkt einzufordern, es müsse Rassen geben, als "Ulrike" (Nr.20). Der Rückgriff auf die von ihr genannten Kategorien ist ein Rückgriff auf frühe Rassenideologien, an denen heute in Teilen im meist US-amerikanischem Raum noch festgehalten wird. Das sind Theorien von Blumenbach bis Gobineau - Kernelemente zur Rassifizierung von Menschen, nach der alle Menschen in Rassen unterteilt werden, die auch die NS-Ideologie übernahm und besonders intensiv für rassistischen Antisemitismus nutzte.

  18. 30.

    ...und schon ist mit einem Schlag das Thema Rassismus erledigt.
    Wenn ich auch nur annähernd auf die Idee kommen sollte "Grün" zu wählen, soll mich der Blitz treffen

  19. 29.

    Das ist ein Fehlschluss. Ebenso wäre es ein Fehlschluss, davon auszugehen, durch die Streichung des Rassebegriffs in der Rechtsliteratur und Gesetzen, Rassismus überwunden zu haben. Das ist nicht das Ziel des Vorhabens. Eine öffentlich-rechtliche Anerkennung aller Menschen als gleichwertig und dass niemand diskriminiert werden darf, ist zwar zunächst nur abtrakt und theoretisch vorhanden, aber ein Staat, eine Gesellschaft muss sich dazu angemessen verhalten und wannimmer es geht, Verstöße dagegen ahnden und allgemein für die Problematik sensibilisieren.

    In der Wissenschaft gibt es nur eine kleine Minderheit, die vom Rassebegriff als Voraussetzung für antirassistische Konzepten ausgeht. Der Fehlschluss ist derselbe und genauso unreflektiert. Rassismus definiert sich durch Konstruktion und Abwertung von sozialen Gruppen, um diese in Teilen oder gänzlich zu entrechten, zu delegitimieren.

    Es gibt Rassismus (auch) ohne Rassenkonstruktionen.

  20. 28.

    Sie missverstehen oder deuten etwas um. "Rassistisch" geht auf "Rassismus" zurück. Bzgl. "Rasse" ist das Adjektiv "rassisch". Die Verbreitung des Rassebegriffs meint die Verbreitung einer damit zusammenhängenden Ideologie und ihre Normalisierung, Bsp. Talkshows/ Nachrichten aktuell: "Rassenunruhen". Die Gleichwertigkeit, inkl. Würde, aller Menschen wird damit aber mit Füßen getreten.

    Dass es mehr als Symbolpolitik ist und bei weitem kein Angriff auf Demokratie und Grundgesetz, wie von manchen hier behauptet, sieht man an den verächtlichmachenden Kommentaren. Es gibt kein Recht auf Konstruktion von sozialen Gruppen, um diese zu delegitimieren, so geschehen in der Geschichte, insbes. seit 1492: Die Delegitimation, Abwertung und Entrechtung von Menschen machte diese in den Augen der vermeintlich Höherwertigen ausbeutbar, ersetzlich.

    Es ist zwar nur eine Begriffsdebatte, aber mit größerer Tragweite als andere. Die Anerkennung aller Menschen ist kein Detail oder Almosen.

  21. 27.

    Sie haben meine volle Zustimmung. Finger weg vom Grundgesetz. Außerdem ändert man mit dem Wegfall des Begriffs "Rasse" nichts in den Köpfen der Menschen ,die sich rassistisch und diskriminierend verhalten.
    Der Senat sollte, anstelle der schon viel zitierten Symbolpolitik,mehr für die Betroffenen tun und bei Übergriffen schärfer durchgreifen. Und auch die Bildungssenatorin gehört mit ins Boot,denn die schon länger beklagten Übergriffe auf Andersaussehende-denkende-lebende etc. muss auch im Unterricht thematisiert werden. Wenn wir Kinder und Jugendliche nicht sensibilisieren,wird das bei manchem auch später nichts. Es geht um lebendige Menschen und nicht um Textänderungen,die im Verhalten im Alltag nichts bewirken.

  22. 26.

    Sie haben meine volle Zustimmung. Finger weg vom Grundgesetz. Außerdem ändert man mit dem Wegfall des Begriffs "Rasse" nichts in den Köpfen der Menschen ,die sich rassistisch und diskriminierend verhalten.
    Der Senat sollte, anstelle der schon viel zitierten Symbolpolitik,mehr für die Betroffenen tun und bei Übergriffen schärfer durchgreifen. Und auch die Bildungssenatorin gehört mit ins Boot,denn die schon länger beklagten Übergriffe auf Andersaussehende-denkende-lebende etc. muss auch im Unterricht thematisiert werden. Wenn wir Kinder und Jugendliche nicht sensibilisieren,wird das bei manchem auch später nichts. Es geht um lebendige Menschen und nicht um Textänderungen,die im Verhalten im Alltag nichts bewirken.

  23. 25.

    Hallo Ulrike,
    anhand von Genetik lassen sich keine Rassen definieren. Unterschiedliche Menschenrassen gibt es wissenschaftlich gesehen nicht. In der Diskussion um die Streichung geht es aber auch nicht darum, ob es eine Menschenrasse gibt oder nicht, sondern ob der Begriff gestrichen werden soll oder nicht.
    Viele Grüße!

  24. 24.

    Biologisch mag der Begriff Rasse nicht mehr haltbar sein, politisch ist er aber genau zutreffend, bezeichnet er doch die Einordnung und Klassifizierung von Menschen nach ihrem äußeren Erscheinungsbild. Es gibt keinen anderen Begriff, der dies so treffsicher und eindeutig bezeichnet! Der Vorschlag, es durch Ethnie zu ersetzen, ist falsch. Ein dunkelhäutiger aus den USA hat zwar das selbe äußere Erscheinungsbild wie ferne Vorfahren aus Afrika, er gehört aber einer völlig anderen Ethnie an, die zudem noch völlig andere Hautfarben umfasst. Menschen sind nun mal völlig verschieden, das ist Fakt und auch nicht schlimm, schlimm ist nur eine Wertung des Aussehens, auch Rassismus genannt. Ich bin deshalb dagegen, das Grundgesetz und dessen Schutz zu ändern und, wenn auch aus gutem Willen heraus, zu entwerten!

  25. 23.

    Aber Begrifflichkeiten wie "Rassismus" und "Anti-Rassismus" sollen erhalten bleiben?

  26. 22.

    Sicher ist bei der deutschen Vergangenheit der Begriff "Rasse" mit Vorsicht zu genießen. Ich sehe mich immer noch als Rasse Mensch. Nicht mehr und nicht weniger.

  27. 21.

    Wenn sich die Bedeutung nicht ändert, muss man auch den Wortlaut nicht ändern. Umgekehrt wenn man was ändert und sagt "Das hat keine Bedeutung", erhebt sich der Verdacht dass es in Wirklichkeit doch was bedeutet und die das verheimlichen wollen. Und wann hatten die Grünen schonmal ne gute Idee, kann sich jemand an eine erinnern?

  28. 20.

    Verschiedene Ethnien wie Afrikaner, Asiaten, Kaukasier etc. unterscheiden sich tatsächlich genetisch. Das ist wichtig für z.B. Medikamententests, denn aufgrund bestimmter genetischer Krankheiten können Wirkstoffe von manchen "Rassen" sehr schlecht bis gar nicht vertragen werden, daher ist es vorgeschrieben, alle Gruppen mit zu testen. Ist halt die Frage, ob man jetzt ein neues Wort findet oder versucht, das Wort "Rasse" quasi zu neutralisieren, ihm den vorurteilsbehafteten Charakter zu nehmen. Das Wort zu eliminieren heißt ja nicht, diese Haltung wegzumachen, die kann in den Köpfen weiter existieren.

  29. 19.

    Es mag heute symbolisch wirken. Ziel ist ja das sich damit langfristig ein anderes Handeln einstellt - auch durch Veränderung des Sprachgebrauchs. Grundsätzlich alles als Symbolpolitik abzustempeln ist auch nicht hilfreich für einen Prozess. Nicht alles hat auch immer eine direkte Wirkung und mag damit dem einen oder anderen auf den ersten Blick symbolisch erscheinen... viele Steine ergeben ein Haus.

  30. 18.

    Wenn es keine Rassen mehr gibt, kann es auch keinen Rassismus mehr geben.

  31. 17.

    Herr Behrend hat einfach nichts zu tun. Noch ein Grund dieser Stadt den Rücken zu kehren. Woanders gibt es mehr Lebensqualität und keine ständige Bevormundung durch RRG

  32. 16.

    Wieso? Ist doch folgerichtig. Wenn es eine Rasse nicht gibt, verhält sich jemand falsch, wenn er sich dennoch rassistisch verhält und es beschreibt doch gut die falsche Handlung?!

  33. 15.

    Die Streichung eines Begriff ändert nichts an der Einstellung innerhalb der Gesellschaft. Änderung könnten nur durch politische Maßnahmen erfolgen bzw wenn Teile der Gesellschaft wieder das Gefühl bekommen, dass die Politik sich um sie kümmert.
    Aber RRG kann nur symbolische Maßnahmen, etwas handfest geht bei dieser Truppe nicht.

  34. 14.

    Der Absatz ist nicht nur gut gemeint.
    Typische Grüne Symbolpolitik, die die Bedeutung ständig neuer Wörter umdrehen.
    Weil vor lauter Corona-Chaos habem wir ja auch nichts zu tun

  35. 13.

    An sich vernünftig, wenn nicht auf grünen social media Seiten diskutiert würde "Rasse" durch andere Begriffe zu ersetzen. Einige Vorschläge waren nichts weiter als die Einführung der Willkür.

  36. 12.

    Genau so ist es!
    Es geht den Grünen immer nur um Symbolpolitik oder Entmündigung der Bürger, z.B. mit einem Zwangsticket für die BVG oder man mal die Radwege grün an.

  37. 11.

    Warum soll das geändert werden ? Herr Behrend ist für mich ein völlig unnötiger Politiker
    Selbst wenn man das ändert würde sich nichts in den Köpfen der Menschen ändert . Außerdem ist das ein Eingriff in das Grundgesetz und damit wäre die Demokratie gefährdet. Dieser Senat macht keine gute Politik sondern fühlt sich nur selber schön.

  38. 10.

    Ich verstehe die Aufregung nicht: Der Begriff ‚Rasse‘ kann und sollte im GG wie auch der Berliner Verfassung ersatzlos gestrichen werden. Inhaltlich ändert sich nichts, da niemand aufgrund seiner Abstammung benachteiligt werden darf. Also weg mit diesem antiquierten, überflüssigen und belasteten Begriff und fertig.

  39. 9.

    Genau das Gleiche dachte ich mir auch gerade. Anstatt "deutschlandweit" darüber einen Begriff zu diskutieren, sollten sich alle lieber Gedanken machen, wie man das Ungleichgewicht "Niemand darf rassistisch, wegen seines Geschlechts, seiner Abstammung, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen oder seiner sexuellen Identität benachteiligt oder bevorzugt werden." endlich minimiert.

  40. 8.

    Ja den Punkt verstehe ich auch nicht an der Diskussion, der Begriff Rasse wird gestrichen, aber der Rassist, der Rassismus und rassistisch gibt es weiterhin.

  41. 7.

    Ich halte Rassismus für ein reales Problem und das Antidiskriminierungsgesetz für richtig. Am Begriff "Rasse" an sich aber ist überhaupt NICHTS Schlimmes: Es ist nun mal offensichtlich, dass es unterschiedliche Erscheinungsbilder von Menschen gibt, die man charakterisieren möchte. "People of Colour" (zu deutsch: "Farbige") ist auch eine solche Charakterisierung, die aktuell jedoch als politisch korrekt gilt. Charakterisierungen sind nur dann ein Problem, wenn man Menschen mit bestimmtem Phänotyp (also von einer bestimmten Rasse) ent-individualisiert und ihnen per se bestimmte, vor allem negative Eigenschaften, zuspricht. (Vgl z.B.: "Schwarze können schlechter rechnen", "Farbige sind kriminell", "Ältere weiße Männer kritisieren das Antidiskriminierungsgesetz", "Weiße Jungs bringen's nicht" usw usf...) - Also kümmern wir uns bitte um reale Probleme im Zusammenhang mit Diskriminierung und versuchen keine Pseudo-Lösungen durch Leugnen simpler, äußerlicher biologischer Realitäten.

  42. 6.

    Und trotzdem oder gerade deshalb ist das längst überfällig.

    https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2020/06/interview-rassismus-mekonnen-mesghena-boell-stiftung-berlin.html

  43. 5.

    Dann solte aber auch "... wegen seines Lebensalters und seiner Körperstatur ..." in die Formulierung aufgenommen werden!
    Außerdem: ist die Formulierung "seines / seiner" überhaupt genderkonform?

  44. 4.

    Ich warne ausdrücklich davor, das Grundgesetz zu ändern. Man kann Dinge nicht im Nachhinein umdeuten. Die Verfasser des Grundgesetzes haben dies unter dem Eindruck der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft verfasst - in einer Sprache, die damals anders konnotiert war als heute. Jetzt Wörter wir Rasse zu streichen, würde bedeuten, unsere negative Konnotation mit den Verfassern des Grundgesetzes in Verbindung zu bringen, was vor dem o.g. Kontext mehr als absurd ist.

  45. 3.

    Der rot-rot-gruene Senat betraegt ununterbrochen nur Symbol-Politik. Durch solche Aenderungen erreicht man absolut gar nichts, aber man kann sich ruehmen, dass man was verbessert hat.

  46. 2.

    Da will er schon wieder´"Rechtsgeschichte" schreiben.

  47. 1.

    Klar, der Begriff "Rasse" gehöhrt sicherlich eher ins Tierreich. Nur, warum erhält man das Adjektiv "rassistisch"? Das setzt wiederum eine "Rasse" voraus. Könnte man nicht auch dieses Wort aus der o.g. Formulierung streichen?

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