0.05.2020, Berlin: Ein Teilnehmer einer Kundgebung gegen den gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd. (Quelle: dpa/Christoph Soeder)
Bild: dpa/Christoph Soeder

Interview | Berater für Opfer rassistischer Polizeigewalt - "Racial Profiling ist eine der schlimmsten Formen von Rassismus"

George Floyds Tod hat auch in Berlin für Proteste gesorgt. Viele sind erschüttert über die rassistische Gewalt unter Polizisten in den USA. Doch Rassismus ist auch in Deutschland ein Problem, betont Biplab Basu von der "Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt".

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Durch die brutale Tötung von George Floyd aufgerüttelt protestierten auch in Berlin Hunderte Menschen gegen Rassismus. Und auch online bekunden Viele ihre Solidarität und sprechen sich gegen Rassismus aus.

Doch nicht nur in den USA, auch hier ist rassistisches Verhalten und Gewalt durch Polizisten ein Problem. 2017 kam die Expertengruppe der Vereinten Nationen zu Menschen afrikanischer Abstammung zu dem Schluss, dass Racial Profiling, also die Kontrolle von Personen allein aufgrund ihres Äußeren oder ethnischer Merkmale, unter deutschen Polizeikräften weit verbreitet sei.

Biplab Basu arbeitet seit 20 Jahren in Berlin als Berater bei der "Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt" (Kop). In einer Chronik dokumentiert die Initiative Fälle rassistisch motivierter Polizeigewalt in Deutschland.

rbb|24: Herr Basu, mit welchen Fällen haben Sie bei Ihrer Arbeit zu tun?

Biplab Basu: Wenn Sie die Chronik [kop-berlin.de | pdf] durchgehen, dann werden sie viele solcher Berichte lesen, wo die Menschen sagen: "Ich kann nicht atmen, ich bekomme keine Luft. Bitte geh' weg und lass mich aufstehen". Das ist für uns nichts Neues. Das erleben wir, und das ist auch für Menschen mit Migrationshintergrund und Schwarze nichts Neues, sondern das ist in ihrem Alltag integriert.

Was auch sehr wichtig ist: Wenn der Fall von George Floyd nicht aufgenommen worden wäre, gäbe es die Geschichte nicht. Auch die Berliner Polizei geht teils äußerst aggressiv gegen Menschen vor, die filmen. Ich hatte einen Mann in der Beratungsstelle, der filmen wollte und von Polizisten so dermaßen zusammengeschlagen wurde, dass er monatelang seinen Arm nicht bewegen konnte. Auch so etwas passiert - und das muss sich ändern.

Das ist ja auch das Ziel Ihrer Beratungsstelle - wie kann man sich die Arbeit bei der "Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt" vorstellen?

Die Leute haben alle ein Bedürfnis zu erzählen, weil Polizeigewalt von den meisten Leute gar nicht als Gewalt verstanden wird. Die meisten Menschen geben die Schuld den Opfern. Und deswegen ist es sehr wichtig, dass sie einen Ort haben, wo sie erzählen können, ohne Angst zu haben, dass das Gegenüber sie nicht versteht oder ihnen nicht glaubt. Und das passiert bei uns. Wir haben keinen Grund, ihnen nicht zu glauben, wir lassen sie erst einmal erzählen, und dann überlegen wir uns gemeinsam, ob die Person eine Anzeige gegen Polizeibeamten wegen Körperverletzung im Amt stellen oder einen Beschwerdebrief schreiben möchte, oder ob man daran interessiert ist, an die Öffentlichkeit zu gehen.

Das ist sozusagen die Beratung, und dann gibt es finanzielle Unterstützung für die juristische Auseinandersetzung. Wir haben Kop eigentlich als Rechtshilfefonds gestartet. Wir dachten uns, die Menschen müssen irgendwie ein bisschen Geld bekommen, damit sie Anwälte bezahlen können.

Was verstehen Sie unter "rassistischer Polizeigewalt"?

Das sogenannte Racial Profiling, also anhaltslose Kontrolle und Überprüfung von Dokumenten und Taschen, sehen sehr viele Menschen als einen harmlosen Eingriff, aber für uns ist das ein massiver Angriff und auch eine der schlimmsten Formen von Rassismus. Die Kontrolle findet immer in der Öffentlichkeit statt, Hunderte und Tausende von Menschen sehen das. Und deswegen ist sie sehr erniedrigend. Das ist eine Beleidigung für Menschen. Und dann kommt dazu, wenn jemand diese Kontrolle infrage stellt, dann eskaliert das sehr schnell. Die Polizei ist dann not amused, wirft die Menschen auf den Boden, legt Handschellen an und führt sie ab.

Archiv: Biplab Basu bei einer PK von Geflüchteten in Berlin zu Polizeigewalt im Zusammenhang mit der Besetzung der Nigerianischen Botschaft am 15. Oktober 2012. (Quelle: imago)
Biplab Basu arbeitet auch bei "ReachOut", einer Beratungsstelle für Opfer rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt. | Bild: imago

Welche Menschen sind am meisten davon betroffen?

Junge Männer zwischen 15 und 45 Jahren, Afghanen, Araber, Schwarze Menschen, Türken. Aber auch sehr viele Roma. Viele Roma haben so massiv Angst, dass sie nicht einmal zur Beratungsstelle kommen wollen, nur ab und zu kommen ein oder zwei. Die haben Angst vor Behörden - und dann auch noch die Polizei. Ich habe oft mit ihnen gesprochen und gefragt, warum sie so viel Angst haben, dass wir sie mit Anwälten unterstützen können. Sie meinten, dass Anwälte sie nicht schützen könnten.

Wie können sich Personen verhalten, die hinter einer Polizeikontrolle Racial Profiling vermuten?

Eine standardisierte Empfehlung ist immer schwierig, weil jeder Mensch unterschiedlich ist. Was wir aber versuchen zu sagen: Das Wichtigste ist cool zu bleiben, sich nicht aufzuregen. Viele Polizisten haben traurigerweise nicht gelernt, andere Menschen mit Respekt zu behandeln. Wenn diese Menschen auch noch geflüchtete Migrantinnen oder Schwarze Menschen sind, dann fehlt oft der Respekt.

Deswegen sagen wir: Nicht aufregen und niemals mehr sprechen als notwendig ist. Zum Beispiel: Wie heißt du? Wo wohnst du? Und wie alt bist du? Welche Nationalität? Das reicht. Mehr braucht die Polizei nicht zu wissen. Wenn Sie aber weiterfragen, dann höflich antworten: Ich glaube, diese Frage dürfen Sie nicht stellen, ich rede nicht darüber. Und natürlich immer auch sagen: Ich bin nicht einverstanden mit dieser Taschenkontrolle. Wenn Sie das machen müssen, dann machen Sie, aber ich bin nicht einverstanden. Und die Polizei höflich darum bitten, erst einmal einen Anwalt zu konsultieren, bevor Sie überhaupt etwas sagen.

Wenn es Menschen gibt, die drumherum stehen, dann versuchen Augenkontakt zu halten. Wenn Sie das Gefühl haben, dass sie unterstützt werden können von diesen Menschen, dann das entsprechend signalisieren, z.B. die Telefonnummer oder Kontaktdaten annehmen.

Wie kann man als außenstehende Person helfen, wenn man Zeuge einer solchen Situation wird?

Durch meine Erfahrungen all diese Jahre habe ich gemerkt, dass heutzutage sehr viele unbeteiligte Menschen stehen bleiben, vor allem junge Männer und Frauen beobachten und protestieren dagegen.

Wir versuchen auch auf Veranstaltungen Tipps zu geben: zum Beispiel ein Gedächtnisprotokoll zu schreiben, eine detaillierte Beschreibung der anwesenden Polizeibeamten aufzuschreiben. Wenn Sie Gewalt gesehen haben, schreiben Sie es auf. Welcher Polizist hat Gewalt ausgeübt, fragen Sie ihn nach der Dienstnummer. Zwar geben die Polizeibeamten die nicht gerne raus, aber fragen kann man trotzdem, weil sie das in Berlin eigentlich machen müssen.

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42 Kommentare

  1. 42.

    was babbelst du eigentlich. Racial Profiling gibt es und das ist auch bewiesen. Es gibt sogar einige Interviews mit Polizeichefs aus verschiedenen Bereichen Deutschlands, die es nicht leugnen und sogar offen zugeben das so etwas vermehrt aufgetreten ist und dagegen vorgegangen wird. Racial Profiling ist ein ernst zu nehmendes Thema. Oft endet es für die Opfer sehr schlimm, also hör auf zu versuchen irgendwas zu verharmlosen oder gut zu reden. Am Flughafen kontrolliert zu werden, wie du, das ist nichts Erwähnenswertes. Am Flughafen wird jeder kontrolliert, egal wann, egal wo...das ist Pflicht. Und dieses ''Extra-Kontrollieren'' ist zufällig und da trifft es wirklich jeden, aber auch da ist bestimmt ein Fetzen Racial Profiling vorhanden. Wie auch immer, du dumme hoe, du hast kein Recht als weiße Frau dich darüber zu äußern, weil du mit Rassismus nicht konfrontierst wirst.

  2. 41.

    Polizisten sind nicht da, um die "Bürger" zu schützen. Sie schützen Eigentum und vertreten die Interessen der Elite. Es gibt dutzende Erfahrungsberichte von Freunden/ehemaligen Kollegen der Polizei, die klar stellen, dass man als Polizist of nichts zu tun hat und als "faul" bezeichnet wird, wenn man nicht regelmäßig "Kriminelle" festnimmt. Also stoppt und sucht man "Verdächtige" durch, die durch Racial Profiling meistens schwarz oder äußerlich als Menschen einer anderen Kultur/Herkunft erkennbar sind. Diese Leute werden nicht durchsucht, weil sie am Flughafen beim Metalldetektor biepen, sie werden willkürlich angehalten und befragt, weil sie eine dunklere Hautfarbe haben. Das ist nichts total überraschendes oder neues, das wird den Polizisten so beigebracht. Als weiße, privilegierte Frau haben Sie offensichtlich auch keinen Grund, sich diskriminiert oder bedroht zu fühlen; Menschen, mit dunkler Hautfarbe müssen jeden Tag fürchten, mit Gewalt und Rassismus konfrontiert zu werden.

  3. 40.

    Die Zensur meines Kommentars war mir schon beim schrieben klar und zeigt deutlich das du der rbb das Thema nur von einer Seite sieht. Traurig aber war, die Zensur ist das gängige Mittel des rbb, es lässt sich die Nähe zum Rundfunk der ddr kaum
    Noch leugnen.

  4. 39.

    Ich finde es schrecklich wie man den Leuten hier vermitteln möchte, dass die Polizei zielgerichtet Taschen kontrolliert um deren Besitzer zu erniedrigen, bzw den Leuten eintrichtert, dass es eine Schande ist und sie sich schämen und vorverurteilt fühlen müssen, wenn sie kontrolliert werden. Wenn ich (weiß, blond, weiblich) auf öffentlichen Plätzen kontrolliert werde, oder am Flughafen extra kontrolliert werde (schon sehr oft passiert, nicht nur in Deutschland), oder sonst nach meinem Ausweis gefragt werde und in meine Tasche geschaut wird - dann weiß ich auch dass ich nichts falsch gemacht hab und die Polizei oder Security nur ihren Job macht um es für alle sicherer zu machen, ich bin nicht direkt pikiert und beleidigt. Nie habe ich mich geschämt, verurteilt gefühlt, wieso auch? Wo soll das denn hin führen, das man niemanden mehr kontrollieren darf, weil jeder sich sofort beleidigt fühlt? Weil jeder (außer weiße männer) sofort einen Grund findet sich diskriminiert fühlen zu dürfen?

  5. 38.

    Anti-Rassismus ist unser Grundgesetz, es ist quasi die in Stein gemeißelte Antwort auf Rassismus. Parteien und Aktivisten die meinen Probleme, Narrative und Identitätspolitik aus den USA. ohne zu hinterfragen, importieren zu müssen sind toxische Scharlatane. Wir sehen schon wie die Sprache der Sklavenhalter von Weißen und Schwarzen (PoC) importiert wird. Wenn es um Rassismus Aufklärung geht sind die USA ein dritte Welt Land. Warum existiert "Racial Profiling" nur für PoC´s aber nicht für "weiße" Hooligans? Existiert nun auch Altersdiskriminierung? Als junger "weißer" wurde ich auch häufiger in gewissen Bundesländern kontrolliert als in anderen. Vor dem GG sind alle Gruppen gleich, also bitte auch im Diskurs.

  6. 37.

    Was bei einigen Kommentaren besonders deutlich wird ist, dass irgendein abstraktes Weltbild was von irgendwelchem Hörensagen gespeist wird, als konstruktive Diskussion verkauft wird. Ich denke die meisten können sich überhaupt nicht in einen diskriminierten Menschen hineinversetzen. Die besonders harten Fälle, denen jegliche Emphatiefähigkeit abgeht, machen sich "mit ihrer Volksgemeinschaft" dann einfach mal selbst abstrakt zum Opfer. Das wird daran deutlich, wie dünnheutig oft reagiert wird. Solche Aussagen wie, "eher müssen sich Polizisten Rassismus von Ausländern gefallen lassen", oder "wenn nicht jede Minderheit ihren Willen bekommt" oder "Ausländer akzeptieren nicht deutsche Gesetze" machen deutlich was ich mit Trump und AFD- Manier meinte.

  7. 36.
    Antwort auf [Mark] vom 05.06.2020 um 15:27

    Doch, müsste ich. Und nun? Sie lesen nur, was Sie lesen wollen und deuten es eh um. Geht mir am Allerwertesten vorbei.

  8. 35.

    Meinen Sie Empirie im eigentlichen Wortsinn, also im Sinne alltäglicher Beobachtung? Oder meinen Sie Empirie in soziologischen Facharbeiten, in denen nicht sein kann was nicht sein darf? Letzteres beweisen Sie gerade wieder eindrucksvoll: Die Behauptung, es gebe keinerlei Rassismus gg Deutsche ist einfach grotesk. Das Schimpfwort "Du Scheiss-Kartoffel" z.B. ist also vermutlich eine Erfindung der "Rechten"? Die Beschimpfung "Du Nazi" in einem Streit im Strassenverkehr hat also jeder Deutsche verdient? - Aber das ist hier eigentlich gar nicht das Thema. Hier muss es darum gehen, wie man rassistisches Verhalten im Alltag auch und gerade durch Staatsdiener effektiv minimieren kann. Hier müssen wir Lösungen finden, und keine Schwarz-Weiss-Gefechte führen!

  9. 34.
    Antwort auf [Mark] vom 05.06.2020 um 16:12

    Wenn ich im Beitrag von "Idealist" Schwarz-Weiss-Denken sehe und Sie nicht, dann könnten wir z.B. darüber diskutieren, ob meine Ansicht gerechtfertigt ist: Ob es z.B. realistisch ist, pauschal zu behaupten, es gäbe ausschließlich (!) unschuldige Opfer und bösartige Täter. Ob man nicht viel stärker differenzieren muss, zwischen den und teils innerhalb der unterschiedlichen Fälle. Ob die Verwendung des Schlagworts "institutioneller Rassismus" überhaupt dazu geeignet ist, Verhaltensweisen von Individuen zu verbessern. Ob es konstruktiv ist, mal wieder die Trump- und AfD-Keule rauszuholen. All das und noch mehr könnten wir diskutieren. Statt dessen kochen Sie die Schlagworte von "Idealist" einfach noch mal auf und stopfen mich mit derselben Denke wie ein Rassist in eine Schublade mit "meinesgleichen". Und fordern hierfür auch noch Fettschrift. - Auf diesem Level keine Diskussion, Mark.

  10. 33.

    Ein sehr wichtiges Interview, endlich mit Expert*innen zum Thema rassistische Polizeigewalt.

    Wie wichtig es ist, zeigen die unzähligen verächtlichen Kommentare. Betroffenen einer Kontrolle werden Rechtsansprüche abgesprochen, Zeug*innen kriminalisiert. Dass bei Racial Profiling, einem wissenschafltich anerkannten Fachbegriff, werte Hobby-Akademiker*innen, Rassismus vorliegt, liegt in der stereotypisierenden, weil kriminalisierenden, sowie biologisierenden Weise der Polizei. Die Gewalt liegt auch in der Anlasslosigkeit: Es gibt keine Einstiegsklausel für solches Polizeiverhalten. Es ist schlicht Willkür, bricht Verfassungs- wie EU-Recht.

    Rassismus bei Teilen der Polizei gänzlich in Frage zu stellen sowie die Polizeigewalt zu rationalisieren mit vermeintlicher Gewalt der Betroffenen, widerspricht der Empirie! Das sind vorsätzliche, manipulative Falschbehauptungen.

    Rassismus gg. Deutsche o. Weiße gibt es nicht. Auch gibt es keine Rassen, deren Konstruktionen aber schon.

  11. 32.

    Hier wird m.E. recht konstruktiv über mögliche Ursachen und Lösungen diskutiert. Dabei ist es in der Mehrheit der Fälle absolut nicht sinnvoll, ein simples Schwarz-Weiss-Denken an den Tag zu legen, wie ich es aus Ihrem Beitrag lese.

  12. 30.

    Woher wollen Sie den wissen, ob eine Kontrolle begründet ist oder nicht? Sollen die Polizeibeamten in Berlin erst die Passanten fragen, ob sie Verdächtigen xyz kontrollieren dürfen?

    Oder vielleicht würde auch ein Stuhlkreis helfen.

    Ich habe übrigens den allgemeinen Terminus, gebraucht (Par. 11 Abs. 1 Nr. 2 StGB), da dieses Gesetz auch alle anderen Beschäftigten, Beamte etc des öffentl. Dienstes unter Generalverdacht stellt.

    Nein, ich würde mich nicht wundern oder ärgern. Ansonsten gilt natürlich, wie es in den Wald reinschalt, schalt es wieder raus. Nach Ihrer Logik müssten dann alle Ladendiebe ungestraft davon kommen. Die Polizei darf ja nicht kontrollieren, selbst wenn sie eine genaue Beschreibung des Täters bekommen hat.

  13. 29.

    Es ist schon seltsam, in den USA wird mal wieder ein Schwarzer von der Poilzei ermordet. dann wird berechtigterweise nachgefragt ob es sowas hierzulande auch gibt. Das Ergebnisse eine Vielzahl von anonymen Kommentaren, die eigentlich den Betroffenen von Rassismus die Schuld in die Schuhe schiebt. Irgendwie typisch und so richtig nach Trump und AFD Manier. Natürlich wird man hier auch angepöbelt wenn man blond und blauäugig ist. Aber wird man deswegen an der Supermarktkasse, dei der Wohnungssuche oder von der Polizei schlechter behandelt? Wir reden hier von Rassismus der in Institutionen fest verankert ist.

  14. 28.

    Ich finde es falsch, die Gewalt seitens der Polizei auf Rassismus zu beschränken, denn es sind mitnichten nur Farbige betroffen. So mancher Polizist ist von grund auf gewalttätig.

  15. 27.

    In der Schule habe ich gelernt, die USA ist der "Schmelztiegel" von unterschiedlicher Bevölkerung. Jetzt habe ich eher den Eindruck, da ist nichts "geschmolzen". Das wirft etliche Fragen auf.

  16. 26.
    Antwort auf [Mark] vom 05.06.2020 um 11:32

    Die Realität von Todesumständen in Gewahrsam tut nicht nur weh, sondern ist vielen auch nicht bekannt ("nicht vergleichbar mit den USA...").
    https://deathincustody.noblogs.org/
    https://de.wikipedia.org/wiki/Oury_Jalloh
    https://taz.de/Tod-im-Polizeigewahrsam/!5684340&s=grieche+berlin+polizei/
    Der untere Artikel der Taz wurde am 23.5.2020 veröffentlicht.

  17. 25.

    Dieses Interview geht sicherlich nicht als Meilenstein des kritischen Journalismus in die Geschichte ein.
    Man sollte sich mit einer Sache, über die man berichtet, nicht gemein machen, auch nicht mit einer guten. Der Hinweis auf möglicherweise bei der Polizei vorkommenden Rassismus ist richtig und wichtig, der Hinweis auf Schwarze/Roma/Flüchtlinge als Täter ebenso.

    Dieses Thema ist nicht so einfach zu durchdringen, wie Herr Basu das gerne hätte. Chance vertan. Schade.

  18. 24.

    Teilweise ist wohl weniger die vermutete Herkunft aus bestimmten Ethnien die Ursache für eine verstärkte Kontrolle. Sondern die vermutete Zugehörigkeit zu einer Gruppen mit bestimmten Verhaltensweisen: Unter vielen jungen Männern etwa ist ja ein gewisser Machismo samt klarer Bewunderung für Delinquenz verbreitet. Als optische Unterstreichung dient nach aktuellem Mega-Trend eine Frisur mit ausrasiertem Nacken und kurzem Haupthaar. Auch das dürfte also eine relevante Rolle spielen bei der Auswahl potenziell Verdächtiger. Damit will ich das nicht rechtfertigen; halte es aber teils zumindest für erklärbar. Jedenfalls muss "Profiling" nicht unbedingt mit Rassismus zu tun haben. Man kann z.B. durchaus auch mal eine Stunde zur Feststellung einwandfreier Personalien festgehalten werden, wenn man optisch absolut nicht ins Schema "Jung, männlich, Migrationshintergrd" passt - in den Augen eines einzelnen (!) Polizisten aber ein anderes Klischee erfüllt; z.B. das eines vermeintlich Arbeitslosen.

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