Der Pop-up Radweg auf der Kantstraße wird zum Parken genutzt, Radfahrende müssen ausweichen und sich in den fließenden Autoverkehr einreihen. (Bild: imago/Gudath)
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Radverkehr in der Corona-Krise - Wie Pop-up-Radwege Auto- und Radfahrer weiter entzweien

Seit ihrer Einführung in der Corona-Krise kreisen Debatten um Berlins Pop-up-Radwege. Die meisten Radfahrer sind dafür, mehr als drei Viertel der Autofahrer dagegen. Exemplarisch steht die Kantstraße für den Streit um die neuen Spuren. Von Maike Gomm

Elf temporäre Radwege schlängeln sich in Berlin mittlerweile durch Mitte, Friedrichshain-Kreuzberg und Charlottenburg. 25 weitere haben die Bezirke schon angemeldet. Doch die Meinungen über die temporären Radwege gehen auseinander. An einem Freitagnachmittag stehen immer mal wieder Radfahrer auf dem neu angelegten Radstreifen an der Kreuzung Kant- Ecke Suarezstraße.

"Die Radwege sind ein Geschenk des Himmels", sagt einer von ihnen auf Nachfrage. "Ich kann jedem nur empfehlen, jetzt die Kantstraße zu benutzen." Ein Motorradrollerfahrer steht daneben auf der Autospur: "Für die Radfahrer ist es gut, aber für den innerstädtischen Verkehr eine Katastrophe."

Fast 100 Prozent der Radfahrer für Pop-up-Radwege - 80 Prozent der Autofahrer dagegen

Die Reaktionen der Bevölkerung auf die Pop-up-Radwege hat auch Sophia Becker interessiert. Sie ist Professorin für nachhaltige Mobilität an der Technischen Universität Berlin. Im Rahmen der Forschungsgruppe "Die Verkehrswende als sozial-ökologisches Real-EXPERIment" hat sie zusammen mit Katharina Götting für eine Kurzstudie über 1.600 Berliner zu den temporären Radwegen befragt. Als Vorteile nennen die Befragten vor allem eine höhere Sicherheit und mehr Platz für die Radfahrer.

Doch der eingeschränkte Raum für den Autoverkehr wird auch als Nachteil wahrgenommen. Fast 100 Prozent der Radfahrer sind für die Pop-up-Radwege, rund 80 Prozent der Autofahrer dagegen. Bei den Fußgängern und den Nutzern des öffentlichen Nahverkehrs sprechen sich drei Viertel der Befragten für die Radwege aus. "Wir sehen eine sehr einheitliche Meinung beim sogenannten Umweltverbund", sagt Becker.

ADAC: Weniger Autospuren ökologisch kontraproduktiv

Die Senatsverwaltung für Verkehr möchte möglichst alle temporären Radwege dauerhaft erhalten, wie Sprecher Jan Thomsen im Gespräch mit dem rbb bestätigte. Grundlage dafür ist das Berliner Mobilitätsgesetz. Damit hat der Senat 2018 auch den Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur beschlossen. Sandra Hass, Sprecherin des ADAC, glaubt nicht, dass das Konzept, weniger Platz gleich weniger Autos in der Innenstadt, aufgeht. "Der Verkehr nimmt wieder deutlich zu", sagt Hass. "Wenn wir jetzt noch weniger Autospuren und weniger Parkplätze haben, dann ist das aus ökologischen Gründen absolut kontraproduktiv. Denn dann haben wir mehr Staus, mehr Stop-and-go und damit auch mehr Umweltbelastung."

Sophia Becker sieht das anders. Auch vor den Pop-up-Radwegen und vor Corona habe es Stau gegeben. Und auch jetzt gebe es vor allem Umstellungsschwierigkeiten, sagt die Forscherin. Mittelfristig zeige sich aber, dass der Verkehr abnimmt, weil "mehr Menschen auf das Rad oder den öffentlichen Verkehr umsteigen".

"Ein Gewinn an Sicherheit konnten wir nicht feststellen"

Ein weiterer Kritikpunkt ist die Sicherheit. Im Mai starb eine Radfahrerin, die auf einem Pop-up-Radweg unterwegs war durch einen rechtsabbiegenden Lkw. In Berlin war das 2020 der vierte tödliche Unfall, in den ein rechtsabbiegender Lkw involviert war. Allerdings passieren solche Unfälle auch auf befestigten Radwegen.

Sandra Hass steht an der Kreuzung Kantstraße/Suarezstraße und deutet auf die Fahrbahn: "Wir haben einen durchgezogenen gelben Radstreifen, der den Radfahrern ein Gefühl von Sicherheit vermittelt. Nichtsdestotrotz haben wir viele Parkplätze am Rand, an denen Autos ein- und ausparken können. Damit rechnet man als Radfahrer möglicherweise nicht. Deswegen sehen wir hier keinen Gewinn für den Radverkehr. Viel mehr ergeben sich neue Gefahrenquellen."

Tatsächlich halten sich viele Autofahrer nicht an die gelbe durchgezogene Linie auf der Kantstraße. Sie nutzen sie zum Parken oder als Abbiegestreifen vor Kreuzungen. Doch nicht überall ist die Situation so, wie an der Kantstraße. "Also generell schaffen die Pop-up-Radwege mehr Sicherheit als vorher, zum Beispiel am Kottbusser Damm, an dem es gar keine Radspur gab. Trotzdem können natürlich auch Pop-up-Radwege nicht alle Sicherheitsprobleme lösen", sagt Becker. "Mittelfristig brauchen wir ein durchgängiges Netz von baulich getrennten Radwegen. Dann sollte auch die Sicherheit deutlich erhöht sein."

Sendung: Inforadio, 21.06.2020, 10 Uhr

100 Kommentare

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  1. 100.

    Hier in Deutschland haben Fahrradfahrer auch keinen Heiligenschein über dem Kopf.
    Verkehrsregeln gelten nun mal auch für Fahrradfahrer - tendenziell werden diese aber von einem Großteil nicht eingehalten.
    Hier und da wird in Schlangenlinien über Fußgängerampeln der Weg abgekürzt. Oft genug hatte ich auch schon die Situation (allerdings außerhalb der Großstadt), dass plötzlich Fahrradfahrer über einen Zebrastreifen schießen.

    Ebenfalls häufig zu beobachten: Das Hindern am Überholen. Hier fehlt mir auch das Verständnis - das ist erneut eine beispielhafte Situation, wie sich Fahrradfahrer selbst in akute Gefahr begeben und dabei auch noch provozieren.
    Ganz toll sind übrigens Fahrradfahrer auf Sporträdern - für die gilt anscheinend nicht mal mehr eine rote Ampel.

    Deswegen machen Kennzeichen für Fahrräder auch Sinn. Sollen Fahrradfahrer etwa für Ihr Fehlverhalten nicht bestraft werden? Ein Kennzeichen vereinfacht dies nämlich.

  2. 99.

    Ich fahre Auto weil ich anderes Vollzeitjob, Kind un 20km Distanz je Weg jeden Tag ohne Auto nicht schaffe. Radwege sind gut, aber ich moechte gerne deswegen nicht in der Stau stehen. Mit dem Bah dauert es 1.5 Stunden, mit Auto 40 min mit Stau. Einen Oekologisches Konzept sollte nicht nur provisorische Fahrrad strecke nachdenken. Nicht alle Autofahrer sind boese sowie nicht alle Radler. Tut mir leid, aber Gelbe Streife hilf hier nicht. Im Berlin 50% der Einwohner haben einen Auto, es ist Quatsch, dass hier nur Radler fahren.

  3. 98.

    Wenn ein Kühlschrank angeliefert wird, durfte schon bislang nicht in der zweiten Spur geparkt werden.

  4. 97.

    Wird ja auch Zeit, wo kommen wir hin wenn jeder Markiert was er will.
    Bei uns wurde ein Radweg mit Poller angelegt,trotzdem fahren immer noch welche auf dem Gehweg, wozu dann das alles. Soviel zu Radfahrer

  5. 96.

    Es ist schon ein „geniales“ Konzept in der Kantstr. Man schafft einen bestimmt tollen Radweg und nimmt dafür eine Fahrspur für Autos weg, so das nur noch eine Fahrspur für Autos übrig bleibt.
    Und nun möchten Anwohner beliefert werden, vom Krankentransport oder Taxi abgeholt werden...
    Wie soll das jetzt gehen ? Wo sollen die halten ? Kühlschrank anliefern dauert nun mal und schwer sind die auch. Sollen die in der nächsten Querstr. halten?
    Hier werden wieder jede Menge Dienstleister eingeschränkt und guter Service unmöglich gemacht.

  6. 95.

    Es gibt bereits Untersuchungen, wobei nachgewiesen wurde, das die Kosten des Autoverkehrs höher sind, als die eingenommenen Steuern. Bonus Malus würde bedeuten am Ende des Jahres den Nichtmotorisierten Verkehr zuprämieren und den Miv zur Kasse zu bitten!

  7. 94.

    "Innerhalb einer Gruppe sollten die Starken und Schnellen Rücksicht auf die Schwachen und Langsamen nehmen." Das ist der Punkt. Und genau das passiert leider überhaupt nicht. Statt dessen heißt es immer wieder: "Die sind doch die Schwächeren, also sollen die doch zurückstecken, wenn sie nicht über den Haufen gekachelt werden wollen!"

  8. 93.

    Es ist für Politiker heute halt „Inn“ den Radfahrern nach dem Mund zu reden.
    Objektive Betrachtung fallen da leider hinten runter.

  9. 92.

    Es geht den Platzhirschen an den Kragen und sie sind im Unrecht, das wissen die Herren (meist sind es ja Männer)und deswegen versuchen sie mit Aggressionen Radfahrer einzuschüchtern. Sei es hier oder auf der Straße. Da werden dann Kennzeichen gefordert und weiterer Blödsinn, um möglichst viele Menschen vom Radfahren abzuschrecken. Indirekte Drohungen "Radfahren ist gefährlich"! und absurde Forderungen "Gebühren" inklusive.
    Auf der Straße herrscht Krieg. Autofahrer setzen ihre Autos ungehemmt als Waffe ein. Das spiegelt sich hier wider. Da fordert ein Berufskraftfahrer (!)andere LKW Fahrer auch schon mal unverhohlen auf ihre LKWs als Waffe einzusetzen ("ganz rechts fahren").
    Und wie im Tierreich versucht Autofahrer mit Imponiergehabe sein Revier zu verteidigen. Und dieses proletenhafte Imponiergehabe hat man dann GEFÄLLIGST als "andere Meinungen"zu akzeptieren.

  10. 91.

    Wie infantil ist es eigentlich sich "Auch Radler" zu nennen, wenn man dann nur gegen Radfahrer wettert und die altbekannten Methoden nachplappert um Menschen vom Radfahren abzuhalten.
    Solche Leute kennen das Rad meist nur am Vatertag und das nur um die Fleppe nicht zu verlieren.
    Und die MPU ist bei aggressiven Verhalten, die von 90 % der Autofahrer an den Tag gelegt werden eben angebracht.
    "Fast 100 Prozent der Radfahrer für Pop-up-Radwege - 80 Prozent der Autofahrer dagegen" sprechen eine deutliche Sprache.

  11. 90.

    Falsch. Es sind die uneinsichtigen Autofahrer, die unsere Gesellschaft spalten, die auch noch dafür bezahlt dass man vergiftet, schwer verletzt oder gar getötet wird.
    Die Mehrheit in Berlin besitzt kein Auto, muß aber der Minderheit ihre Terrorwerkzeuge wie vierspurige Schneisen mitten durch Wohngebiete finanzieren.

  12. 89.

    MPU.... Uiuiui.... dünnes Eis.... Sehr dünnes Eis. Dann bitte analog auch konsequent für Radelnde, die sind auch zuhauf regelbrechend unterwegs. Ich bin auch für eine Kennzeichenpflcht für Räder.

  13. 88.

    Nicht die Radwege entzweien sondern die Politik, die so etwas anzettelt. RRG spaltet die Gesellschaft.

  14. 87.

    Und dort ist bei Unfällen Auto - Fietsen meines Wissens grundsätzlich der Autofahrer schuld.
    Habe mal erlebt, dass in der Prinsengracht ein Auto im Schritttempo längere Zeit hinter mir hergefahren ist, als ich wegen Platzmangel (Parkende, Müllkästen, etc.) auf dem Fahrweg laufen mußte. Ohne zu hupen! Hier undenkbar.

  15. 86.

    Ja, nur kommen die Autofahrer mit der KFZ-Steuer nicht für den Straßenneubau auf, sondern für die Schäden die sie an der von allen finanzierten Infrastruktur verursachen. Also netter Versuch, aber auch ich als Radfahrer habe ihre Strasse mitfinanziert und jeder in diesem Land.

  16. 85.

    @a22BerlinDienstag, 23.06.2020 | 00:24 Uhr
    Ganz ihrer Meinung,Kennzeichnungspflicht muss kommen.
    Dann allerdings sollten auch Radfahrer Parkplätze zum Abstellen benutzen dürfen.
    Natürlich nur wegen der Gleichberechtigung.

  17. 84.

    Stimmt, Anwohnende bestätigen, dass sich real an der Verkehrssituation für Autofahrende (wie am Kottbusser Damm) nichts verändert hat. Denn die 2. Spur wurde längst als Park- und Lieferzone genutzt. Falschparker sind mir nicht aufgefallen; am Ausparken hat sich nichts geändert ;) An manchen Stellen fehlen noch deutliche Fahrbahnmarkierungen bzgl. Spurwechsel und Abbiegen. Dort wo noch keine Warnbarken stehen wird der Radweg trotz anderer Abbiegespur weiterhin mit Autos zum abbiegen genutzt. Verbesserungswürdig ist auch die Beschaffenheit der Fahrbahn, insbesondere dort, wo jetzt noch Warnbarken direkt auf dem Pop-Up-Radweg stehen. Wäre eine weniger lustige Variante auf anderen Fahrbahnen, um auf große Buckel oder Schlaglöcher aufmerksam zu machen - statt diese Straßenschäden direkt zu reparieren ;) In jedem Fall eine enorme Verbesserung, um dort als Lastenradfahrer sicherer unterwegs zu sein.

  18. 82.

    Alle sind Fußgänger, die meisten sind Radfahrer, einige sind Autofahrer. Fußgänger sind langsam und verletzlich, Autofahrer schnell und gut geschützt. Innerhalb einer Gruppe sollten die Starken und Schnellen Rücksicht auf die Schwachen und Langsamen nehmen. Wer hat in der Regel den Schaden beim Zusammenstoß zwischen Fußgänger, Radfahrer, Auto? Verkehr(steilnehmer) sind alle. Vorsicht, Umsicht, Rücksicht!!!! ( der 7. Sinn, falls noch bekannt)

  19. 81.

    Anstatt "weiter entzweien" hätte man vielleicht schreiben sollen: "wie rücksichtslose Automobilisten eine neue Gelegenheit gefunden haben, Radfahrer zu behindern zu gefährden". Wo sind die Ordnungsämter? Aufschreiben, und im Wiederholungsfall zur MPU, um die geistig-charakterliche Eignung zum Führen eines Kraftfahrzeuges begutachten zu lassen. Wer sich im Straßenverkehr nicht gesetzmäßig und sozial verhalten kann, der kann in Zukunft auch den öffentlichen Naheverkehr nutzen.

  20. 80.

    Sehr guter Vorschlag! Wenn dann auch noch eine Kennzeichnungspflicht kommt, geht es endlich in Richtung Gleichberechtigung.

  21. 79.

    Die Diskussion bestätigt meine Beobachtung, dass der laute Teil von Radfahrern wie Autofahrern Kind des gleichen Geistes ist. Wenn die wüssten, wie ähnlich sie ticken!
    Wer schnell ist, hat da offenbar recht, untereinander, gegenüber dem jeweils anderen und natürlich beide gegenüber Fußgängern. Ist hier im Forum -lach- als auch täglich draußen wunderbar zu beobachten.

  22. 78.

    Ja nu. Und es ist genauso Realität, dass es Autofahrer gibt, die rote Ampeln überfahren. Das bringt uns doch nicht weiter.

  23. 77.

    "Wenn ich mit dem Rad unterwegs bin, freue ich mich über jede Art von Radweg - Hauptsache weg von der Fahrbahn."

    Ich nicht. Erstmal nicht über jede Art von Radweg, zum anderen haben sowohl Verkehrssicherheitsfachleute, als auch Radfahr-Verbände, als auch eine große Masse von Radfahrenden festgestellt, dass ein Radfahren auf der Fahrbahn sicherer ist als auf einem getrennt verlaufenden und häufig der Sicht entzogenem Radweg.

    Die minimal größere Gefährdung bei einem auf der Fahrbahn markierten Radstreifen wird mehr als kompensiert durch die viel größere Gefährdung beim Rechtsabbiegen seitens der Autofahrenden bei getrennten Radwegen. So ist es in der Stadt mit ihren vielen Ein- und Ausbiegerströmen in dichter Reihenfolge. Bei Überlandstraßen ist es hingegen umgekehrt. Dort fahren Sie ggf. kilometerlang auf einer Straße und dann erst gelangen Sie zu einer Nebenstraße mit Ein- und Ausbiegern. Dort ist natürlich ein von der Auto-Fahrbahn vollkommen getrennter Radweg sinnvoll.

  24. 76.

    *lach* herrlich! Überschrift: "Wie Pop-up-Radwege Auto- und Radfahrer weiter entzweien". Was passiert hier? Die Kommentatoren zerfleischen sich förmlich. Jeder wirft dem jeweils anderen Regelverstöße vor. Absolut klasse.
    Da kannste noch so viele Radlwege bauen, poppen oder auch lassen, hier wird GEFÄLLIGST (Zitat Ende) dem anderen ordentlich die Meinung gegeigt.
    Unterdessen nutzen viele Radler die tollen neuen Möglichkeiten auf den Radwegen, die entstanden sind, schneller als alle gehofft haben. Und die Autofahrer merken keinen Unterschied, sie stehen an den gleichen Stellen wie vorher :-) denn entweder war die zweite Spur zugeparkt von Leuten, die "nur mal eben"... oder es war eh ein Parkstreifen...

  25. 75.

    Ich bin Rad- und Autofahrerin. Je billiger Autofahren ist und je schneller man damit ankommt, desto mehr fahre ich, einfach weil es komfortabel ist. Je sicherer Radfahrern ist und je mehr Stau es bei den Autofahrern gibt, desto mehr fahre ich Fahrrad. Als Mensch möchte man: Sicherheit, schnell ankommen und möglichst günstig. Es ist daher Aufgabe der Politik dafür zu sorgen, dass Radfahrern Vorteile bringt und Autofahren Nachteile. Wenn man für einen Weg mit dem Rad 30 min braucht und mit dem Auto 10, nimmt man das Auto. Wenn man aber sieht, dass Radfahrer an einem vorbeiziehen, weil die Autos die Innenstadt zustopfen, steigt man auch selbst auf das Rad. Menschen handeln ganz simpel. Deswegen muss die Politik das eben regeln und Vorteile für Radfahrer schaffen. Im Übrigen: wenn die Öffis umsonst wären (bzw. durch Steuern finanziert), dann wäre das noch die Krönung des Ganzen. Meines Erachtens könnte sowas zB durch eine Steuer auf Digitalkonzerne wie Amazon finanziert werden.

  26. 74.

    "Wir haben Meinungsfreiheit in unserer Demokratie also akzeptieren sie gefälligst andere Meinungen" Was ich zu akzeptieren habe das überlassen sie GEFÄLLIGST mir! Und wo war da eine Meinung?
    "Wir müssen ja auch ihre Kommentare ertragen." Müssen sie nicht. Jedes Gerät hat einen Ausschaltknopf.

  27. 73.

    KfZ-Steuern sind nicht zweckgebunden. Sie als Autofahrer zahlen nicht zweckgebunden für Straßenausbau und -erhalt, alle Steuerzahler tun das anteilig. Fahrradfahrer zahlen Autobahnen mit, Autofahrer Fahrradwege etc. Die KfZ-Steuer alleine deckt die Kosten durch Autoverkehr nicht. Abgesehen davon macht eine Unterscheidung Fahrradfahrer vs. Autofahrer keinen Sinn, weil die allermeisten Verkehrsteilnehmer mehrere Verkehrsmittel nutzen und nicht nur eins.

    https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Downloads/Broschueren_Bestellservice/2018-03-29-zoll-kraftfahrzeugsteuer.html

  28. 72.

    Liebe Berliner,
    Ihr habt doch recht Grün gewählt, jetzt lebt auch damit. Wer glaubt, daß der Fahrzeugverkehr durch weniger Straßen abnimmt, der glaubt vermutlich auch an den Klapperstorch. Wenn ich mich recht erinnere zahlen Autofahrer Steuern Mit denen dann die Infrastruktur gebaut und erhalten werden soll. Werden jetzt die von Autofahrern finanzierten Wege An Radfahrer abgetreten, dann sollten auch diese an einer Steuer beteiligt werden, die zum Erhalt der Wege und Infrastruktur da ist. Jeder der in Berlin wohnt und keine Kfz-Steuer entrichten muß, zahlt eine pauschale Fahrradsteuer oder ÖPNV-Abgabe.

  29. 71.

    "Billige Polemik kann jeder. Wenn sie nichts zum Thema beizutragen haben, dann lassen sie es doch einfach."
    Wir haben Meinungsfreiheit in unserer Demokratie also akzeptieren sie gefälligst andere Meinungen. Wir müssen ja auch ihre Kommentare ertragen.

  30. 70.

    Wie soll die dringend notwendige Verkehrswende gelingen, wenn für das Fahrrad nicht endlich mehr Platz eingeräumt wird?? Noch haben wir eine einseitig stark auf den Bedarf für Autos ausgerichtete Stadtinfrastruktur, das muss sich dringend ändern!

  31. 69.

    Wieder einer ihrer überflüssigen wie dünnen Kommentare. Wir sind inzwischen müde davon. Endgegner wie immer: Fahrrad, Russland oder Friedrichshain. Gähn...

  32. 68.

    > damit Fahrbahnen dasjenige sein sollten, von dem Sie hier ausgehen: Ausschließlich für Kfz. da.

    Das ist eine Unterstellung Ihrerseits. Ich sage nur, da wo Richtzeichen sind, haben sich halt auch die Radfahrer dran zu halten. Wenn kein Richtzeichen, dann kann man halt auch auf der Straße fahren. Ansonsten muss ich vielleicht auch mit dem Rad mal langsamer fahren und kann nicht ohne Rücksicht auf andere rumrasen.
    Wenn ich mit dem Rad unterwegs bin, freue ich mich über jede Art von Radweg - Hauptsache weg von der Fahrbahn. Es gibt halt rücksichtslose Autofahrer wie Radfahrer. Dennoch würde ich mal behaupten, halten sich mehr Autofahrer an die ausgeschilderten Verkehrszeichen als Radfahrer.

  33. 67.

    Lesen Sie eigentlich Ihre eigenen Kommentare noch mal bevor Sie auf Abschicken drücken? Hören Sie endlich auf direkt oder indirekt Ihre Mitbürger zu beleidigen. Sie tun dies bei fast jedem der nicht Ihrer Meinung ist. Ist auch schwer zu begreifen, dass es Menschen gibt die nicht nur über den Fahrradlenker schauen. Es gibt auch noch andere Ansichten, also respektieren und kommentieren Sie diese bitte sachlich und mit Anstand. Warum ist jemand der hier seine Meinung äußert gleich rücksichtslos. Bei einigen Ihrer Kommentare bezeichnen Sie Andersdenkende als Fahrradhasser. Kann es sein dass Sie ein Autohasser sind und am liebsten alle aber wirklich alle Autos und deren Fahrer in die Wüste schicken möchten? Geht aber nicht, sonst hätten Sie niemanden mehr über denen Sie Ihre Aggressivität ausleben könnten.

  34. 66.

    Für viele Radfahrer existieren weder Ampeln noch andere Verkehrsteilnehmer. Nicht polemisch sondern Realität.

  35. 65.

    Einige Straßen auch. Da fährt dann auch kein Auto auf dem Bürgersteig oder Radweg. Trotzdem darf ein Richtzeichen nicht einfach misachtet werden, selbst wenn die Straße in katastrophalen Zustand ist.

  36. 64.

    Was sollen ihre permanenten Anschuldigungen? Waren sie persönlich am Unfallort Zeuge ? Oder haben sie an der Kreuzung eine Web Cam im Einsatz um sich ein Bild über die Lage zu machen ? Oder sind sie einer der Ermittler die diesen Unfall bearbeiten? Wenn ja ok aber wenn nicht dann sollten sie etwas zurückhaltender sein mit solchen Aussagen! Sie treten hier nur auf mit Anschuldigungen und verallgemeinern alles auch sie haben keine Lösung! sie bringen in allen Posts nur Anschuldigungen rüber und diese sind zum Teil auch ganz schön unter der Gürtellinie! Anstatt mal sinnvoll zu diskutieren.

  37. 63.

    Dem ist so rein gar nichts entgegen zu setzen!!! Aber das wird (LEIDER) viel zu gern im RBB benutzt, funktioniert ja auch bei dem Blatt mit 4 Buchstaben... Hoffe da generell auf saubere Berichterstattung(en).

  38. 62.

    Geehrter Herr Naumann,

    im Gegensatz zu den meisten Radfahrenden, die in derlei ungenügenden Situationen dann offensichtlich den Gehweg benutzen, benutze ich dann die Fahrbahn. Denn ein Gesetz kann nur dann erfüllt werden, wenn der Adressat sich dabei nicht selbst gefährdet. Diese Selbstgefährdung ist bei vielen ausgeschilderten Wegen, die allein dem Verdrängen von Radfahrenden von der Fahrbahn dienen, nicht gegeben. Um Qualität war es seinerzeit, vornehmlich in den 1960ern und 70ern ja auch garnicht gegangen. Sowohl was eine Breite von teilweise unter einem Meter angeht, als auch, was die Wegebeschaffenheit angeht.

    Es gab bis in 1980er den negativen Ausspruch des "Radfahrers" in dem Sinne, dass jemand sich nach oben duckt und nach unten tritt. Diese Verhaltensweise darf sich keinesfalls zu Lasten der zu Fuß Gehenden einstellen. Radfahren tue ich immer aufrecht und daher mit Umsicht.

  39. 61.

    Das Ordnungsamt kontrolliert ja immer die parkenden Autos. Und auf Nachfrage warum der an denen auf einem Fußgängerweg vorbeifahrender Radfahrer nicht aufgehalten und zur Kasse gebeten wurde, bekam man als Antwort, Zitat: "Da müssten wir ja hinterher rennen. Und dafür haben wir keine Zeit!" Zitat Ende, Ort: Landsberger Allee.

  40. 60.

    "Warum brauchen wir Radwege, wenn die Radfahrer nicht ihn benutzen und lieber auf dem Gehweg der Fußgänger fahren?"
    Wozu brauchen wir Verkehrsregeln wenn Autofahrer grundsätzlich rasen, falsch parken und andere gefährden und behindern?
    Billige Polemik kann jeder. Wenn sie nichts zum Thema beizutragen haben, dann lassen sie es doch einfach.

  41. 58.

    Also mich als Auto- und Radfahrer entzweit da gar nichts. Der Großteil der Fahrrad- und Autofahrer fährt vernünftig und passen gegenseitig auf. Deppen gibt's auf beiden Seiten. Und wegen den paar Kilometer Fahrradweg reg ich mich nicht auf. Wir müssen halt alle versuchen miteinander auf den Straßen klar zu kommen. Finde wichtiger als die abgetrennten Wege sind gegenseitige Rücksichtnahme und Verständnis.

  42. 57.

    "Dieses "sofort, hier und jetzt" ist typisch Deutsch"

    typisch deutsch scheint es auch zu sein, unliebsames auszublenden. Beispielsweise wie lange bereits um dieses Thema gestritten wird. Hier passiert gar nichts schnell, geschweige denn "sofort". Die jetzt entstandenen Pop-up Radwege sind nur ein Tropfen auf dem Stein dessen, was bereits vor längerer Zeit geplant und immer noch NICHT umgesetzt ist.

    Jeder, der sich jetzt über die ersten tatsächlich durchgeführten Maßnahmen aufregt, hat sich die letzten Jahre einfach nicht informiert, was _bereits beschlossen ist_.

    Es müsste also viel mehr heißen, "dieses nichts tun, nur nix ändern und den Status quo erhalten" ist typisch in dieser Autoliebhaberundbevorzugungsnation.

  43. 56.

    "Auf anderen Straßen ist das Verhältnis weit über 1000:1" Diese Zahl existiert ausschließlich in ihrer Einbildung, um ihr rücksichtsloses handeln zu rechtfertigen.

  44. 55.

    Schauen Sie sich mal an, wie viel Gegenwind es anfangs in Radfahrnationen gab. Das Niederländische Nationalarchiv hat ein paar Bilder: https://www.nationaalarchief.nl/onderzoeken/zoeken?activeTab=photo_legacy&searchTerm=%20Fietsdemonstratie

  45. 54.

    da rücksichtnahme tot ist und jeder recht haben will ,wird sich nichts ändern radrambos gegen autoposer gegen randale fußgänger war so ist so und wird es bleiben

  46. 53.

    Blödsinn. Man schaue auf andere Radnationen und die Zeit, die es brauchte, eine gute Fahrradinfrastruktur zu schaffen.
    Sie wollen in diktatorischer Art agieren? Nur zu, aber wundern Sie sich dann nicht über den aufkommenden Gegenwind.
    Die Holzhammermethode ist sinnlos. Anstatt zu werben, wird stigmatisiert. In meinen Augen völlig inakzeptabel. Ich stelle grad vom Auto um auf Fahrrad. Und trotzdem bleibe ich tolerant. Dieses "sofort, hier und jetzt" ist typisch Deutsch.

  47. 52.

    Ein Pop-up-Radweg (auch Corona-Radweg) ist ein kurzfristig eingerichteter Radweg, der in einer akuten Gefahren- oder Krisensituation oder bei plötzlich veränderten Rahmenbedingungen im Straßenverkehr schnell für mehr Platz und Sicherheit im Radverkehr sorgen soll.
    Pop-up-Radwege wurden in mehreren Städten während der COVID-19-Pandemie angeordnet und sind in der Regel als temporäre Radinfrastruktur für die Zeit während des ursächlichen Ereignisses gedacht. Die während der Pandemie angeordneten Radwege sollen Radfahrenden dabei helfen, räumliche Distanzierung halten zu können, um das Infektionsrisiko mit dem SARS-CoV-2-Virus zu minimieren. Als weitere Gründe für Pop-up-Radwege während der Pandemie gelten eine Entlastung des öffentlichen Nahverkehrs, dessen Nutzung mit einem erhöhten Ansteckungsrisiko verbunden ist, sowie die Förderung körperlicher Bewegung und damit die Stärkung des Immunsystems.
    Einfach mal den Begriff Pop-up-Radwege bei Wikipedia nachlesen und verstehen.

  48. 51.

    Es könnte wirklich sehr gut auf unseren Straßen funktionieren wenn einfach ALLE Verkehrsteilnehmer sich an Verkehrsregeln halten und dabei spielt es keine Rolle wer, es gibt solche und solche aber es sind nicht alle gleich trotzdem gibt es vereinzelte die das nicht so haben mit den Verkehrsregeln und genau da muss Die Polizei und das Ordnungsamt häufiger und strenger durch greifen ob nun über Autofahrer, Fahrradfahrer oder Fußgänger!

    Was ich persönlich oft sehe ist dass das Ordnungsamt nur Autos kassiert vielleicht bilde ich mir das nur ein, aber ich habe Das Gefühl Das wir Autofahrer häufiger kontrolliert werden als anderen Verkehrsteilnehmer.

  49. 50.

    Wenn man sich mit dem Hammer auf dem Damen hat, kauft man deshalb allerdings auch keine neuen Schraubenschlüssel, die oft ungenutzt in der Ecke liegen, weil die alten bequemer sind.

  50. 49.

    "Man sollte mal das Strassennetzt verbessern, erweitern, vergrössern und den Stadtring , klägliche 2 Spuren. Um Bologna ist der Stadtring 6 spurig nur so als Vergleich." Klar, am besten ganze Stadtteile abreißen. Warum nicht ganz Berlin abreißen und in der Lüneburger Heide neu aufbauen? Ich glaube es hackt.

  51. 48.

    Naja, in der Regel ist die Sache damit gelöst. Also wenn man voraussetzt, dass sich die Verkehrsteilnehmer an die Regel halten. Machen sie aber leider zu selten, wie man an dem obigen Bild gut erkennen kann.

    Es ist halt eine Frage der Mentalität. Denn soviel besser oder anders sind die Radwege in den Niederlanden nicht. Gerade in den Großstädten sind sie häufig auch recht schmal. Dazu dürfen Mopeds / Mofa auf ihnen fahren. Der gravierende Unterschied: Dem Fiets wird grundsätzlich Vorfahrt eingeräumt. An Kreuzungen oder beim Überholen reagieren / agieren Autofahrer deutlich passiver. Einprägendes Erlebnis: Zwei Radfahrer fahren nebeneinander; Autos zuckeln hinterher und überholt erst bei Gelegenheit.

    Da kannst du hier in Deutschland planen und konzipieren - techn. gelöst bekommste nicht hin. "Auto first" ist Ideologie, Religion, DNA....

  52. 47.

    "Ein weiterer Kritikpunkt ist die Sicherheit. Im Mai starb eine Radfahrerin, die auf einem Pop-up-Radweg unterwegs war durch einen rechtsabbiegenden Lkw. In Berlin war das 2020 der vierte tödliche Unfall, in den ein rechtsabbiegender Lkw involviert war. Allerdings passieren solche Unfälle auch auf befestigten Radwegen."
    Eben. Aber natürlich ist der Hammer schuld wenn ich mir auf den Daumen haue. Oder hier der Radweg weil ein LKW Fahrer rücksichtslos einen Menschen getötet hat.

  53. 46.

    Als ich letztes Jahr in Rotterdam war, war ich erstaunt, wie gut dort Autoverkehr und Radverkehr voneinander getrennt ist. Man kann es baulich schon hinkriegen wenn man will. Aber das dauert natürlich seine Zeit. In Berlin werden leider nur im blinden Aktionismus Fahrspuren gesperrt und Fahrräder drauf gemalt und meine dann, damit wäre die Sache gelöst. Um auf den ÖPNV umzusteigen, muss dieser verlässlich sein, wenn ich heute schon wieder höre und lese, wo überall Bauarbeiten oder Weichenstörungen sind, wird der weitere Umstieg nur schwer erfolgen können. Zu mal in den Stoßzeiten vor Corona Bus und Bahn so voll waren, dass man oft gar nicht mehr mit kam.

  54. 45.

    Ist richtig, bringt mir nur bei einem Arbeitsweg von 50km, einfache Strecke wenig, da der ÖPNV versagt.
    Somit bleibt nur das Auto. Das sich viele Radfahrer nicht an Verkehrsregeln halten, hatte ich gerade im Bekanntenkreis. Die Person wurde beim Überfahren einer Kreuzung bei Rot erwischt und wollte sein Fehlverhalten nicht einsehen. Es sollten sich ALLE an Paragraf 1 der STVO halten und entspannt und vorausschauend fahren. Das bringt allen was.

  55. 44.

    Unvernünftige gibt es unter allen Verkehrsteilnehmern und Radfahrer müssen sich auch nicht unbedingt mit einem Affenzahn überholen,wofür dann auch der Gehweg mitbenutzt wird.
    Mit vielen Rädern kann man auch richtig schnell fahren
    und je nach charakterlicher Eignung des Radfahrers,geschieht das vernünftig oder rücksichtslos.
    Wir kommen nur gemeinsam gut und sicher durch den Straßenverkehr,nämlich mit Rücksicht,Vernunft und gesundem Menschenverstand. Auch wenn der Senat keinen wirklichen Plan hat und sich auch in Dänemark oder in den Niederlanden scheinbar nicht abschauen kann,wie ein gutes Verkehrskonzept aussieht und umgesetzt wird.

  56. 43.

    Sie irren, ich habe kein Auto, sondern bin schon seit Jahren bekennender ÖV-Nutzer. Das Rad taugt für mich wie selbst für die Mehrheit der Radfahrer nur als Freizeit- und Kurzstreckenfahrzeug bei schönem Wetter. Man muss sich nur einmal die automatischen Zählstellen anschauen und das mit dem Wetterbericht abgleichen. Dann fällt sofort ins Auge,dass hier eine Minderheit lautstark unterwegs ist, nicht nur laut klingelnd beim Fahrgastwechsel.

  57. 42.

    Dass es in den Städten in Dänemark und den Niederländern so gut mit dem Fahrradverkehr klappt, hat was mit Planung durch Fachleute zu tun, die in jahrelanger Arbeit ein vernünftiges Konzept erstellt und umgesetzt haben. Würde man das auch in Berlin fachlich, zeitlich und mit einem entsprechenden Konzept umsetzen und nicht nur kurzfristig mit unprofessionellen und politisch motivierten Aktionen ,hätten alle Verkehrsteilnehmer eine Chance in der Stadt. Oder ist diese Eile auch dem nächsten Wahltermin geschuldet?

  58. 41.

    Ihnen steht der Rechtsweg frei, wenn Sie einen benutzungspflichtigen Radweg nicht benutzen möchten, aber keine Selbstjustiz. Der Gehweg ist aber nur sehr selten eine legale Alternative, egal ob zur Fahrbahn, zum Überholen anderer Radfahrer, zum Umfahren roter Ampeln, bei Fahrgastwechsel an der Bushaltestelle, um wartende Fahrzeuge vor der Ampel zu passieren oder einfach nur, weil es kürzer wäre usw etc.

  59. 40.

    Das Konzept "Autogerechte Stadt" aus dem letzten Jahrhundert (!) ist lange tot. Es wurde in West-Berlin nie komplett umgesetzt. Und das ist sehr gut so! Für Ihre Vorschläge müsste man ganze Straßenzüge sprengen. Das war übrigens für Teile von Kreuzberg so vorgesehen. Auch Grünflächen müssten weg, nur damit wir mit dem Auto rumfahren bzw. rumstehen können. Stadtplanerischer Unfug aus einer wirklich anderen Zeit.
    Ich befürchte derzeit eher, dass für den Wohnungsbau ähnliche Fehler gemacht werden. Bauen dass es nur so brummt, v.a. auf sogenannte Brachflächen und Grünflächen, die entbehrlich scheinen. Wenig intelligent und billiger für Investoren und Bauherren. Nicht für die Menschen, die hier leben, schon gar nicht langfristig. Radelt oder lauft mal im Hochsommer durch die Stadt.
    Dabei gibt es wirklich sehr viel asphaltierte Brachflächen. Parkplätze der Aldis, Lidels und Ikeas dieser Welt. Und viele Hochhäuser vertragen Aufstockungen. Wenn erstmal zugebaut ist, ist es zu spät.

  60. 39.

    Warum brauchen wir Radwege, wenn die Radfahrer nicht ihn benutzen und lieber auf dem Gehweg der Fußgänger fahren?

  61. 38.

    "Pop-Up-Radwege": Kann man mal bitte dieses Proleten-Denglisch unterlassen? Das ist peinlich.

  62. 37.

    Wie ich finde guter und ausgewogener Text. Das mit den Dritte-Reihe-Parkern stimmt. Frappierende Erkenntnis für mich, obwohl ich es dauernd erlebe, habe ich es so noch nicht betrachtet.

    Der mit der Freundin war gut.

  63. 36.

    Hi Tobias,
    da bist du schlecht informiert. In den meisten Fällen wird ein kompletter Fahrstreifen dafür benutzt.

  64. 35.

    "Hauptsächliche werden ja Flächen weggenommen, die für den ruhenden Autoverkehr sind, also parkende Autos. Wie soll da mehr Stau entstehen?"

    na, durch das Herumkreisen auf der Suche nach einem Parkplatz- deshalb ja auch der höhere Schadstoffausstoß.

    Ist allerdings schon zynisch, diejenigen zum Freihalten der Verkehrsflächen mit diesen Argumenten des Egoismusses aufzufordern. Wenn die Autofahrer (oder der ADAC) wirklich etwas an weniger Stau und Schadstoffen interessiert wären, würden sie dafür sorgen, dass es insgesamt weniger Autos auf unseren Straßen gibt. Und keine Strukturen fordern, die das Gegenteil zur Folge hätten.

    Insgesamt ein wenig überraschender Befund, der dieser Artikel hier aufstellt.

  65. 34.

    Ich finde es gut, dass die allermeisten Kommentierenden in diesem Thread bislang nicht pauschalisieren (eben nicht "die Autofahrer" versus "die Radfahrer" oder auch "die Fußgänger"), vielen Dank dafür!
    Bei einem solch wichtigen Thema sollten alle Beteiligten - auch die Medien! - versuchen, auf einer sachlichen, emotional etwas heruntergekühlten Basis zu diskutieren bzw. zu berichten und damit zu einer für alle erträglichen Lösung beizutragen.

    Das für mich persönlich dringlichste Anliegen wäre, dass Rechtsabbieger an Ampeln nicht mehr gleichzeitig grün haben wie geradeaus laufende und radelnde Menschen. Ja, das hemmt den Verkehrsfluss an dieser Stelle - aber es rettet Menschenleben und das sollte es uns allen wert sein.

  66. 33.

    Als Autofahrer ist es mir lieber, wenn Radfahrer ihre eigene Spur haben.
    Was die Kantstr. angeht, da ist mir bisher kein Unterschied aufgefallen. Vorher war die rechte Spur eh kaum befahrbar, weil gefühlt alle 20m jemand in zweiter Reihe stand.
    Eine Optimierung der Ampelschaltung würde hier (und auch auf vielen anderen Straßen) durchaus was bringen.
    Aber das ist wohl zu teuer.
    Also schleppt man sich von einer roten Ampel zur nächsten. Da wundert es mich nicht, wenn einige davon genervt, auch mal mehr Gas geben.

  67. 32.

    Eigentlich nehme ich egoistisches, STVO widriges und aggressives Verhalten hauptsächlich bei Fahrradfahrern war. Auch bei Fahrradfahrern unter einander und gegenüber Fußgängern! So wie eine bestimmte Klientel auf der Autobahn und anderen Straßen drängelt und nötigt, passiert das auch auf Rad- und Fußwegen durch "Agro-Radler" ! Kurioser Weise sind das aber die, die am Meisten rum maulen gegen Autofahrer!? Der Gesetzgeber gibt, ohne diese "Agro-Fraktion" im Blick zu haben, immer mehr Gewichtung den Fahrradfahrern. So kommt es zu Situationen wo die STVO ad absurdum geführt wird! Die STVO und das "Denken" und Handeln auf der Straße, sind auf einen "Rechtsverkehr" ausgelegt, viele aktionen der Autofahrer können nur darauf beruhen und auf dem Vertrauen darauf, dass sich Fahrradfahrer auch daran halten (z.B. Schulterblick)! Wenn Fahrradfahrer, quasi "Legitim" von ALLEN Seiten und bei Rot, eine Vorfahrt erzwingen, wird es gefährlich! In Berichten heißt es dann oft: Der Autofahrer hat übersehen

  68. 30.

    Hauptsächliche werden ja Flächen weggenommen, die für den ruhenden Autoverkehr sind, also parkende Autos. Wie soll da mehr Stau entstehen?

  69. 27.

    Entschuldigung, aber ich finde das egoistische Verhalten der Radfahrer auf den Gehwegen seit Jahren nur noch sch...
    Der Bezug zu ihrer Aussage ist ihnen hoffentlich klar! Es ist eine ungerechtfertigte Pauschalisierung, von ihrer Ausdrucksweise ganz zu schweigen.
    Über das Verhalten von Radfahrern (es sind die „Kampfradler“ gemeint!) lohnt es sich auch mal nachzudenken. Beispiele gefällig? Frankfurter Allee, Adlershof Dörpfeldstraße, Otto-Franke-Straße, Büchnerweg,..Radweg von Schmöckwitz nach Wernsdorf. Als Fußgänger wird man z. T. angebrüllt Platz zu machen, wenn sie dann noch einen Hund dabei haben, ist man ganz schlecht dran.
    Die Politik mit ihrer bisher praktizierten „Verkehrswende“ hat dazu beigetragen, dass das MITEINANDER in ein GEGENEINANDER umgeschlagen ist. Warum funktioniert notwendige infrastrukturelle Umgestaltung in den Niederlanden oder in Dänemark gesittet? Antwort: Man denkt VORHER mehr nach und spielt die Verkehrsteilnehmer nicht gegeneinander aus.

  70. 26.

    also, weil es ja auch die Kant bzw. Neue Kant betrifft. Seit der neuen Radspur ist mir aufgefallen, dass ich als Fußgänger nicht mehr "blind" bei Grün über die Straße kann. Autofahrer halten an, manche Radfahrer leider nicht. Da auf der neuen Radspur auch eine höhere Geschwindigkeit gefahren wird, ist das bei den Ampeln als Fußgänger oft gefährlich. Daran merke ich. wie wenig das Ganze vorher geplantz wurde. Hier muss Abhilfe geschaffen werden.

  71. 25.

    Sehr gut gesagt Roman!

    Zu ergänzen ist noch:

    Dieselben Autofahrer, die die tägliche Subvention ihres Egotripps durch mich - und 2/3 der Innenstadtbewohner OHNE Auto - gern entgegennehmen, gönnen uns noch nicht einmal eine Radspur.

    Der Steuerzahler legt für jeden Euro, den ein Autofahrer für sein krass überteuertes Ego-Shooting zahlt, noch 2-3 Euro drauf. Und lügt ausgerechnet der ADAC noch über Ökologie...

    Und jetzt hat Roman das Wort ->

  72. 24.

    Auf der Straße sind Menschen immer. Sowohl auf der Fahrbahn, gleich ob Autofahrbahn oder Radfahrstreifen, auf dem Fußweg oder auf Rasenflächen blickend.

    Dies schreibe ich nicht um einer Haarspalterei willen, sondern um die sprachiche Einengung "Straße = Autofahrbahn" aufzubrechen. Die Autofahrbahn ist ein Tei der Straße, aber nicht ihr wesentiches Merkmal. Vielmehr das: Straßenmusik, Straßentheater und Straßenleben findet bekanntlich auf Bürgersteigen statt.

    Immer noch gibt es holprige Plattenwege, die mit dem blauen Schild bezeichnet werden, auf denen Radfahrende mehr gefährdet als geschützt sind. Sie sind seinerzeit angelegt worden, um Radfahrende von der Fahrbahn zu bekommen - damit Fahrbahnen dasjenige sein sollten, von dem Sie hier ausgehen: Ausschließlich für Kfz. da.

  73. 23.

    Freie Bahn für Fußgänger, Linienbusse und Straßenbahnen ! - Fahrräder und Autos und Schanktische runter von den Bürgersteigen ! - Baumscheiben um 100 % vergrößern. - SO WIRD GRÜN ! Und die Paketdienste fahren nur noch 1x am Tag mit Gigaliner ihre Touren ab.

  74. 22.

    Ich sehe viele Autofahrer, die rote Ampeln überfahren. Wozu also Geld für Ampeln ausgeben, wenn sie nicht beachtet werden.

    Polemisch? Ja. Genauso wie ihr Beitrag.
    Sowas ist eben keine Diskussionsgrundlage.

  75. 21.

    Ganz einfache Lösung: Die neuen Radwege kontrollieren und überall konsequent Knöllchen verteilen. Irgendwann werden es die Autofahrer schon lernen.

  76. 20.

    Groß-Städte sollte man ja auch nicht zum Bauernhof machen. Für nicht-motorisierte wird teuer der ÖPNV geschaffen, und somit eine Fortbewegungsalternative um zur Arbeit zu gelangen. Das Radfahren ist nur Geiz, um sich keine Fahrkarte zu kaufen. Die Nachfrage an Autos wächst, die Politik sollte das tun was die Mehrheit möchte.

  77. 19.

    Dito mit den Radfahreren. Gehwege, Radspuren, Fahrstreifen, alles wird genutzt wie es gerade passt um am schnellsten von A nach B zu kommen. Rote Ampeln sind einfach nette Licher.
    Nee nee nur starres schwarz/weiß denken hilft da doch nicht weiter. §1 gegenseitige Rücksichtnahme würde 90 % der Probleme lösen.

  78. 18.

    Nur der Autofahrer? Sie bewegen sich wohl nur selten zu Fuß oder mit dem ÖPNV durch Berlin.

  79. 17.

    "Nur, weil der Autobesitzer Steuern entrichtet, darf er nicht ungestraft seine Mitmenschen vergiften oder ihnen Lebensraum nehmen."

    Es wäre dann aber auch wünschenswert das nicht nur motorisierte Verkehrsteilnehmer Steuern bezahlen, sondern die wachsende Zahl der Fahrradfahrer ebenfalls durch Steuerabgaben an den Kosten der vielen wunderschönen neue Radwege beteiligt werden!
    Mit einem kleinen Kennzeichen am Rad, ähnlich denen von Mopeds, könnte man dann auch noch die wildgewordenen Fahrrad-Chaoten identifizieren.

  80. 16.

    Erinnern Sie sich an den Invalidenstraßenakltisten? Der hatte auch keine Lust mehr auf Radfahren,weil ihm das mit drei Kindern zu umständlich war. Zudem spielt das Wetter auch eine große Rolle. Nur eine kleine Minderheit der Radfahrer ist bei jedem Wetter unterwegs. Dazu kommen noch die großen Entfernungen, die die Pendler mit dem PKW oder dem ÖPNV zurücklegen - jeweils etwas über 10 km je Weg. Das Fahrrad ist deshalb nicht das Allheilmittel als das es gerne dargestellt wird. In Kopenhagen ist der MIV-Anteil am Verkehr sogar noch höher als hier in Berlin. In Amsterdam bewegt er sich auf ähnlichem Niveau wie in der Ringbahnblase. Dort fahren die Radfahrer jeweils 3 km am Stück, hier etwas weiter.

  81. 14.

    Dass der ADAC diese Radwege kritisiert, wundert mich nicht.

    Mich wundert, dass noch immer mehr Autos verkauft werden und die Städte, die nie für solche Verkehrsteilnehmer geplant haben, immer voller, stickiger und lauter werden.

    Nur, weil der Autosbesitzer Steuern entrichtet, darf er nicht ungestraft seine Mitmenschen vergiften oder ihnen Lebensraum nehmen.

    Wir müssen uns auch damit auseinandersetzen, dass die Flucht vor dem gesellschaftlichen Chaos im eigenen PKW ein Ende haben muss.

    Jeder sollte sich mal ohne den Schutz des eigenen Fahrzeugs durch die gesellschaftlichen Abgründe dieser Republik bewegen. Und zwar dauerhaft!

    Ich hoffe ja, dass da Synergieeffekte entstehen und den Leuten klar wird, wie wichtig Frieden und Demokratie sind.

  82. 13.

    Sorry, aber ich finde das egoistische Verhalten der Autofahrer schon seit Jahren nur noch scheiße.

  83. 12.

    "Mittelfristig brauchen wir ein durchgängiges Netz von baulich getrennten Radwegen. Dann sollte auch die Sicherheit deutlich erhöht sein."
    Wenn die Radfahrer sie dann benutzen würden. Ich sehe viele Radfahrer auf der Straße, obwohl es einen Radweg gibt. Selbst wenn der Radweg mit dem blauen Richtzeichen für Fahrradweg gekennzeichnet ist, wird auf der Straße gefahren. Wozu dann also Geld zum Fenster rausschmeißen?

  84. 11.

    "und mehr Platz für die Radfahrer."

    Und nicht zu vergessen mehr Platz für Fußgänger. Als Beispiel hier der neue Radweg auf der Frankfurter Allee stadteinwärts. Gerade bei den U-Bahn-Ausgängen war die bisherige Situation eine katastrophe für Fußgänger (und Radfahrer). Kann man sich stadtauswärst - wo die Situation leider unverändert ist - angucken.

    "Ein Motorradrollerfahrer steht daneben auf der Autospur: "Für die Radfahrer ist es gut, aber für den innerstädtischen Verkehr eine Katastrophe."

    Fahrradfahrer sind Teil des innerstädtischen Verkehrs. Ggf. sollte man wie in der Niederlande Roller / Mopeds auf den Radwegen zulassen.

  85. 10.

    Das Foto zeigt es ganz deutlich: 4-5 Autos vs. 1 Radfahrende, die Pop-Pup-Radwege sind reine Platzverschwendung.
    Auf anderen Straßen ist das Verhältnis weit über 1000:1

  86. 9.

    Man braucht ja nur mal in amerikanische Großstädte kucken um zu sehen was mehr Straßen und Parkplätze bringen. LA zum Beispiel ist gefühlt 80% Straßen und Parkplätze, aber die Leute stehen da mehr im Stau als bei uns.

  87. 8.

    "Für die Radfahrer ist es gut, aber für den innerstädtischen Verkehr eine Katastrophe."

    Das muss man sich wirklich auf der Zunge zergehen lassen: Verkehr ausschließlich definiert - und natürlich auch so gedacht und empfunden - als motorisierter Verkehr, der Radverkehr trägt danach auch irgendwie den Namensteil "Verkehr" in sich, gehöre aber schon per Definition nicht dazu.

    Mit solch einer Einstellung, hier eines zitierten Motorradfahrers, kann keine Lösung der Gesamtverkehrs-Herausforderung jemals erreicht werden. Wie nahezu alles, fängt es schon im Denken an.

  88. 7.

    Witzig, sich über eine Spur zu echauffieren, die stets mit Dritte-Reihe-Parker zugestellt war! Effektiv gab es immer nur EINE Fahrspur! Die notorischen rechtsvorbei-Drängler wurden jetzt mit ihren mattfolierten Peinlichschlitten ausgebremst, ja, aber diese 18-21jährigen Berliner können auch woanders ihr Testosteron abbauen, bitte! Andere haben in dem Alter nicht nen Auto, sondern ne Freundin! Ich sehe an den Straßen, wo so ein Radweg ist, egal ob ständig (Schlossstr.) oder Pop up, keine Verschlechterung zu vorher. Vorher Stau, nachher Stau, vorher einspurig, nachher einspurig. Jetzt müssten nur noch die Ampelphasen für Motorisierte und Fußgänger/Radler geändert werden (eigentlich einfach, nech, Siemens?) und wir hätten einiges gewonnen für Radler.

    Ich bin übrigens wegen weiter Fahrstrecke Autofahrer, radle also nur nach der Arbeit, freue mich aber mit für jeden, der mit Rad zur Schule/Arbeit fahren kann.

  89. 6.

    Ich bin der Meinung dass Berlin mit seinem mittelalterlichen Strassennetz um Lichtjahre hinterherhinkt. Und so etwas nennt sich Hauptstadt oder sogar Weltstadt. Man sollte mal das Strassennetzt verbessern, erweitern, vergrössern und den Stadtring , klägliche 2 Spuren. Um Bologna ist der Stadtring 6 spurig nur so als Vergleich.
    Radwege sollen sicherer werden aber jetzt gerade die Kantstr. mit starken Lieferverkehr als Beichspiel zu nehmen finde ich nicht gut. Die Kantstr. ist am ausbluten. und die Wilmersdorfer str. auch.
    Was sollen da noch Radwege mit gelben Streifen.

  90. 5.

    Ich kann immer wieder nur an die Autofahrer die nicht wirklich zwingend auf das Auto angewiesen sind, dies im Alltag stehen zu lassen und eine der vielen anderen Optionen zu wählen (Fahrrad, Bus, U-Bahn, S-Bahn, Straßenbahn oder, oder, oder).
    Mit einem nur aus Bequemlichkeit genutztem PKW behindert ihr diejenigen, die wirklich auf das Auto angewiesen sind (z.B. Menschen mit Behinderungen), ganz zu schweigen von Rettungsdiensten, BSR etc.
    Ich selbst habe auch ein Auto, aber zur Arbeit fahre ich die 10km mit dem Fahrrad, das geht ganzjährig und ist innerhalb Berins auch Dank solcher Radspuren immer besser machbar. Das kann man für Ziele die keine Verkehrsanbindung haben nutzen, innerhalb Berlins ist es absoluter Unsinn.

  91. 4.

    Anfangs wurde am Kottbusser Damm auch noch auf der Radspur geparkt. Konsequentes abschleppen hilft ;) Eine funktionierende Lösung, um den weitverbreiteten Mißbrauch als Abbiegespur zu verhindern, gibt es auch: siehe Fotos von der Kolonnen- Ecke Hauptstraße in diesem Beitrag hier: https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/2020/05/radfahrerin-lkw-tod-urteil-berlin-schoeneberg.html
    Die "überfahrbaren" Poller können binnen weniger Tage an allen Kreuzungen auf der Kantstraße installiert werden, wenn es politisch gewollt ist. Ganz einfach, Löcher bohren und versiegelt aufschrauben.
    Ist in der Kolonnenstraße leider erst nach langer Untätigkeit und dem Tod einer Radfahrerin umgesetzt worden.
    @rbb "Bei den Fußgängern und den Nutzern des öffentlichen Nahverkehrs sprechen sich drei Viertel der Befragten [75% !] für die Radwege aus."
    Überschrift unnötig eskalierend?!

  92. 3.

    Genau so sieht es aus. Und genau DAS ist auch auch die richtige Methode von den Stadtplanern. Nehme dem Auto den Platz weg und der Autofahrer wird sich zweimal überlegen ob er es tut. Nur so kann man langfristig die Verkehrswende vollziehen.

  93. 2.

    Sehr geehrtes Team vom rbb,
    mitnichten handelt es sich bei den Diskussionen um die Pop-up Radwege um einen Glaubenskrieg, da weder die Fahrt mit dem KFZ, noch die Fahrt mit dem Fahrrad religiöse Bezüge, Hintergründe oder Ursachen aufweisen.
    Leider ist es mir nicht möglich nachzuvollziehen, weshalb eine Vokabel wie "Glaubenskrieg" in diesem Artikel ihren Platz finden konnten. Nach meinem Empfinden tragen solche, und ähnliche Phrasen, nicht zu einer konstruktiven Auseinandersetzung mit dem Thema bei, sondern besitzen, meines Erachtens nach, das Potential die angespannte Lage weiterhin zu verschärfen. Ich würde mich freuen wenn sie das entsprechende Wort durch eine weniger populistische Wendung ersetzen, oder "Glaubenskrieg" wenigstens in Anführungszeichen setzen. Vielen Dank! *Zwinkersmiley*

  94. 1.

    Wenn wir jetzt noch weniger Autospuren und weniger Parkplätze haben, dann ist das aus ökologischen Gründen absolut kontraproduktiv. Denn dann haben wir mehr Staus, mehr Stopandgo und damit auch mehr Umweltbelastung."Und der ADAC hat weniger Einsätze,und somit fehlen dann die Umsätze.
    Ein Ende der Staus kann es nur mit weniger Autos geben.Mehr Straßen oder auch mehr Spuren führen langfristig (fast) immer zu mehr Stau.Mehr Straßen und bessere Straßen sorgen leider auch dafür,dass mehr Menschen öfter Auto fahren.Und das kommt dann wieder dem ADAC zugute.Wenn das Autofahren angenehmer wird,weil man weniger im Stau steht,dann wird auch mehr gefahren.Wer mehr Straßen sät,erntet mehr Verkehr.

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