Charlotte Christ blickt von ihrer Wohnung auf ein eingerüstetes Haus gegenüber (Quelle: rbb/Oliver Noffke)
Audio: Inforadio | 18.06.2020 | Thorsten Gabriel | Bild: rbb/Oliver Noffke

Neuvermietungen in Berlin - Wenn die Schattenmiete 100 Prozent über dem Mietendeckel liegt

Vor einem Jahr hat Rot-Rot-Grün in Berlin den Mietendeckel beschlossen. Nun treibt er Blüten. Neuverträge werden meist mit zwei Mietpreisen ausgegeben: einem gedeckelten und einem marktüblichen. Die Unterschiede können gewaltig sein. Von Oliver Noffke

Die Wohnung wäre wie gemacht für Charlotte Christ und ihre kleine Familie. Vier Zimmer bedeuten, dass sie und ihr Lebensgefährte nicht länger in einer Nische schlafen müssen und der zweijährige Sohn trotzdem ein eigenes Kinderzimmer hat. Der Umzug ginge schnell und die Adresse würde sich nicht ändern; das größere Apartment ist im selben Haus. "Die Wohnung soll 996 Euro warm kosten. Das wäre für uns okay", sagt sie. "Aber ohne Deckelung liegt die Miete bei 1.460 Euro warm. Das wäre zu viel für uns."

Die niedrigere Miete hat Bestand unter dem Mietendeckel, der vor einem Jahr vom Senat beschlossen wurde, um den heißgelaufenen Berliner Wohnungsmarkt abzukühlen. Die höhere Miete steht in dem Vertrag, da noch gar nicht sicher ist, ob die rot-rot-grüne Maßnahme mit dem Grundgesetz vereinbar ist. Dies wird das Bundesverfassungsgericht entscheiden. Fällt der Mietendeckel, wäre der Umzug für Christ und ihren Partner ein teurer Fehler. Zudem soll dann laut Vertrag die höhere Miete rückwirkend gelten. "Das ist wie Poker spielen. Mit einem Kleinkind würde ich dieses Risiko nicht eingehen."

Charlotte Christ am Balkon ihrer Zwei-Zimmer-Wohnung in Berlin-Friedrichshain (Quelle: rbb/Oliver Noffke)
Charlotte Christ | | Bild: rbb/Oliver Noffke

Seit sie zu dritt sind, sucht Christ verstärkt etwas Größeres. Dass es bisher nicht geklappt hat, liege auch daran, dass sie ihren Fokus eng gesetzt hat, gesteht sie ein. Sie möchte eben gern in dem Kiez bleiben, in dem sie arbeitet, aufgewachsen ist und fußläufig die Großeltern ihres Kindes erreicht. Der nördliche Zipfel von Friedrichshain ist ihre Heimat. Zuletzt besonders stark von Preissteigerungen betroffen, profitiert die Gegend demnächst kräftig vom Mietendeckel. Im November müssen viele Vermieter die Mieten senken.

Wer jedoch auf der Suche nach einer neuen Mietwohnung ist, hat in den vergangenen Monaten keine Entspannung erleben können. Sondern das Gegenteil. Derzeit sind fast nur Wohnungsangebote zu finden, in denen zwei Mietpreise ausgewiesen sind. Der derzeit höchstmögliche sowie ein zweiter, der den potenziellen Marktwert darstellt. Mietervereine sprechen von einer sogenannten Schattenmiete. Je beliebter die Lage, desto verzerrter das Bild, das vom Berliner Wohnungsmarkt entsteht. "Diese Klausel ist eigentlich immer drin", sagt Christ über Wohnungsbesichtigungen in den vergangenen Wochen. "Ich kann da auch die Vermieter verstehen. Aber da steht ja immer 'rückwirkend'. Deswegen muss ich immer mit dem höheren Betrag rechnen."

Rechtssicherheit bringt erst das Bundesverfassungsgericht

Hans R. ist Geschäftsführer einer mittelständischen Immobilienverwaltung in Berlin. Hauptsächlich verwaltet seine Firma Wohnungen für andere Eigentümer. Es sind etwa 1.000. Ein paar vermietet er selbst, in andere hat er investiert. Er möchte anonym bleiben. In neue Mietverträge schreibt auch er zwei Mietpreise, als Absicherung: "Einen, wenn der Mietendeckel vor dem Bundesverfassungsgericht Bestand hat - der andere gilt, wenn das Urteil gegen ihn ausfällt."

Bis dahin vermietet er ausschließlich an Leute, die sich auch den teureren Preis leisten können. Dass sich der Markt entspannt, kann er nicht feststellen. "Wenn Sie den Mietendeckel einhalten, werden Sie überrannt mit Nachfragen und auf der Angebotsseite sind Vermieter nicht mehr bereit, in die Wohnungen zu investieren. Die Qualität sinkt." R. ist der Meinung, dass das Gesetz zu allgemein formuliert ist und die verschiedenen Wohnungssegmente in der Stadt über einen Kamm schert. "Es werden sowieso die Falschen begünstigt", sagt er. "Am Stadtrand in Marzahn bringt der Mietendeckel gar nichts."

In Mitte könnten sich hingegen viele über eine Halbierung der Miete freuen, obwohl sie sich bereits vor Jahren für eine teure, hochwertige Wohnung entschieden hätten, sagt R.. "Das muss mir einer erklären, dass das sozial sein soll, dass Leute, die ein sehr hohes Einkommen haben, die Miete gesenkt kriegen." Für seine Firma sei nun Planungsunsicherheit entstanden. Häuser, deren Finanzierung auf 30 Jahre angelegt sei, die aber erst seit zehn Jahren stehen, seien nun ein unkalkulierbares Risiko. Kleinvermieter, die eine Wohnung als Altersabsicherung gekauft hätten, würden oftmals sogar vor existenzielle Probleme gestellt, beklagen Vermietervereine.

Ein Blick in die Glaskugel

Wann das Bundesverfassungsgericht über den Mietendeckel entscheiden wird, ist unklar. Ein Urteil liegt noch Monate in der Zukunft, sehr wahrscheinlich sogar Jahre. In der Zwischenzeit führen Neumieter wie Vermieter gedanklich doppelt Buch. Durch die gravierenden Unterschiede laufen auf beiden Seiten gewaltige Summen an. Auf beiden Seiten beschäftigen existenzielle Fragen die Gedankenwelt. Übernehme ich mich mit dieser Wohnung? Funktioniert mein Geschäftsmodell noch?

Einen Tipp abzugeben, wie das Bundesverfassungsgericht entscheiden wird, ist derzeit wie ein Blick in die Glaskugel. Doch Anfang März zuckte darin ein scheuer Blitz auf. Seitdem erscheinen zumindest die Schattenmieten in einem etwas helleren Licht. Berliner Vermieter wollten damals per Eilantrag gegen bestimmte Bußgelder vorgehen, die nach dem Mietendeckelgesetz gegen sie verhängt werden dürfen. Sie scheiterten und müssen sich an den Strafkatalog halten. Zumindest so lange, bis endgültig über den Mietendeckel entschieden wird. Das Urteil enthielt aber auch folgenden Hinweis.

Entgegen dem Vorbringen der Antragstellenden ist auch nicht erkennbar, dass Vermieterinnen und Vermieter […] daran gehindert wären, sich für den Fall der Verfassungswidrigkeit des Gesetzes oder Teilen desselben bei Neuvermietungen eine höhere Mieten versprechen zu lassen [...]“

Mit anderen Worten: Dass zwei Mietpreise in neuen Verträgen stehen, halten die Karlsruher Richter erst einmal für vereinbar mit dem Mietendeckel. Aber auch wieder nur so lange, bis endgültig über die Verfassungsmäßigkeit des Berliner Gesetzes entschieden ist. Ob diese Schattenmiete auch rückwirkend verlangt werden darf, wird durch den Blick in diese Glaskugel nicht deutlich.

Die Linke hält Schattenmieten für illegal

Gaby Gottwald, wohnungspolitische Sprecherin der Linken im Abgeordnetenhaus, ist eine glühende Verfechterin des Mietendeckels. Scheitert er, stände ihre Partei vor einem Scherbenhaufen. Dass in neuen Mietverträgen zwei Preise zu finden sind, bezeichnet sie als "recht geballten Versuch, den Mietendeckel zu umgehen". Schließlich hätten die Immobilienverbände ihren Mitgliedern einheitliche Formulierungen zur Verfügung gestellt. Die Schattenmieten bezögen sich allerdings auf Miethöhen, die nach dem neuen Berliner Gesetz nicht zulässig seien, sagt Gottwald. "Das hat man sich schön ausgedacht. Wir halten das für verboten."

Dass es keine Rechtssicherheit gibt, gelte im Übrigen auch für Mieten, die rückwirkend höher sein sollen, sagt die Politikerin. Es gebe aber eine Menge von Urteilen zu anderen Fragen, die man analog zu Hilfe nehmen könnte. Gottwald verweist etwa auf eine Entscheidung zum Mindestlohn, der seit 2014 gilt. Wäre dieser in Karlsruhe gescheitert, hätten anschließend Arbeitnehmer trotzdem nicht die Differenz zwischen dem Mindestlohn und dem vorher gezahlten niedrigeren Salär zurückzahlen müssen, so die Logik. Auch wenn der Arbeitgeber zwei Löhne in die Verträge geschrieben hätte. "Es gibt mehr Anhaltspunkte dafür, dass es keine Rückwirkung gibt, als dafür, dass das stimmt, was die Immobilien-Lobby sagt."

Für strauchelnde Vermieter halte das Gesetz eine Härtefallregelung bereit, sagt Gottwald. "Diesen Fall haben wir im Gesetz verankert. Von daher kann ich das natürlich nachvollziehen", sagt sie. "Nicht nachvollziehen kann ich, dass jeder Vermieter meint, der Mieter müsste seine Immobilie finanzieren, auch was die Kreditfrage angeht." Die Linken-Politikerin ist der Meinung, dass es darauf kein Anrecht gebe. "Wenn Sie Eigentum bilden, warum soll das jemand anderes finanzieren?" Auch wegen solcher Ansichten schäumt die Opposition im Abgeordnetenhaus bei dem Thema. Die Fraktionen von CDU und FDP haben beim Berliner Verfassungsgericht Klage gegen den Mietendeckel eingereicht.

Wenn die Schattenmiete 100 Prozent höher liegt...

Lara Dovifat hat gemeinsam mit ihrem Partner im März einen neuen Mietvertrag unterschrieben. Inklusive Schattenmiete. Unter dem Mietendeckel zahlen sie für 90 Quadratmeter im Kreuzberger Plattenbau aus den siebziger Jahren 520 Euro kalt. Sollte die Deckelung kippen, wären 1.034 Euro kalt fällig – und zwar als Wert für das erste Jahr bei einer Staffelmiete.

"Das ist natürlich ein krasser Unterschied. Die Schattenmiete ist deutlich zu hoch", sagt sie. "Wir haben uns auch schon beim Mieterverein erkundigt. Dort hält man das nicht für durchsetzbar." Auch weil die Schattenmiete eine deutliche Erhöhung gegenüber dem wäre, was die Vormieter zahlten: 800 Euro kalt. Die Schattenmiete würde also auch gegen die bundesweit gültige Mietpreisbremse verstoßen.

[Mehr Informationen zur Mietpreisbremse finden Sie bei den Kollegen von tagesschau.de]

...oder Vermieter lieber verkaufen

Vor ein paar Monaten hatte Charlotte Christ schon einmal gehofft, bald in eine größere Wohnung umziehen zu können. Doch das scheiterte im letzten Moment. Eine Frau aus der Nachbarschaft suchte nach einer Trennung eine kleinere Wohnung für sich und ihr Kind. Die Vier-Zimmer-Wohnung war ihr nun zu groß. Dass beide Familien tauschen, habe sich angeboten, sagt Christ. Neue Verträge existierten bereits. Bis zwei Tage vor dem Unterschriftstermin schien alles perfekt. "Doch dann hat der Besitzer der anderen Wohnung gesagt, dass er nicht noch einmal neu vermieten will", sagt sie. "Er würde das lieber in Eigentum umwandeln und verkaufen." Außerhalb eines Milieuschutzgebietes ist so eine Umwandlung für Wohnungsbesitzer vergleichsweise unkompliziert möglich.

Charlotte Christ hofft, dass ein Urteil bald endgültige Klarheit bringen wird – und zwar im Sinne von Senat und Berliner Mietern. "Wir wollen ja eigentlich ein zweites Kind, aber wir warten jetzt damit." Würde der Mietendeckel scheitern, müsste sie ihren Heimatkiez verlassen.

Beitrag von Oliver Noffke

176 Kommentare

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  1. 176.

    wie wäre es einfach keine Familie zu gründen und sich als single bis zur rente durchzuschlagen ohen Verantwortung und stress. versucht es einfach mal mache ich auch so und mit sind die Mietpreise relativ egal dann senke ich halt meinen lebensstandart weiter. nicht immer nur jammern einfach mal nachdenken. außerdem zieht man halt dorthin wo die miten billig sind ich bin auch aus Mainz in den Thüringer wald aufs Dorf gezogen und gehe einfach Jobs nach dann habe ich halt wenig Geld aber hab ja auch keien Verantwortung.

  2. 175.

    Der Mietendeckel ist völlig harmlos und ersetzt nicht die Änderung in der Bundesgesetzgebung. Es darf keine Mieterhöhung ohne Gegenleistung geben. Dennoch schöpft der Senat seine Möglichkeiten nicht aus, insbesondere bei Bewertung von Lage und Ausstattung haben Vermieter einen immensen Spielraum. Wohnraum ist keine Ware sondern ein Grundrecht.
    Offenbar halten aber immer noch eine Mehrheit der Eigentümer und Investoren den Staat für eine Art Selbstbedienungsladen. Das heißt auch, das Häuser nicht zum Spekulationspreis gekauft werden dürfen, das ist nicht der Sinn des Instruments. schließlich sind Genossenschaften keine Geldanlage für den alternativen Geldbeutel.

  3. 174.

    Es geht mir z.B. bei der Debatte gegen den Mietendeckel nicht um Gewinnmaximierung. Ich modernisieren grundsätzlich nicht im Bestand, erhöhe Mieten nur nach Modernisierung und entsprechend der BGB-Mietpreisbremse. Für mich ist der Mietendeckel ein Beispiel von staatlicher Willkür und völlig unausgeglichen. Alle mieterfreundlichen Regeln des BGB sollen weiter gelten. Nur der Mietpreis, der ebenfalls im BGB geregelt ist, gilt jetzt rückwirkend! nicht mehr - er ist jetzt eine Schattenmiete! Wer sagt denn, dass ich bei Kenntnis dieser neuen Regeln vermietet hätte? Der Mietendeckel ist reine Willkür! Wenn man diese Regeln konsequent anwendet, wohnen Mieter bald in standardisierten, schmucklosen Einheitswohnungen, von denen es aber weiterhin viel zu wenige geben wird. Maßnahmen, die Wohnraum schaffen, wie Dachaufstockungen macht keiner mehr, bis klar ist, wer Recht bekommt.

  4. 173.

    Mieter bezahlen immer die Investitionen der Vermieter ab, egal bei welcher Eigentumsform. Bei den landeseigenen Wohnungsunternehmen nennen Sie es selbst Mischkalkulation, bei privaten Vermietern Abzocke! Ich würde mir hier gleiches Recht für alle wünschen. Sie stellen sich ja immer gern als Vermieter dar, dann wünsche ich Ihnen eine private Wohneigentümergemeinschaft, die Mal ein paar Verschönerungen und Sanierungen am Gemeinschaftseigentum plant und umlegt, damit Sie den Mietendeckel richtig genießen können. Sie legen doch bestimmt gern drauf. Wer so viel Zeit hat, in allen Foren seine Meinung zu verbreiten, macht das wahrscheinlich beruflich, oder?

  5. 172.

    Vielleicht noch eine Frage zu Ihren 6,95€ nach Mietendeckelspanneinordnung - nur um zu vermeiden, dass Sie extra kleinrechnen... Ich vermute die 6,95 € sind bereits mit 1€ Ausstattungsaufschlag gerechnet? Also lt. Spanne eine nicht extrem alte Immobilie von "1965 bis 1972 mit Sammelheizung und mit Bad", die bereits mit einer besonders hochwertigen Ausstattung modernisiert wurde. Kalkuliert man jetzt die max. 20% Überschreitung ein, also 1,39€ on top - landen Sie bei einer Miete a 8,34€. Die Differenz zu den gewünschten 10€ bekommen Sie selbst hin - und das ist jetzt die extreme Unwirtschaftlichkeit von der Sie sprachen. Hinzukommt, dass Sie nach wie vor bei einer neuerlichen Modernisierungsmaßnahme (sofern sinnhaft) 1€ draufschlagen könnten... Soweit die dramatischen Zahlen auf Vermieterseite.

  6. 171.

    Da sind wir nicht nur unterschiedlicher Meinung, sondern berücksichtigen auch eine unterschiedliche Analyse des IST Marktes. Ich werde meine Wohnung nicht verkaufen, genauso wie andere Vermieter, die mit dem Mietendeckel offensichtlich durchaus gut co-existieren können. Selbstverständlich gilt das auch für etliche weitere Vermieter. Ich bin sicher, dass hier der ein oder andere einfach mal 5 Jahre nach dem Motto "Abwarten und Tee trinken" agiert - die wenigsten werden unaufschiebbare bausubstanzielle Instandhaltungen (die normalerweise sowieso nicht umlagefähig sind) oder zwingende Modernisierungsmaßnahmen vor der Nase haben. Und diejenigen, die ihre Wohnungen/Immobilien wegen des Deckels tatsächlich abtreten wollen, werden garantiert auch Abnehmer finden. Da mache ich mir so gar keine Sorgen. Das amüsante Schwarz/Weiß-Szenario, dass der Staat dann ja alles aufkaufen müsste, ist absurd. Da gibt es durchaus andere Möglichkeiten - Genossenschaften beispielsweise... Die Schattenmieten zeigen ja, dass viele Vermieter so gar nicht verängstigt um Ihr Eigentum bangen und gemäßigt auftreten, sondern fröhlich weiter die Mietpreisspirale drehen.

  7. 170.

    Danke, aber bevor ich jedes Jahr bei einem Amt beweisen muss, dass die Miete nicht ausreichend ist, werde ich tatsächlich die Wohnung wieder verkaufen. Ich hatte mich darauf gefreut Vermieter zu sein, aber so artet das mir in Frust aus. Ich habe genügend Erfahrungen mit solchen Beantragungen, dass ich weiß, wie sowas läuft.... Mein Vertrauen in den Senat ist nachhaltig zerstört.

  8. 169.

    Das stimmt, niemand zwingt mich auf den Mietmarkt. Aber was glauben Sie denn was passiert, wenn nun alle Privatvermieter wegen der aktuellen Entwicklung dem Mietmarkt den Rücken kehren? Entweder die Wohnungen werden von großen Unternehmen geschluckt, die wirklich nur an Renditen interessiert sind oder der Staat müsste alle Wohnungen aufkaufen.. Von welchem Geld? Ich glaube nicht, dass das im Interesse der Mieter wäre. Aber da sind wir ja nun eindeutig unterschiedlicher Meinung.

  9. 168.

    Wenn Ihre Mieteinnahmen im Rahmen einer bisher soliden Kalkulation aufgrund des Mietendeckels tatsächlich nicht ausreichen, um nötige Instandhaltungen zu finanzieren und die Bausubstanz mindestens mittelfristig zu schützen, haben Sie laut Mietendeckelgesetz die Möglichkeit eine Härtefallüberprüfung zu beantragen. Wenn es Ihnen also wirklich um unbezahlbare Instandhaltungen geht, berücksichtigt das der Mietendeckel. Wenn..

  10. 167.

    Wenn die Rechtmäßigkeit des Mietendeckels bestätigt würde, dann wäre das doch mal ein guter Grund darüber nachzudenken, dass Ihre Position vielleicht etwas zu sehr und ausschließlich auf Ihr persönliches Interesse Rücksicht nimmt... Investitions-Risiken sind im Übrigen Ihr ganz privates Problem (niemand zwingt Sie auf den Mietmarkt) oder plädieren Sie etwa dafür, dass diese durch den Staat abgesichert werden - Hauptsache Ihre Rendite stimmt?! Ihre Scheinforderung hinsichtlich des Lohnniveaus ist natürlich eine tolle Nebelkerze.. Ich bin der letzte, der nicht sofort für eine erhebliche Lohnerhöhung in etlichen Branchen votieren würde, aber wie war das nochmal mit den aktuellen im Sande verlaufenden Debatten bzgl. besserer Entlohnung für Krankenhauspersonal, Altenpfleger, Kindererzieher, Verkäufer usw? Wo sind denn da die Vermieterlobbys, um die Forderungen der Arbeitnehmer zu unterstützen?

  11. 166.

    Ihre Wortwahl legt den Finger perfekt in die Wunde... denn "Wohnstandard", "solide" und "Investitionen" beschreibt natürlich genau die Definitions-Graubereiche, die seit Jahren durch Vermieter genutzt wurden, um konsequent Mithilfe von Modernisierungsmaßnahmen die Mietpreise und auch den Mietspiegel zu erhöhen. Was ist denn genau gemeint? Representativer Hausflur, Fahrstuhl, Parkettboden, Einbauküche, Fussbodenheizung, Strukturheizkörper, SmartHome oder vielleicht ein Balkon Anbau, der faktisch wenig Nutzwert für den Mieter hat? Der Mietendeckel setzt diesem Treiben nun deutlich engere Grenzen und lässt trotzdem im geringem Maße Aufschläge zu. Wenn das tatsächlich nicht reicht, bleibt Ihnen nach wie vor die Härtefallregelung - allerdings müssen Sie dann eben auch die - wie Sie bemüht vorrechnen - "Unwirtschaftlichkeit" belegen. Nachdem nun seit Jahren die Mieter in Berlin den Gürtel "enger schnallen" mussten, sehe ich nicht weshalb dieses Prinzip jetzt nicht auch mal für Vermieterinteressen gelten sollte - zumal Investitionen bzw Renditen nun mal nicht risikolos zu haben sind.

  12. 165.

    Sehr geehrte Hannah, Sie haben gar nichts aufgezeigt sondern eine Momentaufnahme, die aus besonders günstigen Voraussetzungen Ihrerseits (Schnäppchenkaufpreis + kaum Instandhaltung/Modernisierung in der ersten Zeit und individuelles Steuersparmodell) für allgemein und für lange Zeiträume gültig erklärt.
    Einfaches Beispiel aus anderem Bereich: Jemand bekommt zur Monatsmitte seinen Lohn, das Gehalt deckt aber nicht die monatlichen Ausgaben. Nach Ihrer Rechnung ist er begütert, weil in den ersten 2 Wochen das Konto noch voll ist. Kommt die Mietzahlung, wird es knapp. Und ab dem 5. macht er Schulden. Meiner Meinung nach wirtschaftet er zu keinem Zeitpunkt solide. Es fehlt eben an Einnahmen oder seine Ausgaben sind zu hoch.
    Aber wir sollten die Diskussion hier tatsächlich beenden, denn die Argumente sind ausgetauscht.

  13. 164.

    In 5 Jahren gibt es das Vermieterentlastungsmodernisierungszuschussgesetz, welches die große Koalition aus Linkspartei, SPD, Grüne, CDU und FDP auf den Weg bringt und einen Kompriss zwischen Kleinvermietern und Mietern darstellt!

  14. 163.

    Sie glauben doch nicht ernsthaft, dass der Mietendeckel nach fünf Jahren wirklich verschwindet. Sollte seine Rechtmäßigkeit bestätigt werden, wird das zum Dauerinstrument. Eine staatlich festgelegte Miete, die steigende Kosten bei der Instandhaltung und Risiken für den Vermieter nicht berücksichtigt, sondern sich nur an dem geringen Lohnniveau orientiert. Anstatt da mal anzusetzen, wird die Verantwortung auf kleine Privatvermieter geschoben, die auf Dauer ihre Immobilie verlieren oder verkaufen müssen.

  15. 162.

    Sie hatten zu Beginn der ganzen Diskussion angezweifelt, dass noch angemessene Renditen erwirtschaftet werden. Ich habe Ihnen nun aufgezeigt, dass dies momentan noch gegeben ist unter gewissen Voraussetzungen. Der Mietedeckel hat doch nun nur für ein paar Jahre seine Gültigkeit, zukünftige Modernisierungen werden davon dann gar nicht mehr betroffen sein. Wir können daher die Diskussion hier beenden.

  16. 161.

    Wir reden hier von Instandhaltungen und nicht vom Abbezahlen. Die Miete, die ich nehme, würde nicht im Ansatz dazu reichen einen Kredit abzubezahlen.

  17. 160.

    Meine "skurrilen" Erwartungen orientieren sich an einem Wohnstandard, den ich selber pflegen möchte. Damit sind zeitnahe Investitionen, solide Materialien und Ausführungen ohne besonderen Luxus zu verstehen. So wie es mein gesamtes Umfeld ebenfalls zu machen pflegt, egal ob eigenes Haus oder Wohnung. Und auch als Mieter habe ich stets nur dort gemietet, wo der Vermieter seine Immobilie gut in Schuß gehalten hat. Und mir war stets bewußt, dass ich als Nutzer der Immobilie anteilig für sämtliche Kosten + einen Rendite bezahle.
    Was die Rendite angeht, gibt es die alte Faustformel je 1000 € Kosten pro Quadratmeter sollte man 4 € Kaltmiete einnehmen. In meinem Beispiel (250.000€/100m2) wären 10 €/m2 ein solider Mietzins, der sowohl zukünftige Investitionen erlaubt als auch Risiken absichert. Mietendeckel sagt maximal 6,95 €. Und nun?
    Da treffen soziologische und politische Standpunkte auf betriebswirtschaftliche Realitäten.



  18. 159.

    @Kampfkaninchen: Woran sich unsere Vermieter-Geister scheiden, und das ist in der Debatte sehr maßgeblich und interessant, ist ganz eindeutig die Frage, wie Wirtschaftlichkeit und Rentabilität definiert werden. Und welche teilweise skurrilen Erwartungen hier auf Vermieterseite im Raum stehen. Wie man Ihren Gedanken und Berechnungen entnehmen kann - erhebliche. Insbesondere bei Instandhaltungen und der langfristigigen Kalkulation von von Modernisierungsmaßnahmen sind ja bereits Umlagen möglich, sowie ggf Steuervorteile - allerdings nicht komplett und das wäre wohl auch kaum fair ggü Mietern. Warum sollen Mieter langfristig Ihre bzw. meine Immobilie abbezahlen. Ich sehe nicht warum wir hier anders gestellt werden sollten, als der Häuslebauer um die Ecke. Ihre realen Renditewünsche - also, was Sie fair fänden - scheinen jedenfalls ein Geheimnis zu sein;)

  19. 158.

    "Selbstverständlich ist aber bspw. meine Anspruchshaltung auch nicht, dass ich durch hohe Mieten die Instandhaltungen in unserer WEG bzw meinen Sondereigentumsanteilen mehr oder weniger komplett decke."
    Da muss ich dann doch noch einmal antworten: Wir tauschen seit Tagen Argumente über die Wirtschaftlichkeit von Vermietung mit Einnahmen des Mietendeckels aus. Foristin Hannah und Sie selbst behaupten, mit Mietendeckel könne man als Vermieter auskommen. Nun stellt sich heraus: die Foristin negiert die hohen Kosten, die innerhalb von Jahrzehnten entstehen, weil sie bislang noch nicht betroffen war und ein Kauf-Schnäppchen gemacht hat und Sie selbst bestreiten diese Kosten aus privater Tasche. Das dürfen Sie natürlich. Aber es schwächt Ihre Argumentation bezügl. der Wirtschaftlichkeit von Vermietung unter Mietendeckel ungemein.

  20. 157.

    Sie haben Ende der 90er/Anfang 2000er gekauft. Das war die (kurze)Zeit der Tiefstpreise.
    Seither haben Sie offenbar nur kleinere Reparaturen machen lassen. Aber:
    a) Sie waren in der Phase, in der die WEG von der ursprgl. Sanierung zehrt. Wenn Sie die Substanz Ihrer erhalten und den Wohnwert an modernere Ansprüche/Vorgaben anpassen wollen, dann werden Sie in den nächsten Jahren sanieren und modernisieren müssen.
    b) Letzteres werden Sie dann zu Preisen in der Zukunft machen müssen. Diese steigen seit Jahren sehr stark und werden sicherlich nicht einbrechen.
    c) Nur weil etwas aus der Instandhaltungsrücklage bezahlt werden konnte, sind es trotzdem Kosten sobald ausgegeben.
    d) Und danke, der Kaufpreis war dem Instandhaltungsstau angemessen. Sie können nicht einfach wenige Schnäppchenjahre als Basis für sämtliche Kalkulationen über Jahrzehnte ansetzen und dann verallgemeinern.
    e) Was bedeutet notwendiger Umfang? Wer definiert das allgemein gültig? Wer nimmt von außen Einfluss?

  21. 156.

    Sie versuchen seit einigen Kommentaren mir Unwissenheit, unsaubere Berechnung unterzuschieben, oder ich hätte halt zu teuer gekauft.
    Sie picken sich jedoch stets nur einen zeitlichen Ausschnitt heraus während ich Kosten, die während der Nutzungsdauer der AfA entstehen, mit einberechne. Was nutzt Ihnen denn eine sehr gute Rendite von 5% in den ersten Jahren, wenn dann alle notwendigen Modernisierungen und Sanierungen nach 20+ Jahren zügig hintereinander erfolgen müssen? Alles an einer Immobilie hat eine Halbwertszeit und muss statistisch nach x Jahren erneuert werden. Dann haben Sie in den kostenintensiven Jahren eine negative Rendite. Diese müssen Sie natürlich mit der vorher erzielten Rendite verrechnen. Sie können das nur vermeiden, wenn Sie vor der kostenintensiven Zeit verkaufen oder die Investitionen nicht tätigen.
    Wir diskutieren wir hier über Gesamtrenditen von Vermietungstätigkeit bei langfristiger und nachhaltiger Bewirtschaftung oder geht's um Spekulation?

  22. 155.

    Was ist denn Ihr konstruktiver und funktionialer Vorschlag für die seit Jahren geschröpften Mieter in Berlin? Leider waren hier nun mal auch viele private Vermieter wenig fair unterwegs - siehe etliche abstruse Rechtsstreitigkeiten. Es ist schon absurd, immer wieder zu hören, dass dem Mietendeckel unterstellt wird, dass damit ein wirtschaftliches Vermieten nicht möglich ist. Seltsam nur, dass es den landeseigenen Wohnungsgesellschaften, Genossenschaften und zB Vermietern wie mir und Foristin Hannah durchaus gelingt oder? Ohne Querfinanzierung im übrigen. Aber vielleicht habe ich einfach von vorneherein deutlich realistischer kalkuliert als Sie - meine Wohnung wurde nicht in ein Hochpreis-Segment modernisiert, um möglichst viel Miete rausschlagen zu können usw. Wenn es so ist, wie Sie sagen und Ihnen aufgrund des Mietendeckels langfristig nur eine verlustbehaftete und ggf auch substanzgefaehrdende Vermietung möglich ist, dann nutzen Sie doch die Härtefallregelung, die der Senat explizit vorgesehen hat. Ein Recht auf Profitmaximierung bei der Vermietung von Wohnraum gibt es nunmal nicht.

  23. 154.

    Was ist denn Ihr konstruktiver und funktionialer Vorschlag für die seit Jahren geschröpften Mieter in Berlin? Leider waren hier nun mal auch viele private Vermieter wenig fair unterwegs - siehe etliche abstruse Rechtsstreitigkeiten. Es ist schon absurd, immer wieder zu hören, dass dem Mietendeckel unterstellt wird, dass damit ein wirtschaftliches Vermieten nicht möglich ist. Seltsam nur, dass es den landeseigenen Wohnungsgesellschaften, Genossenschaften und zB Vermietern wie mir und Foristin Hannah durchaus gelingt oder? Ohne Querfinanzierung im übrigen. Aber vielleicht habe ich einfach von vorneherein deutlich realistischer kalkuliert als Sie - meine Wohnung wurde nicht in ein Hochpreis-Segment modernisiert, um möglichst viel Miete rausschlagen zu können usw. Wenn es so ist, wie Sie sagen und Ihnen aufgrund des Mietendeckels langfristig nur eine verlustbehaftete und ggf auch substanzgefaehrdende Vermietung möglich ist, dann nutzen Sie doch die Härtefallregelung, die der Senat explizit vorgesehen hat. Ein Recht auf Profitmaximierung bei der Vermietung von Wohnraum gibt es nunmal nicht.

  24. 153.

    Die Immobilie wurde Ende der neunziger Jahre saniert, die Miteigentümer haben alle danach die Immobilie erworben, da gab es bisher keine Reparaturen, die nicht aus der Instandhaltungsrücklage bezahlt werden konnten. Wenn Sie natürlich eine Immobilie erwerben mit einem hohen Sanierungsbedarf, hätten Sie den Kaufpreis herunterhandeln müssen. Meistens werden solche Immobilien nur von Leuten erworben, die sanieren und diese dann teuer verkaufen. Wenn Sie dies nicht so handhaben wollen, dann konnten Sie das auch vor dem Mietendeckel nicht alles auf den Mieter abwälzen, es sei denn Sie vergraulen Ihren Mieter und vermieten dann erneut wesentlich teurer. Das ist mit dem Mietendeckel sinnvollerweise so nicht mehr möglich mit dem teuer vermieten. In einer sozialen Marktwirtschaft ist daher der Mietendeckel völlig richtig! Ergo: Sanierungen sind daher nur noch in einem notwendigen Umfang vorzunehmen, sodass Mieter und Vermieter jeweils damit zurechtkommen!

  25. 152.

    Sie sollen diese Beispielrechnung ja auch mit Ihren realistischen Werten ersetzen. Dann erhalten Sie die Nettomierendite. Dass das Beipsiel nicht Ihren realen Werten entspricht ist doch klar bei einem Beispiel, das nur die Berechnung aufzeigen soll. Für jemanden der auf GuV und Bilanzrecht hinweist stellen Sie sich merkwürdig unwissend an! Insbesondere da Sie auch Kosten mit in die Nettomietrendite hineinrechnen wollen, die da gar nicht hineingehören!

  26. 151.

    Das Problem ist, dass nun den Bestandsmietern bezahlbarer Wohnraum auf Kosten anderer gesichert werden soll. (Und ich rede hier jetzt nicht von den Big Playern, sondern von Vermietern, die bisher wenig Miete genommen haben) Sie haben ja durchblicken lassen , dass sie es sich als Vermieter leisten können, dass Sie weder kostendeckend arbeiten müssen, noch Rendite auf ihr eingesetztes Kapital benötigen. Scheinbar haben sie andere Töpfe, sie glücklicher, womit sie ihre sozialen Ambitionen querfinanzieren können. Die hat aber nicht jeder und das kann man auch nicht von jedem erwarten, dass er das Leben seines Mieters mit seinen persönlichen Einkommen subventioniert. Vor allen Dingen nicht, wenn der Mieter das dreifache verdient...

  27. 150.

    @Kampfkaninchen: was stellen Sie sich denn nun an Rendite vor? Die vielen Rechnungen und Zahlen die Sie um sich ich herum verteilt haben, haben diese Frage nach wie vor nicht beantwortet und neben Ihrer individuellen Kalkulation bleibt die prinzipielle Gesellschaftsfrage offen. Da Sie Ihre Wohnung selbst bewohnen, ist der wesentliche Zweck für Sie doch grundsätzlich erfüllt, Sie haben Wohnraum für sich langfristig bezahlbar gesichert und natürlich zahlen Sie dafür. Was ist nun das Problem mit dem Mietendeckel, der auch Bestandsmietern bezahlbaren Wohnraum sichert?

  28. 149.

    übrigens:
    In Ihrem Beispiel gehen Sie von einer Nettokaltmiete von 10.000 €/ Jahr aus. Falls es ein Altbau ist, dann müsste man bei dieser Jahresmiete umgerechnet nach Mietendeckel von 105 -110 m2 Fläche ausgehen.
    Und eine solche Wohnung wollen Sie für 220.000 € Gesamtkosten erworben haben? Uns eine solche Wohnung für 700,00 €/Jahr Instand halten? Total realistisch.

  29. 148.

    Wie um Himmels Willen kommen Sie auf jährliche Instandhaltungskosten von 700 €? Erkundigen Sie sich bitte, in welchen Zeiträumen man statistisch diverse Bestandteile des Gemeinschaftseigentums und der eigenen Wohnung renovieren/erneuern/modernisieren/sanieren muss. Da kommen Sie auf ganz andere Zahlen. Wir (12 ETW) haben seit 2010 saniert:
    2012 vordere Fassade/Balkone 140.000 €, 2015 Treppenhaus 65.000 €, 2019 hintere Fassade inclusive. Dämmung und Balkone 94.000 €.
    Es sind bis 2024 geplant: Austausch Ölheizung gegen Pelletheizung incl. tw. Strangsanierung, Erneuerung von 3 Dachterassen.
    Dann wird nach 2025 - 2030 eine neue Dacheindeckung incl. Dämmung, 9 neue Dachfenster, Schornstein- und Rinnensanierung fällig.
    Ich glaube eher, Sie rechnen sich das Ganze schön oder finden es normal, dass Immobilien nicht Instand gehalten bzw. modernisiert werden.

  30. 147.

    Liebes Kampfkaninchen, es ist nahezu sinnfrei über individuelle Zahlen und Kalkulationen zu reden, wenn man die konkreten Fakten nicht wirklich kennt und überblickt. Das hatte @Hannah verständlicherweise auch kommentiert. Wie auch immer Ihr persönlicher Fall gelagert ist, Sie haben uns beiden schlussendlich nicht beantwortet, was denn im Falle einer Vermietung Ihr Renditeanspruch wäre? Ein konkretes Betroffenheitsproblem haben Sie akut aufgrund der Selbstnutzung offenbar nicht und das ist ja nicht ganz unwichtig, denn dann haben Sie wohl noch klarer kalkuliert, dass auf die Dauer Instandhaltungen anliegen und durch Sie zu bezahlen sind. In jedem Fall ist es doch interessant, dass Hannah und ich (aus unseren WEG Erfahrungen) berichten können, dass uns eine minimale Rendite mit Mietendeckel durchaus möglich ist. Selbstverständlich ist aber bspw. meine Anspruchshaltung auch nicht, dass ich durch hohe Mieten die Instandhaltungen in unserer WEG bzw meinen Sondereigentumsanteilen mehr oder weniger komplett decke.

  31. 146.

    Ist das so? Sie haben meinen Kommentar vom 04.07. gelesen? Denn da referenziere ich explizit auf den Beschluss des Bundesverfassungsgerichtes zu drei dort in 2019 verhandelten anhängigen Sachverhalten bzgl. der Mietpreisbremse. Allerdings hatte die offensichtlich verfassungsgemäße Mietpreisbremse wesentliche Konstruktionsfehler und genau deswegen hat Sie die Probleme seit 2015 auch nicht lösen können. Das haben im übrigen und neben den Zahlen - diverse Parteien und Beteiligte anerkannt. Es gab zu viele Schlupflöcher und Ausnahmen bei gleichzeitig fehlenden Sanktionsmöglichkeiten durch Mieter. Erwähnenswert ist natürlich auch, dass damals schon behauptet wurde, dass die Bremse zu weniger Neubauten und Modernisierungsmaßnahmen führen würde... Ein wiederkehrendes Argumentationsmuster - dummerweise kam dann allerdings erst recht ein privater Bauboom in Berlin. Insofern ist Ihr Kommentar eine unbelegte, sogar widerlegte Behauptung - aber kein seriöses Argument gegen den nun tatsächlichen regulierenden Mietendeckel.

  32. 145.

    Sorry, aber Sie rechnen sich arm! Die Nettomietrendite wird wie folgt berechnet:
    Addieren Sie die Kaufnebenkosten dem Kaufpreis hinzu. Subtrahieren Sie anschließend von der Nettokaltmiete die Verwaltungs- und Instandhaltungskosten, um den Jahresreinertrag zu erhalten. Dividieren Sie schließlich den Jahresreinertrag durch die Investitionskosten.

    Beispiel: Berechnung Nettomietrendite
    Kauf einer Eigentumswohnung

    Kaufpreis 200.000 Euro
    Kaufnebenkosten 220.000 Euro
    Nettokaltmiete: 10.000 Euro - jährliche Verwaltungskosten: 500 Euro - jährliche Instandhaltungskosten: 700 Euro = Jahresreinertrag: 8.800 Euro

    Jahresreinertrag: 8.800 Euro / Investitionskosten: 220 000 Euro x 100 = 4,0 % Nettomietrendite

  33. 144.

    Wenn Sie meine bisherigen Kommentare mal gelesen hätten, dann wüssten Sie, dass wir unsere Wohnung selbst bewohnen.
    Sollte dies einmal nicht mehr der Fall sein, dann würde ich niemals vermieten, weil sich das zu Mietendeckelpreisen niemals lohnt. Dies habe ich mittlerweile für andere Leser ermüdend mit Zahlen dargelegt. Sie und Foristin Hannah betrachten die tatsächliche Kostenseite über 40 Jahre (Abschreibungszeitraum Altbau) nicht. Entweder wird negiert, dass in langen Zeiträumen die Instandhaltung immense Summen verschlingt oder es wird mit irgendwelchen Steuerersparnissen oder Verkaufserlösen argumentiert, die nichts mit einem Gewinn aus Vermietung zu tun haben. Man kann mit niedrigen Mieten seine Marge erzielen. Aber nur, wenn man die Investitionen in den Erhalt so gering wie möglich hält. Und genau so sehen alle Immobilien in einem Mietendeckelareal dann irgendwann auch aus. Ich steige jetzt aus dieser Diskussion aus. Das BVerfG wird Recht sprechen. Schönen Sonntag

  34. 143.

    Sie tun immer so, als wäre der Markt ohne den Mietendeckel unreguliert, aber das ist er nicht. Es gibt die Mietpreisbremse, die jeder akzeptiert hat und die noch gar nicht genug Zeit hatte ihre Wirkung zu entfalten. Wir haben in Deutschland einen sehr starken Mieterschutz, der Vermieter in den Rechten an ihrem Besitz auch ohne Mietendeckel schon sehr einschränkt. Wenn der Senat sich darauf konzentriert hätte, die bestehenden Gesetze zu kontrollieren, wäre das vollkommen ausreichend gewesen und hätte genügt, um gegen „Abzocker“ vorzugehen.

  35. 142.

    Sie schrieben, dass Sie ursprgl. günstig gekauft haben - insofern haben Sie den u.g. Instandhaltungsstau in Ihrer Immobilie/WEG sicher in Ihre Kalkulation eingepreist oder? Ich kann mir gut vorstellen, dass Sie bei Ihrem (vermutlich) Altbau mit hohen einzuspielenden Mieten kalkuliert haben - zumal Sie die Wohnung offenbar als Rendite-Objekt angeschafft haben. Genau das ist der Punkt und das wurde in Q3/2019 durch das BVerfG klar festgestellt: es gibt kein Grundrecht auf private Profitmaximierung bei Eigentumsobjekten mit wichtigen sozialen Funktionen.... wie z.B. bei Wohnraum. D.h. als Eigentümer können Sie nicht einfach darauf vertrauen, dass Sie höchstmögliche Mieteinkünfte erzielen können und dieses Profitstreben sozusagen durch das Eigentumsrecht geschützt ist. Schranken der konformen Mietpreisregulierung wären hingegen, der Erhalt der Bausubstanz und ein abzuwendender dauerhafter Verlust als Vermieter - und das löst die Härtefall-Regelung des Mietendeckels...

  36. 141.

    Nominal sind die mieten niedrig. Das ist aber ein unsinniger Vergleich. Die Mieten sind in München auch niedriger als in einer schweizer Kleinstadt. Man muss es im Verhältnis zum Durchschnittseinkommen sehen. Die von Ihnen erwähnten Weltstädte haben eine herausragende, im Landesvergleicht überdurschnittlicher Wirtschaftsleistung. Berlin hat eine bundesweit unterdurchschnittliche Wirtschaftsleistung. Im Vergleich zum Durschnittseinkommen hat Berlin eine der höchsten Mieten in Deutschland. Höher als in München, wesentlich höher als Frankfurt.

  37. 140.

    in Ihrer Rechnung fehlen erhebliche Faktoren:
    Die Kosten für Verw. und anteilige Instandh.-, Modern.- und Sanierungskosten. Wie lange hält eine Dämmung, wie lange eine Fassade, wie lange eine Heizung, nach wie vielen Jahrzehnten sind Stränge zu sanieren, Fenster ? Sie können davon ausgehen, dass sie innerhalb von 40 Jahren nochmals den Kaufpreis investieren müssen. Oder sie haben ein top saniertes Objekt erworben, müssen evtl. weniger sanieren, bezahlen dafür aber einen hohen Kaufpreis.. Hat man irgendwann statistisch Leerstand? Mietausfälle? Rechtsstreitigkeiten? Neue staatliche Vorgaben?
    Nur die geplanten Inv. unserer WEG in den nä 4 Jahren betreffen mich mit ca. 14.000 €. Und ich wette, es wird bis dahin teurer. Und dann ist Ihre Rendite von 3,336 % zusammengeschmolzen auf 1-1,5 %, sogar ohne die zuvor aufgeführten Risiken. Wie hoch ist die Inflation im Zeitraum? Kosten aus 2020 und Mieten von vor 10 Jahren passen nicht zusammen.

  38. 139.

    Ihre Rechnung und konkrete Situation kann ich natürlich nicht komplett überblicken - muss ich allerdings auch nicht, denn im Grunde geht es hier doch um prinzipiellen Fragen. Möchte man, dass Wohnraum ein Spekulations- bzw. Renditeobjekt ist und wenn ja mit welchen Spielregeln und Spielern? Die Situation tausender Mieter in der Stadt, die zahlreichen Verdrängungen, der zunehmende Verlust des sozialen Mixes in den Bezirken und die daraus resultierenden Probleme auch infrastruktureller Art, sprechen aus meiner Sicht nicht dafür, dass sich der Mietmarkt zukünftig nahezu unreguliert selbst überlassen werden sollte. Ein Recht auf höhere Renditen - was auch immer Sie sich hier genau vorstellen - sehe ich jedenfalls nicht. Dafür ist Wohnraum ein zu essentielles Gut in unserer Stadtgesellschaft. Unabhängig davon: auch wenn die blanko Rendite ohne Steuereinsparungen zu rechnen ist, so ganz unwesentlich sind diese ja nun nicht gerade, wenn ich einen umfassendenen Blick auf den Aspekt des "Sich-Lohnens" werfe. Je nachdem, welchen finanziellen Zweck ich mit meinem Immobilieneigentum verfolge - da gibt es bekanntlich viele lohnende Spielarten...

  39. 138.

    Ihre Rechnung und konkrete Situation kann ich natürlich nicht komplett überblicken - muss ich allerdings auch nicht, denn im Grunde geht es hier doch um prinzipiellen Fragen. Möchte man, dass Wohnraum ein Spekulations- bzw. Renditeobjekt ist und wenn ja mit welchen Spielregeln und Spielern? Die Situation tausender Mieter in der Stadt, die zahlreichen Verdrängungen, der zunehmende Verlust des sozialen Mixes in den Bezirken und die daraus resultierenden Probleme auch infrastruktureller Art, sprechen aus meiner Sicht nicht dafür, dass sich der Mietmarkt zukünftig nahezu unreguliert selbst überlassen werden sollte. Ein Recht auf höhere Renditen - was auch immer Sie sich hier genau vorstellen - sehe ich jedenfalls nicht. Dafür ist Wohnraum ein zu essentielles Gut in unserer Stadtgesellschaft. Unabhängig davon: auch wenn die blanko Rendite ohne Steuereinsparungen zu rechnen ist, so ganz unwesentlich sind diese ja nun nicht gerade, wenn ich einen umfassendenen Blick auf den Aspekt des "Sich-Lohnens" werfe. Je nachdem, welchen finanziellen Zweck ich mit meinem Immobilieneigentum verfolge - da gibt es bekanntlich viele lohnende Spielarten...

  40. 137.

    Tja, Sie behaupten das so einfach, dass sich das nicht rentiert. Bei Ihren Zahlen (wenn ich diese richtig einordne, korrigieren Sie meine Rechnung ansonsten gerne) unten komme ich auf 3,336 % Rendite.

    100 x Jahresnettokaltmiete / Kaufpreis des Objekts = Bruttomietrendite in %
    100 x 695 € x 12/ 250.000 € = 3,336 %

    Mein Nachbar hatte nicht so hohe Kosten und kommt auf 6% Rendite. Die Nettomietrendite liegt bei 4,5 % trotz Mietendeckels. Hat also hinsichtlich Rendite das bessere Objekt, obwohl auch nichts besonderes. Die Nettomietrendite kann ich nicht berechnen bei Ihnen, da ich nicht die genauen Kosten kenne. Wie hoch wäre denn Ihre Nettomietrendite bzw. was haben Sie denn für Renditeerwartungen an eine Immobilie?

  41. 136.

    Hallo Foolsgarden,
    zwischen "Goldgräber"-Geschäftsmodell und Mietendeckel-Preisen liegen Welten. Nach meinen Berechnungen rentiert sich eben die Vermietung nach den Preisen eines Mietendeckels nicht, jedenfalls nicht in meinem Beispiel mi relativ günstigem Kaufpreis.
    Foristin Hannah hat in ihrer Beispielrechnung - auf die ich geantwortet habe - verschiedene Dinge zusammengeworfen, die bei der Berechnung einer Rendite (oder Verlustes) aus Vermietung nicht hinein gehören:
    1. Steuersparen: Wenn ich Steuern auf andere Einnahmen durch Verluste aus Vermietung vermeiden kann, dann hilft das der persönlichen Mischkalkulation. Aber eine solche Steuervermeidung kann nicht als Teil einer Rendite auf Vermietung betrachtet werden.
    2. Verkaufserlöse: Wenn nach x Jahren ein Verkaufserlös erzielt werden kann, dann ist das ein Gewinn aus Verkauf und nicht aus Vermietung. Umgekehrt würde ein Verkauf mit Verlust (z.B. entdeckter Hausschwamm, o.ä.)die zuvor erzielte pos. Mietrendite nicht schmälern.

  42. 135.

    Und worauf zielt Ihre Aussage nun ab @Kampfkaninchen? Sicherlich wird es Fälle geben, in denen sich das bisherige "Goldgräber"-Geschäftsmodell einiger Vermieter nicht mehr lohnt bzw rechnet. Das bezweifelt doch keiner. Insbesondere wenn Sie teuer modernisiert haben, um ff. teuer zu vermieten. Aber die Schlussfolgerung kann ja wohl kaum sein, dass man deshalb auf ein "Weiterso" beim Berliner Mietmarkt setzt. Frei nach dem Motto: die gesicherten Renditen einiger Investments durch Vermieter (statt Kapitalverluste) sind uns wichtiger, als die Probleme tausender Mieter (Verlust bezahlbaren existenziellen Wohnraumes). Zumal es hier eben auch einen Rattenschwanz an gesellschaftlichen Auswirkungen gibt, den die Gemeinschaft bezahlen muss. Stichwort: infrastrukturell wichtige Arbeitnehmer finden innerstädtisch keinen bezahlbaren Wohnraum mehr, der soziale Mix in der bezirklichen Bevölkerung geht weiter verloren, auch für das Stadtbild relevante Gewerbe können die Mieten nicht mehr zahlen, Sozialleistungen müssen aufgrund der steigenden Mieten erhöht werden usw. All das und etliche weiter Auswirkungen müssen eingepreist werden, wenn wir darüber diskutieren, wer mit Immobilien wieviel Rendite machen kann und wo es schlicht Grenzen gibt.

  43. 134.

    Sie berechnen den Gewinn aus Vermietung Ihres Bekannten, in dem Sie den fiktiven heutigen Verkaufspreis/ Wertsteigerung mit einberechnen. Wenn Sie das machen, dann erzielt jeder, der veräußerbare betriebliche Mittel besitzt einen Gewinn.
    Das wäre so wie: ich erstelle ein Produkt, bei denen der Umsatz nach Jahrzehnten die Kosten nicht einspielt, aber weil die Maschine zum Produzieren der Ware heute teurer ist, habe ich einen Gewinn? Aus diesem Grunde gibt es die GuV-Rechnung und Bilanzierung. Abschreibung + anfallende Kosten für Sanierung + Verwaltungskosten + Kreditzinsen versus Mieteinnahmen sind die Berechnungsbasis. Ihr Bekannter konnte steuerliche Vorteile nutzen, weil es Einnahmen aus ANDEREN Quellen gab. Das geht für seine persönliche Mischkalkulation auf, kann aber kein Indikator für die Margenberechnung aus der reinen Vermietung sein. Auch Wertsteigerungen sind über Jahrzehnte keinesfalls garantiert.




  44. 133.

    Ein Miteigentümer und Bekannter hat seine Wohnung vor über 10 Jahren gekauft. Zwischenzeitlich neu modernisiert, er bewohnt diese nicht bzw. vermietet diese und konnte daher vieles optimal steuerlich geltend machen. Wenn er die Wohnung heute verkaufen würde, erzielt er mindestens das Doppelte. Nach Abzug der Modernisierungskosten, die er überwiegend steuerlich geltend machen konnte, und anderer Kosten, und nach Berücksichtigung der Mieteinnahmen bleibt eine Rendite von trotzdem über 100 Prozent bei der Gesamtlaufzeit. Ich weiß nicht was Sie falsch machen? Eine Immobilie dient auch als Schutz vor Inflation und dieser Schutz wurde ja nun eindeutig erreicht und weit übertroffen! Wenn Sie mir keine weiteren Details nennen, kann ich Ihnen auch nicht weiterhelfen! Lassen Sie sich am besten umfassend beraten von einem unabhängigen Finanzberater oder Ihrem Steuerberater!

  45. 132.

    Unterstellungen? Welche meinen Sie denn bitte konkret? Ich kann nur von dem ausgehen, was Sie hier schreiben und darauf reagiere ich. Die Denkmalschutzthematik ist mir bspw. neu. Wir reagieren seit ca. 1 Jahr in Kommentaren aufeinander, aber ich höre das nun zum ersten Mal. Dass hierbei besondere Auflagen zu erfüllen sind und entsprechende zusätzliche Kosten anfallen, kann ich nachvollziehen. Denkmalgeschützte Immobilien sind bekanntlich etwas für risikobereite Liebhaber, das wussten Sie natürlich schon vorher, aber gut - den Mietendeckel bzw. verschärfte Mietpreisgesetzte konnte man natürlich nur mit etwas politischem Gespür erahnen. Die Frage ist jetzt, was für ein Problem Sie denn nun konkret mit dem Deckel haben? Ein wirtschaftliches oder ein politisches - das vermengen Sie immer mal wieder. Also betrifft der Mietendeckel sie nun konkret mit einer unzumutbare Härte oder gefällt es Ihnen einfach nicht, dass Sie staatlichen Regeln in puncto Mietpreis unterliegen?

    Im Übrigen ist es wirklich witzig, was Sie mir alles vorwerfen (während Sie wieder einen Angriff auf eine Partei starten und ein bisschen vom Leder lassen) und dabei offensichtlich ein bisschen vergessen, dass ich hier genauso das Recht habe zu kommentieren, wie Sie. Auch wenn Ihnen meine Ansichten partout nicht zusagen. Selbstverständlich gilt das auch für konkrete Umstände, die Sie hier als Argumente gegen den Mietendeckel aus Ihrer persönlichen Logik vortragen. Natürlich kann ich dann auch Gegenargumente bringen..

  46. 131.

    @foolsgarden. Eine der unangenehmsten Seiten die Sie haben, sind Ihre permanenten Unterstellungen, die Sie sich aus den Fingern saugen. Es ist vollkommen egal, welche Fakten ich Ihnen bisher zum besseren Verständnis genannt habe, diese ignorieren Sie einfach. Eine denkmalgeschützte Jugendstilaltbauwohnung renoviert man nicht mal eben so mit einem Klecks Farbe, sondern diesen Kulturschatz renoviert und saniert man gemäß der Denkmalpflege und erhält den Charakter der Wohnung, das kostet viel. Dass die Linken für Kulturgüter nichts übrig haben konnte man nach der Wende bewundern. Ihre unsachliche Argumentationsweise, indem Sie Leute mit anderer Meinung persönlich angreifen, stößt hier im Forum nicht nur mir auf. Ein letzter Satz: Ob ich mit einer Vermietung viel oder wenig Geld verdienen möchte oder ob ich eine Wohnung billig oder teuer saniere, geht Sie absolut gar nichts an! Mit welchem Recht mischen Sie sich permanent in fremde Angelegenheiten ein? Lassen Sie das bleiben!

  47. 130.

    Liebe Eleonora,
    Ich wettere in dem gleichen Maße in dem Sie bei jedem Artikel zum Mietendeckelgesetz eben jenes angreifen. Ihre einseitigen Angriffe u. Wahrnehmungen, die Sie hier immer wieder als Wahrheiten verkaufen (Ihre Wahrheiten), provozieren meinen Wiederspruch. Eben weil ich beide Perspektiven sehe (Vermieter, Mieter) und dabei auch merke, dass ich als Vermieter durchaus im Rahmen des Mietendeckels vermieten kann, ohne zum Härtefall zu werden. Sie hingegen suggerieren immer wieder schwarz/weiss-Modelle und tun es auch jetzt: natürlich hätten sie auch mit weniger Aufwand ihre Wohnung instandsetzen u. modernisieren können. Die flapsige giftgrüne Tapete und die Secondhand Toilette wären dabei mitnichten zwingend gewesen - auch wenn sie das behaupten. Das ist einfach ein trauriger rhetorischer Versuch sich als in die Ecke gedrängtes Opfer zu stilisieren. Fakt ist, sie haben (und damit stehen sie leider wirklich nicht allein) Wohnraum gekauft, modernisiert und darauf gesetzt, diesen möglichst teuer zu vermieten, um entsprechende Mieteinnahmen zu generieren. Der Mietendeckel, der versucht Mieter*innen vor der Mietpreistreiberei des ungleichen Mietmarktes zu schützen, ist Ihnen deshalb schlicht ein Dorn im Auge. Deshalb verkünden Sie immer wieder lautstark mit viel Getöse und kruden Theorien, warum der Mietendeckel ausschließlich schlechte Auswirkungen für die armen, armen Mieter hat und nur den Besserverdienern hilft - natürlich bleiben sie dabei gern eine Antwort schuldig, wie den Mietern dann stattdessen nachhaltig u. kurzfristig geholfen werden könnte. Das nennt man einfach inszenierte egomane Stimmungsmache, die manchmal sogar gegen betroffene Mieter hetzt und sie generalisierend als faul, asozial und "selbst schuld" hinstellt... Sry, da müssen Sie meinen Widerspruch leider ertragen;)

  48. 129.

    @foolsgarden. Es hätte mich auch sehr gewundert, wenn Sie mal nicht gegen mich gewettert hätten. Hätte ich Ihrer Meinung nach meine 2012 erworbene Altbauwohnung, die unbewohnbar war, weil mindestens 50 Jahre nichts renoviert wurde mit einem Second Hand WC und giftgrüner Tapete ausstatten sollen? Dann hätten Sie bestimmt gemeckert und gesagt :'Ihre Mieter sind Ihnen wohl nichts wert'? Ihre Argumentation ist an Absurdität nicht zu toppen. Lesen Sie sich Ihre Kommentare eigentlich nochmal durch bevor diese abgeschickt werden? Es bringt absolut nichts sich mit Ihnenn zu streiten, weil Sie alle Argumente und Fakten, die nicht in Ihr Weltbild passen,vollkommen ausblenden. Meine "Rendite Felle' reduzieren sich im übrigen auch durch Mietendeckel auf nur 16€ mtl. Im übrigen werden die Ansprüche der Mieter immer höher und niemand will einfach wohnen. Kümmern Sie sich in Zukunft bitte um Ihre eigenen Angelegenheiten und lassen mich in Ruhe, es ist Zeitverschwendung sich mit Ihnen auszutauschen.

  49. 128.

    Wie amüsant von Ihnen, dass Sie mich als Mieter und Vermieter von Ihrer persönlichen Interessenlage überzeugen wollen. Ich verstehe sehr wohl, warum Sie gegen den Mietendeckel wettern (wer sieht schon gern seine Rendite-Felle davonschwimmen) und selbstverständlich stehen Sie mit Ihrer Gegnerschaft politisch nicht allein da. Die äußerst Mieter "freundlichen" FDP/CDU haben ihre Interessenvertretung bzgl des Mietendeckels auch sehr klar gemacht und dagegen geklagt. Fakt ist, für die langfristigen Auswirkungen dieses neuen Instrumentes wurden bereits etliche völlig gegensätzliche Thesen und Analysen aufgestellt (das war auch beim Mindestlohn so, inkl. Prognosen vom Untergang des Abendlandes). Fakt ist aber auch, dass ein "Weiterso" eben auch keine Lösung ist und die bisherige dramatische Preissteigerung auf dem Mietmarkt ist eindeutig und belegt. Will sagen, daß sind eben keine Prognosen und Theorien, sondern gegenwärtige Probleme für die es bisher eben keine funktionierenden Instrumente gab.

  50. 127.

    Sie haben eine Mietwohnung gekauft, diese in ein offensichtlich höheres Mietsegment modernisiert und an Mieter vermietet, die eher als Besserverdiener einzustufen sind. Dass haben Sie doch aber nicht mit einem sozialen Goodwill getan, sondern um eine sichere und sich lohnende stabile Investition zu tätigen. Eine besondere soziale Verantwortung kann ich hier nun wirklich nicht erkennen, die Motivation liegt in ihrem ROI. Dass Sie mit der gezielten Vermietung von hochpreisigerem Wohnraum, der eben nicht für Ottonormalverdiener erschwinglich ist und den Bedarf in der Stadt zu decken hilft, ein kleines zusätzliches Rad in der Gesamtwirkung des Mietmarktes in Berlin sind, weisen sie von sich. Was wäre denn, wenn alle kleinen privaten Vermieter aus ihren Immobilien das Maximum herausholen würden und damit bezahlbarer Wohnraum explizit vernichtet wird? Natürlich kann sich jeder einzelne auf sein individuelles Recht berufen, aber mit sozialer und volkswirtschaftlicher Nachhaltigkeit für das Land Berlin hat das wenig zu tun. Und mit Fairness ggü den vielen tausend Mietern schon gar nicht. Zumal Sie dann auch noch so tun, als ob bei dem angespannten Mietmarkt die Mieter eine grosse (Aus-)Wahl hätten.. Wucher und Preistreiberei sind eben nicht in Ordnung, wenn das Machtverhältnis der Marktteilnehmer so ungleich ist.

  51. 126.

    Allen Mietendeckelfans empfehle ich dringend folgenden Artikel online zu lesen: "Mietendeckel - Berlin scheitert mit Ansage', vor 1 Stunde veröffentlicht in der FAZ, verfasst von Patrick Bernau. Alle diese Kritikpunkte samt Folgen gegen den Mietendeckel habe ich Ihnen @foolsgarden, mehrfach in den letzten Monaten versucht klarzumachen. Da Sie immer gerne Zahlen und Fakten hören wollen, die haben Sie in diesem Artikel zur Genüge. Viel Spaß beim lesen und einen schönen Sonntag.

  52. 125.

    Ich habe Ihnen die Gesamtkosten genannt, Details gehen Sie nichts an. Unsere 4köpfige Familie findet Platz.
    Bereits im ersten Post habe ich erwähnt, dass ich 2010 im Vergleich zu heute sehr günstig gekauft habe. Dafür war klar, dass ein Instandhaltungsstau besteht. Gesamtkosten von 250.000 € sind heute mehr als moderat. Und selbst diese Kosten sind durch Mieteinnahmen des Mietendeckels nicht zu erzielen. Niemals. Insofern bezweifle ich Ihre ursprgl. Aussage bezügl. mit dem Mietendeckel zufriedener Miteigentümer Ihrer WEG stark.
    Warum unterscheiden Sie zwischen Fremd- oder Eigenkapital? Wer soll denn Geld, egal ob Erspartes oder Geliehenes investieren, wenn nach 35 Jahren und länger gerade einmal das eingesetzte Kapital (von einer Verzinsung oder Inflation ganz zu schweigen) wieder hereinkommt? Ich jedenfalls nicht. Das machen u.U. nur diejenigen, die im großen Stil spekulieren können; die ihre Immobilien auf Verschleiß fahren und auf Wertsteigerungen bauen.

  53. 124.

    Sie leben wahrscheinlich in einem Wohnhaus gebaut zwischen 1950 und 1960 mit einem langjährigen Mietvertrag.

    Ihr Vermieter hat die ersten Jahre die Miete nicht erhöht, dann haben sie ggf. In den letzten 8 Jahren zwei Mieterhöhungen erhalten und bezahlen jetzt Miete ähnlich der Ausstattungsmerkmale zu Ihrer Wohnung.

    Soweit alles OK und Ihr Gehalt ist auch seitdem Sie in der Wohnung leben über die Jahre gestiegen.

    Ihr Wohnhaus war voraussichtlich nicht mehr in einem guten Zustand mit schlechter Energieeffizienz und ohne Balkon. Der Vermieter hat zu jeder Wohnung einen Balkon errichtet, die Heizungsanlage erneuert und die Fassade gedämmt.

    Die Kosten hat er zu 11 % auf Ihre Miete umgelegt. Natürlich kann man den jetzigen Zustand nicht mehr mit dem zum Zeitpunkt der Anmietung vergleichen. Der Wohnkomfort hat sich stark erhöht.

    Jetzt deswegen auf die Barrikaden zu gehen, vor Abschluss eines Mietvertrages sind all diese Punkte geklärt.

  54. 123.

    @MontKlamott. Staatliche Regulierungen, Modernisierungsvorschriften, Klimaschutz, die Geldflut der EZB, die Anhebung der Kaufnebenkosten auf ca.18% , Wohnungsknappheit etc. hat den Immobilienmarkt drastisch verteuert. Die Preissteigerung ist in Berlin deswegen so stark,weil das Ausgangsniveau so gering war. Berlin als Hauptstadt ist im Vergleich zu anderen Großstädten trotzdem immer noch nicht überteuert. Es gibt bestimmt unter den Vermietern Abzocker, die haben die ganze Branche in Verruf gebracht, aber zum Nulltarif kann niemand vermieten. Nicht alle Vermieter sind reiche Leute, sondern viele sparen sich ihre Immobilie vom Mund ab, indem sie auf vieles über Jahre verzichten. Das Wohngeld wurde in Berlin erhöht, haben Sie einen Antrag gestellt? Sie leben seit Jahren in ihrer Wohnung, vor Jahren waren Immobilien in Berlin spottbillig. Schade, dass Sie damals nicht gekauft haben.

  55. 122.

    @foolsgarden. Sie fragen in Ihrem letzten Absatz nach der Fairness und Verantwortung der Vermieter? Diese spiegelt sich wieder in der Bereitschaft Wohnraum zur Verfügung zu stellen und selbst das Risiko der Finanzierung in Kauf zu nehmen. Es gibt Mietnomaden, Vandalismus, Arbeitslosigkeit des Vermieters, wodurch er sehr schnell in die Zwangsversteigerung getrieben werden könnte. Wie sieht es mit der Fairness von Mietern aus? Diese waren bei Unterzeichnung des Mietvertrags doch geschäftsfähig und haben sich eine Wohnung ausgesucht, die sie bezahlen können, oder? Jetzt verstecken sie sich hinter Frau Lompscher und fühlen sich voll im Recht, sich nicht an den Verteag zu halten und die Miete zu reduzieren. Planungsunsicherheit des Vermieters vernichtet die Bereitstellung von Wohnraum!

  56. 121.

    Schämen Sie sich! Ich arbeite ganz normal in Vollzeit und wohne seit vielen Jahren in meinem Heimatkiez in einer kleinen Wohnung. Sie sitzen offensichtlich in Bad Homburg und wollen mir Berliner, der seit Jahren mehrere Mieterhöhungen und eine teure Modernisierung (die vor allem die Einordnung im Mietspiegel ändern sollte) über sich ergehen lassen musste, dass ich zu hohe Ansprüche hätte oder mehr arbeiten soll? Das Problem bin also ich und nicht mein Vermieter, der seit Jahren immer mehr Reibach macht und sämtliche Optionen zieht, um die Miete zu erhöhen?! Die Dreistigkeit mancher Leute bzw Vermieter ist unmöglich!! Ich sehe nicht ein, dass ich als Mieter eine immer unverhältnismäßigere Miete zahlen soll oder mich aus meinem Kiez verdrängen lassen muss! Asozial sind Vermieter, die aus ihren Mietern immer mehr Geld herauspressen und dann auch noch so tun, als hätten Sie allen moralischen Anspruch das zu tun. Gierig bis ins Mark ohne Rücksicht auf Verluste - mit Ausnahme ihrer eigenen!!

  57. 120.

    @foolsgarden. Ich staune sehr, dass Sie behaupten wir Mietendeckelgegner hätten bisher keinen Vorschlag für bezahlbaren Wohnraum gemacht?!? Also nochmal: Sozialwohnungen und Studentenwohnheime bauen. Wohnraum schaffen, statt teuer zurückzukaufen. Bauland und Baugenehmigungen flotter ausweisen. Nicht nur die Gehälter und Diäten der Staatsbediensteten erhöhen, sondern alle. Die Kosten für 'Neuerwerber' reduzieren durch Senkung der Grunderwerbsteuer. Eine Mehrwertsteuerermäßigung der Handwerkerkosten bei Sanierung und Renovierung. Die '2. Miete', die Energiekosten endlich reduzieren. Bei einem Kaufpreis von inzwischen 4000-10000€ pro Quadratmeter wird niemand mehr zum gedeckelten Preis vermieten können. Die Mietpreisbremse wirkt langfristig. Die Ansprüche der Mieter dürfen gerne auch reduziert werden: Weniger m3 bewohnen, Umzugsbereitschaft. Nicht jeder kann da leben wo er will, sondern wo er kann, ansonsten selber kaufen.

  58. 119.

    Wie groß ist denn Ihre Wohnung, in welchen Zustand haben Sie diese erworben und in welchem Zustand ist das gesamte Haus, wie viel Eigenkapitalanteil haben Sie mit eingebracht, die Fremdfinanzierungsphase ist wie lange gebunden und wie hoch ist Ihr derzeitiger Zinssatz und die momentane monatliche Tilgung? Hat Sie Ihre Bank darauf hingewiesen beim damaligen Kauf, dass Sie nicht permanent davon ausgehen können beim Umschwenken auf Vermieten, dass eine Fremdfinanzierung mit Hilfe von Mieteinnahmen zu finanzieren nicht alle Kosten deckt? Welche Bank war das?

  59. 118.

    Kurzfristig wurde den Mietern schon sehr mit der Kürzung des Modernisierungsaufschlags von 11 % auf 8 % geholfen. Beispiel Badsanierung kostet dem Vermieter 10.000 €. Davon sind angenommen 7.000 € verrechenbare Modernisierungskosten. Dies bedeutet bei 11 % = 65 Euro und bei 8 % = 45 Euro Aufschlag. Hätte sich Frau Lompscher nun damit abgefunden 5 Jahre keine Mieterhöhungen durchzusetzen und zudem Mietern geholfen gegen teure Mieten über den Mietspiegel vorzugehen.
    Darüberhinaus den Neubau ankurbeln mit neuen Projekten nach Hamburger Vorbild.

    Eine kurzfristige Entspannung wäre möglich gewesen, ohne eine Herzkampagne und willkürliche Maßnahmen gegen Vermieter einzuleiten.

  60. 117.

    Tja, wenn Sie aus meinen Kommentaren nicht entnehmen konnte, dass ich meiner Mieterin bis jetzt eine geringe Miete ermöglicht habe, sowie mich an bisherige gesetzliche Bestimmungen „Mietpreisbremse“ gehalten habe und einzig und alleine fordere, dass für solche Vermieter auch deren Interessen und finanzielle Situation betrachtet wird und bei einem neuen Gesetz auch zukünftige Entwicklungen betrachtet werden, dann kann ich Ihnen auch nicht mehr helfen.
    Im übrigen kenne ich Mieter (mit kleinem Einkommen), die eine Zweitwohnung angemietet haben, nur um Sie fürs dreifache, ohne Wissen des Vermieters, unterzuvermieten. Oder in ihrer Wohnung ein Zimmer untervermieten, um die kompletten Wohnungskosten abzudecken. Schwarze Schafe gibt es überall. Mein soziales Gewissen ist rein.

  61. 116.

    Wie wäre es mal die Ansprüche runterzuschrauben und entweder weniger Wohnfläche mieten oder alternativ in billigere Kieze zu ziehen
    Einen Mietvertrag zu unterschreiben und dann dagegen klagen ist asozial
    Aber am Ende ist es unerheblich was Sie machen - das Bundesverwaltungsgericht wird den Mietendeckel kippen und Sie zahlen alles mit Zinsen nach - dann sind es ggf 42% Ihres Einkommens
    Aber Sie dürfen natürlich auch gerne mehr arbeiten - dann reicht es ggf für die Miete
    Berliner Mieten sind total billig ,Berlin hat die billigsten Mieten aller Weltstädte - jeder weiß das , nur der Berliner nicht
    Zeit endlich mal realistisch zu werden

  62. 115.

    @foolsgarden. Ihre Faktenverdreherei ist nicht zum aushalten. Ich besitze eine einzige vermietete Wohnung und keine Miethäuser! Diese Wohnung habe ich wegen Eigenbedarf gekündigt, weil die 1/3 so große Neubauwohnung meiner Studierenden Tochter, deren Miete ich als Mieterin zahle,inzwischen fast genauso hoch ist wie die erzielten Mieteinnahmen meiner 4 Zimmer Altbauwohnung, die ich versteuern muss. Ich bekomme die Perversion des Altbau und Neubaumietmarkts in Berlin voll ab. Ich folgte also brav Ihrem Rat, Wohnraum für Studenten zur Verfügung zu stellen, denn meine Tochter zieht mit 1-2 Studenten dort ein. Das hatte ich Ihnen inzwischen mehrfach mitgeteilt hier im Forum beim Thema Mietendeckel. Es ist Aufgabe des Staates bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Privatvermieter kassieren keine Steuern um Sozialwohnungen zu bauen, sondern sie zahlen ordentlich Steuern. Ihre Forderungen führen dazu, dass immer weniger Vermieter vermieten werden.

  63. 114.

    Unmöglich. Schattenmieten über 100% über dem Mietendeckel!! Viele Vermieter in der Stadt wollen es ganz offensichtlich nicht anders und spalten unsere Stadt mit unersättlichen Mieten! Da können einige ihren Hals wohl nicht voll genug kriegen. Ich bezahle mittlerweile fast 39% meines Einkommens NUR!! für meine Miete - die spinnen doch. Der Berliner Senat hat mit dem Mietendeckel alles richtig gemacht und ich werde meine überteuerte Miete im November kürzen lassen. Habe mich jetzt beim Mieterverein angemeldet, sodass dann auch die Prozesskosten in 3 Monaten übernommen werden. Es reicht, ich habe die Faxen dicke!!!

  64. 113.

    Liebe Eleonora,
    Sie können den Student*innen, um die Sie sich so sehr sorgen, doch einfach Ihren Wohnraum zur Verfügung stellen... Stichwort Verantwortung wahrnehmen und nicht nur von anderen verlangen, während Sie weiterhin möglichst unreguliert Ihre Mieten kassieren.

    Was genau sollen Mieter in der Stadt denn lernen? Dass viele Vermieter*innen ganz und gar nicht bereit sind, ihren Teil für eine bezahlbare Mieterstadt beizutragen und stattdessen ein Instrument angreifen, dass ganz eindeutig Mieterinteressen stützt? Alles natürlich mit der Behauptung, dass es doch andere wirksame Mittel gäbe - ohne eben diese vorzuweisen. Die Mieter werden wohl eher lernen, dass sie auf Fairness und Zugeständnisse seitens etlicher Vermieter nicht warten brauchen. Mich wundert es jedenfalls nicht, wenn die Enteignungskampagne "Deutsche Wohnen & Co enteignen" bei weiterhin absehbarer Zuspitzung des Mietmarktes noch mehr Zuspruch erhält.

  65. 112.

    Na, da scheinen sich ja ein paar Mietendeckelgegner in ihren Reflexen zusammengefunden und in Rage geredet zu haben. Was ich bei aller hier eingeforderter Fairness ggü Vermietern vermisse, ist eine Antwort auf die aktuelle dramatischen Probleme der Mieter*innen. Ich kann aus den Schilderungen hier nicht erkennen, dass die verringerten Mieteinnahmen durch den Mietendeckel Sie in ernsthafte finanzielle Probleme bringen würden. Was ich sehr wohl erkennen kann, dass man nicht bereit ist, die eigene Einnahmenkalkulation oder Tilgungsphase zugunsten von Mietern zu verändern. Also wie soll den Bestandsmietern in der Stadt kurzfristig geholfen werden? Wie soll verhindert werden, dass die Mietpreisspirale durch Vermieter weiterhin fröhlich egoman gedreht wird und immer mehr Menschen aus ihren Kiezen verdrängt werden?

    Da ja der ein oder andere von Fairness redet und gesellschaftlicher Verantwortung - bitte sehr, wo ist Ihre?

  66. 111.

    @Steffen @ !!! @Webansen. 3 sehr treffende Komnentare, vielen dank! Die negativen Seiten des Mietendeckels liegen noch vor uns und werden ab November voll durchschlagen. Es gibt zur Zeit keine Zahlen zu den laufenden Eigenbedarfskündigungen, die ja mindestens sechs Monate laufen. Die Verksufsangebote der Wohnungen, deren Miete erheblich reduziert werden muss werden dementsprechend am meisten steigen. Das Mietangebot wird dann bedenklich knapp, was besonders die Neustudenten ab Semesterbeginn ausbaden müssen. Wir steuern auf eine hausgemachte Mietenmisere zu, die Berlin so noch nie erlebt hat. Das Ende vom Lied wird sein, dass der Mietendeckel für verfassungswidrig erklärt wird und Tausende Mieter mit ihren Vermietern zerstritten sind. Der Mietendeckel spaltet eine ganze Stadt, danke RRG für nix, der Wähler lernt hoffentlich dazu.

  67. 110.

    "wo sonst kann man sich einfach etwas teures kaufen und es sich von anderen Leuten abbezahlen lassen?! Mietrecht macht´s möglich! Komisch, wenn ich mir was kaufe, muss ich es selber bezahlen."
    Bei jeder Sache oder Dienstleistung, die Sie konsumieren, bezahlen sie etwas ab, was jemand anderer günstiger als Sie selbst erworben/hergestellt/repariert oder in Form einer Dienstleistung für Ihren Gebrauch optimiert hat.
    Aufgabe staatlichen Handelns wäre es, dafür zu sorgen, dass arme (kranke/alte/hilflose) Menschen ein Dach über dem Kopf haben. Aufgabe staatlichen Handelns ist das Ausweisen von Bauland und Erteilen von Baugenehmigungen und nicht zuletzt selbst bauen. Aufgabe staatlichen Handelns sind die Höhe von Mindestlohn und Renten. Aufgabe von Gewerkschaften ein solides Lohnniveau. Stattdessen wird per Mietrecht zu Lasten Dritter Sozialpolitik betrieben. So einfach kann man es sich als Staat machen. Oder doch nicht? Das BVerfG wird es entscheiden. Bis dahin gibt es viel böses Blut.

  68. 109.

    Hallo Hannah,
    dass ihre Miteigentümer und Sie mit dem Mietendeckel auskömmlich zurecht kommen kann ich kaum glauben. Das kann im Grunde nur sein, wenn es keine Anschaffungskosten gibt.
    Ich habe meine selbst bewohnte Wohnung vor 10 Jahren erworben. Excel sagt: Gesamtkosten aus Finanzierung (Tilgung, Sondertilgung, Zinsen)bis die Kredite getilgt sind, Kauf-Nebenkosten und nur die seit 2010 bis heute notwendigen Sonderumlagen zur Sanierung des Gemeinschaftseigentums zusammen ca. 250.000 €.
    Wollte ich meine Wohnung vermieten, dann dürfte ich maximal 695,00 € laut Mietendeckel verlangen. Nach genau 30 Jahren wären nur die aufgezählten Kosten durch die Miete erwirtschaftet. Dazu kommen aber noch: Verwaltungskosten, zukünftige Sanierungs-, Modernisierungskosten, laufende Instandhaltung. Und ich konnte im Vergleich zu 2013, 2015 oder heute noch günstig kaufen. Fazit für mich und bestimmt viele andere: selber drin wohnen oder verkaufen, aber niemals vermieten.

  69. 108.

    Die Materialkosten sind teilweise auch gestiegen, weil anscheinnd die Zulieferer des Materials höhere Löhne zahlen. Auch der Import des Materials aus dem Ausland hat sich verteuert, weil auch dort mittlerweile höhere Löhne gezahlt werden als 2008. Abgesehen davon ist es etwas viel verlangt das ein Gesetz alle wirtschaftlichen Variablen berücksichtigen soll. Dass es hier Nachbesserungen geben muss ist sicherlich richtig. Doch momentan sollen dadurch die Schwächsten geschützt werden und dies sind nun mal eher die Mieter.

  70. 107.

    Ja, Hamburg ist sicherlich besser, nutzt nur kurzfristig nichts. Da schützt der Mietendeckel für die Mieter momentan besser vor steigenden Mieten. Ist ja auch nur befristet. Was danach kommt ist also offen. Dem Hamburger Modell sollte sicherlich gefolgt werden.

  71. 106.

    Einfach nach Hamburg schauen. Hier wird seit Jahren vorbildliche Wohnungspolitik umgesetzt.

    Da ist man weit entfernt von Wohnungsbauverhinderungspolitik oder einem verfassungswidrigen Mietendeckel. Die Bürger werden bei Bauprojekten integriert und die Aufteilung von 70 % freifinanziert und 30 % öffentlich gefördert zahlt sich aus.

    Warum folgt denn kein anderes Bundesland dem Beispiel des Berliner Mietendeckels?

  72. 105.

    Mein Lebensgefährte ist Angestellter bei einem Schreiner, 13,50€ Stundenlohn. Die Rechnungen, die ich in letzter Zeit bekommen habe beinhalten Stundenlöhne von 60€ und mehr. Ich denke nicht, dass das an die Mitarbeiter weitergereicht wird. Außerdem sind die Materialkosten auch um einiges gestiegen. Beispiel: Dieselbe Holzterasse, für die ich 2008 1200,00 € bezahlt habe, kostet nun 6000,00 €. Sie können es drehen und wenden wie Sie wollen, Der Mietendeckel berücksichtigt solche Entwicklungen nicht. Und ist deswegen auch kein Kompromiss, sondern berücksichtigt nur die Interessen der Mieterseite.
    Und alle die nach Enteignung schreien. Der Senat hat kein Geld! Weder um die ganzen Entschädigungen zu zahlen, noch um die Wohnungen dann instand zu halten.

  73. 104.

    Der Mietendeckel ist alles Mögliche, aber ganz bestimmt kein Kompromiss! Selbst wenn sich der Staat Enteignungen in dieser Größenordnung leisten könnte (das geht nämlich nur zum Marktwert), was würde wohl passieren, wenn die eingenommenen Mieten nicht zum Erhalt der Substanz reichen würde? Genau das Problem hatte nämlich die DDR. Trotz Unmengen an Steuergeldern, die zusätzlich in den Wohnungsbestand gepumpt wurden, hat es nie gereicht. Diese Steuern eingerechnet, waren die Mieten nämlich gar nicht mehr billiger als in der Bundesrepublik. Da ist es doch ehrlicher, die in Anspruch genommenen Leistung gleich direkt zu bezahlen. Zur Wahrheit in Berlin gehört nämlich auch, dass die Wohnfläche pro Mieter für eine Metropole ausgesprochen hoch ist. Das ist Luxus, der auch bezahlt werden will. Ja, es gibt Abzocker unter den Vermietern, der Großteil unterbreitet aber faire Mistangebote im gesetzlich erlaubten Rahmen.

  74. 103.

    Sie haben überhaupt keine Ahnung von Investments, aber dafür ganz viel Meinung. Die Bedeutung von "Betongold" haben Sie schon mal nicht verstanden, denn weder Immobilien noch Gold sind klassische Investments zum Geldscheffeln sondern langfristige Anlagen, die ihren Wert langfristig halten. Wer Turborendite will, ist da falsch beraten. Ausnahmen, die von den Medien gern hochgekocht werden, gibt es zwar, sind aber nicht die Regel. Immobilien erwirtschaften normalerweise Jahresrenditen von einem bis zwei Prozent! Dass Investoren vermehrt auf Betongold setzen liegt an der EZB, die mit ihrer Nullzinspolitik und dem Aufkauf von Schrottanleihen längst jenseits ihrer politisch erteilten Kompetenzen handelt und damit seriöse Sparer systematisch zu Gunsten der reformunwilligen Südlander enteignet. Der Mietendeckel nützt zudem nachweislich Besserverdienern, nicht denen, die wenig haben, selbst wenn er juristisch Bestand hätte, was nicht der Fall sein wird.

  75. 102.

    Bei Dienstleistungen und Handwerkerkosten sind die Personalkosten der wesentliche Kostenfaktor und somit ist die Betrachtung der Lohnentwicklung schon zielführend. Weltweit ist die Situation auch schlechter als in Deutschland. Nur einige unserer Nachbarländer, wie bspw. Österreich, glänzen mit mehr sozialem Wohnungsbau oder von mir aus auch gerne das weit entfernte Singapur durch staatliche, extrem starke marktregulatorische bzw. fast schon sozialistische Wohnungsgarantien! Aber Sozialismus bzw. zu starke oder noch stärkere staatliche Eingriffe wollen wir ja nicht. Regelt ja alles der Markt, laut den neoliberalen Idealvorstellungen im Reich der Fantasie und der rosa Einhörner mit ganz viel Eigenverantwortung und wo jeder eine Ich-AG ist! Der Mietendeckel war und ist ein Kompromiss, Enteignungen wären das härtere Mittel gewesen! Seit zufrieden, genießt Eure Renditen, die es immer noch angemessen gibt. Wie hier ja bereits bestätigt wurde, sogar von Kritikern des Mietendeckels!

  76. 101.

    Der Vermieter ist nicht dafür verantwortlich , dass die Lohnentwicklung so schlecht ist, dafür ist die Politik zuständig! Man kann bei der Festsetzung der maximalen Miete nicht nur die Lohnentwicklung betrachten. Das ist extrem unfair.
    Und nur zur Info, ich bin kein Gegner von einer Deckelung. Nur dann müssen alle Faktoren betrachtet werden und eine zukünftige Preisentwicklung sowie die Interessen beider Seiten berücksichtigt werden. Das, was der Senat gemacht ist mir zu plump und teilt mir die Welt zu sehr in schwarz und weiß. So simpel ist es eben nicht.

  77. 100.

    Wenn man die Mietpreisbremse konsequent angewendet hätte und Verstöße auch geahndet hätte, wäre das vollkommen ausreichend gewesen. Dann wäre der Mietendeckel, der extrem ungerecht und meines Erachtens nicht zielführende ist, gar nicht notwendig gewesen. Im übrigen haben wir in Deutschland, auch ohne Mietendeckel, die weitreichendsten Gesetze zum Mieterschutz weltweit. Bei solchen Gesetzen müssen die Interessen beider Seiten betrachtet werden, um dann einen guten Kompromiss zu finden. Hier wurde nur die Mieterseite betrachtet. Außerdem wurde beim Festlegen der maximalen Miethöhe nur die Lohnentwicklung betrachtet, nicht aber die Preisentwicklung der Dienstleistungen und Handwerkerkosten, die zum Erhalt einer Immobilie notwendig sind.

  78. 99.

    So ein Quatsch. Es ist mehrfach belegt (sogar immer wieder medial darüber berichtet worden, ich verweise gern auf verschiedene Dokus der ÖR) und in der Realität auch ersichtlich, dass Immobilien zwischenzeitlich als sogenanntes "Betongold" gehandelt werden. Darauf beruhen natürlich auch die Geschaftsmodelle von Deutsche Wohnen und Co. Also verstärkte Investitionen in Immobilien von Privaten und Investoren, die mithilfe von (Luxus-)Modernisierungsmaßnahmen insbesondere bei der aktuellen Niedrigzinspolitik vergleichsweise stabil und rentabel sind. Das diese Investitionsentwicklungen auf dem Mietwohnungsmarkt in Städten zu erheblichen strukturellen Problemen führen und soziale Missstände erzeugen, sieht man in den Großstädten der Welt. Und genau das ist der Punkt, denn hier verdienen sich einige gierige Investoren und Private eine goldene Nase auf dem Rücken der Mieter*innen und Staaten, die es ausbaden müssen. Wer zahlt denn die sozialen und eben auch volkswirtschaftlichen Schäden dieser ausschließlich egomanen "Investitionen"? Doku Tipp bei der ARD: https://programm.ard.de/TV/arte/push---fuer-das-grundrecht-auf-wohnen/eid_287242558353095

    Der Mietendeckel versucht diese Entwicklung zu stoppen und tut gut daran. Es ist ja auch nich nicht so, dass Berlin die einzige Stadt ist, die mit solchen regelnden Instrumenten versucht, diese zerstörerische globale Problematik zu verhindern.

  79. 98.

    Liebe Eleonora, ich reagiere schlicht auf Ihre Kommentare, die in puncto Mietendeckel wiederkehrend entgleisen und eben nicht einfach Ihre Interessen darstellen, sondern zB plötzlich andere angreifen und verunglimpfen, keine seriösen Zahlen wiedergeben usw. Da Sie das alles hier aufbauen, um Argumente gegen den Mietendeckel zu produzieren, gehören meine Kommentare zu den Begleiterscheinungen Ihrer Kommentare. Sie reden von einem Beitrag für die Gesellschaft? Amüsant, was ist denn nun Ihrer? Sie haben offenbar Wohnraum günstig gekauft und so modernisiert, dass er nur an Besserverdiener vermietet werden kann und hetzen nun (weil ihre persönliches Investment nicht mehr so viel abwirft) über den Mietendeckel, der tausenden Berliner Bestandsmieterinnen unter Mietdruck helfen wird. Ist das Ihr Beitrag?

  80. 97.

    @Eleonora - Festzuhalten bleibt, die allgemeinen finanziellen Empfehlungen lauten, sein Vermögen zu streuen, also Gold, Wertpapiere, Immobilen etc. zu erwerben. Dass Aktien mehr Gewinn oder Verlust bringen können ist klar und mit dem Immobilienmarkt hinsichtlich Verlusten und Gewinnen deutlichere Extreme aufweisen ebenso. Immobilien sind eine solide Anlage und wenn Sie heute bzw. nach 10 jahren Ihre Immobilie verkaufen würden, wäre die Rendite auch deutlich höher als bei 1,7%, die Sie aufgrund der Vermietung erhalten. Daher müssen Sie dies betriebswirtschaftlich schon etwas holistischer betrachten und nicht nur verengt auf Ihre persönliche Situation mit den Amazonaktien. Und wie schnell sich der Aktienmarkt erholt, hängt auch stark davon ab, ob die Pandemie und die wirtschaftlichen Folgen weltweit gut bewältigt werden. Und danach sieht es momentan noch nicht aus. Immobilien sind also eine Vermögensanlage, um sich abzusichern. Werden auch von Banken gerne finanziert, Aktienkäufe nicht!

  81. 96.

    @Hannah. Erneut meine Bitte: Lesen Sie richtig durch was ich geschrieben habe und antworten dann. Die Amazon Aktie hatte ich genannt, weil ich meine Amazonaktien 2012 veräußert hatte, um meine Wohnung zu kaufen. Was daran unseriös sein soll wissen Sie bestimmt am besten. Im übrigen werden die Lufthansaaktien auch wieder steigen und in einem 5Jahreszeitraum Berliner Immobilien mit Sicherheit schlagen.

  82. 95.

    @Eleonora - Noch einmal, Ihr Beispiel ist unseriös, Amazonaktien mit dem Immobilienmarkt zu vergleichen. Warum nehmen Sie keine Lufthansa Aktien, da wäre dann der jetzige Immobilienmarkt rentabler. Lassen Sie solche unsachlichen Vergleiche, dann ist auch eine sachliche Diskussion möglich!

  83. 94.

    @Hannah. Wer redet denn davon, dass eine Renditeerwartung von 1000% im Immobiliensektor erzielt werden soll? Meine liegt bei 1,7%! Lesen Sie eigentlich auch mal richtig oder überfliegen Sie nur Wortfetzen? Anhand meines realen Rechenbeispiels habe ich nur widerlegt, dass sich scheinbar gierige Vermieter mit der Vermietung ihrer Immobilie eben keine goldene Nase verdienen und Mieter abzocken. Eine Aktienanlage ist im Vergleich zur Vermietung wesentlich lukrativer. !!! sucht eine Alternative als Altersvorsorge, deswegen mein Beispiel. Es zeigt sich aber mal wieder, dass Sie gar kein Interesse daran haben sich sachlich auszutauschen, sondern dieses Forum wird zweckentfremdet, um Mietendeckelgegner in eine Ecke zu stellen und mit allen Mitteln, Unterstellungen, Anfeindungen, Beleidigungen und Wortverdrehungen abzuwerten. Weder Ihnen, noch foolsgarden etc. wird das gelingen. Sie reden wirklich von Demokratie?

  84. 93.

    @foolsgarden. Ich frage mich langsam, ob wir hier noch beim Thema Pro oder Contra Mietendeckel sind, oder ob Sie eine Psychoanalyse von vermeintlich geldgierigen Vermietern betreiben wollen. Was bezwecken Sie eigentlich mit Ihren selbst erstellten Analysen? Sie tun so, als wäre ich dazu verpflichtet meine Wohnung unter Wert zu vermieten. Wie kommen Sie darauf? Nur weil ich mich gegen Schmarotzertum wehre, muss ich noch lange nicht menschenverachtend sein. Unsere Gesellschaft funktioniert nur, wenn jeder auch seinen Beitrag leistet im Rahmen seiner Möglichkeiten. Dass das nicht der Fall ist erkennen Sie schnell beim Blick aus dem Fenster. Ich betone noch einmal deutlich, dass Armut nicht verwaltet, sondern bekämpft werden muss und das funktioniert mit wenigen Ausnahmen nur mit fördern und fordern. Wenn das Stilllegen der eigenen Entwicklung aus Ihrer Sicht menschenfreundlicher ist, dann 'gute Nacht liebes Berlin.'

  85. 92.

    @Eleonora - Völlig unabhängig davon was Sie vorher geschrieben haben sind Renditeerwartungen von über 1000 Prozent unseriös im Immobilienbereich bei mittleren Einkommensverhältnissen! Und noch ein Hinweis, in einer Demokratie dürfen alle mitreden, nicht nur Vermieter! Und das ist auch gut so!!!

  86. 91.

    @Irritierter. Sie sollten einen Kommentar von Anfang bis Ende lesen, dann erübrigen sich viele Klarstellungen. Ich habe bisher eine einzige Wohning vermietet und nicht mehr. Diese wurde von Berliner Handwerksbetrieben teuer saniert. In meinem selbstbewohnten Haus arbeite ich selbst und brauche keine 'polnischen oder rumänischen Bauarbeiter, die mir für'n Appl und'n Ei die Grube ausheben', wie Sie so schön formuliert haben. Zum Glück leben wir in unterschiedlichen Welten.

  87. 90.

    Liebe Eleonora,
    Ihre Verachtung ggü Menschen (die es nicht so gut getroffen haben) und die Verkennung von Umständen bzw Zusammenhängen sind traurig. Zumal Sie ja ganz bequeme Feindbilder aufgebaut haben, um auf Ihnen rumzuhacken. Die bösen faulen Arbeitslosen im Allgemeinen, die jungen arbeitsscheuen Playstation-Faulenzer - eine schöne Nebelkerze... Und was hat das mit ihrem Eigentum und ihrer Mietmarkt-Verantwortung zu tun? Behaupten Sie allen Ernstes, dass eben nur die aufgezählten Gruppen Mietpreisprobleme in Berlin haben? Es ist immer wieder schön, wie sehr Sie sich beim Argumentieren winden und völlig chaotisch begründete Haken schlagen, statt einfach nur dazu zu stehen, dass Ihnen eigentlich nur Ihr finanzieller Vorteil wichtig ist und Ihnen die Berliner Mieter*innen und deren Probleme dabei ziemlich egal sind.

  88. 89.

    100%? Ich meinte, wieviele Berliner besitzen Immobilien? Sie schleifen höchst selbst bei Ihren Mietern die Böden ab und fliesen das Bad? Nein, wir beide leben wohl auf unterschiedlichen Planeten. :)

  89. 88.

    Liebe Eleonora, Sie bestätigen mit diesem Kommentar jüngste psychologischen Forschung, die sich zB mit der Frage auseinandersetzt, wie sehr Menschen die Ursachen Ihres persönlichen Erfolges aus sich selbst und ihrem Wirken ableiten und gern in dieser Selbstbestätigung verharren, statt auch andere Parameter (Glück, Förderer, Elternhaus, Sozialisation usw) realistisch mit einzuordnen. Es ist leider auch belegt, dass genau die wenigen, die ihre finanzielle Situation erheblich verbessern konnten, immer wieder zu den unfairsten Kritikern eben jener werden, die das nicht konnten. Sie bestätigen das, in dem Sie die Fakten verschiedener Studien bzw Institutionen einfach wegwischen, ignorieren und den ggf. Geringverdienern ohne Kapital/Eigentum "Gejammer und Selbstmitleid" attestieren. Traurig, aber wahr.

  90. 87.

    @Irritierter. Sie haben eine blühende Phantasie. Erstens gibt es 100% Immobilienbesitzer in Berlin, herrenlose Häuser sind mir nicht bekannt. Private Immobilienbesitzer gibt es ca. 2/3. Ich persönlich habe noch nie ein Haus mit osteuropäischen Bauarbeitern gebaut, sondern bei Sanierungen ausschließlich Berliner Handwerksbetriebe beauftragt. 'Für'n Appl und n' Ei hat für mich noch niemand gearbeitet, eine Putzfrau habe ich auch nicht. Es wird Sie erstaunen wenn ich Ihnen mitteile, dass ich außer Elektro und Sanitärarbeiten inzwischen alles selber erledige. Auch Frauen können Böden abschleifen und versiegeln, Holzfenster und Türen abschleifen und streichen, Wände verspachelnn und streichen, Fliesen oder Laminat/Parkett verlegen. Ich weiß wirklich nicht was für eine Vorstellung Sie von Vermietern haben. Tut mir leid wenn ich Ihre Vorurteile nicht bedienen kann. Leben wir beide auf dem gleichen Planeten?

  91. 86.

    Wie hoch ist denn der Anteil der Immobilienbesitzer in Berlin? 50-60%? ;o) Ein Häuslebauer ist natürlich kein Ausbeuter per se - aber er braucht die polnisch/rumänische Bauarbeiterkolonne, die ihm das Häusle baut. Wenn die Bauarbeiter Ihrem Rat folgen und auch finanziell erfolgreich werden, haben Sie, liebe Eleonore auch niemanden mehr, der Ihnen die Baugrube für'n Appel und 'n Ei aushebt.

  92. 85.

    @Hannah. Da beglückwünsche ich Sie sehr zu Ihrer eigenen, selbstgenutzten Wohnimmobilie. Klar, dass sie für den Mietendeckel sind, weil Sie davon auch gar nicht betroffen sind. Sie vermieten ja auch gar nicht, das überlassen Sie lieber den anderen und wollen dann noch über den Mietpreis mitreden, der für alle Mietendeckelfans immer noch zu hoch ist, Sie aber auch gar nichts angeht.. Die Frage ist, wer hier realitätsfern ist. Ich bekomme 10€ pro Quadratmeter für eine topsanierte Altbauwohnung und habe dabei absolut kein schlechtes Gewissen. Im übrigen empfehle ich Ihnen dringend, alle Kommentare chronologisch durchzulesen und auch mal nachzudenken, bevor Sie eine Tirade an Unterstellungen loslassen.

  93. 84.

    Das Staat braucht aber private Vermieter, da er es nicht alleine alle Mietwohnungen bauen, enteignen, bewirtschaften usw kann.

    Durch den Mietendeckel werden private Vermieter zu Lasten der Mieter verprellt. Dies tut die Regierung, da sie ihrer Verpflichtung über Jahre nicht nachgekommen ist den Wohnungsbau zu fördern und Sozialbauten von den städtischen Wohnungsbaugesellschaften zu errichten.

    Zudem hat jeder Mieter seit dem Jahr 2020 ca. 20 % mehr Wohnraum als in Jahr 2000 angemietet. Darüberhinaus drängen die Menschen in Großstädte. Die Nachfrage nach Wohnraum ist somit drastisch gestiegen, bei fast unveränderten Angebot. Daher wurde bereits die Mietpreisbremse eingeführt, da einige Vermieter die hohe Nachfrage ausnutzen.

    Jetzt mit dem Mietendeckel aber einen Kahlschlag gegen alle Vermieter durchzuführen und diese zu verprellen, wird nicht der richtige Weg sein. Die privaten sind nicht alleine Schuld, Mieter haben höhere Ansprüche und der Staat hat Jahre lang zugeschaut.

  94. 83.

    @Irritierter. Sie behaupten, 'der Wohlstand der einen setzt die Armut der anderen voraus'. Wo beginnt bei Ihnen der Wohlstand? In Berlin ist inzwischen fast jeder Besitzer eines eigenen Hauses Millionär., wenn er es verkaufen würde. Sind alle Häuslebesitzer jetzt automatisch Ausbeuter? Da lehnen Sie sich aber sehr weit aus dem Fenster. Arbeitgeber, die Hungerlöhne zahlen und selbst viel verdienen bezeichne ich als Ausbeuter. Auch Immobilienhaie, die Wuchermieten verlangen sind Ausbeuter. Erben haben einfach nur Glück gehabt.

  95. 82.

    Mit Übertreibungen und Verdrehen von Tatsachen wird Ihre "Argumentation" auch nicht richtiger.

  96. 81.

    @ Eleonora - Ich besitze bereits eine Wohnimmobilie. Aufgrund meiner beruflichen Situation kann ich mich zur mittleren Einkommensschicht zählen. Einige meiner Kollegen besitzen ebenfalls Wohneigentum, der vermietet wird. Auch in der Eigentümerversammlung bekomme ich bei den Miteigentümern mit, dass das alles noch gesetzeskonforme Mieten sind und schlecht fährt auch aufgrund des Mietendeckels von denen niemand mit Wohneigentum. Natürlich ergibt sich da keine Rendite von über 1000 Prozent wie bei Ihren Amazon Aktien. Das war auch vor dem Mietendeckel nie realisierbar für die mittleren Einkommensschichten. Daher ist ihr Beispiel bzw. Vergleich vollständig realitätsfremd, ärgerlich und äußerst unseriös. Wegen solch einer Gier wird es irgendwann tatsächlich wieder Enteignungen geben, worunter dann auch die mittleren Einkommensschichten mit bescheidenem Wohneigentum im ungünstigsten Fall leiden werden.

  97. 80.

    @foolsgarden. 'Eigentum und Verantwortung gehören zusammen', da machen Sie es sich sehr einfach. Einige gehen arbeiten, alle profitieren davon? Ich sage: 'Eigentum durch Eigenverantwortung', indem man anderen nicht auf der Tasche liegt ist gerechter. Warum ist in Berlin das Armutsrisiko so hoch? Es wird in erster Linie verwaltet und alimentiert und nicht bekämpft, weil man für jede Schieflage unsagbar viel Verständnis aufbringt. So wird das nix! Fördern und fordern muss die Devise lauten, damit jeder eigenverantwortlich sein Leben selbst in die Hand nimmt. Die einzige Ausnahme sind kranke und alte Menschen, die sind aber in der Minderheit. Ich habe Null Verständnis für junge Schulabbrecher, die den ganzen Tag mit Fastfood auf dem Sofa sitzen und Playstation spielen Es gibt genug Arbeit in Berlin, die sollte auch angenommen werden wenn sie nicht so gut bezahlt wird. Das kostenlose Bildungsangebot ist ebenfalls riesig. Wer nicht vorankommen will, der bleibt stehen und verpennt sein Leben

  98. 79.

    Also die Wohnungen in Marzahn-Hellersdorf, rund um den Kollwitz und Arnimplatz standen bestimmt nicht vor dem Zusammenbruch. Diese stehen heute noch.
    Gerade in Prenzlauer Berg wurden schrittweise ganze Straßenzüge saniert, die Wende hat diese kommunale und staatliche Bautätigkeit beendet.
    Würde der Senat heute ein Wohnungsbauprogramm wie in der DDR umsetzen, würden gerade in Berlin einge Wohnungsprobleme gelöst werden.

  99. 78.

    Der meiste Wohlstand ist ererbt. Würden alle Ihrem Rat folgen und wohlhabend werden, geht irgendwann das Geld aus -- woher soll das Geld für 80 Mio. Millionäre/Einwohner herkommen?
    Der Wohlstand der einen setzt die Armut der anderen voraus

  100. 77.

    @foolsgarden. Es ist kein neoliberales Märchen, dass jeder Kapital und Wohneigentum anhäufen kann, vorausgesetzt man nimmt sein Leben in die Hand. Ich war auch mal Studentin und hatte nur BAföG zum leben, alleinerziehende Mutter war ich außerdem für viele Jahre. Habe weder geerbt, noch im Lotto gewonnen. Es ist eine Frage der Lebensplanung , des Ehrgeizes und welche Prioritäten man im Leben setzt, ob man etwas erreicht oder nicht. Ich lebe auch heute nicht auf großem Fuß, besitze auch kein Auto, fahre alle drei Jahre mal in Urlaub, aber bin finanziell abgesichert. Jeder, der gesund ist und sich auch für Finanzen interessiert, kann das auch erreichen, aber es fällt nicht vom Himmel. No risk no fun. Man kann sich sein Leben auch mit Gejammer und Selbstmitleid vermiesen, dann wird halt nichts daraus.

  101. 76.

    ".....dass der Erwerb von Wohneigentum zum Zwecke der Vermietung in Berlin nicht empfehlenswert ist"

    Also wenn Sie das so sehen, stelle ich einfach mal Ihr finanzielles Know-How in Frage. Ich kenne so einige, für die sich der Erwerb einer Immobilie in Berlin wahnsinnig gelohnt hat. Aber wahrscheinlich muss man da ein Händchen für haben.

  102. 75.

    Ihr gutes Recht... Aha. Ich sage, Ihr gutes Recht und auch meines muss im Wirken hinterfragt werden, wenn wir Glieder einer Kette sind, die insgesamt zu einer problematischen unsozialen Stadtenwicklung führen. Eigentum und Verantwortung gehören zusammen. Natürlich können Sie sich immer wieder auf Ihren Einzelfall berufen, aber das sind Sie eben nicht und das wissen Sie. Sie können Ihre Aktivitäten nicht im Vakuum betrachten, auch Ihre persönliche Mietpreispolitik stellt ja eben Wohnraum für Besserverdiener zur Verfügung und ist offensichtlich auch genauso im ROI geplant. Natürlich ist dieses Geschäft lukrativer und genau mit dieser Einstellung sind Sie bekanntlich nicht allein in der Stadt. Nennen Sie mich verunglimpfend Mutter Theresa oder Wahlpropagandist der Linken, wenn es Ihnen hilft bitte - es verändert aber die Sachlage in der Stadt nicht. Ihr Verständnis mündet regelmäßig in der freien Behauptung, dass nur Besserverdiener vom Mietendeckel profitieren und vor allem ehrliche Vermieter, wie Sie, betrifft - also letztlich haben Sie auch hier vor allem Verständnis für sich selbst. Dass allein jeder dritte Mieter der zB Deutsche Wohnen in einer überteuerten Wohnung wohnt und die Miete ab November absenken kann, ist kein positiver Effekt? Oder sind das auch alles Besserverdiener a >10k Monatsgehalt?

  103. 74.

    @Kola. Für Sie ein kleiner Tip: Ohne finanzielles knowhow werden Sie auch in 50 Jahren noch Miete zahlen und nie ein Eigenheim besitzen. Mein Rechenbeispiel anhand der Amazon Aktie sollte lediglich verdeutlichen, dass der Erwerb von Wohneigentum zum Zwecke der Vermietung in Berlin nicht empfehlenswert ist. !!! hatte hier im Forum nach einer sinnvollen Altersvorsorge gefragt. Heute steht Amazon übrigens bei 2385€, 2012 waren es 140€. Sie haben sich alle Kommentare scheinbar gar nicht durchgelesen, warum auch. Es ist so billig alle Vermieter in eine Ecke zu stellen und jedem Wohlhabenden zu unterstellen kein Gespür mehr für Geringverdiener und Arme zu haben. Was glauben Sie denn wie ich finanziell unabhängig wurde und wo ich angefangen habe? Im Lotto habe ich jedenfalls nicht gewonnen, spielen Sie ruhig weiter.

  104. 73.

    Come on, liebe Eleonora. Mehr fällt Ihnen nicht ein? Die Neiddebatte?? Hannah hat darauf hingewiesen, wie wenig existentiell Ihre finanziellen Probleme gegenüber denen von Rentnern, Studenten, Familien und Co sind, die häufig genug mit Ihrem Kontostand rund um die Null kreisen und durch sämtliche essentelle steigende Lebenskosten immer stärker unter Druck geraten. (Miete ist nur ein Element) Gleichzeitig wieder das neoliberale Märchen von "jeder kann doch Eigentum und Kapital anhäufen" ... Die Zahlen belegen insb. in Deutschland seit Jahren das Gegenteil. Kinder aus armen Familien (nennen wir das Kind ruhig beim Namen) haben kaum die Möglichkeit, Ihre Startvoraussetzungen zu überwinden. Für Rentner, die Ihr Leben lang gearbeitet haben, reicht die Rente nicht und Familien mit zB 4 Kindern hausen vor lauter Mietnot in einer 2-Raumwohnung.

    Es ist traurig, dass Ihnen das soziale Maß und die Einschätzung Ihrer Privilegien so abhanden gekommen ist.

  105. 72.

    @Hannah. Ihr Beitrag verdeutlicht mal wieder, wie tief der Neid der Linken auf Wohlhabende sitzt. Der Klassenkampf scheint wohl nie aufzuhören. Anstatt Enteignungsphantasien aufzubauen empfehle ich Ihnen selbst Wohnraum zu schaffen und diesen billig zur Verfügung zu stellen. Anderen etwas wegzunehmen ist natürlich immer einfacher, als selbst etwas zu schaffen. Ich nenne das Schmarotzertum.

  106. 71.

    Gut gesagt. Nur eine kleine Anmerkung. Eleonora hatte keinen Verlust von 4Mio. Sie bildet sich das nur ein. So wie ich, denn einen Millionenverlust habe ich jede Woche, wenn ich beim Lotto wiedermal die falschen Zahlen getippt habe.

  107. 70.

    Selten so gelacht. Sie glauben doch wohl nicht ernsthaft, dass sie besser oder einfacher in Berlin eine bezahlbare Wohnung als Geringverdiener bzw. Normalverdiener finden werden, wenn Bundesverfassungsgericht den Mietendeckel billigt.

    Die Gentrifizierung kann auch mit dem Mietendeckel nicht gestoppt werden um den sozialen Zusammenhalt der Kieze zu bewahren.
    Welche Mietinteressenten werden sich denn die Vermieter zukünftig noch genauer als Mieter für die Wohnung aussuchen?

    Den Mietinteressenten mit geringem Einkommen?
    Den Mietinteressenten mit normalem Einkommen?
    Den Mietinteressenten mit sehr hohem Einkommen?

    Die Lösung ist wohl nicht so schwer zu erraten.

  108. 69.

    wo sonst kann man sich einfach etwas teures kaufen und es sich von anderen Leuten abbezahlen lassen?! Mietrecht macht´s möglich! Komisch, wenn ich mir was kaufe, muss ich es selber bezahlen.

  109. 68.

    Wenn das mit dem Mietendeckel nicht funktioniert, bleibt halt letztendlich doch nur noch die Enteignung, die ja eigentlich dadurch auch verhindert werden sollte.
    Also @Eleonora: Ihnen empfehle ich dann wirklich wieder auf Amazon Aktien zu setzen. Ist ja wirklich schlimm, was Sie durchmachen müssen. Da klagen nun Altenpflegerinnen, Krankenpflegerinnen und alleinerziehende Mütter in prekären Jobs, wie schlecht es ihnen geht. Aber das ist ja alles unbedeutend. Die von Ihnen geschilderten Probleme sind wirklich hart. Ein Verlust von über vier Millionen muss wirklich traumatisch und schmerzhaft sein. Das können ja wirklich nur wenige privilegierte Menschen nachvollziehen.
    Schlimm, wirklich schlimm was Sie durchmachen. Sie haben ganz offensichtlich den Bezug zur Alltagsrealität der Menschen in diesem Land vollständig verloren! Sehr bedauerlich und äußerst gefährlich. Aufgrund dieser Ignoranz wird es dann wirklich irgendwann wieder Enteignungsexzesse geben!

  110. 67.

    Wenn man ein Immobilie nicht mit den Mieten refinanzieren kann, wie sonst. Und wer sagt was jetzt richtig ist, soll die Miete nach 20, 25 oder 30 Jahren refinanziert sein.

    Der Mietendeckel drückt gerade Köufer von Altbauten, die bei der Finanzierung mit heutzutage ca. 30 facher Jahresmiete nach Mietspiegel berechneT wurde. Der Mietendeckel stuft die Refinanzierung dann ggf. auf 50 Jahre hoch. Somit wird es schwer die Finanzierung zu tilgen und gleichzeitig Instandhaltungen an der Wohnimmobilie durchzuführen.

    Jetzt kann man sagen dumme Käufer warum hast du nicht an Verfassungswidrige Instrumente gedacht, die unqualifizierte Mietpreisfestsetzung des Mietendeckels wird zu vielen negativen in der Wohnungswirtschaft führen.


  111. 66.

    Berlin hat Anfang 2000 viele Sozialwohnungen verkauft u. private Investoren gefördert. Private Vermieter werden jetzt als Abzocker und Kriminelle diffamiert. Viele Topverdiener, darunter auch linke Politiker, wohnen in einer Altbauwohnung in zentraler Lage und freuen sich wie alle Besserverdienenden mit über 10.000 Euro Einkommen pro Monat über eine drastische (500 - 800 Euro) Mietsenkung für eine topsanierte Wohnung in einem von allen begehrten Gründerzeithaus. Der Durchschnittsverdiener am Rande der Stadt spart evtl. 25 - 50 Euro mtl. und soll dann die Linken wählen. Herzlichen Glückwunsch! Vielleicht begreift ja auch der letzte Ost- oder Linksnostalgiker, dass er verarscht und so der Wohnungsbestand u. -zustand wieder dem Ostniveau angepasst wird. Schlimm, wie schnell das kollektive Gedächtnis vergisst, dass die Wohnungen im Osten kurz vor dem Zusammenfall standen und es trotzdem keine gab! Die Linke und die SPD, die sich vor diesen Karren hat spannen lassen gehören abgewählt. Honny und Konsorten waren schlimm, aber dass die heutige Linke das toppen kann, hätte ich nicht zu glauben vermocht. Dabei hieß es doch, vorwärts immer, rückwärts nimmer!

  112. 65.

    Nunja, soweit ich informiert bin, gibt es eine Härtefalloption, die der Mietendeckel ausdrücklich zum Substanzschutz vorsieht. Wenn es so existenziell ist, wie Sie suggerieren, wäre das mein erster Gang. Was mich wundert, ist der Umstand, dass Sie offenbar keine Rücklagen gebildet haben/hatten? Was bei Immobilieneigentum ja eigentlich zwingend ist, insbesondere wenn man sich vorher einen umsichtigen Wirtschafts-/Instandhaltungsplan gemacht hat. Auch Mieteigentum verpflichtet. Die Details werden Sie besser bewerten können, aber meine Erfahrungen zeigen, dass eine fair kalkulierte Miete inkl. eigener Rücklagen durchaus auch im Rahmen des Mietendeckels funktioniert. Selbstverständlich nur dann, wenn ich nicht erwartet habe, dass meine Mieter meine Kaufimmobilie mehr oder weniger durch die Mieten selbst abzahlen.

  113. 64.

    @foolsgarden. Sie liegen - wie meistens- mal wieder voll daneben. Ich habe für Geringverdiener selbstverständlich Verständnis, schließlich sind das die Verlierer dieses Mietendeckels. Das merken sie spätestens beim nächsten Umzug. Meine jetzigen Mieter sind Spitzenverdiener mit über 10000€ mtl. Einkommen und werden sich auf dem Markt schnell mit einer schicken Neubauwohnung trösten. Es ist mein gutes Recht, meine Wohnung nicht unter Wert zu vermieten und werde das auch nicht tun. Es bleibt ihnen überlassen mit ihrem Geld zu machen was sie möchten. Ich habe so viele familiäre finanzielle Verpflichtungen, dass ich mir diesen Luxus nicht leisten kann, Spitzenverdienern einen Mietnachlass einzuräumen. Schließlich habe ich seit fast 8 Jahren die Miete nie erhöht. Es scheint Ihnen gut zu tun als Mutter Theresa aufzutreten und als Vertreterin aller armer Mieter, Vermieter anzuprangern. Ihre Wahlpropaganda für die Linken wird nicht zielführend sein.

  114. 63.

    Eleonora - wow. Man merkt wirklich, wie hart und existentiell Sie getroffen sind. Ich denke, die Mieter in Berlin werden es Ihnen danken, wenn Sie Ihre "Investments" künftig auf Amazon beschränken. Es ist offensichtlich, dass Ihnen das Verhältnis zu Gering- und Normalverdienern in Berlin abhanden gekommen ist. Wenn Sie bzw Ihre Tochter (war das nicht der Plan?) Ihre Immobilie nutzt, ist das doch unproblematisch für alle Beteiligten. Und wenn Ihre Prognose stimmt, also dass alle Vermieter vor lauter Trotz lieber selbst nutzen (was schon rein logisch nicht stattfinden wird) oder verkaufen, dann dürfte diese Vertreibung von Betongoldschürfern aus Mietersicht auch eher positiv bewertet werden.

  115. 62.

    Nein, Sie haben nicht verstanden. Ich hatte eben ohne Wucher kalkuliert, bin allerdings davon ausgegangen, dass ich die Miete bei steigenden Instandhaltungskosten anpassen kann. Das wird mir nun verwehrt, somit stimmt meine Kalkulation natürlich nicht mehr. Hätte ich die Miete immer maximal erhöht, hätte ich nun ein größeres Polster und müsste mir weniger Sorgen machen. Dieser Deckel erreicht genau das Gegenteil von dem was er sollte.
    Hätte ich solche Risiken inkludiert hätte ich von Anfang an eine deutlich höhere Miete nehmen müssen. Aber, wie gesagt, ich lerne ja dazu....

  116. 61.

    Interessant an solcherlei neoliberal getränkten Behauptungen zu Ursachen und Wirkungen ist doch immer wieder, dass die Ursachenforschung nur bis zum Mietendeckelgesetz reicht. Was hat der freie Mietmarkt denn bisher für Mieter in puncto bezahlbarer Wohnraum gebracht? Verdrängung, kontinuierliche Mietpreisspiralen und am Ende gern auch Hohn nach dem Motto "Es kann sich halt dann nicht mehr jeder den Innenstadt Ring leisten - so ist das nunmal."

    Unabhängig davon vermischen Sie die zwei hauptsächlichen Mietmarktprobleme in der Stadt, die zu bekämpfen sind: einerseits die Wohnraumvolumina an sich und andererseits die Mietpreise in den Bestandsmietverhältnissen. Selbstverständlich muss man beide Themen im Auge behalten, nur das bauen allein (endliche Flächen) hilft nur bedingt. Es muss auch zwingend verhindert werden, dass Bestandsmietern immer mehr die Daumenschrauben angelegt werden und uns Schritt für Schritt der wichtige soziale Mix in den Bezirken abhanden kommt.

  117. 60.

    Tun Sie, was Sie nicht lassen können. Wenn das Ihre Schlussfolgerung ist, haben Sie eindeutig nicht verstanden, wie dramatisch die Folgen der Mietpreistreiberei für unsere Stadt und deren Funktionieren in allen Infrastrukturen ist. Es ist auch Ihre Stadt.

    Ehrlich gesagt, ist die Konsequenz wohl eher, dass Sie sich finanziell übernommen haben und solcherart Risiken/Entwicklungen eben nicht inkludiert haben. Ich frage mich ja immer, wie hart an der Kante des Wuchers jemand kalkuliert hat, wenn der Mietendeckel gleich ein wirtschaftliches Fiasko bedeutet...

  118. 59.

    @!!!. Sie fragen nach einem Tip zur Altersvorsorge? Ich habe 2012 insgesamt 2000 Amazonaktien zum Stückpreis von 140€ verkauft und 280000€ dafür bekommen. Der Grund des Verkaufs war eine Jugendstilaltbauwohnung von 120 Quadratmetern, die mich mit Sanierung und Kaufnebenkosten gut 400000€ gekostet hat. Die Wohnung wurde bis jetzt vermietet und ist in Anbetracht des Mietendeckels ein schlechtes Investment, weil das einstige Aktienpaket heute genau 4.722.000€ Wert gewesen wäre. Der Kauf und das Halten einer Immobilie in Berlin ist nicht mehr zu empfehlen. Ich werde in Zukunft nur noch Amazon Aktien kaufen.

  119. 58.

    @!!!. Sie haben vollkommen Recht, ich denke genauso wie Sie. Den sogenannten Erfolg des Mietendeckels , den viele Mieter hier bejubeln, werden diese spätestens dann betrauern, wenn ihr schönes Zuhause allmählich verfällt. Mit der Einführung des Mietendeckels legt man den Grundstein dafür, dass nicht mehr oder nur noch das nötigste investiert wird . Das geht zulasten der Wohnqualität und evtl. auch der Gesundheit, wenn die schlecht isolierte Bude schimmelt oder modrig riecht. Will man sich dann ein neues Zuhause suchen, findet man nichts günstiges mehr. Der Ausverkauf von Bestandsimmobillien vor Bj 2014 wird ab November weiter drastisch ansteigen, Neubauwohnungen werden noch teurer. Ich habe meine Konsequenz aus dem Deckel gezogen und wegen Eigenbedarf gekündigt. Einige Kommentatoren wünschen sich doch, dass private Vermietung verboten wird, wo wollt ihr dann wohnen? Ich hoffe, dass sich viele Vermieter gegen diese schleichende Enteignung zur Wehr setzen und verkaufen oder selbst nutzen

  120. 57.

    Eine Begrenzung der Mietpreise bei Wiedervermietung führt gegenüber der freien Preisbildung im Markt zu einer Verschärfung der Knappheit an Wohnraum in Ballungsgebieten.

    Einerseits sind zum regulierten Mietpreis weniger Eigentümer bereit, ihre Immobilie zu vermieten. Stattdessen werden Immobilien anderen Verwendungszwecken zugeführt werden, die nicht unter die Preisregulierung fallen. Bei einer Kappung der Mieten sinkt durch die niedrigeren erwarteten Renditen der Anreiz, neue Wohnungen zu bauen. Begrenzt man den Mietanstieg bei Wiedervermietungen, sinkt der Anreiz, bestehende Wohnungen zu modernisieren, was mittel- und langfristig zu einer weiteren Verknappung des Immobilienangebots und zu einem Qualitätsverlust von Altbauquartieren führt. Andererseits steigt bei einem unter dem Marktpreis festgesetzten Mietpreis die Nachfrage nach Wohnraum, da etwa Mieter mehr und größere Wohnungen nachfragen als ohne Regulierung.

    Die Wohnungssuche wird zukünftig noch schwieriger.

  121. 56.

    Das heißt im Umkehrschluss für mich, schön blöd von mir, dass ich die Miete immer nur soweit erhöht habe, wie meine Unkosten gestiegen sind und nicht das Maximum rausgeholt habe. Der Mietendeckel bestraft also Vermieter, die in der Vergangenheit so gehandelt haben. Aber Dank Ihnen und der Kommentartoren habe ich nun gelernt. Falls der Deckel gekippt wird, werde ich in Zukunft auch das Maximum rausholen. Denn man weiß ja nie, wie sich danach die „Rahmenbedingungen „ plötzlich ändern werden. Da sollte man sich also ein Polster anlegen. Danke für den guten Rat.

  122. 55.

    Hier zeigt sich das Dilemma, daß private Vermieter nicht dazu in der Lage sind, ein Recht auf bezahlbaren Wohnraum zu garantieren. Das ist m.E. Aufgabe des Staates/der Kommunen. Der Staat muß ein Kontingent bezahlbarer Wohnungen vorhalten - nicht der Immobilienfond.
    Eine einzelne Wohnung ist m.E. keine Altersvorsorge. Da braucht man schon den ganzen Häuserblock.

  123. 54.

    Wieviel nennenswerten bezahlbaren Wohnraum haben denn die privaten Immobilienunternehmer in den letzten 5 Jahren geschaffen? Und im Vergleich dazu - was tut das Land Berlin seit 2017 explizit vereinbart mit dem städtischen Wohnungsbaugesellschaften? Vergleichen Sie gern die Zahlen und dann reden wir weiter. Natürlich hätte diese stärkere Bauaktivitat früher starten sollen, aber das löst eben auch nur das Mengenproblem.

    Ein weiteres Problem ist eindeutig die Bestandsmietenpreisschraube. Die leidenschaftslose bzw. zahnlose Mietpreisbremse hat das Problem bereits vor Jahren bestätigt, den Mietern nur eben kein effektives Lösungsinstrument an die Hand gegeben. Der Mietendeckel wiederholt diesen Fehler nicht mehr und ist genau richtig und nötig. Mietspiegel mit Sozialkomponente - wieder eine Möchtegernlösung, die die Geschäftsmodelle von Mietpreisspekulanten doch möglichst sichert und womöglich so tut, als ob nur Geringverdiener von den Mietpreisproblemen in der Stadt betroffen wären...

  124. 53.

    Ja, logisch. Weil ja nur der Blick auf die Besserverdiener zur passenden politischen Analyse taugt. Und was ist mit Umziehenden, die Normalverdiener sind? Gibt es die etwa nicht in ihrer Logik? Und was ist mit Bezirken, die auch schon langsam mit ihren Mieten anziehen? Einfach so weiter, wie bisher und im Takt der Verdrängung von Bestandsmietern mitklatschen?

    Die eindimensionalen Szenarios, die Sie an die Wand malen, bauen einen argumentativen Pappkameraden auf und lassen gern sämtliche andere Profiteure des Mietendeckels ausser Acht. Mietendeckel und Neubau sind genau das richtige Signal an eine Immobilienlobby und mittlerweile auch kleinere Eigentümer, die Wohnraum und Mieter einer Stadt als Ihre privaten unbegrenzten Cashcows betrachten.

  125. 52.

    "Ich finde nicht, dass man in einem Rechtsstaat damit rechnen muss, dass bestehende Verträge für ungültig erklärt werden."

    Hmm, kenne ich die Rechtssprechung nicht. Bemerkenswert finde ich aber, dass es bei der Klage nur darum geht, dass für solch eine Änderung / Gesetz Berlin bzw. Bundesländer kein Gesetzgebungskompetenz hat / haben. Da geht es also nicht um inhaltliche Fragen.

    Ich will und kann Ihnen nicht absprechen, dass dieses Gesetz für Sie existenszielle Nöte verursacht, aber klar ist auch, dass Sie keinen Anspruch auf funktionierende private Altersvorsorge haben. Wenn bei Ihnen die Miete gerade so die Instandhaltungskosten decken, dann scheint mir das eben wie bereits alles mit heißer Nadel gestrickt zu sein.

  126. 51.

    Ich finde nicht, dass man in einem Rechtsstaat damit rechnen muss, dass bestehende Verträge für ungültig erklärt werden.

    Und da Sie als Altersvorsorge Wohneigentum nennen. Das hatte ich ja versucht, aber bei kleinem Einkommen hat es für die Eigennutzung eben nicht gereicht. (4-Pesonen Haushalt) Also habe ich etwas kleineres erworben, dass ich dann vermiete.

    Und wie ich mit kleinem Einkommen eine kleine Wohnung kaufen könnte? Spare, sparen und nochmals sparen!

    Und noch habe ich keine Existenznot, aber wenn die Instandhaltungskosten weiter so steigen, wie in den letzten Jahren und ich die Miete nicht anpassen kann, werde ich in den nächsten fünf Jahre Probleme bekommen.

  127. 50.

    Und damit gebe ich Ihnen durchaus recht - wir habe das nicht gemacht, sondern uns an anderen Werten orientiert als Vermieter...Leider haben wir nichts davon gehabt und hätten mal besser selber als Abzocker gehandelt und die besagten 15€/m2 oder mehr genommen. Man hätte doch durchaus eine andere Form der Steuerung finden können - eine Mietspiegel mit einer Sozialkomponente Quartiersweise bestimmen und diesen auch verfolgen, mehr Wohnungen über die Stadt bauen und nicht die Wohnungsbau Gesellschaften und insbesondere deren Bestand in den 90er und Anfang der 00er verzocken, nicht ein riesiges Areal in der Innenstadt der Freiluft und den Lenkdrachen freigeben und und...jetzt wird einfach auf diesen Deckel gesetzt und immer noch nicht in nennenswerten Umfang gebaut und alle glauben, damit gibt es mehr Wohnraum...ächz.

  128. 49.

    "Und bei der Planung der Altervorsorge konnte ja Niemand damit rechnen,"

    Doch, bei einer mittelfristigen bis langfristigen Planung muss man bei der Altersvorsorge sehr wohl damit planen, dass sich die Rahmenbedingungen ändern.

    "Wie soll man denn fürs Alter vorsorgen, wenn die zukünftige Rente nicht reicht?"

    Na privat vorsorgen: Versicherungen, Finanzmärkte, Wohneigentum. Nur frage ich mich: wenn die Rente zukünftig nicht reicht, wie hat es dann zum Erwerb von Wohneigentum gereicht? Oder welche Kosten bedrohen die Existenz bei gleichzeitigen Einnahmen aus nun reduzierter Miete + geringer Rente? Entweder ist diese Altersvorsorgemodell mit sehr heißer Nadel gestrickt (aka finanziell übernommen), oder hier reagieren Lobbyverbände hysterisch mit den Formulierungen "Kleinvermieter" und vor allem "oftmals sogar vor existenzielle Probleme gestellt".

  129. 48.

    Schön, dass es die Mietendeckel gibt. So haben Menschen mit ihrer Attitüde zumindest vorübergehend nichts zu melden!
    Und zum Thema Sozialwohnungen.....Wollen sie etwa die 3köpfige Familie mit normalem Gehalt zum Sozialfall machen und denen auch noch aus Steuermitteln die Miete fördern? Ist das im Ernst ihre Lösung?

  130. 47.

    Wenn eine Wohnung ohne Grund lange leerstehend ist, handelt es sich um eine Zweckentfremdung und kann /muss beim Wohnungsamt gemeldet werden:
    https://www.stadtentwicklung.berlin.de/wohnen/zweckentfremdung_wohnraum/

  131. 46.

    Lieber Peter Bald,
    durch den Mietendeckel wird Gentrifizierung doch eher gefestigt! Die Leuten mit den hohen Einkommen haben VOR dem Mietendeckel die Wohnung gemietet - da war sie teuer - zu teuer für viele Andere. Dann kam der Mietendeckel - jetzt wohnen die Leute mit dem hohen Einkommen auch noch günstiger und ein Wegzug wird noch unwahrscheinlicher! Und es macht für die bösen Investoren gar keinen Sinn, alte Bauten in dieser Ecke/diesem Viertel zu renovieren, sondern eher noch mehr schicke und teure Neubauten in der Gegend aufzuziehen, weil dann die Mischkalkulation durch hohe Mieten wieder passt und die oben genannten Leute noch mehr Zuzug in das Viertel bekommen.

  132. 45.

    Das Problem ist, dass eine normal verdienende Familie in Berlin nichts findet, weil die Mieten wegen Abzockern zu hoch sind.

  133. 43.

    Und von wem werden die Bauarbeiter und Bauzeichner und Architekten ect. bezahlt? Umsonst wollen die nämlich auch nicht arbeiten....
    Und woher wollen Sie wissen, woher der Investor das Geld hat, dass er investiert. Vielleicht aus der Arbeit als Krankenschwester oder Bauzeichner.

  134. 42.

    Lese ich da Rachegelüste? Wenn die Miete sich innerhalb des Erlaubten nach Mietspiegel bewegt, ist eine Anzeige höchstens lächerlich. Sie sollten sich freuen, dass Ihr Mann als Bestandsmieter so wirksam vor einer Mietenexplosion geschützt war und preiswerter wohnen könnte als ein Neumietern.

  135. 41.

    Ja, ist ein Schenkelklopfer, aber anders als Sie glauben. Wer meint, für 3 Personen eine Vier-Zimmer-Wohnung auf 90 m² in bester Innenstadtlage zum Schnäppchenpreis bekommen zu können und sich dann noch beschwert, das nicht zu bekommen, lebt bereits fernab jeglicher Realität! Dass der rbb daraus noch einen "Skandal" konstruiert, zeigt sehr deutlich dessen politische Präferenzen. Es wäre angebrachter, dem Senat auf den Füßen zu stehen, wo die benötigten neuen Sozialwohnungen bleiben!

  136. 40.

    Es geht ja nicht um ein paar Monate Verlust, sondern um fünf Jahre. Und bei der Planung der Altervorsorge konnte ja Niemand damit rechnen, dass bestehende Gesetze und Verträge einfach für ungültig erklärt werden. Und nun auch nochmal die Frage an Sie: Wie soll man denn fürs Alter vorsorgen, wenn die zukünftige Rente nicht reicht? Denn das ist ja vom Staat gefordert, private Vorsorge. Ich bin für jeden Tip dankbar.

  137. 39.

    ja, genau:
    Wer baute das siebentorige Theben? Lesen Sie mal nach!
    Aber Sie wissen es: Kein einziger der sog. "Investoren" hat jemals ein Haus gebaut. Häuser bauen Bauarbeiter in Zusammenarbeit mit Planer*innen, Bauzeichner*innen und allen, die einen Anteil haben, wie auch die Erzieher*innen der Bauarbeiter*innen von morgen, die Krankenschwestern und Pfleger*innen der kranken und alten Bauzeichner*innen usw. usw. usw. Von diesen Menschen kann sich die heute neu gebauten Häuser kaum einer leisten, und deshalb ist dieses System, das noch nicht 10 T Jahre, aber viel zu lange besteht, ein Unmenschlcihes!

  138. 38.

    Wie Sie schon richtig bemerkt haben, ist es auch ohne Mietendeckel schon geregelt, dass die Wohnung nicht 20% höher vermietet werden kann. Es braucht also keinen Mietendeckel. Es würde vollkommen ausreichen, die bereits bestehende Gesetze vom Bund durchzusetzen. Aber dazu ist der Senat ja scheinbar nicht imstande und will sein eigenes Süppchen kochen, um von seiner Unfähigkeit abzulenken.

  139. 37.

    "Das muss mir einer erklären, dass das sozial sein soll, dass Leute, die ein sehr hohes Einkommen haben, die Miete gesenkt kriegen."

    Puh, das wird seit Jahren erklärt, dass die Gentrifizierung gestoppt werden muss, um den sozialen Zusammenhalt der Kieze zu bewahren, aber wer nicht hören will, der wird halt fühlen. Kein Mitleid mit solchen Leuten, denen ihr Eigentum und damit ihre Verpflichtungen der Gesellschaft gegenüber schnurzpiep-egal sind. Ich hoffe sehr, dass das Bundesverfassungsgericht den Deckel billigt, anders kann man in Berlin ja keine Wohnung mehr kriegen. Wenn ich 1400€ Miete zahlen soll, dann muss ich ja mit 4,2k im Monat nach Hause gehen. Der Durchschnittslohn eines Berliners liegt bei 2500€. Das muss mir einer erklären, wie das nicht sozial sein soll, dass Leute, die kein sehr hohes Einkommen haben, die Miete gesenkt kriegen.

  140. 36.

    "Kleinvermieter, die eine Wohnung als Altersabsicherung gekauft hätten, würden oftmals sogar vor existenzielle Probleme gestellt, beklagen Vermietervereine."

    Was sind denn "Kleinvermieter"? Welche - existenziell-bedrohlichen - Kosten habe die denn? Und welche "Vermietervereine" klagen denn?
    Um in Berlin (in den letzten Jahren) Wohneigentum zu erwerben, musst finanziell gut ausgestattet sein. Die Zinsen sind gerade sehr günstig. Und bei "Vermieterverein" fällt mir nur der Lobbyverband "Haus & Grund" ein.

    Eine Altservorsorge, bei der es nach einigen Monaten Einnahmeverluste zu existenziellen Problemen kommt, scheint mir keine gute Wahl gewesen zu sein.

  141. 35.

    Mein Mann hat bis April in Friedrichshain gewohnt. Er konnte beim Umzug keinen nachwieget stellen, weil der Besitzer es nicht wollte laut Verwalter. Vorgestern war die Wohnung nun zur Neuvermietung online. Über 20% mehr für die gleiche Wohnung und das hat System: in dem Wohnhaus werden beabsichtigt mehrere Monate die Wohnungen leer stehen gelassen und dann viel teurer vermietet. Wir würden das gerne anzeigen finden aber keine geeignete Stelle! Wie soll denn dann sowas unterbunden werden? Von wegen Mietpreisbremse!
    Die Wohnung ist nun viel zu teuer.

  142. 34.

    -Qualität und Quantität der Wohnräume werden abnehmen, im Bestand aber auch im Neubau (wer glaubt noch dieser Regierung?)

    -der Nutzen des Mietendeckels verfehlt seine Zielgruppe (Prenzlberg statt

    -Arbeitsplätze gehen verloren, direkt im Bau etc., aber auch indirekt wegen der fatalen Außenwirkung

    -Zuzügler, wachsende Familien etv. finden trotzdem keine Wohnung

    -Mieter und Vermieter sind verunsichert (siehe alleine Kommentare hier)

    -usw.

    --> ich komme mir vor wie in einer Bananenrepublik, echt unfassbar

  143. 32.

    Die unter Vorbehalt vereinbarte Miete, d.h. die korrekte Marktmiete, ist ausdrücklich vom Bundesverfassungsgericht empfohlen worden, um Schäden zu vermeiden. Sie ist auch kein Verstoss gegen den Mietendeckel, da sie derzeit nicht wirksam ist, und nur bei Verfassungswidrigkeit des Mietendeckel (die absehbar ist) eintritt. Und sie ist auch richtig, denn wenn die Verfassungswidrigkeit erklärt ist, kann eine verfassungswidrige Absenkung der Miete und damit Quasi-Enteignung auch nicht für die Zeit vor der Entscheidung bestand haben.

    Die Linke lügt insoweit, wenn sie behauptet, die unter vorbehalt vereinbarten Marktmieten seien unzulässig. Man sieht nur die eigenen Felle davon schwimmen und biegt sich verfassungswidrige Argumente hin.

  144. 31.

    Hat nix mit dem Prinzip der DDR zu tun - Ich hätte auch jeden anderen Staat oder Stadt genannt, die durch Deinvestition in Wohnraum zum Verfall von diesem beigetragen hat. Das wird leider die Auswirkung des Mietendeckels - das hört man übrigens auch von den kommunalen Wohnungsbaugesellschaften.
    Und es werden mehr Wohnung ggf. umgewandelt in ETW. Zusätzlich steigen gerade in Berlin beim Neubau die Mieten recht steil an, weil größere Vermieter jetzt mit einer Mischkalkulation arbeiten - ein Blick auf Immoscout etc. hilft.

  145. 30.

    Dazu müsste man natürlich wissen, dass Friedrichshain vor einigen Jahren noch kein "schicker" Bezirk war, sondern eigentlich ein "Studentenbezirk", wo man sich auch noch die verlangten Mieten leisten konnte. Leider hat der Wandel der letzten Jahren Friedrichshain zu einem schicken Bezirk gemacht und dementsprechend wurden auch die Mieten erhöht. Wenn also jemand sich vor mehreren Jahren dort sein Leben aufgebaut hat, sprich Arbeit, Familie etc., dann kann man demjenigen schlecht vorwerfen, dass er / sie aufgrund der "hippen" Lage dort wohnhaft ist und auch gern bleiben möchte. Aber dafür müsste man sich auch mal mit der Entwicklung Berlins beschäftigen bzw auskennen.

  146. 29.

    90 m2 unter 7€/m2 im Hippviertel - hallo, geht's noch? Das gibt's nicht mal in ostdeutschen Städten in populären Stadtvierteln.

    Wenn ich die Worte der Mutter lese, drücke ich die Träne. Natürlich muss der Staat dafür sorgen, dass man im Luxusstadtviertel in einer übergroßen Wohnung wohnen darf, auch wenn man es sich nach eigenen Worten nicht leisten kann.

    Soll die Mutter bitte alle solche Familien in Leipzig oder Dresden anschreiben oder London, Warschau, Prag, dass sie klagen müssen, wenn sie bereits jetzt 10€/m2 Miete zahlen.

    Nur dann nicht wundern, wenn die Nachfrage so richtig kippt und alle aus den Kleinstädten in die Großstädten ziehen dank dieser achsotollen Idee und die Wohnungen wieder mal den Zustand von 1989 in Leipzig erreichen.

  147. 28.

    Nein...Der Senat legt nur die maximale Preisspanne fest in der sich der Preis bewegen darf.

  148. 27.

    Falsch.....Der Senat legt nur einen Deckel fest, also den Maximalpreis. Aber dass die Situation im allgemeinen nicht gut ist würde glaub ich jeder unterschreiben. Gut wäre es, wenn sich alle Seiten einigen würden, aber soweit sind wir leider noch nicht.

  149. 26.

    Also ein Großteil der Berliner Häuser wurde wohl von den Trümmerfrauen wieder aufgebaut!
    Oder glauben Sie die Vermieter haben da eigenständig die Ärmel hochgekrempelt?

  150. 25.

    Interessante Argumentation, denn im Moment versucht der Senat den Preis festzulegen....

  151. 24.

    Auha....Sie ziehen ja schnell die DDR-Karte. Fragt sich wer hier ideologisch denkt.

  152. 23.

    Na Sie erzählen ja wilde Geschichten.
    Schon vergessen, dass es mal soetwas wie Feudalismus Laibeigenschaft, Monarchie, Diktatur etc. gab. Klar die Häuser wurden von Menschenhand gebaut, aber oft in Knechtschaft und die die sie eigentlich erbauten hatten nicht viel davon.

    Und was den Tausch gegen Wert angeht, funktioniert das auch nur gut, solange nicht eine Seite den Wert versucht festzulegen.

  153. 22.

    @ Nele - Wer hat nochmal all diese Häuser gebaut, aus denen Städte bestehen? Und wäre das so gekommen, wenn Ihre Vorstellung der Grundsatz wäre. Seit ca. 10 T-Jahren wendet der Mensch diese Prinzip des Tausches gegen Wert an, hier wird es mal wieder als inexistent gesehen...ächz.

  154. 20.

    Lieber Finanz,
    dann wünsche ich Ihnen viel Glück und sicher einen Vermieter, der Ihnen die neue Küche schenkt. Dann ist auch wieder alles gut in der ideologischen Grundbesohlung. Sie kaufen sicher auch alles immer in bar und nur nach Kassenstand. Wie gesagt - die Innenstädte der DDR kurz vor der Wende...Ein gutes Beispiel für Ihre Vorstellung der Umsetzung.

  155. 19.

    Wenn es Schattenmieten gibt, dann sollte man den Vermieter beim Bezirksamt melden und dann sollten hohe Bußgelder verhängt werden. Wenn sich der Vermieter dann immer noch nicht benimmt, dann noch ein hohes Bußgeld obendrauf und so weiter. Wenn erforderlich zwangsvollstrecken.

  156. 18.

    Ich warte ja auch auf einen Tip von Christian wie man es besser machen kann. Vielleicht ist dieser Tip ja dann auch was für Sie.

  157. 17.

    Noch ein Nachwurf: Wir haben im Freundeskreis über den Mietendeckel diskutiert und auch beschrieben, mit welcher Miete wir bisher ins Rennen gegangen sind - siehe den Beitrag von Luciente Hohensee. In diesen Diskussionen haben wir auch erwähnt, was wir für ein Miete nehmen könnten - lag dann irgendwo bei 15€/m2....Interessanterweise wurde uns durch die Bank empfohlen, diesen höheren Preis zu nehmen - das zum Thema Eigentum. In unserem Haus müsste eigentlich der Hausflur renoviert werden - es gab auch schon Verhandlungen mit Handwerkern. Dann kam der Mietendeckel und die Vermietergemeinschaft hat dann sehr schnell beschlossen, diese Renovieren nicht durchzuführen - ist zu teuer. In diesem Haus gäbe es Wohnung für jede Interessensgruppe - auch die im Artikel beschriebene alleinerziehende Mutter...

  158. 16.

    Eine junge Mutter, die sich verantwortungsbewusst verhält, wird als "borniert" abgewertet, soweit kommt es schon. Städte sind zum Wohnen und Leben da, nicht als Kapitalanlage!

  159. 15.

    Meine staatliche Rente wird auch nicht ausreichen, und zwar vor allem deshalb, weil die Mieten explodiert sind, weil immer mehr Leute denken, sie müssen für ihr Alter andere Leute abzocken.

  160. 14.

    Warum ist diese junge Mutter denn so borniert und weigert sich auch mal in anderen Bezirken nach einer Wohnung zu suchen. Warum muss es denn unbedingt eine 4-Zimmer Whg.! im Friedrichshain sein?
    Es mag ein Grundrecht auf Wohnraum geben, aber kein Grundrecht auf wohnen in schicken Bezirken. Wenn ich mir im Bezirk A nichts leisten kann, muss ich eben in Bezirk B oder C ziehen.
    Anhand der Anträge die ich wöchentlich auf den Tisch bekomme sehe ich, das es ausreichend Wohnungen für Familien (auch größere) gibt, die sogar SGB II beziehen. Man muss nur flexibel sein.

    @christian: Ja Ja, die typisch polemischen Kommentare von Menschen die bei dieser Materie ganz viel Meinung bei ganz wenig Ahnung haben.

  161. 13.

    "Nach dem jetzigen Stand des Mietendeckels dauert die Refinanzierung dieser Investition 41 Jahre…Wir haben das trotzdem gemacht [investiert],"

    Na da ist ja wieder die alte Mär. Sie haben investiert und sie refinanzieren? Ihre Bank hat investiert und ihre Mieter refinanzieren. So wird ein Schuh draus.

    Das Haus in dem ich wohne (Baujahr 1905) hat sich übrigens schon etliche male "refinanziert".

  162. 12.

    Ich empfinde diese Berichterstattung tendenziös. Es werden Ausnahmeerscheinungen exorbitant hoher Mieten aufgewiesen, aber über die normale Mitte, also Mieten, die sich immer am Mietspiegel orientiert haben und eindeutig in der Mehrheit sind, kaum erwähnt. Neuvermietung in unserem Fall für 6,45 €/qm sind unwirtschaftlich. Sollte der Mietendeckel bestätigt werden, müssten wir Investitionen auf ein Minimum runterfahren, Modernisierungen für einen Aufschlag von 1,- €/qm können wir uns nicht leisten, Amortisierung sind erst in unendlich vielen Jahrzehnten möglich, wenn wir uns längst schon wieder im Reparaturmodus befinden. Kein wirtschaftlich denkender Mensch kann sich solche Verluste leisten. Da müssen dann manche Mieter weiterhin mit Ofenheizungen und ohne Bad leben. Zugige Doppelkastenfenster werden bleiben. Diese geringen Mieten reichen kaum für die Instandhaltung von Gefahrenstellen. Ich bin gegen Mietwucher wie auch gegen sozialistische Einheitsmieten.

  163. 11.

    Mich würde mal interessieren wie Sie fürs Alter vorsorgen. Meine staatliche Rente wird auf jeden Fall nicht ausreichen, um meine Lebenshaltung zu decken und ich würde auch nur sehr ungern der Allgemeinheit auf der Tasche liegen. Da aber sowohl Aktien als auch Wohneigentum „Dumme“ Anlagen sind. Freue ich mich auf einen Tip von Ihnen.

  164. 10.

    Dieses Argument würde genauso dafür sprechen, dass der Senat nicht einfach Rückwirkend in bestehende Mietverträge eingreifen und die Miete senken darf.

  165. 9.

    @Baumi "Vielmehr müsste Berlin die Mieter finanziell unterstützen" NEIN ! Berlin muss endlich ausreichend Wohnungen bauen, dann ist kein Mietendeckel nötig.
    Und, es kann nun mal nicht jeder in den Innenstadtbezirken wohnen.

  166. 8.

    Wir sind Vermieter – also Ausbeuter und Halsabschneider…Wir haben gerade in unsere kleine Wohnung einen netten 4stelligen Betrag investiert, übrigens in keiner Weise ein Invest in eine bessere Verkaufsfähigkeit der Wohnung, sondern eher für potentielle Mieter(z.B. EBK). Nach dem jetzigen Stand des Mietendeckels dauert die Refinanzierung dieser Investition 41 Jahre…Wir haben das trotzdem gemacht, aber- wer also glaubt, dass auch noch irgendein Vermieter in die Verbesserung seiner Wohnung investiert, der hat die gleichen unwirklichen Vorstellungen wie Frau Gottwald und sollte sich die Bilder der Innenstädte der DDR kurz VOR der Wende einmal anschauen…

  167. 7.

    Es gibt einen bundeseinheitlichen Mindestlohn und einen Berliner Mindestlohn wenn Berlin Auftraggeber ist.
    Analog muss Berlin wohl auf einen bundeseinheitlichen Mietendeckel warten und dann kann Berlin einen einigen Mietendeckel einführen, aber nur für die landeseigenen Wohnungen. Mieter können sich ja auf Wucher berufen Par. 138 bgb. Einen Mietendeckel bedarf es deshalb nicht. Vielmehr müsste Berlin die Mieter finanziell unterstützen.

  168. 6.

    Das erste Beispiel zeigt doch schon, dass der Markt nicht für ausreichenden und angemessenen Wohnraum sorgt. Da versucht eine junge Mutter, ihr Leben so einzurichten, dass das Kind gut aufwachsen kann, alle genügend Platz haben, Betreuung und Freundschaften und alles, was so gebraucht wird, in der Nähe ist - wer verhindert das? Profitorientierte Vermieter!
    Altersvorsorge muss genauso von einer gesellschaftlichen Solidargemeinschaft abgesichert sein wie ausreichender Wohnraum für Alle. Wer da zusätzlich andere abzocken will, muss dir rote Karte kriegen!

  169. 5.

    Die Mär vom "armen" Vermieter. Wie süß. Wer seine Altersvorsorge in *eine* Wohnung investiert hat ist nicht besser als der, der all sein Geld in *eine* Aktie investiert, nämlich schön blöd und selbst Schuld. Ich kenne niemanden, aber wirklich absolut niemanden, der dies tut. Der mittellose pensionierte Hirnchirurg, mir kommen die Tränen. Hier geht es um persönliche Bereicherung zu lasten der Gesellschaft aller. Und das gehört unterbunden.

  170. 4.

    ... und drittens natürlich das Rückwirkungsverbot. Niemandem darf ein Nachteil daraus entstehen, dass er sich an einem geltenden Gesetz orientiert hat, selbst wenn dies später aufgehoben wird.

  171. 3.

    Es gibt im deutschen Recht zwei Begriffe, erstens den der "unangemessenen Benachteiligung", und zweitens den besonderen Schutz der Wohnung. Beide sprechen meiner Meinung nach stark dafür, dass selbst im unglücklichen Fall dass der Mietendeckel vor Gericht fallen sollte, kein privater Wohnungsmieter die Differenz nachzahlen müsste.

  172. 2.

    Als die Linke die SPD linkte (taz), ging sie all in. Dass die Wohnungsbauverhinderungssenatorin kurz vorher bei der Vorstellung des Mietspiegels noch die Wirksamkeit der Bindesgesetzgebung gelobt hatte - geschenkt. Dabei wurde schon früh befürchtet, dass vor allem Gutverdiener von dem Mietendeckel profitieren werden. Schließlich kann sich der Vermieter seinen Vertragspartner aussuchen. Am Nachfragedruck haben Frau Lompscher und ihr angehender Stasi-Offizier damit nur wenig ändern können, im Gegenteil. Nicht nur in diesem Artikel wird über den Verkauf von Wohnungen berichtet.

  173. 1.

    Da die für die Schattenmiete verlangten Summen offensichtlich und in jedem Fall Wucher und Abzocke ist, sind alle Anwender umgehend zu enteignen und gelten als Straftäter. Anders lernen es die unverbesserlichen Ausbeuter und Halsabschneider nicht.

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