Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) (Quelle: dpa/Markus Schreiber)
Audio: rbb 88.8 | 25.06.2020 | Anke Michel | Bild: dpa/Markus Schreiber

Innenminister schlägt Gespräch vor - Mehr als 25 Anzeigen zu "taz"-Kolumne - aber nicht von Seehofer

Bundesinnenminister Seehofer erstattet - entgegen einer früheren Ankündigung - doch keine Anzeige wegen einer umstrittenen "taz"-Kolumne. Die Autorin hatte sich darin abwertend über Polizisten geäußert. Ärger droht der Zeitung aber dennoch.

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) verzichtet auf eine Strafanzeige gegen die "taz"-Kolumnistin Hengameh Yaghoobifarah. In einer Pressemitteilung erklärte Seehofer am Donnerstag, er wolle aber die Chefredaktion der "tageszeitung" (taz) einladen, "um mit ihr den Artikel und seine Wirkung zu besprechen". Zudem wolle er sich an den Presserat wenden, der als Selbstverwaltungsorgan der Presse ethische Standards der Berichterstattung prüft.

Yaghoobifarah hatte sich in ihrer Kolumne abwertend über Polizisten geäußert. Die "taz"-Kolumnistin hatte in ihrem satirischen Text überlegt, wo Polizisten arbeiten könnten, wenn die Polizei abgeschafft würde. Sie schrieb, dass eine Option die Mülldeponie sei. Unter anderem aus der Berufsgruppe und von Politikern kam danach harsche Kritik.

Ein Angriff auf die Pressefreiheit?

Die "taz" zeigte sich offen für ein Gespräch mit dem Bundesinnenminister, schlug aber einen besonderen Ort vor. "Ich halte aber das Bundesinnenministerium nicht für den richtigen Ort für dieses Gespräch", sagte Chefredakteurin Barbara Junge. Stattdessen schlug sie einen gemeinsamen Besuch der Polizeischule in Eutin (Schleswig-Holstein) vor, die gegen Rassismus in den eigenen Reihen vorgehe, indem sie sich dem Netzwerk "Schule ohne Rassismus" angeschlossen habe.

Seehofers frühere Ankündigung einer Anzeige gegen Yaghoobifarah sei, so die "taz"-Chefredakteurin ein "massiver Einschüchterungsversuch" und ein "beschämender Angriff auf die Pressefreiheit" gewesen. Seehofer hingegen erklärte in seiner Pressemitteilung, es gehe ihm nicht um einen Eingriff in die Pressefreiheit. Ihm gehe es um eine gesellschaftliche Diskussion darüber, "wie wir in dieser Gesellschaft miteinander umgehen und wo die Grenzen einer Auseinandersetzung sind".

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) © AP Photo/Markus Schreiber
Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) | Bild: AP Photo/Markus Schreiber

Mehr als 25 Strafanzeigen bei Berliner Staatsanwaltschaft

Er sei zwar der Auffassung, dass mit der Kolumne "durch die menschenverachtende Wortwahl auch Straftatbestände erfüllt" würden, so der Innenminister. Ihm gehe es aber nicht um Strafverfolgung einer Person.

Bei der Berliner Staatsanwaltschaft sind bislang mehr als 25 Anzeigen zu der umstrittenen, polizeikritischen "taz"-Kolumne eingegangen. Es gehe unter anderem um den Vorwurf der Volksverhetzung, sagte eine Sprecherin am Donnerstag. Laut Staatsanwaltschaft wird nun geprüft, ob der Anfangsverdacht einer Straftat vorliege.

Presserat leitet Verfahren ein

Der Deutsche Presserat begrüßte die Entscheidung von Innenminister Seehofer, auf die Anzeige gegen eine Journalistin zu verzichten. Der Geschäftsführer des Deutschen Presserats, Roman Portack, sagte im rbb-Inforadio, eine Beschwerde beim Presserat sei in einem solchen Fall das richtige Mittel. Zu einer Strafanzeige sollte nur gegriffen werden, wenn es unbedingt nötig sei.

Der "taz" zufolge hat der Presserat bereits ein Verfahren gegen die Zeitung wegen der Kolumne eingeleitet. Grundlage für die Einleitung des Verfahrens am Mittwoch seien bis dahin 340 vorliegende Beschwerden gewesen, berichtet die Zeitung. Damit sei klar, dass ein Beschwerdeausschuss des Rates über den Fall berate, voraussichtlich am 8. September.

Sendung: Inforadio, 25.06.2020, 16:40 Uhr

Kommentarfunktion am 27.06.2020, 16:50 Uhr geschlossen

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46 Kommentare

  1. 46.

    Der ständig wiederholte Vorwurf, es würde die Pressefreiheit angegriffen, ist falsch und verleumderisch! Die Pressefreiheit schützt Reporter vor Repressalien aufgrund inverstigativer Berichte. Dies ist beim umstrittenen Artikel der TAZ aber gar nicht der Fall. Maximal könnte man sich hier auf die Kunstfreiheit beziehen, wenn es denn Satire wäre. Ist es aber nicht, es ist einfach nur Beleidigung und Hetze unterster Schublade. Weder Presse- noch Kunstfreiheit sind Freibriefe für Journalisten für Hass und Hetze. Das muss auch bei der TAZ klar als solche bezeichnet und verurteilt werden. Statt Frontalangriffen, um vom eigenen Versagen abzulenken, wäre eine riesige Entschuldigung angebracht. Mit ihrer hintergründige Unterstellung, in der Berliner Polizei gäbe es verbreitet Rassismus (siehe Ort für ein Treffen), zeigt die TAZ aber klar, dass sie keineswegs für Kritik offen ist und rein gar nichts verstanden hat.

  2. 45.

    Also bei einigen Komentierenden - egal welches Lager - frage ich mich was sie ohne ihr geliebt-gehasstes Feinbild machen würden. Mal wieder Zeit aus dieser entgleisenden "Diskussion" auszusteigen.

  3. 44.

    Liebe Martina,
    da steht soviel Vermutungen, Unterstellungen und barer Unsinn drin, das es sich gar nicht lohnt darauf explizit einzugehen. Ich kann Ihnen nur raten den Blutdruck nicht so hochzujagen, das es die Wahrnehmung beeinträchtigt.
    Bleiben Sie gesund.

  4. 43.

    Ziemlich spärliche Replik. Aber das macht gar nichts. Ist nicht wichtig ob Sie dem folgen können, oder professionell nach social-media-Handbuch des rechts-autoritär-völkischen Milieus schreiben.
    Sie dokumentieren hier halt schlicht in Fortsetzung wie diese Art von Propaganda funktioniert. Und das ist immer gut.
    Es erreicht die Menschen die man erreichen kann. Sie gehören halt nicht dazu. Da muss man sich weder Illusionen noch Mühe machen. Mit solchen ist sowieso weder ein Staat, noch eine Gemeinwesen zu machen. Hat es schon immer gegeben. Gut das sie nun stramm organisiert und deutlich sichtbar sind.
    Man muss ja wissen von was und von wem sich zu trennen ist.
    Ist ja nicht einmal grosse Politik. Kennt jeder aus seinem Kleingartenverein, von der Arbeitsstelle oder vom Elternabend.
    Die verweist man auf ihren Platz. Und dann machen die zusammen, die wissen was zusammen machen bedeutet und wie schön und konstruktiv das ist. Mein Beileid in Ihrem Elend und Ihrer Einsamkeit.

  5. 42.

    Ziemlich komplizierter und zusammenhangsloser Unsinn, den Sie da formuliert haben! Wer ist denn hier der Aluhutträger?

  6. 41.

    Verschonen Sie das Gemeinwesen mit Ihren völlig unbelegten Behauptungen über die angebliche Lieblingslektüre öffentlich rechtlicher Journalisten. Das ist schlichtes Marketing aus Kreisen des parlamentarischen Arms des Rechtsterrorismus AfD. Sonst und substantiell nichts. Sicher - Ihnen würde es dem Anschein nach zu Pass kommen, bestimmte der parlamentarische Arm des Rechtsterrorismus und sein Umfeld die öffentliche Diskussion und die Vorstellung davon was Journalismus, Information und gesellschaftlicher Diskurs ist. Was sich darunter vorzustellen ist, kann jeder lesen, hören und recherchieren, der sich vorher darüber selbst befragt, ob er diesen Sumpf aus Lügen Rassismus, Chauvinismus, widerlicher Hetze und Propaganda seelisch übersteht in dem man sich dafür begeben muss. Gelingt es einem sonst diesem Dreck im Alltag auszuweichen. Im Grunde ist es wie mit den Kriminalbeamten die gegen Kinderpornografie ermitteln müssen. Übersteht nicht jeder sich dem auszusetzen.

  7. 40.

    Ja, eine freie Presse ist schon ne blöde Sache .... Sollte alles verstaatlicht werden! Dann sagen wir Tschüss Demokratie und machen glücklich Winkewinke - stimmt's?

  8. 39.

    Die TAZ ist eine private, rein kommerzielle Angelegenheit. Dieses Zeug kann kaufen wer will. Wer das nicht will, kann ja sein Katzenklo damit auslegen. So weit so unproblematisch. Ich finde die Redakteure die beim ÖR arbeiten und dieses Blatt als Lieblingslektüre haben, erheblich problematischer.

  9. 38.

    Das sind reine Behauptungen, die jeglicher Grundlage entbehren. Es gibt eine heftige Debatte um die Sache innerhalb der taz-Redakton, unten ist ein Link zu einem Kommentar von Bettina Gaus - langjährige taz-Journalistin und bekannt für ihre überaus klugen und hochdifferenzierten Beiträge -, die ganz klar Stellung gegen die "satirische Kolumne" bezogen hat, was sie - wie gewohnt - schlüssig, sich auf das Menschenbild der taz beziehend, begründet.
    Also lassen sie den albernen Grabenkampf und informieren sich doch mal besser, auch wenn das sehr anstrengend sein mag ... Fakenews haben wir schon genug am Hals.

  10. 35.

    Genau, da hat sich der Seehofer einfach eine Autorin rausgesucht, die offensichtlich nicht "deutsch" genug ist, gelle? Hat ja auch überhaupt nix mit dem genannten Artikel oder den anderen Artikeln dieser Person zu tun. Ihr ganzer verachtender Kommentar passt übrigens hervorragend zu Ihrer üblichen „Performance“. Was für eine Ansammlung von Beschimpfungen und Unterstellungen. Verwechseln Sie doch bitte den RBB nicht ständig mit anderen Informationsplattformen, die der Demokratie nicht unbedingt nahe stehen. Wie sieht´s denn übrigens bei Ihnen aus? Haben Sie diesen Artikel überhaupt gelesen? Stimmen Sie diesem zu? Ich wette Sie stimmen zu … das würde jedenfalls in´s Bild passen. Übrigens sollte jeder mal in ein paar Artikel der Kolumnistin Hengameh Yaghoobifarah reinluchsen, dann kann man sehr schön sehen, dass das kein Ausrutscher war, sondern eher eine Grundeinstellung ist.

  11. 34.

    "Diese Verfasserin vertritt die Meinung der taz."

    " Junge hatte aber auch ihr Bedauern über den Artikel geäußert. Sie schrieb in der "taz": "Eine Kolumne, so satirisch sie auch gemeint gewesen sein mag, die so verstanden werden kann, als seien Polizisten nichts als Abfall, ist daneben gegangen. Das tut mir leid."

    Zudem schrieb Junge, das Ringen in der Redaktion über den Text und darüber, was gesagt werden soll, darf und muss, lege aber auch "einen tieferen Konflikt in der "taz"" offen. Sie kündigte an, dass es Debattenbeiträge mit unterschiedlichen Perspektiven in der Zeitung geben werde."*

    Außerdem messen sie mit zweierlei Maß. Wenn ein Mitglied der rechtsextremen AfD ein "Mausrutscher" passiert oder ein anderes sich mit Nazidevotionalien ablichten lässt, dann sind das immer "Einzelmeinungen". Merkwürdig.

    * https://www.tagesschau.de/inland/seehofer-taz-anzeige-105.html

  12. 33.

    Sowohl die Verfasserin als auch die taz sind so unwichtig , das man diesen geschmacklosen Artikel komplett ignorieren kann. Polizei und Müllabfuhr das sind wichtige Bestandteile für das tägliche Leben ...auf Fr. Y kann man dagegen durchaus verzichten !

  13. 32.

    Böhmermann konnte im öffentlich rechtlichen Rundfunk schon ungestraft eine Straftat begehen und ein Staatsoberhaupt verunglimpfen, da ist auch nichts passiert außer, dass das Gesetz geändert wurde. Trotzdem arbeitet er bis heute noch bei den öffentlich rechtlichen. Man muss halt nur die "richtigen" Straftaten begehen.

  14. 31.

    Diese Verfasserin vertritt die Meinung der taz. Oder glauben Sie wirklich, dass da keiner mehr quer liest ?
    Schauen Sie sich deren Vertreter an, die ständig in "Gesprächsrunden" im ÖR zu sehen sind und hören Sie denen genau zu.

  15. 30.

    Also doch keine Meinungsfreiheit. Diese Gesellschaft verträgt gar nichts mehr. Dann sollten sie sich mal alte Satire ansehen, was da über Polizisten gesagt wurde - und jeder fand es lustig.

  16. 29.

    Diese taz Kolumne sagt in erster Linie etwas über den Gemütszustand der Verfasserin aus. Die Überlegung, darauf auch noch mit einer Anzeige zu reagieren sagt etwas über den Gemütszustand des Innenministers aus.
    Journalisten und Politiker sind per se auch keine heiligen Kühe.

  17. 28.

    Bitte berichten Sie uns über den Rapport des Innenministers, nachdem Sie ihn bei sich einbestellt haben. Danke!

  18. 27.

    immer ruhig bleiben, Herr Seehofer ist Meister im Zurückrudern ......

  19. 26.

    Kann der Normalbürger froh sein, dass Seehofer so ein Schaumschläger ist. Mehr als rassistische Ideen bekommt man von Seehofer eh nicht.
    Schlimm genug, dass dieser Provinzpolitiker überhaupt in der Regierung ist und seine rechte Gülle absondern kann. Sowas dürfte in einem Land, was den Holocaust verbrochen hat und sich erste Welt schimpft, gar nicht vorkommen.
    Seehoferwar der Name der Autorin offensichtlich nicht "deutsch" genug und er hat sich gleich mal beleidigt gefühlt.

  20. 25.

    Wunderbar, der Kommentar in der Tatz ist wirklich unterirdisch gemein.

  21. 24.

    Sehe ich ähnlich und deswegen fände ich es gut, wenn sich ein Gericht damit beschäftigt um festzustellen ob diese Grenze überschritten wurde oder nicht. Dies gehört zu einem Rechtsstaat dazu, vielleicht würde auch der Presserat reichen, aber ich sehe in dem Fall mehr parallelen zu dem Schmähgedicht von Jan Böhmermann und da war es auch gut, dass die Gerichte geklärt haben was Satire darf.

    Liebes RBB-Team. Könntet ihr bitte mal erklären, ab wann die Pressefreiheit greift? Reicht es dafür, dass ich Journalist bin und ab dann darf ich tun und lassen was ich will oder muss der Artikel gewisse Standards erfüllen? Die Kolumne ist eine (für mich missgeglückte) Satire und hat ja nichts mit journalistischer Arbeit zu tun. Auch sehe ich die 4. Säule unserer Demokratie nicht beschädigt, wenn diese Persönliche Meinung nicht veröffentlicht wird.

  22. 23.

    Was für ein Blödsinn. Natürlich kann es strafbar sein, einen Polizisten individuell zu beleidigen. Polizisten sind aber keine "Minderheit" im Sinne des Volksverhetzungsparagrafen. Die Bundesrepublik Deutschland ist ein Land mit Meinungsfreiheit und keine autoritäre Bananenrepublik, und darum gibt es hierzulande keinen Paragrafen (mehr), der es verbietet, schlecht über die Polizei zu reden; ebensowenig wie einen Majestätsbeleidigungs- oder einen Querulantenparagrafen. Letzteres zum Glück für die rechtsdrehenden Wutbürger. die es sich jetzt nicht haben nehmen lassen, ihren juristischen Analphabetismus und ihre Blockwartmentalität aktenkundig zu machen, indem sie einen (meinetwegen schlechten) Journalisten bei der Polizei verpetzt haben... armselig.

  23. 22.

    Ich kann alles und jeden anzeigen und erstmal behaupten.

  24. 21.

    Ich stimme Ihnen zu, dass von Politikern gestellte Anzeigen wegen Volksverhetzung oftmals populistisch auf den Beifall der eigenen Wählerschaft gerichtet sind. Das gilt natürlich für die von linken und grünen Politiker*innen gestellten Anzeigen genauso.

  25. 20.

    Klar stellt die AfD die eine Strafanzeige. DIent doch dem Populismus, auf dem diese Partei aufgebaut ist.
    Vllt kann man so wieder zwei Stimmen für die nächste Wahl einfangen.

  26. 19.

    kauft diese Zeitung einfach nicht mehr ...

  27. 18.

    Bitte langsam zurücklehnen.
    Diese linke Blase, einschl. ihrer Meinungsblätter, wie der taz, muss endlich platzen. Statt mit handfesten sicheren Argumenten, kann nur noch die vermeintlich höhere Moral ins Feld geführt werden und wenn selbst die auch nicht mehr hilft, muss mit unsäglichen Hetztiraden auf die, die diesen Staat präsentieren und Recht durchsetzen, reagiert werden. Aus ihrer Blase heraus sind sie nicht mehr in der Lage, die Argumente des politischen Gegners zu widerlegen. Sie sind nur noch dazu imstande ihn zu erniedrigen.
    Es geht ihnen schon lange nicht mehr um Richtungsstreit, von dem eine Demokratie übrigends lebt, sondern um Bekenntniszwang, Besserwisserei, penetranten Moralismus ..

  28. 17.

    " ... in die "richtige" Schublade gesteckt werden kann!!"

    Auch ohne zwei Ausrufezeichen: Der Mensch ist immer größer als alle Schubladen, in die er gesteckt werden soll.

    Gänzlich unerträglich empfinde ich, dass Menschen bei der Polizei als Müll bezeichnet werden, gleich auch, welcher Kunstgattung sich jeweils Schreibende zugehörig fühlen. Und gleichzeitig ist es so, dass gerade Uniformträger überproportional zu Korpsgeist neigen, mit Hilfe dessen sie menschliche Verfehlungen und angeordnete Verfehlungen unter einem Deckmantel des Verschweigens zum Verschwinden bringen wollen.

  29. 16.

    So der Herr "Mutter aller Probleme ist die Migration" im Amte des InnenHeimatPolizeiVerfassungsministers möchte mit der TAZ über die Wirkung einer Kolumne sprechen. Interessant.
    Ich glaube ich bestelle Ihn erst einmal bei mir ein, und dann erkläre ich ihm die Wirkung, auf meine Nachbarn, meine Arbeits- und Vereinskollegen, meine ehemaligen Schulkameraden von vor 55 Jahren, wie es sich anfühlt und welche Wirkung es hat, wird man vom InnenHeimatPolizeiVerfassungsminister als Grundproblem bezeichnet. Nicht bloss von einer Kolumne. Vielleicht gelingt es mir die Relationen herzustellen, die in diesem Land ausser Rand und Band geraten sind. Und offenbar auch hier bei vielen Kommentaren nicht geläufig sind. Aber vielleicht lade ich ihn auch eher nach Hanau ein. Oder wie wäre Dessau. Wo sich eine ganze Polizeiwache verschworen hat den Tod von Ouri Jalloh nicht aufklären zu wollen.

  30. 15.

    Ich glaube das die geheiligte Pressefreiheit Grenzen hat. Und diese wurden bei dem Artikel überschritten. Aber in Deutschland kann die Dame sich das ja erlauben.

  31. 14.

    Typisch Seehofer: Erst groß ankündigen - und dann passiert nichts. Typisch CSU-Politiker; eine Fehlbesetzung.

    Und genauso typisch ist wieder die umgekehrte Rollenverteilung: Die "wird man doch och sagen dürfen"-Fraktion, die über all "Mainstream-Medien", "PC" und "keine Meinungsfreiheit" sehen, sind nun am hysterischsten. Und die andere "Seite" zeigt plötzlich viel Verständnis....

  32. 13.

    Dieser Dame sollte mal jemand erklären, was Respekt ist und das Worte auch zur Waffe werden können. Auch wenn es die Pressefreiheit gibt,sollte man charakterlich geeignet sein,Artikel zu verfassen,die ohne Diskriminierung auskommen. Kein Mensch gehört auf die Mülldeponie,auch Polizisten/ innen nicht. Das sind nämlich auch Menschen.
    Die Verrohung der Sprache hat trotz Pressefreiheit nichts in den Medien zu suchen.
    Pauschalisierungen ist immer fehl am Platz, denn damit kann man nichts ändern sondern nur schlechte Stimmung machen. Ich hoffe Frau Hengameh Yaghoobifarah erkennt selbst,dass sie sich völlig im Ton vergriffen hat.

  33. 12.

    In den USA ist es vielerorts weitverbreitet, die Polizei bei einem Problem nicht zu rufen, weil sie das Problem verschlimmern kann. In Berlin ist diese Haltung auch schon anzutreffen. Warum wohl? Wahrscheinlich nicht wegen guter Erfahrungen mit der Polizei oder Taz-Lektüre. Da sollten in den Innenministerien die Alarmglocken schrillen ;)
    Immerhin ist "eine" wissenschaftliche Untersuchung zu Rassismus in der Polizei angekündigt. Siehe dazu z.B. auch die Berichte der UN-Berichterstatter.

  34. 11.

    derjenige, der in den 1980er HIV-positive "in speziellen Heimen" "konzentrieren" wollte - hat gestern noch jemand verklagen wollen, der alle Polizisten über einen Kamm scherte und demnach die Polizei nach ihrer Auflösung auf der Mülldeponie sah - dieser Steinwurf im Glashaus hätte sicherlich einen besonderen Unterhaltungswert gehabt.

  35. 10.

    "Als hätten diese Randalierer vorher die taz gelesen und hätten dann beschlossen die Stadt zu verwüsten."

    Wenn ich mich recht entsinne, gab es nach den Morden von Halle und Hanau etliche Wortmeldungen nach dem Motto "Die Attentäter haben das Programm der AfD gelesen und daraufhin hat es KLICK gemacht". Wer es differenzierter mochte, sprach von einem "gesellschaftlichen Klima", das erzeugt worden sei und die Mörder ermutigt habe. Genau in diesem Sinne ist der Stuttgart-Bezug zu verstehen.

    Hoffentlich gibt es für diese unsägliche Person wenigstens eine Rüge durch den Presserat.

  36. 9.

    Wenn ich mir die anderen veröffentlichten Beiträge von Frau Yaghoobifarah durchlese, komm ich gelinde gesagt in Grübeln.

  37. 8.

    Ich gehe gerne auf die Mülldeponie arbeiten und weil mein rechter Platz noch frei ist, wünsche ich mir Frau Yaghoobifarah als Kollegin.

  38. 7.

    Ich bezweifle, dass die Drogen - Kleinkriminellen - und Hedonistenszene in Stuttgart im Amphetaminrausch und aufgrund ihrer mangelnden Deutschkenntnisse (Schwäbisch!) überhaupt in der Lage ist, den Textsinn eines Zeitungsartikels zu erfassen.
    Der TAZ-Autorin (die übrigens die Polizei pauschal nicht nur auf die Mülldeponie wünschte, sondern sie als Müll bezeichnete!!) wünsche ich keine Situation, in der sie einmal die nach ihrer Meinung pauschal rassistisch agierenden Polizei benötigt...
    Ich stelle mir gerade vor, was bei Linken/Grünen los wäre, wenn statt der Polizei die kriminellen Mitglieder der Clans Thema dieses Artikels gewesen wäre...
    In diesem Land halten sich immer weniger Menschen an eigentlich allgemeingültige Regeln des Zusammenlebens... Und die, die fast als einzige diese Regeln versuchen durchsetzen und dabei behindert, beleidigt und teilweise angegriffen werden (Stuttgart!!), werden von Teilen der Politik und der Medien in den "Allerwertesten" getreten!!
    Ja, es gibt Rassisten in der Polizei und die müssen auch aus dem Beamtenverhältnis entfernt werden!! Aber ist deshalb die gesamte Polizei rassistisch???
    Wieso wird hier pauschal eingedroschen, während doch ansonsten immer zur Mäßigung und differenzierten Betrachtung ermahnt wird....

    Ein "alter weißer und ostdeutscher" Mann...Damit ich hier von den moralischen "Instanzen" auch in die "richtige" Schublade gesteckt werden kann!!

  39. 6.

    Die werte Bettina Gaus hat eine lesenswerte Position zu Kollegin, Causa und taz bezogen - den genannten "Corpsgeist" sollte sich der rbb auch sparen und sich wirklich mal mit der Sache auseinandersetzen. Es geht nicht einfach nur um "Abwertung", sondern um das, was wir gemeinhin mit dem Begriff der "Menschenwürde" verknüpfen.
    https://taz.de/Die-Achtung-der-Menschenwuerde/!5691619&s=Yaghoobifarah/

  40. 5.

    Die betreffende Kolumnistin beherrscht die Kunst der Satire nur scheinbar. Die Texte, die ich von ihr gelesen habe, hatten alle ein gemeinsames Merkmal: sie waren hasserfüllt. So weit geht nur, wer ein sehr persönliches Problem hat. Dass die taz hier mal eins drauf kriegt, hat sie sich selbst zuzuschreiben. Es gibt kein Recht auf Hassreden oder -schriften. Bezieht man die generell herrschende aktuelle Stimmungslage mit ein, ist das Durchwinken einer solchen "Satire" durch die Chefredaktion einfach nicht mehr nachvollziehbar.

  41. 4.

    Eine nicht ganz unwesentliche Information liefert der RBB nicht, aber der BR (BR, Umstrittene taz-Kolumne: Seehofer stellt doch keine Anzeige, 25.06.2020, 12:00 Uhr):
    "Seehofer erklärte, dass er der Auffassung sei, dass die Kolumne auch Straftatbestände erfülle.2
    Die Entscheidung ist also politisch, nicht rechtlich begründet.

    Interessant dürfte auch sein, was die politische Konkurrenz macht:
    "Während Seehofer noch abwägt, hat AfD-Politikerin Beatrix von Storch bereits eine Strafanzeige gegen die “taz”-Kolumnistin gestellt. "(RND, Geplante Anzeige von Seehofer gegen “taz”-Journalistin: Merkel in Gespräch mit Minister, 22.06.2020, 19:41 Uhr")

  42. 3.

    Die "taz"-Kolumnistin Hengameh Yaghoobifarah sollte sich in Grund und Boden schämen!
    Es ist eine Schande und eine Frechheit so einen Artikel zu verfassen und damit alle Polizeimitarbeiter zu diffamieren. Hoffentlich kommt sie mal selbst in eine bedrohliche Situation und ist auf die Hilfe unserer Polizei angewiesen.
    Diese Linksradikalen glauben doch sich alles erlauben zu können.

  43. 2.

    Die Mülldeponie ! Das ist genau der Ort wo die taz hingehört und nicht unsere Polizei !

  44. 1.

    Oh, unsere heilige Polizei. Alles Engel. Da muss hart durchgegriffen werden. Das muss der Hr. Innenminister natürlich auch gleich in der Bild mitteilen. Dem Blatt , was natürlich immer nett zu Polizisten ist, aber dafür jeden niederschreibt und Existenzen vernichtet, der nicht ihrer Meinung ist. Darüber regt sich niemand auf. Und der Verweis auf Stuttgart ist so lächerlich:Als hätten diese Randalierer vorher die taz gelesen und hätten dann beschlossen die Stadt zu verwüsten....Es ist wie im Kindergarten.

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