Demonstrationszug in Berlin - Mehr als 1.500 Menschen demonstrieren gegen Rassismus und Polizeigewalt

Sa 18.07.20 | 17:55 Uhr
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Teilnehmer einer Demonstration in Berlin gegen Rassismus und Polizeigewalt halten Schilder in den Händen. (Quelle: dpa/Christoph Soeder)
Bild: dpa/Christoph Soeder

Hunderte Menschen haben am Samstag in Berlin gegen Rassismus und Polizeigewalt demonstriert. Unter dem Motto "Deutschland hat ein Rassismusproblem" zogen sie von der Siegessäule in Berlin-Mitte über den Hansaplatz bis zur JVA Moabit. Die Polizei schätzte die Zahl der Demonstrierenden auf rund 1.600.

Auf den Plakaten und Transparenten der Teilnehmer standen Slogans wie "Racism kills, mentally, physically, globally" (Rassismus tötet, psychisch, physisch, global) und "Exit rasicm" (Rassismus beenden).

In einem Aufruf zur Demo wird kritisiert, dass Staat und Sicherheitsbehörden die Leben von Migrantinnen, Migranten und People of Color nicht ausreichend schützten. Bei Ermittlungen würden rassistische Motive oft nicht bedacht.

Für Sonntag ist im Rahmen eines Aktionswochenendes gegen Polizeigewalt eine weitere Kundgebung geplant.

Sendung: Inforadio, 18.07.2020, 17:20 Uhr

27 Kommentare

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  1. 27.

    Olli, was für Unsinn. Die Beweggründe, das Motiv für Handeln, ist ausschlaggebend. Wenn einer, der rechts tickt, in einen Laden einbricht, um dort einfach nur zu klauen, der Besitzer zufällig links tickt wird das auch nicht als "politisch motivierte Straftat" behandelt.
    Wenn Sie sich mit dem Tötungsdelikt, was schlussendlich die Protestwelle ausgelöst hat, beschäftigt hätten, würden Sie wissen, dass der Polizist und sein Opfer von früher her kennen, haben zusammen in einem Nachtclub gearbeitet. Da gab es schon Reibereien, mit rassistischem Hintergrund.

    Trump leitete ja im Wahlkampf eine Falschbehauptung weiter, von irgendeinem Buero for Crimal,FBI, weiter in denen Zahlen standen, wo bedeutend mehr Schwarze Weiße ermorden. Diese Meldung kursiert jetzt auch wieder im Internet auf rechten Seiten als alternative Falschbehauptung. Nur, dieses Buero gibt es und gab es nie und die tatsächlichen Zahlen kehren das alles um.

  2. 26.

    So ist das in der Demokratie.

    Wenn PEGIDA oder andere Rechte demonstrieren wollen, die sich klar gegen die FDGO und das GG stellen, wer sichert da die Demos ab? Die Polizei, die aber genau einen Eid auf die FDGO und das GG geleistet haben, das ist wohl eher absurd.

    Der allergrößte Teil der Polizisten, zumindest hier in D, hält sich ja an Recht und Gesetz, und dafür mein Dank und Respekt. Und bei der Demo ging es in erster Linie gegen Rassismus und Polizeigewalt in den USA. Wo durch Polizeigewalt ja die doch bald weltweiten Proteste ausgelöst wurden.

    Mir scheint, einige User hier versuchen das zu bagatalisieren

  3. 25.

    Gegenfrage: wie kann man jahrelang bei so ner Veranstaltung von PEGIDA Lebenszeit verschwenden? Wo Hass, Missgunst, rassistisches Gedankengut verbreitet wird? Wo Menschen gegeneinander aufgehetzt werden? Wo im Zusammenhang mit Flüchtlingen "Absaufen, Absaufen" skandiert wird? Von darunter vielen Leuten, die im Leben nichts auf die Reihe gebracht haben, nun aber die Schuld für ihr Versagen bei anderen suchen

    Bei der Demo in Berlin wird für ein friedliches Miteinander, gegen Gewalt, geworben

  4. 24.

    Wie kann mann nur für so ein Blödsinn seine Zeit verschwenden. Jeder hat so seine Meinung.

  5. 23.

    Demos völlig überbewertet. Überschrift sollte lauten 2.998.000 Berliner haben am Wochenende nicht demonstriert.

  6. 22.

    Ich verstehe es nicht mehr, immer nur Demos, egal wogegen. Und unsere armen Polizisten werden ständig beschimpft. armes Deutschland, wo sind wir nur hingekommen. Mir tut die Polizei echt leid

  7. 21.

    Diese Demos nerven nur noch, weil sie hier in Deutschland völlig unangebracht und überflüssig sind.
    Was müssen die für lange Weile haben.

  8. 20.

    Ich kann es nicht mehr hören bzw. lesen. Was wollen die Demonstranten eigentlich damit Sie Ruhe geben ?? Alle Polizisten entlassen??

  9. 19.

    Deutsch ist in diesem Land nun mal Amtssprache. Dieses ganze englisch auf den Plakaten spricht mich leider nicht an. Ach ja, ich vergaß, es ist ja en vogue sich in einer anderen Sprache zu äußern.

  10. 18.

    Wiw, das nenne ich mal echten Zynismus : Da wird eine Demo gegen Polizeigewalt angemeldet und wer wird die Demo absichern? Genau - die Polizei.
    Irgendwie absurd...

  11. 17.

    Es ist immer noch Deutschland und die normale Umgangssprache/ Amtssprache ist deutsch. Also uninteressant was da auf den Transparenten und den Schildern steht. Aber Hauptsache es ist eine Demo.

  12. 16.

    Ich hab kein Problem mit englisch und bin mehr als doppelt so als ,wie der von Ihnen genannte Personenkreis. Aber ist das tatsächlich die Zielgruppe?
    Derzeit sehen diese Demos aus wie eine aus den USA übergeschwappte Kopien ,dabei sind die Themen in jedem Land enorm wichtig. Wenn es also um Rassismus in DEUTSCHLAND geht,sollte man sich auch darauf einstellen,ohne es gleich als kleinkarriert abzutun.
    Aber so wie jetzt,ist es natürlich einfacher,wenn man nicht den Anspruch hat,mehr als eine Kopie zu sein.
    Das Thema und das Leben ist aber nicht so einfach ,für keine Generation. Nur der Blickwinkel ändert sich bei einigen Themen über die Jahrzehnte. Was heute als korrekt angesehen wird,können die Menschen in 10 oder 20 Jahren völlig anders sehen.

  13. 15.

    Wie ist das mit Verbrechen von schwarz gegen weiß ? Ist das dann auch Rassismus ?

  14. 14.

    Ich teile Paulas Meinung. Wieso die Aufrufe in englischer Sprache? Es geht doch angeblich um deutsche Polizisten. Oder ist das Ganze nun gerade mal aktuell weil es außer Corona nun mal nix anderes gibt wogegen man protestieren kann?

  15. 13.

    Im Umkehrschluss gilt dann natürlich, dass jedes Vergehen und jede Ungerechtigkeit an "genetischen Nordeuropäer" von Menschen anderer Ethnien begangen, grundsätzlich auch erstmal als Tat aus rassistischer Motivation zu werten ist.
    Ich freue mich schon auf die Demos gegen den bald neu entdeckten Rassismus (werden das die gleichen Teilnehmer und Organisationen sein, die jetzt auf die Straße gehen bzw mobil machen?).
    Oder zählt das nicht als Rassismus und wenn doch nicht, warum in dem Fall nicht?

  16. 12.

    An einem Sommer Wochenende finden samstags und sonntags bis zu 40 Demonstrationen statt, die Häufigkeit nervt eigentlich nur noch.
    Was Rassismus angeht, so stört eigentlich nur die event Eigenschaft dieser Demos, es ist gerade in gegen Rassismus zu demonstrieren,vor wenigen Wochen war es noch Fridays for future und demnächst ist es wieder die Masken- Pflicht bei Corona..
    Und das alles in fröhlicher Nachahmung amerikanischer Moden, auch sprachlich.

  17. 11.

    Von welchem Privileg sprechen Sie?
    Dass ich keinen Ärger mit der Polizei habe?
    Oder dass ich mir meinen Wohlstand erarbeitet habe?
    Oder dass ich am Samstag auf dem Sofa sitze und nicht gegen die Berufsgruppe hetze, die am Samstag wohl mit den schwersten Job hat?
    Warum wollen denn so viele gern nach Deutschland?
    Bestimmt nicht, weil es hier so schrecklich ist.
    Das sehen übrigens ganz viele Nicht-Deutsche genauso.

  18. 10.

    In den Generationen unter 30 ist es mittlerweile völlig normal und sehr verbreitet viele englische Begriffe zu nutzen. Sehr viele sprechen dank Reisen/Social Media/ Filmen und englischsprachigen Freunden auch gut Englisch. Das heißt mit englischen Begriffen wird ein großer Teil der Menschen in Deutschland direkt angesprochen. Auch herrscht in diesen Generationen mittlerweile eine globale Verbundenheit in den entsprechenden Bewegungen. Dieses kleinklein nationale Denken kommt dort glücklicherweise kaum noch vor.

  19. 9.

    Demonstriert doch mal gegen linke Gewalt und Verbotskultur.

  20. 8.

    Polizeireformen und Aufklärung im weitesten Sinne sind auch in Deutschland dringend notwendig. Zum Glück ist diese Erkenntnis inzwischen im Mainstream angekommen: www.ardmediathek.de/ard/video/die-story/wer-kontrolliert-die-polizei/wdr-fernsehen/Y3JpZDovL3dkci5kZS9CZWl0cmFnLTQzMGFlMmUyLTQ0YTMtNDFlNi1iZDNjLTQ4MzU3M2RiMDM2MA/

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