Beatrix von Storch von der AfD (Quelle: dpa/Jens Krick)
Bild: dpa/Jens Krick

Berlin - Marx-Büste verhüllt: Staatsschutz ermittelt gegen Beatrix von Storch

Nach der Verhüllung eines Karl-Marx-Denkmals in Berlin ermittelt der polizeiliche Staatsschutz gegen die AfD-Politikerin Beatrix von Storch und andere Beteiligte. Es bestehe der Verdacht des Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch auf dpa-Anfrage.

Die Aktion sei nicht angemeldet gewesen. Von Storch und einige Mitglieder der Jugendorganisation Junge Alternative (JA) hatten der Marx-Büste am Strausberger Platz am frühen Dienstagmorgen zeitweise einen Plastiksack übergestülpt. Damit wollte die Politikerin nach eigenen Angaben gegen die Rassismusdebatte in Deutschland protestieren. Diese sei "zur Bilderstürmerei verkommen". Die Linken, so von Storch, verschonten dabei lediglich ihre Ikone Karl Marx (1818-1883), der indes "Rassist und Antisemit" gewesen sei.

Sendung: Abendschau, 15.07.2020, 19:30 Uhr

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12 Kommentare

  1. 12.

    War Marx nicht der Typ der mit Engels Kohle an der Londoner Börse gezockt hat?
    Sicher hat Trixi dies gemeint...

  2. 11.

    Ich kann ihnen, " Dickster" nur zustimmen. Marx hat und wird immer zur Allgemeinbildung gehören. Und wer ihn beschimpft, so wie Frau v.Storch, hat wahrscheinlich noch nie was von diesem Mann gehört... Man müsste sie mal fragen, ob sie wenigstens seinen Vornamen kennt. Ich glaub, sie könnte schon an dieser Frage scheitern!!!!

  3. 10.

    Nun ich denke es schadet nicht in der Rassismusdebatte mal den Fokus auf Marx zu richten. Was die Linken ja gerne vermeiden wollen.

  4. 9.

    Das haben Sie falsch verstanden. Kein Hahn hätte danach gekräht, wenn der Staatsschutz nicht den "Fall" publik gemacht hätte, Frau von Storch hätte ihren Plastiksack ohne Publicity wieder zusammen gefaltet; aber vielleicht in der Juristenvorprüfung wäre diese Sache eine interessante Fallkonstellation, denn so richtig sehe ich noch nicht, daß es sich überhaupt um eine "öffentliche Versammlung" gehandelt hat, die zu "beantragen" gewesen wäre.

  5. 8.

    Tja so ist es eben, andere"Aktivisten" stellen vor dem Reichstag eine Stele auf und der Senat/ Bezirk braucht Monate um die nicht genehmigte Stele abbauen zu lassen. Andere bringen eine Plastetüte mit und der Staatsschutz ermittelt. Das nennt man: Vor dem Gesetz sind alle gleich.

  6. 7.

    Von den sogenannten "Aktivisten" ist noch niemand deswegen verurteilt worden, die können sich sogar schweren Hausfriedensbruch leisten. Selbst Gleisanlagen dürfen die "Aktivisten" stundenlang blockieren ohne das irgendeiner von denen belangt wird. Ich auf das Ermittlungsergebnis und das darauf folgende Urteil gespannt.

  7. 6.

    Und, wen interessiert so eine Aktion? Berichte wie dieser verhelfen Fr. Storch lediglich dazu, das zu bekommen wonach sie sich sehnt: Aufmerksamkeit.

  8. 5.

    Marx und sogar Hannah Arendt haben sich in nicht geringem Maße rassistisch geäussert. Das sollte diskutiert werden. Nur dürften erhebliche Zweifel daran angebracht sein, dass es B. von Storch und der besonders von rechtsextremen durchsetzten "JA" darum geht, das Thema Rassismus ernsthaft zu behandeln. Im Gegenteil, sie machen genau das, was sie der Gegenseite vorwerfen: Bilderstürmerei. Und das in einer ziemlich durchschaubaren "aktivistischen" Art ala der der "Identitären Bewegung".

  9. 4.

    Marx wurde vor hundert Jahren gelesen, Marx wird heute weltweit wieder gelesen, Marx wird in hundert Jahren immer noch gelesen werden!
    Wer ist Beatrix von Storch!

  10. 3.

    Das schreit ja geradezu nach „bitte, bitte nehmt mich wahr“. Na ja, wenn die Lady sonst nix drauf hat, muss sie wohl mit solchem Müll in die Schlagzeilen.

  11. 2.

    Wie ich Frau von Storch einschätze, wird sich die Volljuristin einen ausführlichen Prozess einlassen, falls Anklage erhoben wird.

  12. 1.

    Zweierlei Mass?

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