An der Blaschkoallee - Neukölln bekommt ersten Pop-up-Radweg

Berlin: Eine Fahrradschablone liegt auf der Straße. Mit ihrer Hilfe wird das Zeichen dür den Radweg markiert. (Quelle: dpa/Annette Riedl)
Bild: dpa/Annette Riedl

Der erste Pop-up-Radweg des Berliner Bezirks Neukölln soll ab kommenden Montag an der Blaschkoallee enstehen. Auf der südlichen Fahrseite werde zwischen Britzer Damm und Buschkrugallee eine temporäre Radspur angelegt, teilte das Bezirksamt am Donnerstag mit. Auf der nördlichen Straßenseite werde ein Radweg zwischen Riesestraße und Britzer Damm markiert. Damit entstehe insgesamt in einem ersten Schritt auf 1.450 Metern eine Pop-up-Bike-Lane.

Mittelfristig sei eine Verlängerung bis zum Tempelhofer Weg angedacht, hieß es in der Pressemitteilung des Bezirks. Dafür müssten an der Blaschkoallee die Parkplätze am Straßenrand weichen. Außerdem plane der Bezirk einen weiteren Pop-up-Radweg an der Hermannstraße, der im August umgesetzt werden solle.

Die Pop-up-Radwege in Berlin sind in der verkehrsarmen Phase des Corona-Lockdowns entstanden, um mehr Platz und Sicherheit für Radfahrer zu schaffen. Ende April waren bereits zehn Kilometer der temporären uind mit gelber Farbe markierten Radspuren eingerichtet. Zuletzt wurde aber deutlich, dass der rot-rot-grüne Senat die zunächst als Provisorium geplanten Radwege dauerhaft behalten möchte.

15 Kommentare

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  1. 15.

    Ich wohne in der Blaschkoallee, spreche nicht nur für mich, sondern auch für die vielen anderen Anwohner. Einfach die Parkplätze wegzunehmen ohne neue Parkmöglichkeiten zu schaffen, finden wir nicht nur unerhört, sondern sogar als massiven Eingriff in die Menschenrechte. Die Autos stapeln sich jetzt in den Seitenstraßen, Einkäufe müssen nunmehr weit nachhause geschleppt werden. Die Anwohner können nicht beliefert werden, Krankenwagen, Pflegepersonal und Angehörigen wird dadurch der Besuch erschwert, sogar unmöglich gemacht.! Was noch bescheuerter ist, wir haben einen Radweg, dieser führt sogar bis zur Kreuzung Britzer Damm! Für das Bezirksamt scheint es jedoch einfacher zu sein, schnell einen zusätzlich Radweg daneben zu schaffen, wofür wir kein Verständnis mehr haben, aber dafür haben wir jetzt den Stau. Ich wünsche allen, die für dieses Pop-up-Radwege sind, dass sie auch diesen vor ihre eigene Haustür bekommen und bis ins hohe Alter Fahrrad fahren können!

  2. 14.

    Super nach 2 Tagen zu merken weniger Autolärm, aber nachts parken die Autos auf dem Radweg, bitte auch künftig lassen!!!

  3. 13.

    "Dieser Radweg nimmt Anwohnern und Beschäftigten die Parkmöglichkeiten."
    Und warum sorgen sie nicht selbst für den Parkplatz, warum muß den die Allgemenheit finanzieren? Seit wann ist ein fußläufig zu erreichender Parkplatz ein Grundrecht, auf welches sie sich berufen?
    "Der Umstieg auf die Öffentlichen ist hier keine Alternative, zumal der Bus im 20-Minutentakt auch noch staubedingt unzuverlässig ist. Wurde daran mal gedacht? Und Corona.... "
    Das sind alles dumme Ausreden für ihre Bequemlichkeit. Sie tun ja gerade so als wäre das Bürgeramt Blaschkoallee nicht mehr erreichbar und raten sie doch mal wer den Dauerstau produziert?
    Vom Umstieg auf das Rad profitieren in erster Linie die, die auf das Auto angewiesen sind und der ÖPNV. Jeder Radfahrer ist ein Auto weniger im Stau vor ihnen.

  4. 12.

    Dieser Radweg nimmt Anwohnern und Beschäftigten die Parkmöglichkeiten. Oft ist das Auto trotz allem die einzige Möglichkeit der Fortbewegung. Alternativen, sei es gegen Bezahlung, gibt es hier keine. Berücksichtigt wurde bei der Entscheidung offensichtlich nicht, das es, neben vielen Anwohnern aus der Umgebung auch noch ein relativ großes Verwaltungsgebäude mit regen Publikumsverkehr gibt. Hier kehren Menschen aller Altersklassen ein und auch mit körperlichen Einschrünkungen. Der Umstieg auf die Öffentlichen ist hier keine Alternative, zumal der Bus im 20-Minutentakt auch noch staubedingt unzuverlässig ist. Wurde daran mal gedacht? Und Corona....
    Und was ist im Winter, bei Kälte, Eis und Schnee? Dann muss Omi auch radeln??? Und früher oder später werden auch die Entscheidungsträger auch alt und können nicht mehr mit dem Rad ihr Rennen fahren - was dann?

  5. 11.

    "Vielen Dank für 12 Stunden Dauer Stau vor meiner Haustür." Und daran ist garantiert die neue Radspur schuld.

  6. 10.

    Bin nicht begeistert von dem Radweg Blaschkoallee.
    Der Bus kommt viel zu spät, weil er nur im Stau steht. Es geht keinen Meter Vorwärts.
    Leider bin ich auf den Bus angewiesen. Sehe auch nur selten Radfahrer! Aber naja, auf die Alten nimmt niemand Rücksicht.

  7. 9.

    Heute der Erste Tag mit dem Radweg. Vielen Dank für 12 Stunden Dauer Stau vor meiner Haustür. Es ist mir eine Wahre Freude!!!

  8. 8.

    "Das Bezirksamt entfernt sich mit seinen Entscheidungen immer mehr von den Menschen." Meinen sie Menschen oder Autofahrer?
    "Obwohl Radwege vorhanden sind oder waren, die nur mal instandgesetzt werden müssen," Die Radwege können nicht instandgesetzt werden, da zu schmal oder bauliche Todesfallen an jeder Kreuzung.
    "wegen ein paar Radfahrern den Anwohnern die Parkplätze genommen" Seit wann gibt es ein Anrecht auf einen kostenlosen Parkplatz, der von der Allgemeinheit finanziert wird?

  9. 7.

    Das Bezirksamt entfernt sich mit seinen Entscheidungen immer mehr von den Menschen. Was hier passiert ist kein Witz mehr ! Obwohl Radwege vorhanden sind oder waren, die nur mal instandgesetzt werden müssen, werden wegen ein paar Radfahrern den Anwohnern die Parkplätze genommen, noch mehr künstlicher Stau produziert. Und nun nicht nur auf den südlichen Fahrbahn, auch auf der nördlichen ! Was passiert eigentlich, wenn die Blaschkoallee wieder Umleitungsstrecke für den Tunnel Britz der A100 während der häufigen nächtlichen Wartungsarbeiten ist ? Kann das Bezirksamt Neukölln ohne weiteres in die Berliner Verkehrsplanung nach Belieben eingreifen ? Aber hier wundert einen so langsam nichts mehr....

  10. 6.

    Die Busspuren entwickeln sich langsam zu einer Manie von ihnen. Das eine schließt das andere nicht aus. Also warum versuchen sie Fußgänger und Radfahrer gegeneinander auszuspielen?

  11. 5.

    Auch wenn es manchmal betrüblich ist: Berlin ist zum Glück föderal verfasst, anders als bspw. Hamburg. Berlin hat sich 1920, zu demokratischen Zeiten zusammengeschlossen, Hamburg wurde 1937 zu gänzlich anderen Zeiten von oben herab zusammengeschlossen. Da hat der Hamburger Senat eine ganz andere Weisungsbefugnis. Allerdings würde ich eine vollkommene Zentralisierung Berlins als das größere Übel betrachten.

  12. 3.

    Auch wenn Sie vor Schreck Ihren Namen vergessen haben: Südlich des Ringes bedarf es auf der Hermannstraße vor allem einer Busspur. Gefährlich ist es vor dem Hermannplatz vor für Fußgänger, da die Radfahrer den Gehweg gerne als Überholspur zusätzlich zum Radweg nutzen und um die rote Ampel zu umfahren.

  13. 2.

    Der Norden will auch sowas...Kann der Senat das muffige Bezirksamt Reinickendorf nicht bitte einfach mal anweisen das zu tun? Die lokalen Schnarchnasen hier bekommen das nicht alleine auf die Kette... (Beispiel Residenzstraße)

  14. 1.

    Eine sehr gute Nachricht! Vor allem auf der Hermanstraße ist ein Radweg wirklich dringend nötig. Hier ist es lebensgefährlich Fahrrad zu fahren. Danke ans Bezirksamt für diese richtigen Entscheidungen.

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