Michael Müller (SPD), Regierender Bürgermeister von Berlin, steht bei der Karanzniederlegung beim Gedenken der Bundesregierung an die Ermordeten des Widerstands gegen die nationalsozialistische Gewaltherrschaft in der Gedenkstätte Plötzensee. Der Tag erinnert an das missglückte Attentat auf Adolf Hitler am 20. Juli 1944. (Quelle: dpa/Michael Kappeler)
Video: rbb24 | 20.07.2020 | Nachrichten | Bild: dpa/Michael Kappeler

Jahrestag des Attentats auf Hitler - Bund und Ländern erinnern an Widerstand vom 20. Juli 1944

Vertreter von Bund und Ländern haben am Montagvormittag in Berlin der Widerstandskämpfer des 20. Juli 1944 gedacht. Die Veranstaltung fand in der Gedenkstätte Plötzensee statt - allerdings mit Einschränkungen aufgrund von Corona.

In Berlin ist am Montag an die Hitler-Attentäter vom 20. Juli 1944 erinnert worden. Der Bund und die Stiftung 20. Juli 1944 veranstalteten das zentrale Gedenken zum 76. Jahrestag in der Gedenkstätte Plötzensee. Wegen der Corona-Pandemie fand die Veranstaltung ohne Publikum statt und wurde per Livestream übertragen.

"Freiheit und Demokratie sind nicht selbstverständlich"

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Krarrenbauer (CDU) bezeichnete das Attentat auf Adolf Hitler als Aufstand des Gewissens. Die Haltung der Widerstandskämpfer sei nach dem Krieg für die Bundesrepublik sinnstiftend geworden.

Der Berliner Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) sagte, der Gedenktag sei ein unverzichtbarer Teil gelebter Demokratie in Deutschland. Eine Lehre sei, dass man der Leugnung und Relativierung der NS-Verbrechen entgegenwirken müsse.

Mit Blick auf den rechtsextrem motivierten Angriff auf die Synagoge von Halle sowie die fremdenfeindlichen Morde von Hanau und die Ermordung des Kassler Regierungspräsidenten Walter Lübcke rief Müller dazu auf, sich heute Menschen, die Antisemitismus und anderen menschenverachtenden Ideologien anhängen, "noch entschlossener entgegenzustellen". "Wir wissen, dass Freiheit und Demokratie nicht selbstverständlich sind", sagte der SPD-Politiker.

Gedenkrede hält Enkel

Die Gedenkrede hielt Philipp von Schulthess, der Enkel des Hitler-Attentäters Claus Schenk Graf von Stauffenberg: Es sei für alle heute und später lebenden Generationen von Deutschen "von zentraler befreiender Wirkung", dass es diese Menschen im Widerstand gegeben hat, die mit der Schuld und der Schande ihres Volkes einfach nicht weiterleben wollten. Schulthess verwies darauf, dass es zahlreiche, teilweise unbekannte und aus verschiedenen sozialen Schichten stammende Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus und das Hitler-Regime gab.

Ökumenische Andacht

Zuvor fand in der Gedenkstätte eine ökumenische Andacht statt, eine weitere ökumenische Vesper ist für den Abend geplant. In der Gedenkstätte Deutscher Widerstand sollen am Mittag Rekruten der Bundeswehr im Beisein der Bundesverteidigungsministerin ihr Gelöbnis ablegen.

Am 20. Juli 1944 war der Sprengstoffangriff einer Gruppe deutscher Offiziere um Stauffenberg (1907-1944) im Führerhauptquartier "Wolfsschanze" gescheitert. Die Attentäter und rund 200 Mitwisser und Angehörige des Widerstands wurden in den folgenden Wochen hingerichtet. Viele andere wurden verhaftet und in Konzentrationslager verschleppt.

Gedenken auch in Brandenburg

Die Brandenburger Landtagspräsidentin Ulrike Liedtke (SPD) würdigte die Hitler-Attentäter vom 20. Juli 1944. Auch 75 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges dürfe die Erinnerung an all diejenigen, die gegen die nationalsozialistische Gewaltherrschaft aufgestanden sind, nicht verblassen, sagte sie am Sonntag in Potsdam. Die Widerstandskämpfer um von Stauffenberg hätten gewusst, dass sie ihr Leben riskierten. Sie seien ihrem Gewissen gefolgt, hätten gehandelt statt wegzusehen, hätten ihre Stimme erhoben, statt zu schweigen.

In Brandenburg wird unter anderem mit einer Kranzniederlegung am Dienstag in der Henning-von-Tresckow-Kaserne in Geltow an die Hitler-Attentäter erinnert.

Sendung: Inforadio, 19. 7. 2020, 21 Uhr

48 Kommentare

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  1. 48.

    Ich stehe zu meinen Wurzeln und zu meinem Kommentar. Was dieser mit den Ereignissen rund um den Mauerfall zu tun haben soll, bleibt Ihr Geheimnis, über das Sie besser Stillschweigen bewahren sollten. Der von Ihnen behauptete Termin für die Ehrung der wahren Helden des Widerstandes im Nazireich ist fadenscheinig. Es gibt keinen Ehrentag in diesem Land für Kommunisten und Sozialisten des Widerstandes im Nazireich, der nur annähernd mit der kruden "Heldenverehrung" der Nazi-Offizieren um Stauffenberg vergleichbar ist. Das lässt tief blicken.

  2. 47.

    Und wieder einmal muß ich Ihnen zustimmen und möchte erneut Ihre Gedanken ergänzen.

    Es sind die vergessenen "kleinen Helden", die unsere Aufmerksamkeit verdienen. Es waren nicht alle Nazis und diese Christen, Kommunisten... haben im Verborgenen mehr bewirkt als die bekannten Namen.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Rosenthal#Leben

    https://de.wikipedia.org/wiki/Inge_Deutschkron#Leben

    Buchempfehlung: Ruth Andreas-Friedrich "Der Schattenmann" Tagebuchaufzeichnungen von 1938 - 1945

  3. 46.

    Viele von ihnen waren einer von uns !
    Die deutschen Corpstudenten

  4. 45.

    Da gebe ich Ihnen völlig recht. Wir haben Fehler und machen Fehler, weil wir Menschen sind. Trotzdem ist in der Reihe der Widerständler, Attentäter und Ablehner der Nazidiktatur Stauffenberg derjenige, der es weniger verdient hätte, dafür geehrt zu werden. Da gibt es bessere. Mir scheint, dass man ganz bewusst Stauffenberg dazu auserkoren hat, weil er der politischen, militärischen und adligen Elite angehörte. Und diesen Tag zum Tag der Befreiung zu erklären, reiht sich nahtlos in die in den letzten Jahren verstärkte Geschichtsverfälschung zur Verdrängung der realen Verhältnisse zum Ende des 2. Wk ein. Russland (die SU)hatte die meisten Opfer und Schäden zu beklagen und ist hauptsächliche für den Sieg über den Nazifaschismus verantwortlich. Diese geschichtliche Tatsache will man aus den Köpfen haben, wie so einige andere auch, weil nicht sein kann, was nicht sein darf, bei allen Ideologen.

  5. 44.

    Im Gegensatz zu vom Deutschen Reich besetzten Gebieten gab es innerhalb des Reichs keinen militärischen Widerstand. Das ist die Sachlage. Die alljährlich ritualisierten, verklärenden Demokratiebekundungen wollen vergessen machen, dass es sich dabei um Lippenbekenntnisse handelt und darüber hinaus, dass Nationalsozialist*innen das Attentat nicht "aus Gewissen", sondern aus Berechnung unternahmen: die bedingte statt die bedingungslose Kapitulation erwirken, um durch das Staatsterror-Regime errichtete Zustände, Behörden, Abläufe, Privilegien weitestgehend zu erhalten.

    Unmittelbar nach Machtergreifung der NSDAP gab es eine große Welle der Aussonderung, in dessen Folge kriegsablehnende Akteure in Politik, Militär sowie kritischere Stimmen auch in Behörden versetzt oder in den Ruhestand zwangsversetzt wurden. DAS wäre der Zeitpunkt gewesen, sich zu vernetzen, um die Tyrannis zu stürzen. Stattdessen wurde zugesehen oder mitgemacht; der Eid auf Adolf Hitler abgeleistet.

  6. 43.

    Ich verspüre Unbehagen bei Heldenverehrung, egal welcher Couleur.

    Brauchen wir wirklich immer noch "Helden", die wir als blütenreine Vorbilder zelebrieren müssen? Haben wir nicht alle genug Menschenkenntnis, daß *niemand* das ist (außer in Hollywoodfilmen)? [Und auch niemand ist nur "böse".] Können wir wirklich nicht für Demokratie und gegen Faschismus (für Toleranz und gegen Rassismus... für Mitgefühl und gegen Verachtung usw. usw.) sein, ohne daß wir dafür die nächsten "Helden" konstruieren? Brauchen manche Menschen solche Pseudo-Vorbilder???

    Ja, v. Stauffenberg war vorbildlich darin, daß er sich gegen Hitler aufgelehnt hat! (@Brack "der stramme Nazi Stauffenberg" - nein, das war er nach aktueller Forschung nicht, davon hat er sich entfernt.) Und trotzdem hatte er genug Macken. Andere Attentäter hatten auch Macken, wenn auch vielleicht weniger offensichtliche, einfach weil sie weniger bekannt sind.

    Und dann auch noch 'passend' dazu das Gelöbnis der Bundeswehr.

    Brrr...

  7. 42.

    "der Gedenktag sei ein unverzichtbarer Teil gelebter Demokratie in Deutschland" - Attentäter, die erst die Diktatur förderten und von Potsdam aus über Gernika nach Prag, Wien, Warschau, Brüssel, Rotterdam, Paris und St. Petersburg ihr Unwesen trieben - bis sie von Mütterchen Russland geschlagen worden und ihrer Raubgüter(Besitztümer), Uniformen und ihres Ansehens zuhause gefährdet sahen, sollte der Diktator für die Demokratie sterben? Wären sie in Russland "erfolgreich" gewesen - wären sie wohl noch heute ihren Führer treu. Ich kenne nur wenige demokratische Widerstandsgruppen im Naziland und die bekannteste hieß: Weiße Rose

  8. 41.

    Fast alle Kommentatoren sind hier die totalen Besserwisser die Wiesen wie es geht. Ich sag euch mal was 99 % von euch wären auch brave Soldaten gewesen die Ihre Pflicht erfüllen. Wetten!!! Als hört auf hier alles in Frage zu stellen .was ist nur los in dieser welt. Alles aber auch alles wird gerade in Frage gestellt. Für mich sind Staufenberg und Seine Kameraden weiterhin Helden die geehrt werden dürfen.

  9. 40.

    Zitat: "Stauffenberg und die Verschwörer der Gruppe waren bis zum Schluss bekennende Antisemiten . . ."

    Es waren doch nicht nur Stauffenberg und eine Handvoll Militärs oder Günstlinge des Systems an der Verschwörung beteiligt, Steffen. Denken Sie bspw. an den "Kreisauer Kreis" in dem sich auch diverse bürgerliche Gruppen zusammenfanden, die nicht antisemitisch eingestellt waren. Stauffenberg ist die "Galionsfigur des 20. Juli", aber dahinter stand einiges mehr an Widerstand gegen das Regime.

  10. 39.

    Seltsam ist eher, dass Sie die (Vor-) Geschichte der Attentäter vom 20. Juli, und deren Umfeld, offenbar für ein Mysterium halten. Bei wirklichem interesse kann man sich alle Fakten anlesen und sogar anschauen, da es auch viele Dokumentationen zum Thema gibt.

    Mir stößt in nicht wenigen Beiträgen hier eine sehr unangenehmer Tonfall auf, der z. T. mehr als andeutet, dass die Verschwörer mehr oder weniger aus "niederem Interesse" gehandelt haben, um ihre Pfründe zu sichern. Daher ist die Vermutung wohl nicht allzu weit hergeholt, dass einigen hier die Diskreditierung des bürgerlichen und auch adligen Widerstands im Interesse liegt.

  11. 38.

    Sie liegen mit ihrer Einschätzung leider vollkommen richtig. Man müßte eigenlich andere ehren, wie z.B. Johann Georg Elser, der am 9. April '45 von den Nazis im KZ Dachau ermordet wurde.

  12. 37.

    Es stösst mir immer wieder bitter auf, wenn der stramme Nazi Stauffenberg als Held dargestellt wird. Auf Hitler wurden nachweislich vorher von integreren Menschen 41 Attentate versucht. Dieses letzte diente der Fortsetzung der nationalsozialistischen Diktatur ohne Hitler. Hätte sich Stauffenberg zur Sicherung des Erfolges des Attentats geopfert, würde ich das etwas positiver sehen. Man heroisiert bewusst einen Wehrmachtsoffizier, der lange Jahre viele Ungeheuerlichkeiten mitgetragen hat.

  13. 36.

    "An diesem Tage wird u. A. auch den Opfern der getöteten Kommunisten und SPD im dritten Reich gedacht. "
    Sind Sie da sicher? Aber warum an diesem Tag mit dem Holocaust.

  14. 35.

    der 20. juli war KEIN tag der befreiung, wie die geschichte leider gezeigt hat. in heute, also 76 jahre spaeter, dahingehend umzudeuten hat schon etwas philologisches an sich.

    der 8. mai 1945 war der tag der befreiung, wenn es einen solchen gegeben hat, denn manche meinen ja auch, es sei ein tag der niederlage gewesen.

    meine persoenliche meinung hierzu ist: am ende des krieges stand zumindest im westen die befreiung. im osten leider weitere knechtschaft.

  15. 34.

    Lesen Sie ganz einfach die einschlägigen Medien dazu - die gibt es bestimmt auch im Internet. Für Lesefaule gibt es auch Hörbücher.

  16. 33.

    Mich würde interessieren,was der Attentäter und seine Unterstützer bis zum 20.Juli 44 getan haben ?
    Wie standen sie zum Reich,als es nur Siege gab ?
    Dazu hört man nichts,sehr seltsam.

  17. 32.

    Zu Recht umstritten ist Stauffenberg, ich denke aber: Mehr als sein Leben kann ein Mensch nicht geben.
    Andere Menschen wie Adam Trott haben es früh von innen heraus versucht, ebenso erfolglos.
    Befreiung kommt mir nur für Menschen in den Sinn, die den NS nicht wollten, ihn auch 1932 nicht gewählt haben, die sich widersetzten, aber auch die, die es nicht taten, weil sie so viel Mut nicht hatten. Mir persönlich liegt der Begriff Kapitulation viel näher. - Leider wurde, wie es scheint, nicht auf die gegenwärtige schwierige Verfassung der Bundeswehr hingewiesen, die rechten Köpfe und Handlungen.

  18. 31.

    Stauffenberg und die Verschwörer der Gruppe waren bis zum Schluss bekennende Antisemiten,
    ihre historische Leistung schmälert das aber nur marginal. Ein gelungenes Attentat, hätte ein schnelleres Kriegsende (Kapitulation) bedeutet.
    Somit wären einige Millionen Tote weniger zu verzeichnen gewesen. Regimegegner sind nicht gleich Demokraten, dafür gibt es in der Geschichte viele Beispiele. Eine Würdigung am heutigen Tag, ist trotz aller ideologischer Diskrepanzen, angebracht.

  19. 30.

    "Das jemand wie AKK, welche eine Ausrichtung der Armee weg von einer Bürgerarmee zu einer Regierungsarmee vorantreibt, von einem "Aufstand des Gewissens" spricht, ist wohl eine Ironie der Geschichte."

    Es ist leider keine Ironie dass Anhänger von Rechtsextremisten Verschwörungsszenarien einer "Regierungsarmee" kolportieren möchten, das passt ins Bild von Rechtsextremen jeglicher Couleur.

    Die BW ist, trotz der rechtsextremen Vorkomnisse, eine "Bürgerarmee", da von den Vertretern des Souverän beauftragt und kontrolliert. Eine sog. Parlamentsarmee.

    Dass sich gewisse Teile der Kontrolle entzogen haben, ist doch im Sinne von Rechtsextremen, die von Elite usw. faseln. Für den Willen AKKs sich dagegen zu stemmen, wird ihr parteiübergreifend Respekt gezollt, außer von den Rechtsextremen.

  20. 29.

    Mein Großvater war Landser, am Russslandfeldzug beteiligt und trotz russischer Gefangenschaft unbelehrbar und bis zu seinem Tod ein glühender Nazi.
    So hat jeder jeder seine Sicht. Ich habe ihn für seine Haltung gehasst.
    Ich habe große Achtung vor denen, die Sie hier denunzieren. Auch ein Sinneswandel darf und muss man jedem eingestehen.
    Aber die, denen heute Gedacht wird, als Feiglinge zu bezeichnen, finde ich widerlich.
    Ich bin ich froh, in Freiheit aufgewachsen zu sein, oder möchten sie Sie im Braunhemd herumrennen?

  21. 28.

    Die 'Regierung' von der Sie da sprechen, war ein Unrechtsregime, das so ziemlich jedes Menschenrecht gebrochen hat, das auch nur existiert. Das ist mit der heutigen Regierung in keiner Weise gleichzusetzen!

    Gegen die Verbrechen des damaligen Unrechtsregimes zu kämpfen war mutig und notwendig, und ich bin dankbar, daß es wenigstens ein paar 'anständige' Menschen gab.
    Ihr Vergleich und Ihr Schluß,, daß politische Attentate heute gewollt seien, so sie sich nicht gegen das 'herrschende System' richten, ist einfach nur widerlich.

  22. 27.

    Am 27. Januar zur Befreiung des KZ Auschwitz an diesem Tag im Jahr 1945.
    An diesem Tage wird u. A. auch den Opfern der getöteten Kommunisten und SPD im dritten Reich gedacht.

  23. 26.

    der 20. juli war KEIN tag der befreiung, wie die geschichte leider gezeigt hat. in heute, also 76 jahre spaeter, dahingehend umzudeuten hat schon etwas philologisches an sich.

    der 8. mai 1945 war der tag der befreiung, wenn es einen solchen gegeben hat, denn manche meinen ja auch, es sei ein tag der niederlage gewesen.

    meine persoenliche meinung hierzu ist: am ende des krieges stand zumindest im westen die befreiung. im osten leider weitere knechtschaft.

  24. 25.

    Das jemand wie AKK, welche eine Ausrichtung der Armee weg von einer Bürgerarmee zu einer Regierungsarmee vorantreibt, von einem "Aufstand des Gewissens" spricht, ist wohl eine Ironie der Geschichte.

    Das mit der sich immer deutlicher abzeichnenden Niederlage auch die Zahl der Regimegegner wuchs, ist nicht weiter erstaunlich. Die Vernetzung des Widerstandes vom 20. Juli 1944 reichte in viele politische Lage und kann deswegen und natürlich wegen seines Ausmaßes durchaus als eine der Gründungsbausteine der BRD betrachtet werden.

  25. 24.

    Sie verbreiten hier rechtsextreme Verschwörungstheorien. Die "Forderung Bedingungslose Kapitulation" der Alliierten waren eine Erfahrung des 1. WK, wo rechtsextreme Kräfte und deren Entourage die Dolchstoßlegende gestrickt hatten.

    Das wollte man unter allen Umständen verhindern und den preußischen Militarismus vernichten. Das geht nur mit einer bedingungslosen Kapitulation.

  26. 23.

    So ist es!

    Und das Gedenken an die echten Widerstandskämpfer ehrt man am wirkungsvollsten wenn man die geistigen Nachfolger des Naziregimes verfolgt und deren "Partei" verbietet" Gründe dafür bietet die rechtsextreme AfD und deren alles beherrschender faschistischer und völkisch-nationaler "Flügel" allemale.

  27. 22.

    Auch interessant: https://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Szepansky
    Nach seiner Flucht, Aufenthalten in Sachsenhausen usw. kämpfte er 20 Jahre in der Bundesrepublik um Anerkennung als NS-Opfer. Weitere 30 Jahre engagierte er sich als Zeitzeuge und bekam dafür das Bundesverdienstkreuz am Bande. Von 2012 bis 2019 habe ich immer wieder erlebt, wie die kleine Gedenktafel in der Methfesselstr. immer wieder abgerissen wurde.

  28. 21.

    Mein Vater - Jahrgang 1915, Dienstpflicht 1935 bis 1937, Wehrmachtsangehöriger und Soldat von 1949 bis 1945 - sagte über den 20 Juli: Solange die Wehrmacht mit Hitler am Siegen war, war alles gut. Erst mit den Niederlagen ( ab Stalingrad) hat sie sich langsam von Hitler distanziert. Die Männer des 20 Juli sind Feiglinge gewesen, eine Tasche hinstellen und dann weglaufen. Für mich sind die keine Vorbilder - eher schon diejenigen, die Juden, Sinti und Roma vor der Gaskammer versteckt haben.
    Ja, so hat jeder seine Sicht der Dinge.

  29. 20.

    Das Weiltbild der Attentäter war für eine freihetlichen Demokratie als "Gedankengut" ungeeignet. Planung und Ausführung (einarmiger Ritteroffizier, ohne Pioneerwissen und im Alleingang...) waren indiskutabel: persönlicher Mut rechtfertigt keine bodenlose Unfähgkiet. Die Beteilligten haben das Ende des Krieges zu erträglichen Bedingungen im Auge gehabt - nicht die Beseitigung der Unrechtsrherrschaft - dieser Herrschaft dienten sie (ergeben!) über Jahre und sahen allen Verbrechen (vor dem Krieg (Rassengesetze, Konzentrationslagern) und ab 1939 (Sudetenland, Polenfeldzug)zu. Man lese Briefe des V. Staufenberg von den Fronten (Ost / Lybien) und denke nach!

  30. 19.

    Teil 2:
    Stauffenberg hätte den Krieg verkürzen können, allerdings die Besatzung hätte er nicht verhindern können.
    Stauffenberg wären seine Machtinstrumente (Armee) entzogen wurden durch die Alliierte Besatzung.
    Wie hätte er einen Staat aufbauen können ohne sich gegen innere und äußere Feinde zur wehr setzen zu können.
    Ein Staat ohne Exekutive funktioniert auch nicht wirklich.
    Da es ja zu dieser Zeit noch jede Menge SS-anhänger gab, die versucht hätten die Widerstandskämpfer zu bekämpfen.
    -
    Das heißt die Alliierten haben durch die Forderung Bedingungslose Kapitulation ein verhandeln unmöglich gemacht!

  31. 18.

    Der 20 Juli 1944 war ein Versuch der Befreiung, der gescheitert ist.

    Stauffenberg wollte mit anderen Widerstandskämpfern Hitler töten, die Macht übernehmen und ein Frieden mit den Alliierten aushandeln.
    Das Attentat ist fehlgeschlagen und damit war es ein Versuch der Befreiung.

    Nehmen wir mal als Szenario an, das Attentat hätte geklappt, was dann?
    Danach hätten die Widerstandskämpfer sofort die Macht über die Wehrmacht übernehmen müssen und die SS verhaften, sonst wäre ein anderer Nazi der neue Führer geworden.

    Nehmen wir an auch das hätte der Widerstand geschafft!

    Danach hätte Stauffenberg ein Problem gehabt, da die Alliierten auf der Teheran-Konferenz und später 1945 in Jalta sich auf die Bedingungslose Kapitulation Deutschlands verständigt haben.

    Bei einer Bedingungslosen Kapitulation gibt es nix mehr zu verhandeln, deswegen heißt es ja Bedingungslos.

    Wie hätte Stauffenberg und co. da noch einen Frieden machen sollen? Ich frage alle hier Wie?????

    Teil 2 folgt

  32. 17.

    Wenn man bedenkt das diese Herren Attentäter bis dahin (4 Jahre lang) fleißig hinter Hitler gestanden und mitgemacht haben, ja sogar mitgeholfen haben das Hitler so viel Macht bekommen hat finde ich es nicht gerechtfertigt diese so zu ehren.
    Man sollte bedenken das Attentat geschah erst im July 1944, ca. 9 Monate vor Kriegsende, außerdem war das Attentat für Offiziere dilettantisch ausgeführt worden, keiner hatte den Mut seine Waffe zu ziehen und Hitler zu erschießen.

    Es gibt viele andere die Wiederstand leisteten wo bleibt deren Gedenken??

  33. 16.

    Was war denn daran eine Befreiung? Die Übernahme hat nicht funktioniert und die mutigen die es gewagt haben wurden hingerichtet.
    Außerdem vergessen Leute gerne das der Krieg nicht gegen Hitler sondern gegen Deutschland geführt wurde, eine übergangsregierung hätte genau so die Wahl zwischen Kapitulation und Vernichtung gehabt.

  34. 15.

    @Mauerkrone
    Wann ist den die Gedenkveranstaltung für Kommunisten und Sozialdemokraten ?

  35. 14.

    War Hitler immun gegen eine Karabinerkugel in seinen kranken Schädel?

  36. 13.

    Entweder Sie haben im Geschichtsunterricht geschlafen oder Sie sind einfach d*mm. Wollen Sie Hitler mit unserer Regierung vergleichen?

  37. 12.

    Ganz genau so ist es. Stauffenberg ging es nicht darum, das System Hitler zu beenden. Er wollte sich nur selbst an die Macht setzen. Warum gedenkt Deutschland nicht Georg Elser? Das war ein bodenständiger hoch-ehrbarer Mensch, der zutiefst davon überzeugt war, dass Hitler weg muss, weil er mit dem ganzen System nicht einverstanden war. Elsers Geschichte ist ja bekannt. War Elser vielleicht nicht adelig oder generell hochstehend genug, um einer Ehrung würdig zu sein?

  38. 11.

    Meine Hochachtung denen, die versuchten, Hitler ein Ende zu bereiten.
    Ihre Worte lassen Ihre Wurzeln mehr als erkennen - schade, dass Sie immer noch im Sozialsmus hängen.
    Sie haben bestimmt nicht vor 30 Jahren gegen das Regime des Sozialismus Widerstand geleistet sondern haben eher noch gegen die sogenannte Konterrevolution agitiert.
    Und Ihr drittes Geschmäckle ist leider nicht ganz richtig: es gibt eine Gedenkveranstaltung zu Ehren der Kommunisten und Sozialdemokraten, die im Dritten Reich ermordet wurden - aber ich frage mich, wo bleibt ein Vorschlag zum Gedenken an ALLE Widerstandleistenden gegen das 3. Reich? Alle anderen haben Sie nämlich ausgeschlossen - oder ist das gegen Ihre Politische Einstellung?
    Das Mord nicht zu rechtfertigen ist, ist unbenommen - jedoch diese Tat ist damit gerechtfertigt, wenn man die Opfer, die Hitlers Herrschaft gefordert hat, dagegenhält.

  39. 9.

    Die Tat von Stauffenbergs Verschwörer, war zweifelsohne und unbestritten eine Heldentat.
    Man muss aber auch sagen, das ein Teil der Gruppe, den Krieg gegen die Sowjetunion fortführen wollte, und nur Frieden mit den Westalliierten anstrebte. Der Widerstand von Kommunisten und Sozialdemokraten schon lange vor dem 20. Juli 1944, wird heute dagegen
    kaum erwähnt, geschweige den öffentlich geehrt.

  40. 8.

    Für mich hat der Kommentar zu viel Geschmäckle... liegt vielleicht daran, dass der Irrglaube und Selbstbetrug herrscht, der Feind des Bösen müsste ein guter Mensch, frei von Makel sein...

  41. 7.

    Man verherrlicht offenkundig einen Attentäter gegen eine Regierung... Demnach sind politische Attentate von der Regierung erwünscht, wenn es sich nicht gegen das aktuell herrschende System richtet? Sehr Aufschlussreich, das nenne ich mal doppelzügig.

  42. 6.

    Stauffenberg wollte retten, was zu retten ist. Der wollte keine Demokratie. Als "Adliger" war er einer von Hitlers Helfern und damit ein Nazi-Verbrecher. Sowas ehrt man nicht.

  43. 5.

    Hier wird eine Tat als Widerstand gefeiert, die in erster Linie nur den Krieg beenden sollte. Das System mit Holocaust und Unterdrückung wäre weitergelaufen.

    Wenn man politisch korrekt handeln wollen würde, dann sollte man lieber Georg Elser und den Geschwistern Scholl nicht nur von der Regierungsseite her gedenken.

    Peinlich!!!

  44. 4.

    Ehre ihrem Angedenken.

    Das war die Generation eurer Urgroßeltern, von denen sind viel zu wenige zur Einsicht gekommen - und sei es auch erst im letzten Moment.

  45. 3.

    Wann haben sie gehandelt anstatt wegzusehen? Als sie merkten, dass ihre Ländereien im Osten, ihre Fabriken, ihre Positionen und ihre Vermögen durch das absehbare Ende des Krieges bedroht wurden.
    Andere haben schon bei der Entstehung des Nationalsozialismus gehandelt und geredet und nicht auf eine erfolgreiche Karriere unter Hitler gesetzt.

  46. 2.

    So unabdingbar die Tat war und eine Ehrung daher angebracht, so muss doch Stauffenberg, der erst sehr spät zum Widerstand kam, in das ganze Spektrum unterschiedlicher Aktivitäten des Widerstands eingeordnet werden. Die Motive, die Tyrannei zu beenden, waren so unterschiedlich wie die Personen, die dies taten:

    Stauffenberg eher aus einem soldatischen Geist heraus, dass ein Soldat wissen müsse, wann er aufzugeben hat und Hitler eben diesen Zeitpunkt verpasste, andere, weil sie um ihr Leib und Leben angesichts der Willkür fürchteten und aus persönlichen Überzeugungen heraus, wohin das Ganze noch laufen werde. Jahrzehntelang gab es nahezu ein Ausspielen des Widerstands in der Weise, wer denn nun wirklich dazugehöre und wer denn eigentlich nicht dazugehöre. Georg Elser bspw. wurde erst sehr spät bedacht. In der DDR wurden die Kommunisten als die edalsten Widerstandskämpfer per Gedenkveranstaltungen geehrt, im vorherigen Bundesgebiet, im polit. Westen, wurden diese eher ausgelassen.

  47. 1.

    Das man Widerständler gegen das Naziregime ehrt, ist löblich. Dass es sich dabei um hohe Offiziere der Naziwehrmacht handelt, die ihren Eid auf Adolf Hitler geleistet haben, hat allerdings ein Geschmäckle. Mit dem Attentat wollte man nicht etwa den Krieg beenden, sondern die Basis für Verhandlungen mit den Westalliierten legen, um gemeinsam gegen die Sowjetunion zu marschieren. Ein weiteres Geschmäckle, das sich daran eine Politikerin der PdL beteiligt. Das dritte Geschmäckle in diesem Zusammenhang: das Fehlen einer ähnlichen Gedenkveranstaltung für die im Widerstand gegen Hitler ermordeten Kommunisten und Sozialdemokraten.

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