Mit Mund- und Nasenschutzmaske steht Thilo Sarrazin am 31.07.2020 im Atrium des Willy-Brandt-Haus neben der Statue von Willy Brandt und wartet auf den Beginn der Verhandlung (Quelle: dpa/Wolfgang Kumm)
Bild: dpa/Wolfgang Kumm

Vorwurf: Rassismus und Islamfeindlichkeit - Oberstes SPD-Gericht bestätigt Parteiausschluss Sarrazins

Nach mehreren Anläufen muss Thilo Sarrazin sein SPD-Parteibuch abgeben. Auch das oberste Parteigericht hält einen Ausschluss des umstrittenen Autors und ehemaligen Berliner Senators für gerechtfertigt. Der 75-Jährige hat bereits Berufung angekündigt.

Nach drei Anläufen ist eine Entscheidung gefallen: Das oberste Parteischiedsgericht der SPD hat den Parteiausschluss des umstrittenen Bestseller-Autors und Berliner Ex-Senators Thilo Sarrazin bestätigt. Das teilte die Bundesschiedskommission am Freitag in Berlin mit. Der 75-Jährige war ebenfalls anwesend.

Es war nach 2009/10 und 2011 bereits der dritte Versuch, den früheren Berliner Finanzsenator und Bundesbanker aus der Partei zu werfen. Auslöser des jüngsten Verfahrens war Sarrazins 2018 erschienenes Buch "Feindliche Übernahme: Wie der Islam den Fortschritt behindert und die Gesellschaft bedroht". Die SPD-Spitze wirft Sarrazin vor, mit rassistischen und islamfeindlichen Thesen das Ansehen der Partei zu beschädigen.

Klingbeil: "Das Kapitel Thilo Sarrazin ist für uns beendet"

SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil begrüßte den Parteiausschluss Thilo Sarrazins und riet Ex-Senator, die Entscheidung zu akzeptieren. "Das Kapitel Thilo Sarrazin ist für uns beendet", sagte Klingbeil am Freitag in Berlin. "Er wird künftig seine rassistischen, seine antimuslimischen Thesen nicht mehr unter dem Deckmantel einer SPD-Mitgliedschaft verbreiten können." Für die SPD sei das ein wichtiger und guter Tag. Im Hinblick auf die Ankündigung Sarrazins, Berufung einlegen zu wollen, meinte Klingbeil, dass dies ihm natürlich offen stehe.

Sarrazin: "kein faires Verfahren"

Sarrazin will den Parteiausschluss allerdings nicht auf sich beruhen lassen und will, wie zuvor angekündigt, die Entscheidung vor dem Berliner Landgericht anfechten. "Aus meiner Sicht stand die Entscheidung vor der mündlichen Verhandlung bereits fest", sagte er. "Dies war kein offenes, ehrliches und faires Verfahren". Nach Darstellung der SPD müsste der 75-Jährige aber beweisen, dass es am Schiedsgericht Verfahrensfehler gegeben habe.

Kein Zitat aus seinem Buch "Feindliche Übernahme: Wie der Islam den Fortschritt behindert und die Gesellschaft bedroht", das den Ausschlag für den Parteiausschluss gegeben hat, sei als falsch oder rassistisch qualifiziert worden, sagte Sarrazin. Er werde die schriftliche Urteilsbegründung abwarten und dann Berufung vor dem Landgericht Berlin einlegen. "Wenn Sie von jemandem beschimpft werden und moralisch abqualifiziert werden als Rassist und Rechtspopulist, dann haben Sie keine Wahl, als Ihren Ruf zu verteidigen. Das werde ich tun."

Brandenburger SPD begrüßt Parteiausschluss

Die Brandenburger SPD bezeichnete den bestätigten Parteiausschluss Sarrazins als richtig. "Die SPD ist eine Partei mit einer klaren Haltung für Miteinander und Zusammenhalt. Wir grenzen uns ganz klar gegen Rassismus ab", sagte Erik Stohn, Generalsekretär der Brandenburger SPD. "Das ist Kern unseres Wertekonzepts. Wer das nicht teilt, kann nicht Teil unserer Partei sein."

Die Bundesschiedskommission der SPD ist ein Gremium, das unabhängig über parteiinterne Streitigkeiten entscheidet. Den Vorsitz der Verhandlung in der Berliner SPD-Parteizentrale hatte Thorsten Jobs, ein Richter am Oberverwaltungsgericht in Potsdam. Stellvertreter waren die Ministerialrätin Heike Werner und der Präsident des Verfassungsgerichtshofs des Saarlandes, Roland Rixecker. Für einen Parteiausschluss sind die rechtlichen Hürden hoch, damit das Instrument nicht missbraucht werden kann, um Kritik zu unterdrücken.

Sendung: Inforadio, 31.07.2020, 16:20 Uhr

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100 Kommentare

  1. 100.

    Der Unterschied zwischen Helmut Schmidt und Thilo Sarrazin ist derjenige, dass Schmidt 2004 - als die Konfrontation zwischen zwei Seiten noch bestand - den Finger in die Wunde legte, Sarrazin hingegen nach Überwindung dieser Konfrontation den Nachlauf dieser Folgen immer geißelt, mit zuspitzenden, geschäftlich einträgliche Folgen, analog von BILD.

    Die Konfrontation, die Blockade, die lähmte? Die einen, die Zuwanderung schlichtweg leugneten und so taten, als würde sich das irgendwann in Luft auflösen. Die Formulierung "Einwanderungsland" stieß geradezu auf hysterische Reaktionen. Bei den anderen die Weigerung, Einwandernden gewisse Pflichten aufzuerlegen. Dies deshalb, weil man doch als Deutscher gerade dazu kein Recht habe.

    Inzwischen sind die Gräben zugeschüttet, doch damit sind natürlich nicht die Folgen aus der Welt. Leute wie Sarrazin nutzen das aus. Geschäftsgängig und, ja, ich schreibe es, verlogen.

  2. 99.

    Ich wusste gar nicht, dass die Grünen und Linken vereinbar sind? Die Grünen befürworten jeden bewaffneten Auslandseinsatz und die Linken lehnen diese kategorisch ab. Vielleicht sollten Sie mal die Parteiprogramme der Parteien lesen, bevor Sie solche Dinge hier schreiben.

  3. 98.

    Horst, ich habe keinen Menschen aufgefordert die AFD zu wählen. Es ging ganz einfach um die Prozente. Und für mich selber, hat sich die SPD zu weit vom Normalbürger entfernt. Es geht m.E. nur noch um innere Parteiprobleme und Profilierungen einiger Funktionäre. Daher wähle ich sie nicht mehr. Vielleicht habe ich mich in meinen ersten Kommentaren nicht eindeutig genug ausgedrückt.

  4. 97.

    Herr S. ist wegen seines parteischädigenden Verhaltens ausgeschlossen worden? Wenn das wirklich stimmt,dann müssten Schröder Gabriel bis hin zu Fugman Hesing gleichfalls ausgeschlossen werden. dDer Skandal liegt doch nicht in den Äußerungen über religiöse Eiferer, sondern in dem was er als Senator und Wirtschaftsexperte abgeliefert hat?

  5. 96.

    Auch wenn die verschiedenen Communities nicht wirklich zusammengewachsen sind, kann man nicht von einem unfriedlichen Miteinander sprechen, wie es Schmidt in 2004 analysierte.

    Ich gebe Schmidt insofern recht, als dass es nicht gelungen ist einen nicht geringen Teil der Zuwanderer aus anderen Kulturkreisen zu integrieren.

  6. 94.

    Wenn Sie sich da mal nicht irren, bezüglich der Medienaufmerksamkeit. Würde es tatsächlich dazu kommen, was ich aber nicht glaube, dass dieser Pinkel Sarrazin in die AfD eintritt, ist dies DAS GELUNGENE FRESSEN für die Journalisten. Somit bin ich doch recht gespannt wie sein neues Buch heißen wird.

  7. 93.

    @ Hannes Brandenburg 1.8. 22:59 auf meinen Kommentar -Nr. 78- vom 1.8 15:06...
    Oh, "Hannes"; wenn Sie bereits jemanden mit "Genie" beschreiben, der/die aus einem Buchtitel bereits den Inhalt des Buches sich "herauszulesen" vermag, dann sei die Frage an Sie erlaubt, wen Sie sich unter einem "echten/richtigen" "Genie" vorstellen bzw. einordnen. "Ich bin Ihnen insofern "dankbar", dass ich ab heute das Gefühl habe, ein "Genie" zu sein; danke!" Ich wiederhole mich: Allein die Buchtitel sämtlicher Bücher des Herrn Sarrazin "bringen die Sache" auf den Punkt"; so sieht die Realität in Deutschland aus; LEIDER!!"" Dass das zur -meine Meinung- grundsätzlich "falschen Politikausrichtung"; insbesondere der falschen Flüchtlingspolitik der SPD nicht paßt, versteht sich von selbst.

  8. 92.

    "Politische Diskussionen mit anderen Meinungen finden nicht mehr statt. "

    In der AfD erst recht nicht. Und in dieser Partei findet auch keine soziale Politik statt. Warum also sollte man also AfD wählen, wenn man mit der Politik der SPD nicht mehr zufrieden ist?!

  9. 91.

    Der Herr Dr. Sarrazin sollte in die afd eintreten, die sind für jedes Neumitglied dankbar, man sehe sich nur die neuesten Umfragewerte an
    Dort wäre er allerdings, genau wie sein kongenialer Mitstreiter, der Bürgermeister einer schwäbischen Kleinstadt, einer unter vielen. Und schon wäre sie dahin, die allzeit bereite Medienaufmerksamkeit.

  10. 90.

    Hallo Marlies, natürlich hat es etwas mit den 13% Wähler der AFD zu tun. Oder glauben Sie, die AFD Wähler sind seit der Gründung der AFD vom Himmel gefallen? Und diese 13% müssen bei den 80% Nichtwähler der SPD mit einbezogen werden. Und seit dem Ende der Ära Schmidt geht es kontinuierlich mit der SPD bergab. Politische Diskussionen mit anderen Meinungen finden nicht mehr statt. Sondern es besteht nur die Politik der Ausgrenzung, siehe den Verschleiß an Parteivorsitzenden der letzten Jahre.

  11. 89.

    Stephan, Samstag, 01.08.2020 | 18:38 Uhr:
    ""Aus meiner Sicht stand die Entscheidung vor der mündlichen Verhandlung bereits fest", sagte er. "Dies war kein offenes, ehrliches und faires Verfahren"."

    Das nennt man Verfolgungswahn, wenn jede juristische Niederlage nur eine Verschwörung sein könne.

    Das ähnelt dem Demokratieverständnis eines Trump, für den Wahlergebnisse schon vorher feststehen und Wahlen nur dann offen, ehrlich und fair sind, wenn er diese gewinnt.

    Für beide Menschen sind nur Diktaturen, die in ihrem Sinne sind, echte Demokratien.

  12. 88.

    Rainer, Land Brandenburg, Samstag, 01.08.2020 | 16:55 Uhr:
    "Antwort auf [Immanuel] vom 31.07.2020 um 23:05
    Hallo Immanuel, Sie reden hier immer nur von 13% AFD Wähler die die Aussagen von Sarrazin angeblich gut finden. Vielleicht sollten Sie sich mal die Wahlverluste der SPD in den letzten 20 Jahren angucken. Mit der Politik der SPD können sich schon lange eine ganz große Mehrheit der Menschen nicht mehr identifizieren. Es sind mit der Zeit nämlich 80% der Wähler, die die SPD nicht mehr wählen. Und nun gehen Sie einfach mal in sich, warum das so ist."

    Und es sind 87% der Wähler, die die AfD nicht wählen.

    Während die rechten Wähler keine Alternative zur AfD haben, haben die linken Wähler - im Gegensatz zu früher - heute 3 Alternativen: SPD, Grüne und Linke. Die SPD hat sich quasi in 3 Parteien aufgespalten und alle 3 Parteien haben insgesamt kaum weniger als früher die SPD.

  13. 87.

    Ich war 29 Jahre lang (teilweise aktives) SPD-Mitglied und bin 2005 ausgestiegen, weil ich es nicht mehr ertragen konnte, was da so vertreten wurde. Es waren keine echten sozialdemokratischen Werte mehr.
    Und zu Sarrazin kann ich nur sagen, obwohl ich kein Fan von ihm bin, daß er in einigen Punkten durchaus recht hat, gerade bei vielen türkischen und arabischen Einwanderer. Ich möchte auch nicht jeden in Deutschland haben. Bürgerkriegsmigranten nach der Genfer Flüchtlingskonvention und politisch und religiös Verfolgte immer, aber nicht Krethi und Plethi, die nur ASYL zu sagen brauchen, um dann aufgenommen zu werden und dies vertritt inzwischen durchaus die SPD. Gerade Helmut Schmidt hat sich auch sehr kritisch gegen permanente Zuwanderung aus fremden Kulturen nach D ausgesprochen, aber dies scheinen in der SPD viele vergessen zu haben.

  14. 86.

    Und so ein Genie das bereits aus einem Buchtitel heraus den Inhalt erkennt hat man in der SPD einfach gehen lassen? Ich glaube eher das die auch keinen einzigen Tag bereut haben es gemacht zu haben

  15. 85.

    "Mit der Politik der SPD können sich schon lange eine ganz große Mehrheit der Menschen nicht mehr identifizieren"

    Aber Sarrazin ist doch ein Vertreter dieser SPD Politik. Das beweist nicht zu letzt sein Spruch zu HARTZIV Empfängern.

  16. 84.

    "Mit der Politik der SPD können sich schon lange eine ganz große Mehrheit der Menschen nicht mehr identifizieren. Es sind mit der Zeit nämlich 80% der Wähler, die die SPD nicht mehr wählen."

    Was hat das mit den 13% Wählern zu tun, die rechtsextrem wählen? Nichts.

  17. 83.

    "Aus meiner Sicht stand die Entscheidung vor der mündlichen Verhandlung bereits fest", sagte er. "Dies war kein offenes, ehrliches und faires Verfahren".

    "Ich bedaure diese Entscheidung und werde alle juristischen Möglichkeiten nutzen, um diese aus meiner Sicht politische Fehlentscheidung anzufechten", sagte Kalbitz am Freitag dem rbb. Mit der Entscheidung hätten sich "Teile des Bundesvorstands zu Erfüllungsgehilfen des politischen Gegners und des als Regierungsschutz fungierenden Verfassungsschutzes gemacht".

    Nicht nur die Worte ähneln sich.

  18. 82.

    Hallo Immanuel, Sie reden hier immer nur von 13% AFD Wähler die die Aussagen von Sarrazin angeblich gut finden. Vielleicht sollten Sie sich mal die Wahlverluste der SPD in den letzten 20 Jahren angucken. Mit der Politik der SPD können sich schon lange eine ganz große Mehrheit der Menschen nicht mehr identifizieren. Es sind mit der Zeit nämlich 80% der Wähler, die die SPD nicht mehr wählen. Und nun gehen Sie einfach mal in sich, warum das so ist.

  19. 81.

    Vielen Dank für Ihren Hinweis. Da haben Sie natürlich recht, weiß ist er auch. Ich hatte das aber nicht vergessen, sondern war davon ausgegangen, dass Sie das wüssten. Also noch einmal der Vollständigkeit halber: Herr Sarrazin ist ein verbohrter, alter, weißer Mann.

  20. 79.

    51 Prozent der Deutschen geben Sarrazin bei einer Umfrage Recht zu der Aussage "ein Großteil der arabischen und türkischen Einwanderer sei „weder integrationswillig noch integrationsfähig“.

    https://www.goettinger-tageblatt.de/Nachrichten/Politik/Deutschland-Welt/51-Prozent-der-Deutschen-geben-Sarrazin-Recht

  21. 78.

    Ich habe (brauche) die Bücher die Bücher des Herrn Sarrazin nicht zu lesen; allein die Titel sämtlicher Bücher sagen/ten mir, dass er (Hr. Sarrazin) die Realtität absolut richtig erkannt hat; diese auch wohl "ungeschminkt" richtig
    beschreibt bzw. -wiedergibt. Dass das (die leider zwangslfg. entstandene Realität in Deutschland) natürlich der SPD -so meine Meinung- nicht in "ihre" -für mich größtenteils "falsche Politikausrichtung" insbes. der falschen "Flüchtlingspolitik" paßt: versteht sich von selbst. Ich bin 1998 nach 29,5 Jahren aus der SPD ausgetreten und habe bis heute meine Entscheidung keinen Tag bereut.
    Ich hätte richtigerweise -so meine heutige Kenntns- die SPD bereits 20Jahre zuvor (!"Neue Heimat"!; sie erinnern sich!) verlassen sollen.

  22. 77.

    Sie müssen nicht soviel fabulieren. Schmidt sagt im Focus das Gegenteil von dem, was Sie suggerieren.

    https://www.focus.de/politik/deutschland/helmut-schmidt-ii_aid_95473.html

    Schmidt sprach viel härter das fehlgeschlagene Mulit-Kulti Projekt an, als dass Sarrazin in seinen Büchern tut.
    Auch Merkel war ja mal der Ansicht, daß Multikulti "absolut gescheitert" ist.

  23. 76.

    Ich glaube nicht, dass Sie das Buch gelesen haben. Wenn doch, dann haben Sie es nicht verstanden! Sie plappern nur die üblichen Phrasen nach. Es ging Sarrazin nie darum, Muslime herabzuwürdigen, sondern die Politik aufzurütteln, tatsächlich existierende negative Einflüsse zu erkennen und zu bekämpfen. Damit hat er sich letztlich FÜR eine modernere und fortschrittlichste muslimische Community eingesetzt. Das kann man natürlich der Einfachheit auch weiterhin alles leugnen, hilft dieser Gruppe aber letztlich kein bisschen, endlich besser in diesem Land integriert zu werden.

  24. 75.

    Dieser Kommentator hat die Seele der SPD nie verstanden und kann in seinem kommunistisch geprägten Weltbild auch nichts mit ihr anfangen. Immerhin stimmt er damit mit der heutigen SPD Führung überein, was auch die Verzwergung der Partei hin zur Bedeutungslosigkeit erklärt. Für Arbeiter und Angestellte ist die SPD leider nicht mehr wählbar, da sowohl die linke Strömung auf der einen Seite, wie auch die Seeheimer auf der anderen, nur noch Politik gegen sie betreiben. Es ist schier unglaublich, wie konsequent diese Partei sich selbst überflüssig gemacht hat.

  25. 74.

    Eine These von ihm: die Muslime machen nur Kopftuchmädchen und tragen höchstens beim Obst und Gemüsehandel zur Volkswirtschaft bei. Oder das er sagt : die Muslime sind faul, dümmer als andere und integrationsunwillig. Steht in seinem ersten Buch. Seine Statistiken sind auch eigenwillig interpretiert. Reicht das?

  26. 73.

    Hi hi - wenn Reil dann noch in der Lage wäre dies in Buchform zu gießen, wäre er wahrscheinlich ebenfalls ein Bestsellerautor. Und wäre Sarrazin nicht hochrangiges SPD Mitglied (nun: gewesen), sondern AfD Politiker, hätte er wahrscheinlich weitaus weniger seiner Bücher verkauft.

  27. 72.

    Zitat: "Wir müssen eine weitere Zuwanderung aus fremden Kulturen unterbinden. Die multikulturelle Gesellschaft ist eine Illusion von Intellektuellen“ sagte wer?
    Es sagte Altkanzler Schmidt. Wird jetzt Schmidt posthum aus der SPD geworfen?"


    Schmidt hat behauptet: "eine multikulturelle Gesellschaft sei mit der Demokratie nur schwer zu vereinbaren. Multikulturelle Gesellschaften könnten nur friedlich in einem starken Obrigkeitsstaat funktionieren . . ."

    Dem widerspricht doch, dass liberale westliche Demokratien, in denen die Menschen viele Freiheiten genießen, mit die friedlichsten Orte überhaupt auf dem Erdenball sind. Natürlich müssen Zuwanderer aus anderen Kulturkreisen vernünftig integriert werden, wobei das Prinzip des "Förderns und Forderns" konsequent anzuwenden ist.

  28. 71.

    Ja sicher so wird es sein. Wer das nicht begreift ist einfach nur dumm hat sich mit den Aussagen von Sarrazin nicht beschäftigt, wohlbemerkt natürlich einschließlich der Führungsriege der SPD selbst. Und dann noch das ewige Herumgejammere von der rechten Ecke. Niemand stellt dort jemanden hin die stehen alle bereits dort schon haben sich selbst dort hingestellt.

  29. 70.

    Man stelle sich einmal vor, der Herr Guido Reil fordert in der afd den freien ungehinderten Zuzug von Ausländern, die Einführung von Erbschafts-, Vermögenssteuer und einem Spitzensteuersatz von 65 % sowie die Vergesellschaftung von Banken und Konzernen.
    Und dann stelle man sich einmal vor, wie das "Volk" sich hier massiv für die innerparteiliche Demokratie und Meinungsfreiheit in der afd einsetzt.

  30. 69.

    In der Tat: Tiefgreifender Inhalt und rein quantitativer Zuspruch haben nichts miteinander zu tun, sind völlig entkoppelt, in vielen Fällen ist es sogar proportional umgekehrt.

    Dass das Blatt mit den großen Buchstaben m. W. immer noch unangefochten das meistverkaufteste ist, sagt über dessen Qualität ebensowenig aus, wie dass die Rüdesheimer Drosselgasse prägend für dieses Land sei.

  31. 68.

    Sie haben leider recht. Wer unbequeme Fragen stellt und Fehlentscheidungen korrigieren will kommt in die Rechte Ecke und wird kaltgestellt. Viele Kommentatoren hier kennen die Aussagen von Thilo Sarrazin wahrscheinlich gar nicht und blasen nur mit in das rechte Horn.
    Er weist auf Gefahren hin, die durch eine falsche Flüchtlingspolitik und Missachtung der Probleme bei der Integration einiger Flüchtlinge für unser Land und nicht zuletzt auch für die vielen sehr gut integrierten Menschen mit Migrationshintergrund bestehen. Da gibt es sicher noch einiges zu tun. Auch für die SPD.

  32. 67.

    In der Chronik des Niedergangs der SPD ist die Personalie Sarrazin eine Randnotiz, größere Ausschläge in der Wählergunst sind von dieser Entscheidung über den Parteiausschluss nicht zu erwarten.

    Wer Sarrazin zustimmt, wird bereits seit einem Jahrzehnt nicht mehr SPD gewählt haben und der Partei nicht erst jetzt von der Fahne gehen. Die Zahl derjenigen, die die SPD allein wegen Sarrazin nicht für wählbar hielten und nun freudig umschwenken werden, dürfte ebenfalls überschaubar sein.

  33. 66.

    Ich dachte, die SPD hätte ihren Tiefpunkt erreicht, aber heute erfahren wir, es geht nach tiefer.
    Kritische Geister in in den Reihen der Ja-Sager und ergebenen Chlaqeure nichts zu suchen.
    Wie sagte der Kabarett Dieter Nuhr so treffend: "Es iwird immer häufiger diffamiert als argumentiert".
    Eine Vielzahl der hiesigen Kommentare bestätigen das.
    @Thomas W.: ein Buch muss keine Freude mache, sondern zum Nachdenken anregen.
    Außerdem haben Sie "weißen" vergessen, wenn Sie "einem verbohrten alten Mann" schreiben.

  34. 65.

    Man muss nicht zwingend in der AfD sein, um der SPD alles Schlechte zu wünschen. Da reicht es schon, ein einfacher rechtschaffender Arbeiter zu sein.
    Also diskreditieren Sie bitte nicht andere User mit Ihrem simpel strukturierten Weltbild.

  35. 64.

    herman:
    "Alle bisherigen fünf Sachbücher von Sarrazin erreichten Platz 1 der SPIEGEL-Bestsellerliste."

    Und? Was soll das aussagen? Lediglich, dass sie sich gut verkauft haben. Das sagt aber noch nichts über den Inhalt aus!

  36. 63.

    Schimano:
    "Herr Sarrazin spricht die Mehrheit der Bevölkerung aus der Seele"

    Zum Glück nur ein bloßes Wunschdenken einer kleinen 13%-"Mehrheit" von AfD-Wählern!

  37. 62.

    Ist doch schön, wenn Ihnen die Bücher von Herrn Sarrazin gefallen. Er darf seine Bücher ja auch zukünftig weiter schreiben und seine Meinungen äußern. Mir gefallen die Bücher nicht, aber vor allem haben die darin geäußerten Ansichten nichts mit den politischen Zielen und Vorstellungen der SPD zu tun. Und deshalb ist es gut und bin ich froh, dass er nun endlich kein SPD-Mitglied mehr ist.

  38. 61.

    "Selbst bei Nullzuwanderung würde der Migrationsanteil zunehmen (WELT, 21.08.2019)".

    Nichts anderes sagt der Mann, er hat einfach nur RECHT ! Das kann man mit einer rosaroten Multikulti-Brille aber nicht sehen.

  39. 60.

    Sebastian:
    "Übrigens schafft sich Deutschland nicht ab, es hat sich schon längst abgeschafft!"

    Offensichtlicher Unsinn!
    Deutschland existiert noch!
    Also, was soll solch ein blödsinniger Kommentar?!?!

  40. 59.

    Florian:
    "Die SPD hat sich damit doch endgültig abgeschafft. Zeigt doch dieses Urteil wie diese Prater tickt, wer nicht dem Partei Mainstream folgt oder gar Kritik übt fliegt raus bzw. wird mundtot gemacht."

    Sie haben offanbar NICHTS verstanden!
    Es geht hier nicht um das bloße Nicht-Folgen eines "Partei Manstream" (Was soll das sein?) oder um das bloße Kritik-Üben, sondern darum, dass da jemand Mitglied einer Partei ist bzw. war, dessen Meinungsäußerungen mit den Grundwerten der Partei völlig unvereinbar sind.

  41. 58.

    globke:
    "Ich finde die Entscheidung der SPD Schiedsgerichts in Ordnung. Die aktuelle Linie der SPD wird damit bestätigt. Oder anders herum ausgedrückt, die SPD will all das, was Sarazin in seinen Büchern kritisiert."

    Ein tragischer Trugschluss aufgrund eines unterkomplexen zweidimensionalen Denkvermögens.

  42. 57.

    McCarthy:
    "Ich bin konservativ und liberal, und das darf man in Deutschland nicht sein. [...] Man darf ja auch heute nicht seine Meinung sagen in Deutschland. Versuchen Sie das doch mal! Ein Schritt vom Wege, und Sie sind erledigt."
    Walter Kempowski"

    Dieses Zitat trifft offensichtlich nicht auf unsere heutige Gesellschaft zu. Denn es gibt viele konservative und liberale Deutsche, und sie dürfen es auch sein. Und natürlich darf jeder heute seine Meinung sagen, solange er keine Gesetze verletzt. Das ganze Zitat ist also völliger Unsinn!

  43. 56.

    Schimano:
    "Tja...so ist das in einen demokratischen Land mit Meinungsfreiheit."

    Was hat das mit Meinungsfreiheit zu tun?
    Sarrazin darf weiter seine Meinung schreiben.

    Aber es gibt auch die Vereinigungsfreiheit. Kein Verein und keine Partei muss Mitglieder dulden, die völlig entgegengesetze Meinungen öffentlich vertreten.

    Schimano:
    "Herr Sarrazin spricht die Mehrheit der Bevölkerung aus der Seele"

    Unfug!
    Die letzte Bundestagswahl hat gezeigt, dass dies nur eine 13%-Minderheit der AfD-Wähler sind und keine "Mehrheit der Bevölkerung", erst recht keine Mehrheit der SPD-Mitglieder!

  44. 55.

    Reimann:
    "Ich wüsste nicht, dass man in der SPD gleich geschaltet sein muss."

    Wo haben Sie denn diesen Unsinn her, "dass man in der SPD gleich geschaltet sein müsse"?

    Es geht hier doch nicht um "Gleichschaltung", sondern darum, dass jemand aus einer Partei ausgeschlossen wurde, dessen Äußerungen mit der Partei-Politik völlig unvereinbar sind.

    Reimann:
    "Wenn Herr Sarrazin auch sehr überspitz formeliert hat, ist es doch so, dass ein nicht so kleiner Teil der Menschen in der Bundesrepublik seine Meinung teilen."

    Ja, 13% AfD-Wähler teilen die Meinung von Sarrazin.

    Es geht hier aber nicht um die Bundesrepublik. Aus der wurde er auch nicht ausgeschlossen.
    Sondern es geht hier um die SPD. Und n der SPD gibt es keinen "nicht so kleiner Teil der Menschen", der seine Meinung teilt. Im Gegenteil: Eine übergroße Mehrheit will endlich den Ausschluss.

    Reimann:
    "Auch das gehört zur Demokratie."

    Nein, ein Gegner der Partei(ideologie) muss nicht Mitglied bleiben!

  45. 53.

    Ursula Kortstock, Berlin, Freitag, 31.07.2020 | 16:39 Uhr:
    "Sarrazin hat in seinen Büchern nur das dargestellt was die Deutschen in weiten Teilen denken."

    Nein, das denkt nur eine 13%-AfD-Minderheit, wie die letzte Bundestagswahl gezeigt hat, aber keinesfalls eine Mehrheit in der SPD.

    Ursula Kortstock:
    "Wer bei der SPD nicht mitzieht wird übergangen oder mundtot gemacht."

    Unsinn!
    Es geht hier nicht um ein bloßes "Nicht-Mitziehen", sondern um die Verbreitung von Weltanschauungen, die mit der SPD-Politik überhaupt nicht vereinbar sind.

    Was soll denn jemand in der SPD, der überhaupt nicht hinter der Politik der SPD steht, sondern ein völlig gegenteiliges Weltbild hat???

    Ursula Kortstock:
    "Ich drücke ihm die Daumen bei seinem Gang vor das Bundesverfassungsgericht."

    Sind Sie denn SPD-Mitglied?
    Oder wünschen Sie als AfD-Anhängerin nur der SPD alles Schlechte?!

  46. 52.

    Radler:
    "Die SPD zerlegt sich selbst."

    Unsinn! Die SPD schließt nur aus, was nicht in die SPD gehört, und reinigt sich so von zerstörerischem ideologischen Ballast.

  47. 51.

    Friedrich:
    "Mit dem ganzen Verfahren hat sich die SPD keinen Gefallen getan."

    Doch, denn Distanzierung von Rassisten ist notwendig für eine demokratische Partei!

    Friedrich:
    "Mitglieder mit abweichenden Meinungen gibt es in jeder Partei ..."

    Es geht hier nicht um bloße "abweichende Meinungen" sondern um Meinungen die in mit der SPD-Politik völlig unvereinbar sind!

    Friedrich:
    "Also was soll's - besser sollte die SPD die Zeit und Energie mit ertragreicheren Themen verbringen."

    Es geht hier nicht um ein Entweder-Oder, sondern um ein Swohl-Als-Auch!

  48. 50.

    Stoll Karl-Heinz:
    "Wer nicht spurt und unangenehm ist sowie kein Abwinker ob in der Partei oder auch im Leben und Arbeitsleben zählt als unbequem und diese Leute versucht man los zu werden man passt nicht in diese Gesellschaft."

    Kompletter Unsinn!
    Es geht hier nicht um bloßes "Nicht-Spuren" oder "Unangenehm-Sein", sondern darum, dass Sarrazin völlig entgegengesetzte Ideoliegien verfolgt als die SPD und Aussagen macht, die mit der Politik der SPD völlig unvereinbar sind.

    Es gibt kein Grundrecht, Mitglied einer Partei bleiben zu dürfen, die völlig entgegensetzte Politikauffassungen vertritt als man selber hat.

  49. 49.

    Sarrazin hat als Treuhandmitarbeiter die ostdeutsche Wirtschaft mit zerschlagen; als Berliner Finanzsenator dann Zerschlagung des sozialen Wohnungsbaus und Kaputtspekulieren der BVG; bei der Deutschen Bahn war er beteiligt am Kaputtsparen der Infrastruktur; dann als Bundesbanker (laut eigener Aussage!) sich auf Steuerzahlerkosten einen faulen Lenz gemacht. Dieser Mann und seine Gefolgsleute gehören zu den zerstörerischsten Kräften, die die deutsche Politik in den letzten dreißig Jahre hervorgebracht hat. Erst alles kaputt zocken, und dann mit rassistischen Unverschämtheiten davon ablenken was man Jahrzehnte lang für eine Scheiße gebaut hat. Man muss schon echt ideologisch verblendet sein, um diesen faulen Zauber auch noch zu glauben!

  50. 48.

    Alle bisherigen fünf Sachbücher von Sarrazin erreichten Platz 1 der SPIEGEL-Bestsellerliste. Die Dummheit und Verbohrtheit scheint im Auge des Betrachers zu liegen.

  51. 47.

    Kurt Wilhelm:
    "So ist das heute in Deutschland!"

    So ist das in jedem Land: Menschen, die eine ganz andere Ideologie verbreiten als die Partei, der sie angehören, werden überall aus der Partei ausgeschlossen. Wo ist da das Problem???

    Kurt Wilhelm:
    "Soll er nun wegen seiner Äußerung zu den Ratschlägen an Hartz-IV-Empfängern aus der SPD ausgeschlossen werden, oder wegen Deutschland schafft sich ab?"

    NEIN!
    Sie sollten sich informieren, bevor Sie hier Unsinn schreiben!

    Kurt Wilhelm:
    "Sarrazin war ja noch in Berlin Finanzsenator, als der Bürgermeister noch nicht mit einer 6 Tonnen Karosse durch Berlin gondelte."

    Hat das irgendetwas mit dem Thema hier zu tun? NEIN! Thema verfehlt! Setzen! Fünf!

    Kurt Wilhelm:
    "So ändern sich die Zeiten, heute ist freie Meinungsäußerung fehl am Platze."

    Unsinn! Er darf weiterhin seine Meinung sagen!
    Er darf nur nicht als Parteimitglied der SPD schaden. Dies geht nun nicht mehr.
    Wo ist da das Problem???

  52. 46.

    Bevor Sie mit „fakenews“ argumentieren, sollte Sie belegen, an welchen Stellen Sarazin Falschnachrichten verbreitet hat.
    Übrigens ein Tip: nicht alle Meinungen, die Ihnen nicht passen, sind Fakenews.

  53. 44.

    Dss Sarazzin Fakten geliefert hat ist wohl ein schlechter Witz. Seine sogenannten Fakten sind ungefähr so belastbar wie Aussagen von Donald Trump. Aber der Afd gefällt es wahrscheinlich- sie hat ja auch ein gespaltenes Verhältnis zur Wahrheit und Meinungsfreiheit.

  54. 43.

    In diesen Zeiten wollen Politiker sogar Menschen entsorgen, weil sie nicht dem "allfälligen Geplapper" anschließen. Oder der Innenminister will eine Journalisten verklagen (die dazu noch - wie leider üblich - Morddrohungen erhält).

  55. 42.

    Tja so ist das mit der Meinungsfreiheit in einem demokratischen Land . Wenn sie nicht mit der Ansicht von Schimano übereinstimmt ist sie eben keine. Da weder die SPD noch die CDU oder die Grünen und genausowenig die Linken Sarrazins Ansichten teilen stellt sich schon die Frage von welcher Mehrheit hier die Rede ist?

  56. 41.

    Wann nimmt denn dieses Affentheater ein Ende. Ernst Maaßen, dann Kalbic, jetzt Sarrazin. Das sind doch völlig uninteressante Leute. Menschen die nur im Mittelpunkt stehen wollen und sich wichtig machen wollen. Keiner hat mich lieb.

  57. 40.

    Es gibt Bücher, mit deren Hilfe Menschen Augen geöffnet werden können und es gibt Bücher, die sich regelrecht in Galligkeit ergehen. Sprich: Die verhärmte Positionen noch verhärmter machen. Das ist Sarrazins zweifelloses Recht, ebenso auch wie das der Kaufenden.

    Jede Vereinigung, die den Anspruch erhebt, etwas zu gestalten, ist gut beraten, sich vor solcher Verhärmtheit zu schützen. Das hat die "alte Tante SPD" jetzt endlich gemacht.

  58. 39.

    "Wir müssen eine weitere Zuwanderung aus fremden Kulturen unterbinden. Die multikulturelle Gesellschaft ist eine Illusion von Intellektuellen“ sagte wer?
    Es sagte Altkanzler Schmidt. Wird jetzt Schmidt posthum aus der SPD geworfen?

  59. 38.

    Wir leben in besonderen Zeiten. Lese gerade in der WELT, jetzt wird auch Dieter Nuhr fertig gemacht, weil er sich nicht dem allfälligen Geplapper anschließt. Nuhr; „Es wird immer häufiger denunziert statt argumentiert“.

  60. 37.

    Mir ging es genau so: Aufgrund der Aufmerksamkeit, die das Buch in den Medien hatte, habe ich gedacht, dass sollte ich auch mal lesen. Es machte aber keine Freude. Es ist einfach nur ein ziemlich dummes Buch, geschrieben von einem verbohrten alten Mann.

  61. 36.

    Sarrazin wird nicht bei "denen" anklopfen. Aber für die AfD ist er trotzdem Gold wert. Wer hat schon, wie Sarrazin in seinen Büchern, so akribisch die Hauptargumente der AfD mit Fakten unterfüttert? Zutreffed schrieb daher die FAZ, Sarrazin ist ein Wegbereiter für die AfD und weiter "Gut möglich, dass ehemalige SPD-Wähler, die nun AfD wählen, zuvor ihren Sarrazin gelesen haben".

  62. 35.

    Allein schon der Titel seines jüngsten Buches ist grob unzutreffend. Ebensowenig wie "das Christentum" oder "das Judentum" allumfassende Handlungen verlangt, um ihm zu genügen, verlangt "der Islam" so etwas.

    Vielmehr hat bspw. die Setzung der Unfehlbarkeit des Papstes als mit nichts anderem zu tun, als dass es seit jeher Auseinandersetzungen über Text-Auslegungen gab, hier, da und dort.

    Deshalb ist Sarrazins Buch totalitär und mit einer Partei, die sich demokratisch nennt und diesen Anspruch zumindest teilweise einlöst, unvereinbar.

  63. 34.

    Was hat er gemacht? Einfach mal die Wahrheit gesagt was in diesem Land los ist! Übrigens schafft sich Deutschland nicht ab, es hat sich schon längst abgeschafft!

  64. 32.

    Die SPD hat sich damit doch endgültig abgeschafft. Zeigt doch dieses Urteil wie diese Prater tickt, wer nicht dem Partei Mainstream folgt oder gar Kritik übt fliegt raus bzw. wird mundtot gemacht.
    Aber was Sarrazin geschrieben hat vor Jahren, das erleben wir doch heute zum größten Teil in deutschen Städten. Und wer den Wandel unserer Städte noch immer nicht wahr nimmt scheint Scheuklappen zu tragen.

  65. 31.

    Herr Sarrazin vertritt Thesen die dem Grundgedanken der SPD entgegen stehen. Außerdem ist Rassismus keine Meinung. Ich habe versucht sein erstes Buch zu lesen. Es war eine Mischung aus Besserwisserei, langweilig aufbereiteten Fakenews und rassistischen Darstellungen.

  66. 30.

    "heute ist freie Meinungsäußerung fehl am Platze."

    Die Meinung, dass der Herr der SPD schadet und ein Rassist ist, ist fehl am Platz?

  67. 29.

    Thilo Sarrazin war weder rassistisch noch ein Hetzer.
    Er war auch keine Glanzleuchte, hat aber ganz nüchtern und offen Zustände in Deutschland beschrieben.
    Dass die SPD einen Bestseller-Autor aus der Partei wirft, ist bezeichnend für deren Ignoranz.
    Das Lars Klingbeil dies auch noch feiert ist eigentlich von großer Unkenntnis gezeichnet. Denn der Fortschritt in jeder Demokratie beruht auf der Debatte.

  68. 28.

    Er geht in Berufung. Klar. Solange er im Gespräch und in den Medien bleibt, verdient er gut mit seinen Pamphleten. Es wird ihm viel zu viel Aufmerksamkeit geschenkt. Sehr ärgerlich.

  69. 27.

    Wer nicht gewollt, egal von wem, sollte das akzeptieren und nicht noch eine Welle machen. Wenn sich seine Meinung nicht mit der der SPD deckt, ist es ganz natürlich ihn auszuschließen. Seine Äußerungen und Bücher waren rassistisch und diskriminierend. Er hat sich eben seine eigene Welt geschaffen. Mit Missachtung der Meinungsfreiheit hat der Ausschluß nichts zu tun. In meinen Augen ist dieser Mann nicht ganz gesund.

  70. 26.

    Man hätte ihn schon lange rauswerfen sollen wegen seiner arbeitnehmer- und bevölkerungsfeindlichen Machenschaften als Treuhänder, Bundesbanker und Finanzsenator.

  71. 24.

    Denn Steffan kann ich mich nur anschließen. Meinungsfreiheit sollte in einer Partei wohl gegeben sein. Im übrigen nennt Herr Zarrazin nur Fakten und die wahren Zahlen.

  72. 23.

    Gibts einen Punkt in Sarrazin's Büchern, der falsch ist? Ich finde, die laufende Entwicklung hat Sarrazin bestätigt.

  73. 22.

    Kann es sein, dass Sie da einiges Durcheinander bringen?
    Die SPD hat Herrn Sarrazin nicht das Publizieren verboten, sondern aus der Partei ausgeschlossen, und das nach meiner Meinung völlig zurecht. Und auch zukünftig steht es Herrn Sarrazin frei, weiterhin Unfug zu schreiben. Und was damit ein Dienstwagen des Regierenden Bürgermeisters zu tun hat, verstehe ich auch nicht.

  74. 21.

    Ich finde die Entscheidung der SPD Schiedsgerichts in Ordnung. Die aktuelle Linie der SPD wird damit bestätigt. Oder anders herum ausgedrückt, die SPD will all das, was Sarazin in seinen Büchern kritisiert.

  75. 20.

    "Ich bin konservativ und liberal, und das darf man in Deutschland nicht sein. [...] Man darf ja auch heute nicht seine Meinung sagen in Deutschland. Versuchen Sie das doch mal! Ein Schritt vom Wege, und Sie sind erledigt."

    Walter Kempowski

  76. 19.

    Robert B., Berlin, Freitag, 31.07.2020 | 14:05 Uhr:
    "Ich hoffe Thilo Sarrazin kann sich durchsetzen. Der Meinungskorridor in der SPD ist stark eingeengt."

    Unsinn!
    Hetze gegen Ausländer hat noch nie zur SPD-Politik gepasst!

    Robert B.:
    "Die Migrantenpolitik scheint in der SPD einen großen Raum einzunehmen (siehe „tagesspiegel Migranten und Politik: Diese Parteien wählen Einwanderer“."

    Selbstverständlich muss Migrationspolitik ein wichtiger Teil der Politik sein, um Probleme zu bekämpfen.
    Aber was hat das mit dem Wahlverhalten der Migranten in dem Tagesspiegelartikel zu tun? Thema verfehlt!

  77. 18.

    Tja...so ist das in einen demokratischen Land mit Meinungsfreiheit.
    Solange man diese nicht ausspricht ist es gut.
    Herr Sarrazin spricht die Mehrheit der Bevölkerung aus der Seele , was aber den Politikern nicht passt.
    Immer schön Honig ums M....schmieren damit Deutschland gut da steht.

  78. 17.

    Steffen:
    "Weder ist Sarrazin rechts noch zerbricht die SPD."

    Die Einordnung "rechts" hängt vom Bezugspunkt ab. Sicherlich ist Sarrazin von der NPD aus gesehen "links". Aber er ist auf jeden Fall deutlich rechts von der SPD weit außerhalb der SPD-Grundsätze und deshalb ist sein Ausschluss gerechtfertigt.

    Steffen:
    "Diese Partei geht einfach nur sein ein paar Jahren vor die Hunde, weil sie sich nach dem "Schröder-Schock" aus Panik dazu entschlossen hat, lieber Politik für Randgruppen statt für die breite Masse der Arbeitnehmer zu machen."

    Unsinn!
    Den Rest, den Sie da schreiben, ist FDP/CDU-Politik-Gequatsche. Was haben Ihre persönlichen Vorlieben für FDP/CDU-Politik mit der SPD zu tun??? Warum soll die SPD FDP/CDU-Politik machen???

  79. 16.

    Hat die AfD Sarrazin schon eingeladen? Seine Bücher sind beste AfD Dokumente.

  80. 15.

    Ich wüsste nicht, dass man in der SPD gleich geschaltet sein muss.
    Wenn Herr Sarrazin auch sehr überspitz formeliert hat, ist es doch so, dass ein nicht so kleiner Teil der Menschen in der Bundesrepublik seine Meinung teilen.
    Auch das gehört zur Demokratie.

  81. 14.

    Ist schon interessant, wie die SPD ihre hausgemachten Fehler anderen in die Schuhe schieben will! Es ist wahrlich nicht die Schuld von Thilo Sarrazin, dass diese Partei so abgrundtief gesunken ist. Die werden sowieso auf keinen grünen Zweig mehr kommen. Da hilft es auch kein Parteiausschluss des Herrn Sarrazin. Diese Partei hat einfach alles vergeigt und die Wähler im wahrsten Sinne des Wortes vergrault.

  82. 13.

    Die SPD schafft sich ab.
    Sarrazin soll da blos raus bitte.
    Das hat weniger was mit Ausländern und Deutschen zu tun, sondern vielmehr damit, dass eine Volkspartei für jeden wählbar sein muss.
    Ich war früher stolzer Anhänger der SPD.
    Die große Gruppe der Arbeiter und Angestellten, die für Recht und Ordnung sind, sind völlig weggebrochen.
    Ebenso einfache, fleißige Menschen, die Angst vor unkontrollierter Einwanderung haben, und selbst nicht viel Geld haben.
    Und auch Leute, die nicht wegen jedem Satz von oben herab belehrt werden wollen, wählen auch nicht mehr SPD.
    Sigmar Gabriel war der einzige, der die SPD noch hätte retten können.

  83. 12.

    Sarrazin hat in seinen Büchern nur das dargestellt was die Deutschen in weiten Teilen denken. Wer bei der SPD nicht mitzieht wird übergangen oder mundtot gemacht. Ich drücke ihm die Daumen bei seinem Gang vor das Bundesverfassungsgericht.

  84. 11.

    Die SPD zerlegt sich selbst.

  85. 10.

    Das damit die Causa "Sarrazin" für die SPD nicht erledigt ist, ist schon heute klar.
    Mit dem ganzen Verfahren hat sich die SPD keinen Gefallen getan. Mitglieder mit abweichenden Meinungen gibt es in jeder Partei- gewähren lassen, aussitzen, ignorieren ...dann hätte sich diese Causa schon längst erledigt bezw. erledigt sich sowieso bald rein biologisch gesehen. Wer ist schon dieser Herr in Anbetracht der langen Historie dieser Partei.
    Also was soll's - besser sollte die SPD die Zeit und Energie mit ertragreicheren Themen verbringen.


  86. 9.

    Bitte lesen Sie sich doch bitte mal die "Kernthesen" Sarrazins durch. Dabei kann man nur zu dem Schluss kommen, dass dieser Mann hochgradig rassistisches Gedankengut hegt.

  87. 8.

    Endlich. Es war höchste Zeit, dass der Mensch, der der AfD und ihren kruden menschenfeindlichen Thesen den Weg bereitetet hat, endlich aus der SPD herausgeschmissen wird. Seine "Fakten" basieren auf (bewusst) falsch verstandenen Untersuchungsergebnissen anderer, die so gut wie ausnahmslos sich gegen die Falschzitate Sarrazins gewehrt haben. Der Erfinder der alternativen Wahrheit darf nun gerne dort hin gehen, wo man ihn sicher mit offenen Armen empfängt: Bei der Partei des institutionalisierten Hasses auf alle die anders sind.

  88. 7.

    Wer nicht spurt und unangenehm ist sowie kein Abwinker ob in der Partei oder auch im Leben und Arbeitsleben zählt als unbequem und diese Leute versucht man los zu werden man passt nicht in diese Gesellschaft.
    Hochachtungsvoll Stoll Karl-Heinz

  89. 6.

    Nachvollziehbares Urteil. Das dieser Mann sich noch als SPDler verstanden hat, verstehe ich nicht. Entweder Altersstarrsinn oder Böswilligkeit.

  90. 5.

    Ich wähle die auch gern. Immer wieder!

  91. 4.

    Sarrazin ist sehr wohl weit rechts und rassistisch. Es ist daher klar, dass und warum die SPD ihn ausschließen will. Ich wundere mich darüber, dass das so schwer ist.

  92. 3.

    So ist das heute in Deutschland!
    Soll er nun wegen seiner Äußerung zu den Ratschlägen an Hartz-IV-Empfängern aus der SPD ausgeschlossen werden, oder wegen Deutschland schafft sich ab? Sarrazin war ja noch in Berlin Finanzsenator, als der Bürgermeister noch nicht mit einer 6 Tonnen Karosse durch Berlin gondelte. So ändern sich die Zeiten, heute ist freie Meinungsäußerung fehl am Platze. Nicht umsonst hat der Bundesgerichtshof geurteilt, dass sich gemeinnützige Organisationen nicht politisch äußern dürfen! Da kann ein privater ehemaliger Senatsangestellter doch keine Bücher über die politischen Mißstände veröffentlichen.

  93. 2.

    Ich hoffe Thilo Sarrazin kann sich durchsetzen. Der Meinungskorridor in der SPD ist stark eingeengt. Die Migrantenpolitik scheint in der SPD einen großen Raum einzunehmen (siehe „tagesspiegel Migranten und Politik: Diese Parteien wählen Einwanderer“).

  94. 1.
    Antwort auf [Klimaretter] vom 31.07.2020 um 12:52

    Weder ist Sarrazin rechts noch zerbricht die SPD. Diese Partei geht einfach nur sein ein paar Jahren vor die Hunde, weil sie sich nach dem "Schröder-Schock" aus Panik dazu entschlossen hat, lieber Politik für Randgruppen statt für die breite Masse der Arbeitnehmer zu machen. Daher ist sie eben auch nur noch für Randgruppen bei Wahlen interessant. Eine SPD gegen die Arbeitgeber ist dem Untergang geweiht, das kann Die Linke viel besser und überzeugender. Daher macht es auch keinen Sinn, deren Politik kopieren zu wollen, denn die hat auch nur einen äußerst begrenzten Wählerkreis. Sozial ist, was Arbeitsplätze schafft, von denen die Arbeitnehmer leben können. Es wäre die Aufgabe der SPD, genau solche Politik zu machen. Der letzte, der das erkannt hat, war Gerhard Schröder. Er hatte nur den (zu erwartenden) Missbrauch der Liberalisierung nicht vorhergesehen und danach hat die SPD es versäumt, das angemessen zu unterbinden, ohne die Reformen zurückdrehen zu wollen.

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