Eritaeische Fluechtlinge demonstrieren im Juli 2020 in Berlin (Quelle: rbb/Jule Käppel)
Audio: Inforadio | 04.08.2020 | Jule Käppel | Bild: rbb/ Jule Käppel

Fünf Jahre "Wir schaffen das" | Ohne Familie in Berlin - "Ich will nicht zurück, aber nicht ohne meine Familie hier leben"

Damit die Integration gelingt, ist neben der Sprache und einem Arbeitsplatz auch ein sozialer Faktor entscheidend: die Familie. Anerkannte Geflüchtete können ihre engsten Angehörigen zu sich holen. Bis zur Zusammenführung ist es ein steiniger Weg. Von Jule Käppel

Geschlossene Flughäfen und Botschaften in der Corona-Zeit haben die Situation für Menschen verschärft, die über den Familiennachzug ihre Nächsten nach Deutschland holen dürfen. Doch die grundsätzlichen Probleme liegen oft woanders und sind von Dauer. Jahrelang sind Mütter und Väter von Ehepartnern und Kindern getrennt und drohen, an ihrer Sehnsucht zu zerbrechen, so wie Mebrahtu Zeru Elos (42) aus Eritrea. "Ich will nicht zu meiner Familie zurückkehren, weil die Lage dort schwierig ist und ich will auch nicht ohne meine Familie weiter hier leben", sagt er. Für den geflüchteten Dolmetscher ist sein seelischer Schmerz "unfassbar".

Flucht übers Mittelmeer

Vor sieben Jahren hat ihn die Flucht übers Mittelmeer von seiner Familie getrennt. Sein Sohn sagt zu ihm Onkel, weil er seinen Papa kaum kennt. Die Ehefrau wartet mit den drei Kindern im Sudan auf die Erlaubnis, ihrem Mann nach Berlin folgen zu dürfen, aber die deutschen Behörden schließen seinen Fall nicht ab.

"Ich war bei der deutschen Botschaft, aber sie sagen einfach, dein Fall liegt in Deutschland, nicht bei uns. Wenn ich hier zur Ausländerbehörde oder zum Auswärtigen Amt gehe, heißt es: 'Nein, bei uns liegt der Fall nicht, sondern bei der deutschen Botschaft'. Es ist ein Hamsterrad. So läuft alles", sagt Zeru Elos und zuckt mit den Schultern.

Dokumente aus den Verfolgerstaaten

Diese bürokratischen Irrwege erleben auch Menschen aus Somalia, Syrien oder Afghanistan, die in Deutschland Zuflucht suchen und ein Recht haben, ihre engsten Angehörigen nachzuholen. Für deren Einreise müssen sie – oft mühsam – offizielle Dokumente bei Staaten erstreiten, aus denen sie wegen politischer Verfolgung geflüchtet sind. Bis dann für das Visum ein Botschaftstermin in den instabilen Regionen in Ostafrika oder den arabischen Ländern zustande kommt, vergehen noch einmal bis zu anderthalb Jahre.

Die Beauftragte des Berliner Senats für Integration und Migration, Katarina Niewiedzial, fordert politisches Engagement: "Wenn wir Integration wollen, müssen wir Familienzusammenführung ermöglichen und darüber hinaus versuchen, sie familienfreundlich zu gestalten und zu beschleunigen." Die Trennung von Familienangehörigen und damit die Sorge um die Familie stelle eine erhebliche psychische Belastung dar, die den Integrationsprozess entscheidend erschweren könne.

Gegen die Hürden beim Familiennachzug protestieren an einem Vormittag Mitte Juli in Berlin etwa 1.200 eritreische Frauen und Männer im deutschen Exil. Auf ihrer Demonstration vor dem Bundestag und dem Auswärtigen Amt rufen sie: "Familien gehören zusammen! Ich vermisse meine Kinder!" Väter tragen bedruckte T-Shirts mit den Fotos ihrer Kinder. Mütter halten gerahmte Familienbilder in die Höhe. Eine von ihnen ist Hanan Mohammed. Die junge Frau hat die Bewegung gegründet, denn sie kämpft seit sechs Jahren darum, dass ihr Mann mit den beiden Kindern nachkommen darf.

Eritraeische Fluechtlinge demonstrieren im Juli 2020 in Berlin (Quelle: rbb / Jule Käppel)Mitte Juli demonstrierten eritreische Frauen und Männer in Berlin gegen die Hürden beim Familiennachzug.

Ohne Familie ist es kein Leben

Wenn sie von ihrer Situation spricht, muss sie um Fassung ringen: "Mein Kind braucht Familie. Es fragt, 'Mama, wann können wir uns treffen?'" Die 34-Jährige sucht nach Worten und ergänzt kraftlos: "Ich habe keine Bilder dafür. Ich habe keine Lust mehr." Denn auch ihr Fall droht an den behördlichen Regeln zu scheitern. In Eritrea werden zum Beispiel Ehen traditionell religiös geschlossen. Deutschland verlangt standesamtliche Nachweise aus dem Herkunftsland. Dazu kommen DNA-Tests und die monatelangen Wartezeiten an den Visastellen.

Dieses Verfahren ist "unzumutbar", sagt Almaz Haile vom Berliner Flüchtlingsrat. Wenn wir sagen 'Wir schaffen das!'‚ 'Wir heißen Geflüchtete willkommen!‘ Was ist dann Willkommen-heißen, wenn ich von meiner Familie getrennt bin? Ohne Familie ist es kein Leben und keine Integration."

Nach einer Therapie hat Hanan Mohammed ihren Mut wiedergewonnen und die Demonstration zum Familiennachzug organisiert. Auf eine Entscheidung der deutschen Behörden muss sie weiter warten.

Hintergrund

Voraussetzungen und Ausschlussgründe für den Familiennachzug

Die Voraussetzungen für den Familiennachzug unterscheiden sich nach Aufenthaltsstatus des Menschens, der Verwandte nach Deutschland holen möchte und danach, wie der Verwandtschaftsgrad ist.

Fünf Kernvoraussetzungen formuliert das BAMF für die aufnehmende Person in Deutschland:

  • gültiger Aufenthaltstitel verfügen
  • ausreichend Wohnraum
  • Krankenversicherungsschutz für sich und die nachziehenden Familienangehörigen
  • Lebensunterhalt sichern können.
  • Darüber hinaus müssen bestimmte "Integrationsleistungen" vor und/oder nach dem Nachzug erfüllt werden (z. B. Nachweis über Deutschkenntnisse). Beim Ehe- bzw. Lebenspartnernachzug müssen die Partnerinnen und Partner wiederum in der Regel mindestens 18 Jahre alt sein.

Für einzelne Personengruppen kann bei dem Familiennachzug von bestimmten Voraussetzungen abgesehen werden oder ist von diesen abzusehen. Dies gilt beispielsweise für die Lebensunterhaltssicherung, von der bei Resettlement-Flüchtlingen, Asylberechtigten, anerkannten Geflüchteten sowie subsidiär Schutzberechtigten abzusehen ist bzw. abgesehen werden kann.

Einschränkungen beim Familiennachzug gelten derzeit für subsidiär Schutzberechtigte. Für diejenigen, denen nach dem 17. März 2016 eine Aufenthaltserlaubnis als subsidiär Schutzberechtigte erteilt wurde, wurde der Familiennachzug bis zum 16. März 2018 ausgesetz. Ein Nachzug während dieser Phase ist nur in Einzelfällen und aus völkerrechtlichen oder dringenden humanitären Gründen möglich. Ein Familiennachzug wird nicht zugelassen, wenn feststeht, dass es sich um eine Schein- oder Zwangsehe bzw. Schein- oder Zwangspartnerschaft handelt.

Quelle: Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF)

Sendung: Inforadio, 04.08.2020, 07:25 Uhr

Beitrag von Jule Käppel

42 Kommentare

Wir schließen die Kommentarfunktion, wenn die Zahl der Kommentare so groß ist, dass sie nicht mehr zeitnah moderiert werden können. Weiter schließen wir die Kommentarfunktion, wenn die Kommentare sich nicht mehr auf das Thema beziehen oder eine Vielzahl der Kommentare die Regeln unserer Kommentarrichtlinien verletzt. Bei älteren Beiträgen wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen.

  1. 42.

    "Ich will nicht zur Familie zurück weil die Lage dort schwierig ist." Was ist das denn für eine Aussage? Da lässt man die Familie, die einem angeblich ja so wichtig ist, im Chaos zurück und geht in das Land in dem man am meisten Unterstützung bekommt und erwartet das man die Familie nachholt. Was sind das für Menschen die ihre Familie im Elend zurücklassen? Deutschland ist nun mal das Land der Deutschen und der vielen Ausländer die sich in den letzten Jahrzehnten hier etwas aufgebaut haben, wie z.B. unsere Italiener, Spanier, Griechen, und viele mehr, und die voll integriert sind. Und diese Menschen möchten sich ihren hart erarbeiteten Wohlstand sicherlich nicht wegnehmen lassen durch illegale Einwanderung in unsere Sozialsysteme. Es werden hier viele, die eigentlich abgeschoben werden sollten weiter alimentiert auf unsere Kosten. So kann es nicht weitergehen, bald ist der Sozialtopf leer. Und dann? Dann sind wir Kalkutta und haben das Elend, veursacht durch unsere derzeitige Politik.

  2. 41.

    Die Skandalisierung ökonomischer Motive bilden Sie sich ein. Für diese Motivation von Migranten habe ich im Gegenteil großes Verständnis. Auch ich habe mal meinen Marx/Engels gelesen. Was mich daher langweilt, sind die Versuche der unkritischen Zuwanderungsbefürworter, diese Motive zu bemänteln.

    Was Sie nicht in Rechnung stellen, sind die Motive der Einheimischen, ihren Arbeitsmarkt und ihre Sozialsysteme vor Konkurrenz zu schützen. Diese Motive sind mindestens ebenso legitim. Zwischen beidem vermitteln könnte ein Einwanderungsrecht, das nützliche Zuwanderung erleichtert, aber schädliche Zuwanderung (in das Sozialsystem, oder von Leuten, die in Europa ein Kalifat errichten wollen) abblockt.

    Wenn ich mal eben so ins schöne Neuseeland auswandern wollte, werden mich die Neuseeländer auch fragen, was ich ihnen zu bieten habe. Weder damit noch mit etwas anderem habe ich ein Problem.

  3. 40.

    Nein. Ich stelle mir kein Bein. Das Problem sind Sie und haben Sie.
    Nie bestreite ich das Geflüchtete, Einwanderer, Migranten aus ganz unterschiedlichen Gründen unterwegs sind. Sie Herr Spectator sind derjenige der "wirtschaftliche Gründe" skandalisiert. Dabei weiss jeder einfache Mensch ohne Hauptschulabschluss: Im Grunde ist Ökonomie alles. Selbstverständlich kommen Menschen "für ein besseres Leben" Sie haben das Problem Herr Spectator,, weil Sie nicht zugeben möchten: Sie machten es nicht anders. Glaubten Sie nicht ob Ihrer bequemen Position im geheizten Wohnzimmer, die Rolle des Grenzbeamten, des Bürokraten, des Besitzenden einnehmen zu müssen. Gleichzeitig entlasten Sie noch die Politik die auch nicht für Fluchtursachen verantwortlich sein will. Und zusammen reden Sie daher über Migranten und wie persönlich unberechtigt dieser kleine Mensch mit seinem kleinen Leben ist. Exekutieren Weltpolitik am Schicksal einzelner Menschen. So sind Sie halt Herr Spectator.

  4. 39.

    Kann es sein, dass Sie sich mit diesem Kommentar selbst ein Bein gestellt haben?

    Sonst ist der Tenor Ihrer Beiträge doch: Die Migranten sind Geflüchtete, Bedrängte, Verfolgte, Menschen in Not, in Gefahr für Leib und Leben.

    Nun aber unterstellen Sie doch das rationale Kalkül von Migranten auf der Suche nach einem wirtschaftlich besseren Leben.

    Ich finde diese Wendung erfreulich realistisch (mal abgesehen von der Sache mit dem mutigen Unternehmertum, da hörte man schon von Ländern mit attraktiveren Rahmenbedingungen als Deutschland), aber bleiben Sie nun auch dabei?

  5. 38.

    Immer wieder Lustig ihre tollen Beiträge hier zu lesen, entweder Geschichten aus dem Märchenbuch oder beleidigungen am laufenden Band. Schaffen Sie es auch mal Beiträge einfach nur zu akzeptieren anstatt immer gleich irgendwelche gelangweilten Texte zu verfassen?

    Zum Thema...

    "Ich will nicht zurück, aber nicht ohne meine Familie hier leben"

    Hop oder top, ganz einfach! Man kann ja wohl kaum erwarten das es auf Jahre so weiter geht wie bisher. Die Kinder werden vorgeschickt und auf einmal fällt ihnen ein ich hab doch noch eine Familie. Schauen wir doch mal wie viele wirklich abgeschoben wurden die kein Recht haben hier zu bleiben, die Zahlen sind sehr ernüchternd. Da wird dann vor der Abschiebung noch geklagt was natürlich auch der Steuerzahler bezahlt und schon dürfen Sie erstmal wieder hier bleiben. Meine persönliche Meinung, und nein ich bin kein Rassist!

  6. 37.

    Herr Grenzbote. Zu allen Zeiten haben Leute wie Sie auf dieselbe denunziatorische und niederträchtige Weise über Einwanderer, Geflüchtete und Leute gesprochen, deren "Kriminalität" in nichts weiterem bestand, als das sie gegenüber einer Bürokratie nicht "die richtigen" Papiere vorweisen konnten. Das aber beschreibt nicht welche Menschen sie sind. Es sind nur Menschen mit einem komplizierten Leben, die Ärger mit der Bürokratie haben.
    Weshalb ich Ihnen folgendes vorab mitteilen kann: Sie werden dieser Tage ein Schreiben der Ausländerbehörde erhalten. Parallel wird Ihnen das Standesamt mitteilen, dass es bei Ihrer Geburt leider zu einer Verwechslung gekommen ist. Ihre Eltern waren durchreisende Touristen aus Belgrad. Haben Sie Verständnis, dass Sie deshalb juristisch niemals die deutsche Staatsbürgerschaft erlangten. Ordnung muss sein. Sie sind innerhalb von 30 Tagen ausreisepflichtig.

  7. 36.

    Wissen Sie warum ich bei Ihnen relativ schnell meine Ohren auf Durchzug stelle?
    Das ist einfach dass Sie behaupten etwas selbst nicht ganz genauso zu machen, kämen Sie, wären Sie, wäre Ihre Familie in vergleichbarer Lage. Selbstverständlich versuchten Sie in Deutschland, in Frankreich, in den reicheren Ländern anzukommen. Sie wären ja auch sonst blöd. Müssten Sie nicht, würden Sie sicher nicht in Südspanien, Süditalien in Griechenland bleiben. Weil Sie ja ganz bestimmt nicht blöd sind. Und ob irgendein vergleichsweise gut situierter, abgesicherter Deutscher in seinem Wohnzimmersessel irgendwas daherredet, wäre Ihnen vollkommen wurscht. Denn Sie sind ja nicht blöd. Und Sie wissen: Mehr mutiger Unternehmer kann man gar nicht sein, als mit wenig bis nichts irgendwo ein neues Leben zu unternehmen. Eigentlich ein FDP-Thema.
    Machen Sie sich mal Gedanken wen Sie hier wählen, der nicht an der Beendigung der Fluchtursachen beteiligt ist.

  8. 35.

    Ich hoffe ihre Paranoia ist nicht allzu ansteckend, hinter jedem Baum einen illegalen Flüchtling zu vermuten und hinter jedes Anwaltsschild eine Anti- Abschiebe- Industrie zu sehen. Ich vermute leider doch, weil nämlich genau aus solchen Unterstellungen, Anschläge auf genau solche Anwälte verübt werden. Die Punkte die sie aufzählen, weshalb nicht abgeschoben werden kann, sind bösartige nicht belegbare Unterstellungen und grenzen bzw. sind Hetze

  9. 34.

    Sie wollten einen Beleg für Hunderttausende, Sie haben einen Beleg bekommen. Die im Tagesschau-Beitrag genannte Dunkelziffer eventuell schon erfolgter Ausreisen drückt die Zahl der offiziell Ausreisepflichtigen nicht so weit, dass man nicht mehr von Hunderttausenden sprechen kann. Abgesehen davon steht dem eine Dunkelziffer von unregistriert in Deutschland lebenden Zuwanderern gegenüber.

    Was die Rückführungshindernisse angeht:
    - Dass im Herkunftsland Folter droht, wird erst einmal jeder Anwalt für seine Mandanten behaupten
    - Erkrankungen kann man selbst herbeiführen oder behaupten, etwa einen Suizid ankündigen, wenn der Traum vom Leben in Deutschland platzt
    - Das Fehlen von Papieren kann man ebenfalls selbst herbeiführen

    Es wird den Ausreisepflichtigen leicht gemacht, nicht ausreisen zu müssen.

  10. 33.

    So und genau das meine ich wenn ich sagen, es wird nur die Überschrift gelesen und dann mit Zahlen Stimmung gemacht, die aus dem Kontext gerissen werden. Lesen sie bitte den ganzen Artikel, die Zahl ist nicht belastbar zudem liegen Gründe vor warum nicht abgeschoben werden kann z.B. " FOLTER" wenn das der Fall ist, wird beim Abschluss des Verfahrens ja nicht das letzte Wort gesprochen zu sein.

  11. 32.

    Das waren immer schon die besten Zeiten, wenn der Kollege am Arbeitsplatz erzählte, das ihm der Arbeitsplatz zusteht. Dem Kollegen gegenüber aber nicht. Steht das vorher fest. Muss nur noch ein Grund gefunden werden. Das er "Ausländer" "Geflüchteter" ist, ist dann nur willkommene Gelegenheit.
    Sonst wäre es was anderes was angeblich irgendwie für das passt was einer schon vorher denkt. Ihm stünde alles zu. Den anderen aber nicht. Ist halt nur ein Leiharbeiter. Aber ich bin der Facharbeiter mit Festvertrag. Ich bin schon 10 Jahre da. Der andere aber nur 5 Jahre...undsoweiter

    Wie blöde muss man sein, versteht man die Struktur, das Denken und die Nutznießer solcher Haltung nicht?
    Die kleinen Leute hetzen auf die kleinen Leute. Weil die anderen kleinen Leute angeblich die Verantwortlichen sind.
    Historisch gesehen nicht besonders neu. Da landet man, glaubt man was der Kapitalismus quasi als Kriminalität behaupten muss - da er sie am meisten fürchten muss: Solidarität.

  12. 31.

    Herr Grenzbote. Sie haben offenbar ein Problem, das Sie nicht zum Problem der Allgemeinheit machen sollten. Auch nicht mit dem Trick, mich mangels Argumentation zum Psychofall zu machen.
    Ich habe keine "Schuldkomplexe" Ich habe Verantwortung und Respekt für jene die Verantwortung übernehmen, wo ich es mir bequem machen kann, weil ich die Funktion, das Amt, das Mandat nicht übernommen habe, in dem Verantwortung übernehmen und hinstehen zur Stellenbeschreibung gehört. Posten die oberhalb der meist ehrenamtlichen Kommunalpolitik nicht mit einem Armutslohn versehen sind. Aber auch nicht top bezahlt. Rechnet man die Arbeitsstunden jener, die redlich und fleissig arbeiten. Statt Büttenreden für YouTube-Kanäle zu halten.
    Wer am Schicksal, dem kleine Leben eines Geflüchteten voller Häme und Hass Weltpolitik exekutiert outet sich selbst.
    Sie sind mit keinem Ihrer Nachbarn anders. Hat mit grosser Politik nichts zu tun. Sie reden nur darüber, was Ihnen angeblich zusteht. Mehr ist nicht.

  13. 30.

    Der heldenhaft, patriarchale Versorger. der Kämpfer für das Leben seiner Familie gegen die Unbillen der Welt, zieht natürlich erst einmal alleine los und sondiert das Terrain. Hat er einen Ort der ihm sicher erscheint, holt er seine Frau, seine Kinder nach. Hängt eben vom Fluchtweg ab.Ja genau,Deutschland war wohl am nächsten gewesen.Ist natürlich auch nur das einzige sichere Land.Die EU ist gross,u.a. ist es da auch sicher,aber komischerweise muss das Ziel Deutschland sein.Was gibt es an diesem einfachen Sachverhalt auszusetzen?Das die Migration in Deutschland z.b.ein Massenphänomen geworden ist?Wohnungsmangel, fehlende Kita-Plätze,Obdachlose,Lohn/Renten unterschiede je nach Region.Wir haben eigene probleme in Deutschland,worum sich der Staat erst mal kümmern sollte.Für alles andere ist Geld vorhanden.

  14. 29.

    https://www.welt.de/politik/deutschland/plus204457966/Illegal-in-Deutschland-350-000-Auslaender-ohne-Aufenthaltsrecht-registriert.html

  15. 28.

    @ Idealist
    "U. dann fangen sie bitte auch an die Flüchtlinge zu berücksichtigen, d. einer sozialversicherungspflichtigen Tätigkeit nachgehen u. nicht einfach verbreiten, dass d. nur kosten."

    .
    "In Deutschland haben 35 Prozent d. Geflüchteten einen Job, zwei v. drei bekommen Hartz IV."
    Zitat: Zeit.de, "Was schon geschafft ist – und was nicht", 25.06.19

    Und gab es seitdem nennenswerte Veränderungen?

    "Eine weitere Auswertung zeigt, dass Menschen, d. aus d. typischen Flüchtlingsherkunftsländern kommen, am stärksten vom Jobabbau während d. Pandemie betroffen sind. Während etwa d. Arbeitslosigkeit bei Ausländern m. einem EU-Pass nur um 0,9 Prozent zunahm, stieg sie bei d. Menschen aus den Kriegs- und Krisenländern um 5,1 Prozent."
    Zitat: Zeit.de, "Arbeitsmarkt : Schlechte Aussichten für Geflüchtete", 11.06.20

    Und so wurde aus "vielen" innerhalb einer überschau kurzen Zeit gleich viel weniger "viele".

  16. 27.

    @ Idealist
    Sie schrieben:
    "Desweiteren gibt es Hundertausende von Ausländern im Lande, die kein Recht haben, sich hier aufzuhalten"
    Wo haben sie denn diese Zahl her, können sie dazu ein Quelle nennen?

    ”Derzeit liegt die offizielle Zahl der ausreisepflichtigen Drittstaatsangehörigen bei rund 248.000.”
    Zitat: Tagesschau.de, "Warum viele nicht abgeschoben werden",Stand: 11.01.2020 05:00 Uhr

  17. 26.

    Das stimmt so nicht was sie sagen, es haben sehr sehr sehr viele Menschen mit angepackt um den Neuankömmlingen zu helfen und das tun sie heute noch. Es gab und gibt eine laute radikale Minderheit die das schlecht gemacht haben und mit denen ärgern wir uns heute immer noch rum. Genau die Leute nehmen in Anspruch über die Ressourcen in diesem Land zu bestimmen, tun aber alles dafür damit der Laden den Bach runtergeht. Es sind nämlich genau die die am Samstag ohne Maske auf der Straße des 17. Juni sich vollkommen danebenbenommen haben.

  18. 25.

    Die argumentative Auseinandersetzung (Stichworte Libanon, Hugenotten, etc.) wurde ja schon weiter unten von anderen geführt - ergebnislos. Wenn Sie sich über Monate die Beiträge dieser Kommentatorin anschauen, drängt sich schlichtweg der Verdacht eines individuellen Problems auf.

    Warum ich gerade diesen Post wider Erwarten freigegeben bekommen habe (und sachlichere in letzter Zeit oft nicht)? Keine Ahnung, honi soit qui mal y pense...

  19. 24.

    "Noch bestimmt unser Staat, also die demokratische Mehrheit aller Bürger, die Spielregeln der Einwanderung und der Bedingungen." Na da haben sie aber etwas nicht verstanden. Der Staat ist nicht die demokratische Mehrheit aller Bürger, sondern der Staat ist verfasst, die Bürger wählen die Zusammensetzung des Bundestages. Das Asylrecht ist im Grundgesetz festgeschrieben, zudem in der Genfer Flüchtlingskonvention. Das kann nicht einfach mal so geändert werden, weil eine bestimmte Gruppe sich das mal auf die Fahnen geschrieben hat.

  20. 23.

    Und dann fangen sie bitte auch an die Flüchtlinge zu berücksichtigen, die einer sozialversicherungspflichtigen Tätigkeit nachgehen und nicht einfach verbreiten, dass die nur kosten. Ich kenne welche, die haben in der Corona- Pandemie im Krankenhaus geholfen unser Gesundheitssystem am Laufen zu halten.

Das könnte Sie auch interessieren