Ein Radfahrer ist auf der autofreien Friedrichstraße unterwegs. (Quelle: dpa/Fabian Sommer)
Audio: Inforadio | 29.08.2020 | 08:05 Uhr | Michael Ernst | Bild: dpa/Fabian Sommer

Corona-Demonstration - Einweihung der autofreien Friedrichstraße abgesagt

Die Friedrichstraße mitten in Berlin sollte von Mittag an für Autos gesperrt werden. Allerdings konnte die offizielle Einweihung wegen einer Demo gegen die Corona-Maßnahmen nicht stattfinden.

Von Samstag an soll die Friedrichstraße in Berlin-Mitte autofrei sein. Allerdings wurde eine ursprünglich für Samstagmittag geplante Einweihung des verkehrsberuhigten Abschnitts abgesagt. "Heute ist nicht der richtige Tag dafür", sagte der stellvertretende Senatssprecher Julian Mieth am Samstagnachmittag. Grund sei die spontane Auflösung der Demonstration der Initiative "Querdenken 711", die sich gegen die Corona-Maßnahmen der Bundesregierung richtet. Tausende Demonstranten hatten sich im Umfeld der Friedrichstraße versammelt. Wann die Einweihung der verkehrsberuhigten Friedrichstraße nun stattfindet, ist noch unklar.

Der Abschnitt zwischen Französischer Straße und Leipziger Straße war zu einer Flaniermeile umgestaltet worden. Bis Ende Januar sollen dort Autos tabu sein. Zwischen Bäumen, Sitzgelegenheiten und Freiluftgastronomie gibt es dafür einen breiten Radweg. Mit dem Modellprojekt wollen der Bezirk Mitte und der rot-rot-grüne Senat testen, wie der öffentlichen Raum neu aufgeteilt und der Aufenthalt in der Innenstadt an Qualität gewinnen kann.

Weitere autofreie Straßen angedacht

Berlins Verkehrssenatorin Regine Günther (Grüne) erwägt, weitere autofreie Straßen in der Hauptstadt einzurichten. Zum offiziellen Start der Flaniermeile sagte die Grünen-Politikerin am Samstag im Inforadio vom rbb, die Diskussion laufe bereits: "In der City West vom Adenauerplatz bis zum Wittenbergplatz wollen ja die Händler die Tauentzienstraße und den Kurfürstendamm vollkommen umgestalten. Das ist in Arbeit".

Günther sei überzeugt, dass so etwas in den nächsten Jahren noch viel häufiger zu sehen sein wird, "weil einfach dieses Konzept, dass nur Autos durchgeführt werden, an seine Grenzen kommt. Die Händler [machen] damit nicht mehr genug Geschäft - insofern war es angezeigt, hier etwas Neues zu starten."

Die Verkehrssenatorin verwies auch auf Erfahrungen in anderen Städten: Wenn Leute an Straßen verweilen und nicht nur durchhasten, werde auch mehr eingekauft. Die Opposition ebenso wie Wirtschafts- und Handelsverbände kritisieren den Versuch als konzeptionslos.

Ein Verkehrsschild "Verbot der Einfahrt" steht am 28.08.2020 auf der Friedrichstraße in Berlin-Mitte © dpa/Paul ZinkenEin Verkehrsschild "Verbot der Einfahrt" steht am 28.08.2020 auf der Friedrichstraße in Berlin-Mitte

Grüne: Nächster Schritt – Unter den Linden

Zuspruch fand die Initiative bei den Fraktionvorsitzenden der Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus, Antje Kapek und Silke Gebel. Studien aus anderen Metropolen zeigten, dass in autofreien Flaniermeilen der Umsatz des Einzelhandels gestiegen sei. "Wir sind optimistisch, dass eine Umgestaltung der Friedrichstraße, die zum Verweilen und Bummeln einlädt, einen entscheidenden Impuls zur Rettung der Geschäftsstraße gibt."

Ein nächster Schritt auf dem Weg zur Stadt für alle sei der Bereich Unter den Linden. Dafür werde die Verkehrsverwaltung im Herbst ein Konzept vorstellen, das Fuß-, Radverkehr und ÖPNV deutlich priorisiere, teilten die Grünen in einer Pressemitteilung mit.

95 Kommentare

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  1. 95.

    "Nach all Ihren Beschimpfungen habe ich die Übersicht verloren"

    Merkwürdig, ich habe trotz ihrer Hasskommentare nicht die Übersicht veroren und man kann nur hoffen dass ihre Aufmerksamkeitsspanne beim Autofahren höher ist.

    Wer als erstes von "Wilde Radfahrer, die auch aus den Seitenstraßen herausgeschossen kommen, rasen innerhalb und außerhalb der Markierung in Renngeschwindigkeit" fantasiert, der möchte zum einen nicht diskutieren und leidet unter einer gestörten Wahrnehmung oder möchte einfach nur (auf-) hetzen.

    "Ich empfehle Ihnen, Ihre Meinung zum Artikel noch mal kurz zusammenzufassen und sich danach aus dem Forum einfach zu verabschieden."

    Sie haben mir nichts zu empfehlen.

    "Und radeln Sie morgen am Besten zum Psychotherapeuten." Sie sollten ihren eigenen "Rat" beherzigen. Dringend.

    Ihre Hasskommentare sprechen nämlich eine deutliche Sprache und den Begriff "Andersdenkende" in diesem Zusammenhang kennt man doch woher.

  2. 94.

    Nachdem 6 Hasskommentare, ihren darunter, erschienen sind schrieb ich von Radfahrerhassern, richtig. Nicht Autofanatiker. Aber sie geben erneut ein beredtes Beispiel für ihre Wahrnehmung ab.

    Da liest man sowas: "grüne Fanatiker ohne Sinn und Verstand [...] Planlos u. Sinnlose Aktion [...] haben linke und Grüne mehr Platz um ihre Ungeistdemos auszuleben [...] Wilde Radfahrer, die auch aus den Seitenstraßen herausgeschossen kommen, rasen innerhalb und außerhalb der Markierung in Renngeschwindigkeit [...] mit dem Dienstwagen in die Innenstadt pendelden Dame [...] Fahren Sie die Leipziger Straße nicht lang, dann haben Sie auch nichts zu befürchten."

    Ich kann btw keinen Kommentar 13 von mir finden aber wie das so mit der Wahrnehmung von Autofanatiker ist, haben wir ja schon kennengelernt. In # 19 schrieb ich von "Radfahrerhassern". I # 60 schrieb ich das 1. mal von "Autofanatiker" aber macht ja nix.

  3. 93.

    Sie haben in soweit recht, ich meine natürlich den verkehsberuhigten Bereich der im Volksmund als Spielstraße betitelt wird. Den Begriff Spielstraße gibt es in der STVO nicht. Absolutes Fahrverbot gilt dann wenn als Zusatz das Verkehrsschild 267: Verbot der Einfahrt vorhanden ist.

  4. 92.

    Spielstrassen dürfen von gar keinen Fahrzeugen befahren werden. Was Sie vermutlich meinen, ist ein verkehsberuhigter Bereich, in dem alle Fahrzeuge nur Schrittfahren dürfen und in denen eigentlich keine baulich getrennten Gehwege vorhanden sein sollten.

  5. 91.

    Spielstraße ist doch von den Grünen nicht gewollt. Diese dürften von Autos in Schrittgeschwindigkeit befahren werden.

  6. 90.

    So oder so, schöner wird die Straße nicht.
    Am besten gleich eine Spielstrasse daraus machen.
    Die Geschäfte werden sich freuen.

  7. 89.

    "Autofanatiker" haben Sie sehr früh in#13 in die Diskussion eingebracht. Ich begebe mich sprachlich nur auf Ihr Niveau hinab. Sie *schreien* in Großbuchstaben nach Argumenten, tun die aber als " Dummfug" ab, weil die nicht in Ihr Weltbild passen und Sie gar nicht darüber diskutieren wollen.

    Die Grünen behaupten, dass die Straße zum Flanieren einladen soll, was aber viele hier wegen des schnellen Radverkehrs wenig überzeugt. Der Radweg wird z.B. direkt am U-Bahn-Ausgang vorbeigeführt ohne dass es eine sichere Querungsmöglichkeit für die ÖPNV-Nutzer gibt. Die Erfahrungen an Bushaltestellen zeigen überdeutlich die so vorprogrammierten Konflikte auf. Sie tun den Wunsch nach bestenfalls Schrittgeschwindigkeit mit dem Hinweis ab, dass Flaniermeile nicht in der StVO definiert sei. Sie blenden dabei bewusst aus, dass das Wort nirgendwo offiziell in einer Verordnung definiert ist, sondern als griffiges Schlagwort verwendet wird.

  8. 88.
    Antwort auf [2-radmechaniker] vom 30.08.2020 um 16:27

    Nach all Ihren Beschimpfungen habe ich die Übersicht verloren, was Sie zur Flaniermeile Friedrichstraße überhaupt sagen wollen. Ich empfehle Ihnen, Ihre Meinung zum Artikel noch mal kurz zusammenzufassen und sich danach aus dem Forum einfach zu verabschieden.
    Und radeln Sie morgen am Besten zum Psychotherapeuten. Vielleicht hilft Ihnen der bei der Steuerung Ihres Hasses gegen Andersdenkende. Davon soll es auch in der Friedrichstrsße welche geben.

  9. 87.

    ... so schallt es wieder heraus. Und wenn sie sich netterweise die Mühe machen würden und später mal nachlesen wer hier zuerst gepöbelt und gegen Radfahrer gehetzt hat dann werden sie sehen, dass ich nur versucht habe adäquat zu antworten. Erst im Guten...

    Aber wenn es mir zu dumm wird, dann... Ich kenne nämlich noch ein Sprichwort. Auf einen groben Klotz, gehört ein grober Keil!

    Was die Friedrichstraße angeht, da wird ein halbes Jahr nicht reichen. Alte Gewohnheiten legt man so schnell nicht ab.

    Ich wünsche ihnen einen möglichst stressarmen Arbeitstag und vor allem eine stau- und unfallfreie Fahrt!

  10. 86.

    Ich muss sie ja auch mal loben, eine sachliche und sinnvolle Antwort. Aber Sie wissen ja wie man in den Wald ruft.... .
    Ich habe von 1973-1975 hier in Potsdam eine Lehre als Berufskraftfahrer gemacht. Es war eine 2 Jährige Lehre was in der ddr normaler Standard war.
    In meiner jetzigen Stelle habe ich eigentlich wenig Stress und Zeitdruck, auch werde ich gut bezahlt. Auch mein Fahrzeug ist bis auf den Abbiegeassistenten mit allen anderen Sicherheitausstattungen ausgerüstet. Ist am nächsten neuen aber dran.
    So kann ich meine Tätigkeit recht entspannt ausüben.
    Und was die Friedrichstraße angeht, lassen wir doch mal das ,ich glaube das1/2 Jahr vergehen und schauen dann ob es gut oder schlecht war.
    So jetzt muss ich mich auf die Arbeit vorbereiten, kann daher nicht mehr antworten und Schreiben während der Fahrt geht ja nu garnicht.
    Daher nochmals schönen Abend

  11. 85.

    "Woher ich meine Pappe habe,aus der Lehre, der NVA oder Gekauft ,ist egal, Hauptsache ich habe sie."

    Nein, nicht wirklich. Sie wissen sicherlich dass Berufskraftfahrer schon eine ganze Weile ein Ausbildungsberuf ist. Die dreijährige Ausbildung richtet sich nach der Berufskraftfahrer-Ausbildungsverordnung.

    An Berufskraftfahrer werden hohe Ansprüche gestellt, von daher die dreijährige Ausbildung. Leider gibt es noch viele Kraftfahrer, die diese Ausbildung nicht mitbringen. Zeitdruck, schlechte Bezahlung kommt noch dazu.

    Alles was hilft den Straßenverkehr sicherer zu machen müßte m.E. auch umgesetzt werden, wogegen sich Unternehmen wehren. Ein FACHarbeiter verdient halt mehr Geld. Ein Abbiegeassistent, Unterfahrschutz, der seinem Namen gerecht wird, kostet.

    ALLES was hilft den mörderischen Verkehr zu entschärfen hilft, auch autofreie Straßen! Das ist auch in IHREM Interesse!

    Aber selbst bei winzigen Leuchtturmprojekten wie hier wird der Untergang des Abendlandes prophezeit.

  12. 84.

    Da ich nicht weiß ob Sie Ossi oder Wessi sind (eigentlich egal )werde ich ihnen Erklären wie ich auf Schraustift gekommen bin
    Zu meiner Kindheit gab es in der DDR ein Kinderbuch des (damals )Sowjetischen Kinderbuchautors Nikolay Nossow
    mit dem Titel "Nimmerklug im Knirpsenland ".Eine Geschichte erzählt das Leben der Automechaniker "Schraubschnell und Schraubstift".Diese Erfanden das "Brauseauto ",angetrieben durch die aus der Brause austretende Kohlensäure. Ausserdem war das Auto so Konstruiert das man, wenn es umkippte, weiterfahren konnte. Damit fuhren sie durch das Knirpsenland. Sie machten auch viele andere Erfindungen, ist leider zu lange her um mich an alle zu erinnern.
    Sie sehen, das waren schon clevere Burschen.
    Ps. Woher ich meine Pappe habe,aus der Lehre, der NVA oder Gekauft ,ist egal, Hauptsache ich habe sie.
    Schönen Sonntag Abend noch

  13. 83.

    "Nachdem ich die bis jetzt 78 Kommentare gelesen habe, danke ich dem da oben, ich glaub aber nicht dran"

    Guuuter Anfang. Man dankt jemanden oder etwas an dem oder das man aber nicht glaubt.

    "Hier am Stadtrand von Potsdam lebe ich in Eintracht von Auto -Radfahrern und Fußgängern" Finde den Fehler!

    a) Stadtrand, b) Potsdam 178.089 Einwohner, Berlin 3,769 Millionen.

    Und ich muß mich nicht von einem als "Schraubstift" bezeichnen lassen, dessen Berufsstand (wenn sie das überhaupt gelernt haben oder nicht eher die Pappe bei der NVA gemacht haben) hier regelmäßig Menschen zu Tode fährt. Damit das klar ist!

    Berufskraftfahrer und Zweiradmechaniker sind 2 sehr anspruchsvolle und verantwortungsvolle Berufe. Nur habe ich noch nie davon gehört dass Zweiradmechaniker Tote zu verantworten haben!

  14. 82.

    "Das kommt einer Fußgängerzone sehr nahe." E-ben. Sehr nahe heißt nicht gleich. In der StVO existiert der Begriff Fußgängerzone, eine Flaniermeile werden sie dort nicht finden.

  15. 81.

    Es sollte eine Flaniermeile eingerichtet werden. Steht im Artikel. Das kommt einer Fußgängerzone sehr nahe.

  16. 80.

    Nachdem ich die bis jetzt 78 Kommentare gelesen habe, danke ich dem da oben, ich glaub aber nicht dran, nicht in Berlin wohnen oder Arbeiten zu müssen. Hier am Stadtrand von Potsdam lebe ich in Eintracht von Auto -Radfahrern und Fußgängern und muss mich auch nicht von einem Schraubstift als Gemeingefährlich titulieren lassen.

  17. 79.

    Es ist wirklich amüsant Ihre Antworten auf Kommentare anderer User zu lesen. Sie lassen grundsätzlich keine anderen Meinungen gelten. Selbst wenn diese positiv für Radfahrer ausfallen. Sie finden auch dann immer noch ein Haar in der Suppe. Für Sie sind Radfahrer wahrscheinlich Heilige die nie Fehler machen und sich immer an alle Regeln halten. Ist aber leider nicht so. Und wenn Ihnen dann, was Sie anderen Usern unterstellen, keine Argumente haben, werden Sie unverschämt, beleidigend und anmaßend. Hören Sie endlich auf in dieser Art und Weise zu posten, und lassen Platz für wirklich interessante Kommentare.

  18. 78.

    Ja, Sie haben Hass. Das merkt man an jedem Ihrer Beiträge. Sie wollen auch nicht über den Artikel diskutieren, sie wollen andere beschimpfen.

  19. 77.

    "sind Ihre arroganten Sprüche [...] beschränken sich hauptsächlich auf persönlich werdenden Abwertungen der Meinungen anderer"

    Exakt EINEN !!! Satz später: "Da Sie sich aber als vehementer Verteidiger der Maßnahme darstellen, würde ich gerne wissen, ob Sie aus dem hohlen „Bauch“ heraus schreiben oder als Beauftragter der Senatorin? Sie scheinen mir nämlich ziemlich verblendet zu sein".

    You're kiddin' me, right?

    Wollen sie überhaupt ernst genommen werden? Sie werfen mir vor, was sie selbst im gleichen Atemzug betreiben?

    Schade, denn darunter kommt tatsächlich ausnahmweise mal Kritik, auf die man antworten kann. Also Kritik mit echten Argumenten, mal zur Abwechslung.

    Fußgängerüberwege oder besser Begegnungszonen halte ich auch für angebracht. Wie sie richtig anmerken ist das ein Experiment und man wird sicherlich, so denke ich, nachsteuern.

    Ich lehne btw die völlig verfehlte Verkehrspoltik von Günther ab. Undurchdacht, halbherzig und Flickschusterei aus ihrem Haus.

  20. 76.

    Es sollte eine Flaniermeile eingerichtet werden. Steht im Artikel. Das kommt einer Fußgängerzone wohl sehr nahe.

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