Dilek Kalayci (SPD), Senatorin für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung spricht während der Senats-Pressekonferenz im roten Rathaus. (Quelle: dpa/Annette Riedl)
Bild: dpa/Annette Riedl

Keine Nominierung für Abgeordnetenhauswahl - Senatorin Kalayci zieht sich 2021 aus Landespolitik zurück

Mitten in ihrer bislang wohl herausforderndsten Zeit als Politikerin verkündet die Berliner Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci: Im nächsten Jahr ist Schluss mit Landespolitik. Sie tritt bei der nächsten Wahl nicht mehr an. Warum, das ließ sie bislang offen.

Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalyci (SPD) kehrt im nächsten Jahr der Landespolitik den Rücken. Sie will von der nächsten Legislaturperiode an nicht mehr dem Berliner Abgeordnetenhauses oder dem Senat angehören, wie die 53-Jährige der dpa sagte. "In mir ist schon lange der persönliche Entschluss gereift, kein Mandat mehr im Abgeordnetenhaus anzustreben und auch für eine etwaige weitere Aufgabe als Senatorin nicht mehr zur Verfügung zu stehen", so Kalayci.

Fragen zur Zukunft lässt Kalayci offen

Zuvor hatte der "Tagesspiegel" berichtet, Kalaycis Ortsverband Friedenau habe die Senatorin für die kommende Wahl im September 2021 nicht mehr als Kandidatin für das Abgeordnetenhaus nominiert. Zu den Gründen ihres Entschlusses sagte Kalayci zunächst nichts. "Es geht jetzt weniger um mich, als darum, mich mit ganzer Kraft in den Dienst der Gesundheits-, Pflege- und Gleichstellungspolitik zu stellen, insbesondere, um weiter an der Eindämmung der Pandemie zu arbeiten." Fragen zu ihrer Zukunft ließ sie unbeantwortet.

Fast 20 Jahre im Abgeordnetenhaus

Kalayci war 2001 für ihren Wahlkreis Friedenau erstmals ins Berliner Abgeordnetenhaus eingezogen. Zwischen 2011 und 2016 war sie Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen. In der darauffolgenden Legislaturperiode übernahm sie die Verantwortung für die Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung. Mehrere Jahre lang war Kalayci stellvertretende Fraktionsvorsitzende ihrer Partei sowie finanzpolitische Sprecherin.

Sendung: Inforadio, 06.08.2020, 12:20 Uhr

52 Kommentare

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  1. 52.

    Was hat denn der tolle Hr. Behrendt so erreicht.
    Das neue Polizeigesetz erschwert den Beamten die Arbeit.
    Aber von Rechtstaatlichkeit haben sie sicherlich noch nie was gehört.
    Wenn sie ihren Sozialismus ''ausleben '' wollen ,gehen sie nach China oder Nordkorea .
    Guten Tag noch

  2. 51.

    Ihr Kommentar ist ein schönes Beispiel für das von Ihnen Gewünschte.

  3. 50.

    mit Herrn Behrendt jemanden, der etwas erreicht hat und gute Justizpolitik macht. Fachlich haben Sie den tiefen Teller nicht erfunden. Mir scheint, es werden Leute gedisst, die fachpolitisch gut bis sehr gut sind, um das Klima für populistische Nichtskönner zu erzeugen

  4. 49.

    Guten Morgen
    Frau Kalayci , wenn sie gehen , nehmen sie bitte auch Hr. Behrendt mit

  5. 48.

    Man muss Frau Kalayci nicht lieben oder SPD-Anhänger sein aber sie macht ihren Job sehr gut. Sie geht auch bestimmt nicht nach acht Stunden zufrieden und unbelastet nach Hause. Inhaltliche Kritik an ihrer Arbeit habe ich hier nicht gehört.

  6. 47.

    Es ko... Mich schon lange an, wie man hier miteinander umgeht und sich gegenseitig miserabel " besudelt". Ich bin da ganz ihrer Meinung. Diese Möglichkeit zu einem Kommentar sollten die Schreiber nutzen und sich nicht über andere Kommentare abkotzen!!

  7. 46.

    Mit der Wortschöpfung könnten Sie es beim Unwort des Jahres versuchen. Ober es für die Aufnahme im Duden vorschlagen Glaudino. Aber Danke, dass Sie damit meine Meinung über Sie bestätigt haben. Schönen Abend, ich bin jetzt Fußball schauen

  8. 45.

    Danke danke danke

  9. 44.

    Schön, dass sie meinen Kommentar bestätigen. Da lag ich wohl richtig.

  10. 43.

    Zitat: "Und bei Ihnen geht es grundsätzlich darum, andere Kommentare zu kommentieren und anderen Menschen belehrend zu erzählen was Sie über sie „denken“. Sie könnten natürlich auch sachlich bleiben . . ."

    Und das halten Sie für einen sachlichen Kommentar, "GG"? Mal davon abgesehen, dass Kommentarfunktionen dazu eingerichtet wurden Meinung und Widermeinung zu ermöglichen, ist es jedem gegeben sich seinen Möglichkeiten entsprechend zu äussern. Dass die rhetorische Fallhöhe, und die Rezeption des Geschriebenen, dabei sehr unterschiedlich ausfällt, liegt szs. in der Natur der Sache.

  11. 42.

    Schon mal daran gedacht das Ratten hochintelligente Lebewesen sind?

  12. 41.

    Im Grundsatz haben Sie @Paula W. absolut Recht und ich stimme da auch mit Ihnen überein.
    Was mich aber immer bei den Politiker so stört und insbesondere jetzt bei Frau K. die ja nun wirklich eine Menge Mist gemacht hat , das die sich denn so einfach machen entweder Rücktritt oder sich zurückziehen bei vollen Bezügen.
    Wenn ich als AN meiner Firma Schaden zufüge fliege ich, Frau K. hat Berlin auch Schaden zugefügt und wird hofiert.

    Und mit Gottes Hilfe schauen wir mal was 2021 gewählt wird. Ich kann mich ja noch immer in mein Olivenhain in Italien zurückziehen.

  13. 40.

    Besser wäre ,sie würde sofort gehn

  14. 39.

    Für Ihre "sterbenden Hoffnungen" kann ich nun wirklich nichts, Spandauer. Und dass der Berliner Senat von Personen, die Sie hier am Beispiel meiner despektierlich als "Wenigkeit" titulieren gewählt wurde, tut mir ehrlich leid für Sie.

  15. 38.

    Beleidigungen filtert der RBB schon heraus, keine Sorge. Da müssen Sie nicht den Moralapostel spielen ;-) Der Mob würde wohl anders reden. Und mal ehrlich, Frau Kalayci stand in letzter Zeit zu recht oder zu unrecht in der Kritik. Das ist immer eine Sache der politischen Einstellung. Und Frau Kalayci hat auch provokante Vorschläge (zB Quarantäne der Risikogruppen) gemacht. Politiker haben grundsätzlich entweder Gegner, Rivalen oder Mitstreiter. Freunde sind eher die Ausnahme. Auch parteiintern. Jede ihrer Aussagen werden sofort bewertet und kommentiert. Da muss man ein dickes Fell haben. Und irgendwann ist mal genug und sie treten zurück oder nicht mehr an. Nur wenige halten konsequent alles aus.

  16. 37.

    Und bei Ihnen geht es grundsätzlich darum, andere Kommentare zu kommentieren und anderen Menschen belehrend zu erzählen was Sie über sie „denken“. Sie könnten natürlich auch sachlich bleiben und einfach andere Meinungen, egal in welcher Form sie vorgetragen werden, akzeptieren. Übrigens ist der Rattenspruch einfach eine Redewendung, die auch auch solche Situationen übertragen wird, ohne dass es dadurch zu einer Beleidigung kommt. Dafür bedarf es natürlich einer gewissen Toleranz, Glaudino.

  17. 36.

    Ne, das glaube ich zumindestens nicht, hoffe es aber. Aber solange es solche Personen wie Ihre Wenigkeit gibt, wird die Hoffnung wohl sterben.
    Den Breliner der Senat den es verdient.

  18. 35.

    Etliche der Kommentare hier spiegeln einen bedauerlichen und zunehmenden Trend in unserer Gesellschaft wider:" Respektlosigkeit,Häme und Besserwissertum mit null Ahnung".
    Das war so bei den Nachrichten zum Ehemann von
    Frau Giffey,als sie deshlb verbal angegriffen wurde , beim Rücktritt von Frau Lompscher und nun hier.
    Erstaunlich,dass sich überhaupt noch Leute für den Job als Politiker/innen finden,wenn man mitbekomnt,dass diese Menschen bedroht und beschimpft werden. Politiker sind auch Menschen und hier werden sie ja auch als Mensch angegangen. Das sie politische Entscheidungen nicht alleine und nicht privat treffen,sollte langsam auch klar sein. Ich finde auch nicht alles doll,was der Senat entscheidet,deshalb mache ich aber keine einzelnen Personen runter. Möchte nicht wissen,wieviele von den Kritikern hier im den Jobs Schiffbruch erleiden würden. Kritik sollte nie in Beleidigungen und persönliche Angriffe ausarten.
    Es wird sich erst noch zeigen,wer hier 2021 antritt.

  19. 34.

    Weil es Menschen gibt die auch noch Verantwortung tragen. Die meisten hier meckern nur, wissen aber nicht was das für ein anspruchsvoller Job ist, geschweige werden wohl selbst nicht in der Lage diesen Job zu machen. Jedem steht frei in die Politik zu gehen, aber bei den meisten fehlt es sich irgendwie zu Engagement für die Allgemeinheit, meckern können wir alle. Übrigens als Arbeitssenatorin fand ich K. Spitze und jetzt möchte ich ihren Job auch nicht haben.

  20. 33.

    Mal an diejenigen, die sich hier (unangesprochen) verunglimpft fühlen: die Bezeichnung "Mob" war mit Bedacht in Anführungszeichen gesetzt - anders als z. B. die "Ratten", die nun angebl. das sinkende Schiff verlassen. Es ist doch offensichtlich, dass es einigen Kommentatoren nicht um die Person Kalayci, sondern um deren grundsätzliche Ablehnung von Politikern "Mitte-Links" geht.

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