Ein Architektenentwurf zeigt die geplante Sicherung des Breitscheidtplatzes durch Poller, die den Schriftzug "Berlin" ergeben. (Bild: spreeformat architekten GmbH)
Video: Abendschau | 12.08.2020 | Ulli Zelle | Bild: spreeformat architekten GmbH

Bleibende Anti-Terror-Sicherung - Barriere mit "Berlin"-Schriftzug auf Breitscheidplatz geplant

Derzeit ist der Breitscheidplatz temporär mit Pollern gesichert. Das soll sich ändern, eine dauerhafte Anti-Terror-Sicherung soll her. Ein Architektenentwurf sieht einen plakativen "Berlin"-Schriftzug als Barriere vor - nicht jedermanns Sache.

Seit dem Terroranschlag 2016 auf dem Berliner Breitscheidplatz ist der Ort mit Pollern provisorisch gesichert. Bislang ist unklar, wie genau die Sicherheitszone rund um die Gedächtniskirche dauerhaft gestaltet werden soll.

Martin Pallgen, Sprecher der Senatsinnenverwaltung, sagte dem rbb nun, es sei geplant, dass entlang des Platzes unterirdisch miteinander verbundene Poller aufgestellt werden sollen. "Zentraler Punkt dieses Konzeptes ist ein Berlin-Schriftzug". Ein Architektenentwurf, der dem rbb vorliegt, sehe vor, dass dieser gleichzeitig als Barriere und Anti-Terror-Schutz fungieren soll, so Pallgen weiter.

Pfarrer Martin Germer von der Gedächtniskirche, der auch mit dem Provisorium unzufrieden ist, kritisierte den Entwurf. Ein Schriftzug, vor dem sich "alle schick fotografieren lassen", passe nicht zu dem Gedenkort. Auch Berlins oberster Denkmalschützer, Landesdenkmalpfleger Christoph Rauhut, übte Kritik. Die Gedächtniskirche werde durch den Schriftzug in ihrer "Sichtbarkeit und ihrer Räumlichkeit beeinträchtigt".

Beauftragt mit der Ausführung des neuen Sicherheitskonzepts ist das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf. Dessen Baustadtrat, Oliver Schruoffenegger (Grüne), sagte dem rbb, er finde die Schriftzug-Lösung "städtebaulich schwierig". Doch das Bezirksamt habe anders entschieden. Schruoffenegger weist jedoch darauf hin, dass die Bauplanungsunterlagen vorsähen, nach der Errichtung des Schriftzuges den Fußgängerweg zu verlegen - und das sei bislang finanziell nicht abgesichert.

24 Kommentare

Wir schließen die Kommentarfunktion, wenn die Zahl der Kommentare so groß ist, dass sie nicht mehr zeitnah moderiert werden können. Weiter schließen wir die Kommentarfunktion, wenn die Kommentare sich nicht mehr auf das Thema beziehen oder eine Vielzahl der Kommentare die Regeln unserer Kommentarrichtlinien verletzt. Bei älteren Beiträgen wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen.

  1. 24.

    Ist der Breitscheid Platz das gepriesene Ziel aller Terroristen? Nur so könnte man es erklären das dieser Platz zur Festung ausgebaut werden soll. Und der Rest von Berlin ist dann sicher?

  2. 23.

    Sie wissen doch genau, wovon ich rede, Lothar. Sie sind doch nicht dumm. Amri ist nicht unauffällig nach Europa gekommen und konnte durch seine Lügen und Falschangaben, dank lascher Kontrollen und unzureichender Asylprüfung überhaupt erst bleiben und anschließend frei in Europa weiterziehen. Hätte Schengen so funktioniert, wie es vorgesehen war, wäre es nie dazu gekommen. Er kam weder aus einem Bürgerkriegsland noch war er politisch verfolgt, ist dagegen aber sehr früh mit Brutalität und Straftaten aufgefallen, alles ohne Konsequenzen. Das traurige Endergebnis waren 11 Tote und unzählige, teilst schwerst Verletzte.

  3. 22.

    Kommen Sie mir nicht mit sowas daher. Schon mal was von Schleuserbanden gehört? Bis zum heutigen Tag werden Personen nach Deutschland reingeschmuggelt. Da selbst Sie hier schon in Kommentaren das Wort Schennenabkommen lauthals verteidigt haben, erübrigt sich jede weitere Diskussion darüber.

  4. 21.

    Höchste Zeit die Poller endlich abzubauen!! Als würde jmnd genau das wiederholen wollen. Zudem wäre das an etlichen anderen Stellen der Stadt möglich. Eine unsinnige Scheinsicherheit das Ganze.

  5. 20.

    Oh man... Fremdschämen für meine (ehemalige Bezirks)Stadt Cottbus. Besser kann man das Klischee von banaler Logik + rechten Denknotwendigkeiten ja nicht bedienen. Woran würden Sie denn den terroristisch gesinnten Ausländer bei der Grenzkontrolle erkennen? Racial Profiling?
    P.S. Einer der Täter von 11/9 war Hamburger Student mit arabischem Hintergrund und ist ganz legal, also mit Passkontrolle, in die USA eingereist...

  6. 19.

    Ich finde auch, die Sperren am Breitscheidplatz kann man abbauen, die dienen eh nur der Beruhigung der Massen und nicht der Sicherheit vor Anschlägen in Berlin. Dieser Platz ist für Terroristen "verbrannt" und damit uninteressant. Das Geld kann man späten und lieber in Schulen stecken.

  7. 18.

    Warum? Bei funktionierenden EU-Außengrenzen wäre zumindest Amri nie nach Berlin gekommen. Bei denen die sich hier im Landcradikalisieren oder Deutschen, die aus dem IS-Kalifat zurückkehren, nützen Grenzkontrollen freilich nichts.

  8. 16.

    Geldverschwendung, mehr nicht!

  9. 15.

    Schön etwas zum vollschmieren, passt zu Berlin. Der Architekt würde bei mir leer ausgehen, Design nicht erfüllt.

  10. 14.

    Wenn die Stadt unscheinbare Poller haben will, muss sich sich nur die Poller vor der Botschaft der Amis in der Ebertstraße ansehen.

    Die sehen fast so aus wie die vorhanden Poller, nur sind sie so im Boden verankert, dass ein LKW nicht so leicht da durch kann.
    Ohne irgendwelchen Unsinn.

  11. 13.

    Gebe dem Pfarrer völlig recht. Wenn etwas dort nichts zu suchen kann, dann eine Einladung für Influencer-Storys. Keine Ahnung, was man (wenn überhaupt) stattdessen macht, aber sicher keine Selfie-Zone (wie lange bleiben die Buchstaben wohl sauber?)

  12. 12.

    Bringt ja auch so viel, wenn sich die radikalisieren, die längst hier (weil hier geboren) sind. EInfach mal nachdenken.

  13. 11.

    Das rate ich dann umgekehrt anderen Ländern auch: Unbescholtenheitsnachweis aller einreisenden Menschen deutscher Staatsangehörigkeit soweit diese woanders einreisen, zurückverfolgt bis zum Jahrgang 1935. Denn bekanntlich wurden ja am Schluss auch schon 10-Jährige mit in den verbrecherischen Krieg hineinverstrickt.

  14. 10.

    Zu 99,99 % wollen derartige Täter Ersttäter sein. Ersttäter und damit Einzigtäter, was den Ort angeht. Wie ein negatives Alleinstellungsmerkmal. Nur die zweite Geige zu spielen im Vergleich zu einem anderen, mit dem man sich messen muss, passt nach meiner Empfindung schlichtweg nicht in das egomane Weltbild von aktuellen und potenziellen Tätern. Insofern dürfte die Angelegenheit an jedem Ort, wo das Fürchterlichste stattgefunden hat, "durch" sein.

    Doch wie ich bereits schrieb:
    Niemand will sich den Schuh anziehen, wenn doch die 0,0 .. 1 % ige Wahrscheinlichkeit auftritt, dass es doch mal jemand anders macht.

  15. 9.

    Sehr nützlich für Touristen die grade ausm Zug gefallen sind und nicht wissen wo sie sind.

  16. 7.

    Natürlich wollen Terroristen in Berlin nichts anderes, als noch mal einen LKW an genau dieser Stelle auf den Breitscheidplatz zu fahren ... Was für eine Verdummung und sinnlose Geldverschwendung.

  17. 6.

    Da es keine Grenzkontrollen an den Grenzen gibt, finden die Grenzkontrollen am Opernplatz in Frankfurt, am Breitscheidplatz in Berlin oder an der Königsstraße in Stuttgart statt.

  18. 5.

    Wie wäre es mit besseren Grenzkontrollen, um keine Verbrecher mehr unkontrolliert ins Land zu lassen!

Nächster Artikel

Das könnte Sie auch interessieren