Demonstration vor der polnischen Botschaft (Quelle: rbb)
Bild: rbb

Berlin-Grunewald - Protest gegen homophobe Politik in Polen

Vor der polnischen Botschaft in Berlin-Grunewald haben am Samstag zahlreiche Menschen für die Rechte von Lesben, Schwulen und Transsexuellen in Polen demonstriert.

Sie protestierten gegen homophobe Äußerungen aus den Reihen der national-konservativen Regierungspartei in Polen. So hatte der vor kurzem wiedergewählte Präsident Duda gleichgeschlechtliche sexuelle Orientierung als "Ideologie" und "Neo-Bolschewismus" bezeichnet.

In den vergangenen Tagen wurden zahlreiche Queer-Aktivisten in Polen verhaftet.

Sendung: Abendschau, 15.08.2020, 19:30 Uhr

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5 Kommentare

  1. 4.

    Solange der Strippenzieher Kaczinski seinen Absolutismus ausleben darf, wird die Jagd auf Minderheiten und Kritiker sich weiter verschärfen. Wer jetzt noch glaubt Polen sei eine europäische Demokratie, der irrt.Was PiS und katholische Kirche anrichten ist fatal.

  2. 3.

    Die Aufmerksamkeit und Sensibilisierung für menschenverachtende Ideologien sollte nicht hauptsächlich von der LGBTIQ-Community selbst getragen werden, sondern von höchsten Repräsentationen des Staats. Nicht zuletzt hat man sich selbst qua Verfassung den Kampf gegen Diskriminierungen auferlegt.

    Mitnichten sind Teile der aktuellen polnischen Regierung "rechts-knoservativ" - sie sind in weiten Teilen rechtsextrem! Es wird ein Nationalkult aufgebaut bis zum Gehtnichtmehr, Täter-Opfer-Umkehr selbst bei Historischem wie der verklärenden Erinnerungskultur bzgl. NS-Zeit. Was die "katholischen" Strömungen in Polen angeht, muss man mittlerweile feststellen, dass diese sich weit vom Christentum entfernt haben. Nächstenhass - statt -liebe. Es ist nicht allein evangelikal, es ist klerikalfaschistisch, wenn rechtsextreme Politik und Kirche Hand in Hand gehen und von "Regenbogen-Seuche" reden.

    Hierzulande gibt es wenig zu feiern: Anti-Gender-Mainstreaming und "Ehe für alle".

  3. 2.

    Es ist ja eine feine Gegend wo sich die polnische Botschaft befindet, aber bis die Politik fein ist wird es noch lange dauern.
    Trzymajcie sie!

  4. 1.

    So lange ist es noch nicht her, dass zumindest im westdeutschen Teilstaat, mithin der vorherigen Bundesrepublik Deutschland, einschlägig von 175ern die Rede war. Das war das Dümmlich-Abwertende, hinausflüchtend in einen abstrakten Zahlencode.

    Im Vergleich zu Deutschland schlagen im 94 %ig katholisch ausgerichteten Polen die Uhren immer noch anders: Auf Gesetzesebene ist in Deutschland sehr viel passiert, die gleichgeschlechtliche Orientierung wurde rechtlich als faktisch gleich zu allen anderen Orientierungen begriffen, im benachbarten Polen müssen offenbar noch sehr dicke Bretter gebohrt werden.

    Doch auch hier bei uns ist die Anerkennung gleichgeschlechtlicher Orientierung beileibe kein Selbstgänger. In der Kunstszene ja, in der Politk offiziöserweise auch, in Universitäten und Hochschulen auch; in Bauarbeiterbuden, in Automechaniker-Werkstätten und im männlich geprägten Profifußball beileibe noch lange nicht. Hitzelsbergers Coming Out stieß weitgehend auf taube Ohren.

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