Symbolbild: Ein NPD-Anhänger wird n Berlin-Neukölln auf dem Weg zu einer Kundgebung durchsucht. (Quelle: dpa/Florian Schuh)
Bild: dpa/Florian Schuh

Anschlagsserie in Neukölln - Auch 22 Brandenburger auf "Feindesliste" Berliner Rechtsextremisten

Berliner Rechtsextremisten haben auch Daten über Brandenburger gesammelt, die sich im Kampf gegen den Rechtsextremismus engagiert haben. Ein entsprechender Datensatz sei
im Zuge der Ermittlungen wegen einer rechtsextremen Anschlagsserie im Berliner Bezirk Neukölln auf dem Computer eines Hauptverdächtigen entdeckt worden, teilte das Brandenburger Innenministerium auf Anfrage der Linken mit.

In dem Datensatz mit Bildern und Texten seien auch 22 Menschen aus Brandenburg aufgeführt. Darunter seien drei Politiker der SPD, zwei der Linke und ein Kandidat für "Die Partei", sowie Künstler und Journalisten. Diese seien vom Landeskriminalamt mit einem Schreiben entsprechend informiert worden, teilte das Innenministerium weiter mit.

Die Datensammlung sei vor mindestens sieben Jahren das letzte Mal bearbeitet worden. Dennoch würden von der Polizei derzeit individuelle Gefährdungsbeurteilungen erstellt. "Nach Beurteilung der Gefährdungslage liegt bei keiner der Personen eine konkrete Gefährdung vor", erklärte das Ministerium.

Sendung: Antenne Brandenburg, 25.08.2020, 07.00 Uhr

8 Kommentare

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  1. 8.

    Sehr akkurat zusammengefasst und die Verharmlosungen hier deutlich entlarvt!

    Dass so eine Liste sieben Jahre braucht, bis die Betroffenen informiert werden, zeigt, wem die Polizei dient. Der Demokratie jedenfalls nicht. Ferner stellt sich gerade angesichts der verübten Anschläge die Frage, wie man zur Einschätzung einer Gefahrlosigkeit der in der Liste Aufgeführten kommt. Auch dort scheinen demokratische Prinzipien, die Menschenrechte beinhalten, grundsätzlich nicht ausschlaggebend für diese Einschätzung gewesen zu sein. Auch spielt ein Ergebnis der Einschätzung einer Gefahrenlage keine Rolle, die Betroffenen sind unmittelbar zu informieren. Vor SO einer Polizei darf man Angst haben, muss es sogar. Es reicht ein kleiner Anteil in der Polizei aus, der rechtsextrem denkt und handelt, um Demokratie zu gefährden und nicht zuletzt Menschen.

  2. 7.

    Hättet ihr gerne. Die Terrorserie in Neukölln geht seit Jahrzehnten. Die "Falken" wurden immer wieder überfallen aber auch Privatleute in der Hufeisensiedlung wurden die Fenster eingeworfen und die Fassaden beschmiert, weil man sich NPD "Werbung" im Briefkasten verbat.

    Polizei? Aufklärung? Fehlanzeige. Die Rechtsterroristen wurden deshalb immer "mutiger" bis es zu der bekannten Serie von Mordanschlägen (u.a. Ferat Kocak)und Morddrohungen kam (9mm für ...)

    Die Täter (angebl. Ex-NPD und Ex-AfD) sind polizeibekannt. Sehr gut sogar. ZU gut.

    Da trifft sich ein ermittelnder Beamter schon mal zu einem privaten Tête-à-Tête mit einem der Tatverdächtigen. Wahrscheinlich um Kuchenrezepte auszutauschen.

    Oder ein ermittelnder Beamter ist in der gleichen Chat Gruppe wie ein Tatverdächtiger, der später, unter den Augen der Polizei, Brandanschläge verübt. Die observierenden Polizisten schritten weder bei den Vorbereitungen ein, noch warnten sie das spätere Opfer!

    Sommerloch?

  3. 6.

    Vor 7 Jahren also.....Sommerloch ??

  4. 5.

    Schlim. Genug dass nach so langer Ermittlung kein Täter feststeht und die Rechten einfach weitermachen können.

  5. 4.

    Natürlich ist das für Rechtsextremisten unangenehm wenn über die Aktivitäten ihrer Kamerrraden berichtet wird, "Herr" globke, aka goldfasan aka herman aka ...

  6. 3.

    Natürlich ist das für Rechtsextremisten unangenehm wenn über die Aktivitäten ihrer Kamerrraden berichtet wird, "Herr" globle, aka goldfasan aka herman aka ...

  7. 2.

    Ein Glück für Frauen, dass nur Männer auf der "Feindesliste" stehen ...
    Oder sollte es hier genderkorrekt Brandenburger*innen heissen?

  8. 1.

    Gibts Neues, oder ist dies die sieben Jahre alte Geschichte?

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