Berlins Staatssekretärin Sawsan Chebli (SPD) auf einer Pressekonferenz (Quelle: dpa/Kumm)
Audio: Inforadio | 13.08.2020 | Jan Menzel | Bild: dpa/Kumm

Kandidatur um Bundestagswahlkreis - Staatssekretärin Chebli tritt gegen Müller in der City West an

Im Wahlkreis Charlottenburg-Wilmersdorf kommt es zu einem Duell zwischen Staatssekretärin Chebli und Berlins Regierenden Bürgermeister Müller. Sie fühle sich für die Bundespolitik gut vorbereitet, erklärte die SPD-Politikerin.

Die Berliner Staatssekretärin Sawsan Chebli (SPD) will im Kampf um den Bundestagswahlkreis in Charlottenburg-Wilmersdorf gegen den Regierungs- und SPD-Landeschef Michael Müller antreten.

"Ich freue mich auf einen offenen und fairen Wettbewerb um die Nominierung", teilte die SPD-Politikerin am Donnerstagabend der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage mit. "Ab heute stehe ich, Sawsan Chebli, der SPD und meinem Kreisverband als Kandidatin für die nächste Wahl zum Deutschen Bundestag zur Verfügung." Sie habe die Mitglieder ihres Kreisverbands Charlottenburg-Wilmersdorf gebeten, sie als Kandidatin zu nominieren.

"Engagement und Überzeugungen"

Am Montag hatte Müller erklärt, im gleichen Wahlkreis antreten zu wollen. "Ich bin froh, dass ich in einem Land lebe und in einer Partei aktiv sein darf, wo nicht Anspruchshaltung, sondern Engagement und Überzeugungen den Ausschlag geben", sagte Chebli nun. Sie hoffe auf einen Wettbewerb, der den Zusammenhalt stärke, statt zu spalten.

Nach ihren Aufgaben als Staatssekretärin, Bevollmächtigte des Senats beim Bund, Beauftragte für die internationalen Beziehungen Berlins und Sprecherin des Auswärtigen Amts fühle sie sich gut vorbereitet für die Bundespolitik. Wie ihre Partei setze auch sie sich ein gegen Ausgrenzung, Rassismus und Antisemitismus, und für gesellschaftlichen Zusammenhalt, soziale Gerechtigkeit, Gleichstellung und eine starke Rolle Deutschlands und Europas in einer unruhigen Welt.

Zuletzt war Chebli auch ins Gespräch gekommen, weil sie rechtsextreme Drohmails erhalten hatte.

Sendung: Inforadio, 13.08.2020, 22:00 Uhr

35 Kommentare

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  1. 35.

    Chebli ? Wer? Gibts da Berufserfahrung? Nie gehört.
    Ich würde sagen lass das mal Hr. Müller machen!

  2. 34.

    Schon mal was von Politikwissenschaften gehört? Und die Alimente als Abgeordnete dienen eben der Unabhängigkeit. Was ist Ihnen dabei unklar? Chebli hat genug Erfahrung in öffentlichen Ämtern gesammelt. Zzt. ist sie politische Beamtin. Arbeitet also. Und nun?

  3. 33.

    Nach den Informationen, die man fix im Internet findet, ist Frau Chebli der Typ (oder muss man schreiben " die Typin"?) Politikerin, wovon wir zum Schaden des Gemeinwesens schon zu viele haben. Quasi Politiker als Lehrberuf , mit dem das ganze Leben lang das Einkommen erzielt werden soll. Als Studentin Praktikantin bei einem Politiker, danach Assistentin eines Politikers, dann politisches Amt.
    Das hat sich nicht bewährt. Siehe P. Amthor.
    Wo bleibt die Unabhängigkeit der Abgeordneten, wenn ihr Lebensunterhalt vom Wahlamt abhängt? Und so ganz ohne jede Erfahrung im normalen Leben halten Politiker zu leicht ihre Theorien für das, was für ihre Wähler erstrebenswert wäre.

  4. 32.

    Spannend. Chebli vs. Müller. Müller ist aus seinen OV, in dem nun Kühnert kandidiert, weg und trifft nun auf noch stärkere Konkurrenz. Das wird für Müller noch eng mit einem Direktmandat. Da werden die Listenplätze wichtig. Chebli hat mE gute Chancen gegen Müller. Müller muss die nächsten Monate klarer im Senat auftreten und ein echter Regierender sein.

  5. 31.

    Das fehlt uns ja noch. Dann wandere ich aus. Kein Mensch mit gesundem Menschenverstand wählt dann noch SPD. Da ich aber an genau diesem zweifele, befürchte ich das schlimmste

  6. 29.

    Das ist eine bedeutungslose Twitter-Queen, gleich dem Niveau von Trump, die Jedes und Alles kommentiert, für einen kurzen Moment um in der Öffentlichkeit zu stehen.

  7. 28.

    Wer bitte ist Frau Chebli ?

  8. 27.

    Ist denn Chebli inoffiziell zugesteckt worden, daß ihre Dienste in jetziger Funktion künftig nicht mehr benötigt werden? Anders kann ich mir die Bewerbung auf einen der raren Listenplätze der SPD nicht erklären, wo sie hier gegen Müller antritt. Chebli scheint sich Sorgen zu machen um eine Anschlussverwendung.

  9. 26.

    Könnte der rbb bitte etwas über die Tätigkeit der Kandidatin Chebli informieren?
    Für mich verbindet sich der Name nur mit einigen Klagen darüber, dass sie jemand nicht erkannt hat. Für das AA reden habe ich sie noch nie gehört oder gesehen. Folglich fehlt mir die Vorstellung, durch welche Leistung sie für die Bundespolitik qualifiziert ist.

  10. 25.

    " die Berliner SPD nicht mal eine Busfahrerin, eine Sicherheitsfachkraft, eine Köchin, eine Verkäuferin, eine Krankenpflegerin oder Putzfrau in den Bundestag schickt, die wissen, was die Probleme der kleinen Leute sind."

    Also dann mal auf, all ihr Mitgliederinnen der besagten Berufsgruppen. Werdet in den Parteien aktiv und zeigt dem Platzhirschinnen mal die Richtung an.

  11. 24.

    Ob Müller oder Chebli - das Volk werden beide nicht vertreten. Beiden geht es um den Erhalt von Einfluss, Macht und persönlichem Wohlergehen. Wahrscheinlich bleibt ihnen mangels tatsächlicher, nutzbringender Fähigkeiten auch keine andere Wahl. Und wer beide nicht mag, sollte auf keinen Fall SPD wählen, so wie ich.

  12. 23.

    Es ist noch etwas über ein Jahr bis zur Wahl und schon sind die gewählten Volksvertreter nur noch damit beschäftigt sich irgendwelche Posten zu sichern anstatt vernünftig die Stadt bzw das Land zu regieren.
    Kein Wunder das viele Leute die Schnauze voll haben von "den Politikern" und entweder nicht oder extrem wählen.

  13. 21.

    Doch, die Bezeichnungen sind falsch. Man kann die Plätze/Regionen einfach so nennen, wie sie heissen und nicht CityWest/CityOst.

  14. 20.

    Hier muss ich den rbb mal in Schutz nehmen.
    Der rbb ist ein vorbildlicher Gesamtberliner BBG Sender.
    Der vergisst auch keine Ecke im Osten.
    Charlottenburg ist nun mal die CityWest.
    Wir müssen die Sprachpolizei nicht auf die Spitze treiben.

  15. 19.

    Ich finde es echt traurig, dass die Berliner SPD nicht mal eine Busfahrerin, eine Sicherheitsfachkraft, eine Köchin, eine Verkäuferin, eine Krankenpflegerin oder Putzfrau in den Bundestag schickt, die wissen, was die Probleme der kleinen Leute sind.
    Die SPD ist für mich und viele andere völlig unwählbar geworden.

  16. 18.

    "...in einigen Köpfen lebt Ost-und Westberlin weiter."
    Die Bezeichnungen sind nicht falsch, es sind schlicht und einfach unterschiedliche Plätze und Regionen - die eine ist im Westen Berlins die andere im Osten.

    "Mit Kevin konnte sich Hr.Müller noch einigen, jetzt taucht eine neue Konkurrentin auf."
    Wenn der von Enteignungsfantasien träumende Kevin nicht so ein völlig unsoziales verhalten gezeigt hätte, gäbe es das Thema nicht.

  17. 17.

    Ah ja - wenn der eigene Wahlkreis besetzt ist, sucht man sich einfach einen anderen. Und dann lässt man sich noch über einen vorderen Listenplatz absichern; das heißt, wenn mann das Direktmandat nicht erringt, kommt man trotzdem in den Bundestag. Auf die Liste haben wir Wähler absolut keinen Einfluss.

  18. 16.

    „Überzeugungen“ (wie sie Frau Chebli offensichtlich hat)sind gut, doch Kompetenz ist für ein politisches Amt besser! Zur politischen. Kompetenz gehört vor allem die Fähigkeit, gut begründete Sachargumente wahrzunehmen und hinsichtlich ihrer Bedeutung für das das Wohl Aller, auch „Allgemeinwohl“ genannt, abzuwägen. Wenn Frau Chebli Politik so versteht und durchzusetzen versucht, ist sie die Richtige für den Bundestag. Das gilt selbstverständlich auch für Herrn Müller.

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