Michael Müller (l.) und Kevin Kühnert (r.) bei einer Diskussionsveranstaltung (Bild: imago images/Christian Mang)
Audio: Inforadio | 04.08.2020 | Angela Tesch | Bild: imago images/Christian Mang

Bundestagswahl 2021 - Juso-Chef Kühnert will in Berlin für Bundestag kandidieren

Juso-Chef Kevin Kühnert gibt sein Amt auf und will für den Bundestag kandidieren. Das gab der 31-Jährige nun in einem Zeitungsinterview bekannt. Kühnert will in Tempelhof antreten und damit ausgerechnet im Heimatbezirk des Regierenden Bürgermeisters Müller.

Der Juso-Bundesvorsitzende Kevin Kühnert will sein Amt vorzeitig abgeben und 2021 für den Bundestag kandidieren. Der 31-Jährige Berliner stellt sein Amt beim Bundeskongress Ende November zur Verfügung, wie eine Sprecherin der SPD-Nachwuchsorganisation der Deutschen Presse-Agentur am Montagabend bestätigte. Zuvor hatte der Berliner "Tagesspiegel" darüber berichtet.

Die Neuwahl des Juso-Vorsitzenden wird damit um ein Jahr vorgezogen. Ein personeller Wechsel rechtzeitig vor der Bundestagswahl 2021 sei der "bestmögliche Zeitpunkt", sagte Kühnert dem "Tagesspiegel". Seine Nachfolgerin oder sein Nachfolger hätten es verdient, "dem SPD-Wahlkampf den eigenen Stempel aufzudrücken".

Kühnert tritt in Müllers Heimatbezirk an

Kühnert, der auch stellvertretender SPD-Bundesvorsitzender ist, kündigte an, dass er für die Bundestagswahl im Herbst kommenden Jahres im Wahlkreis Tempelhof-Schöneberg antreten wolle. Dieser Wunsch sei im SPD-Kreisvorstand "sehr wohlwollend" aufgenommen worden, sagte er der Zeitung.

Damit tritt Kühnert im Heimatbezirk von Berlins Regierendem Bürgermeister Michael Müller an. Dieser hatte dort nicht mehr den Rückhalt des eigenen Kreisverbandes. Stattdessen wird erwartet, dass Müller in Charlottenburg-Wilmersdorf für den Bundestag kandidiert. Der gebürtige Tempelhofer hatte zuvor angekündigt, den Posten des SPD-Landeschefs in Berlin abzugeben. Alle Zeichen deuten darauf hin, dass Bundesfamilienministerin Franziska Giffey zu Müllers Nachfolgerin gewählt wird. Sie bewirbt sich als Doppelspitze zusammen mit dem Fraktionsvorsitzenden Raed Saleh.

Kühnert ist seit 2017 Juso-Vorsitzender. Im November 2019 wurde er wiedergewählt. Bundesweit bekannt wurde er als ein Kopf der #NoGroko-Kampagne von Anfang 2018. Im Rennen um die neue Parteispitze hatten die Jusos im vergangenen Jahr das Duo Kandidaten Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans unterstützt, das sich letztlich auch durchsetzen konnte.

Sendung: Inforadio, 03.08.2020, 21:30 Uhr

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45 Kommentare

  1. 45.

    Mal sehen, wie er sich macht. Abwarten !

  2. 44.

    Welche Gesinnungsgenossen??
    Ich war übrigens mal SPD Mitglied...daher ist das Gepöbel wohl eher auf ihren argumentationsfreien und themenfernen Beitrag zu beziehen.
    Was sagen Sie denn zum abschlussfreien Kevin und seinen "marxistischen" (Zitat des KK) Parolen? Und warum versucht er es ausgerechnet in Berlin?
    Erkentnisse aus meinen Fragen sind sinnstiftender als Ihre versuchte Meinungssteuerung.

  3. 42.

    Bitte verschonen Sie uns doch hier mit solchen Sätzen mit der Satzendung: ......unser Berlin. Haben Sie und Ihre Gesinnungsgenossen schon die Stadt übernommen? Das hätten Sie wohl gerne. Aber weit gefehlt. Dazu braucht es mehr als nur so ein herumgepöbel von Ihnen.

  4. 41.

    Ja, was soll er sonst denn machen? Juso-Chef kann er ja nicht ewig bleiben, Parteivorsitzender wird er nicht, in der freien Wirtschaft schlägt sich auch keiner um ihn, mangels Qualifikation. Da bleibt nur noch eine Option.

  5. 40.

    So kann man natürlich als Ungelernter Wicht sich wichtig machen.

  6. 39.

    Warum versucht es ein lebens- und abschlussunerfahrener Politiker in unserem Berlin?
    Im echten Leben würde er mkt Bewerbungen ganz unten anfangen...statt dessen der kurze Weg mit "fragwürdigen" Ideen...

  7. 38.

    Wir haben eine Partei im Bundestag die angeblich die meisten studierten Mitglieder hat. Schon dabei hat diese Partei gelogen. Ihre Mitglieder fallen nie durch Sacharbeit im Parlament auf eher durch dilletantische Anträge die entweder grundgesetzwidrig, rassistisch oder voller Rechtschreibfehler oder alles drei sind.
    Das kann Herr Kühnert locker besser.

  8. 36.

    ....ja was tut er denn? Reden aber doch nix sagen.
    Und Bitteschön, haben Sie vergessen wer die Basis ist? Kann Herr Kühnert wirklich über Tarifverträge reden ohne vielleicht jemals nach einem gearbeitet zu haben? Nee nee liebe Leute so wird das nix mit der SPD.

  9. 35.

    Die Vergesellschaftung der Privatvermögen der Normalverdienenden hat schon lange stattgefunden. Diese ehemaligen Privatvermögen gehören jetzt, dank des segenreichen Wirkens der Reagan-Thatcher-Bande der Gesellschaft des oberen 1 %.

  10. 34.

    Ihre Parteireden hier sind aber auch meilenweit an der Realität vorbei! Neben der Sozialverpflichtung von Eigentum stehen noch ein paar andere, teils gegensätzliche Rechte im Grundgesetz, die Sie freilich ignorieren. Die Sozialverpflichtung bedeutet zudem kein bisschen, dass sich der Staat hemmungslos an Privateigentum vergreifen darf. Sie ist lediglich Grundlage zur Steuererhebung und für Maßnahmen, die der Gesamtgesellschaft mittelbar dienen.
    Und ja, wenn der kleine Kevin davon faselt, BMW enteignen zu wollen, dann vergreift er sich auch am Eigentum des kleinen Mannes, nämlich unter anderem den Tausenden Mitarbeitern von BMW, die für ihre Leistungen mit Firmenaktien belohnt wurden. Und die sind ganz sicher nicht glücklich, in einem VEB arbeiten zu dürfen/müssen. Dann teilt BMW nämlich ganz schnell das Schicksal der enteigneten EMW (damals BMW "weggenommen").

  11. 33.

    "...steht für Sozialdemokratie und nicht für Sozialismus" Genau das! Sozialdemokratie war stets das Durchsetzen von Chancengleichheit, um mit Fleiß und Tatwerk seine persönliche Situation verbessern zu können. Es war die Möglichkeit zur Aufstieg in die Mittelschicht durch persönliche Arbeit. Mit dem Gedanken der end- und leistungslosen Umverteilung hatte Sozialdemokratie nie etwas gemein. Das hat die SPD stark gemacht, nicht die bedingungslose Alimentierung.

  12. 32.

    Sie haben eine sehr eingefärbte persönliche Meinung von Herrn Kühnert, sie sei Ihnen gelassen. Da will ich Ihnen Ihre heimliche Liebe nicht nehmen. Objektiv betrachtet hat der Herr außer wirtschafts- und ökologiefeindlichen Ideen bislang sehr wenig bis gar nichts geleistet. Das ist leider die harte Realität. Wäre er in die IT gegangen, hätte er sich vielleicht positiv beweisen können, dafür hätte er aber auch mal eines seiner Studien beenden müssen. Mit solchen politischen Figuren wie ihm wird die SPD leider keine Fahrt mehr aufnehmen, er wäre bei der Linken deutlich ehrlicher aufgehoben. Wenn andere Juso-Vorsitzende auch Flausen im Kopf hatten, schießt der Kevin doch den Vogel ab. Im Sinne der Arbeiter und Angestellten ist es leider nicht.

  13. 31.

    Ich wieder hohle mich zwar, aber richtig, die SPD sollte sich auf ihren Namen besinnen, denn das "S" steht für Sozialdemokratie und nicht für Sozialismus.

  14. 30.

    Na Sie haben ja eine sehr blühende Fantasie. „Der Arbeiter am Band..........“ Was zählt denn noch heute eine 3jährige Ausbildung? Wieso wollen wohl viele Jungendliche lieber in die IT Branche? Dreimal dürfen Sie raten. Daimler macht’s gerade vor. Dort werden Stellen abgebaut und nicht nur dort. Und wo bitte sollen dann diese, wenn schon dann „Facharbeiter an Band“ Weiterbeschäftigung finden? Oder eben auch in der Fleischindustrie. Kevin Kühnert hat sich sehr früh eben für die Politik entschieden. Und wie ich finde, leistet er eine recht gute Arbeit, indem was er tut. Ich drücke ihm weiterhin die Daumen. Noch etwas. Die SPD benötigt sogar den frischen Wind von der Basis und zwar recht schnell.

  15. 29.

    Ich verstehe langsam die Welt nicht mehr! Ein bisschen lebenspraxis wäre doch schon nicht schlecht im Bundestag! Am Ende wird er gewählt natürlich wird er es schaffen er weis ja wie er die Medien nutzt und nicht unbedingt ARD oder RBB sondern andere Hippe Wege! Aber all diese verschobenen Ansichten werden auch zu einem blauen Erwachen führen was mich viel mehr ängstigt, den die älteren ü30 oder 40 fühlen sich nicht mehr vertreten oder gar verstanden von diesen Ideen des Herrn K und sonst ist da bei den Parteien nicht viel!

  16. 28.

    Der Kühnert ist ein Guter. Vielleicht erinnert sich die SPD ein bisschen dran was ihr Name bedeutet.

  17. 27.

    Schade, dass er nicht in Treptow antritt. Dann wüsste ich, wen ich nicht wähle.

  18. 26.

    Na Sie haben ja gar nix verstanden. Ich bin, wie ganz viele andere hier, für eine Ausbildung. Der Arbeiter am Band hat einen Beruf. Der Herr Kühnert hat nur Flausen, die zu nix gehen.

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