Blick vom Turm des Roten Rathauses 1910 und 2020 in Richtung Alexanderplatz. 2020 mit Florian Schmidt, Maxim Stromeyer und Matteo Schmidt. (Quelle: rbb|24/Winkler/dpa/Haeckel)
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Vorher-Nachher-Bilder | Teil 1 - Wie sich Berlin innerhalb eines Jahrhunderts verändert hat

Am 1. Oktober 1920 wurde Berlin zur drittgrößten Stadt der Welt: Das Groß-Berlin-Gesetz trat in Kraft. rbb|24 zeigt in Bildern die Veränderung seither. Mit einem Schieberegler können Sie zwischen damals und heute wechseln. Ein Streifzug durch die Stadt. Von Caroline Winkler

Als vor 100 Jahren das Groß-Berlin-Gesetz in Kraft tritt, wird aus mehreren überfüllten Städten die Metropole Berlin - wir sie heute kennen. Mit einem Stapel Fotografien aus dem Jahr 1920 hat sich Caroline Winkler auf die Suche nach den Bildmotiven gemacht. An manchen Orten war der Zugang unmöglich, an anderen stand aus dieser Zeit kein Gebäude mehr, an vielen aber existieren noch die Zeugen der 1920er Jahre.

Mit dem Schieberegler in der Mitte der Bilder können Sie zwischen den historischen Fotos und den aktuellen Aufnahmen wechseln. Falls Sie die Bilder nicht sehen können, klicken Sie bitte hier.

Dies ist Teil 1 eines Streifzugs durch Berlin. Hier geht es zu Teil 2.

Blick unterhalb der Stadtbahnbrücke am Bahnhof Zoologischer Garten nach Südwesten zur Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche. Amateuraufnahme, anonym, undat., 1920er Jahre. (Quelle: dpa/akg-images) Blick auf die Gedächtniskirche vom Bahnhof Zoologischer Garten am 27.08.2020. (Quelle: rbb|24/Caroline Winkler)

In den 1920er Jahren brummte der Verkehr um Kürfüstendamm und Zoologischen Garten, für manch einen stellte die neoromanische Kaiser-Wilhelm-Kirche Kirche ein zu beseitigendes Verkehrshindernis dar. Durch einen Bombenangriff im November 1943 wurde sie schwer beschädigt. Im März 1957 gewann der Architekt Egon Eiermann einen ausgeschrieben Wettbewerb zur Umgestaltung der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche. Der rund 70 Meter hohe Turmkorpus blieb erhalten und wurde durch ein vierteiliges Bauensemble ergänzt, welches am 17. Dezember 1961 eingeweiht wurde. Als Gedenkort an die Opfer des Anschlags auf den Berliner Weihnachtsmarkt im Jahr 2016 wurde das Denkmal Goldener Riss geschaffen. (historisches Foto: dpa/akg-images)

Die Oberbaumbrücke (Quelle: dpa/akg-images) Die Berliner Oberbaumbrücke am 25.08.2020. (Quelle: rbb|24/Caroline Winkler)

1896 schuf Otto Stahn eine Brücke, die sowohl den Straßen- als auch Bahnverkehr über die Spree bringen sollte. Oberbaum wurden die Schiffssperren, an der Stelle genannt, an der die Spree in die Stadt hineinfloss. Ab 1902 fuhr hier Berlins erste U-Bahn ab dem Strahlauer Thor in Richtung Charlottenburg. 1945 sprengten deutsche Truppen vor Eintreffen der Roten Armee einen Teil der Brücke, der aber bald nach Kriegsende wiederhergestellt werden konnte. Mit dem Bau der Berliner Mauer am 13. August 1961 wurde die Oberbaumbrücke für den gesamten Verkehr einschließlich U-Bahn gesperrt und in einen innerstädtischer Grenzübergang (Ost- und West-Berlin) umgewandelt. Mehrere Menschen ertranken aufgrund unterlassener Hilfeleistung in der Spree oder wurden von Grenzern bei der Flucht erschossen. Seit der Wiedervereinigung verbindet die Brücke wieder Kreuzberg und Friedrichshain. Sie wurde umfassend saniert und gilt als Wahrzeichen der beiden Stadtteile. (historisches Foto: dpa/akg-images)

Rinderbuchten im Zentral-Schlacht-Viehhof, um 1921 in der Eldenaer Straße in Berlin-Friedrichshain. (Quelle: dpa/Otto Haeckel) Die Eldenaer Höfe in Berlin-Prenzlauer Berg am 25.08.2020. (Quelle: rbb|24/Caroline Winkler)

Um in Preußen die hygienischen Zustände zu verbessern, wurde im Jahre 1868 ein Gesetz erlassen, das auch Berlin verpflichtete, öffentliche Schlachthäuser zu errichten. Nach regem Widerstand privater Schlachter konnte Herrmann Blankenstein dann erst Jahre später, 1881, den Zentralvieh- und Schlachthof bauen. Der lag 1920 in Friedrichshain, ab 1938, nach einer Korrektur der Bezirke, in Prenzlauer Berg. 1995 wurde er stillgelegt. Ab 2002 wurde das unter Denkmalschutz stehende Gelände der Eldenaer Höfe samt ihrer Backsteingiebel saniert: Die Struktur der Ställe blieb dabei erhalten. Heute werden die alten Rinderställe als Wohngebäude und Werkstätten genutzt. (historisches Foto: dpa/Otto Haeckel)

Blick von der Aussichtsplattform nach Nordost auf die Königstraße und Bahnhof Alexanderplatz um 1910. (Quelle: dpa/Gebrüder Haeckel) Blick in Richtung Alexanderplatz vom Turm des Roten Rathauses am 31.08.2020. (Quelle: rbb|24/Caroline Winkler)

Der Zusammenschluss von mehr als 50 Gemeinden zu Groß-Berlin wurde vom Berliner Oberbürgermeister Adolf Wermuth vorangetrieben. Über Nacht vergrößerte sich mit dem Groß-Berlin-Gesetz die Fläche der Stadt um mehr als das Zehnfache. Der Stadtverordnetensaal im Roten Rathaus musste 1921 für die nun 225 Stadtverordnete umgebaut werden. 1860 bis 1871 war das Rathaus in zwei Etappen nach Planung vom Königlichen Baurat Waesemann, erbaut worden. 2020 feiert das Rote Rathaus, wegen seiner roten Klinkerfassade so genannt, 150-jähriges Jubiläum. (historisches Foto: dpa/Gebrüder Haeckel)

Das Berliner Schloß in den 1920er Jahren (Quelle: imago images/United Archives International) Das Berliner Humboldt-Forum am 31.08.2020. (Quelle: rbb|24/Caroline Winkler)

Nachdem Kaiser Wilhelm II. nach der Novemberrevolution 1918 zurückgetreten war, erfuhr das Berliner Schloss 1921 durch neue Mieter neuen Nutzen: Das Schlossmuseum mit den bedeutendsten kunstgewerblichen Sammlungen Berlins zog ein. Im Zweiten Weltkrieg brannte das Schloss aus und wurde 1950 gesprengt. Ab den 1970er Jahren befand sich hier der Palast der Republik, in dem unter anderem die Volkskammer der DDR tagte. Nach dessen umstrittenen Abriss wurde für rund 644 Millionen Euro das Schloss wieder aufgebaut. Es beherbergt das Humboldt Forum, das im Dezember 2020 eröffnen und außereuropäische Sammlungen präsentieren soll. (historisches Foto: imago images/United)

Das Elefantenportal des Zoologischen Garten vor 1920 in Berlin .(Quelle: dpa/akg-images) Das Elefantentor vor dem Zoologischen Garten Berlin am 27.08.2020. (Quelle: rbb|24/Caroline Winkler)

Am 1. August 1844 eröffnet, prosperierte der Zoo insbesondere in der nachfolgenden Gründerzeit. 1882 eröffnete der Bahnhof Zoologischer Garten, ab 1902 fuhr auch die U-Bahn diese Station an. Ab 1899 schritten die Besucher durch ein prachtvolles Portal in den Garten: Zwei überlebensgroße Elefantenfiguren aus Sandstein wurden für das Elefantentor gefertigt und mit einem orientalischen Dach überbaut. Das Tor wurde im zweiten Weltkrieg zerstört. Auf Initiative von Richard von Weizsäcker wurde es 1983 bis 1984, basierend auf den Originalbau, wiederaufgebaut. Dafür wurde Sandstein aus dem damals in der DDR gelegenen Elbsandsteingebirge nach West-Berlin gebracht. (historisches Foto: dpa/akg-images)

Blick vom Turm des Roten Rathauses in die Königstraße (heute Rathausstraße) in Richtung Alexanderplatz um 1910. (Quelle: dpa/Gebrüder Heaeckel) Blick auf den Alexanderplatz vom Roten Rathaus am 31.08.2020. (Quelle: rbb|24/Caroline Winkler)

Der Roman "Berlin Alexanderplatz" von Alfred Döblin erschien 1929 und beschreibt die Großstadterfahrung eines Arbeiters in der Metropole Berlin. Der Alex, wie er von den Berlinern kurz genannt wird, war pulsierendes Zentrum im Osten der Stadt. Am 4. November 1989 versammelten sich auf dem Platz 500.000 Menschen zur größten systemkritischen Demonstration in der DDR-Geschichte. Fünf Tage später fiel die Mauer. 2020 ist der Platz mit Fernsehturm und Weltzeituhr nicht nur bei Touristen beliebt, sondern auch zentraler Verkehrsknotenpunkt. (historisches Foto: dpa/Gebrüder Haeckel)

Ansicht des Schwimmbeckens im Städtischen Flussbad, Berlin-Lichtenberg 1928. (Quelle: dpa/akg-images) An der alten Flussbadeanstalt in der Rummelsburger Bucht am 25.08.2020. (Quelle: rbb|24/Caroline Winkler)

Das städtische Flussbad Lichtenberg wurde 1927 nach Entwürfen des Architekten Rudolf Gleye eröffnet. Mit einer Fläche von 50.000 Quadratmetern (davon 26.000 Quadratmeter Sandstrand), samt Sprungturm sowie vier Schwimmbecken, bot es Platz für Tausende von Menschen. Bei kühleren Temperaturen wurde eines der Becken über den Kühlwasserauslauf des nah liegenden Heizkraftwerkes Klingenberg beheizt. Das beschädigte Schwimmbad wurde nach dem Krieg weiter genutzt, im Juni 1950 dann aber aufgrund der schlechten Wasserqualität der einfließenden Fabrikabwässer geschlossen. Heute wird das Gelände samt Steganlagen von den Spreestudios genutzt. Die gemauerten Beckenränder des Schwimmbeckens am ehemaligen Zehnmeter-Sprungturm existieren noch und stehen unter Denkmalschutz. (historisches Foto: dpa/akg-images)

Berlin Kreuzberg, Straflenbahn am Halleschen Tor am 31.12.1920. (Quelle: imago images/Archivi) Hallesches Tor, dahinter Mehrinplatz, in Berlin-Kreuzberg am 27.08.2020. (Quelle: rbb|24/Caroline Winkler)

Das 1734 angelegte "Rondel am Halleschen Thore" am Anfang der Friedrichsstraße in Kreuzberg wurde 1915 nach einem Sieg über Napoleon zum Belle-Alliance-Platz umbenannt. In der Gründerzeit hatte sich der Platz zu einer gepflegten Umgebung mit großbürgerlichem Wohnkomfort entwickelt, 1902 kam die Anbindung an die U-Bahn am Halleschen Tor. Das Quartier wurde während des Zweiten Weltkriegs weitgehend zerstört. Seit 1947 ist der Mehringplatz nach dem Marxisten Franz Mehring benannt. 1968 wurde mit knappen finanziellen Mitteln ein Wohngebiet gebaut, das seit den 1990er Jahren als sozialer Brennpunkt gilt. Der Platz ist heute Milieuschutzgebiet und wird derzeit aufwändig saniert. (Blick aus anderer Perspektive; historische Foto: imago images/Archivi)

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Ab 25.09.2015 | Vierteilige Reihe - 100xBerlin

Der rbb feiert 100 Jahre Groß-Berlin mit "100xBerlin": rbb Fernsehen und rbb 88.8 suchen den schönsten Kiez der Stadt. Die vierteilige Reihe ist ein Streifzug in alle Himmelsrichtungen Berlins - von Alt-Tegel im Norden bis zum Tempelhofer Hafen im Süden, von Friedrichshagen im Osten bis zum Wannsee im Westen.

Beitrag von Caroline Winkler

34 Kommentare

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  1. 34.

    Liebe Nutzerinnen und Nutzer,

    es freut uns wirklich sehr, dass unsere Idee so gut bei Ihnen ankommt - und wir freuen uns schon, Ihnen am Jubiläumstag bald den zweiten Teil präsentieren zu können. Uns gehts da nicht anders als Ihnen: Auch wir könnten stundenlang die Regler hin- und herschieben.

    Viele Grüße,

    Ihre Redaktion

  2. 33.

    Gucken Sie sich mal die Gartenstädte an. Das ist i.d.R. Reformarchitektur, die auf Ornamente, Stuck und dergleichen verzichtet, sich auf Wesentliches beschränkt aber trotzdem traditionelle Gestaltung aufgreift. Ich finde, das ist ein Architekturstil, der es Wert ist, wiederbelebt zu werden. Postmoderne? Braucht kein Mensch. ;-) Und was sich in unseren Neubaugebieten abspielt, ist zu 99% gruselig.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Gartenstadt#Deutschland

  3. 32.

    Ja. Sie vergessen aber die Royal Airforce. Die hat auch kräftig mitgeholfen. Übrigens schon ab Mai(!) 1940 im Ruhrgebiet.

  4. 31.

    Ist natürlich Geschmackssache, aber für mich besteht Ästethik nicht in Ornamenten und überflüssigem Schmuck, sondern in der Reduktion auf Grundformen. Natürlich kann man das wie bei allem auch phantasielos machen, aber das entwertet nicht die Grundidee. Das mit sachlich künstlich aufgesetzten Türmchen und Erkern hat ja dann die postmoderne Architektur aufgegriffen. Abgesehen von einigen sehr exzentrischen Einzelstücken mag ich die Postmoderne genau deswegen aber nicht. Dabei wohne ich in einem postmodernen Haus ... man kann es sich nicht aussuchen :)

  5. 30.

    Die Fotostrecke ist hübsch gemacht!

  6. 29.

    Das ist so unglaublich cool! Bitte mehr davon :)

  7. 28.

    Facharbeiter aus Polen, hatten auch in Posdam, vieles Alte wiederherrgestellt. Leider werden jetzt wieder überall, nur viereckige Mietshäuser in Käfigbauweise errichtet. Fragt man sich langsam- komt die DDR bald wieder, oder ist die noch gar nicht untergegangen ?

  8. 27.

    Berlin War mal eine Perle an der Spree wenn man die historische Aufnahmen sieht , Die Polen haben es vorgemacht wie man eine völlig zerstörte Stadt wieder aufbauen kann . In Dresden ist es auch teilweise gelungen aus alten Fehlern des sozialistischen Ulbrichtaufbauewahn " alles Alte " muss weg , neue Wege zu gehen ,um den alten Scharm der Altstadt mit neuer Funktionalität wieder aufzubauen es geht doch .Diese Klötzer müssen einfach nach und nach weg !!!

  9. 26.

    Klasse Bilder. Tolle Idee mit den Schiebereglern.

  10. 25.

    Vielen Dank!
    Über diese Fotos habe ich mich ganz besonders gefreut,bitte mehr davon!
    Liebe Grüße aus dem Harz

  11. 24.

    Hitler und seine Nationalsozialisten haben uns echt alles schöne in Deutschland genommen. Eine Schande. Auf dass dieses braune Gesocks nie wieder die Chance dazu bekommt unserem Land zu schaden.

  12. 23.

    Das Schloss ist nicht wieder aufgebaut worden. Das ist eine billige Kopie. Das Original hatte mit Sicherheit keinen Stahlbetonkern der nur verkleidet wurde, es fehlen auch die Ecktürme. Häßlich ist es obendrein.

  13. 22.

    Danke für diese tolle Story.

  14. 21.

    Der Krieg hat es möglich gemacht.
    Die alten Bilder sind deutlich schöner... der alte Scharm von Berlin ist für immer verloren.

  15. 20.

    Toll gemacht, vielen Dank!!

  16. 19.

    Da ist dem rbb24 mal was Geniales gelungen! Ich hoffe, es geht bald weiter. Ich könnte stundenlang die Vergleiche schieben und die Erleuterungen lesen! Daumen hoch für den rbb24.

  17. 18.

    Menno - RBB - die "Okkupation" ( ;-) ) Spandaus fand auch an diesem denkwürdigen Tage statt. Kein Wort davon im ersten Teil des Berichtes. Naja, so haben die übrigen Städter wenigstens etwas Kultur abbekommen.
    Ok- im Ernst: Ein sehr schöner Bericht (über Berlin <scnr> ).

  18. 17.

    Wer glaubt, ästhetisches Bauen sei gleichbedeutend mit Außenklo, hat keinerlei Ahnung von Architekturgeschichte. Vielleicht informieren Sie sich bei Gelegenheit mal über die Reformarchitektur. Die entstand nämlich parallel zum Bauhaus - vereinte jedoch menschenwürdiges Bauen mit Ästhetik - was man vom Würfelhusten ja wohl kaum sagen kann.

    "Wir müssen versuchen, Elemente, die es in den Jahrhunderten vor dem Beginn des 20. Jahrhunderts gab, wieder in unserer Architektur zurückzuerobern und eine Architektur schaffen, die einfach mehr Anmutung hat als der Würfelhusten." (Christoph Mäckler)

    https://www.mdr.de/sachsen-anhalt/dessau/dessau-rosslau/kritik-an-bauhaus-architektur-100.html

  19. 16.

    Klassische Moderne, Krieg und die kulturlose Barbarei der Entstuckung haben der Stadt übel mitgespielt. User CD und Jo De haben da völlig Recht.

    @stevo Nichts gibt es gegen Fortschritt und Neues einzuwenden. Auszusetzen hingegen gibt es etwas an menschenfeindlicher Architektur. Prof. Mäckler bezeichnet diesen "Stil" völlig zu Recht als "Würfelhusten". "Form follows function" ist letztendlich menschenverachtend. Der Mensch hat nämlich ein Bedürfnis nach Ästhetik. Häuser sollten so gestaltet sein, so daß sich Menschen darin wohlfühlen können. Versuchen sie das mal im Plattenbau! Daß es auch ganz anders geht, zeigt z.B. die Siedlung Piesteritz.

    Ich weigere mich inzwischen, die menschenfeindlichen Geschmacklosigkeiten und den unästhetischen Einheitsbrei mitzumachen und plane nur noch in der Tradition der Reformarchitektur.

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