Henning Rußbült (links) (SPD) und Helmut Kleebank (SPD) (Quelle: rbb/Ute Schuhmacher)
Bild: rbb/Ute Schuhmacher

Bezirksbürgermeisteramt in Berlin-Spandau - Ex-Schulleiter Rußbült bewirbt sich um Kleebank-Nachfolge

Die SPD in Spandau will den ehemaligen Schulleiter Henning Rußbült als Kandidaten für das Amt des Bezirksbürgermeisters aufstellen. Der Geschäftsführende Kreisvorstand der Partei sprach sich laut rbb-Inormationen dafür aus, mit dem 52-Jährigen bei der Wahl im Herbst 2021 anzutreten.

Rußbült ist derzeit Chef der Spandauer Schulaufsicht. Zuvor war er Leiter des Spandauer Hans-Carossa-Gymnasium. Spandaus SPD-Kreischef Raed Saleh bezeichnete Rußbült als pragmatischen und bürgernahen Macher.

Die SPD stellt in Spandau seit 2011 den Bezirksbürgermeister. Amtsinhaber Helmut Kleebank tritt nicht wieder an. Es gilt als wahrscheinlich, dass Kleebank im kommenden Jahr für den Bundestag kandidiert. Traditionell stark ist in Spandau auch die CDU. Die Christdemokraten wollen bis Ende des Jahres entscheiden, mit wem sie in die Wahl ziehen.

Sendung: Inforadio, 14.09.2020, 19:00 Uhr

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2 Kommentare

  1. 2.

    Hoffentlich weiß der mögliche Nachfolger anders als alle vorherigen Spandauer Bezirksbürgermeister von der Bedeutung Spandaus, analog zu Köpenick. Dass sich die Geschichte Berlins mitnichten in der Geschichte des Berliner Stadtzentrums erschöpft, ggf. noch zusätzlich der von Charlottenburg, sondern selbstverständlich auch Spandau und Köpenick umfasst, beide älter als Berlin.

    Bislang hat sich die Stadtgestaltung in Spandau fast ausschließlich darin erschöpft, lediglich der 20. bzw. 12. (recht gesichtslose) Teil von Berlin zu sein. Das betrifft v. a. das Areal um den Zusammenfluss von Havel und Spree. Auch eine S-Bahn-Planung von Hakenfelde über das nördl. Spandau in Richtung Gesundbrunnen wäre mehr von diesem Gedanken geprägt als von einer Binnenentwicklung von Spandau. Eine Großstadt innerhalb einer Millionenstadt, was Spandau ja ist, braucht bspw. zur Erschließung eine Straßenbahn. So, wie im wesentlich kleineren Potsdam direkt nebenan.

  2. 1.

    Vielleicht versteht ja er - anders als alle seiner vorhergehenden Bürgermeister - dass Spandau gleichauf mit Köpenick doch etwas älter ist als Berlin. Nur eben, dass Berlin zu dann späterer Zeit größer geworden ist und Spandau kraft Gesetz eingemeindete.

    Dies schreibe ich nicht um einer Loslösung willen, die in der Tat absurd wäre, sondern um eines Selbstverständnisses willen. Die Geschichte Berlins, die u. a. Touristen präsentiert wird, beschränkt sich weiß Gott nicht auf die Geschichte des Berliner Zentrums, um diese Stadt und dieses Land Berlin zu verstehen. Die Geschichte Berlins, wie es verfasst ist, hat zwangsläufig auch die Geschichte aller anderen Orte zu umfassen, die 1920 zu Berlin kamen. Vornehmlich eben Köpenick und Spandau.

    Vielleicht wird dann auch etwas aus einem hochwertigen, ebenerdigen Nahverkehrssystem, was auf Spandau bezogen ist, nicht, dass Berlin kraft neuer S-Bahn im Norden vollends zu einem gesichts- und geschichtslosen bloßen Anhang Berlins wird.

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