Eine S-Bahn der Linie S1 nach Oranienburg steht am Bahnhof. (Quelle: dpa/Ralf Hirschberger)
Audio: Inforadio | 24.09.2020 | Oliver Soos | Bild: dpa/Ralf Hirschberger

Verbesserung des ÖPNV - Brandenburg will kürzere S-Bahn-Taktung prüfen

Der Brandenburger Landtag hat einen schnelleren Ausbau der S-Bahn-Verbindungen zwischen Berlin und Brandenburg beschlossen.

Das Parlament entschied am Donnerstag einstimmig, dass die Entwicklung der sogenannten Außenäste der Berliner S-Bahn zur Priorität werden soll. Dazu gehört ein zweigleisiger Ausbau und ein Zehn-Minuten-Takt für die Linien 1, 2, 5 und 8. Die Landesregierung ist nun aufgefordert, den Ausbau zu planen und zu prüfen, wie und wann der Zehn-Minuten-Takt eingeführt werden kann.

Der Antrag der Freien Wähler, mit der S-Bahn-Linie 2 nach Bernau anzufangen und bereits im kommenden Jahr einen Testbetrieb im Zehn-Minuten-Takt zu starten, wurde von der Mehrheit der Koalitionsfraktionen abgelehnt. Derzeit gibt es an den S2-Haltestellen Bernau, Zepernick und Röntgental nur einen 20-Minuten-Takt; dort leben rund 60.000 Menschen.

11 Kommentare

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  1. 11.

    Die S7 nach Potsdam wird wieder nicht auf den alten Stand gebracht. Eine Verbindung für 200.000 Menschen.

  2. 10.

    Das mag sein, aber bis zur Landesgrenze innerhalb Berlins sieht es mit diesen Strecken doch auch nicht viel besser aus. Da ist in den letzten Jahren weder was passiert noch geplant worden. Noch mal: das größte Interesse am Ausbau hat nicht Brandenburg sondern Berlin. Wenn die S-Bahn bis in den Speckgürtel massiv ausgebaut wird, steigen dort diecMieten und werden dort auch massiv P+R Plätze notwendig, von denen Brandenburg faktisch keinen Nutzen hat sondern Berlin. Es scheitert schlicht an einer Zusammenarbeit und gemeinsamen Finanzierung. Berlin will hier, obwohl es massiver Nießnutzer ist, sich finanziell aus der Affäre ziehen und zeigt nur mit dem moralischen Finger auf Brandenburg. Dass die dann die kalte Schulter zeigen, ist nicht verwunderlich. Die können ihr Geld innerhalb Brandenburgs besser verwenden, Brandenburg ist nicht nur der Speckgürtel. Der Berliner Senat ist daher genau so mitschuldig, egal in welcher Zusammensetzung.

  3. 9.

    Wieso RRG? In Brandenburg regieren CDU, Grüne und SPD. Und die haben das abgelehnt. Wenn man schon hetzt, dann sollte man wenigsten die Fakten richtig darstellen.

  4. 8.

    Für die Brandenburger Politikern ist das Pendeln nach Berlin ohnehin nur ein Nebenthema. Berlin ist daran interessiert, dass möglichst viele Brandenburger mit den Öffentlichen in die Stadt kommen, statt mit dem Auto. Das Verkehrsproblem äußert sich hier in der Stadt, nicht im Brandenburger Umland. Daher sind beide Landesregierungen im Boot, von denen der Senat aber das größere Interesse haben sollte.

  5. 7.

    An die Politprofis hier im Forum:
    Welche Koalition regiert in BB? Kleiner Tipp: Es ist nicht rrg.

  6. 6.

    Icke versteh dit oooch nicht!!!! Auf der S2 wurde und wird seitens der Bahn gebaut! Ein zweites Gleis nach Bernau wurde nicht verlegt weil es schon hätte vor Jahren bestellt und geplant werden müssen! Aber da befandt sich Berlin ja noch im arm aber sexy Modus!!! Klar, das jetzt die prompte Ablehnenung seitens rrg kommt. Man weees wirklich nicht mehr wen oder was man wählen soll!

  7. 5.

    Möglicherweise fehlt RRG das fähige Personal. Beim Fordern sind alle schnell. Bei Ideen, wie die erforderliche Arbeit gemacht werden soll, wird es schwierig. Die Arbeit machen? Wichtiger ist der Platz auf dem Podium. Wo die Weltpolitik diskutiert wird. Berlin interessiert sie schon lange nicht mehr. Sie regen sich zum Beispiel über Moria auf und werfen dubiosen Vermietern von Notunterkünften in Berlin, die ähnliche Zustände zu bieten habe,Millionen in den Rachen (Bundesrechnungshof). Sie wissen spätestens nach den Anmeldezahlen der Kitas, was auf die Schulen zukommt, Irgendwelche Taten? Sie beklagen die fehlende Durchschlagskraft von Polizei und Justiz gegen rechts aber machen keine brauchbare Personalpolitik. Linke, Grüne und SPD haben die Arbeit nun wirklich nicht erfunden. Aber wen sollste hier noch wählen?

  8. 4.

    Dann kann man sich beim warten auf die Öffis wenigstens mal aufwärmen...eng an eng wie es in dieser Zeit doch so erwünscht ist!?

  9. 3.

    Na immerhin, das ist ja schon mal ein Anfang. Aber ohne ausreichend P&R Plätze vor den Bahnhöfen, nutzt den Pendlern die 10 Minutentaktung allerdings auch nicht wirklich, wenn man dafür 30 min um den Block fahren muss, um einen Parkplatz zu finden...

  10. 2.

    Im Juni 2008 bin ich nach Bernau umgezogen und habe mich damals an einer Unterschriftenaktion für einen 10 Minutentakt der S2 beteiligt.
    Wir schreiben das Jahr 2020.......
    Werde es wohl nicht mehr erleben.....

  11. 1.

    Schade, die Autos will RRG aus der Stadt haben, eine bessere Infrastruktur wird aber nicht forciert. Aber dafür gibt es ja jetzt Heizpilze.
    Für mich alles wenig nachvollziehbar.

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