Linda Teuteberg (FDP) während eines Kongresses in Berlin (Bild: imago images)
Bild: imago images

FDP-Bundesparteitag - Teuteberg will erneut in den Bundestag ziehen

Die aus dem Amt gedrängte FDP-Generalsekretärin Linda Teuteberg will sich weiter in der Bundespolitik engagieren. Sie werde sich abermals um die Spitzenkandidatur der brandenburgischen FDP bei der Bundestagswahl im kommenden Jahr bewerben, sagte Teuteberg am Samstag vor dem Bundesparteitag ihrer Partei in Berlin.

Auf ihre Amtszeit als FDP-Generalsekretärin ging Teuteberg in ihrer Rede nur kurz ein: "Es war mir eine Ehre und meistens eine Freude." Die erst im vergangenen Jahr gewählte Generalsekretärin stellte ihr Amt unter dem Druck des Parteivorsitzenden Christian Lindner zur Verfügung. Als Nachfolger Teutebergs schlug Lindner dem Parteitag den rheinland-pfälzischen Wirtschaftsminister Volker Wissing vor.

In der Aussprache auf dem Parteitag spielte Teutebergs Ablösung kaum eine Rolle. Bundesvorstandsmitglied Tabea Gandelheidt kritisierte, dass zu viele FDP-Interna über die Medien ausgetragen würden.

8 Kommentare

Wir schließen die Kommentarfunktion, wenn die Zahl der Kommentare so groß ist, dass sie nicht mehr zeitnah moderiert werden können. Weiter schließen wir die Kommentarfunktion, wenn die Kommentare sich nicht mehr auf das Thema beziehen oder eine Vielzahl der Kommentare die Regeln unserer Kommentarrichtlinien verletzt. Bei älteren Beiträgen wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen.

  1. 8.

    Danke Frau Teuteberg, sich nicht entmutigen zu lassen! Der Rauswurf war würdelos und zeigt auch, dass es nicht gerade bestens um die FDP bestellt ist. Allerdings trägt dafür in der Hauptsache der Parteivorsitzende die Verantwortung. Spielt ein Verein schlecht, ist der Trainer schuld und muss weg. So einfach ist es in der Politik indessen nicht. Da wird die Generalsekretärin weggemobbt, um den Parteivorsitzenden zu treffen. Die FDP hat ein Frauenproblem, das gelöst schien, sich aber nun verstärkt wieder bemerkbar macht. Wenn Frau Teuteberg nicht Staatssekretärin oder Ministerin wird, liegt es sicherlich nicht an ihrer Qualifikation, sondern ihrem Parteibuch und der von ihrer Partei betriebenen Politik!

  2. 6.

    Wünsche Frau Teuteberg viel Glück und Erfolg, sie ist eine wirklich intelligente Politikerin. Schade, dass Lindner seine eigene Partei dermaßen entkernt hat, dass kaum noch klar ist, was die FDP will. Dabei ist liberale Politik wichtiger denn je in dieser Republik, man muss sich aber auch trauen, dazu zu stehen. Der Fähnchendreher Lindner mit seinem neuen Gehilfen ist dafür leider nicht die erste Wahl. So ist die Chance für die FDP, in den nächsten Bundestag einzuziehen, leider mehr als überschaubar.

  3. 5.

    Sehr geehrter Herr KHJ, m.E wäre es wünschenswert, wenn der politische Liberalismus in Deutschland mindestens im Parlament vertreten ist. Denn Frau Merkel trat vor langer Zeit an mit dem Anspruch "Wir wollen mehr Freiheit wagen." Was ist daraus geworden? Loriot würde das Ergebnis mit "sehr übersichtlich" charakterisieren. Deshalb gehört der politische Liberalismus mindestens ins Parlament, besser an die Regierung. - Zu Frau Teuteberg: Ein weiterer Versuch von Frau Teuteberg in der Landespolitik Brandenburg folgt also nicht. So weit, so gut. Dass es nach den vergeblichen Versuchen als Generalsekretärin nun doch noch "für den Bundestag reichen soll", hat ein Geschmäckle. Einen Gefallen tut sich die Partei des politischen Liberalismus damit m.E. nicht. Denn es genügt nicht, in der FDP zu sein, der Partei als Generalsekretärin kein Profil vermitteln zu können und pensionswirksam "in den Bundestag zu wollen". Die FDP sollte wirklich Liberale als Kandidaten für die Parlamente präsentieren.

  4. 4.

    Die Lindner FDP wird nicht überleben. Grund: Sie hat kein Alleinstellungsmerkmal, weswegen man gerade diese FDP mit diesem Lindner oder nicht doch eine der Altparteien wählen sollte.

    Im ARD-"Morgenmagazin" sagte der neue Kurzzeit-Regierungschef von Thüringen, Kimmich, auf die Frage, was Parteichef Lindner verlangt habe: "Ich war mit Christian Lindner permanent im Kontakt. Wir haben auch besprochen, was wir hier in Thüringen beschlossen haben. Er hat gesagt, die Entscheidung trifft letztlich der Thüringer Verband."

    Wenn das stimmt, lügt Lindner.

  5. 3.

    Und jetzt wüsste man noch gerne, welche Veränderungen es im Führungsgremium der Partei der bibeltreuen Christen gibt.
    Ist mindestens ebenso relevant.

  6. 2.

    So ein Quatsch, wer braucht Die Linke oder AFD im Bundestag. Einfach mal darüber nachdenken was liberal bedeutet.

  7. 1.

    Wer braucht eigentlich die FDP im Bundestag. Keiner?????

Das könnte Sie auch interessieren