Symbolbild: Franziska Giffey (SPD), Bundesfamilienministerin, steigt vor dem Haus der Bundespressekonferenz aus ihrem Auto. (Quelle: dpa/B. Jutrczenka)
Bild: dpa/B. Jutrczenka

Kritik an Grünen - Giffey will keine autofreien Innenstädte

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) hat sich gegen autofreie Innenstädte in Deutschland ausgesprochen. Berlin müsse eine "freie Stadt" sein, die sich auf einen innovativen, modernen Weg mache. Dafür müssten die Autos durch Elektromobilität umweltfreundlicher werden. Gleichzeitig sollten so viele Menschen wie möglich dazu bewegt werden, Bahn und Bus zu fahren.

Den Berliner Grünen warf sie Realitätsferne in der Verkehrspolitik vor. "Ich halte diesen Gedanken einer vollkommen autofreien Innenstadt für wirklichkeitsfremd", sagte die mögliche künftige Berliner SPD-Vorsitzende am Freitag in Berlin bei einem Termin im Neuköllner Stadtteil Rudow.

Auf dem SPD-Parteitag am 31. Oktober sollen Giffey und und der SPD-Fraktionschef im Berliner Abgeordnetenhaus, Raed Saleh, zur neuen Doppelspitze des Landesverbands gewählt werden. Am 19. Dezember will die Berliner SPD dann ihren Spitzenkandidaten beziehungsweise ihre Spitzenkandidatin bestimmen. Es gilt als sehr wahrscheinlich, dass es auf Giffey hinausläuft.

Grüne wollen keine Autos mit Verbrennungsmotor in der Innenstadt

Die Grünen wollen als Koalitionspartner der SPD in Berlin mittelfristig keine Autos mit Verbrennungsmotor mehr in der Innenstadt zulassen. Die grüne Verkehrssenatorin Regine Günther kann sich nach eigenen Angaben auch eine Gebühr für die Einfahrt in die Innenstadt nach dem Vorbild von Städten wie London oder Mailand vorstellen.

City-Maut für Giffey nicht vorstellbar

Eine City-Maut, also eine Gebühr für die Innenstadt, sei für die SPD dagegen nicht vorstellbar, sagte Giffey. Viele Menschen seien auf das Auto angewiesen, weil sie ihren Rollstuhl, ihre Kinder, ihre pflegebedürftigen Angehörigen fahren müssten. Ebenso werde der Lieferverkehr gebraucht.

Die Außenbezirke müssten besser angebunden werden, sagte Giffey weiter. Das sei genau so wichtig wie zusätzliche Fahrradwege in der Innenstadt. "Dazu gehört, dass man eben nicht mit ideologischen Scheuklappen den U-Bahn-Bau ausblendet", sagte Giffey an die Adresse der Grünen.

Grüne bezeichnen Giffey als "zukunftsfremd"

Reaktionen der Grünen ließen nicht lange auf sich warten. Auf Giffeys Kritik antwortete der Grünen-Landesvorsitzende Werner Graf bei Twitter: "Wer die Wirklichkeit nicht gestalten will, ist
zukunftsfremd. Herzliche Grüße nach Rudow."

Seine Kollegin Nina Stahr schrieb: "Wann hat die SPD eigentlich aufgehört, an die Zukunft zu glauben?"

Giffey will U-Bahn-Linien verlängern

Die Verlängerung von U-Bahnlinien ist in den nächsten zehn Jahren das verkehrspolitische Ziel Giffeys. Das kündigte sie zusammen mit dem SPD-Fraktionsvorsitzenden Raed Saleh an.

Folgende U-Bahnstrecken will Giffey verlängern:

Die U7 von Rudow in Neukölln bis zum neuen Flugfafen in Schönefeld,
die U7 von Rathaus Spandau bis Heerstraße Nord,
die U8 von Wittenau bis Märkisches Viertel,
die U2 von Pankow bis Pankow-Kirche
und die U3 von Krumme Lanke bis Mexikoplatz.

Bund soll sich an Finanzierung beteiligen

Diese Verlängerungen würden für Berlin theoretisch insgesamt rund eine Milliarde Euro kosten. Dazu kämen rund 600 Millionen Euro für die verlängerte U7-Strecke in Brandenburg. Giffey und Saleh setzen fest darauf, dass der Bund mindestens 75 Prozent der Kosten aus mehreren Investitionstöpfen bezahlt. Giffey und Saleh wollen den Plan innerhalb von zehn Jahren umsetzen.

Der FDP-Fraktionsvorsitzende Sebastian Czaja sprach sich ebenfalls gegen eine City-Maut und eine autofreie Stadt aus. "Die SPD muss endlich ihrem Führungsanspruch gerecht werden und dafür sorgen, dass dieser Senat pragmatische und rationale Verkehrspolitik macht, die im Interesse aller Verkehrsteilnehmer ist", sagte Czaja.

60 Kommentare

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  1. 60.

    Ich will die Diskussion hiermit beenden, zumal auch rbb24 die Seite sowieso "nach hinten" gestellt hat.
    Einzig über die Kombination und die Gewichtung der Verkehrsmittel liegen wir auseinander, nachzulesen in nahezu allen meinen Beiträgen, deshalb werde ich IN DIESEM BEREICH auf die aufgebauten Pappkameraden, so scheint es mir jedenfalls, nicht mehr eingehen.

    Es gibt eine gravierende Lücke von Straßenbahnlinien gerade in Charlottenburg und Schöneberg, namentlich entlang der Buslinie M 48 in Richtung Steglitz, auch in Richtung Bhf. Zoo.

    Ein überfälliger Umbau des Verkehrssystems und ein gewollte Zurückdrängen des Autoverkehrs in den Innenstädten kann nur mit einem Verkehrsmittel gelingen, das auf der Straße nicht nur mit Fahrzeugen, sondern auch mit hochattraktiven eigenen Anlagen präsent ist. Da wiederum liefert Frankreich wunderbare Beispiele, die auf hiesige Verhältnisse "zu übersetzen" wären.

    Herzliche Grüße gleich dem
    Helmut Krüger

  2. 59.

    Langsam verkommt es zur Straßenbahn-Lobhudelei! Es ist ja unbestritten, dass dies ein umweltfreundliches Verkehrsmittel ist. Es ist aber nun mal nicht immer das erste Mittel der Wahl. Im Wesentlichen kommt es darauf an, wie schnell man wie viele Menschen von A nach B bewegen kann. Da kann unter Umständen eine Kombination aus Hochbahn und Bus sogar einem Tramnetz überlegen sein, weil Tramnetze nun mal nicht in jeder einzelnen Hauptstraße umsetzbar und wirtschaftlich zu betreiben sind. Busse sind billiger und brauchen keine spezielle Infrastruktur. Außerdem sind sie flexibler. Ist eine Tram-Strecke erst mal gesperrt, geht gar nichts mehr. Schauen Sie sich doch nur Potsdam an. Ist die lange Brücke dicht, steht der Tram-Verkehr faktisch still. Nur mit Straßenbahnen bringen Sie auch nicht mehr Menschen in den ÖPNV. Es ist die Kombination und die Taktung, auf die es ankommt.

  3. 58.

    Es gibt kein riesiges Loch in der Innenstadt, diese ist mittels Bussen bereits jetzt bestens erschlossen. Es geht darum, stark frequentierte Buslinien durch Straßenbahnlinien zu ersetzen, um die Kapazität dieser Linien zu erhöhen. Zwischendrin wird es weiter bei Bussen bleiben, da ein wirtschaftliches Straßenbahnnetz wegen der höheren Kosten niemals so engmaschig wie ein Busnetz sein kann. Als Ergänzung braucht es trotzdem den Ausbau der bestehenden U-Bahnlinien, die bedingt durch Mauerzeiten teils im Nichts und teils auch weit vor Hunderttausenden potentieller Fahrgäste enden. Sei es die fehlende Anbindung des Märkischen Viertels, sei es Tegel, sei es die fehlende Anbindung des BER, sei es fehlende sinnvolle Verbindungen bis ins Umland, dort gern auch überirdisch. Endbahnhöfe im Umland könnten mehr PKW-Pendler zum Umstieg bewegen. Deswegen braucht es AUCH U-Bahn-Bau.

  4. 57.

    Ich glaube, dass Franziska Giffey es sich nur nicht mit dem ausgerufenen Kanzlerkandidaten Olaf Scholz verderben will. Es ist einzig Hamburg, was sich als Stadt oberhalb von 300.000 Einw. stur stellt, die Straßenbahn überhaupt wieder einzuführen und der Grund dafür liegt nahezu allein bei Olaf Scholz.

    Der Leber-Plan ist immer noch nicht überwunden, klassische sozialdemokratische Verkehrspolitik, die auch in Berlin jz. lang ihre einschlägigen Folgen hinterlassen hat, auch noch nicht.

  5. 56.

    U-Bahn-Bau ist kein Selbstzweck, sondern Mittel zum Zweck. Dann, wenn Straßenbahnen die Beförderungsleistungen nicht mehr erbringen können. Wie weiland in den Millionenstädten, wie heutzutage beim unabdingbaren Tunnel in Karlsruhe, der allerdings nicht eine maximale, sondern eine unabdingbar minimale Länge aufweist und - als S-Bahn-TUNNEL - bspw. in Leipzig, analog zu den S-Bahn-Tunneln in München, FfM und Stuttgart.

    Berlin hat faktisch sämtliche Strecken, die erforderlich und unabdingbar als Tunnel gebaut werden müssen, gebaut. Was fehlt, ist, das riesige Loch in der Innenstadt im ebenerdigen straßengebundenen Schienenverkehr zu füllen.

    Da unterscheiden wir uns in der Tat. Nicht in der pauschalen Bewertung eines Verkehrsmittels abstrakt.

  6. 55.

    So ist es! Es ist vertane Zeit mit diesem Menschen zu diskutieren. Ich erspare es mir auf seine Kommentare zu antworten. Er ist so bei sämtlichen Themen unterwegs. Ich wünsche noch einen schönen sonnigen Tag.

  7. 53.

    Da Sie den U-Bahnbau stets und überall ablehnen und ständig das Loblied auf die Straßenbahn anstimmen, wundert mich Ihr Kommentar überhaupt nicht.
    Die U5 wird eine enorme Aufwertung des ÖPNV in der Innenstadt bedeuten (Umstieg U6/U5 Unter den Linden, Erschließung der Museumsinsel, Entlastung der Stadtbahn,...).
    Allerdings hätte man schon längst mit dem Weiterbau über Turmstraße, Jungfernheide bis Tegel beginnen müssen. Das dort entstehende neue Wohn- und Gewerbegebiet für Zehntausende Menschen wäre dann direkt mit dem Zentrum verbunden. Dann könnte die U5 die Vorteile einer echten Durchmesserlinie wie U7 oder U9 ausspielen. So bleibt sie leider wohl für Jahrzehnte unvollendet.

  8. 52.

    Die Fahrzeit Alexanderplatz bis Hauptbahnhof ist bei S-Bahn, RE und U-Bahn in etwa gleich, bei der U-Bahn ggf. sogar geringfügig länger. S-Bahnen: 3 Stationen = 6 Minuten, U 5: 5 Stationen = etwa weniger als 6 Minuten?

    Allenfalls das Umsteigen am Alex entfällt. Nicht zu verachten, doch im Prinzip des Aufwandes nicht wert, weil die Wenigsten von Hönow genau bis zum Hauptbahnhof wollen, deshalb sowieso weiter auf die S-Bahn oder ein anderes Verkehrsmittel umsteigen.

    Aber gut, jetzt ist sie gebaut, doch jubeln muss mensch deswegen nicht.

  9. 51.

    " ... und kann daher nicht die einzige Lösung sein, gerade in einer Metropole."

    Davon war bei mir erkennbar nicht die Rede, vielmehr empfinde ich das hineininterpretiert.

    Die Reihenfolge S-/U-, Tram, Bus, Rad, Fußgänger sehe ich genau so. Individualverkehrsmittel, gleich ob Auto oder Rad, haben vor allem abseits der am Dichtesten besiedelten Gebiete ihren höchsten Sinn.

    Allerdings ist es so, dass die wesentlichsten U-Bahn-fähigen Strecken bereits gebaut sind, und deshalb existieren erhebliche Lücken im Tramnetz und dies betrifft vor allem innerhalb des S-Bahn-Rings + 5 km drumherum. Mithin betrifft das Charlottenburg-Wilmersdorf, Tempelhof-Schöneberg, Neukölln, Kreuzberg von Kreuzberg-Friedrichshain und v. a. den Altbezirk Tiergarten wie auch den Stadtteil Moabit. Von geringer Tram-Auslastung und zu hohen Kosten, die in einem nicht vertretbaren Verhältnis stünden, kann nicht die Rede sein.

  10. 50.

    Bei allem Verständnis für Ästhetik, das ist leider nicht die Lösung für Berlin und auch nicht das Ziel. Hier geht es schlicht um flächendeckende Erschließung der Gesamtstadt durch attraktiven ÖPNV. Dafür die Tram ohne Frage ein Baustein, hat aber neben dem Vorteil der Kapazität auch erhebliche Nachteile und kann daher nicht die einzige Lösung sein, gerade in einer Metropole. Die hohe Kapazität wird teilweise sogar zum Nachteil, weil eben nur weil wenig genutzte Linien nicht wirtschaftlich sind. Ein Tramnetz ist daher weniger dicht, was für potentielle Nutzer eine Hürde darstellt, den ÖPNV zu nutzen. Wir brauchen integrierte Verkehre in der Reihenfolge S-/U-Bahn > Tram > Bus > Fußgänger. Ein System ergänzt dabei das andere und gleich dessen Nachteile aus. Jedes dieser Teilsysteme hat dabei Vorteile, die aber an einer bestimmten Stelle enden und vom nächsten System verbessert werden. Niemand fàhrt mit der Tram von Spandau nach Neukölln, mit der U-Bahn ist das dagegen normal.

  11. 49.

    Die Aussage von Giffey dürfte allein der Wahltaktik geschuldet sein: Rote und Grüne wollen Stimmen von Befürwortern eines funktionierenden Individualverkehrs und von dessen Gegnern holen. Darum spielen sie anscheinend eine Art Good Cop (Giffey) und Bad Cop (Grüne) Spiel. Es gilt aber natürlich die Agenda des Bad Cop.

  12. 48.

    Da kann ich Ihnen nur zustimmen. Wie Sie bereits wissen, war ich bisher immer ein SPD Wähler. Persönlich mag ich Frau Giffey und könnte mir sie gut als Bürgermeisterin von Berlin vorstellen. So ehrlich bin ich nun mal.

  13. 47.

    Herzlichen Dank für den Hinweis. Werde ich mir gern anschauen. Ich habe im Übrigen viele Jahre in Städten mit Straßenbahnverkehr zugebracht, darunter Kassel und Erfurt und mir daher auch diesbezüglich ein Bild machen können.
    Sie werden mir sicherlich zustimmen, dass Ästhetik zu einem nicht unerheblichen Teil im Auge des Betrachters liegt. Daher mein Hinweis auf die persönliche Note.
    Ich wünsche eine gute Nacht.

  14. 46.

    Wenn nun jemand aus auswärts der Stadt in die S-Bahn steigt und aus dem Fenster schaut ist der dann Auswertiger oder auswertiger oder ist es besser man bleibt daheim. Der AN macht ja Menschen richtig Angst nur weil man nach Berlin fahren möchte.

  15. 45.

    Was die Ästhetik anbelangt, empfehle ich Ihnen eine Broschüre der Münchner Verkehrsbetriebe, soweit sie wegen hoher Nachfrage nicht schon vergriffen ist. Auch die BVG hat seinerzeit bei Eröffnung der Tram-Erweiterung in Richtung Wissenschaftsstadt Adlershof die Wanderausstellung auf dieser Basis gezeigt: Nicht nur mittlerweile 27 französische Städte, auch Städte in der Schweiz, auch Jerusalem und sogar Städte im hier etwas biederen Deutschland zeigen, wie Schienen und Oberleitung eine enorme Aufwertung bislang vorhandener Aspaltstraßen sind.

    Busse können eben nur sinnvollerweise auf Asphalt und Beton verkehren, andernfalls gibt es Beeinträchtigungen im Fahrkomfort, gleich so verhält es sich beim Radverkehr. Was zwischen den Gleisen liegt und wie die Fahrleitungsmasten samt Oberleitungen gestaltet sind, ergibt eine enorme Spannweite: Von Kopfsteinpflaster über Schotterbett, hin zu Sand, Holz, bis hin zum Rasengleis.

  16. 44.

    Ja, es gibt tatsächlich eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass die Grünen bei der nächsten Wahl zum Senat vorn liegen. Dass das nicht zu meiner Freude ist, dürfte kein Geheimnis sein, zumal ich sie nicht als Alternative zur SPD sehe. Giffeys Problem ist die völlig gegensätzliche SPD-Bundespolitik, aber auch die des jetzigen Senats, der SPD-seitig extrem schwach ist. Das wird sie leider viele eigentlich verdiente Stimmen Kosten. Mir ist ene realitätsnahe Politik a la Giffey jedenfalls deutlich lieber, trotz des linken Parteiflügels.

  17. 43.

    Ja, es gibt tatsächlich eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass die Grünen bei der nächsten Wahl zum Senat vorn liegen. Dass das nicht zu meiner Freude ist, dürfte kein Geheimnis sein, zumal ich sie nicht als Alternative zur SPD sehe. Giffeys Problem ist die völlig gegensätzliche SPD-Bundespolitik, aber auch die des jetzigen Senats, der SPD-seitig extrem schwach ist. Das wird sie leider viele eigentlich verdiente Stimmen Kosten. Mir ist ene realitätsnahe Politik a lacGiffey jedenfalls deutlich lieber, trotz des linken Parteiflügels.

  18. 42.

    "Die Straßenbahn befördert die gleiche Menge an Passagieren, ist schneller gebaut und kostett ein Bruchteil von dem was eine U-Bahn kostet."
    Es ging bei ihrem Text nur um die Kapazität, nicht um die Notwendigkeit.
    Sie verdrehen ihre Komentare wie sie es grad brauchen. Da kann ich mich den vielen Foristen hier nur anschließen das mit ihnen eine vernünftige Diskussion unmöglich ist.
    Lernen sie ihre Texte richtig zu verfassen oder lassen sie es. Ende

  19. 41.

    Sie sollten sie auch mal durchlesen, was sie verlinken, sonst wird es peinlich.

    "Eine Straßebahn erhöht die Kapazität auf der Strecke um fast das 3-fache. Das Sitzplatzangebot würde zwar in etwas gleich bleiben, jedoch wird dies schon heute im Doppeldeckerbus selten voll ausgeschöpft, weil man sich für eine Kurzstrecke nur ungerne nach oben quält. Daher erhöht sich die gefühlte Sitzplatzkapazität. Bei der U-Bahn reden wir über eine 6 bis 7.fache Kapazität. Diese Vervielfachung ist bei weitem nicht in Sicht. [...]

    Damit ist eine U-Bahn nicht notwendig. [..}

    Verkehr aus Zehlendorf und Steglitz durchaus über die Regionalbahn mit aufgefangen werden kann. Es macht also nur eine Straßenbahn Sinn, da alle anderen Alternativen nur heiße Luft transportieren würden."

    Ich korrigiere mich! Es IST peinlich. Lernen sie lesen.

  20. 40.

    Abwarten und Tee trinken. Ich neige eher dazu mich der Statistik anzuschließen. Demnach werden die Grünen diesmal in der Hauptstadt vielmehr Stimmen erhalten als früher schon geschehen. Aber es ist noch alles offen.

  21. 39.

    Ausnahmen gibt es natürlich immer, aber im Großen und Ganzen wird sie damit weder den Grünen noch den Linken Wähler abnehmen. Und bei denen, der der sie damit auf Beifall trifft, FDP, AFD und CDU, wird dehalb wohl keiner ihr Kreuz anderswo machen.

    Ist ansonsten OK, dass sie eine leicht andere Position einnimmt. Man muss dich ja schon ein wenig abgrenzen. Auch um den anderen Koalitionären kompromissmäßig etwas anbieten zu können.

    So oder so geht die Ära der Bevorzugung der Autos zu Ende. Ich brauch dazu keine Autofreie Stadt. 80% bis 90% weniger reichen mir auch. Das reicht, damit am Ende genau nur noch die fahren (dürfen), die Giffey hier genannt hat.

  22. 38.

    Was wollen Sie denn? Dauerstau ist doch der Wille Ihrer politischen Richtung. Und das die Strassenbahn genau so ein Beförderungspotential hat wie die U-Bahn gehört zu Märchen der Grünen. Aber eins ist richtig, die Strassenbahn kann man auch von Pferden ziehen lassen. Sollte das der Sinn der weltfremden Grünen sein mit dem Vorzug der Strassenbahn?
    Ansonsten ist doch die SPD bisher von den Grünen aufs Übelste vorgeführt worden. Es sei nur an Behrendt mit mit seinem Kopftucherlass erinnert. Nur ein Punkt von vielen.

  23. 37.

    Sie sind natürlich wieder der Meinung, die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben, offenbaren aber gleichzeitig, dass Sie keine Ahnung von kombinierten Verkehren haben. Aber alle Anderen sind natürlich doof oder kriminell ("Betonmafia"). Einfach lächerlich.

  24. 36.

    "Die Straßenbahn befördert die gleiche Menge an Passagieren, ist schneller gebaut und kostett ein Bruchteil von dem was eine U-Bahn kostet."
    Das stimmt nicht was sie schreiben. Die Kapazität der U-Bahn ist wesentlich größer.
    https://mein.berlin.de/ideas/2019-04585/

  25. 35.

    Tja, Realität heißt eben nicht, dass es keinen Verbesserungsbedarf gäbe. Und zur Realität gehört auch, dass in Neukölln hauptsächlich Neuköllner Autofahrer unterwegs sind. Damit unterscheidet sich die Situation nicht von anderen Bezirken. Und die nötigen Radwege hat sicher nicht Frau Giffey oder die SPD allein verhindert.

  26. 34.

    Die sPD in Gestalt von Giffey versucht auf billige Weise Stimmen im rechten Lager zu gewinnen, ich befürchte das erneute Austeilen gegen den eigenen Koalitionspartner gehört dazu.

    Abgesehen von den Milliarden, die man der Betonmafia in den Rachen werfen will, wie lange soll der U-Bahn Bau denn dauern? Dazu der Dauerstau, der beim Bau unweigerlich entsteht!

    Die Straßenbahn befördert die gleiche Menge an Passagieren, ist schneller gebaut und kostett ein Bruchteil von dem was eine U-Bahn kostet.

    Teilweise sind sogar noch die alten Trassen vorhanden und liegen als Müllkippe in der Mitte der Straßen brach!

    Giffey kann alles Mögliche, nur nicht Hauptstadt. Die Frau ist eine Fehlbesetzung, schon jetzt als Fammilienministerin. Aber sie steht dem mächtigen Seeheimer Kreis nahe. Nur das zählt heute noch in der Splitterpartei sPD.

  27. 33.

    Fahren Sie z.B. mal mit Kindern auf dem Rad durch Nord-Neukölln zur Schule, in die Schwimmhalle oder zu nem Park. Dann kennen Sie den lebensgefährlichen Teil der Realität, dessen Entwicklung die Neuköllner SPD, irgendwann auch einschl Frau Giffey, seit Jahrzehnten mit ausgesessen hat. Und dann kriegen auch Sie Panik. Garantiert.

  28. 31.

    "Demnächst kommt man von Hönow in nicht mal 45 Minuten bis zum Hauptbahnhof."
    Und zwar mit der neuen U5, welche die Grünen eigentlich boykottieren müssten, da sie den Bau immer abgelehnt haben, weil die U-Bahn ja u.a. den bösen Autoverkehr entlastet (bin schon gespannt auf Frau Günthers Eröffnungsrede).
    Wenn jemand die "grüne Wirklichkeit" ablehnt, ist er zukunftsfremd, hochinteressant!
    Man kann vielen Berlinern nur raten, endlich aufzuwachen. Die SPD hat es getan und wird so auch wieder wählbar werden. Mit etwas Anstrengung findet man andere Mehrheiten in der politischen Mitte (in einem Jahr kann sich in den Umfragen noch einiges bewegen)für ein ausgewogenes Verkehrskonzept und den dringend notwendigen, viel zu lange verschlafenen U-Bahnausbau.

  29. 30.

    Ja, das könnte gut sein, dass Sie dadurch mit der Realität konfrontiert wurde, statt in einer grünen Traumblase festzuhängen. Scheint ja einige hier richtig in Panik zu versetzen, dass sie der Realität derart aufgeschlossen ist.

  30. 29.

    Wir freuen uns schon auf die Zeit, wenn das Bundesland Brandenburg so abfackelt wie Kalifornien. Vielleicht noch schnell einen Wassergraben um Berlin bauen.

  31. 28.

    Also mir ist eine Politik wichtiger,die umsichtig und ausgewogen auch im Straßenverkehr an alle Verkehrsteilnehmer denkt und nicht reine Klientelpolitik betreibt. Der Ausbau der erwähnten U- Bahnlinien würde mit der Kombination von P&R Parkplätzen am Stadtrand auch Pendlern aus dem Umland helfen,nicht mit dem Auto bis in die Innenstadt zu müssen. Was sonst noch geplant ist und ggf. umgesetzt wird,muss sich zeigen
    Mir gefallen die Vorschläge von Frau Dr.Giffey. Nun schaun wir mal. Und wer immer noch auf den bewiesenen Verfahlungen ihres Ehemannes rumreitet,dem sei gesagt,bei uns gibt es keine Sippenhaft. Das eigene Verhalten und Erscheinungsbild.
    Die Überprüfung ihrer Doktorarbeit führte auch nicht zur Aberkennung. Wer keine Fehler macht,der Werfe den ersten Stein. Im Übrigen braucht man keinen Akademischen Titel um gute Politik zu machen. Nun warten wir mal die Wahlen ab und bis dahin wird es noch viele Mistkübel geben,die manche über anderen auslehren werden. Leider.

  32. 27.

    "zwei Gleise der Straßenbahn, befahren im 5 Minuten-Takt, ergeben die Kapazität einer vierspurigen Auto-Fahrbahn," Andere glauben allerdings, dass dafür bereits von anderorts bei der Eindämmung des MIV gescheiterten Beratern geplanter sechs Meter breiter Radschnellweg ausreicht und schieben deshalb die Ausbaupläne des ÖPNV auf die ganz lange Bank.

    Jedes Verkehrsmittel hat seine Stärken, die der Tram vor allem auf kürzeren und mittleren Entfernungen bezogen auf eine Millionenmetropole, bei denen die vorhanden Busse trotz dichtem Takt nicht mehr ausreichen und sich gerade an den Verkehrsknoten gegenseitig behindern. Auf längeren Strecken bietet eine U-Bahn aber neben der nochmals größeren Kapazität auch den Vorteil der höheren Reisegeschwindigkeit. Es ist halt nur für Auswertige weniger interessant, aus dem Fenster zu schauen.

  33. 26.

    Aber nur, wenn Sie nicht 30 Minuten von Ihrer Wohnung zum Bahnhof Hönow brauchen ...

  34. 25.

    Es wird, so entsteht der Eindruck beim Lesen vieler Meinungsmitteilungen, recht prominent mit Ideologie argumentiert, „radikal“ formuliert (vermutlich, um in einer reichlich egozentrischen und lautstarken Gesellschaft der Individualisten Gehör zu erlangen) und digitales Schwarz-oder-Weiß propagiert, statt mit lösungsorientiertem Ansatz und faktengetragener Sachlichkeit unsere Gesellschaft nach vorn zu bringen. Leider haben auch einige Politikprofis dieses zweifelhafte Stilmittel gewählt, was nichts Gutes verheißt.
    Dadurch entsteht das wenig amüsante Phänomen, dass diejenigen mit vorhandener oder potentieller Verantwortung, die keine radikalen sondern sachorientierte Ideen vertreten, in die Defensive geraten.
    Und - das sei ganz sachlich vermerkt - die „Diktatur des Autos“ gegen die „Diktatur der Oberleitungen“ zu substituieren, erscheint mir wenig zukunftsorientiert und (Achtung, jetzt wird es maximal persönlich) ziemlich unästhetisch.
    Summa summarum: bitte sachlich bleiben, Ideologie in der Mottenkiste lassen und einen fairen Umgang pflegen.
    Danke!

  35. 24.

    Die Giffey hat zu viele hiesige Kommentare gelesen!

  36. 23.

    "Sie wird mind. noch 10% von den Grünen abziehen."
    Das kann durchaus passieren wenn sie weiterhin vernünftige Vorschläge, zum Vorteil der Bürger, für den Wahlkampf in phetto hat. Was die Autofahrer von den Grünen zu erwarten haben wissen sie jetzt, da kann die SPD noch gut punkten!
    Auch der Ausbau der U7 bis zum BER ist überfällig. Vielleicht noch 1-2 Stationen weiterbauen und große Parkflächen für Park & Ride schaffen. Das könnte die Berliner Innenstadt zusätzlich entlasten. Schaun mer mal.....

  37. 22.

    Eine überschaubare Nutzergruppe?

    https://de.statista.com/themen/1422/fahrzeugbestand/

    Schafft mal 47 Mio. Pkw und insgesamt 57 Mio. Fahrzeuge ab! Ist ja nur eine kleine Gruppe ;-)))

  38. 21.

    In der U-Bahn-Liste fehlt die U9 bis Lichterfelde Ost, damit man dort Anschluß zur S-Bahn und zu Regionalzügen hat. Die U-Bahn-Längerungen sind gut, um Umsteigen zu reduzieren, große Wohngebiete und BER anzubinden und bringen so viele Menschen in den ÖPNV. Aber Niemand darf dabei den Trambau vernachlässigen, indem gegen die Citymaut geschossen wird. Fakt ist, daß der Autoverkehr vor allem in den Großstädten enorm reduziert werden muß. @5+7+8+9 stimme ich zu.

  39. 20.

    So geht Populismus: Frau Giffey benutzt ausgerechnet jene Menschen als "Argumente" für das Auto, die unter zu vielen PKW am meisten leiden: Kinder, Rollstuhlnutzer*, Lieferfahrer* und Dienstleister*! Die große Mehrheit der Autofahrer* sind gesunde Leute, die einsam im PKW nur sich selbst transportieren. Sie brauchen massiv Platz, verursachen schon ein hohes Grundrisiko - und sind geparkt und fahrend u.a. all jenen im Weg, die WIRKLICH ein KFZ brauchen. Das kann man in allen Bereichen des Bezirks sehen; im Norden von Neukölln ist es besonders krass; z.B. Richardstrasse. In dünnen und dicken Autos wird durch zugeparkte Straßen in den nächsten Stau gerast. Seit 30 Jahren hat sich Verkehr in Neukölln fast nicht verändert, nur die Autos sind dicker und stärker. Flächendeckende Verkehrsberuhigung? In Neukölln undenkbar. Verkehrspolitisches Grundversagen zu Lasten aller Schwächeren UND des Wirtschaftsverkehrs: weil man es irgendwie allen recht machen will, wagt man lieber null Veränderung.

  40. 19.

    ... bis nach der nächsten Wahl ? Was wird man nicht alles tun um weiter zu regieren. Die Grünen werden ihr diese Entscheidung abnehmen.

  41. 18.

    Außer dem Mindestlohn hat die SPD seit Willy Brandt nichts auf die Reihe bekommen. Deswegen stehen sie da, wo sie hingehören, im Keller. Daran wird auch eine Frau Giffey nichts ändern. Hat sie eigentlich noch ihren Doktortitel?

  42. 17.

    Wenn ich das soweit richtig vernommen habe setzt Frau Giffey und Ihre SPD überwiegend auf ein paar U Bahn Erweiterungen um den ÖPNV attraktiver zu machen . Von S Bahn oder gar Straßenbahnausbau habe ich bis jetzt nicht viel mit bekommen . Auch eine City Maut die in vielen Städten der Welt ganz normal ist lehnt Sie ab . Wenn ich das alles so lese habe ich den Eindruck wieder zurück in den 60siger und 70siger Jahren zu sein. Das könnte so auch genauso gut im Wahlprogramm der Berliner CDU oder der Berliner FDP stehen . Ob ein großer Teil der Bevölkerung und dort besonders die unter 40jährigen im Zeichen des Klimawandels immer noch so rückwärtsgewandt denkt werden die nächsten Wahlen zeigen . Wenn der neue Senat dann Anfang 2022 dann endlich steht sind es noch 8 Jahre bis zum Jahr 2030 genau dem Zeitpunkt wo dann die geplanten U Bahn Projekte laut Berliner SPD fertig sein sollen !! Die S21 , Tram nach Ostkreuz u.s.w. lässt grüßen !!

  43. 16.

    Ganz sicher. Aber wer schon von Czaja, von der Billigairline mit angeschlossener Partei gelobt wird? Czaja, seines Zeichen innig mit der Betonmafia verbunden lechzt schon nach den Aufträge im eine Milliarde Euro Bereich.

    Danach war er bei der Baufirma Strempel & Große aus Marzahn-Hellersdorf tätig, die auch Czajas Bezirksbüro in Marzahn-Hellersdorf mitfinanzierten.

    Nach seinem Ausscheiden aus dem Berliner Abgeordnetenhaus 2011 war Czaja von 2012 bis Herbst 2013 beratender Repräsentant für die „Jahn Baumanagement“-Gesellschaft, danach bei der Gesellschaft „beton & rohrbau C.F. Thymian“ für die Projektentwicklung verantwortlich und ist seit 2016 bei der beton & rohrbau 2.0 GmbH in der Projektentwicklung tätig.

    Nachtijall...

  44. 15.

    Giffey lag ja in der Umfrage vorn.
    Sie wird mind. noch 10% von den Grünen abziehen.
    Sie muss wieder so werden wie als Bezirksbürgermeisterin von Neukölln war.

  45. 14.

    Frau Giffey ist eine wirklich gute Politikerin, die den ursprünglichen Werten ihrer Partei noch sehr nahe kommt und damit absolut wählbar ist. Leider hat sich die Führung der SPD für einen anderen Weg entschieden, den in Richtung Untergang. So wird sie das Ruder auch nicht herum reißen und ihre Karriere wird leider ein Ende in der Versenkung finden. Schade drum!

  46. 13.

    Genau! Sehenden Auges in den Untergang einer einst so stolzen Partei, die Seeheimer leisten ganze Arbeit!

    Man hat sich ja bereits zum Steigbügelhalter der cDU degradiert und in Berlin reicht es nur noch zum Juniorpartner. Die sPD in Gestalt von Giffey beweist erneut dass sie sich der Betonmafia und den Autolobbyisten anbiedern will aber die Dame war ja schon in Neukölln eine Luftnummer.

    Was macht eigentlich ihr Mann, den sie weiterhin deckt?

    https://www.tagesspiegel.de/politik/betrug-und-straftaten-des-ehemanns-franziska-giffey-haelt-es-etwas-zu-familiaer/25609958.html

  47. 12.

    Ich glaube, Frau Giffey hat gerade ganz viele Wählerstimmen in Berlin gewonnen.
    Das kommt davon, wenn grüne Politik nur noch aus Radfahren und Autohass besteht. Es gibt 1000 andere Dinge, die auch wichtig sind, um die Umwelt nicht noch mehr kaputt zu machen.

  48. 11.

    "wenn es die Autofahrer nicht gibt, wen will man dann melken ?"

    Verstehe. Die Autofahrer kämpfen dafür, weiter "gemolken" zu werden. Wie selbstlos!

    "ich wohne am Stadtrand.....mit dem Auto brauche ich 15 Minuten zur Arbeit........mit den öffentlichen ca. 1 1/4 Stunden und muss zweimal umsteigen."

    Mit dem Auto 15 Minuten in die Innenstadt (aka innerhalb des Rings); aber 1,25h mit den öffentlichen samt 2 Mal Umsteigen? Glaube ich Ihnen nicht!
    PS: Demnächst kommt man von Hönow in nicht mal 45 Minuten bis zum Hauptbahnhof.

  49. 10.

    ich finde diesen Autohass sehr befremdlich.......wenn es die Autofahrer nicht gibt, wen will man dann melken ? man soll auf die öffentlichen umsteigen ! ich wohne am Stadtrand.....mit dem Auto brauche ich 15 Minuten zur Arbeit........mit den öffentlichen ca. 1 1/4 Stunden und muss zweimal umsteigen.........da werde ich wohl nicht auf mein Auto verzichten. Die wirklichen Verkehrssünder sind nicht die Autofahrer sondern die Fahrradfahrer......fahren bei rot über die Ampel, halten sich nicht an Verkehrsregeln, benutzen nicht die Fahrradwege und fahren Fußgänger um. Wenn jeder Rücksicht , dann klappt das schon.

  50. 9.

    Wenn diejenigen mit den längsten Mänteln sich zwei Drittel des Bürgersteigs sichern würden - weil sie ja behaupteterweise am Meisten zum Staatsetat beitragen würden -, dann gebe es wegen dieses Zwei- oder gar Dreiklassen-Rechts ein Aufschrei. Nichts anderes passiert aber in Form der gängigen Straßenaufteilung, sichtbar geworden v. a. seit den 1960ern und mehr noch seit den 1970er Jahren: Eine überschaubare Nutzergruppe sichert sich den Löwenanteil des Straßenraums.

    Das widerspricht nicht nur sämtlichen Prinzipien der Demokratie, sondern ist zudem vollkommen unökonomisch. Zwei Gleise der Straßenbahn, befahren im 5 Minuten-Takt, ergeben die Kapazität einer vierspurigen Auto-Fahrbahn, bei einem 3 Min. Takt ist es sogar die einer sechsspurigen Auto-Fahrbahn. Wenn Platz in der Stadt kein üppig vorhandenes Gut, sondern eher ein rares Gut ist, weiß jeder, der gut haushalten kann, was zu tun ist.

    Olaf Scholz kann leider in diesem Sinne nicht gut haushalten. Franziska Giffey auch nicht.

  51. 8.

    Selbstverständlich hat Franziska Giffey darin recht, dass das Motto der "autofreien Städte'" viel zu plakativ gewählt ist. Es weckt Erwartungen, die niemals erfüllt werden können und das ist stets eine der negativen Folgen bloßer Kampagnenpolitik - gleich von wem.

    Ein vorgetragenes Motto, dass ein Individualverkehrsmittel wie das Auto (in abgeschwächter Form auch das Fahrrad) umso weniger Sinn ergibt, je mehr es in das Zentrum großer Städte mit ihren sowieso gebündelten Verkehrsströmen geht, wäre m. E. tiefgreifender.

    So kampagnenhaft das Motto der autofreien Städte ist, so betulich und die Realität verkennend ist das Weiterwurschteln im Sinne der 1960er u. 70er-Jahre-Politik der SPD. Nahverkehr würde erst dadurch wirklich schön, dass er hoch oben über den Köpfen auf dem Damm passiert oder - noch besser - weit unten in der Röhre als U-Bahn.

    Der Allpräsenz des Autos muss im Straßenraum begegnet werden. Nicht nur per Fahrzeug, sondern per Schiene und Oberleitung.

  52. 7.

    Elektroautos fahren genau so Kinder und Fahrradfahrer um, parken Radspuren und Gehwege zu, Elektroautos gibt es auch in SUV-Form und zwar von Tesla. Was sind SUVs? Fahrende Menschen-Zermalmer.

  53. 6.

    Ich stimme Ihnen voll zu.
    Die Grünen profilieren sich bei ihren Wählern mit durch sachliche Argumente sondern durch Verbote und Hetze gegen alle, die nicht ihrer Meinung sind.

  54. 5.

    Dann erklären sie doch mal was wirklichkeits fremd ist? Die City Maut? Gibts in anderen Städten auch. Die sind nicht bankrott gegangen. Mehr Radwege? Könnten noch etliche gebaut werden, und der Platz zwischen Auto und dem Rest wäre immer noch nicht gerecht verteilt. Mehr Bus und Bahn? Uhhh, ganz schändlich. Können auf der Fläche ja keine Autos mehr Parken. Klientel Politik? Ist scheinbar bei Leuten wie ihnen, nur Politik die sich gegen Autos richtet. Umgekehrt ist es dann "Realpolitik". Ist aber eben auch Klientelpolitik. Nur halt fürs Auto. Ist aber in Ihren Augen natürlich was ganz anderes.

  55. 4.

    Und schon sind die grünen bockig und haben Angst das Frau Giffey
    Ihnen das Wasser abgräbt

  56. 3.

    Nein, Frau Franziska Giffey ist nicht Zukunftsfremd, sondern Sie denkt bisschen mehr nach in Gegensatz Zu den Grünen!
    Ich finde ihren Vorschlag Besser und nicht ständig Diese Auto Hass kampagne, die momentan populär geworden ist.
    Die FDP z.b. hat auch ein besseren Vorschlag als Die Grünen, wo alle Verkehrsteilnehmer zufrieden sein könnten damit!
    Was die Grünen nur wollen ist, Verbote hier Verbote da.

  57. 2.

    Endlich mal eine klare Haltung gegen die Grüne wirklichkeitsfremde Klientelpolitik. Es müssen alle Verkehrsteilnehmer eingebunden werden und nicht das was die "Weltretter " wollen.

  58. 1.

    Respekt Frau Giffey, so könnte es etwas werden bei den nächsten Wahlen. Gegen Grün und Linkspartei.

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