Teilnehmer einer Fahrraddemo (Quelle: dpa/Michael Kappeler)
Audio: Fritz | 18.09.2020 | Anja Haufe | Bild: dpa/Michael Kappeler

Avus und A 100 betroffen - Fahrraddemo führte zu langen Staus in Berlin

"Fridays for Future" und Verdi haben am Freitag zu einer Fahrraddemo durch Berlin aufgerufen, einige Hundert Menschen sind dem gefolgt. Der Radtross war auch über die Avus gefahren, was zähe Staus nach sich zog.

"Fridays for Future" und die Gewerkschaft Verdi haben am Freitagnachmittag eine Fahrraddemo gestartet, die von der Avus aus quer durch Berlin verlief und zu erheblichen Verkehrsbehinderungen geführt hat.

Ursprünglich sollte die Demo schon um 14:30 Uhr vom S-Bahnhof Wannsee aus auf die A 115 führen, der Start verzögerte sich laut Verkehrsinformationszentrale aber um eine Stunde. Die Avus konnte der Radtross erst um 15:30 Uhr befahren. Trotzdem konnte die Sperrung der A 115 zwischen Kreuz Zehlendorf und Dreieck Funkturm in beiden Richtungen um kurz nach 16 Uhr wieder aufgehoben werden.

Auf der A115 staute es sich am Freitagnachmittag stadteinwärts ab Kleinmachnow, dort gab es zusätzlich noch einen Unfall. Der Stau löste sich nur langsam auf.

Auch auf der A 100 ist es wegen der inzwischen beendeten Avus-Sperrung zu Staus gekommen, vor allem zwischen Dreieck Charlottenburg und Schöneberg. Wer über die A 111 auf die A 100 fahren wollte, musste mit mindestens 30 Minuten mehr rechnen.

Um 16 Uhr legte die Fahrraddemo am Hammerskjöldplatz am Messegelände eine Pause ein und traf sich zu einer Zwischenkundgebung. Danach fuhr der Radtross in Richtung Brandenburger Tor, wo für 18:30 Uhr die Abschlusskundgebung geplant war. Die Strecke führte über die Masurenallee, Kaiserdamm, Ernst-Reuter-Platz, Bülowstraße, Potsdamer Straße, Friedrichstraße und Unter den Linden bis zum Brandenburger Tor. Auch hier kam es zu starken Verkehrsbeeinträchtigungen.

FFF: Klimafreundlich mobil sein nur mit pünktlichem ÖPNV

Die Klimaschutzbewegung wollte mit der Demonstrationen die Gewerkschaft in der aktuellen Tarifrunde für die bundesweit 87.000 Beschäftigten des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) unterstützen. Eine Liste im Internet nannte am Donnerstagmittag 29 Orte, an denen Aktionen gemeinsam mit ÖPNV-Beschäftigten geplant waren - unter anderem in Berlin, Köln, Hamburg und München.

"Nur wenn Busse und Bahnen überall regelmäßig und pünktlich kommen, können alle Menschen, Alt und Jung, in der Stadt und auf dem Land, klimafreundlich mobil sein", teilte "Fridays for Future" mit.

Eine gerechte Verkehrswende gebe es zudem nur mit guten Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten im ÖPNV. "Nur wenn die Busfahrerinnen gut bezahlt werden, wirkliche Pausen haben und nicht unter Dauerstress leiden, möchten in Zukunft Menschen weiterhin im ÖPNV beschäftigt sein", hieß es weiter. Deshalb unterstütze man die Beschäftigten in den Tarifauseinandersetzungen.

FFF wollte mit den Aktionen am Freitag aber auch für den globalen Klimastreik am 25. September werben.

Sendung: Abendschau, 18.09.2020, 19:30 Uhr

Kommentarfunktion am 22.09.2020, 22:35 Uhr geschlossen

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186 Kommentare

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  1. 186.

    Bis auf den Angesprochenen hat das ohnehin jeder hier schon verstanden. Nur er wird es weiter mit allen möglichen Verdrehungen bestreiten. Lassen Sie es gut sein, es bringt nichts.
    Mal davon ab ging es nie um den Verbot der Demo hier. Es ging ausschließlich in der Kritik um die genehmigte Route. Sie haben natürlich Recht, aber die Diskussion können Sie endlos führen, ohne durchzukommen. Schönen Abend!

  2. 185.

    Blödsinn schreiben Sie wieder, da letztens der Senat eine Demonstration verboten hat.
    ""Die Ordnungsbehörde ist nicht Weisungsgebundenen gegenüber dem Senat? " Nein."

  3. 184.

    Das was Sie hier scheiben, fragen sich sicher viele bei den "Kommentaren" eines angeblichen 2-radmechaniker.
    "Ich frage mich was der RBB damit erreichen will, wenn man hier dumme Hasskommentare freischaltet. Mit Meinung oder ACHTUNG! Nettiquette:

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    2. Bitte beziehen Sie sich auf das Thema des Beitrags.

    haben solche Hasskommentare schon lange nichts mehr zu tun. "

  4. 183.

    Sie haben völlig recht mit ihrer Erklärung.
    Man kann sagen das hier im Forum zum größten Teil sachlich und vernünftig diskutiert wird, meistens sogar ohne Beleidigungen. Viele Argumente stammen einfach mal "aus dem täglichen Leben."
    Nein, es müssen nicht alle einer Meinung sein aber wenn alle Verkehrsteilnehmer endlich mal erkennen würden das es nur GEMEINSAM geht wäre schon viel gewonnen. Lasst euch nicht aufhetzen, Danke!

  5. 182.

    "Steffen" Danke für Ihre Worte , mehr muss man nicht sagen. FIN

  6. 181.

    Passen Sie bloß auf, wenn Sie sich " schief " lachen . Verkehrmeldung im Radio " ..Vorsicht auf der Autobahn 100, es kommt Ihnen ein Fahrzeug entgegen und Sie denken.." einer ? hunderte ! Suchen Sie die Fehler doch erst bei sich, anstatt andere Foristen ,mit Ihrer Oberlehrer Manier auf die Nerven zu gehen. Gerne möchten Sie rbb auch vorschreiben, wer ,was veröffentlichen darf. Vor allen Dingen bilden Sie sich weiter, wer, was , in der Behörde genehmigt und wer Weisungsgebunden ist. In diesem Sinne, achten Sie die Pressefreiheit.

  7. 180.

    Allen sachlich diskutierenden Lesern und Mitkommentatoren ein Dank für das gesamte Meinungsspektrum!

    Es hat aber was von Realsatire, wenn der User unter #179 mittels Formulierungen wie "dumme Hasskommentare" bzw. "dumme Unterstellungen" nach der Netiquette ruft! Danke RBB, dass man bei euch noch weitgehend die eigene Meinung unzensiert vertreten darf und nicht auf Meinungen beschränkt wird, die dieser Nutzer vertritt!

    Ich finde, die Diskussion könnte langsam geschlossen werden. Ein gewisser Fahrradbastler hatte jetzt die Illusion, das letzte Wort gehabt zu haben. Man sollte ihm wenigstens diese kleine Freude lassen. Zur Sache wird hier ohnehin nicht mehr diskutiert, zugegeben von mir mit diesen Worten jetzt auch nur noch am Rande.

  8. 179.

    Ich könnte mich schieflachen! Haben sich jetzt alle "Empörten" an mir abgearbeitet? Fein, können wir dann zum Thema zurückkommen?

    Ich frage mich was der RBB damit erreichen will, wenn man hier dumme Hasskommentare freischaltet. Mit Meinung oder ACHTUNG! Nettiquette:

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    2. Bitte beziehen Sie sich auf das Thema des Beitrags.

    haben solche Hasskommentare schon lange nichts mehr zu tun.

    Aber zurück zu dem wilden Mann! "Sie haben völlig recht, einer ist hier so verbohrt, kommt sehr oft mit Behauptungen, die vorne und hinten, nicht der Wahrheit entsprechen ".

    Na dann müßte es doch ein Leichtes sein, die zu widerlegen oder? Und man muß sich schon sehr anstrengen wenn man die geforderten Beweise überlesen will.

    Allerdings antworte ich nicht immer auf Hass und dumme Unterstellungen, wie sie gerade sehr oft von ihnen kommen. Beispiele gefällig?

  9. 178.

    Ich muß sie enttäuschen, ihre Verschwörungstheorien sind mal wieder reine Hirngespinste die an der Realität scheitern.

    Also nicht dass sie in ihren Aluhut schneuzen aber ich kann ihnen die schreckliche Realität leider nicht ersparen.

    "Die Ordnungsbehörde ist nicht Weisungsgebundenen gegenüber dem Senat? " Nein.

  10. 176.

    " Allisa " Sie haben völlig recht, einer ist hier so verbohrt, kommt sehr oft mit Behauptungen, die vorne und hinten, nicht der Wahrheit entsprechen . Kommen Foristen und wollen Beweise haben, geht er gar nicht drauf ein. Mehr braucht man zu dem auch nicht mehr schreiben. Genau wie sich etliche Radfahrer, im Strassenverkehr verhalten , führt sich hier ein gewisser Forist auf, der anscheinend, Fahrräder repariert. Ihnen eine schöne Zeit.

  11. 175.

    an 2-radmechaniker
    ist es richtig das Radfahrer wenn Sie Abbiegen wollen nur die Hand raushalten brauchen ohne auf den nachfolgeden Verkehr achten zu müssen?
    Warum werden aber Busfahrer welche sich vorsichtig in den Verkehr einordnen wollen von der Radfahrer-Lobby blossgestellt?

  12. 174.

    Die Ordnungsbehörde ist nicht Weisungsgebundenen gegenüber dem Senat?
    "Wie oft wollen sie eigentlich noch ihre verfassungsfeindlichen und rechtsextreme Gesinnung offenbaren? Es wurde auch ganz andere Demonstrationen genehmigt.
    Im übrigen genehmigt NICHT der Senat die Demonstrationen, sondern die Ordnungsbehörde. "

  13. 173.

    Danke und volle Zustimmung, zumal 57% der Berliner Haushalte einen PKW besitzen und selbst wenn nicht regelmäßig, dann damit zumindest gelegentlich auch benutzen! Dafür gibt es nun mal Gründe.

  14. 172.

    Das gebe ich Ihnen zweifelsfrei Recht, aber bei diesem Veranstalter ist die Blockade ja eben das erklärte Ziel, welches vom Senat offensichtlich unterstützt statt singebremst wird. Da geht es nicht mehr um den Protest, der vom Grundgesetz geschützt ist sondern darum, möglichst viele Autofahrer maximal zu verärgern und zu blockieren. Soziale Überlegungen muss man von denen nicht erwarten. Dass damit Autofahrer am Stauende massiv gefährdet werden und der Verkehr zum Ausweichen in die Stadt gedrängt wird und dort Unbeteiligte unnötig gefährdet, wird bewusst in Kauf genommen. Der Protest selbst ist durchaus gerechtfertigt, diese Form dagegen nicht. So überzeugt man aber auch niemanden, man spaltet nur und verhindert jegliche Kommunikation.

  15. 171.

    Es gibt hier Foristen mit denen eine vernünftige Diskussion leider nicht möglich ist. Und wenn man dann auf die nordischen Fabelwesen hinweist wird der Text nicht veröffentlicht. That`s life.
    Der ÖPNV in Berlin lässt seit Jahren zu wünschen übrig: Kriminalität, Sauberkeit, Pünktlichkeit usw.! Erst wenn das Angebot stimmt und es eine wirkliche Alternative zum PKW darstellt werden die Bürger/Autofahrer umsteigen.
    Nur weil vielleicht einige Hundert auf der Avus radeln werden ca. 1,2 Millionen PKW Besitzer in Berlin ihr Verhalten nicht ändern.

  16. 170.

    Und wieder einmal haben sie bewiesen dass sie schlicht unfähig sind eine Diskussion zu führen und dass es ihnen nur darauf ankommt ihre kranke Ideologie zu verbreiten.

    Tun sie uns allen einen Gefallen und behalten sie ihre Gesinnung und ihre infantile Plärrerei für sich, danke.

  17. 169.

    Und wieviel CO2 bei den Status in die Luft geblasen wird. Bleibt zu Hause oder geht aufs Feld.

  18. 168.

    Ich meinte weniger die rechtliche Seite sondern eher das soziale Verhalten des Menschen. Der Veranstalter könnte auch mal an andere denken. Eine Demo kann auch so veranstaltet werden, dass nicht die Mitmenschen behindert werden, Entweder durch die Zeit, die Strecke der den Zeitpunkt der Ankündigung der Demo. Einfach mal auch an seine Mitmenschen denken wäre hilfreich.

  19. 167.

    "Das ist schlicht ein politisch gewollten Versagen der Verwaltung bei bestimmten, RRG genehmen Demonstrationen."

    Wie oft wollen sie eigentlich noch ihre verfassungsfeindlichen und rechtsextreme Gesinnung offenbaren? Es wurde auch ganz andere Demonstrationen genehmigt.

    Im übrigen genehmigt NICHT der Senat die Demonstrationen, sondern die Ordnungsbehörde.

    https://www.bpb.de/nachschlagen/lexika/recht-a-z/22013/demonstrationsrecht

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