Eine Frau hält am 14.9.2020 in Moria nach dem Großbrand ein Schild mit der Aufschrift "Freedom" hoch. (Bild: dpa/Grigoris Siamidis)
Video: Abendschau | 15.09.2020 | Tobias Schmutzler | Gespräch mit Andreas Geisel | Bild: dpa/Grigoris Siamidis

Berlins Innensenator in Athen - Bund plant Aufnahme von 1.500 Flüchtlingen aus Griechenland

Im Streit um die Aufnahme von Flüchtlingen aus Griechenland gibt es einen Durchbruch: Der Bund will nun rund 1.500 Menschen aus den griechischen Lagern aufnehmen. Berlins Innensenator ist derweil in Griechenland und fordert mehr Unterstützung vom Bund.

Deutschland will nach der Brandkatastrophe von Moria nun seine Hilfe ausweiten und 1.553 zusätzliche Flüchtlinge von fünf griechischen Inseln aufnehmen. Darauf haben sich Union und SPD am Dienstag verständigt, wie Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin mitteilte. Es handelt sich dabei um 408 Familien mit Kindern, die in Griechenland bereits als schutzbedürftig anerkannt wurden. Nach dem Feuer im Flüchtlingslager Moria auf Lesbos waren mehr als 12.000 Migranten obdachlos geworden.

Die nun vereinbarte Hilfe soll der zweite Schritt sein, nachdem Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) am Freitag mitgeteilt hatte, Deutschland werde von insgesamt 400 unbegleiteten Minderjährigen bis zu 150 Jugendliche aufnehmen. Die 400 Minderjährigen sollen auf europäische Länder verteilt werden. In einem dritten Schritt sollen laut Bundesregierung gegebenenfalls weitere Menschen aufgenommen werden, wenn es dazu Vereinbarungen mit weiteren europäischen Staaten geben sollte.

Symbolbild/Archiv - Andreas Geisel bei der Innenministerkonferenz am 17.06.2020 in Erfurt (Bild: imago images/Michael Kremer)
Bild: imago images/Michael Kremer

Geisel reist nach Griechenland

Bereits am Montag war Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) nach Athen gereist, um die Möglichkeiten für ein Berliner Landesprogramm zur Aufnahme von Flüchtlingen aus Griechenland auszuloten. "Dass eine Bundeslösung schneller ist und viel einfacher ist, weiß auch ich, aber dann muss sie auch kommen", hatte Geisel noch vor der später bekannt gewordenen Regierungseinigung am Dienstagmorgen im Deutschlandfunk gesagt.

Berlin habe Bundesinnenminister Seehofer seit Dezember des vergangenen Jahres mehrfach darauf aufmerksam gemacht, dass das Land Kapazitäten für die Aufnahme von Flüchtlingen habe. "Natürlich möchte ich politischen Druck erzeugen", sagte Geisel mit Blick auf seine Reise nach Griechenland.

Geisel: Der Bund hätte Berlin besser unterstützen können

Am Abend sagte Geisel der Abendschau, er habe den Eindruck, dass nach mehreren Jahren des Wegschauens, sich nun sehr viel in Moria und Griechenland verändere. "Wenn Berlin dazu beigetragen hat, dass der Druck auf die Bundesregierung gestiegen ist, ist das gut", sagte Geisel, "Aber ich habe aus Athen gehört, dass das nicht genug ist." Geisel betonte, eine europäische Lösung sei dringend notwendig.

Geisel sagte weiter, er habe sich in Griechenland mit den örtlichen Behörden, Vertretern des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR, der Internationalen Organisation für Migration (IOM) und mit dem deutschen Botschafter getroffen. Dort habe er sich informiert, welchen Menschen unmittelbar geholfen werden könne. Bei einem Landesaufnahmeprogramm werde sich Berlin auf besonders verletztliche und schutzbedürftige Flüchtlinge, also Kinder, Verletzte und Familien konzentrieren.

Solche Landesprogramme sind nach aktueller Rechtslage nur mit Zustimmung des Bundesinnenministers möglich. CSU-Innenminister Seehofer hatte solche Pläne lange Zeit abgelehnt. Die Diskussion darüber wird nach dem schweren Brand im Flüchtlingslager Moria auf der Insel Lesbos in der Mitte der vergangenen Woche deutlich intensiver geführt. "Der Bund hätte das Land Berlin unterstützen können, schneller zu helfen", sagte Geisel weiter.

Griechenland erlebe eine humanitäre Katastrophe, betonte Geisel noch vor seiner Reise. "Da kann Deutschland helfen, ich finde, da muss Deutschland auch helfen. Aber klar ist eben auch, Deutschland kann das Problem nicht alleine bewältigen." Deutschland könne in der EU-Ratspräsidentschaft aber eine Koordinierungsaufgabe übernehmen.

UNHCR: Selten so ein Lager wie Moria gesehen

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur ist die Aufnahme der Familien bereits mit der griechischen Regierung abgestimmt. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) sprach von einem vernünftigen und humanitären Ansatz. Sie werde weiter für einen europäischen Ansatz in der Migrationspolitik werben, sagte Merkel nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur von Teilnehmern in der Sitzung der Unionsfraktion. Aber angesichts der Situation vor Ort sei Hilfe in großem Umfang nötig. Mit Blick auf die Lage in Lesbos und im Lager Moria sagte Merkel, wenn Experten des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR sagten, dass sie selten auf der Welt so ein Flüchtlingslager wie Moria gesehen hätten, "dann ist das kein Zeichen für Europas Werte und für Europas Handlungsfähigkeit".

CSU-Chef Markus Söder nannte den Vorschlag der Koalition einen "sehr guten Kompromiss". Innenminister Seehofer machte am Rande der Fraktionssitzung klar, es werde ein geordnetes Verfahren geben, das einige Wochen in Anspruch nehmen werde. Da es sich um anerkannte Asylsuchende handele, könne in der Bundesrepublik sofort mit der Integration begonnen werden. Die Menschen würden nicht zunächst in Unterkünfte für Asylsuchende kommen, sondern in Wohnungen. Er werde schwerpunktmäßig auf jene Länder und Kommunen zukommen, "die jetzt in Deutschland in den letzten Tagen pausenlos erklärt haben, dass sie die menschlichsten sind in Deutschland", sagte der Minister.

Kritikern, die von einem erneuten deutschen Alleingang reden, hielt er entgegen: Wenn man feststelle, dass sich trotz vieler Bemühungen der Bundesregierung bei keinem anderen EU-Mitgliedsstaat etwas bewege, "können sie nur entscheiden: Sie machen gar nichts. Oder sie machen eine verantwortbare Lösung, die sicherstellt, dass sich das Jahr 2015 nicht wiederholt."

Europäische Lösung gefordert

SPD-Chefin Saskia Esken ging am Dienstag davon aus, dass Deutschland nach der Aufnahme von 1.553 zusätzlichen Flüchtlingen von den griechischen Inseln weitere Schutzsuchende von dort aufnehmen wird. Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) sagte, mit der deutschen Zusage könne auf der Insel Moria Entspannung eintreten. Auch Scholz betonte, dass es damit aber nicht getan sei.

EU-Ratspräsident Charles Michel betonte bei einem Besuch in Athen die Notwendigkeit einer Reform des europäischen Asylsystems. "Wir müssen eine gerechte und starke Antwort zur Bekämpfung der Schleuser und ein neues Asylsystem entwickeln", erklärte er nach einem Treffen mit dem griechischen Regierungschef Kyriakos Mitsotakis. Gastgeber Mitsotakis kündigte ein neues Lager auf der Insel Lesbos an, das unter gemeinsamer Führung der EU und Griechenlands entstehen solle. Entsprechende Pläne gibt es in Athen schon länger. Allerdings wehrten sich die Bewohner der Insel bisher erfolgreich gegen solch eine Anlage. Sie fürchten, dadurch endgültig als Flüchtlingsinsel stigmatisiert zu werden und wollen, dass die Migranten die Insel verlassen.

Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt forderte von der Bundesregierung "eine schnelle Aufnahme von 5.000 Menschen". Die Aufnahme von 400 Familien, die schon positive Asylentscheidungen haben, sei "ein Alibi-Angebot". Auch Linksparteichef Bernd Riexinger und die Hilfsorganisation Pro Asyl nannten die Pläne der Regierung unzureichend.

FDP-Chef Christian Lindner sagte: "Wir verschließen uns nicht humanitären Verpflichtungen." Allerdings sei ein "kraftvoller Versuch" für eine europäische Lösung geboten. AfD-Parteivize Stephan Brandner kritisierte, die Aufnahme von Migranten aus Moria schaffe "weitere Anreize, Flüchtlingslager weltweit in Brand zu stecken und so ein Ticket nach Deutschland zu erpressen."

Flüchtlinge ziehen in neues Lager

Die griechischen Behörden gehen davon aus, dass das seit Jahren überfüllte Flüchtlingslager Moria vergangene Woche von Migranten angezündet worden war. Zuvor war die Situation dort eskaliert, nachdem mehrere Asylsuchende positiv auf das Coronavirus getestet worden waren.

Der griechische Minister für Bürgerschutz, Michalis Chrysochoidis, teilte am Dienstag mit, fünf von sechs mutmaßlichen Brandstiftern seien ausfindig gemacht worden. Aus Polizeikreisen hieß es, die fünf Festgenommenen seien Afghanen, deren Asylanträge abgelehnt worden waren. Mehr als 12 500 Migranten wurden durch den Brand in der Nacht zum vergangenen Mittwoch obdachlos.

Die griechischen Behörden hatten - abgesehen von den 400 unbegleiteten Minderjährigen - offiziell bislang nicht um die Aufnahme der nun obdachlos gewordenen Menschen in anderen EU-Staaten nachgesucht. Viele von ihnen zögern, in ein neues Zeltlager einzuziehen. Stand Dienstagmorgen waren rund 800 Migranten dort aufgenommen worden. Das neue Lager bietet mittlerweile Platz für rund 5.000 Menschen, wie der griechische Staatssender ERT berichtete.

Deutschland hatte bereits vor dem Brand zugesagt, gemeinsam mit anderen europäischen Staaten besonders schutzbedürftige Migranten von den Inseln aufzunehmen - unbegleitete Kinder und Jugendliche sowie kranke Kinder mit ihren Eltern und Geschwistern. Laut Bundesregierung betrifft diese frühere Zusage insgesamt voraussichtlich mindestens 1000 Menschen, von denen mehr als 500 schon in Deutschland sind.

Flüchtlingsrat macht Druck auf brandenburgische Regierung

Der Flüchtlingsrat Brandenburg fordert, dass alle Flüchtlinge aus dem Lager Moria sowie aus den anderen griechischen Lagern sofort in Deutschland aufgenommen werden müssten. Die Situation in Moria sei dramatisch. Zugleich müsse auch Brandenburg "alle rechtlichen Möglichkeiten auf Länderebene für eine Aufnahme von Menschen aus höchster Not nutzen", forderte der Flüchtlingsrat. Das Bundesland müsse "sicherer Hafen" für die Flüchtlinge werden. Den Bundesländern stünden Wege für eine eigenständige Aufnahme ohne Bundesbeteiligung offen.

Brandenburg sei zudem aufgefordert, sich am Freitag der von Berlin und Thüringen eingebrachten Bundesratsinitiative zur Änderung des Aufenthaltsgesetzes anzuschließen, forderte der Flüchtlingsrat. Damit könne eine direkte Aufnahme von Flüchtlingen durch einzelne Bundesländer möglich gemacht werden. Mit der Gesetzesänderung könnten die Länder unkompliziert Hilfe leisten und Flüchtlinge direkt und ohne Zustimmung des Bundesinnenministeriums aufnehmen.

Kommentarfunktion am 15.09.2020, 13:30 Uhr geschlossen

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Sendung: Inforadio | 15.09.2020 | 9:00 Uhr

45 Kommentare

  1. 45.

    wenn wir Flüchtlinge aufnehmen wollen, sollten wir fairerweise genügend Ressourcen an Pädagogen, Sozialarbeitern, Psychologen sowie Polizei und Staatsanwälte bereitstellen können, die wir in einem für uns völlig fremden Kulturraum auch benötigen würden. ein 'wird schon gutgehen' hilft wenig.

  2. 44.

    "Wer sind Sie denn so? Was fundiert Sie denn so Frau Monika W.?"

    Sorry, aber ich glaube, dass sie das überhaupt nichts angeht und sie sind auch nicht autorisiert hier solche Fragen zu stellen. Sie waren in den letzten Tagen mit ihrer Art schon auffällig und sollten sich langsam mal einen vernünftigen Umgangston angewöhnen. Wenn sie nicht wissen was man darunter versteht, folgen sie dem Link zur Netiquette.

  3. 43.

    "Der Flüchtlingsrat....FORDERT das ALLE Flüchtlinge aus Moria in Deutschland aufgenommen werden"
    Gestern oder vorgestern war auch noch an dieser Stelle die Rede von "radikalen Flüchtlingen" . Das ALLE schließt wohl dann auch diese radikalen Flüchtlinge mit ein und diese hätten dann womöglich mit dem Brand ihr Ziel "erkämpft" nach Deutschland zu kommen. Aber der Flüchtlingsrat wird schon Pläne zur Integration dieser radikalen Flüchtlinge in der Schublade haben.

  4. 42.

    Tagesschau-Info:Lt. Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis geht es nicht um die Flüchtlinge auf Lesbos sondern um bereits in Griechenland anerkannte Flüchtlinge,die in Athen und nicht in Flüchtlingslagern leben:
    "Ich habe mit der Kanzlerin darüber gesprochen, wie uns Deutschland noch stärker unterstützen könnte. Möglich wäre, dass Deutschland Familien aufnimmt, die ihr Asylverfahren hier bereits abgeschlossen haben und anerkannt sind."

  5. 41.

    Lassen wir doch Grün-Rot Rot im Bund regieren.Samt ihren jugendlichen Unterstützer*Innen.
    Herr Habeck bekommt ja schon Druck, wenn er sich traut zu sagen, dass man halt auch Flüchtlinge zurückschicken müsste...
    Ich denke deshalb, dass sie Grünen nur Verantwortung im Schutz der CDU übernehmen würden--denn dann könnte man alle Forderungen, die unrealistisch sind und abgewiesen werden--der CDU in die Schuhe schieben.

    Was kann man bezüglich Fluchursachen bekämpfen tun?
    PS: Danke, dass Sie mich angesprochen haben!
    Vielleicht sollte es Gesetze geben, dass jeder Kontinent seine eigenen Flüchtlinge gegenseitig aufnehmen muss. Das würde den Druck erhöhen, Kriege zu beenden. Müsste die Türkei alle Syrer aufnehmen, die in D sind--ich denke, dann wäre Syrien bereits befriedet.Aber wenn die Türkei D und jetzt auch Griechenland durch das Gas und die Flüchtlinge erpressen kann--dann sind doch Flüchtlinge für einige Länder geradezu ein Geschenk.

  6. 40.

    Der Kulturwandel ist vollzogen. Die Regierung ist erpressbar. Also umgend unsere Rechtsverordnungen anpassen.
    Rechts kann sich Werbung sparen....

  7. 39.

    Warum sollte ich die AfD wählen, weil es in Deutschland die meisten Menschen gibt - zum Glück auch im politischen Mandat - die das selbstverständliche einfordern und bewältigen wollen, was einem das Leben im Katastrophenfall halt abverlangt: Nothilfe und Solidarität.
    Was hätte die Gesellschaft in Deutschland für eine Zukunft, wäre es dies nicht Wert zu Leben, ein Land, eine Gesellschaft eine Welt zu bauen in der man gerne Leben will. Wieso sollte ich einen schlecht gelaunten, von Sexualphantasien über Einwanderer geplagten AfD-Mann im fortgeschrittenen Alter wählen, der entdeckt hat das man als Politiker ganz gut verdienen kann. Gibt immer welche die mit dem Einfachsten zufrieden sind. Der Simulation von Politik mit Hilfe von geifernden Kirmes- und Rummelplatzreden. Durch die 10-20% muss man halt durch. Die werden nie mit nichts zufrieden sein. Weshalb also von den Schulhofschlägern treiben lassen. Die richten die Trümmer selbst an, von denen und auf denen sie leben und profitieren.

  8. 38.

    Also ich war in den letzten 30 Jahren unter anderen für Hilfsorganisationen (CARE/ Rotes Kreuz/ THW u.a.) auch in Krisengebieten tätig gewesen. Alles was wir dort erlebt haben kann ich hier nicht wiedergeben. Aber eines möchte ich Anmerken, Helfen kann man nur in den Regionen. Denn dort sind die Menschen aufgewachsen und haben ihre Kultur. Die Menschen vor Ort sind sehr sehr Dankbar gewesen. Wie mir eine Bekannte Ärztin gestern Mitteilte, hat zurzeit KEINE Regierung Einfluss, WER aus dem Lagern in Griechenland weiter nach den Aufnahmebereitwilligen Ländern gehen wird. Hier gibt es auch schon illegal Organisierte Banden die das beeinflussen können. Auch unter den vor Ort tätigen Hilfsorganisationen wird nicht verstanden, warum unbedingt eine Weiterführung in Ländern der EU erfolgen muss.

  9. 37.

    Sie blamieren sich hier selbst Martina, ständig alle die nicht Ihrer Meinung sind, in die antidemokratische Ecke zu schieben.
    Wer ist denn hier intolerant und verbreitet krude postkommunistische Thesen??
    Wählen Sie ruhig ihre "Berufspolitiker", Sie erkennen das der Großteil der Bevölkerung nicht mit diesem erneut antidemokratischen, weil nicht legitimierten Einzelschritt einverstanden ist!

  10. 36.

    "Herbert Land Brandenburg Dienstag, 15.09.2020 | 11:43 Uhr
    Es ist sicherlich eine sehr schwierige Situation in der sich unsere Politiker befinden, aber so löst man die Probleme auch nicht.
    Hilfe muss vor Ort erfolgen. Man muss die Fluchtursachen beseitigen und nicht an den deren Auswirkungen herumdoktern. Wieso ist man offensichtlich nicht bereit das zu verstehen?"

    Überprüfen Sie Ihre Sätze am Sachverhalt. Am Gegenstand. An der aktuellen Situation.
    Lesbos hat ca. 80.000 Einwohner. Um die 15.000 sind Geflüchtete. Seit Jahren interniert in einem Lager in der Verantwortung und auf dem Territorium der EU. In Zuständen, für die man sich vor dem europäischen Menschenrechtsgerichtshof verantworten müsste.
    Stellen Sie sich der Menschheitsgeschichte. Niemals konnte man mehr zu solchen Verbrechen stehen. Wer das nicht sofort beendet, hat gegen Fluchtursachen auch keine Idee.

  11. 35.

    Warum läßt sich Afrika das gefallen?
    Warum lassen Schwarze Herrscher es zu, dass in Afrika Kinder verhungern, nicht in Schulen gehen können, kein Gesundheitssystem funktioniert..Frauen nichts Wert sind...die Bevölkerungszahlen explodieren..?

    Black Lives Matter--gilt das nicht für Schwarze Herrscher?-(Nur für deutsche Rassisten/Polizisten?)
    Ich verstehe Afrika nicht--ich habe deshalb beschlossen,kein Geld mehr zu spenden.
    Warum schult man hier lebende Ausreisepflichtige nicht in Themen wie Demokratie--Ökonomie--Rechtsstaat und läßt sie dann in ihre Herkunftsländer gehen, um dort für Verbesserungen zu kämpfen?
    Ich sehe Afrikaner nur am Dealen, vor Bahnhöfen rumlungern....habe ich ein falsches Bild von diesen Flüchtlingen?
    Erklären Sie es mir, warum immer mehr flüchten, obwohl D doch anscheinend Vorbild ist.Warum baut man sich kein D in Afrika?
    Solche Debatten fehlen--aber wenn man gleich Nazi ist, wenn man kritisiert--warum soll man dann noch reden?

  12. 34.

    Es handelt sich um eine Forsa- Umfrage. 50% sind für eine Aufnahme, 34% für eine Aufnahme wenn zudem eine EU- Verteilung stattfindet, 15% dagegen. Ihren Einwand zur Menschenwürde verstehe ich nicht, wo wird die ihnen abgesprochen? Müssen sie in Lagern wohnen wenn Flüchtlinge aufgenommen werden?

  13. 33.

    In Deutschland sonnt man sich gerne selbstzufrieden in scheinbar humanitären Gesten, unterstützt dabei mehr oder weniger bewusst u.a.Kriminelle und Schlepper und übergeht ignorant und selbstherrlich die berechtigten Bedenken der in erster Linie durch Flüchtlingsströme betroffenen Länder, wie z.B. Griechenland.
    Souveräne Entscheidungen anderer Länder versuchen wir durch unsere „Hilfsangebote“ auszuhebeln.
    Wir gefallen uns, wie so oft, im „beispielhaften Voranschreiten“ nach dem Motto: Wir sind die Guten, wir haben ein Herz! Ihr anderen alle solltet euch ein Beispiel an uns nehmen......

  14. 32.

    Schade, ich hatte auf Seehofer gesetzt
    Ich bin der Meinung, ds Deutschland nicht immer hier schreien muss.

    Desweiteren befürchte ich für die Wahlen einen sehr starken AFD Anstieg.

  15. 31.

    " herman Dienstag, 15.09.2020 | 11:23 Uhr
    Antwort auf [Anni Christina] vom 15.09.2020 um 11:06
    Nicht aufregen. Das ist eine normale Erscheinung im hiesigen Politikbetrieb. Die Grünen Roth und Göring-Eckardt haben auch keinen Beruf."

    Doch. Sie haben einen Beruf. In der Politik. Sie sind Berufspolitikerinnen. Gibt übrigens keine Fachschule für Politiker sein. Auch nicht für "Bürgermeisterin" Das ist immer nur sone defätistische Rede, will man seine eigene politische Agenda als angeblich neutral-unpolitisches Fachexpertentum verkaufen. Das angeblich die anderen ja Dilettanten sind. Man selber einen Doktortitel in irgendwas hat. Ständisches, antidemokratisches Gequatsche von Leuten, die das angeblich ungebildete politisch organisierte Gegenüber verhöhnen und verachten muss. Um sich selbst unabhängig vom Sachverhalt zu erhöhen und zu Berechtigten zu erklären. Ganz arme Nummer. Republikanische Demokratie nicht verstanden. Traum vom Ständestaat.

  16. 30.

    "Monika W. Bei Potsdam Dienstag, 15.09.2020 | 11:28 Uhr
    Kühnert hat Seehofer zum Rücktritt aufgefordert und die SPD hat der CDU "nun 48 Stunden Zeit gegeben....um sich endlich zu besinnen......".

    Ein Politiklehrling ohne Abschluss fordert den Innenminister zum Rücktritt auf und innerhalb der Koalition stellt man sich ein Ultimatum. Es steht sehr schlimm um unser Land, wenn es soweit gekommen ist."

    Haben Sie auch sachlich-inhaltlich etwas zu sagen, oder gehts nur um einfach strukturiertes Gerede? Ihnen ist schon klar, das Demokratie bedeutet, nicht nur Titel, Status, schönstes Gehalt berechtigt zum parlamentarischen Mandat? Und was nützt mir ein Seehofer, oder Scheuer, wenn die ihren Job schlicht nicht machen?
    Wer sind Sie denn so? Was fundiert Sie denn so Frau Monika W.? Gegenüber dem Gebäudereiniger ohne Hauptschulabschluss der sagt: Abgebrannte, obdachlose Geflüchtete müssen selbstverständlich versorgt und evakuiert werden. Welche Ausbildung braucht man für diese Haltung?

  17. 29.

    "Wir kümmern uns morgen ein wenig". Klingt im Wesentlichen wie, weitermachen wie bisher. Menschenrechte allseits (EU) mit Füßen treten. Flüchtlinge nun auf Militäranlagen einsperren (kontaminiertem Schießplatz?!). Von Brandschutz ist auf den Bildern des neuen Zeltlagers nichts zu erkennen, ... Weiterhin fehlt es vor Ort an Wasser und Nahrung. Hilfsorganisationen und Presse werden polizeilich ausgesperrt. UNHCR mahnt dringend sofortiges Handeln an. Offenbar ist es politisch gewollt den Menschen vor Ort nicht sofort zu helfen. Auch nicht auf den anderen Inseln.

  18. 28.

    Es ist sicherlich eine sehr schwierige Situation in der sich unsere Politiker befinden, aber so löst man die Probleme auch nicht.

    Hilfe muss vor Ort erfolgen. Man muss die Fluchtursachen beseitigen und nicht an den deren Auswirkungen herumdoktern. Wieso ist man offensichtlich nicht bereit das zu verstehen?

  19. 27.

    "NerdCottbus Dienstag, 15.09.2020 | 10:34 Uhr
    ...und die Schlepper zählen schon die nächsten 1500 ab, die sie dann rüberbringen...wir können so nicht weitermachen!!!!"

    Da haben Sie vollkommen Recht. Aber dann machen Sie auch nicht weiter wie bisher und verlangen nicht das wie bisher weiter gemacht wird. Das aber sind die grossen Linien. Hat mit dem aktuellen Katastrophenfall in den den Euro-Lagern Griechenlands nicht zu tun. Der ist ja nun eingetreten. War absehbar.

    Unabhängig von den grossen Plänen sind jetzt zunächst Mal die Lager aufzulösen. Die Menschen zu evakuieren. 15.000 in Deutschland aufzunehmen ist kein Problem. Nur für Leute die danach auch nichts Konstruktives zu den Fluchtursachen zu sagen haben. Wollen sie schon von 0,018% Menschen überfordert sein. Gemessen an der Gesamtbevölkerung Deutschlands.

    Vielleicht geht Europa endlich mal entschlossen gegen jene vor, die die Fluchtbewegungen auslösen. Das sind weder Schlepper, noch linksgrüne Verschwörungen.



  20. 26.

    Man sollte den Politikern in Berlin (Senat und Bundesregierung) mal für vier Wochen die Dienstwagen sperren, damit sie mit den Öffentlichen fahren müssen und selber sehen, was abends auf den Bahnhöfen der Hauptstadt Deutschlands passiert.

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