Intendantin des Rundfunk Berlin-Brandenburg, Patricia Schlesinger (links) und die Vorsitzende des Rundfunkrates, Friederike von Kirchbach (Quelle: rbb/Oliver Ziebe)
Video: Abendschau | 10.09.2020 | Boris Hermel | Bild: rbb/Oliver Ziebe

In eigener Sache - rbb-Intendantin Patricia Schlesinger für zweite Amtszeit gewählt

Patricia Schlesinger bleibt Intendantin des Rundfunk Berlin-Brandenburg. Der Rundfunkrat des Senders bestätigte sie am Donnerstag für fünf weitere Jahre im Amt. Schlesinger steht seit 2016 an der Spitze des rbb.

Patricia Schlesinger bleibt Intendantin des Rundfunk Berlin-Brandenburg. Der Rundfunkrat des Senders wählte sie am Donnerstag für eine zweite Amtszeit von fünf Jahren. Diese wird 2021 beginnen.

Kirchbach: Gutes Signal für das Publikum des rbb

Die Vorsitzende des Rundfunkrates, Friederike von Kirchbach, sprach von einem "guten Signal für das Publikum des rbb". "Patricia Schlesinger hat mit ihrem Team weitreichende Veränderungen klug und erfolgreich auf den Weg gebracht. Wir sehen das im Netz, hören es im Radio und können es jeden Tag im Fernsehen verfolgen. Digitale Veränderung wird zum Dauerzustand für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk und wir freuen uns, wenn Patricia Schlesinger im rbb dabei weiter das Steuer in der Hand hält."

Patricia Schlesinger dankte dem Rundfunkrat für den Vertrauensbeweis: "Ich verstehe die Wahl als Auftrag, aber auch als Zeichen der Anerkennung für alle im Sender, denn ich bewege hier nichts allein. Die Menschen in Berlin und Brandenburg erwarten viel von uns, mit gutem Recht. Der rbb soll und muss ihnen ein verlässlicher Begleiter, ein Freund sein, auf allen Ausspielwegen, bei allen Themen, die wichtig sind. Ich freue mich, daran gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Haus weiter arbeiten zu dürfen."

Der Rundfunkrat wählte Schlesinger am Donnerstag in nicht öffentlicher Sitzung. Drei externe Interessentinnen und Interessenten hatten sich auf die gemäß Gesetz öffentlich ausgeschriebene Intendanten-Stelle beworben. Eine Wahlkommission des Rundfunkrates schlug nach eingehender Prüfung nur Patricia Schlesinger für die Wahl vor.

Seit 2016 an der Spitze des rbb

Schlesinger ist seit 2016 die Intendantin des Rundfunk Berlin-Brandenburg. Zuvor war sie Leiterin des Programmbereichs Kultur und Dokumentation beim Norddeutschen Rundfunk (NDR).

Patricia Schlesinger kam 1961 in Hannover zur Welt. Sie volontierte nach ihrem Studium in Hamburg und Aix-en-Provence beim NDR und arbeitete dort unter anderem als Reporterin für das ARD-Fernsehmagazin "Panorama". Zwischen 1995 und 1997 berichtete sie als Südostasienkorrespondentin aus Singapur und kehrte anschließend als Moderatorin zu "Panorama" zurück.

Von 2001 bis 2004 war Schlesinger USA-Korrespondentin in Washington, nach ihrer Rückkehr übernahm sie zunächst die Leitung der Abteilung Ausland und Aktuelles im Programmbereich Zeitgeschehen, 2006 dann die Führung der Abteilung Dokumentation & Reportage.

Dem Rundfunkrat des rbb gehören derzeit 29 Mitglieder an, die von im rbb-Staatsvertrag festgelegten Institutionen, Verbänden und Einrichtungen entsandt sind. In einer vierjährigen Amtszeit vertreten sie das öffentliche Leben und damit die Allgemeinheit der Länder Berlin und Brandenburg. Zu den wichtigsten Aufgaben des Rundfunkrates gehört es, alle fünf Jahre die Intendantin/den Intendanten des Senders zu wählen, in allgemeinen Programmangelegenheiten zu beraten sowie die Einhaltung der Programmgrundsätze zu überwachen. Die Sitzungen des rbb-Rundfunkrates sind öffentlich. Vorsitzender des Gremiums ist Friederike von Kirchbach, ihr Stellvertreter ist Dieter Pienkny.

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9 Kommentare

  1. 9.

    "Talk aus Berlin" mit dem seit Jahren immer wieder kämpfend und schwankenden Jörg Thadeusz und seinen Gewichtsproblemchen ist eine Ausnahme Erscheinung, der mir wesentlich näher an der Realität als ein Herr Beckmann, Jauch und wie sie alle heißen mögen, verankert ist.

    "Die Beobachter" mit dem selben Moderator ist ertragbar, da vieles aus einem gewissen politisch konzeptuellen Niveau "beobachtet" wird mit immer den selben langweiligen Mitstreitern. Kann man diese Langweiler nicht auch mal austauschen?

    "Chez Krömer" dem eigentlich alles egal erscheint, funktioniert auch ohne Publikum. In der Sendung sitzt er ja bereits hinter Glas. Vielen gefällt der "alte" Krömer besser. Mir nicht. Zum Glück entwickelt sich jeder.

    "Abendshow" ohne die Beiden Seiffert/Steffenhagen, die Witze nicht ab +18, sondern eher für ab +75 Publikum machten. Endlich wurden sie, besser das Publikum davon befreit.
    Stadelmann gefällt vielleicht nicht jedem, hat aber mehr Pfeffer im Testosteron.

  2. 8.

    Aber bitte keine Langeweile erzeugen!

  3. 6.

    Ich plädiere für einen Grundfunk. Zehn Prozent vom bisherigen Finanzvolumen reichen aus, um die verfassungsgemäße Grundversorgung der Bevölkerung sicher zu stellen. Und die zehn Prozent werden einfach steuerfinanziert. Ob da die beschriebenen Posten alle erforderlich sind, da habe ich meine Zweifel. Wer mehr will, soll es auch bezahlen. Es ist nicht Aufgabe der Allgemeinheit, die zahlreichen Spartenkanäle alle mit zu finanzieren.Technisch alles kein Problem.

  4. 5.

    Der rbb hat z.B. mit "Die Beobachter", "Talk aus Berlin" und "Chez Krömer" tolle Sendungen im Programm - eine neue Staffel des Krömer'schen Talks kommt hoffentlich bald -, die andere dritte Programme so nicht bieten. Auch der Talk "Wir müssen reden!" hat Potenzial. Die Satiresendung "Abendshow" ist allerdings lame as F*ck, und hat mir vor der "Stadelmann-Reduzierung" in der Konstellation Seiffert/Steffenhagen besser gefallen.

    Ein ganz großes Manko ist aber, dass der rbb keine Sportsendung im Portfolio hat. Der "Sportplatz" wurde ersatzlos gestrichen. Berlin und Brandenburg hat sehr viele ausgezeichnete Sportler zu bieten, denen man ein Forum geben sollte. Und auch wenn Sportler aufgrund der Pandemie gerade nicht im Studio erscheinen können, könnte der rbb mal einen Blick zum Hessischen Rundfunk richten. Die HR-Sendung "Heimspiel" ist sehr unterhaltsam und könnte ähnlich auch im rbb umgesetzt werden.

  5. 4.

    Wenn Sie es schafft, das "Brandenburg Aktuell" weniger Bildungsfernsehen wird und in der Winterzeit die Märchenlastigkeit überwunden wird, kann sie eine gute Intendantin werden

  6. 3.

    Also weiterhin Lange Weile.
    Jedenfalls in Punkto RBB Fernsehen.

  7. 2.

    Und wieder funktionieren die westdeutschen Seilschaften. Und wieder ist/bleibt ein Westdeutscher Chef im Osten. Ich nehme an, die anderen Bewerber waren alles Ostdeutsche. Nächstes Jahr wird es wieder heißen: Leute, wir müssen reden!

  8. 1.

    Was das für ein gutes Signal für das Publikum des rbb sein soll, weiß ich nicht. Macht sie es nicht, findet sich eine andere.
    Aber: Für mich unterhält der rbb z. B. die beste Online-Redaktion aller öffentlich-rechtlichen Anstalten. Selbst das übliche, fast tägliche Trump-, Putin-, Erdogan-, China- und AfD-Bashing der Gewinn orientierten Online-Redaktionen findet beim rbb grundsätzlich nicht statt. Da ist es leider bei den Redakteuren der Tagesschau der ARD ganz anders. Aber die wird ja auch von einem anderen Sender geführt.
    Auch die Kommentarfunktion läßt der rbb gerne frei laufen, wenngleich natürlich nicht alle Kommentare der Leser aufgrund der Menge veröffentlicht werden können. Eine zu große, wohlwollende Nähe an den Berliner Senat kann ich auch nicht feststellen.
    In Berlin und Brandenburg passiert täglich viel, über alles zu berichten kann niemand.

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