Archiv: Obdachlose liegen in Berlin auf einer Brücke unweit des Bahnhof Friedrichstraße
Audio: Inforadio | 29.10.2020 | Birgit Raddatz | Bild: dpa/Paul Zinken

Zu wenige angemietete Räume - Breitenbach kritisiert Bezirke für Umgang mit Kältehilfe

Die Berliner Sozialsenatorin Elke Breitenbach (Die Linke) hat die Bezirke kritisiert, nicht ausreichend Gelder für die Kältehilfe abgerufen zu haben.

Breitenbach sagte am Donnerstag im Sozialausschuss, der Senat hätte zugesichert, pandemiebedingte Mehrkosten von Kältehilfe-Einrichtungen zu tragen. Laut der Sozialsenatorin haben sich die Bezirke darauf aber nicht verlassen - und deshalb die notwendigen Räume nicht angemietet.

Pandemie verursacht höhere Kosten

Durch die Corona-Pandemie müssen die Träger mehr Platz für die Obdachlosen zur Verfügung stellen - zum Beispiel, weil Räume nicht voll belegt werden können. Dadurch beziffern sich die Mehrkosten in vielen Bezirken auf mehrere Hunderttausend Euro. 

Die Bezirke hatten zuletzt kritisiert, dass die finanzielle Zusage zu spät gekommen sei. Für den anstehenden Lockdown will Breitenbach den Einsatz von Schnelltests in den Notunterkünften vorantreiben. 

Die Kältehilfe ist am 1. Oktober mit rund 500 Plätzen gestartet. Anfang November sollen es mehr als 1.000 sein.

Sendung: Inforadio, 29.10.2020, 11:20 Uhr

7 Kommentare

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  1. 7.

    "anderer Völker"... Wie definieren Sie denn das? Ehrlich, Sie sind mir etwas suspekt durch solche Formulierungen

  2. 6.

    dann schauen Sie mal in das Allgemeine Zuständigkeitsgesetz ( AZG), Das sind die Zuständigkeiten geregelt. Die Zweistufigkeit der Berliner Verwaltung ergibt sich aus der Verfassung von Berlin.

  3. 5.

    Wohnungslose gegen Geflüchtete auszuspielen, ist transparent. Transparent rechtsextrem. Denn genau diese (völkisch) nationalistischen und ausgrenzenden Töne werden bedient vom "Dritten Weg", von AfD, nach der lieber niemand soziale Hilfen in Anspruch nehmen sollte, wenn er denn wirklich solidarisch sei und Teilen von cDU, sPD und Grünen.

    Ihr Nonsens ist zudem völlig am Thema vorbei. Hier geht es um politisch Verantwortliche, die zur Verfügung gestellte Ressourcen zum Nachteil der Betroffenen nicht nutzen.

  4. 4.

    Eine kurzfristige Möglichkeit sind eventuell die Jugendherbergen, die aufgrund des kommenden Beherbergungsverbots voraussichtlich mindestens bis Ende Oktober reichlich Platz haben dürften - inklusive funktionierender Infrastruktur.

  5. 3.

    Mokumba, du hast völlig Recht!!! Ich spende auch direkt an den Menschen und deine Idee mit der Demo finde ich super.
    Wenn du etwas organisierst , ich bin dabei (sonst nehme ich nicht an Demos teil)!

  6. 2.

    Obwohl Berliner 4. Generation, kapiere ich das immer noch nicht: Einerseits gelten die Berliner Bezirke im Widerspruch zum föderalen Prinzip nicht als Kommunen, sondern sind Teil der Verwaltung des Landes - wodurch diese Gebietskörperschaften mit ihren bis zu 400.000 Einwohner*n weniger Entscheidungsspielräume haben als Kommunen im Rest der Republik mit z.B. nur einem Zehntel der Bewohnerzahl*. Und dennoch wird ein Verwaltungsakt, von dem das Leben und die Gesundheit von Menschen abhängen kann, einfach aufgrund de jure verwaltungsinterner Fehlkommunikation mindestens verzögert. Ich hoffe mal, dass das in den nächsten Tagen noch gelöst wird. Die ersten Nächte nahe Null waren ja schon da, wenn ich das richtig mitbekommen habe.

  7. 1.

    Hieß es nicht letztens irgendwo "Wir haben Platz" oder so ähnlich? Oder gilt das nur für andere Menschen, anderer Völker? Doppelzüngiger kann man als Politiker nicht sein...gelle? Die Armut hat keine Lobby, keine mehrere Tausend Bürger zählende Demo wird veranstaltet, um den ärmsten der Armen in Deutschland zu helfen! ich spende seit Jahren direkt auf der Straße und bin jedes mal berührt von dem Dank der Menschen! Leider kann man alleine nicht allen Helfen!

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