Bundeskanzlerin Angela Merkel (M, CDU) informiert sich am 22.04.2015 im Bundeskanzleramt in Berlin bei der Auftaktveranstaltung zum Girls' Day bei zwei junger Frauen über das Programmieren vom Computern. (Quelle: dpa/Rainer Jensen)
Audio: Inforadio | 22.11.2020 | Angela Ulrich | Bild: dpa/Rainer Jensen

15 Jahre Angela Merkel - Von "Kohls Mädchen" zum Vorbild für Frauen

Premiere für Deutschland: Am 22. November vor 15 Jahren wurde Angela Merkel als Bundeskanzlerin vereidigt. Damit stand zum ersten Mal eine Frau an der Spitze der Regierung. Wie ist die Kanzlerin mit ihrem Frau-Sein umgegangen? Von Angela Ulrich

Erst ist sie "Kohls Mädchen", später wird Angela Merkel zur "Mutti" der Nation - und zur mächtigsten Frau der Welt. Bewundert, aber auch beschimpft. Wie aber sieht die Kanzlerin sich selbst? "Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer", sagt Merkel darüber, dass sie als erste Frau das mächtigste Regierungsamt in Deutschland übernommen hat. Und ihr ist auch klar: "Aus der Tatsache, dass es mich gibt, darf kein Alibi werden."

Kein Alibi, aber es ist doch ein Paukenschlag: Merkels Vereidigung als Bundeskanzlerin im November 2005. Mit dunklem Blazer steht die CDU-Frau vor dem damaligen Bundestagspräsidenten Norbert Lammert, spricht die Eidesformel, und endet mit "so wahr mir Gott helfe".

"Ein starkes Signal für Frauen - und für manche Männer sicherlich auch"

Geholfen hatte ihr zuvor ausgerechnet der machohafte Gerhard Schröder. In der Elefantenrunde bei ARD und ZDF nach der Bundestagswahl war für den Bis-Dahin-Kanzler die Übergabe der Macht an eine Frau quasi undenkbar: "Glauben Sie im Ernst, dass meine Partei auf ein Gesprächsangebot von Frau Merkel einginge, in dem sie sagt, sie möchte Bundeskanzlerin werden?", tönt ein überheblicher Schröder, immer noch machttrunken. "Ich meine, wir müssen die Kirche doch auch mal im Dorf lassen…"

Damals, in der Fernsehrunde, reagiert Merkel stoisch. Sie schaut leicht irritiert, rollt unmerklich mit den Augen - und holt anschließend einfach die SPD ins Boot. "Sie sind damit die erste demokratisch gewählte Regierungschefin in Deutschland," würdigt Bundestagspräsident Lammert Merkel nach der Vereidigung im Bundestag. "Das ist ein starkes Signal für viele Frauen, und für manche Männer sicherlich auch."

Angela Merkel am 22. November 2005. (Quelle: dpa/Markus Schreiber)
Angela Merkel im November 2005 | Bild: dpa/Markus Schreiber

Merkel sieht sich als "Tür-Öffnerin"

Aber was hat Merkel für Frauen erreicht? Wie sehr war das ihr Fokus? Eine Feministin - so nennt sich die Kanzlerin jedenfalls nie. Als sie bei einem G20-Frauengipfel mit der niederländischen Königin Maxima und Trump-Tochter Ivanka danach gefragt wird, will sich Merkel kein Etikett anheften lassen: "Die Geschichte des Feminismus ist eine, da gibt es Gemeinsamkeiten mit mir und auch Unterschiede. Und ich möchte mich auch nicht mit einem Titel schmücken, den ich gar nicht habe", macht sie klar.

Als eine Art "Tür-Öffnerin" für Frauen sieht Merkel sich allerdings schon, allein weil sie als Vorbild fungiert. "Ihr könnt es schaffen!" - das ist das Bild, die Botschaft, die sie vor allem jungen Frauen und Mädchen vermitteln will. "Die Tür ging nicht mehr zu. Aber irgendwie steckt der Fuss manchmal noch ganz schön fest drin im Spalt", so zieht Merkel im Jahr 2018 eine gemischte Bilanz, bei einer Veranstaltung zu "100 Jahren Frauenwahlrecht". Dass wirkliche Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen jetzt nochmal 100 Jahre brauche, das dürfe aber nicht sein, macht die Kanzlerin klar.

Ambivalentes Verhältnis zur Gleichberechtigung

Zur Frauenpolitik hat Merkel jedoch von Beginn an ein ambivalentes Verhältnis. Sie ist erst gegen eine Quote. Gegen Teilzeitregelungen, die Frauen die Rückkehr in den Beruf erleichtert hätten. Gleichzeitig unterstützt sie ein Betreuungsgeld für Eltern, die ihre Kleinkinder zuhause erziehen. Kein Modell für Gleichberechtigung, weil es fast immer Frauen sind, die daheimbleiben. Merkel wirft ihr politisches Gewicht auch nicht dagegen in die Waagschale, dass Frauen weiterhin deutlich weniger als Männer verdienen, bei gleicher Qualifikation.

Aber: Die Kanzlerin stellt auch Frauen nach vorn. Sie ebnet Ursula von der Leyen erst den Weg ins Verteidigungsministerium, dann auf den EU-Chefsessel. Sie macht Annegret Kramp-Karrenbauer zur CDU-Generalsekretärin, und ihre Partei für Frauen attraktiver. Reuters-Korrespondent Andreas Rinke beobachtet Merkel, seit sie im Amt ist – und bescheinigt ihr ein großes Engagement für Gleichberechtigung. "Sie hat auf Auslandsreisen immer wieder versucht, Schwerpunkte zu setzen, die frauenbezogen waren", sagt Rinke. In Saudi-Arabien zum Beispiel hat Merkel die erste Frauenuniversität besucht, in Niger ein Frauenhaus. Oder sie hat junge südkoreanische Studentinnen aufgefordert, in die Politik zu gehen. Merkel sei überzeugt, dass Gesellschaften besser funktionieren, in denen Frauen etwas zu sagen haben – dieses Credo verfolgt sie im In- und Ausland.

"Der Unterschied - sie macht keinen"

Dazu hilft Merkel ihr pragmatischer Politikstil, umzusteuern, wenn sie Irrtümer erkennt. Freiwillige Selbstverpflichtungen von Firmen, für mehr Frauen in Führungspositionen? Das reichte der Kanzlerin zu Beginn ihrer Amtszeit - später nicht mehr: "Nun gibt es immer wieder Unternehmen, die sich die Zielgröße Null setzen", moniert Merkel. Dafür habe sie "null Verständnis".

Merkels engster Führungskreis im Kanzleramt sind Frauen: ihre Büroleiterin Beate Baumann, ihre Planungschefin Eva Christiansen. Aber: Ihr Sprecher, Steffen Seibert, ist ein Mann, genau wie ihre Abteilungsleiter meist männlich sind. "Vielleicht ist auch das der große Unterschied zu ihren Vorgängern", sagt Andreas Rinke von Reuters, "weil sie eben keinen Unterschied zwischen den Geschlechtern macht."

Am Ende ihrer Amtszeit agiert Merkel freier. Bei allem – in der Corona-Politik – oder eben auch bei der Gleichberechtigung. Parität in allen Bereichen nennt sie "logisch". Als ihr eine alte Dame bei einem Bürgerdialog beschreibt, wie sie sich umgeben fühle von starken Frauen, in ihrem Pflegeheim, in der Politik, da ist das ganz nach Merkels Geschmack: "Es muss nicht schlecht sein, wenn Frauen was zu sagen haben", antwortet die Kanzlerin sichtlich erfreut. Dass das heute in Deutschland so ist, hat auch mit Angela Merkel zutun.

Beitrag von Angela Ulrich

49 Kommentare

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  1. 49.

    Na und? Die zahlen auch die meisten Steuern, selbst nach Steueroptimierung. Sonst ist ganz schnell Schluss mit Sozialstaat.

  2. 48.

    Vorbild für Frauen? Geht es vielleicht auch eine Nummer kleiner?

  3. 47.

    Welche Ursache und welche Wirkung? Dass die AfD immer verfassungsfeindlicher wird? Sich immer weiter radikalisiert, mit Faschisten und Rechtsextremisten an der Spitze?

    Oder dass der faschistische und völkisch-nationale "Flügel"längst das Ruder übernommen hat? Selbst "gemäßigte" Rechtsextreme wie Pazderski werden kaltgestellt.

    Oder meinen sie die menschenverachtende Hetze gegen alles Fremde und nichtdeutsche, was immer das sein soll? Die faschistische und völkisch-nationale AfD hat inzwischen so viele rote Linien übertreten, eine linksextreme Partei wäre schon längst weg vom Fenster.

    Aber die Rechtsextremen witterten mal wieder Morgenluft. Diesmal ist man weit gekommen, nachdem die Reps, DVU und die NPD immer wieder an sich selbst gescheitert sind obwohl die Behörden ihre schützende Hand über alle hielten. Rechtsextreme haben es bis in höchste Ämter geschafft, sogar bis zum GBA!

    Rechtsextremisten bedrohen die BRD seit ihrer Gründung aber noch nie sind sie so weit gekommen.

  4. 46.

    Deswegen haben wir ja auch die meisten Milliardäre in D. In Europa, weltweit Platz drei.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_L%C3%A4nder_nach_Anzahl_an_Milliard%C3%A4ren

    Und die reichsten zehn Prozent besitzen mehr als die Hälfte des Vermögens. Etwas mehr Mühe beim lügen könnten sie sich schon machen.

    https://www.welt.de/wirtschaft/article201272882/Deutschland-Die-reichsten-10-Prozent-besitzen-56-Prozent-des-Vermoegens.html

  5. 45.

    Bitte nicht weitersgen. Entgegen dem Duktus desBeitrags der RBB Angestellten Angela Ulrich mache ich drei Kreuze, wenn Merkel aus der Politk verschwunden ist.

  6. 44.

    Der Fehler, den Sie begehen ist, rein auf Steuern zu schauen. Hinzu kommen nämlich die Sozialabgaben, die es in vielen Ländern in dieser Form überhaupt nicht gibt, weil diese Leistungen dort aus Steuern erbracht werden. Wir haben lange mit Belgien um Platz 1 gerungen und haben ihn seit letztem Jahr erobert. Da ist also nichts gefühlt, die Belastungen sind real.

  7. 43.

    Ist das ein Satire-Artikel? Anders kann ich mir die Zeilen nicht erklären.

  8. 42.

    Fazit nach 16 Jahren: Die BW kann den Aufgaben nicht mehr nachkommen. Spaltung des Landes und sogar der EU, da sie allen ihre Flüchtlingspolitik aufzwingen will. Falsche Außenpolitik vor allem gegen RUS. Verfehlte Steuerpolitik insbesonders gegenüber den Arbeitnehmern. Falsche undurchdachte Energiepolitik mit Milliarden Subventionen. Dafür haben wir die höchsten Strompreise in Europa. CO2 Steuer ohne Alternativen aufzuzeigen, dafür keine Kerosin Steuer. Permanente Entlastung milliardenschwerer Konzerne. Die Liste könnte ich noch unendlich verlängern. Nur noch ein Punkt: Begrenzung der Kanzlerschaft auf 2 Perioden, maximal 8 Jahre.

  9. 40.

    Ich verstehe bei fast allen Kommentaren nicht, was diese mit dem Thema des Artikels (Frau Merkel als erste Frau Kanzlerin, Frauen in Führungspositionen, Frauenförderung, Vorbild für Mädchen etc.) zu tun haben.

  10. 39.

    Genau das meinte ich mit vordergründig. Schaut man genauer hin, sieht es nicht mehr so rosig aus. Deutschland funktioniert selten wegen sondern oft trotz seiner aktuellen Regierung. Die letzte echte Gestaltung war unter dem Kanzler Schröder. Leider wurde Hartz IV danach aber nicht punktuell wo nötig verbessert sondern unter Merkel nur noch mal verschärft, um zu sparen.

  11. 38.

    Gefühlt und geglaubt mag ihre Behauptung bzgl. der Steuern stimmen. Nur - Fühlen und Glauben sollte man nur in der Kirche.
    Real sieht es irgendwie anders aus:
    https://de.statista.com/statistik/suche/?q=deutschland+steuern&Suche=&qKat=search

    Glaubt man Wikipedia liegt Deutschland bei Steuern als Anteil des Bruttonationaleinkommens auf Platz 18 (Stand 2016)
    https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_L%C3%A4nder_nach_Steuerquote

  12. 37.

    Hat doch auch einen Einsparungseffekt mit einer Kanzlerin. Weil Frauen in diesem Land bei gleicher Tätigkeit wie Männer noch immer einen geringeren Verdienst haben, so wird doch hoffentlich das Kanzlerinnensalär auch geringer ausfallen. Oder?

  13. 35.

    Soviel PK hat man beim beliebten Kanzler Helmut Schmidt nicht gemacht. Da hätte er auch eher böse reagiert. Helmut Schmidt war klopffest und auch im Osten sehr beliebt. Frau Merkel ist eher farblos; gar langweilig. Ich kann auch das Duett- statt Duell- mit Martin Schulz nicht vergessen.

  14. 34.

    Nein er hat nicht Recht. Warum?
    Marode Schulen
    Marode Infrastruktur, fehlende Netze
    Vermüllung der Städte
    Mietenexplosion
    Armutsrenten
    Obdachlose
    Und das in einem Land, dass so viele tolle Unternehmen hat.
    Es sind die arbeitenden Menschen, die den Laden am Laufen halten.

  15. 33.

    Bitte keinen Personenkult. So genial ist die Jugendfreundin Merkel nun doch nicht.

  16. 32.

    Vordergründig haben Sie Recht, weil unser Land bislang in der Lage war, alle Probleme mit Steuergeldern zu übertünschen. Das hat uns die inzwischen höchste Steuerquote und die fast höchste Staats- und Sozialquote weltweit eingebracht, ein Konstrukt, welches in den nächsten Jahren zum Scheitern verurteilt ist. Wir leben schon lange von der Substanz und investieren seit Jahren kaum noch in unsere Zukunft. Und das alles unter einer angeblichen "Wirtschaftspartei"!

  17. 31.

    Wenn es die AfD nicht gäbe, Sie müssten sie erfinden, um ihr alles Negative in die Schuhe schieben zu können. Sie müssen nun wahrlich nicht mit der politischen Richtung der AfD übereinstimmen, aber immer wieder dieselben falschen Argumente zu bringen, ist auch peinlich. Man sollte ein Parteiprogramm schon kennen, bevor man es großtönig ablehnt. Wenigstens ein klein wenig Informationen erhellt, worüber oder wogegen man argumentiert.

  18. 30.

    Das stimmt. Wer die Verfasserin Angela Ulrich schon jahrelang kennt-es fing wohl bei inforadio an-der erwartet mehr Inhalt im Text. Frau Ulrich ist doch wohl heute Leiterin des ARD-Studios in Berlin und wir kennen sie auch vom Sommer-Interview.

  19. 29.

    Guter Artikel!

    Unser Land steht, in allen Bereichen, so gut da wie sonst kaum ein anderes weltweit! Unsere Wirtschaft ist die stabilste von allen OECD-Mitgiedsstaaten. Trotz Bankenkrise, Flüchtlingen und Corona! In den USA sind schon fast eine viertel Mio. Leute an Covid19 gestorben. Da war und ist genau zu beobachten was passiert, wenn ein dilettantischer Nichtskönner und notorischer Lügner regiert, der die Leute wirklich von A - Z verarscht..

    Wo in der Welt gibt es so ein Sozialsystem, wo JEDER beteiligt wird und was immer noch so gut funktioniert? Wo gibt es so ein gut ausgebautes öffentliches Verkehrsnetz mit Bus, Bahn, Tram, Taxi, Individualverkehr, Flugzeug? Wo gibt es ein so breit gefächertes Ausbildungssystem? Wo gibt es eine solche stabile Versorgung mit im Prinzip allem was der Welthandel zu bieten hat? usw., usw.
    Totz fast 1 Mio. Flüchtlinge die aufgenommen wurden. Trotz Corona-Krise. Unter anderem dafür hat sie meinen vollen Respekt!

  20. 28.

    Unterm Strich sind wir mit Merkel ganz gut gefahren, wenn man bedenkt, was sich in anderen Ländern so getan hat. Was mir nicht plausibel ist, ist die Intention dieses Artikels. "Wie ist die Kanzlerin mit ihrem Frau-Sein umgegangen?" steht in der Einleitung. Man stelle sich vor, am Ende von Kohls Amtszeit hätte jemand gefragt, wie er mit seinem Mann-Sein umgegangen ist...

  21. 27.

    "So wahr mir Gott helfe" sagte die Kanzlerin. Und wer half uns Bürgern? Allein Götzenglaube half uns nicht weiter. Wenn Schröder mit 'ruhiger Hand' regierte, dann war es bei Merkel die schläfrige. Einmal nur, als sie die Wahl in Thüringen beeinflusste, und die dortige CDU servil den Schwanz einkniff, zeigte sich die Regierungsmacht dieser Frau. Nebenbei: wenn die CDU in Sachsen Anhalt nicht funktioniert, wird Merkel auch die in die Spur bringen.

  22. 26.

    "Die AfD weicht in allen ab."

    Nur weil die AfD den Klimawandel leugnet und die Energiewende wieder auf Null stellen willl, sind deswegen aber die Positionen der anderen nicht gleich. Und bei Genderpolitik (das ist auch nur in Kreisen der AfD ein wesentliches Thema), Sozialabbau und Abbau von Arbeitnehmerrechten ist sie nächer an Union und/oder FDP als Grüne, Linke und SPD.

    Aber hier geht es ja eigentlich nicht um die Rechten sondern um die 15 Jahre Kanzlerschaft Merkels. Die sind geprägt von Aussitzen.

  23. 25.

    zu #21: "Zwei Perioden hätten auch gereicht."
    Genauso ist es! Das sollte schnell geändert werden.
    zu #22: eine sehr gute Zusammenfassung!

  24. 24.

    Vergleichen wir sie kurz mit den Vorgängern: Agenda-2020-Zigarren-SPD-Schröder. Helmut Kohl. Was haben wir gelernt? Aussitzen (ordentlich gesprochen: Beharrlichkeit...) zahlt sich in Jahren aus. Und: die vermeintlichen Alternativen machen es nur schlimmer!

    Wenn ich die Schlagzeilen über ihren Vorgänger heute lese, muss ich fast dankbar sein, "nur" von Angela regiert zu werden. Der war zwar schon in der Amtszeit "k..e", aber nach der Abwahl zeigt sich halt der wahre Charakter (siehe Trump).

    Was lehrt uns das? Bei der nächsten Wahl keine Protestwahl, bitte ALLE Parteien und Kandidaten genauestens prüfen. Denn eines ist sicher: Angela Merkel ist nicht Lothar Matthäus, sie wird nicht nochmal eine Spielsaison anhängen, und nochmal, und nochmal....

  25. 23.

    Ich habe für all die netten Kommentatoren einen netten Spruch gefunden:
    „Ein Mensch - das trifft man garnicht selten - der selbst nichts gilt lässt auch nichts gelten.“
    Es sind bald Wahlen - mutige voran!

  26. 22.

    "Vorbild" für welche größeren Projekte? Welche Projekte sollten denn das sein?

    - Endlagerung (war Merkels erster Job)

    - Energiewende (Deutschland hat teuersten Strom) und Grundlast von Frankreichs Atomkraftwerken, Polens Kohlekraftwerken und fossilem Gas aus Sibirien) nachdem es panikartig selbst Atom und Fossil abgeschaltet hat.

    - Große volkswirtschaftliche Schäden bei der Flucht aus Atom und Kohle. Gerade kippte das BVerfGericht das Hopplahopp bei Vattenfall. Womöglich muss der Staat wegen des Zickzackkurses in der Energiepolitik Entschädigungen in Millionen-, wenn nicht gar Milliardenhöhe hinterherschieben.

    - Miserables Verhältnis zu den USA und zu Russland

    - Ungelöste Migrationsfrage, eine EU Einigung nach Merkels Vorstellungen bis dato seit Jahren nicht in Sicht.

    - Flucht von GB aus der EU

  27. 21.

    15 Jahre waren zuviel. Das schadet dem Land.
    Zwei Perioden hätten auch gereicht.

  28. 20.

    Die 5 anderen Parteien sind nicht alle der gleichen Meinung. Das, was sie hier schreiben, ist doch nur wieder die Opfer-Inszenierung, die man aus dem AfD-Lager kennt. Wir haben von den Grünen bis zur CDU ein recht vielfältiges politisches Spektrum mit zum Teil sehr unterschiedlichen Ansichten. Nicht alles, was Frau Merkel sagt, gefällt auch den anderen Parteien. Dass die alle in die gleiche Kerbe schlagen, kann man nun wirklich nicht sagen. Außer man ist von der AfD und verschwört sich gegen alle anderen demokratischen Parteien. DAS ist dann die Spaltung.

  29. 19.

    Leider bin ich mir sicher, dass durch Frau Merkel und ihre für mich falsche Flüchtlings Politik, die AFD sich erst richtig entwickelt hat.

  30. 18.

    Da haben Sie aber einiges vergessen!
    Flüchtlinge
    EU-Rettungspakete
    Corona
    Und neuerdings auch die Staatsverschuldung!
    Die Unterschiede auf disen Gebieten sind doch marginal: Mehr oder noch mehr.

  31. 17.

    Ich kenne eigentlich bloß ein einziges Thema wo sich alle anderen Parteien wirklich einig sind. Sie sind nicht bereit, das was die AfD in dieser Woche im Bundestag abgezogen hat zu tolerieren. Damit hat diese Partei mal wieder deutlich gezeigt was sie eigentlich von Demokratie hält. In allen anderem unterscheiden sich die anderen Parteien zum Teil sogar recht deutlich voneinander.

  32. 16.

    Nachricht bereits versandt

  33. 15.

    @Horst "Welche Themen sollen das denn sein?"

    - Energiewende
    - Klimapolitik
    - Genderpolitik
    - Sozialabbau
    - Abbau von Arbeitnehmerrechten
    - Kriegseinsätze im Ausland

    Bei allen diesen sehr wichtigen Themen liegen CDU, SPD, FDP und Grüne defacto gleich, die Linke weicht in zwei davon ab. Die AfD weicht in allen ab.

    "Vielleicht der Kampf gegen Rechte"

    Da müssten die 4 Erstgenannten gegen sich selbst kämpfen. HartzIV und Militäreinsätze im Ausland sind rechte Politik nach herkömmlicher Definition, und CDU, SPD, FDP und Grüne sind dafür.

  34. 14.

    Kann es sein,dass wir Verhältnisse haben in denen selbst eine Bundeskanzlerin nicht mehr tun kann als noch schlimmeres zu verhindern ?

  35. 13.

    Fr.Merkel hat auch Geschichte geschrieben. Betriebsrente Versteuern und das Rückwirkend auf alle. So ein Gesetz hat es noch nie gegeben. Super Angie..... Sie und Ihr Kollegen brauchen sich ja um Geld im Alter keine Sorgen machen.

  36. 12.

    Na ja,die AfD ist immerhin demokratisch von einem Teil der gespaltenen Bevölkerung gewählt worden.
    Meinen Sie etwa mit dem Auftrag die Spaltung zu vertiefen ?
    Dadurch kann es ja nie klappen incl. der Spaltung dem tatsächlich bestehenden Alternativ zu entsprechen ?
    Das Putzige an der ganzen Chose ist allerdings,dass uns die AfD-Spitzen nicht mal konkret sagen können
    und wollen (!)
    wozu sie eigentlich die Alternative sein wollen.
    > Aussage Gauland .
    Die Lage in Deutschland beschreiben und die Konzepte da heraus benennen
    kann und will ich nicht !?

  37. 11.

    In 15 Jahren solch Scherbenhaufen zu erzeugen ist schon eine Leistung und es wird weit mehr als 15 Jahre dauern diese Scherben zu reparieren bzw die Trümmer zu beseitigen. Das ist keine Politik sondern einfach nur dem Mainstream gerecht werden egal was es kostet. Wird man in ein paar Jahren fragen was fehlt ihnen zu merkel ein, da wird die Mehrheit nichts positives sagen.

  38. 10.

    Dieser Artikel hätte auch in einer belanglosen Illustrierten erscheinen können.
    Wenn Sie einen Merkel-Artikel bringen, dann füllen Sie den doch mal mit politischem Inhalt.
    Immerhin ist sie seit 15 Jahren unsere Kanzlerin.
    Dass mal eine Frau Kanzlerin ist, finde ich gut.
    Zur Bilanz:
    1. Für Flaschen sammelnde Rentnerinnen ist Angela Merkel kein Vorbild.
    2. Dass man seine Ansichten mal ändert, das finde ich bei Merkel eigentlich nicht verkehrt, aber bis auf die Schwulenehe und dem Mindestlohn waren es oftmals Kehrtwendungen, die in die falsche Richtung gegangen waren.
    3. Folgenschwere Flüchtlingspolitik
    4. Falsche Russland-Politik
    5. Keine zukunftsweisenden Sozialreformen
    6. Falsche EU-Politik (Alternativlos usw.)
    7. Daran trifft wohl Merkel keine Schuld, aber viele Medien sind unkritisch zur Regierung geworden. Denke mal, das ist der Groko-Effekt und die vielen bunten Koalitionen in den Ländern und der somit quasi bestehenden CDU/CSU/SPD/Grünen-Koalition.

  39. 9.

    "Parteien wie die AfD sind nicht Ursache, sondern Reaktion auf die Spaltung."

    Die AfD treibt doch die Spaltung voran. Weil man damit Wähler binden und ggf. auch gewinnen kann.

    "Wenn die 5 anderen Parteien in allen wesentlichen Inhalten der gleichen Meinung sind"

    Welche Themen sollen das denn sein? Vielleicht der Kampf gegen Rechte. Aber sonst gibt es bei sozialen, ökologischen, gesellschaftlichen und ökonomischen Themen doch große Unterschiede.

  40. 8.

    Parteien wie die AfD sind nicht Ursache, sondern Reaktion auf die Spaltung. Wenn die 5 anderen Parteien in allen wesentlichen Inhalten der gleichen Meinung sind, so dass ein Bürger mit abweichender Meinung keine davon wählen kann, entstehen halt tatsächliche Alternativen. Die anderen Parteien können das ganz einfach dadurch verhindern, dass sie in einigen Kernpunkten glaubhaft voneinander deutlich gegensätzliche Positionen einnehmen.

  41. 7.

    @wolfgang "Probleme soll man aussitzen und erst dann entscheiden wenn man weiss wohin die Masse läuft um sich wieder an die Spitze zu setzen" Fast richtig :) Merkel folgt nicht der Masse, sondern dem Medien-Trend. Indirekt regieren daher Journalisten dieses Land.

  42. 6.

    Liebe Frauen und Männer, nehmt euch bloß nicht Merkel als Vorbild.

  43. 5.

    Ich messe unsere Kanzlerin an ihre Minister in den letzten Jahren.
    Meine Meinung-totales Versagen der Kanzlerin.

  44. 4.

    Die Spaltung sehe ich eher bei Parteien wie der AfD. Und bei Machos, die ein Problem damit haben, dass eine Frau unsere Bundeskanzlerin ist. Nach dem Motto von Höcke "Wir brauchen mehr Männlichkeit". Wo wir wieder bei der AfD sind, die auch mit solchen Sprüchen Spaltung betreibt.

  45. 3.

    Was haben nicht nur Frauen von ihr gelernt ?
    Probleme soll man aussitzen und erst dann entscheiden wenn man weiss wohin die Masse läuft um sich wieder an die Spitze zu setzen

    Zitat
    3 Sat Jahresrückblick 201i8 ( Kabarett)

  46. 2.

    Leider hat Sie auch es geschafft, unser schönes Land zu spalten! So gespaltet war das wiedervereinigte Deutschland noch nie! Auch das muss erwähnt werden!

  47. 1.

    Was hat sie jetzt genau für Frauen gemacht? Ein paar Einrichtungen besucht und ein paar Stellen besetzt. Das ist doch genau das Alibi, was ihr angeblich zu wenig war. Bisschen unkritisch der Artikel. Substantielle Politik zum Thema ist in 15 Jahren ausgeblieben.

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