Ex-AfD-Politiker im Berliner Parlament - Abgeordneter Kay Nerstheimer verkündet Beitritt zur NPD

Archivbild: Kay Nerstheimer, fraktionsloser Abgeordneter und ehemaliger AfD Kandidat. (Quelle: dpa/M. Kappeler)
Bild: dpa/M. Kappeler

Der Ex-AfD Abgeordnete Kay Nerstheimer ist der rechtsextremen NPD beigetreten. Das gab der 56-Jährige auf dem Facebook-Kanal der Berliner NPD bekannt.

Nerstheimer sagte im Gespräch mit NPD-Politiker Udo Vogt, er habe sich politisch nicht verändert und sei immer noch auf dem gleichen Weg. Die AfD hingegen nicht. Dann könne man auch zum "Original", sprich: der NPD gehen.

AfD-Ausschluss Anfang 2020

Nerstheimer wurde 2016 für die AfD in Lichtenberg mit 26 Prozent der Stimmen direkt ins Berliner Abgeordnetenhaus gewählt. Kaum im Parlament, war er der damals aufstrebenden Partei wegen seiner rechtsextremen Äußerungen ein Dorn im Auge. Deshalb wurde Nerstheimer nie in die AfD-Fraktion aufgenommen.

Der mehrfach vorbestrafte 56-Jährige gehörte früher der rechtsextremen "German Defence League" an. Bei der AfD-Fraktionsspitze will man davon nichts gewusst haben. Man gucke sich alle an, aber könne nicht alle überprüfen, sagte der heutige AfD-Sprecher Ronald Gläser nach dem AfD-Einzug ins Abgeordnetenhaus. Anfang dieses Jahr wurde Nerstheimer aus der AfD ausgeschlossen. Zu Nerstheimers Eintritt in die NDP sagte der AfD-Sprecher Gläser: "In der AfD ist kein Platz für Ewiggestrige."

Sendung: Abendschau, 11.11.2020, 19:30 Uhr

33 Kommentare

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  1. 33.

    Ich kann keine "Textbausteine" von mir erkennen, dafür aber ihren wiederholten Versuch ihre Gesinnungsgenossen zu verteidigen und deren Taten zu verharmlosen. Das sind ihre "Textbausteine".

    "Der mehrfach vorbestrafte 56-Jährige gehörte früher der rechtsextremen "German Defence League" an. Bei der AfD-Fraktionsspitze will man davon nichts gewusst haben."

  2. 32.

    Ja, warum schreiben Sie denn dann immer wieder dieselben unqualifizierten Textbausteine? Ist doch eindeutig, dass Sie es wieder mal nicht verstanden haben. Wie soll ich etwas verteidigen, worüber ich erkennbar gar keine Wertung abgegeben habe? Die Mauer in Ihrem Kopf hindert halt manchmal das korrekte Erfassen eines Inhalts und eine reale Auseinandersetzung. Damit bestätigen Sie meinen ursprünglichen Kommentar wieder mal zu 100%. Danke!

  3. 31.

    Ihr primitiver "whataboutism" ist schnell widerlegt.

    "Lompscher entschuldigte sich in der Pressemitteilung am Sonntag: „Für mich steht fest, dass mein schwerer persönlicher Fehler mein weiteres Handeln als Senatorin dauerhaft überschatten würde.“

    Lompscher hat sofort nach Bekanntwerden die Zahlungen in voller beglichen.

    "Nach Darstellung der Sprecherin ging Lompscher nach einer internen Anfrage 2017 davon aus, dass sie aus der Verwaltung heraus eine Zahlungsaufforderung bekommt und das Geld dann in die Landeskasse einzahlt. Eine solche Aufforderung sei aber nie gekommen. Dann sei das Thema "in Vergessenheit geraten"."

    Soviel zu ihrem Ablenkungsmanöver.

  4. 30.

    "Sie haben's wieder nicht verstanden, wie gehabt."

    Natürlich, jeder der nicht ihre Gesinnung teilt, hat es "wieder nicht verstanden," *gääähn*

    "Daher macht es auch keinen Sinn, auf diesen Unfug weiter einzugehen." Warum machen sie es dann?

  5. 29.

    Welches Verbrechen wird denn erfüllt?
    Ich stimme mit Ihnen ja überein, dass Rechtsextremismus keine akzeptable Einstellung ist, verboten ist er per se erst mal nicht. Die Gedanken sind frei und vom Grundgesetz sogar für Feinde der Demokratie geschützt. Man darf ihn glücklicherweise nur nicht in die Tat umsetzen, weil dies gegen diverse Gesetze verstößt, beginnend beim Grundgesetz. Solche nichtssagenden und nacherzählten Floskeln werden weder der Gefahr für unsere Demokratie noch den tatsächlichen Gegebenheiten gerecht.

  6. 28.

    Sie haben's wieder nicht verstanden, wie gehabt. Daher macht es auch keinen Sinn, auf diesen Unfug weiter einzugehen.

  7. 27.

    Ja Melle, Sie drehen sich die Welt wie sie Ihnen gefällt. Frau Lompscher hat jahrelang "vergessen"ihre Einkünfte zu versteuern. Und das nennen Sie Rückgrat wenn sie zurücktritt? In Ihrer diktatorischen Demokratie möchte ich nicht leben. Die einen verteufeln Sie und die anderen sind trotz Steuerbetrug die Guten. Und wer sollte für Frau Lompscher die Steuern bezahlen? Den Fehler hat sie ja wenigstens eingeräumt. Aber erst nachdem der Fall öffentlich wurde.

  8. 26.

    Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen.

    Jetzt kommen Sie.

  9. 25.

    Das ausgerechnet sie wieder einmal ganz vorne dabei sind wenn es gilt Rechtsextremisten und deren Taten zu verteidigen ist wirklich nicht neu.

    Diese Leute wurden nicht ausgegrenzt, das haben diese Leute von ganz allein getan indem sie Demokratie ablehnen und anderen Menschen absprechen Mensch zu sein.

    Und dass sie widerliche Gesinnungen und Weltanschauungen als " Meinung" betiteln lässt tiefer blicken, wie ich es hier schreiben darf.

    Leute wie sie sollten nicht von "Demokratisch ist das dann aber nicht wirklich" faseln, das ist mehr als heuchlerisch.

  10. 24.

    "Die Demokratie muss auch Ideen aushalten, die weit weg vom eigenen Weltbild angesiedelt sind, auch wenn wir sie nicht gut heißen und sie menschenverachtend und entwürdigend sind."

    Nein, das muß sie nicht. Die Demokratie und damit sind wir alle gemeint muß nichts "aushalten" was diie Demokratie abschaffen will und Demokraten in KZ verfrachten will und schlimmeres.

    https://www.tagesschau.de/investigativ/ndr-wdr/gruppe-s-111.html

    Wir dürfen Weimar nicht wiederholen und den Rechtsextremisten frei nach Goebbels noch die Waffen dafür liefern mit denen sie uns später erdolchen.

  11. 23.

    Fr. Lompscher ist freiwillig zurückgetreten und hat die politische Verantwortung für einen Fall übernommen, den sie persönlich nicht zu verantworten hat. Das nennt man Rückgrat und das werden sie bei den Rechtsextremisten vergeblich suchen. Und bei deren Anhängern auch nicht.

  12. 22.

    Ausgrenzen ist das Mittel der Wahl derer, die keine Argumente haben. Wer Andere nicht von seinem Standpunkt überzeugen kann, muss eben abblocken, wenn er sich nicht mit Fremden Meinungen auseinandersetzen will. Demokratisch ist das dann aber nicht wirklich.

  13. 21.

    Weder müssen Sie AFD Wähler resozialisieren noch ihnen Gnade zukommen lassen. Sie reden von Demokratie und gleichzeitig von Ausgrenzung, klare Kante. Und glauben Sie wirklich, dass AFD Wähler mit ihrer Arbeit und dem Lohn nicht in die Solidargemeinschaft einzahlen? Die Demokratie, die Sie meinen ist keine Demokratie! Höchstens linke Diktatur!

  14. 20.

    Na welch eine Überraschung, wer ist der/die Nächste, und wo genau ist der unterschied zwischen Pest und Cholera?

  15. 19.

    Hallo,
    ich bin immer wieder erschrocken darüber, wie scheinbar weltoffene, tolerante und demokratiefreundliche Menschen Grenzen überschreiten.

    Meinungen und Ideen können nicht vernichtet oder ausgegrenzt, sondern nur obsolet werden. Hierfür ist Kommunikation und ein aufeinander zugehen notwendig. Ausbuhen, ausgrenzen und wegen körperlicher Makel kränkende Äußerungen sind hier wenig zielführend.

    Die Demokratie muss auch Ideen aushalten, die weit weg vom eigenen Weltbild angesiedelt sind, auch wenn wir sie nicht gut heißen und sie menschenverachtend und entwürdigend sind.

    Darüber hinaus ist es schön, dass auch Straftäter (und das Wort impliziert eine bestrafte Tat) weiter an unserem gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Und das schließt - zum glück - auch das wählen und gewählt werden mit ein. Wo kämen wir auch hin, wenn wir diese Büchse der Pandora öffnen würden.

    Der "Karriereweg" des Kay Nerstheimer ist in diesem Sinne nur zu bedauern. Mehr aber auch nicht.

  16. 18.

    Erst bei der AfD - jetzt bei der NPD: Da kommt zusammen, was zusammen passt.

  17. 17.

    Fragen Sie doch mal Frau Lompscher in welcher Höhe ihre Bezüge nach dem Rücktritt liegen? Ach her je, die ist ja von der Partei "Die Linken".

  18. 16.

    So siehts aus! Hatte ich ja schon in meinem ersten Kommentar bezweifelt, was da für Physiognomien & Straftäter in unserem System immer noch eine Stimme in der Politik bekommen dürfen!

  19. 15.

    . . . wegen gefährlicher Körperverletzung, Betrugs, Fahrerflucht, Fahrens ohne Fahrerlaubnis und Verletzung der Unterhaltspflicht sechsfach vorbestraft.

    Und solche Typen wollen dem 'Volk' erklären, wie ein anständiger Deutscher zu sein hat?! Diese gescheiterte Existenz ist nun da angekommen wo sie hingehört, nämlich im nicht gering kriminellen Millieu der NPD. Dass dieser Vollloser wohl weiterhin Steuergelger kassiert, ist ein Unding!

  20. 14.

    Man muß die Rechtsextremisten der AfD und ihrer Schwesterpartei im Geiste, die NPD, ausgrenzen wo es immer geht. Deren Wähler sind ständig mit ihrer Gesinnung zu konfrontieren und ebenso auszugrenzen. Solche Typen haben in unser demokratischen Solidargemeinschaft keinen Platz.

    Selbstverständlich sind Wähler der faschistischen und völkisch-nationalen AfD wenn sie sich resozialisieren lassen wieder in die Gemeinschaft aufzunehmen. Wer eine solche Gesinnung besitzt braucht eine klare Linie.

    Demokratie darf nicht nur, sie muß wehrhaft sein. Feinde hat sie genug, sogar unter Amtsträgern.

  21. 13.

    Na, ich hoffe, das ging noch gut! :-D Habe, aus einem gleichen Grund, auch schon einen 2000€-Computer quasi verschrotten müssen :-D

  22. 12.

    Ekelhaft die Personalie. Aber der Satz von Herrn Gläser, dass in der AfD kein Platz für Ewiggestrige sei, hat Comedy Potenzial

  23. 11.

    Für uns Normalos sicher nicht. Für Nazis sicher schon. Ansonsten halte ich es mit Horst (6.).

  24. 10.

    Ich finde das überhaupt nicht egal! Jedwelcher solcher Typ gehört sofort öffentlich ausgebuht! Das wird, wie man leider sieht, viel zu selten gemacht. Aufgrund von "egal" in der bequemen Öffentlichkeit, dürfen sich verstärkt, befeuert von ihren extremen Anhängern, die schrägsten Vögel in der Politik äußern und behaupten. Dass die Partei "AFD" angeblich nichts von seinem Vorleben wusste, ist doch auch der totale Humbug! Diese Behauptung wird aber, aufgrund von "egal" dann auch einfach wieder so hingenommen! Dieses kleine Wort "egal" ist eine totale Schande und ist es, historisch, schon immer gewesen!!

  25. 9.

    HaHa!! Danke für den versuchten Witz und trifft natürlich auch zu!
    Wenn man allerdings bedenkt, was auch damals in den höchsten Rängen unbehelligt am Stock kriechen durfte, hat sich zu heute an Widerspruch in diesen Kreisen ja anscheinend nichts geändert. Gerade die damalige Hauptperson war ja nu auch nicht gerade der "große blonde Held"!

  26. 8.

    Die Aussage, dass man nicht die Ressourcen hat, alle Parteikader - immerhin war der Bursche kein einfaches Mitglied sondern Direktkandidat - gründlich zu überprüfen sagt eigentlich alles über die AfD in Berlin, was man zu wissen braucht.
    -> Peinlich.

  27. 7.

    In der Afd ist kein Platz für ewig Gestrige? Selten so gelacht. Und was ist mit der Aussage von Herrn Mandic? Zitat: von der NPD unterscheiden wir uns nicht durch Inhalte?

  28. 6.

    "In der AfD ist kein Platz für Ewiggestrige."

    Jetzt habe ich doch vor Lachen mein Feierabendbier über meinen Bildschirm gespuckt.

  29. 5.

    Mal wieder unfassbar, was für Leute in der legalen Politik bei uns noch geduldet werden!!
    Allein, dass es die NPD geben darf, ist unsäglich! Da entscheidet nur die formale Wortwahl von "demokratisch" zu "sozialistisch" zwischen finsterster Geschichte und öffentlich-legaler Präsenz!

  30. 4.

    Ist der Typ irgendwie von Bedeutung?

    Ist doch jetzt mal wirklich ziemlich egal.

  31. 3.

    Gläser: "In der AfD ist kein Platz für Ewiggestrige."
    Wen wunderts, alle Plätze dort sind schon besetzt.

  32. 2.

    rein optisch wäre nerstheimer in der von ihm so glorifizierten ‚guten alten zeit‘ als ‚lebensunwertes leben‘ der ‚aktion t4‘ zum opfer gefallen. die ‚logik‘ seines handelns können wohl nur psychologische fachleute ergründen...

  33. 1.

    "Nerstheimer sagte im Gespräch mit Udo Vogt, er habe sich politisch nicht verändert und sei immer noch auf dem gleichen Weg. Die AfD hingegen nicht. Dann könne man auch zum "Original", sprich: der NPD gehen."

    Ohne Worte

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