Kleine Andacht geplant - Stilles Gedenken an die Terroropfer vom Breitscheidplatz

Mo 14.12.20 | 11:25 Uhr
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Trauernde Passanten stehen vor der Gedenkstelle des Terroranschlags vom Berliner Breitscheidplatz (Quelle: imago-images)
Bild: imago-images

Vier Jahre nach dem islamistischen Terroranschlag auf dem Berliner Weihnachtsmarkt wird am Samstagabend mit einem stillen Gedenken an die Opfer erinnert.

Trotz der Corona-Pandemie soll es eine kleine Andacht in der Gedächtniskirche sowie Kränze, Blumen und Kerzen am Ort des Anschlags an der Kirche geben. Teilnehmen wird auch der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD), wie die Senatskanzlei mitteilte.

Besucher können sich für Andacht anmelden

Um 20.02 Uhr - der Uhrzeit des Anschlages - läuten die Kirchenglocken zwölf Mal. Der Gottesdienst, der davor stattfindet, wird im Internet übertragen. Für eine Teilnahme vor Ort können sich Angehörige der Opfer und andere interessierte Besucher anmelden. Der Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche wurde wegen der Infektionsgefahr verboten.

Mit einem Lastwagen war am 19. Dezember 2016 ein Attentäter tunesischer Herkunft auf den Weihnachtsmarkt gefahren. Er tötete zwölf Menschen und verletzte Dutzende Besucher. In Italien wurde er anschließend auf der Flucht erschossen.

Sendung: Abendschau, 14.12.2020, 19:30 Uhr

3 Kommentare

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  1. 3.

    Im Gegensatz zur sogenannten NSU-Mordserie haben die Opfer vom Breitscheidplatz bis heute keine öffentlich bekannten Namen. Nach ihnen wurden und werden weder Straßen noch Plätze benannt, noch kümmern sich staatlich gesponserte Vereine oder gar hohe Politiker um ihr Gedenken.
    Pech gehabt, den "falschen" Täter erwischt. Sie bleiben politisch missliebige Kollateralschäden.

  2. 2.

    Wie gut das corona ist. So muss man kein offizielles Gedenken abhalten und braucht nicht kunstvoll um das Thema islamische Gefahr zu umschreiben.
    Eine Schande wie hier mit den Opfern und den wahren Ursprung umgegangen wird.

  3. 1.

    Selbstmitleid, Pathos, “Betroffenheit“ und die hilflose Fragerei nach dem “warum“ ... all das hat man in Deutschland perfektioniert wenn es um islamistisch motivierten Terrorismus geht. Den Feind klar zu benennen, das traut man sich noch immer nicht so recht. Wenn, dann nur zaghaft, verdruckst, verschwurbelt, wenn es nicht mehr anders geht, weil das Offensichtliche zu offensichtlich geworden ist.

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