Symbolbild: Treptower Rathaus, Neue Krugallee, Treptow, Treptow-Koepenick (Quelle: dpa/Schoening)
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Treptow-Köpenick - Petition fordert Aufklärung zu Rassismus-Vorwurf gegen Gesundheitsamt

Mitten in der Pandemie steht Treptow-Köpenick ohne Amtsarzt da. Der bisherige wurde pensioniert, sein Wunschnachfolger abgelehnt. Der kubanisch-stämmige Mediziner meint, seine dunkle Haut passe dem zuständigen AfD-Stadtrat nicht. Von Oliver Noffke

Mehr als 33.000 Menschen haben eine Online-Petition unterstützt, die Aufklärung über eine Personalentscheidung am Gesundheitsamt Treptow-Köpenick fordert. Im Zentrum steht der Vorwurf, dass der zuständige Bezirksstadtrat, Bernd Geschanowski (AfD), einen geeigneten Kandidaten für die Stelle des Amtsarztes aus rassistischen Gründen ablehnt. Denis Hedeler, zuletzt Stellvertretender Amtsarzt, stammt aus Kuba und hat eine dunkle Hautfarbe.

Hedeler sagt, bei einem Gespräch im Frühjahr habe Geschanowski gesagt, der Mediziner gebe nach außen kein passendes Bild ab. "Ich dachte erst, meint er, dass ich mit Krawatte und Sacko kommen muss?" Daraufhin habe er nachgefragt, sagt Hedeler: "Was meinen Sie mit Außendarstellung? Und da hat er mit dem Finger auf meine Haut gezeigt."

Für Arbeit in der Seuchenbekämpfung ausgezeichnet

Hedeler lebt seit 24 Jahren in Deutschland. 2018 kam er als Hygiene-Referent nach Treptow-Köpenick, wurde nach kurzer Zeit vom Amtsarzt zu dessen Stellvertreter ernannt. Im Umgang mit Seuchen ist der 51-Jährige erfahren. Für seinen Einsatz in der Bekämpfung des Ebola-Ausbruchs 2014 in Westafrika wurde er im Bremer Rathaus geehrt. In der dortigen Gesundheitsbehörde war Hedeler vor seinem Wechsel nach Berlin jahrelang tätig.

Mittlerweile hat die kommissarische Amtsleiterin Hedeler von seinen Aufgaben entbunden, wie zuerst der "Tagesspiegel" berichtet hatte. Der Mediziner soll künftig als einfacher Facharzt in dem Bereich arbeiten, den er vor Kurzem stellvertretend leitete. "Als Hygiene-Referent habe ich keine Führungsverantwortung mehr, ich bin ein ganz normaler Arzt", sagt Hedeler. "Ich finde das auch okay. Aber was ich nicht okay finde, wer übernimmt jetzt die Verantwortung? Weil in der ganzen Abteilung bin ich der einzige Arzt."

"In dem Fall geht es mir ums Prinzip"

Hedeler sagt, seitdem der bisherige Amtsarzt in Pension ist, gebe es Spannungen zwischen ihm und Geschanowski. Statt fachliche Fragen zu erörtern, suche der AfD-Politiker seit dem Ende des ersten Lockdowns vermehrt die Konfrontation. Im Juni bewarb sich Hedeler dennoch auf die Stelle des Amtsarztes, unterlag einem anderen Kandidaten, der die Stelle dann allerdings ablehnte. Hedeler rückte dennoch nicht nach. "Ich könnte als Arzt überall arbeiten, weltweit", sagt er, "aber in dem Fall geht es mir ums Prinzip." Hedeler ist der Meinung, es gehe nicht, Leute wegen ihrer Hautfarbe abzulehnen.

Ende November wendete er sich an die Organisation All Out, die darauf mit ihm eine Online-Petition startete [action.allout.org]. "Wir haben gedacht, dass das ein guter Weg ist, um Druck aufzubauen, nachdem es über die offiziellen Wege nicht möglich war, das zu klären", sagt Stana Iliev, Kampagnen-Managerin bei All Out. "Wir hoffen, dass der Fall über unabhängige Stellen geprüft wird. Insbesondere, ob Diskriminierung im Bewerbungsverfahren vorlag."

Grüne und Linke fordern Aufklärung

Bezirksbürgermeister Oliver Igel (SPD) teilt auf Anfrage mit, dass ihn der Fall nicht unberührt lasse. "Dies ist ein sehr starker Vorwurf, der mich persönlich erschüttert." Dem werde "mit der gebotenen Sensibilität" nachgegangen, um sie bis ins Detail aufzuklären. "Erst danach wird über Konsequenzen entschieden." Über die Bewerbungen für die Amtsarztstelle habe ein Gremium mit mehreren Stimmberechtigten entschieden. "Keine Einzelperson hat Auswahlentscheidungen getroffen. Die Beschäftigtenvertretungen waren ebenfalls beteiligt." Über ein konkretes Auswahlverfahren könne allerdings keine Auskunft erteilt werden, hieß es. Das Gesundheitsamt bleibt, laut Igel, auch unter kommissarischer Leitung handlungsfähig.

Sollten mindestens 40.000 Menschen die Petition unterstützen, sollen ihre Unterschriften Igel sowie dem Regierenden Bürgermeister Michael Müller (ebenfalls SPD) vorgelegt werden.

Aufklärung wird mittlerweile nicht nur über die Petition gefordert. Der Bezirksverband von Bündnis 90/Die Grünen forderte am Dienstag. "Angesichts der auch in Treptow-Köpenick hohen Infektionszahlen ist es wichtiger denn je, die Funktion des Amtsarzts zu besetzen und jede fachliche Unterstützung zu nutzen." Christian Kerntopf, Bezirksvorsitzender Die Linke teilte mit: "Als verantwortlicher Stadtrat muss besonders Herr Geschanowski daran arbeiten, ein gutes Arbeitsklima und Arbeitsbedingungen im Gesundheitsamt zu schaffen, in denen Diskriminierung, Mobbing und Rassismus keine Chance haben."

rbb|24 hat Bernd Geschanowski mit den Vorwürfen konfrontiert. Eine Antwort blieb aus.

Sendung: Radioeins, 02.12.2020, 17:10 Uhr

Beitrag von Oliver Noffke

58 Kommentare

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  1. 58.

    "Ich erinnere an eine linke Politikerin, die Reiche erschiessen oder wenigstens in Arbeitslager schicken wollte."

    Ja, wenn man absichtlich falsch zitiert, die rassistischen Zitate der faschistischen und völkisch-nationalen AfD sind aber belegbar. Kostproben gefällig?

  2. 57.

    "Man bewirbt sich parallel auf verschiedene Stellen, und wenn man gut ist, wollen einen gleich mehrere Arbeitgeber einstellen. Dann nimmt man das bestdotierte oder am nächsten gelegene Angebot und schlägt die anderen aus."
    Eine Vermutung. Die Stelle ist nicht immer frei. So etwas sind schon sehr gezielte Bewerbungen.

    "Und wer muss seine Version dann belegen können? Der Kläger."
    Der verklagt ja auch. Dafür müssen die Politiker aber auch Daten an die Anwälte herausgeben. Transparenz ist sehr wichtig in einer Demokratie. Warum ist der Vorgang nicht transparent? Ist ja ein öffentliches Amt.

    "Ich hätte eher einen Filzverdacht, wenn der "Wunschnachfolger" des vorherigen Stelleninhabers problemlos auf die Stelle gelotst würde."
    Dann wissen sie wirklich nicht was mit dem Berliner Filz gemeint ist in dem immer Politiker involviert sind und Ärzte gar nicht genügend Einfluss besitzen. Nachfolger vorschlagen ist in vielen Bereichen gängig, aber keine Garantie für die Einstellung.

  3. 56.

    "Warum hat der ursprünglich angenommene Bewerber abgelehnt? Man bewirbt sich doch nicht um nein zu sagen."
    Daraus braucht man nun wahrlich keine Legenden zu stricken. Man bewirbt sich parallel auf verschiedene Stellen, und wenn man gut ist, wollen einen gleich mehrere Arbeitgeber einstellen. Dann nimmt man das bestdotierte oder am nächsten gelegene Angebot und schlägt die anderen aus.

    "Hier steht Aussage gegen Aussage."
    So ist es. Und wer muss seine Version dann belegen können? Der Kläger.

    "Der Vorgang gehört übrigens zu dem populären Berliner Pfilz wenn sich das Bewahrheiten sollte."
    Merkwürdig. Ich hätte eher einen Filzverdacht, wenn der "Wunschnachfolger" des vorherigen Stelleninhabers (dessen Urteil für das Bewerbungsverfahren völlig irrelevant sein sollte) problemlos auf die Stelle gelotst würde.

  4. 55.

    Spannend spannend.

    Hier steht Aussage gegen Aussage. Der Vorwürfe für die Herabstufung werden auch widersprochen.

    Warum hat der ursprünglich angenommene Bewerber abgelehnt? Man bewirbt sich doch nicht um nein zu sagen.

    Das muss auf jeden Fall aufgeklärt werden, da es derzeit keine ordentliche Begründung für die Ablehnung gibt. Hier werden wohl durch die Politik Prozesse ausgehebelt. Auch die Vorwürfe für Nichtanwesenheit bei den entsprechenden Treffen kann man sehr erreichen indem man Herrn Hedeler einfach nicht über die Treffen informiert oder sie auf unpassende Termine legt.

    Ich sehe dann doch die Politiker in der Pflicht der Erklärung. Es sollte im eigenen Interesse sein, da die derzeitige Argumentation klar gegen sie geht.

    Der Vorgang gehört übrigens zu dem populären Berliner Pfilz wenn sich das Bewahrheiten sollte. Der entscheidet öfter mal nach Nase und nicht nach Qualifikation (persönliche Erfahrung). Als Berliner Bürger hätte ich aber lieber qualifizierte Kräfte.

  5. 54.

    Ein Rassist bei der AfD? Ich bin schockiert...

  6. 53.

    Ich denke, der Artikel liefert zu wenige Informationen, um sich ein richtiges Bild zu machen. Zum Beispiel, warum es in der Vergangenheit Konfrontationen gab.

    Ach und wegen des Sprachgebrauchs. Ich erinnere an eine linke Politikerin, die Reiche erschiessen oder wenigstens in Arbeitslager schicken wollte.
    Im Land der Dichter und Denker ist wohl Einiges aus dem Lot geraten.

  7. 52.

    Der kubanisch-stämmige Mediziner hätte die Möglichkeit gehabt, zunächst das neue Antidiskriminierungsgesetz von Berlin in Anspruch nehmen zu können, auch die Möglichkeit einer Verbandsklage ist dort vorgesehen, bei der Verbände stellvertretend für Betroffene vor Gericht ziehen, wäre ein mit diesem Gesetz verbundener neuer Weg. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) wäre so ein Verband.
    Die mit dem Gesetz neu geschaffene Ombudsstelle prüft den Vorwurf und sucht zunächst nach Lösungen jenseits von Klagen. Betroffene werden aber auch bei Klagen unterstützt. Die Frage muss erlaubt sein, warum sucht der Mediziner nicht zunächst diesen Weg?

  8. 51.

    Die Aussagen von der Gesundheitamtsleitung zur Runterstufung und der Nichtberücksichtigung des Bewerbers für den Leitungsjob liegen auf dem Tisch. Laut TAGESSPIEGEL hat der Bewerber in dem üblichen Auswahlverfahren die notwendige Punktezahl nicht erreicht. Aussenstehende, wie hier etwa eine Lobby-Organisation, erbringen keinen neuen Erkenntnisgewinn. Da der Bewerber nicht will, dass das Ergebnis aus dem Bewerbungsgespräch veröffentlicht wird, was sein gutes Recht ist, bleibt zunächst die Personalentscheidung des Gesundheitsamtes. Sein gutes Recht wäre allerdings auch, gegen die Entscheidung des Gesundheitsamtes Klage zu erheben, falls die Frist dazu nicht schon abgelaufen ist.

  9. 50.

    Ich sehe das auch als rassistisches Mobbing. Unabhängig von der Hautfarbe: jemand bewirbt sich auf eine Stelle, bekommt sie als einzig übrig gebliebener Bewerber nicht, beschwert sich ( egal ob berechtigt oder unberechtigt) und wird dann zurückgestuft. Das wäre in jeden Betrieb Mobbing und würde vor keinem Arbeitsgericht Bestand haben. Wartete man bis zur Pensionierung des Amtsarztes? Warum wurde er nicht vorher zurückgestuft?
    Natürlich kann Herr H. überall arbeiten und wird aufgrund seiner bisherigen Qualifikation und seiner Mehrsprachigkeit gute Chancen haben.
    @ justaberliner: natürlich hat ein qualifiziert ausgebildeter Mensch Prinzipien.
    .

  10. 49.

    Ob es in TK "besser gemacht"wurde, weiss doch keiner. Ein Ges. Amt ohne Amtsarzt, ohne Stellvertreter, mit nur kommissarischer Leitung und ein AfD Stadtrat . Als "linker Verschwörungsideologe" glaube ich ja einfach, dass man die Zahlen dort niedrig hält, weil es laut AfD ja kein Corona gibt. Da müsste TK eigentlich bei 0,0 sein.

  11. 48.

    Du die Fachaufsicht liegt bei dem Senat von Berlin, der Gesundheitssenatorin, dem Innensenator ? ! - Bitte schnell noch klären v o r der Rente !

  12. 47.

    Haarsträubend. Die vielen guten Beispiele von Integration gerade im Gedundheitswesen verdienen öffentliche Anerkennung und Achtung. Der AfD-Mann ist offensichtlich überfordert. Der kommunale Bereich ist demokratisch für die Mitwirkung jedes Einzelnen so offen wie wichtig. Also handelt! Lasst Euch solche politische Dummheit nicht länger bieten!

  13. 46.

    Waren es nicht die grünen die alles zu Recht daran gesetzt haben das niemand aufgrund seiner Herkunft Hautfarbe sexueller Einstellung benachteiligt werden darf?. Bevorteilen sollte aber deshalb auch nicht sein. Das wäre ebenfalls Brand gefährlich.
    Aus diesem Grund muß das so unabhängig wie möglich geprüft werden.
    Ich bin erstaunt wieviel sich hier berufen fühlen mit nur den Infos aus den Medien ein Urteil abzugeben.
    Ich würde mir das nicht zutrauen.

  14. 45.

    Können Sie mir bitte mal erklären was an der Aussage" ich könnte überall weltweit arbeiten" nun überheblich sein soll?
    Also ich wusste auch immer um mein Können und habe das auch postuliert. Und er kennt sich vermutlich besser mit Pandemien aus als viele deutsche Ärzte hier, Stichwort Ebola.
    Und Verzeihung, wenn man ungeeignet ist hat man nicht die Position des stellvertretenden Amtsarztes.
    Und wenn man aus nicht eineindeutigen Gründen runtergestuft wird (und das scheint hier ja so zu sein) ist man ja nicht seiner Erfahrung und Qualifikationen verlustig gegangen. Für mich riecht das eher nach Mobbing.

  15. 44.

    Nö - nichtmal Schmähkritik. Sie können sich ja mal mit der Rechtssprechung, also die mit einem "s", auseindersetzen. Sie würden stauen was da "abgesegnet" wurde. Neofaschisten habe ich aber z.B. noch nicht gelesen.

  16. 43.

    Dafür steht Köpenick aber ganz gut da, mit der niedrigsten Inzidenz berlinweit.
    Also irgendwas muss in diesem Bezirk wohl besser als anderswo gemacht werden.

  17. 42.

    Im Tagesspiegel war zu lesen, dass Herr Hedeler im Auswahlverfahren nicht die nötigen Punkte erreicht hat und damit ist er nun mal nach Verwaltungsvorschrift ungeeignet. Diese Vorschrift stammt aber nicht von Herrn Geschanowski, sondern so funktioniert das im öffentlichen Dienst. Und meines Wissens sind am Auswahlverfahren einige Personen mehr beteiligt.

  18. 41.

    Danke für diesen Kommentar, denn Sie haben leider Recht.

  19. 40.

    Als neutraler Betrachter sollten Sie auch lesen können und nicht nur betrachten. Ich habe mein Entsetzen über die Tatsache, dass ein AfDler überhaupt ein Ressort in Köpenick hat zum Ausdruck gebracht und mir die Frage gestellt, welches Ressort er eigentlich hat, wat fühlen Sie sich denn da angegriffen, geht Ihnen das nahe?

  20. 39.

    Ich hoffe die Rassismusvorwürfe werden rückhaltlos aufgeklärt, sonst entsteht hier ernsthafter Schaden für das Land Berlin!

  21. 37.

    1. Nirgendwo habe ich gelesen, dass Herr Hedeler unqualifizierte sei. Er war dem zweiten Bewerber gegenüber unterlegen, das heisst aber nicht viel, da reicht ja ein Punkt Unterschied in der Bewertung.
    Die Amtsärzte der anderen Bezirke halten ihn für sehr qualifiziert. Fragt man sich, wer das besser beurteilen kann. Der Lebenslauf des Stadtrats gibt jedenfalls nicht viel medizinisches Wissen her.
    2. Hat mal jemand überlegt wie viel Druck ein Stadtrat auf die am Bewerbungsverfahren beteiligten Personen ausüben kann? Wenn der jemanden nicht will, dann kriegt er das auch durch, da könnte Herr Hedeler drei Promotionen in Virologie, Epidemiologie und Hygiene haben.
    3.die kommissarisch eingesetzte Amtsleiterin ist fraglich qualifiziert. Sie ist Kinderärztin. Und auch sie wird dem Druck ihres Stadtrats nicht standhalten können.
    4.Ein Gesundheitsstadtrat der Afd in der Corona Krise... Schon vergessen, wer bei Corona leugnen mit läuft?!?

  22. 36.

    Warum der Kandidat nicht geeignet ist?
    Er war stellvertretender Amtsarzt und wurde von der Amtsleitung, auch unter Einschaltung der Mitarbeitervertreter, auf den normalen Arzt heruntergestuft. Warum sollte man ihn dann im Gegenteil höherstufen? Details wollen sie von der Leitung nicht herausrücken, verständlich, wäre rechtswidrig. Einige Hinweise für die Runterstufung stehen im Tagesspiegel.

    Der Fall wird einfach von interessierter Seite aufgepustet und man riecht Lunte, weil der Bezirksstadtrat von der AfD gestellt wird. Der hat aber mit der Personalpolitik des Gesundheitsamtes nichts zu tun.

  23. 35.

    Dafür wurde jeder belangt. Und hier das Wort "Abschaum" noch relativieren... Lässt tief blicken.

  24. 34.

    Natürlich ist er geeignet und qualifiziert. Damm zähle mal auf, wieso nicht.
    Und das du verwundert ist, dass niemand der Neonazi-Partei AfD abkauft, dass sie ihn nicht wollen wegen seiner Hautfarbe und nicht wegen der angeblichen Qualifizierung, ist schon verwunderlich. Hat sogar ein Gericht in Dresden geurteilt, dass man Mitglieder dieser Partei Neonazis nennen kann. Da hatte nämlich einer von denen dagegen geklagt. Und verloren.

    Ich hoffe, dass er so schnell wie möglich den Posten antreten kann.

  25. 33.

    Es ist wirklich zum Schämen, wie zahlreich die Kommetare in diesem Forum sind, die die blaulackierte Partei mit dem braunen Untergrund als normale demokratische Partei darstellen. Die den völlig offen zur Schau getragenen Rassismus ihrer Parteigänger herunterspielen. Die schlicht und einfach mit dieser Partei sympathisieren. Sind ihre Gefolgsleute der Abschaum der Gesellschaft? Wer nicht selbst dazu gehört, kann das eigentlich nur auf eine Weise beantworten.

  26. 32.

    Entgegen den lautstarken Bekundigungen einer Lobby-Organisation "muss" der zuständigen AfD-Stadtrat gar nichts. Die Fakten liegen auf dem Tisch. Hedeler ist ungeeignet für den Job. Ist in einer seriösen Berliner Zeitung nachzulesen.
    Hedeler wurde von der Amtsleitung von seinen Aufgaben als Vize-Amtsarzt entbunden . Damit hat der AfD Stadtrat nichts zu tun. Höchst verwunderlich ist, dass der Bezirksbürgermeister Igel (SPD) sich vorher nicht sachkundig macht und erklärt der "Fall" lasse ihn "nicht unberührt".












    teilt auf Anfrage mit, dass ihn der Fall nicht unberührt lasse.

  27. 31.

    Muss man auch nicht. Das fiel Neonazi-Partei AfD alle hasst, die nicht weiß sind, ist ja bekannt und wird auch regelmäßig propagiert.

  28. 30.

    Sie müssen nicht für mich putzen oder Brötchen verkaufen. Ich behandelte sie genauso wie jeden Verkäufer. Höflich und zuvorkommend.

  29. 29.

    Danke, der Kommentar hat gesessen und spricht mir völlig aus der Seele!

  30. 28.

    Dafür müsste Herr Hedeler zustimmen, dass sein Ergebnis aus dem Bewerbungsgespräch veröffentlicht wird (Datenschutz). Da Ihm aber sein Anwalt schon geraten hatte, nicht an die Öffentlichkeit zu gehen, wird er wohl
    nicht wollen, dass die Öffentlichkeit erfährt, wo der selbsternannte Samariter bei der Bewerbung geschwächelt hat.

  31. 27.

    Wenn Sie nicht glauben dass die Afd rassistisch ist, so möchte ich Sie an das Interview mit Herrn Gauland erinnern in dem er sinngemäß sagte: Herr Boateng spielt gut Fußball, aber als Nachbar will ich ihn nicht haben. Und es gab noch wesentlich schlimmer Ausfälle gegenüber andersfarbigen, andersdenkenden...

  32. 26.

    Es ist wie immer in diesem Land, vor allem in Kommentarbereichen: Der "gute Deutsche" will den Menschen mit Migrationshintergrund erklären, das er gar nicht diskreminiert wurde und das alles ausgedacht ist. Ihr seid schäbig!!!! Hauptsache die putzen für Euch, bringen die Post, behandeln Euch beim Arzt oder verkaufen die Brötchen. Ansonsten haben sie den gute Weißen nur Dankbar zu sein und sich nicht zu beschweren. Es ist zum K....N!

  33. 25.

    "rbb|24 hat Bernd Geschanowski mit den Vorwürfen konfrontiert. Eine Antwort stand zunächst aus." Warum sollte er? Welche Vorwürfe? RBB nennt keine. Die Auswahl hat ein Gremien getroffen, ist zu lesen. Ein Arzt ist nicht unbedingt gleichzeitig ein guter Vorgesetzter. Im TAGESSPIEGEL ist zu lesen

    "Die kommissarische Amtsleiterin begründet die Absetzung mit ihrer "Fürsorgepflicht gegenüber allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Gesundheitsamt und der Sicherung des ordnungsgemäßen Betriebes". Hedeler /der abgelehnte Bewerber) habe über einen längeren Zeitraum an keiner Dienstberatung teilgenommen und fachliche Anfragen nicht mehr selber beantwortet." Wenn die Beantwortung fachlicher Fragen zum arbeitsvertraglichen Umfang gehört, wäre dann doch eher eine Abmahnung angezeigt.

  34. 24.

    Na, dann käme die Staatsanwaltschaft ja aus den Ermitlungen nach nem durchschnittlichem afd Parteitag gar nicht mehr raus. Es war diese Partei, die diese Sprache eingeführt hat. Es war ihre afd, die Menschen als "Viecher", den politischen Gegner als versifft bezeichnet hat. Wahlweise mal mit Lagerhaft und/oder sonstigen vernichtungsphantasien. Man könnte hier noch mehr Beispiele nennen, aber dann wird er nicht veröffentlicht...Also bevor sie hier den gekränkten Spielen, erstmal hinterfragen wer damit angefangen hat und das auch noch weiterhin macht, wie man ja an zahlreichen Beispielen im Netz sehen kann.
    Und dann sollten alle ihre Sprache überdenken.

  35. 23.

    In der heutigen Zeit, wenn man nicht bekommt, was man will, schreit jeder dann nach Diskreminierung. Hat jemand tiefer nachgefragt, warum er den Posten nicht bekommen hat. Allein hat er die Entscheidung wohl nicht getroffen. Wer schreit am lautesten: natürlich die Grünen.

  36. 22.

    Noch steht überhaupt nichts fest und schon wird wieder auf die AfD eingeprügelt. Ein solches Verhalten ist genau das, was sie der AfD vorwerfen. An dieser Entscheidung ist nicht nur ein AfD Mann beteiligt. Und was soll überhaupt die Frage nach dem Fach-Ressort, welches der AfD-Mann bekleidet. Er ist demokratisch gewählt und im Amt. Alles andere interessiert hier nicht.

  37. 21.

    Was ist den ihr Problem? Der Arzt lügt, der afdler ist ein Opfer??? Wenn sie schon neutralität wollen, muss diese auch für beide gelten. Ansonsten ist es das übliche geschwurbel! Und ob sie es glauben wollen oder nicht: In dieser Partei gibt es echte rassisten.....

  38. 20.

    Das muss man sich erst einmal leisten können..,
    eine Nichteinstellung oder Ernennung des stellv. Amtsarztes im Gesundheitsamt,die Ablehnung der Hilfe durch die Bundeswehr im Gesundheitszentrums Xberg..
    Medizinische Hilfe, wenn mir der Helfende nicht passt??
    In solch eine Situation kommen nur nicht Hilfsbedürftige.

    Herr Igel wird das nicht auf sich sitzen lassen..
    Der Obdachlose vor seinem Fenster an den Haltestellen hält er aus.

  39. 19.

    So, wie Herr Hedeler das Auswahl- und Besetzungsverfahren darstellt, wird es nicht gewesen sein. Eine freie Stelle wird ausgeschrieben, die Bewerber müssen die vorgegebenen Kriterien erfüllen und werden dann nach ihrer Qualifikation, Eignung und Befähigung ausgesucht. Wenn Herr Hedeler unterlag, kann er das Besetzungsverfahren nachprüfen lassen. Das versucht er mit einer Polemik gegen den zuständigen Stadtrat zu umgehen. Die "Rassismuskarte", und dann noch gegen die AfD, sticht immer. Interessant ist auch der nunmehr von Herrn Hedeler eingeschlagene Weg: mittels eines Vereins und einer extra Kampagnenmanagerin soll nun soviel Druck erzeugt werden, daß die Verantwortlichen aus Angst, sie könnten als rassistisch gebrandmarkt werden, letztlich "einknicken". Damit zählt nur noch die dunkle Hautfarbe als das maßgebliche Kriterium. So geht es wohl nicht. Allein der Vorwurf, die Hautfarbe sei entscheidend gewesen, reicht (zum Glück noch) nicht aus.

  40. 18.

    Liebe*r Kimbala,

    iich verstehe was du meinst. Ich kenne Köpenick auch aus den Baseballschlägerjahren.
    Langsam wird es hier auch diverser aber ob Bahnhof- oder Seelenbinderstrasse oder andere Orte,
    rechtsextreme Codes und rassistische Verhaltensweisen finden sich an vielen Orten.
    Aber: Es gibt auch immer mehr Menschen die dagegenhalten.
    Also: Nicht einschüchtern lassen, Netzwerke bilden!

  41. 17.

    und hier noch ein kleines Gedankenspiel:
    Ein weißer Bewerber bekommt beim Auswahlverfahren zuwenig Punkte und ist somit nicht geeignet für die Stelle. Der Stadtrat ist von der SPD. Wenn interessiert es, NIEMANDEN.

    Jetzt ändern wir zwei Variablen der Gleichung:
    Ein farbiger Bewerber bekommt zuwenig beim Auswahlverfahren Punkte und ist somit nicht geeignet für die Stelle. Der Stadtrat ist von der AfD.
    Wenn interessiert es, zu viele :-)

    Dennoch ist in beiden Fällen der Bewerber einfach nicht für die Aufgabe qualifiziert. Sollte man ihn dennoch einstellen? Dann könnten sich ja zukünftig alle, die einer Minderheit zugehörig sind, einfach einklagen obwohl sie unzureichend qualifiziert sind.

    Vielleicht sollte man einfach das Punkteergebnis veröffentlichen. Ob Herr Hedeler "dann weltweit als Arzt arbeiten" kann ist wohl eher fraglich.

    Aus meiner Sicht spricht hier nur der verletzte Stolz und Herr Hedeler hat damit allen eine Bärendienst erwiesen.

  42. 16.

    Dann sollte die Begründung für das Gremium ja kein allzu großes Problem sein.

  43. 15.

    Gesundheitsamt, Polizei-Chats, MecPom-Innenminister - Irgendwie ist das rechte Auge amtlich immer etwas sehgeschwächt, so scheint es mir...
    Und dazu bewaffnete Soldaten, aktuell wurde heute der KSK-Soldat, bei dem man im Mai so viel Sprengstoff und Waffen gefunden hatte, aus der Haft entlassen. Ein weiteres Zeichen für eine Rechtsblindheit, meiner Meinung nach.
    https://www.mdr.de/sachsen/leipzig/delitzsch-eilenburg-torgau/ksk-soldat-aufhebung-haftbefehl-100.html

  44. 14.

    Nun soweit mir bekannt, gibt es bei solch einem Auswahlverfahren einen vorher festgelegten Fragenkatalog und eine zu erreichende Mindestpunktzahl, ab der dann der/die Bewerber*innen als geeignet eingestuft werden. Erreicht jemand diese Mindestpunktzahl nicht, ist er ungeeignet und wird nicht eingestellt. Die Stelle wird dann erneut ausgeschrieben und das dauert.

    Die Auswahl eines Bewerbers wird übrigens nicht vom Stadtrat alleine, sondern von einem Gremium (Personalamt (SPD), Personalrat, eventuell auch externe Fachkräfte, usw.) getroffen.

  45. 13.

    Das ist Hassrede... Einfach mal Mitglieder einer Partei zum Abschaum zu erklären. Hoffe, das hier mal ermittelt wird wegen Beleidigung.

  46. 12.

    Sind wir tatsächlich schon wieder soweit, dass Menschen wegen ihrer Hautfarbe im Beruf degradiert werden? Mitten in der deutschen Hauptstadt in einem Krankenhaus? Weil einem AfD-Mann das schwarze Erscheinungsbild eines Arztes nicht passt? Den Angaben zufolge soll er es ja wohl so begründet haben. Das ist dann Rassismus pur. Dieser Mann gehört entlassen, wenn er nicht mehr auf dem Boden unseres Grundgesetzes steht.

  47. 11.

    Ich bin schon mal entsetzt, dass Köpenick überhaupt einen AfD-Stadtrat hat, wofür ist der denn Stadtradt, doch nicht etwa für Gesundheit? Wenn ich das Benehmen in den Bundestagsdebatte sehe, kann ich nur sagen, dass das ja wohl überhaupt nicht geht.

  48. 10.

    Eine rassistische Entscheidung traut man wohl einem AFD-Funktionär einfach mal zu. Warum wohl? Weil er Mitglied in einer rassistischen Partei ist? Wenn er schweigt, dann könnte es einfach korrekt sein.

  49. 9.

    Vielen Dank für Ihr stichhaltiges "Argument".

    Haben Sie folgendes gelesen?
    "Über die Bewerbungen für die Amtsarztstelle habe ein Gremium mit mehreren Stimmberechtigten entschieden. Keine Einzelperson hat Auswahlentscheidungen getroffen. Die Beschäftigtenvertretungen waren ebenfalls beteiligt."

    Alle aus Ihrem Sammelbecken für den Abschaum unserer Gesellschaft?

  50. 8.

    Keine Einzelperson hat die auswahlentscheidung getroffen, so Herr igel (spd) !!!!
    Aber es passt ja soo schön. Böse afd

  51. 7.

    Wenn ein einzelner AfD-Stadtrat eine solche Berufung verhindern kann, stimmt aber auch etwas mit den Strukturen nicht.

  52. 6.

    Es wundert mich nicht, Köpenick hat schon immer ein braunes, nun blaues, Problem.
    Als POC verzichte ich des nachts auf einige Ecken hier bei uns. Obwohl ich schon immer in Köpenick lebe. Und doch musste ich gerade als Kind der 90er viel wegrennen oder einstecken. Nun sind die Schläger von damals erwachsen, Familienväter und der Hass und Terror geht weiter.

  53. 4.

    Nehmen wir mal den Rassismus raus. Dann bleibt dennoch die Frage, warum kein Arzt eingestellt wird. Das sollte das Gremium begründen können und auch machen. Sonst macht es sich unglaubwürdig.

  54. 3.

    Der böse wieder von der AfD, dass passt doch gut ins Bild!
    Die NGO hat auch wieder was zu tun. Wunderbar

    Da braucht man auch nicht warten, was der eigentliche Grund für die Nicht-Wahl war. Die Antwort des Herrn Geschanowski steht noch aus. Tja Pech gehabt, wenn er nicht in einer Stunde antwortet, der Artikel wird veröffentlicht!

    Aber auch wenn die Story nicht stimmt, ist doch egal, der Schmutz bleibt schon hängen!

  55. 2.

    Könnte es auch sein, dass Herr Hedeler wegen seiner Überheblichkeit und Prinzipienreiterei:
    "... könnte überall arbeiten, weltweit ... geht's mir ums Prinzip ..." als ungeeignet für die Stelle erscheint?
    Oder ist die Kombination aus AfD-Stadtrat und dunkelhäutigem Politiker so verlockend, dass hier rassistisch begründete Diskriminierung fast automatisch unterstellt wird?

  56. 1.

    Die "A"fD zeigt immer öfter, dass sie nichts anderes ist als ein Sammelbecken für den Abschaum unserer Gesellschaft. Ich wünsche dem Arzt, dass der bekommt, was ihm zusteht.

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