Digitale Bürgerbeteiligung - Wenn die große Zukunfts-Befragung floppt

Hochhäuser im Märkischen Viertel in Berlin-Reinickendorf (Bild: imago images / Jürgen Ritter)
Audio: Sabine Müller | Inforadio | 11.01.2021 | Bild: imago images / Jürgen Ritter

Wie soll die Hauptstadtregion in Zukunft aussehen? Gut sechs Millionen Menschen in Berlin und Brandenburg könnten dabei gerade mitreden - über ein digitales Bürgerbeteiligungs-Projekt. Warum dabei kaum einer mitmacht, erklärt Sabine Müller.

Als die "Öffentliche Beteiligung zum strategischen Gesamtrahmen Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg" am 11. Dezember an den Start ging, freute sich Brandenburgs Staatskanzlei-Chefin Kathrin Schneider optimistisch darauf, dass viele Bürgerinnen und Bürger mitmachen würden. Einen Monat später versucht sie weiter, positiv zu klingen: "Das ist ein guter Start in den Prozess. Da muss man auch ein bisschen Geduld haben," sagt Kathrin Schneider.

Christian Gaebler, der Chef der Berliner Senatskanzlei, fügt hinzu: "Im Grundsatz sind wir zufrieden mit dem Start. Wir haben schon über 100 Anregungen bekommen."

Zweckoptimismus aus den Chef-Etagen

Der Optimismus wirkt allerdings gewollt, denn erstens kann von Start-Phase keine Rede mehr sein - vier von fünf Wochen des Projekts sind schon rum. Zweitens ist die Zahl von "über 100 Anregungen" schöngerechnet. Am späten Sonntagnachmittag standen genau 73 Einträge auf der Webseite [mein.berlin.de]. Um auf über 100 zu kommen, zählt Senatskanzleichef Christian Gaebler die Kommentare unter den Einträgen einfach mit - die enthalten aber in der Regel keine neuen Anregungen.

Ob 73 oder 100 – für Emine Demirbüken-Wegner, Partizipations-Fachfrau der CDU im Berliner Abgeordnetenhaus, macht das keinen Unterschied. Sie nennt die bisherige Beteiligung "eine Schelte für den Senat und für das Projekt." Ihre Bilanz lautet: "Mit diesen Zahlen kann ich nur sagen, dass das Projekt als solches gescheitert ist."

Keine Werbung, falscher Zeitpunkt

Oliver Wiedmann vom Verein "Mehr Demokratie" urteilt etwas gnädiger. Er sagt, bei den Zahlen sei Luft nach oben, vor allem, weil sich die Menschen in der Hauptstadtregion eigentlich gerne an solchen Mitmach-Projekten beteiligten. "Es muss ihnen bloß ein wenig schmackhaft gemacht werden, sie müssen ein Stück weit auch abgeholt werden, da wo sie stehen," sagt Wiedmann. "Da reicht es eben nicht, etwas einfach auf die Webseite zu stellen."

Viel mehr haben die Regierungen von Berlin und Brandenburg aber nicht getan. Eine Werbekampagne für das Projekt - etwa mit Plakaten - gab es zum Beispiel nicht. Außerdem war der Startzeitpunkt denkbar ungünstig, denn Mitte Dezember waren die Menschen mit Weihnachts-Stress und Lockdown-Sorgen beschäftigt, aber nicht mit großen Zukunftsvisionen für die Hauptstadtregion.

Beteiligung pro forma - oder echtes Interesse?

Für die Berliner CDU-Frau Emine Demirbüken-Wegner ist das Ganze symptomatisch für das generelle Handeln des Berliner Senats – der interessiere sich nämlich nicht wirklich für die Meinung der Menschen, sagte sie: "In Berlin gibt es viele Bürgerinitiativen, mit dem Ergebnis, dass der Senat die drei Affen gespielt hat: Ich höre nichts, ich sehe nichts, ich weiß nichts."

Zur Brandenburger Landesregierung, wo die CDU beteiligt ist, schweigt Demirbüken-Wegner lieber. Kathrin Schneider aus der Brandenburger Staatskanzlei widerspricht dem Vorwurf, die Regierungen hätten kein Interesse an der Meinung der Bürger*innen. Sie betont, man wolle mit den Menschen ins Gespräch kommen und eine echte Beteiligung.

Eine Pressemitteilung an die Bürger

Der Berliner Senatskanzleichef Christian Gaebler sagt, er habe aus dem laufenden Projekt schon Anregungen mitgenommen - zum Beispiel die Forderung, Wohnheime speziell für entlassene Strafgefangene im Rentenalter zu bauen. Solche Dinge, sagt er, fielen einem dann erst auf, wenn sie so konkret angeregt würden. Viele andere Vorschläge waren dagegen erwartbar. Topthema ist die Mobilität: Immer wieder geht um neue S-Bahn-, U-Bahn und Bus-Verbindungen, die sich Menschen in der Region wünschen.

Mit miserablen Beteiligungszahlen geht das Projekt in die letzte Woche. Am Sonntagmittag riefen die Regierungen in Berlin und Brandenburg die Menschen in einer Pressemitteilung nochmal zum Mitmachen im Endspurt auf. Vielleicht wird die Frist für das Einreichen von Ideen auch noch ein bisschen verlängert. Senatskanzleichef Gaebler schließt das nicht aus.

Sendung: Inforadio, 11.01.2021, 07:00 Uhr

Beitrag von Sabine Müller

41 Kommentare

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  1. 40.

    Hat denn der RBB auf diese Beteiligung aufmerksam gemacht? Vielleicht hätte Frau Müller im Radio darauf hinweisen können?

  2. 39.

    "Formuliere neu: "Frauen sind die besseren Politiker"."
    Na endlich sieht DAS mal jemand ein.

    Ok - zurück zum Thema:
    Der Misserfolg des Portals bei berlin.de rauscht ja schon quer durch den virtuellen Blätterwald. Mal sehen ob, die Mail was gebracht hat. Glaube aber eher, der Erfolg ist wie das Wetter ...

  3. 38.

    Kommentare wie Ihrer meinen den Missbrauch der Kommentarfunktion. Nicht nur, dass Sie sich in Überlegenheitsfantasien über die solidarischen Bemühungen Anderer hinwegsetzen und diese delegitimieren, sie knüpfen auch mit dem nichtigen Anlass von Grammatik an rechtspopulistische Anit-Gender-Mainstreaming-Haltungen sowie blanker Misogynie an. Zum Thema haben Sie was geschrieben? Gar nichts. Empörungs- und Rechthaberei-Rhetorik ohne Substanz.

    Die Kampagne ist leider zeitlich schlecht gewählt und medial bzw. öffentlichkeitswirksam schlecht begleitet. Da verwundert eine geringe Beteiligung nicht. Das heißt aber nicht, dass die Partizipation oder die Partizipationsmöglichkeiten beschränkt seien oder durch den Senat beschränkt würden.

    Ferner ist mir schleierhaft, wie man die Sozialdarwinistin Demirbüken-Wegner zu sozialen Fragen überhaupt heranzieht. Bei Themen wie Wohnungslosigkeit oder Geflüchteten ist sie bei der AfD einzurordenen - blanke Menschenverachtung und Willkür.

  4. 37.

    "Bürger*innen" - es muss heißen die Bürger - da der Plural kein Geschlecht kennt, ist dies die einzige, kurze, elegante und einzige deutsche Bezeichnung, die o f f i z i e l l anerkannt ist! Dazu hat Kommentator "Frank" geschrieben:
    Das grammatische ist nicht gleich dem natürlichen Geschlecht: "das Mädchen". Tatsächlich ist das generische Maskulinum geschlechtlich nicht markiert und macht damit jedes biologische Geschlecht unsichtbar. Es ermöglicht dank des fehlenden Geschlechterbezugs eine genauso diskriminierungsfreie wie effiziente und elegante Ausdrucksform.
    Die Forderung nach ständiger Sichtbarmachung des biologischen Geschlechts führt zu einer unangenehm sexualisierten, technokratischen Sprache, die die Menschen nach körperlichen Eigenheiten in Gruppen trennt. Interessanterweise propagieren diese sprachliche Geschlechterapartheid oft die selben Leute, die sich sonst gegen jede Art von Unterscheidung sind. Formuliere neu: "Frauen sind die besseren Politiker".

  5. 36.

    "Allein der Registrierungsprozess auf der Webseite stellt eine Hürde dar."
    Ok - frei erfundener Name und irgendeine Mailadresse von dir. Wäre es nicht so, könnte sich Paul aus Kleinkleckersdorf für Kurt aus Timbuktu ausgeben und dessen Ideen versaubeuteln. Wo ist also die Hürde?

    "Die IT-Kommunikation mit dem Bürger hakt."
    Bei manchem Bürger hakt es eher mit der IT-Kompetenz.

    " Warum hat der Staat eigentlich nicht von jedem Bürger eine e-mail Adresse ?"
    Weil es kein Überwachungsstaat ist - also noch nicht ;-) ?

    "Jeder Online-Shop teilt mir mehr mit."
    Jedem Online-Shop teilst DU mehr mit. Ok, ja, sehe ich ein - der "Einkaufswagen" fehlt dir.

    Buchempfehlung: Autor John R. Levine ....

  6. 35.

    Weil die Kenntnisse im Verwaltungsrecht fehlen: Letztendlich entscheidet der "kleinste" (Planungs-)Sachbearbeiter im Bauamt. Macht der einen Fehler, so ist der nicht mehr zu heilen. Ein "Aufzählen/Zusammenfassen" der Mängel reicht nicht aus. Es müssen immer einzelne Gründe pro Bürger ausreichend vorliegen. Und was ausreichend ist (in Summe und Qualität), bestimmt subjektiv ein Richter. Das ist so gewollt: Ämter machen keine Fehler und schon gar nicht vom Bürger zu verhindern. Deshalb sind Befragungen/Initiativen usw. Ideensammlungen oder eine Bestätigung der eigenen Idee - man kann dem folgen oder aber nicht. Die Wahrnehmung "Mitsprache" weicht zunehmenden Frust: Verwaltungsrecht ändern - jetzt.

  7. 34.

    Ja, genau:
    Warum hat der Staat eigentlich nicht von jedem Bürger eine e-mail Adresse ?
    Wenn Sie also gerne Ihre Privatspäre auf >öffentlich< stellen wollen, bitteschön. Aber schon mal nachgedacht, warum es überhaupt Datenschutz gibt?
    Wissen Sie denn wirklich nicht, daß der Staat mit unser aller Adressen und Daten Geschäfte macht und diese ganz legal verkaufen darf an wen auch immer? Sämtliche Daten im Melderegister sind eine "Ware", die verkauft werden darf.
    Und da haben wir noch gar nicht davon gesprochen, daß meine Privatangelegenheiten wie Mail-Accounts den Staat nichts angehen.
    Wir als BürgerInnen haben Grundrechte, zB. auf informationelle Selbstbestimmung. Und diese Grundrechte sind Abwehrrechte gegen den Staat. So sind sie gedacht und geschaffen worden.

  8. 33.

    Wieso - ist doch genau richtig, denn:
    die Plural-Form von >Bürgerin< ist >Bürgerinnen<. Damit also ist nun allen recht getan und w/m/d werden >alle< berücksichtigt.
    Sie haben nur die männliche Form Singular/Plural berücksichtigt.

  9. 32.

    Die Registrierung dauert vielleicht 30 Sekunden. Was ist daran eine Hürde?

  10. 31.

    Es wurden ja nur Ideen abgefragt, die beide Bundesländer gleichzeitig betreffen. Da findet sich wohl nicht sooo viel … Würden Ideen, Wünsche, Anregungen abgefragt die nur ein Bundesland, oder nur einen Landkreis, oder nur einen Stadtbezirk betreffen, würden die Netiquette und die Server wahrscheinlich zusammenbrechen … Aufruf zur Beteiligung war wirklich dürftig. Technische Umsetzung aber ansonsten einfach und gut. Etwas Verlängerung und nochmaliger Aufruf ist wünschenswert.

  11. 30.

    Allein der Registrierungsprozess auf der Webseite stellt eine Hürde dar.
    Die IT-Kommunikation mit dem Bürger hakt. Warum hat der Staat eigentlich nicht von jedem Bürger eine e-mail Adresse ?
    Jeder Online-Shop teilt mir mehr mit.

  12. 29.

    Und trotzdem steigt die Wahlbeteiligung von Jahr zu Jahr. Und trotzdem diskutieren "alle" über Politik. Und trotzdem unterschreiben die Leute für Volksbegehren / -entscheide.

  13. 28.

    Die Frage die sich hier stellt, ist doch viel eher ob verwaltungstechnische Starrsinnigkeit und Bräsigkeit dahinter stecken, oder ob es durchaus so gewollt ist, das eine solche Bürgerbeteiligung vor sich hin dümpelt.

    Je weniger Beteiligung, desto eher kann die Verwaltung hier tun und lassen was sie für Richtig hält. Am Ende können sie immer sagen: Na es gab doch eine Bürgerbeteiligung. Wenn niemand mitmacht, ist das doch nicht unser Problem.

    Selbst für die Möglichkeit Haupt- und Weiterbewilligungsanträge in den jeweiligen Jobcentern per Handy online zu stellen, wurde mehr Werbung über Zeitungsanzeigen, Kundenanschreiben und Flyer gemacht.

  14. 27.

    Wie sah denn dieses "in die Zange nehmen" aus ... können Sie hierzu bitte einen Hinweis geben, wo man sich mal die Entwicklung des Bergmannkiezes anschauen kann?

  15. 26.

    Ähm - bisher nichts von gehört oder gelesen. Die Seite selbst ist ja nicht uninteressant. Mal "auf Halde" packen. Irgendwie ist das Projekt zwar gut gedacht, aber sauschlecht rübergebracht worden.
    Gehässig könnte man auch fragen, ob eine Beteiligung überhaupt wirklich gewünscht war oder dies nicht eher eine "Alibifunktion" nach dem Motto "Wir haben aber gefragt." war.
    Sowas gehört als eigenständiger Aufmacher direkt auf die Startseite - ohne vorhergehende Linkklickerei, wozu die wenigsten wirklich Lust haben. Aber nee - was findet man auf Berlin.de ...
    Snoozen: Die Schlummertaste und ihre Folgen
    Na denn, lieber Senat, schlummert schön weiter.

  16. 25.

    Die von Ihnen sogenannte "Links/Grüne Ideologie" scheint mir hier nur bei Ihnen durchzuscheinen. Ich kann das im Artikel über eine Bürgerbeteiligung, sei sie auch unglücklich angelaufen, nicht erkennen.

  17. 24.

    Also ich bin ja eigentlich auch einer der wenigen, die sich für die Entwicklung der Heimatregion interessieren und auch aktiv daran mitwirken, soweit es in einem annehmbaren Rahmen geht.
    1. Von dieser Bürgerbefragung online habe ich erst jetzt hier bei rbb24 erfahren
    2. macht es grundsätzlich aber auch keine Spaß, Ideen und Tipps zu geben oder auch andere Anregungen aufzunehmen, wenn deren Umsetzung erst weit nach meinem Ableben passieren.

  18. 23.

    Ich höre davon zum 1.mal. Da ich keine Zeitung lese sondern hauptsächlich ARD Nachrichten sehe und ab und zu mal RBB. Allerdings ist auch der Zeitpunkt schlecht gewesen. Vor Weihnachten und Pandemie. Ich hörte nur in den Nachrichten hauptsächlich um Streitigkeiten der Länder und der Parteien zur Pandemie und wie einer es auf den anderen schob und das nur die Familien es weitertragen das Virus. Solch ein Kindergarten um sich zu ins Licht zu setzen brauche ich nicht. Dadurch habe ich oft ausgemacht.

  19. 22.

    Mich wundert, dass das erst jetzt auffällt. Wenn man einmal den Prozess rund um den Bergmann-Kiez betrachtet und den Anwohnern zugehört hätte, wäre klar, dass eben nicht nur die Anwohner, sondern vor allem Lobbyisten wie CCities hier massiv Einfluss genommen und zusammen mit dem halb-legitim agierenden Baustadtrat S. diesen einstigen vom rbb als schönsten ausgewählten Kiez in die Zange genommen haben.

    R2G kann es nicht - auch das nicht.

  20. 21.

    Hier "scheint die Links/Grüne Ideologie durch": Umverteilen/Anweisen ja, echt was schaffen eher nein.

    Und der Beitrag von S. Müller beinhaltet wieder einen Fehler: "Bürger*innen" - es muss heißen die Bürger - da der Plural kein Geschlecht kennt, ist dies die einzige, kurze, elegante und einzige deutsche Bezeichnung, die o f f i z i e l l anerkannt ist!

  21. 20.

    Trotz regelmäßig Inforadio und anderer
    regionaler Medien war mir dies nicht bekannt. Wahrscheinlich war der Zeitpunkt entweder bewusst oder unbewusst so gewählt, in denen es in allen Medien nur ein Thema gab und gibt. Schade.

  22. 19.

    Wie die meisten hier, höre ich zum ersten Mal davon, obwohl ich sonst sehr interessiert an solchen Projekten bin, die meine Stadt betreffen. Und wie immer ist die CDU zur Stelle, ausschliesslich um zu kritisieren. Kennt man nicht anders. Also Danke für den Tipp, guck ich doch mal rein.

  23. 18.

    Ohne diesen RBB-Beitrag hätte ich von dieser "Bürgerbeteiligung" absolut nichts mitbekommen. Also prinzipiell zu begrüßen, aber die Kommunikation dazu kann man nur als unzureichend bezeichnen.

  24. 17.

    Ich finde so ein Projekt ne tolle Sache, aber habe einfach mal überhaupt nichts davon mitbekommen! Deshalb danke, dass ihr darüber berichtet habt.

  25. 16.

    Das geringe Bedürfnis sich zu beteiligen, zeigt doch nur wie zufrieden alle mit der Politik sind.
    Seit 30 oder 70 Jahren wählen die Bürger in abwechselnden Zusammensetzung von Parteifarben immer das Gleiche. Sozialabbau, keine Steuern für Reiche (Personen und Firmen) und aktuell stehen alle auf ein kaputtes Gesundheitssystem, Einsperren als Virusbekämpfung und Mrd.teure unnötige Flughäfen.
    Also bitte immer weiter so!

  26. 15.

    Offenbar wurde die Befragung nur in den einschlägigen Probahn oder Mobilitätsforen bekannt gegeben. Die Einseitigkeit der Themen spricht Bände. Die Beteiligung auch: am Starttag vor einem Monat und heute, wo es mal wieder (im rbb) veröffentlicht wurde, mehr als 3 Einträge pro Tag. Dazwischen gedümpel zwischen Mobilität und Kaltluftschneisen...
    Aber es wäre ja auch das erste Mal, dass man sich für die Bürger und deren Meinung interessiert.

    Corona lehrt uns, dass die Regierung nicht weiss, wer im Land wohnt, wie alt der ist und welche Bedürfnisse der hat.... liegendgepflegte 85jährige müssen in die Treptow-Arena, wenn sie nicht im Heim sind... beatmete Junge müssen sterben, weil es nur nach Alter geht...

  27. 14.

    Wozu braucht man eine Bürgerbeteiligung wenn unsere gewählten Politiker eh alles ignorieren um ihre ideologischen Ideen umzusetzen, da darf der Bürger eh nicht mitreden.

  28. 13.

    Schön, dass man sowas durch Zufall erfährt. Warum gibt es dazu von der Brandenburger Regierung keine Werbung und keine Infos? Und nur auf der Webseite von Berlin? Frau Kathrin Schneider war ja schon als Ministerin nicht der Bringer. Und vor allem wird so ein wichtiges Thema und Projekt in einer Zeit anderer und wichtigerer zu lösender Probleme "heimlich" durchgezogen. Soviel zur Möglichkeit der Bürgerbeteiligung.

  29. 12.

    Leider wird der Beteiligungsrahmen nicht definiert. Was passiert mit den "Anregungen"?! Woran darf mensch sich wie beteiligen und welche Mittel stehen zur Umsetzung der Ideen zur Verfügung ...? Ich fänd ein berlinweites Straßenbahnnetz auf eigenen Trassen super; angefangen mit der Umstellung aller Metrobuslinien auf Straßenbahnen. Schön wäre, wenn die Metrobuslinien sofort die seit Jahren versprochenen Busspuren erhalten würden. Dann müssten die Busse nicht mehr im Autostau stehen bis die Straßenbahn kommt.
    Verzichten kann ich gerne auf zunehmenden (internationalen) Autobahntransitverkehr durch die Stadt, der durch Autobahnsanierungen und Autobahnausbau offenbar auch nach 2050 (Klimaneutralität ;) noch vom Senat gewollt ist.

  30. 11.

    In solche Ideen investiert man Zeit und Geld, weigert sich aber gleichzeitig mit Händen und Füßen eine Onlineterminvergabe bei Impfterminen zu unterstützen und klammert sich hilflos an ein nicht umsetzbares Callcentermodell. Man fragt sich manchmal, ob man der letzte analytisch denkende Mensch in diesem Land ist. Man muss doch Prioritäten setzen können und diese dann auch einhalten.
    Kommentare in
    https://www.rbb24.de/panorama/thema/corona/beitraege/2021/01/brandenburg-impfungen-impfzentren-mobile-teams-ranft.html
    https://www.rbb24.de/panorama/thema/2020/coronavirus/beitraege_neu/2020/12/berlin-brandenburg-corona-impfung-impftermin-reihenfolge.html
    https://www.rbb24.de/panorama/thema/corona/beitraege/2021/01/lieferung-impfdosen-berlin-brandenburg-biontech-moderna.html
    https://www.rbb24.de/politik/thema/2020/coronavirus/beitraege_neu/2021/01/brandenburg-terminvergabe-impfungen-callcenter-116117.html

  31. 10.

    Noch nie davon gehört, obwohl ich Radio höre und Zeitung lese.

  32. 9.

    Höre auch das erste mal von dieser Seite

  33. 8.

    Wirklich absolut witzlos - ich habe erst und auschließlich durch diesen Artikel her von der Befragung erfahren...! Wenn es 99,9 % der Berliner so geht erklärt es sich von selbst, dass keiner mitmacht!
    Für jeden Quatsch wird Werbung geschaltet - wieso hierfür nicht?!

  34. 7.

    Wer sich die Website anschaut stellt fest, dass die vorher bereits stattgefunden "Expertenbeteiligung" keine Ergebnisse erbracht hat oder Transparenz nicht gewollt ist. Will der Senat uninformierte Beteiligung?! Wirkt wie eine reine Alibiveranstaltung. Am Ende ist das gewünschte Ergebnis wahrscheinlich, die Berliner wollen weitere Privatisierung des öffentlichen Raums mit steigenden Mieten, den Autobahnausbau mit weiteren Ringen in der Innenstadt und so weiter ...
    Das - gewollte - Beteiligung funktionieren kann belegen zahlreiche Initiativen in der Stadt. Bitte, bitte, bitte gründet gemeinsam eine neue Partei, um mehr echte Beteiligung an der Stadtpolitik nach den kommenden Wahlen zu ermöglichen. Die aktuelle Regierung will leider offenbar keine Beteiligung aller (als Experten für das Leben in der Stadt). Wichtiger sind wohl andere Interessen, die lieber ohne Öffentlichkeit in "Expertenrunden" verhandelt werden.

  35. 6.

    Soso da sollen sich also 2,7 mio Brandenburger auf einer Berliner Webseite zu Ihren Vorstellungen über die gemeinsame Zukunft beider Länder äußern? Also unter mein.Berlin fühle ich als Brandenburger mich irgendwie nicht angesprochen, selbst wenn ich Berlin nicht unfreundlich gegenüber gestimmt bin. So eine Webseite bestärkt nur die Zweifel von vor 25 Jahren als wir das mehrheitlich abgelehnt haben.
    Dann gibt es noch ein oder zwei Pressemitteilungen und nun meint man der böse Bürger hat kein, oder wenig Interesse.
    Nun hab ich noch eine Woche mir das mal anzuschauen.

  36. 5.

    Ich lese zum ersten Mal davon. Wo gab es denn den Aufruf? Gut,dass der rbb darüber berichtet, damit man ein paar mehr Menschen erreicht. Ich werde mir den Link mal anschauen!

  37. 4.

    Von diesem Projekt lese bzw. höre ich hier und heute zum ersten Mal. Schade um die Steuergelder.

  38. 3.

    Ich wusste gar nicht, dass es das gibt. Denn ich finde soetwas super. Mehr Werbung und eine längere Laufzeit wäre toll.

  39. 2.

    Ich lese durch diesen Artikel zum ersten mal von dieser Befragung. Und meine, mich sehr umfassend zu informieren.
    Etwas mehr "klappern" wäre also hilfreich gewesen, wenn denn die aktive Teilnahme der Bürgerinnen und Bürger gewollt gewesen wäre. Armselig! Und wieder so typisch.

  40. 1.

    Höre von dem Projekt Heute beim rbb das erste Mal. Schade eigentlich. Daher kein Wunder, dass kaum einer mitmacht, wenn keiner das Projekt kennt :/

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