Symbolbild: Armin Laschet (Quelle: dpa/Rolf Vennenbernd)
Video: Abendschau | 16.01.2021 | Bild: dpa/Rolf Vennenbernd

Reaktionen aus Berlin und Brandenburg - Stübgen attestiert neuem CDU-Chef Laschet Kanzler-Fähigkeiten

Auf die Wahl Armin Laschets zum neuen CDU-Bundesvorsitzenden reagiert Berlins CDU-Landeschef Kai Wegner erfreut und forderte eine Zusammenführung aller Parteiflügel. Der Brandenburger Innenminister Stübgen attestiert Laschet gleich "das Zeug" zum Kanzler.

Nach der Wahl von Armin Laschet zum neuen CDU-Bundesvorsitzenden [tagesschau.de] kommen auch Glückwünsche aus Berlin und Brandenburg. "Ich freue mich auf unsere weitere Zusammenarbeit", teilte CDU-Landeschef Kai Wegner am Samstag mit. "Jetzt gilt es, alle Flügel der Partei zusammenzubringen: den konservativen, den liberalen und den sozialen. Dann ist die CDU stark."

Der Berliner CDU-Chef sprach in seinem Statement von einem spannenden und fairen Wettbewerb. Im rbb-Interview am Freitag hatte sich Wegner für Friedrich Merz als "den richtigen Kandidaten" ausgesprochen.

Stübgen: Laschet bester Kanzlerkandidat

Für Brandenburgs CDU-Vorsitzenden Michael Stübgen hat Laschet auch das Zeug zum Bundeskanzler. "Ich traue ihm auf jeden Fall Kanzler zu", sagte Stübgen am Samstag der Deutschen Presse-Agentur.

"Natürlich ist theoretisch möglich, dass auch die CSU in Person von Markus Söder einen Anspruch anmeldet. Wenn das so ist, dann werden wir das so klären, dass das der Beste machen kann." Das sei für ihn Laschet: Der habe "das Zeug", Kanzlerkandidat zu werden.

Laschet setzt sich gegen Merz und Röttgen durch

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Laschet war am Samstagvormittag zum neuen CDU-Vorsitzenden gewählt worden. Er setzte sich bei einem digitalen Bundesparteitag gegen den früheren Unionsfraktionschef Friedrich Merz und den Außenpolitiker Norbert Röttgen durch. Die Entscheidung muss noch formal bestätigt werden.

Merz und Röttgen hätten in den zurückliegenden Wochen "wichtige Debatten in der Partei angestoßen", sagte Wegner. "Sie gehören für mich weiterhin zu den führenden Köpfen, die unsere Partei braucht. Ich wünsche mir, dass sich beide als Teamspieler nun in das Team von Armin Laschet einbringen."

Sendung: Inforadio, 16.01.2021, 14 Uhr

30 Kommentare

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  1. 30.

    Für eine konservative, gar eine christlich fundierte Politik ist in der CDU von Merkel, Laschet & Co. kein Platz mehr. Bedauerlich, aber wohl nicht mehr zu ändern.

    Werteunion, wohin jetzt? Quo vadis?

  2. 29.

    Wer möchte schon von einer grünen Verbots und Preistreiberpartei regiert werden? Alternative Energien ohne Grundlastabsicherung, Erdgas ist Klimakiller, Heizen der Wohnung wird durch die Grünen in ein paar Jahren zum Luxus. Na dann viel Spaß.

  3. 28.

    Falls Armin Laschet Kanzler wird, sollte er sich unbedingt vorrangig um Deutschland kümmern - also ein innenpolitischer Kanzler sein.
    Er zeigt in NRW zumindest, dass seine Regierung wenigstens versucht, die Probleme anzupacken.
    Außenpolitik sollte über seinen Außenminister und Europapolitik evtl. auch über eine separate Person betrieben werden.
    Insgesamt finde ich ihn jetzt nicht unbedingt verkehrt.
    Mir wäre er jedenfalls deutlich lieber als Söder, Spahn, Baerbock, Habeck oder Scholz.

  4. 27.

    Er sagte, ich bin Armin Laschet und mir könnt ihr vertrauen! Also ein Verwalter ohne Visionen und Zukunftsausblicke. Deutschland will also Verwaltet werden glaubt er. Visionen haben die Grünen und neue Ideen das Land nach vorne zu bringen werden in der CDU nicht mehr gewünscht. Also Deutschland wird Grün.

  5. 26.

    Ich weiß auch nicht, was den RBB veranlaßt, großartig über die Testate eines Herrn Stübgen zu berichten. Stübgen, gelernter Paqstor, war jahrelang Hinterbänkler bei der CDU und ihm fiel der jetzige Job zu, weil sein Chef wegen des Wahldesasters für die CDU Brandenburg aus dem Verkehr gezogen wurde. Mein Tip: Bei der nächsten Landtagswahl wird Herr S. mit seiner CDU in Brandenburg nicht mehr einen Direktkandidaten durchbringen.

  6. 25.

    Als Deutscher und AfD Wähler freue ich mich, dass es so gekommen ist. Mit Merz hätte die AfD große Abgrenzungsprobleme bekommen. Das sieht mit Laschet als Ziehsohn von Merkel natürlich ganz anders aus. Merz hat schließlich fast die Hälfte der Stimmen erhalten, und was sollen denn diese Leute, die bitter enttäuscht sind, da braucht man doch nur die Zuschriften bei der WELT zu lesen, denn jetzt noch wählen?

  7. 24.

    Karl der Große ist tot. Es lebe Armin der Kurze!

  8. 23.

    Einer von drei pappnasen hat’s gemacht.

  9. 22.

    Als Westfale, halb Rheinländer, müsste ich ja patriotisch sagen, "der isses". Aber isser nich, trotz Bergmannsmünze. In NRW gut, aber Kanzler? Wird jetzt dann verheizt wie alle vor ihm. Zuletzt wars glaube ich der andere Rheinländer, der Martin aus Würselen. Total schade, weil halbwegs fähige Leute immer für die KanzlerInnenwahl (was anderes ist es ja nicht mehr...) den Löwen zum Fraß hingeworfen werden - die dann auch ganze Arbeit leisten....

  10. 21.

    Ne, sehr sollte Herr Laschet wirklich zur Bundestagswahl antreten, werde ich ihn nicht wählen. Er überzeugt mich nicht, keine Zukunftsthemen auf der Agenda. Merz wäre mir da lieber. Und bevor mir jemand die Gegenfrage stellt: Nein, braune Schlümpfe wähle ich auch nicht.

  11. 20.

    Ganz einfach, er hätte endlich den Schwerpunkt der Politik von Sozialpolitik auf Soziale Marktwirtschaft umgelenkt. Es wäre endlich das Wort Leistung und nicht nur Bedürftigkeit in den Mittelpunkt gerückt. Es hätte auch wesentliche Veränderungen in der Migrations- und Sicherheitspolitik gegeben. Auch in Europa hatte es neue Politikansaetze gegeben. Aber es bleibt ja alles beim Alten.

  12. 19.

    Laschet ist völlig ungeeignet. Auch durch seine Verbindung zu van Laack hat er sich disqualifiziert !

  13. 18.

    Abwarten würde ich sagen! Denn sollte sich die CDU vom Seppel aus Bayern bequatschen lassen, dann, ja dann gute Nacht Marie. Dann rennen sicher viele CDU Wähler lieber den braunen Mob die Tür ein. Insgeheim würde mich schon interessieren, was Herr Merz hätte anders gemacht....

  14. 17.

    Daran sieht man eindeutig, dass die Politik nicht für Erneuerung fähig ist. Und die eine graue CDU Maus gratuliert der anderen grauen Maus. Und Kanzler kann der Laschet schon gar nicht. Seine "Vordenkerin" scheidet ja aus dem Amt. Was soll der Armin nun sagen? Damit habt ihr euch bei der Wahl ins Aus gestellt.

  15. 16.

    Dann geht's ja wie bisher weiter. Ganz in Merkels Sinne.
    Na dann gut Nacht.

  16. 15.

    Und ich attestiere Laschi Laschet keine Kanzlerfähigkeiten. Und jetzt?

  17. 14.

    Bravo, die CDU wird damit unwählbar. Wenigstens hat NRW eine kleine Chance auf Erneuerung und die minimale Hoffnung das die mikroskopischen Fortschritte, die überwiegend durch andere CDU Politiker geschaffen wurden, endlich weiter ausgebaut werden.

  18. 13.

    Was bin ich froh,schon so alt zu sein...Gott sei Dank!
    1000 Zeichen will ich besser nicht schreiben.

  19. 12.

    Armin Laschet wird ordentlich Stimmen aus dem Milieu von SPD, Grünen und Linkspartei holen, und das ist eine gute Nachricht für Deutschland.

  20. 11.

    Chance verpasst. Deutschland benötigt wieder eine klare konservative Partei, um den roten und grünen Fantasten etwas entgegenzusetzen. Würde mich nicht wundern, wenn die Blauen bzw. Braunen das Nutzen und auf Stimmenfang gehen.

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