Eine Frau sitzt erschöpft vor einem Laptop (Bild: picture alliance / Zoonar | Robert Kneschke)
Bild: picture alliance / Zoonar | Robert Kneschke

Kein Home-Office trotz Pandemie - "Wir gehen jeden Tag fleißig ins Büro"

Cafés und Restaurants, Theater und Museen - alles zu. Doch viele Angestellte müssen trotz Corona jeden Tag ins Büro. Sie gehen das Risiko ein, sich oder andere anzustecken. Betroffene Arbeitnehmer berichten von ihren Erfahrungen. Von Efthymis Angeloudis

Jeden Tag, an dem Susan* ins Büro muss, stellt sie sich dieselbe Frage. "Warum muss ich eigentlich hierher kommen? Ich könnte doch genauso gut von zu Hause arbeiten." Erst dicht an dicht in der U-Bahn und dann im Großraumbüro.

So wie der Systemadministratorin in einer Berliner Behörde geht es der Mehrheit der Beschäftigten, die Bürojobs nachgehen.

Laut einer repräsentativen Umfrage der Hans-Böckler-Stiftung fiel die Nutzung des Home-Office im November 2020, also im Zeitraum des sogenannten "Lockdown light" eher gering aus. Nur 14 Prozent der befragten Erwerbstätigen gaben an, überwiegend oder ausschließlich zu Hause gearbeitet zu haben, obwohl die Politik an die Arbeitgeber appelliert hatte, mobile Arbeit flächendeckend möglich zu machen. Im April 2020, also kurz nach Beginn der Corona-Pandemie, waren es noch 27 Prozent.

Altmaier: Home-Office Sache der Firmen

Doch auch mit den jüngsten Corona-Maßnahmen bleibt es bei "dringenden" Appellen. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD), der noch im Oktober vergangenen Jahres einen Gesetzesentwurf vorstellen wollte, der das Recht auf Home-Office für Arbeitnehmer sichert, trat nur wenig später im Streit mit der Union von seinen Plänen zurück [tagesschau.de].

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hatte seine ablehnende Haltung zu etwaigen Rechtsansprüchen beim Thema Home-Office bekräftigt. "Arbeit im Home-Office muss Sache der Firmen und ihrer Mitarbeiter bleiben", sagte der CDU-Politiker im November. "Ich habe keinerlei Sympathie für Rechtsansprüche, die nur einigen wenigen Arbeitnehmern zugutekommen." Schließlich würden Briefträger, Pfleger oder Chirurgen niemals von zu Hause aus arbeiten können.

"In Corona-Zeiten sollten die Unternehmen so viel Home-Office ermöglichen, wie es nur irgendwie geht, und das tun sie ja auch", so Altmaier. Aber dies sei eine Ausnahmesituation. "Der Gesetzgeber sollte nicht alles mit Regularien verpflichtend bestimmen."

Cafés, Restaurants, Kitas und Schulen zu - aber Büros?

Die Ausnahmesituation, in der sich das Land befindet, wurde am Freitag erneut bestätigt: Die Zahl der offiziell erfassten Corona-Todesfälle stieg auf einen Rekordwert. 1.188 Menschen in Deutschland seien binnen eines Tages an oder mit dem Virus gestorben, teilte das Robert-Koch-Institut (RKI) mit. Doch obwohl Cafés, Restaurants, Kitas und Schulen schließen, Menschen ihre Familienangehörigen nicht sehen und die Intensivstationen fast vollständig ausgelastet sind, sagen viele Arbeitnehmer, dass Home-Office nicht ermöglicht wird.

Das scheitert im öffentlichen Dienst oft an der Technik. "Wir verfügen kaum über mobile Geräte", sagt Susan* über ihre Behörde. Eine Software auf dem eigenen Laptop wäre möglich, dafür müssten aber Lizenzen angeschafft werden, und das sei im zehnten Monat der Pandemie noch nicht erfolgt. Dabei würde dies bei den Mitarbeitern der Bundesagentur für Arbeit klappen. "Da hat man Geräte, die man nach Hause nehmen kann", sagt Susan.

Im öffentlichen Dienst fehlt es an Technik

Auch Tarek*, der ebenfalls in einer Berliner Behörde arbeitet, stößt mit seiner Forderung nach Home-Office auf taube Ohren. "Seitens der Leitung ist Home-Office auf jeden Fall gewollt, nur die IT stellt sich quer", sagt er. Wegen seiner Aufgaben sei er auf ein bestimmtes Programm angewiesen. "Wir haben aber keine technische Möglichkeiten, dieses Programm mit nach Hause zu nehmen."

Bei einer Berliner Landesbehörde sieht das anders aus. "Die Hardware wurde schon für jeden Mitarbeiter angeschafft", sagt Victor*, der jeden Tag aus Brandenburg mit dem Zug nach Berlin pendeln muss. "Home-Office scheitert aber an Vorgesetzten, die einer Generation angehören, die noch mit der Schreibmaschine gearbeitet hat." Dabei wäre es eine Möglichkeit, das Infektionsgeschehen einzudämmen. "Aber da muss erst ein Umdenken bei den Vorgesetzten einsetzen", erklärt Victor.

Misstrauen gegenüber Kollegen im Home-Office

Auch ältere Kollegen würden Home-Office eher skeptisch betrachten, berichtet Tarek. "Die Kolleg*innen - und das ist oft das ältere Klientel - sehen Home-Office nicht so gerne", sagt er. "Und dann muss man sich im Flur anhören, 'Weißt du, dass der heute nach Hause gegangen ist?'" Viele würden sich fragen, ob die Kollegen zu Hause überhaupt arbeiten würden. "Das ist eindeutig ein Generationsproblem."

Auch in Susans Büro herrscht Misstrauen gegenüber den wenigen Kollegen, die im Home-Office arbeiten, vor allem von der Behördenleitung. "Die gehen immer davon aus, dass man nicht arbeitet", sagt sie. Das zwinge förmlich 80 Prozent der Belegschaft, täglich ins Büro zu kommen. Sonst werde über die Kollegen geredet: "Schau, die ist wieder im Home-Office." Susan sagt, sie sei mittlerweile frei von diesen Zwängen. "Als Beamtin hat man das Glück, nicht an Krankengeld oder Sonstiges denken zu müssen."

Immobilienunternehmen: Kurzarbeit und Zwangsurlaub

Dieses Glück teilen leider nicht die Angestellten in der Privatwirtschaft. Bei vielen Unternehmen fehlt es zwar nicht an Hard- und Software. Doch wer Home-Office fordert, dem wird mit Kurzarbeit und Zwangsurlaub gedroht, wie uns die Architektin Isabella* sagt. "Wegen der Pandemie mussten wir bereits zehn Tage Zwangsurlaub nehmen." Das Immobilienunternehmen, für das sie arbeitet, habe gesagt, dass sie über Weihnachten bei den Corona-Maßnahmen mitziehen wollten, weil sie an die Gesundheit der Beschäftigten denken würden. "Und jetzt sitzen wir zu sechst im Büro - und klar reden wir und es fliegt Spucke durch die Gegend."

Obwohl Isabella ihre chronisch kranke Mutter zu Hause pflegt, wurde sie nicht ins Home-Office gelassen, wie sie sagt. Andere Kollegen schon: "Die Manager haben sich alle zwei Wochen abgewechselt. Aber ab Juni hat mein Chef alle zurückgerufen." Der Grund: Er sei nicht mit ihrer Arbeit zufrieden.

Dabei hatte Isabella bereits einen Rechner mit der notwendigen Software bekommen - wenn auch auf Nachdruck. Mit einer Remote-Verbindung wäre das Thema Home-Office gelöst. "Stattdessen hat uns der Chef mit Kurzarbeit gedroht, falls wir weiter auf Home-Office bestehen sollten."

Energieunternehmen: Hygienemaßnahmen erst im Spätherbst umgesetzt

Auch Sebastian*, Angestellter bei einem Berliner Energieunternehmen, ist gezwungen ins Büro zu fahren. "An der Technik scheitert es keineswegs, da jeder Mitarbeiter auch einen Laptop besitzt." Stattdessen habe es von der Arbeitgeberseite lange gar keine Reaktion gegeben. Die ersten Maßnahmen wie Maskenpflicht am Arbeitsplatz sollen erst im Spätherbst 2020 eingeführt worden sein. "Mittlerweile hat man es zumindest geschafft, die Mitarbeiter räumlich zu trennen", sagt er.

Durch mehrere Corona-Fälle im direkten Arbeitsumfeld habe sich das Sicherheitsgefühl am Arbeitsplatz in den vergangenen Wochen erheblich verschlechtert. Es gebe die Möglichkeit, sich am Arbeitsplatz mittels Schnelltest testen zu lassen, jedoch seien die Hürden dafür sehr hoch, erklärt Sebastian. "Schlimm gesagt: Erst wenn man vermutlich schon mehrere Kollegen angesteckt hat, darf man sich testen lassen."

Biotech-Unternehmen: Man traut sich nichts zu sagen

Sigrid* ist Rechtsanwaltsfachangestellte in einer Berliner Kanzlei. Auch dort habe man entsprechende Utensilien (Laptop und die Einrichtung durch die IT) bereits vor Monaten erhalten, sagt sie. Und obwohl Home-Office von "ganz oben" angeordnet sei, sei es von den Vorgesetzten nicht gewollt. "So gehen wir immer fleißig ins Büro und fahren teils mit Öffis durch die ganze Stadt." Weshalb die Arbeit im Home-Office nicht gewünscht sei, wissen die Angestellten nicht. "Bereits beim ersten Lockdown waren meine betroffenen Kolleginnen darüber verärgert, aber man sagt halt nichts, 'weil der Vorgesetzte ja ansonsten nett ist'."

Nuriye*, Angestellte in einem Biotech-Unternehmen, erzählt, sie spüre von ihrem Arbeitgeber Druck, ins Büro fahren zu müssen. "Indirekt wird Druck durch die Geschäftsführung ausgeübt, da diese sich nicht klar zu dem Thema positioniert und strikte Regeln für jede Abteilung vorgibt", sagt sie. "Direkter Druck kommt durch diejenigen Supervisoren, die Home-Office nicht erlauben wollen, auch wenn vorne herum etwas anderes erzählt wird."

Dazu komme aber auch, dass das Unternehmen nur befristete Verträge verteile. "Man traut sich in seiner befristeten Position dann auch nicht, seine Meinung zu äußern, und ist den Fremdentscheidungen ausgeliefert."

*Anm. der Redaktion: Namen wurden auf Wunsch der Teilnehmenden geändert

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44 Kommentare

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  1. 44.

    Hallo Rbb
    Ich Wohn in Erkner Oder Spree und Ich Will Bei Mein Mutti Fahren nach Strausberg Das ist kein 15Kilometer das ist Über 20Kilometer (Märkisch -Oderland Darf ich meine Mutti Besuchen das ist meine frage

  2. 43.

    Bezogen auf die Berichte aus den Behörden: Was sagt eigentlich der Regierende Bürgermeister dazu, dass es in vielen Behörden offenbar nicht möglich ist, den Menschen Homeoffice zu ermöglichen? Ist doch absurd. Die Regierung wünscht, dass so viele Menschen wie möglich zu Hause arbeiten und die eigenen Behörden bekommen es nicht hin.

  3. 42.

    na und jetzt mal vorstellen, dass 50% Berufstätige Homeoffice machen könnten bzw. würden.
    Dann wären die Büros leerer, die Strassen leerer, Busse und Bahnen leerer, Kitas leerer, weil Kinder zu Hause betreut werden können etc.
    Ja nicht jeder Beruf gibt das her, aber Homeoffice entlastet alle Systemen als Gesamtes.
    Sogar das Gesundheitssystem, wenn durch Homeoffice Infektionen vermieden werden können.

  4. 41.

    Restaurants sind übrigens zu, nicht weil deren Personal im Homeoffice serviert, sondern weil dem die Arbeit fehlt und es somit auf erhebliche Einkommensanteile verzichten muss.
    Wer im Homeoffice arbeitet, hat noch Arbeit und volles Gehalt.
    Es gibt sone und solche:
    Die einen arbeiten im Homeoffice sehr effektiv.
    Die anderen waschen Wäsche oder sehen fern.
    S-Bahn kann leicht gruselig sein. Aber mit Maske und an der Tür stehen, die ja jetzt meist immer zum Lüften geöffnet werden, habe ich dort keine Angst mehr.
    Einige haben komischerweise immer nur dann vor Corona Angst, wenn es um den Arbeitsplatz geht.
    Dabei sind die am meisten Gefährdetsten (Klinik, Supermarkt, Ärzte) auch nicht im Homeoffice.
    Wenn Ausdünnungen, Lüften und Gleitzeit nicht ausreichen, dann einfach mal beim Chef einfordern. Man kriegt im Leben auch nicht alles mundgerecht serviert.

  5. 40.

    Wir haben wohl Glück gehabt, zum einen sollten eh alle Mitarbeiter einen eigenen Laptop erhalten, als gerade die Pandemie ausbrach und da meine Firma gewissermaßen systemrelevant ist, wurde sofort die VPN Kapazität hochgeschraubt, sodass schrittweise mehrere hundert Mitarbeiter ins Home Office geschickt wurden. Wir haben die Regelung, dass wir Listen führen müssen, wer noch in die Firma kommt, da in keiner Abteilung mehr als 50% und in keinem Büro zwei Kollegen sitzen dürfen. Die Firma ist wie ausgestorben und ich bin auch froh, mich nicht mit dem vollen ÖPNV bewegen zu müssen. Aber ich habe von vielen Freunden in der Privatwirtschaft gehört, dass deren Chefs kein Home-Office ermöglichen. Dabei wäre es so ein leichter Weg Wertschätzung zu zeigen.

  6. 39.

    Tja, das zeigt doch die Unfähigkeit vieler Manager und Angestellten in den oberen Etagen mit der Zeit zu gehen. Ja, es erfordet halt einen anderen Führungsstil. Aber die Flexibilität die von AN gefordert wird ist diesen Personen leider meistens abhanden gekommen. Habt Vertrauen in euer Team, meiner Erfahrung nach wird es euch mit guten Ergebnissen gedankt!

  7. 38.

    Homeoffice ist ein Einfallstor für (Industrie-)Spionage und für Hacker. In dem einen oder anderen Fall wird dies vielleicht auch der (nicht laut genannte) Grund für eine Ablehnung sein. Bitte auch dies einmal in Betracht ziehen. Obwohl Homeoffice im Sinne der Glättung der Kurve natürlich wünschenswert ist.

  8. 37.

    Massives Versagen auf allen Ebenen. Wenn die Technik halt auf dem Stand 2000 mit Windows XP ist, kein Wunder. Wir haben verloren und werden das alles nicht mehr einholen.
    Der öffentliche Dienst wurde kaputt gespart. Es ist eine Schande.
    Tipp an die Arbeitnehmer: Bei jedem kratzen krank melden und daheim Belieben. Nur so lernt der öffentliche Dienst und die Politiker.

  9. 36.

    Denkt auch jemand mal an die Verkäufer und die Zusteller die soviel zu tun haben wie nie zuvor und alle die momentan nicht arbeiten dürfen können gerne in die Sparten kommen wo viele gesucht werden
    S

  10. 35.

    Man könnte den Betroffenen dazu raten, dem Berliner Amtz für Arbeitsschutz mal einen Tipp zu geben, aber das bringt wohl auch nichts. Laut einer DGB Studie (PM 63/2019) wird im Schnitt in Berlin nur alle 31 Jahre ein Betrieb kontrolliert. Tja, da hilft wohl nur sich öfter krank schreiben zu lassen.

  11. 34.

    Arbeitnehmer arbeiten im Home-Office von zu Hause aus. Sie sind entweder im Unternehmen angestellt oder agieren selbstständig im Auftrag verschiedener Betriebe. Dazu haben sie in der eigenen Wohnung ein separates Arbeitszimmer mit Schreibtisch, PC und Internet, um die Aufgaben bewältigen zu können. Deswegen sperren sich viele Arbeitgeber gegen Homeoffice.

  12. 33.

    Genau darin liegt der FeHler des ganzen. Kitas sind im Notdienst geöffnet, damit wir einkaufen gehen können, Senioren und Seniorinnen betreut werden , Ärzte , Krankenpfleger und Pflegerinnen, Krankenschwestern, Polizisten und Polizistinnen, Ordnungsamtmitarbeiter/innen und Handwerker, BVG Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen und alle anderen, die uns während der Pandemie unterstützen, ihren Job machen können. Von mir gibt es dafür für alle Kitateams ein herzliches „ Ich danke Euch.Schön, dass es Euch gibt.“

  13. 32.

    Ernsthaft?? Die Büroleute regen sich auf das Sie arbeiten müssen und kein HomeOffice machen dürfen ??? Ohne Worte, gibt bestimmt tausende Angestellte im Einzelhandel die gerne arbeiten gehen wollen aber nicht dürfen!!! Sorry für das gejammer hab ich null Verständnis!!

  14. 31.

    Ich kann das nur bestätigen. Es ist traurig, wie schlecht Finanzämter & Co. Ausgestattet sind.
    Ein Prüfer vom FA in Berlin, der das Unternehmen in dem ich arbeite prüft, muss Gesundheitsbedingt (Chronisch krank) von zu Hause arbeiten und fährt 2x wöchentlich ins Amt, um sich den Posteingang und Akten zu holen.
    Die haben keinen Zentralserver, auf denen sie zugreifen können. Nicht einmal ein behördliches Handy!Der Prüfer war so nett und gab mir seine private Nummer und Anschrift, so können wir uns einfacher austauschen und ich bringe Unterlagen zu ihm nach Hause. Dadurch muss er einmal weniger ins Büro. Aber schräg ist das schon!

    Wenn wir die Schulen digitalisiert haben, könnte man vielleicht bei dem Behörden anknüpfen.

  15. 30.

    Herr Müller, bei welcher Krankenkasse arbeiten Sie? Ich selbst bin Teamleiter bei einer Berliner Krankenkasse. Ich konnte Mitte Dezember mein komplettes Team ins Mobile Arbeiten mit Laptops und Möglichkeit zur Telefonie schicken. Bei uns wird alles getan um unserer Fürsorgepflicht nachzukommen. Unsere Flure sind verwaist...Freitag war ich Blumen gießen. Und Vertrauen meinen Teammitgliedern gegenüber ist Voraussetzung. Bei Interesse, bewerben Sie sich initiativ bei uns. Wir suchen motivierte, vertrauenswürdige Mitarbeiter.

  16. 29.

    Die Kitas in Berlin bieten eine Notbetreuung an, müssen jedoch alle personellen Ressourcen zur Verfügung stellen um nicht, wie im vergangenen Jahr, mit finanziellen Abzügen konfrontiert zu werden.
    Wir stehen also alle parat, diskutieren aber täglich mit de Eltern, ob eine Notbetreuung gerechtfertigt ist.
    Wir sind Frau Scheeres für diesen Eiertanz der Entscheidungsfreude, sehr dankbar und stellen uns weiterhin gerne als Versuchskaninchen zur Verfügung .

  17. 28.

    Wenn immer mehr zu Hause arbeiten und das auch diszipliniert und fachlich richtig machen, wird bald ein großer Teil vom mittleren Management, also die, die fürs antreiben, mobben, denunzieren, überwachen und tratschen zuständig sind, überflüssig...deswegen sind die Infektionskammern , ähhh ich meine die Büros, immer noch voll besetzt.

  18. 27.

    Da kann man doch nur diejenigen Arbeitgeber, die das Home-Office verbieten, wünschen, dass die gesamte Belegschaft mit einem Mal ausfällt, weil krank oder in Quarantäne!

  19. 26.

    Solange die Arbeitgeber nicht in die Pflicht genommen werden kann ich bei der Begrifflichkeit "Harter Lockdown" nur schmunzeln.

  20. 25.

    Die Kitas in Berlin sind keineswegs geschlossen. Sie sind für alle offen. Die Eltern können diese "Notbetreuung" nämlich nutzen wann immer und so viel sie wollen. Und inzwischen tun das auch viele Eltern, so dass immer mehr Kitas fast im Regelbetrieb laufen. Die Kitas müssen laut Kitaaufsicht alle Kinder annehmen. Die Aussage, sie seien geschlossen ist und bleibt falsch.

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