Demonstration in Berlin geplant - "Wir haben es satt!"-Bündnis ruft erneut zu Protest auf

Archivbild: Demonstranten mit Plakat und Masken von Haehnchen gegen die Haltung von Gefluegel am 20.01.2018 bei der Demonstration "Wir Haben Es Satt" im Regierungsviertel in Berlin. (Quelle: imago images/Stefan Boness)
Bild: imago images/Stefan Boness

Trotz der Corona-Pandemie soll am 16. Januar in Berlin die alljährliche "Wir haben es satt!"-Demonstration für eine klimagerechte Agrarpolitik stattfinden.

Zum Auftakt des Superwahljahres mit Bundestagswahl und sechs Landtagswahlen laute das Motto in diesem Jahr "Agrarindustrie abwählen - Agrarwende lostreten!", teilte das Bündnis aus rund 60 Organisationen am Dienstag in Berlin mit. Es gehe um eine "Ende der bauern-, tier- und umweltfeindlichen Agrarpolitik".

Organisatoren planen "alternative Protestformen"

Im vergangenen Januar demonstrierten vor Beginn der alljährlichen internationalen Landwirtschaftsmesse "Grüne Woche" rund 27.000 Menschen in Berlin für eine Wende in der Agrarpolitik. Etwa 1.000 Traktoren bewegten sich per Sternfahrt durch Berlin.

Nach Polizeiangaben war es die größte politische Versammlung im vergangenen Jahr in der Hauptstadt. In diesem Jahr findet die Internationale Grüne Woche am 20./21. Januar ausschließlich digital statt, wie die Messe Berlin bereits im Dezember mitgeteilt hatte.

Wegen der Pandemie rufen die "Wir haben es satt!"-Organisatoren deshalb auch zu alternativen Protestformen auf. So sollen am 16. Januar vor dem Bundeskanzleramt Fußabdrücke mit Forderungen für die Agrarwende präsentiert werden, die zuvor auf Papier eingesendet werden können. Zudem sollen wieder Bäuerinnen und Bauern auf ihren Traktoren sowie Imkerinnen und Imker das Protest-Bild vervollständigen, hieß es.

Sendung: Abendschau, 05.01.2021, 19:30 Uhr

12 Kommentare

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  1. 12.

    So ist es, dann könnten manche wieder den Begriff "Sonntagsbraten" verstehen. Lieber einmal die Woche ein gutes Stück Fleisch, statt 4 x Gammelfleisch.

    Dank einer guten Freundin weiß ich als eingefleischter (!!) Carnivore dass z.B. Tofugerichte nicht nach nassen Zeitungspapier schmecken müssen. Ihr Chili non carne ist oberlecker!

  2. 10.

    Wir als Menschen in den so bezeichneten Industrieländern können aufhören, den Hunger in der Welt zu bekämpfen, wenn wir endlich und schließlich wissen, dass wir satt sind. - Daran fehlt es: An genau dieser Sensibilität.

    "Wir haben es satt", das klingt für mich ausgesprochen doppeldeutig - trotzig und, wer denn will, positiv-anstößig.

  3. 9.

    Kennen sie den Unterschied zwischen "preiswert" und "billig"? Wenn ich beim Hackfleisch nach dem Braten nur noch die Hälfte habe oder Gammel Nackensteak für 2,20 € kaufe, dann kaufe ich billig.

    Oder wenn Rinder oder Schweine über den halben Globus gekarrt werden, damit sie sich freuen können Billigfleisch gekauft zu haben.

    Oder Zuchtlachs, dann können sie noch mehr sparen. Der Medikamentencocktail reicht für 3 Jahre.

  4. 8.

    Es gibt Menschen, die sich teure Lebensmittel nicht leiten können und deshalb auf preiswerte angewiesen sind, solange Vegan noch nicht per Gesetz verpflichtend wird.

  5. 7.

    Zum Fremdschämen ist eher, dass manche Menschen selbst kurze Texte nicht lesen, Erdbeeren mir Kürbissen vergleichen und dann völlig unhaltbare Kommentare heraus posaunen.

  6. 6.

    Ich habe auch so einiges satt, zum Beispiel diese staendigen Demonstrationen waehrend einer globalen Pandemie. Klarr, die Gruende, die die Leute auf die Strasse treiben, sind durchaus gerechtfertigt - aber waere es ein Weltuntergang, einfach mal ein Jahr nicht zu demonstrieren? So zum Wohle der Allgemeinheit?

  7. 5.

    Bezahlt den Leuten endlich angemessenes Geld für Ihre Produkte die wir alle zum Leben benötigen , dann sind das ,so glaube ich ,die ersten, die nicht mehr demonstrieren gehen .

  8. 4.

    "Aber Menschen mit Plüsch-Hühner-Mützen? Die protestieren ernsthaft für ein ernstes Thema? "
    Es gibt auch Menschen mit Aluhüten. Die protestieren für ... mmm .... komm' nich' drauf. Da sind mir Hühner deutlich lieber.

  9. 3.

    Sämtliche Kranevlasümzüge sind (m.E. richtigerweise) schon seit langem wegen Covid-19 abgesagt worden...

    Aber Menschen mit Plüsch-Hühner-Mützen? Die protestieren ernsthaft für ein ernstes Thema?

    Sorry, aber das ist einfach nur noch zum Fremd-Schämen...

  10. 2.

    Gut und schön daß die Landwirte für Ihr Recht demotrieren wollen um gerechte Preise für Ihre Produkte bekommen. Hier ist die Politik und der Großhandel gefordert um dieses durchzusetzen. Zu dieser Zeit wäre eine solche Demo nur zu vertreten mit einhalten der AHA REGELN.

  11. 1.

    Na da freut sich ja Julia Klöckner, dass sie endlich mal wieder in den Medien präsent sein wird.

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