Längere Grünphasen, mehr Barrierefreiheit - Berlin beschließt bundesweit erstes Fußgängergesetz

Do 28.01.21 | 20:45 Uhr
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Passanten und ein Ampelmast werfen auf der Friedrichstraße lange Schatten. (Quelle: dpa/Kalaene)
Audio: Inforadio | 28.01.2021 | Jan Menzel | Bild: dpa/Kalaene

Die meisten Wege in Berlin werden zu Fuß zurückgelegt, doch Fußgänger mussten sich bislang hinten anstellen. Ein Fußverkehrsgesetz soll das nun ändern. Es wurde am Donnerstag im Abgeordnetenhaus mit rot-rot-grüner Mehrheit beschlossen. Von Jan Menzel

Monatelang stockte es, der Lobby-Verband FUSS e. V. wurde schon ein wenig unruhig. Dutzende Änderungsanträge wurden eingebracht, und nun ist es beschlossen: das erste Gesetz nur für Fußgänger. Damit wird das Berliner Mobilitätsgesetz um ein weiteres Kapitel reicher. Und die rot-rot-grüne Koalition kommt ihrem Ziel näher, Berlin umzubauen: Weg von der autogerechten Stadt hin zu einer Stadt für alle.

Das Gesetz dürfte an einigen Ecken der Stadt tatsächlich dazu führen, dass Fußgänger Vorrang erhalten. So sollen dort, wo es möglich ist, die Ampelphasen verlängert werden. Besonders an breiten Straßen und bei Querungen mit Mittelinseln können sich Fußgänger über längeres Grün freuen. Auch Ältere, Jüngere und Langsamere sollen so die Chance bekommen, in einem Rutsch von der einen auf die andere Seite zu kommen.

Bordsteine sollen komplett barrierefrei werden

Besonders umkämpft waren in Beratungen des Gesetzestextes die Bordsteine. Sie sollen an Überwegen künftig als so gennannte Doppelquerungen gebaut werden. Das bedeutet, der Bordstein wird an diesen Stellen auf zwei Höhen abgesenkt. Zum einen auf das Niveau der Straße, damit etwa Rollstuhlfahrer barrierefrei passieren können. Direkt daneben bleibt aber eine nur noch wenige Zentimeter hohe Kante, die Sehbehinderten zur Orientierung dient. Bis 2030 müssen zudem alle Ampeln in Berlin mit Blindenakustik und Vibrationstastern ausgestattet werden.

Angehen will die Koalition mit den Änderungen und Erweiterungen des Mobilitätsgesetzes auch das weit verbreitete Umsetzungsdefizit im Verkehrsbereich. Die Doppelzuständigkeit von Senat und Bezirken hat sich hier als nicht immer hilfreich erwiesen. Insbesondere die SPD-Fraktion hatte darauf gedrängt, ein Durchgriffsrecht des Senats zu schaffen. Wenn es beim Bau von Zebra-Streifen und Überwegen in den Bezirken klemmt, kann künftig die Verkehrsverwaltung Projekte an sich ziehen. Ähnlich wie bei den Pop-up-Radstreifen wird es dann möglich sein, Pop-up-Zebrastreifen anzuordnen.

Mehr Sicherheit auch vor Schulen

Besonderes Lob gibt es vom Lobby-Verband Fuss e.V. für das Landesprogramm, mit dem mehr Sitzbänke in der Stadt aufgestellt werden sollen. Insbesondere für Ältere seien Bänke Mobilitätshilfen. Im Gesetzestext ist von "Sitzgelegenheiten ohne Konsumzwang" die Rede.

Ein weiterer Schwerpunkt soll bei Sicherheit von Schulwegen liegen. Die Bezirke bekommen die Aufgabe, entsprechende Projekte und Maßnahmen anzuschieben. Vorstellbar seien temporäre Halteverbote für Autos vor Schulen, so SPD-Verkehrspolitiker Tino Schopf. Vielfach verursachen Eltern, die ihre Kinder bis direkt vors Schultor fahren ("Elterntaxi") vermeidbare Gefahrensituationen.

Mit dem Gesetz wird auch der Druck wachsen, Loch- und Buckelpisten auszubessern. Ausdrücklich ist darin die Pflicht verankert, die Gehwege in Schuss zu halten. Unter anderem für diese Aufgabe bekommt jeder Bezirk zwei Stellen. Zusätzlich sollen Koordinatoren in den Bezirken und in der Verkehrsverwaltung die Belange der Fußgänger vertreten.

Sendung: Inforadio, 28.01.2021, 6 Uhr

111 Kommentare

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  1. 111.

    Die Bauvorschriften betreffen immer nur Einzelobjekte. Für einen wirklich attraktiven, weil frei von Behinderungen und vor allem durchgehenden Gehweg nützt das garnichts. Allein schon für das Freihalten von Kreuzungen im Sinne von § 12(3)1 StVO gibt es eine Bestimmung. Getan wurde landesweit faktisch nichts, weil das gemeinhin als nachrangig begriffen wird.

    Ein Fußverkehrsgesetz fasst alle diese Elemente zusammen. Das ist der eigentliche, tragende Sinn.
    Zugleich bedeutet das auch die endliche Umsetzung des allgemeinen verkehrsplanerischen Mottos: Sicherheit geht vor Schnelligkeit. Das bedeutet nichts anderes, als dass eine Zügigkeit, insbesondere des Autoverkehrs, nicht mit einer Inkaufnahme der Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer einhergehen kann. Vorrang hat, dass alle Verkehrsteilnehmer sicher ankommen - auch diejenigen, die Rad fahren und zu Fuß gehen. Dann erst, in diesem Rahmen, kann es um Zügigkeit und Schnelligkeit gehen.

  2. 110.

    Ich lese nicht richtig ?
    2030
    Leute schaut euch doch mal in anderen Ländern um

  3. 109.

    Auch Potsdam liegt in Brandenburg, ebenso Werder (Havel), Groß-Kreutz, Götz und die uralte Kapitale Brandenburg an der Havel. Von dort sind Sie mit dem Regionalexpress schneller im Berliner Zentrum, als sie oftmals für eine Stellplatzsuche dort benötigen.

    Weitere Verkehrsströme in Randbereiche von Berlin sind dagegen zu vernachlässigen.

    Hier aber geht es um den Fußverkehr und darum, dass dieser unbeeinträchtigt
    1. von den Gehwegen zustellenden Kfz. bleibt
    2. von Radfahrenden bleibt, für die kein Fahrradstreifen entlang der Fahrbahn geführt worden ist. Bei Manchen ist es auch Bequemlichkeit und Unverfrorenheit.

  4. 108.

    Tut mir leid: Was Sie als Selbstwert begreifen und scheinbar wie ein Schild vor sich hertragen, empfinde ich als Engstirnigkeit. - Es gibt Vieles an öffentlichen Verkehrsmitteln, was sich aussetzen lässt, dass es selbstwertmissachtend ist, schlägt dem Fass den Boden aus. Ein Popanz geradezu.

  5. 107.

    "Wenn sich alle Verkehrsteilnehmer an die geltenden Regeln halten und dies auch mehr kontrolliert würde, dann doch eigentlich nicht. "

    Sie sind lustig! Die Polizei, OÄ usw. sind doch schon mit der Kontrolle der Höchstgeschwindigkeit und Falschparkern heillos überfordert.

    "Wenn sich alle Verkehrsteilnehmer an die geltenden Regeln halten..." bräuchten wir keine Ampeln. Viele (!) Autofahrer meinen zudem über dem Gesetz zu stehen und mit ihren lächerlichen Abgaben und Steuern hätten sie die Welt für sich allein gepachtet.

    Die Radspur hier ist eigentlich permanent zugeparkt, so dass Radfahrer gezwungen sind sich in den bis zu 70 km/h schnellen Verkehr einzufädeln. Von Rücksichtnahme keine Spur...

  6. 106.

    "Das viele Autofahrer..." Und wieviele sind das von den täglichen Pendlern aus Brandenburg? 20? 30?

    Fadenscheinige Ausreden.

  7. 105.

    Welche Bürgersteige benutzen Sie? Wo liegt dieses Traumland, in dem Fußgänger nicht den sie auf dem Bürgersteig bedrängenden Radlern ausweichen müssen?

  8. 104.

    Mal die Überschrift lesen! Es geht hier um Fußgänger und nicht um Fahrradfahrer oder MIV. Der Kampf zwischen beiden hört hier nie auf und der Fußgänger bleibt außen vor. Es gibt Autofahrer die sich verkehrswidrig verhalten, leider. Aber das gibt keinen Fahrradfahrer das Recht Bürgersteige für sich zu benutzen. In diesem Fall sind diese nicht besser als rücksichtslose Autofahrer. Sie missachten auch rücksichtslos die StVO. Also liebe Radfahrer bitte den Ball mal schön flach halten, auch unter euch gibt es genug schwarze Schafe.

  9. 103.

    Habe leider vor allem gegenteilige Erfahrungen gemacht. Wo neben dem Radweg ein Bürgersteig verläuft, wird auf dem Bürgersteig gefahren. Gern paarweise ins Gespräch vertieft.

  10. 102.

    Bordstein barrierefrei? Und was ist mit der kreuzgefährlichen Dörpfeldstrasse? Die ist so schräg, dass der Rollator immer abwärts Richtung Fahrbahn drängt. Fußgänger fühlen sich wie Hanghühner. Im ausgehängten Umbauplan steht nichts zu Beseitigung dieser fast 1 km langen Gefahrenquelle.

  11. 101.

    "Es braucht keiner Besserwisser und selbsternannten Sheriffs im Straßenverkehr."
    Offensichtlich ja schon, da es immer mehr gedanken- und rücksichtslose Zeitgenossen gibt. Wenn die Menschen sich vernünftig und umsichtig verhalten würden, müsste sich auch niemand aufregen oder ermahnen. Die Fußgänger haben aber die Nase voll, ihre Bereiche immer mehr eingeschränkt zu erleben und auch dort in Gefahr gebracht zu werden. Wenn Sie sich auf der Straße gefährdet fühlen, gibt das Ihnen noch lange nicht das Recht, selbst andere zu gefährden.

    "Das ist schon echt krank, dieser Hass auf Radfahrer"
    Das ist weder krank noch Hass, sondern Reaktion auf das täglich Erlebte. Wie Sie anhand etlicher Kommentare hier sehen können, geht es sehr vielen so, dass sie es satt haben, dass Radfahrer häufig machen was sie wollen und fahren wo sie wollen, ohne auf andere Rücksicht zu nehmen. Das haben sich diejenigen dann selbst zuzuschreiben. Sich daneben benehmen und dann jammern, dass sich andere aufregen!

  12. 100.

    Wenn jetzt in ganz Berlin Fußgänger besser geschützt werden sollen, gilt da dann auch für die Dörpfeldstr in Adlershof? Hier ist seit Jahren der Bürgersteig so schräg, dass Rollstuhlfahrer Gefahr laufen, einfach auf die stark befahrene Straße zu rollen. Mit jeder Art von Gehilfen ist es schwierig bis gefährlich. Momentan hängt an Zaun der Stefan-Heym-Bibliothek ein Umbauplan für die Straße aus. Beseitigen der Gefahr durch den schrägen Bürgersteig ist nicht vorgesehen.

  13. 99.

    Braucht man wirklich ein extra Gesetzt? Wenn sich alle Verkehrsteilnehmer an die geltenden Regeln halten und dies auch mehr kontrolliert würde, dann doch eigentlich nicht. Die aktuellen Bauvorschriften für Verkehrsflächen, auch Gehwege!, schreiben doch schon vieles vor vom Absenken der Bordsteine bis buckelfreie Passagen, Mindestbreite usw. Warum muss in Berlin denn immer alles so kompliziert klein klein duskuteirt und das Rad neu erfunden werden...

  14. 98.

    Das viele Autofahrer aus logistischen Gründen (Material, Werkzeug, etc) auf ihr Fahrzeug angewiesen sind, scheint eine Hürde ihres Horizonts zu sein.

  15. 97.

    "Mit dem Gesetz wird auch der Druck wachsen, Loch- und Buckelpisten auszubessern. Ausdrücklich ist darin die Pflicht verankert, die Gehwege in Schuss zu halten."

    Wenn in diesem Zusammenhang mit "Gehwegen" auch "Radwege" gemeint sind, ist diese Pflicht nur zu beführworten. Sicherlich braucht es neben dem Raum für die "sichere Trennung" der beiden Komponenten eine "gemeinsame Aufsicht", um eben beide Komponenten nicht weiter gegen sich auszuspielen.
    Die Vorteile unserer Berliner Alleen sind unübersehbar, deren Wurzelbildung braucht allerdings eine stetige Überwachung der Qualität der Wege.
    Beispiel Flughafenstraße Neukölln: kein Platz für einen Radweg - die Steigung flughafenwärts ist aber auch ein Oberschenkelkiller - und trotz der Verkapselung überall ein Bäumchen: schwer verbesserbar und daher durch ein intelligentes Wegesystem für Radfahrer wunderbar umfahrbar. Bergab lasse ich mir "das Vergnügen" nie nehmen.

  16. 96.

    Mal was vom selbstwertgefühl gehört.
    Es gibt auch Leute die finden die öffis einfach mal beschissen um damit zu fahren,
    und die fahren mit Auto/Motorrad.
    So wie ich.
    Weil es auch einfach mal angenehmer ist.
    Und in der Regel auch schneller von A nach B kommt.
    Öffis haben nunmal nicht die Flexibilität,
    fängt bei dem umsteigen an bis zur warte zeit von den Zügen, Bussen etc.
    Was da an sinnloser Lebenszeit verschwendet wird ist unglaublich.
    Mehr Züge, kürzere Wartezeiten denn würde irgendwann ein schuh draus werden.

  17. 95.

    **Vor allem: Was sind "Radfahrer"? Als wenn das eine eigene Gattung Mensch wäre**
    Ist dieses "Was" in der Frage nicht bezeichnend für eine gewisse "Entmenschlichung"? Die richtige Frage wäre wohl "Wer" gewesen... Laßt mich in Ruhe mit "Fahrradhelmen"! Ich will wieder ne vernünftige Ritterrüstung!

  18. 94.

    Vor allem: Was sind "Radfahrer"? Als wenn das eine eigene Gattung Mensch wäre, die alle einem dubiosen Clan mit eigener Währung und Satzung. Kommen gleich nach "Reichsbürger"....

  19. 93.

    Nomen est Omen? Es braucht keiner Besserwisser und selbsternannte Sheriffs im Straßenverkehr. Soll ich mal aufzählen was ich die Woche mit rücksichtslosen und mich gefährdenden Autofahrern erlebt habe?

    Es ist so ermüdend diese Aufzählerei. Das ist schon echt krank, dieser Hass auf Radfahrer.

  20. 92.

    Lastenräder und Fahrradanhänger sind nichts für "Freaks" sondern für verantwortungsvolle und sowohl Umwelt- als auch Gesundheitsbewusste Bürger, die damit auf ein stinkendes Auto verzichten können und deutlich weniger Platz verbrauchen sowie eine deutlich kleinere Gefahr darstellen.

  21. 91.

    also solange ich als Fußgänger nicht 3 Minuten auf eine Lücke zwischen all den Fahrradfahrern warten muss, finde ich einen extra Zebrastreifen auf dem Radweg völlig übertrieben

  22. 90.

    TOLL; nach Themen wie Antidiskriminierung, Enteignungen, Migrantenquoten und Home-Office-Kontrollen, wieder Neues aus dem Elfenbeinturm. Wer braucht eigentlich diese Regierung?

  23. 89.

    Nomen est Omen? Es braucht keiner Besserwisser und selbsternannten Sheriffs im Straßenverkehr. Soll ich mal aufzählen was ich die Woche mit rücksichtslosen und mich gefährdenden Autofahrern erlebt habe?

    Es ist so ermüdend diese Aufzählerei. Das ist schon echt krank, dieser Hass auf Radfahrer.

  24. 88.

    Antwort: "Park & Ride". Das einzige Hindernis dabei: die BVG bietet keine Raucherabteile und individuelle Musikbeschallung, um den "AutofahrerInnen" die letzte Umstiegshürde zu nehmen.

  25. 87.

    Danke für die Bestätigung! Sobald die Anzahl der Räder in einem Fahrzeug den IQ des Fahrers/der Fahrerin übersteigt, wird es für "Unschuldige" gefährlich. Und offenbar sind die Smart-Fahrer dabei "smarter", da sie zwischen sich und mich einen Sicherheitsabstand einhalten. Was ist denn die "sinnvolle Erklärung" dafür, den in einer Stadt eh' schon begrenzten Platz mit "Volkspanzern" auch noch unverhältnismäßig zu verschwenden??? Eine einfache Frage - wahrscheinlich von Dir weiterhin unbeantwortet.

    Berlin ist keine "PKW-Stadt"... und das müssen die AutofahrerInnen eben auch irgendwann akzeptieren.
    Die Idee der Niederländer - in #7 von Adrian vorgestellt - erscheint mir als die Vernünftigste, um auch den "Autofahrern" ihren realen Platz in einer "homogenen Bewegungsgesellschaft" klar zu machen: die ebene Fläche ist für Fußgänger und Radfahrer - und "Kraftfahrer" dürfen ihre niedere Ebene nur mit Vor- und Rücksicht vor den "Schwächeren im Verkehr" verlassen.

  26. 86.

    Für Berlin Zustimmung. Aber was machen Sie mit den vielen täglichen Pendlern aus Brandenburg, die in vielen Fällen nicht sinnvoll den ÖPNV für den Arbeitsweg benutzen können?

  27. 85.

    "Kein Radfharer benutzt einen Fußgängerweg, wo gute Radwege, besser noch Radspuren existiren."

    Ja, und die Erde ist eine Scheibe, der Sozialismus siegt und Frauen sind dümmer als Männer.

    Gerade vergangene Wochenende (bei wenig Verkehr) mal wieder am Wolfensteindamm erlebt: Breite Radspur, vor wenigen Jahren eigens angelegt, aufwendig (für Radfahrer, die damit überfordert sind, zu schauen, ob etwas von rechts kommt) umgebaute Einmündung der Birkbuschstraße, junger Radler nutzt Bürgersteig.

    Leider reicht der hier gewährte Platz nicht, Ihnen meine entsprechenden Erlebnisse aus den letzten Wochen aufzuzählen.

  28. 84.

    So ein Quatsch - also ich sehe hier ein generelles Lebensrisiko, da viele Fußgänger lieber aufs Handy als auf die Straße oder Umfeld achten etc. also es bleibt dabei Berlin ist eine PKW Stadt und RRG macht ihre Klientenpolitik gezwungen für alle ! Und ob Smart oder Suv ist egal solange dort Fahrer vernünftig ist kann es auch ein Panzer sein!

  29. 83.

    Ganz einfach, weil der Bildungshorizont der "PKW Haushalte und deren Nutznießer" womöglich weiter als bis zum Thema "Verkehr" hinausgeht. Schonmal daran gedacht, dass "PKW Haushalte und deren Nutznießer" vielleicht auch ein BVG Ticket besitzen könnten, ein Fahrrad haben oder auch mal zu Fuß unterwegs sind?! Man man man. Zum Glück sind nicht alle Menschen so selbstgerecht und denken auch mal um die Ecke.

  30. 81.

    Ich würde mich freuen, wenn bei der künftigen Stadtplanung und Genehmigung von Bauvorhaben Fußgänger mehr berücksichtigt werden würden. Ich ärgere mich bei Einkäufen in Baumärkten und großen Möbelhäusern, dass ich ab ÖNPV Haltestellen erst einen großen Parkplatz überqueren muss. Vollgepackt zurück ist das einfach kein Spaß... Und mit mehr Bänken unterwegs und mal einer Sitzgelegenheit in großen Supermärkten würde man in der Stadt vielleicht mal wieder die ältere Generation zu Gesicht bekommen. Im letzten Lebensjahr konnte mein Vater nicht mehr zu real rein, weil er es mit Lungenkrebs ohne Möglichkeit einer Pause nicht mehr geschafft hätte. Auch Spaziergänge und Arztbesuche ohne Sitzgelegenheit und mit kurzen Ampelgrünphasen mussten wohl überlegt sein. Wäre doch schön, wenn Ältere und Gebrechliche auch noch am Leben in der Stadt teilhaben könnten.

  31. 80.

    Dann stelle Sie sich mal eine Halbe Stunde in die Anton-Saefkow-Str. in Prenzlauer Berg. Dort fährt vielleicht alle halbe Stunde mal ein Auto lang. Es ist eine Einbahnstraße die von Radfahrern auch in die verkehrte Richtung genutzt werden darf.
    99% (!!!!!) der Radfahrer fahren hier auf dem schmalen Bürgersteig oder gleich durch die Wege des Anton-Saefkow-Parks.
    Da bekommt eine Frau mit Hund schon mal von hinten einen Stoß weil nicht Platz gemacht wird und fast täglich gibt es verbale Ausfälle und Drohungen gegen die laufende Bevölkerung...
    Armutszeugnis für die ach so toleranten RadfahrerInnen...

  32. 79.

    Sieht das Gesetz auch endlich mal Strafen vor für die vielen Radfahrer vor die trotz Fahrradspuren und Radwegen die Fußgänger auf den Bürgersteigen gefährden?
    So lange das nicht passiert ist es kein Fußgängergesetz !!!

  33. 78.

    Eine Minderheit der Berliner Haushalte verfügt über einen PKW und eine noch kleinere Minderheit benutzt ihn täglich. Was die Verkehrsmittelanteile angeht, so liegt der ÖPNV in der Millionenstadt weit vorne - es könnte auch garnicht anders sein - und wer es anders behauptet, lässt sich indes nur blenden. Der lässt sich blenden durch die pure Anzahl von Fahrzeugen, bei denen in 200 Fahrzeugen 220 Menschen drinsetzen. Das schafft auch locker ein einziges Fahrzeug: die Straßenbahn zu ebener Erde, ersichtlich mit weniger Belastung für alle.

  34. 77.

    Falsch, es sind nur 42%. Als ich das las hatte ich irgendwie keine Lust mehr weiterzulesen... das Fußgängergesetz ist seit drei Jahrzehnten überfällig! Hoffentlich wird man in der Praxis draußen bald was davon merken!

  35. 76.

    Vom Autofahrern und Motoradfahrern auf dem Bürgersteig oder aufder Straßen angefahren?
    Letztere man, ohne ihnen zu nahe zu treten, vorsichtig oder an grünen Ampeln regelgerecht überqueren. Von Fahrradroudys auf demBuergersteig ist ei ne andere Sache, weil man da ja nicht unbedingt damit rechnen muss.

  36. 75.

    "Verstehe nicht warum die PKW Haushalte und deren Nutznießer bei einer Wahl nicht mal alle geschlossen gegen RRG stimmen."

    Weil sie eine Minderheit sind ... in Berlin. RRG liegt bei 52 % bei Umfragen. Und es wäre ja dumm wenn RRG keine Politik für ihre Wähler machen würde.

    Und Misswirtschaft? FDP und cDU schon vergessen?

  37. 74.

    Der Lacher "hin zu einer Stadt für alle" 60% der Berliner Haushalte verfügen über einen PKW. Wer is denn dann bitte alle? Nicht mal die Nutzer von Mietfirmen mitgerechnet ob Car2Go bis Robbe.
    RRG macht Politik für sein Klienetel und gegen alle anderen. RRG spaltet die Gesellschaft une betreibt Populismus. Wenn die jüngeren Generationen irgendwann aufwachen, dann wird es für sie zu spät sein.. aber sie haben dann wenigstens abgesenkte Bordsteine und verfallene Mietwohnungen.
    Verstehe nicht warum die PKW Haushalte und deren Nutznießer bei einer Wahl nicht mal alle geschlossen gegen RRG stimmen. Der Wahlzettel ist doch lang genug.
    Die jüngeren wollen doch gerne wählen und überblicken aber nicht die Auswirkungen der RRG Misswirtschaft.

  38. 73.

    Is schon April? Geht ja flott rum das Jahr. Und nun saniert der Senat die ganzen futschen Gehwege? Das kann/ hätte können er doch auch ohne Gesetz machen, die ganzen Jahre schon, trotzdem sind sie kaputt. Der Senat repariert auch keine futschen Radwege sondern malt einfach neue aber diesmal auf die Straßen.
    Ich denke die bleiben futsch und dafür macht man irgendwas nutzloses was viel Geld kostet und das weg zu machen wieder Geld kostet und deswegen aus finanzieller Verantwortung und leer hinterlassener Kassen so bleiben wird.

  39. 72.

    Ich bin schon dreimal von einem Autofahrer angefahren worden, wenn ich das Motorrad mitzähle. Einmal sogar absichtlich.

    Verallgemeinere ich deshalb? Und Vernunft und Rücksichtnahme vermisse ich bei vielen Autofahrern.

  40. 71.

    Die Radfahrer haben Glück, das es aus der Moxe gekommen ist schere Knuettel, sprich Knüppel, beisich zu trage. Denn dann könnte sich Fußgänger vor zu aufdringlichen Radfahrern, die rechtswidrige auf dem Buergersteig fahren, schuetzen. Bin schon mehrfach angefahren worden, weil ich trotz anschreien nicht beiseite gesprungen bin. Ich mir einen Solchen gewünscht.

  41. 70.

    Offensichtlich waren Sie länger nicht dort, denn es gibt dort ganz neue Markierungen für Radfahrer und die Spuren sind so breit, dass man auch problemlos überholen kann. Die Radspur ist ca. 2/3 so breit wie die Autospur. Und selbst wenn die Spur schmal ist, berechtigt das nicht, andere Verkehrsteilnehmer zu gefährden - schon gar nicht aus Bequemlichkeit, um Wartezeiten bei der Straßenüberquerung zu vermeiden.

    "Ich kann mir bildlich vorstellen wie sie als selbsternannter Sheriff das machen. So einen würde ich auch ignorieren."
    Wenn Sie, wie ich, bereits zweimal derbe von Gehweg-Radlern angefahren worden wären, würden Sie nicht solchen Käse schreiben. Muss denn erst was Schlimmes passieren, damit Vernunft und Rücksichtnahme, was eigentlich selbstverständlich sein sollte, einkehrt?

  42. 69.

    An der Kita in meiner Straße erlebe ich solche und solche Eltern jeden Tag. Es ist kein "Neid" - die haben ja meist nicht mal 'n Bi-Turbo - es bleibt die Fassungslosigkeit über ignorante, aber themenübergreifende Resourcenvergeudung und Gefährdung von "Unschuldigen".

    Das letzte "vom SUV umgefahren werden" ist bei mir nicht ganz zwei Wochen her. das Rad mangels Masse noch nicht wieder vollständig repariert. Die blauen Flecken verheilt - Glück gehabt. Smart-Fahrer machen so etwas nicht mit mir, weil sie sehen, daß sie an mir abprallen.

    Abgesehen von der Sinnlosigkeit eines SUVs in einer Stadt: wenn man nicht in der Lage ist, 500 PS vernünftig an einem Kindergarten vorbeizulenken, dann sollte einem das untersagt werden.
    "Muskelkraft vor Motorkraft" ruft ja gar nicht zu i-welchen Verboten auf, sondern zum vernünftigen und rücksichtsvollen Umgang mit der gegebenen Motorkraft.
    Für die, die das "offensichtlich nicht auf die Reihe kriegen", gibt's zum Glück die MPU.

  43. 68.

    Das schlimmste daran ist, diese Leute fahren auch so. Wer hier sich damit brüstet Gewalt anzudrohen, setzt das auch um. Und dieses "alle Radfahrer sind Gesetzesbrecher" dient in erster Line dazu die eigenen Verkehrsverstöße zu legitimieren.

    Rasen, zu knapp überholen, auf Radwegen und in zweiter Spur parken, das ist Normalität. Wenn Radfahrer wirklich so fahren würden, dann wären die KKH voll und die Statistik entsprechend. Also muß man maßlos übertreiben. Dieser tiefsitzende Hass, weil man Angst hat etwas zu verlieren, was einen in Wirklichkeit nie gehört hat und die gestörte Wahrnehmung machen einen Angst. Das soll es wohl auch um weitere Menschen vom Radfahren abzuhalten.
    Wenn ich alles anzeigen würde, was ich selbst auf kurzen Strecken (< 20 km)erlebe, ich käme zu nichts anderen mehr.

    Solche gemeingefährlichen Verkehrsteilnehmer gehören schnellstens aussortiert.

  44. 67.

    "Stellen Sie sich doch mal 15 Minuten auf die Schillingbrücke und beobachten Sie." Kenne ich sogar, lebensgefährlich scmale Pseusoradspur, die Autofahrer dazu einläd dicht vorbeizurasen. Kein Wunder das dort Radfahrer auf dem Fußweg fahren, der kaum genutzt wird. Voll ist es da nie.

    "5 Radfahrer" Wahnsinn, doch so viele? Auf der gleichen Strecke komme ich auf 30 Raser, Drängler und Falschparker.

    "Weist man sie darauf hin, dass es Radspuren gibt, wird man ignoriert, beleidigt oder ausgelacht. Einmal wurde ich sogar tätlich angegriffen. Da kann man nur noch das Kotzen kriegen."

    Ich kann mir bildlich vorstellen wie sie als selbsternannter Sheriff das machen. So einen würde ich auch ignorieren.

  45. 66.

    @Kause, natürlich rasen "die Heikopter-Eltern der nahen Kita ihren SUV mit 50 durch die 30er-Zone", während die Anderen, die ihre Kinder zur Kita/Schule fahren, sich StvO-konform verhalten?
    Mann, mann, wie tief muss der Stachel des Neides stecken, bzw. wie beschränkt muss der Horizont sein.
    Ehrlich!
    Und, wenn für Sie die PrämissE gilt "Muskelkraft vor Motorkraft", dann verhalten Sie sich so und schreiben nicht den Anderen, die mit dem Auto fahren, Ihre Lebensweise vor.

  46. 64.

    Sie schreiben: "Wenn der Radweg versperrt oder holprig ist, muss ich absteigen und mein Rad schieben.
    in einer immer voller werdenden Innenstadt müssen endlich die Verkehrsregeln umgesetzt werden." Wenn ein Radweg nicht benutzbar ist (z. B. "holprig") ist er nicht mehr benutzungspflichtig. Der Radfahrer hat dann auf der Fahrbahn zu fahren. Nicht abzusteigen und zu schieben (das war vielleicht in den 80ern noch so ...). Wer fordert, dass Verkehrsregeln umgesetzt werden, sollte diese erst mal kennen. Wie viele hier wissen nicht, dass sie beim Abbiegen Fußgänger, die die Fahrbahn der Straße, in die sie einbiegen wollen, kreuzen, durchlassen müssen? Heute erst wieder wurde mir dieser Vorrang von einer grimmig dabei dreinblickenden jungen SUV-Fahrerin genommen. Das ist die Realität, der Fußgänger jeden Tag ausgesetzt sind.

  47. 63.

    In Tokyo kann am Straßenrand absolut nirgends geparkt werden. Da klappt das auch.

  48. 62.

    Wo bleibt die Würde des Menschen, der sich aus eigener Kraft fortbewegt, gesund, umweltfreundlich, zu Fuß?!

  49. 61.

    "Kein Radfharer benutzt einen Fußgängerweg, wo gute Radwege, besser noch Radspuren existiren."
    Das ich nicht lache... aber es ist zu ärgerlich zum Lachen.
    Stellen Sie sich doch mal 15 Minuten auf die Schillingbrücke und beobachten Sie.
    Wunderbare Radspuren vorhanden, aber trotzdem fahren dort etliche auf dem Gehweg.
    Ich komme da zweimal täglich lang, jedesmal (!) sehe ich dort allein auf dem Abschnitt zwischen Ostbahnhof und Mariannenplatz mindestens 5 Radfahrer, die trotzdem auf dem Gehweg fahren.
    Weist man sie darauf hin, dass es Radspuren gibt, wird man ignoriert, beleidigt oder ausgelacht. Einmal wurde ich sogar tätlich angegriffen. Da kann man nur noch das Kotzen kriegen.

  50. 60.

    Sowas passiert, wenn Sofaexperte Hinz und Sofaexpertin Kunz im Lockdown zu viel Zeit haben. Obwohl, den notorischen Hass auf Zweiräder gab es ja schon vor der Pandemie. Im Autoland Deutschland ist es halt salonfähig, gegen die aus voller Überzeugung regelbrechenden Radrowdies zu wettern. Und wenn man sich dann mal als Radfahrer über die Blechkistenfahrer aufregt, ist es gleich eine "Neiddebatte".

  51. 59.
    Antwort auf [SB] vom 28.01.2021 um 07:44

    Und bei allen anderen Straßen halten die Autos an, wenn ein Fußgänger abseits aller Übergänge kreuzt? Gerade am Beispiel Friedrichstraße zeigt sich doch die Absurdität der Diskussion: Radfahrer rasen mit bis zu 30km/h, wo vorher Autos 50-60 fuhren, was aber kein Problem war. Ein anderes schönes Beispiel war die Baustelle in der Stralauer Allee. Da gab es auch Beschwerden über mangelnde Rücksicht untereinander, als Fuß- und Radverkehr für beide Richtungen sich mit Benutzungspflicht 2m verbleibenden Bürgersteig teilen mussten. Neben einer 5-spurigen Einbahnstraße!

  52. 58.

    "Muskelkraft vor Motorkraft" ... Es wird Zeit, daß diese "logische Hierarchie" in die Praxis umgesetzt wird. Wenn die Heikopter-Eltern der nahen Kita ihren SUV mit 50 durch die 30er-Zone scheuchen, haben sie ihren Nachwuchs ja sicher auf der Rückbank... da braucht es noch bedeutend mehr "bauliche Hindernisse", damit die "Muskelnutzenden" vor den "ewig unter Zeitdruck stehenden Übermotorisierten" wirksam geschützt werden können.

    Eine "regelgerechte" Durchsetzung allein der "gesetzlich zugesicherten Höchstgeschwindigkeiten in gefährlichen Bereichen" würde wohl weit über 50% der Führerscheininhaber zu "vierwöchigen" Fußgängern machen. Man bedenke dabei nur den "Side-Effect" für die Pandemie-Eindämmung...

  53. 57.

    Dann parken die Autofahrer auf den Fußwegen und Radwegen.
    Die Radfahrer fahren auf den Fußwegen,
    Das kann es nicht sein.
    Wenn es keinen korrekten Parkplatz gibt, kann ich nicht parken.
    Wenn der Radweg versperrt oder holprig ist, muss ich absteigen und mein Rad schieben.
    in einer immer voller werdenden Innenstadt müssen endlich die Verkehrsregeln umgesetzt werden.

  54. 56.

    Meine Güte. So wie sich das hier liest, denkt man, dass Radfahrer prinzipiell und ununterbrochen rote Ampeln und jeden Fußgänger, den sie kriegen können, überfahren. Verkehrsteilnehmer, die aus reiner Bosheit und Arroganz alle Regeln bewusst missachten, nur um alle um sich herum zu ärgern. Zudem nutzen sie absichtlich alle für sie viel bequemeren Radspuren und Fahrradwege nicht. Einfach, weil das alles provozierende Anarchisten sind. Vielleicht sollte man die Radfahrer-Sekte (und das ist sie ja!) vom Verfassungsschutz beobachten lassen. Ich starte gleich mal eine Petition...

  55. 55.

    "Ah so, Sie legimitieren also Gesetzesverstöße, weil es "auf der Straße zu gefährlich" sei. Bemerkenswerte Denkweise und ein lächerlicher Versuch."

    Ich kann kein "legimitieren" erkennen. Und dass Radfahrer den Bürgersteig benutzen weil es auf der Straße tatsächlich oder vermeintlich zu gefährlich ist, ist eine Tatsache.

    Kein Radfharer benutzt einen Fußgängerweg, wo gute Radwege, besser noch Radspuren existiren. Dann noch flächendecken 30 km/h als Höchstgeschwindigkeit einführen und man gleich mehre Probleme weniger.

  56. 54.

    Ich erlebe Radfahrer oft auf den Gehwegen in Geschäftsstraßen, die bis vor die Läden fahren, weil sie zu faul sind, ihr Rad an einer Stelle anzuschließen und zu Fuß zu den Läden zu gehen. Sie können sich das gern beispielsweise in der Schöneberger Hauptstraße ansehen.

  57. 53.

    Wenn dieses Fußgänger*innenGesetz Wirklichkeit wird, gratuliere ich, schön dass endlich überhaupt an Fußgänger*innen gedacht wird...

  58. 52.

    An der schlechten Infrastruktur liegt es manchmal, öfter ist es - sehr wohlgemeint ausgedrückt - individuelle Selbstbestimmung. Andere nennen es rücksichtslosen Egoismus.
    Mecklenburgische Straße, Uhlandstraße in Wilmersdorf – kilometerlanger guter Radweg und Radstreifen – trotzdem viele Radfahrer auf den Fußwegen, Geisterradler ohne Ende. Akazienstraße Ecke Belziger Straße in Schöneberg – die Rotlichtradfahrer jede Stunde – über Hundert!

  59. 51.

    Ich hoffe, mit den längeren Grünphasensind sind auch nur die an der Ampel und nicht politische gemeint. Ersteres ja gerne, zweiteres..... Igitt.....

  60. 50.

    Grundsätzlich ist das ja richtig - aber im Grunde haben VERNÜNFTIGEN Fußgänger die gleichen Probleme wie alle anderen VERNÜNFTIGEN Verkehrteilnehmer. Auch Straßen sehen aus wie sau, von Radwegen muss man garnicht reden (aber da malt man dann lieber neue Radwege auf die Straße anstatt sich um den verfall zu kümmern. Zwei höhen bei Bordsteinen kling Rind er Theorie ja toll, nur ist nach 2 Jahren ja eh das ganze Unterland verzogen und alles schief und krumm. Um Verkehr schert sich in Berlin keiner, sonst wäre ja wenigstens auf den Hauptstraßen ein sinnvolles Ampel-Schaltsystem vorhanden und wir würden nicht an 50 Verkehrsknotenpunkten gleichzeitig bauen .... alles nur Plattitüden von Leuten die weder vom Fach noch in der Stadt unterwegs sind.

  61. 49.

    Eigentlich kommen doch in der heutigen Berichterstattung und in der Politik immer nur die als böse bezeichneten Autofahrer und die ja so schutzlosen. rechtlosen Radfahrer vor. Dabei kennen gerade diese Rad
    akrobaten weder Fahrbahn noch Radweg, auch keine Verkehrsregel. Buergersteige muessen tabu für andere sein, genau wie Fussgaengerampeln, Zebrastreifen sind keine Parkbucht. Ich bin schon mehrfach auf dem Bürgersteig angemault worden ich solle briseite gehen. Platz da und auch angefahren worden.
    Leider denkt man dann Darf ich eigentlich nen Stein nach dem schmeißen. Mir reichsts so langsam

  62. 48.

    Ich finde es sehr begrüßenswert, Fußgänger in den Fokus zu stellen, denn schließlich sind wir das alle unabhängig davon, welche Verkehrsmittel wir nutzen. Dass Sitzgelegenheiten fehlen, fällt mir schon seit mehr als 30 Jahren auf. Ich habe sogar das Gefühl, es sind seitdem noch weniger geworden. Dafür hat der Fahrradverkehr auf den Gehwegen zugenommen und ist durch die Nutzung schnellerer Räder für Fußgänger auch gefährlicher geworden. Das fiel mir extrem auf, als ich aufgrund einer Knieverletzung nicht so schnell zur Seite springen konnte und auch noch beschimpft wurde. Das ist mir mehrmals passiert und es waren keine Jugendliche, sondern pöbelnde Kampfradler mittleren Alters.

  63. 47.

    Ah so, Sie legimitieren also Gesetzesverstöße, weil es "auf der Straße zu gefährlich" sei. Bemerkenswerte Denkweise und ein lächerlicher Versuch.

    Gerade jetzt zu Corona-Zeiten sind die Straßen erheblich leerer, Radfahrer wären auf dem Radweg sicherer als sonst. Dennoch radeln viele auf dem Fußweg.

  64. 46.

    Was den allerletzten Satz angeht: Ja. Das war die Idee der Stadtplaner aus den vergangenen Jahrzehnten. Die hatten, ebenso wie eine SCHEINBARE Mehrheit der Wahlbevölkerung, das Bild im Kopf, dass Verkehr = Fahrbahn ist und alles, was quer zur Fahrbahn geht, gefälligst hintenanzustehen hat.

    Im Westen wie im Osten und im Osten wie im Westen. Die Räder, pardon, sie müssen rollen. Diesmal nicht zum Krieg, sondern zur Fortbewegung mit vorwiegend einem Verkehrsmittel.

    Auf diesen Punkt hin kann, darf und muss es geradezu zugespitzt werden. Die "Altlasten" davon sind unendlich.

  65. 45.

    Mich wunder es daß man im Senat auch schon ausgeschlafen hat in Sachen Fußgänger Ampeln. Wir stehen ja kurz vor den Senatswahlen und da wollen sich die einzelnen Parteien und Politiker in ein gutes Licht stellen um auf Stimmenfang zu gehen.

  66. 44.

    Das hört sich sehr gut. Ich freue mich mal wieder, dass ich in einem Bundesland mit einer RRG-Regierung lebe. Besonders die menschenfeindlichen Ampelschaltungen, bei deinen gerade ältere Fußgänger*innen kaum eine Chance zur Querung haben sind schon immer ein absoluter Skandal und gehören entsprechend geändert.

  67. 43.

    Ihr Einwand mag mit gewissen Einschränkungen vielleicht unter Umständen ggf. an Hauptverkehrsstraßen gelten - aber nur vielleicht unter Umständen ggf., da die StVO in der Hinsicht eigentlich eindeutig ist. Der gilt aber auf keine Fall für die Nutzung des linksseitigen Gehweges, zur Umfahrung von Ampeln oder für Nebenstraßen mit wenig Verkehr. Es wird Zeit, dass der neue Bußgeldkatalog wieder in Kraft gesetzt wird. Erst Recht kein Verständnis habe ich für rücksichtloses Verhalten wie damals auf der Oberbaumbrücke, was dazu geführt hatte, dass die Fußgänger gegenüber den Königen der Stadtstraßen die A...karte gezogen hatten.

  68. 42.

    Ja .. die Infrastruktur ist schuld...das hatte ich vergessen. Die Radfahrenden entscheiden gar nicht selbst, ob sie auf dem Gehweg fahren, das tut die Infrastruktur. Warum sind dann keine Autofahrer auf dem Gehweg - haben die mehr Entscheidungskompetenz? Hier in meinem Schöneberger Kiez gibt es recht gute Radege, ausgewiesene Fahrradstraßen, gute Beschilderung und gute Markierungen auf den Wegen. Ein Beispiel Kreuzungsbereich Hohenstaufen-, Motz-, Landshuter Str. Wenn Sie dort an der Ampel stehen, sehen Sie, das ca 50% der Radfahrenden den Gehweg benutzen, bei rot fahren. Und nun? ich bleibe dabei : es ist die bewusste Entscheidung jedes einzelnen.
    Zur Gesetzesvorlage:es ist gut, dass die Fussgänger überhaupt wieder in den Blick genommen werden.

  69. 41.

    Das mache ich auch und kann es allen, die sich dazu in der Lage fühlen, nur empfehlen. Umgefahren worden bin ich nirgends, allerdings hat mich der Übereifrige (es waren ja eigentlich nur Männer) doch etwas augenrollend angeschaut.

  70. 40.
    Antwort auf [SB] vom 28.01.2021 um 07:44

    Wieviele Unfälle gab es denn auf den 200 Metern (!) Friedrichstraße? Ich hoffe sie besitzen bei ihrer gestörten Wahrnehnung nicht auch noch eine Fahrerlaubnis. Dann wäre nämlich eine MPU fällig. Und wieder einer weniger, der Berlin zur seiner persönlichen Kampfzone erklärt.

  71. 39.

    Ah so, Sie legimitieren also Gesetzesverstöße, weil es "auf der Straße zu gefährlich" sei. Bemerkenswerte Denkweise und ein lächerlicher Versuch.

    Gerade jetzt zu Corona-Zeiten sind die Straßen erheblich leerer, Radfahrer wären auf dem Radweg sicherer als sonst. Dennoch radeln viele auf dem Fußweg.

  72. 38.

    Das sind in der Tat keine Insellösungen, sondern ist aufeinander abgestimmt. Damit die spezifischen Belange der einen Verkehrsart und der anderen Verkehrsart auch spezifisch gewürdigt werden kann, bedarf es allerdings auch speziellerer Vorgaben für die einen und die anderen.

    Wir sind alle Menschen, das stimmt zwar. dennoch aber gilt es, die körperlich Schwächeren gegenüber denjenigen mit den größten Muskeln zu schützen, wenn sich zeigt, dass Letztere ab und zu davon Gebrauch machen, anstelle ihren Mund für eine Kommunikation in Bewegung zu setzen.

  73. 37.

    Auch wo gute radwege und radspuren existieren, und ich meine solche, die diese Bezeichnung auch verdienen, gibt es nicht wenige Radfahrer, die trotzdem auf dem Gehweg fahren. Leider werden Fußgänger als schwächste Verkehrsteilnehmer zu wenig geschützt. Viele Radfahrer sind einfach zu bequem und egoistisch, kürzen über Gehwege und Fußgänger Ampeln ab, um ein paar Sekunden einzusparen. Dass sie dafür andere bedrängen und gefährden, wird ausgeblendet. Sagt man was, wird gepöbelt oder dumm gelacht

  74. 36.

    Ich weiche als Fußgänger auf dem GEHweg keinem Radfahrer aus.....zeigt interessante Reaktionen der Pedalritter, die nebenan auf hervorragender Straßen/Radweginfrastruktur fahren könnten, dies aber gerne nicht tun.

  75. 35.

    Will sich die Berliner Politik tatsächlich auf die Fahne schreiben, etwas für Fußgänger zu tun? Da könnte ich doch glatt koo....
    Als Fußgänger schaffe ich kaum eine Ampel in Berlin und noch bin ich recht flott unterwegs. Als Fußgänger muss ich mich vor Radler-Rambos fürchten. Als Fußgänger fühle ich mit auf dem Gehweg deshalb nicht sicher.
    Und da will man mir allen Ernstes unterjubeln, man müsse ein "Fußgänger-Gesetz" erfinden? Sorgt doch mal dafür, dass ich mich als Fußgänger nicht an den Rand der Verkehrsteilnehmer geschoben werde.

  76. 34.

    Gibt es in dieser Zeit nichts Besseres zu beschließen, als ein Fußverkehrsgesetz? Wird doch sowieso nicht umgesetzt, eingehalten und bei Nichteinhaltung sanktioniert.

  77. 33.

    Erfreulich. Denn sind wir nicht alle ein wenig Fußgänger?!

  78. 32.

    Vielleicht würde es schon reichen, wenn verstärkt Kontrollen durchgeführt würden, um Fußgänger vor den Rowdies auf Fahrrädern zu schützen, die hirn- und gewissenlos über die Bürgersteige und Fußgängerwege (trotz Fahrradschutzwegen) rasen und Fußgänger in Gefahr um Leib und Leben bringen. Auch wären Strafen dafür anzupassen.

  79. 31.

    Für alle Verkehrsteilnehmer gilt: Solange die Wahrscheinlichkeit für Fehlverhalten, die Gefährdung und Behinderung anderer Verkehrsteilnehmer zur Verantwortung gezogen zu werden in Berlin so gering bleibt wird sich nichts verbessern.
    Jede Woche muss ich erleben dass Polizei an grob falsch geparkten Autos vorbeifährt. Jede Woche muss ich erleben wie OrdnungsamtmitarbeiterInnen RadfahrerInnen auf Fuß(über)wegen nicht ermahnen. Also ist die Einhaltung von Regeln offensichtlich nicht gewünscht.

  80. 30.

    Angesichts der vielen Beschwerden scheinen die existierenden Maßnahmen ja nicht zu funktionieren. Wiese probieren wir es also nicht mal mit funktionierenden Alternativen? Breite, baulich getrennte Radwege funktionieren deutlich besser. Wenn Menschen sich nicht an die StVO halten ist es fast immer die Schuld schlechter Infrastruktur. Das gilt für Radfahrer genau so wie für Fußgänger oder Autofahrer.

  81. 29.

    Die Angelegenheit ist ja in StVO 12(3)1 geregelt. Das betrifft das Freihalten eines 5 Meter-Bereichs innerhalb einer Kreuzung. Das ist eine Regelung nicht nur zum Hinüberkommen von zu Fuß Gehenden, von Rollstuhlfahrenden und radfahrenden Kindern, das dient auch der Verkehrssicherheit aller Beteiligten, weil damit frühzeitig und rundum die Kreuzung eingesehen werden kann.

    Bereits vor drei Jahrzehnten habe ich an anderem Ort darauf aufmerksam gemacht. Wohlwollendes Interesse war da, aber die Behäbigkeit und die eingeschliffenen Gewohnheiten, es sich mit einem Großteil des Wahlvolks nicht zu verderben, sind offenbar bislang stärker.

    Bislang. Das Weitere wird sich zeigen. Lassen wir uns die Zukunft nicht durch eine - in dieser Hinsicht - miese Vergangenheit versauen.

  82. 28.

    Es müssten überall Radwege her dann fährt auch keiner mehr auf dem Bürgersteig. Es ist auf der Straße einfach zu gefährlich! Wer daran zweifelt sollte bitte erst mal selbst aufs Rad und kann dann immer noch meckern. Ich muss aber zugeben, das nicht jeder rücksichtsvoll fährt. Das finde auch ich schade!

  83. 27.

    Muss man sich mal vorstellen; Fußgängerampeln die so geschaltet sind, dass man die Überquerung der Straße nicht schafft...das gilt auch bei schnellem Überqueren...

    Wir haben Ampeln in Pankow, wo man als Fußgänger locker 4 bis 5 Minuten warten muss und dann rauschen PKW bei Rot noch schnell durch...

    Dietzgenstraße; Man kommt Wochentags nicht ohne Lebensgefahr über diese Straße. Die Ampeln liegen sehr weit auseinander...

    Ich bin kein Autohasser; es ist zum Teil demütigend, zu Fuß unterwegs zu sein.

    Soll das so sein? Ist das die Idee der Stadtplaner gewesen?

  84. 26.

    Sie finden es klasse, dass der Senat zwar Papier produziert, sich aber für den Inhalt nicht interessiert?

  85. 25.

    Ich finde, das liest sich ganz vernünftig und als Verbesserung das, was @Adrian sagt (7).
    Natürlich muss auch über all das Konfliktpotential zwischen den Verkehrsteilnehmern nachgedacht werden und wie man dem am gerechtesten beikommt.
    Aber hier geht es eben erst einmal um die Fußgänger.

  86. 24.

    Das ist reiner Populismus. Wozu bedarf es eines Fußgängergesetzes? Berlin braucht, wenn überhaupt ein "Verkehrsgesetzt für alle"! Fußgänger, Radfahrer Autofahrer und zukünftig auch für den Drohnenverkehr!
    Besser wäre, man würde sich mit einem ganzheitlichen Verkehrskonzept beschäftigen, als immer wieder irgend welche Insellösungen und das gegenseitige ausspielen aller Verkehrsteilnehmer. Klientelpolitik war noch nie zielführend.

  87. 23.

    Oh Gott, so langsam aber sicher wird Berlin zu einer Kleinstadt umgebaut.

    Das ist die einzige Metropole Deutschlands, hier muss es nicht so sein, wie in der Einkaufszone von Baden-Baden.

    Zum Glück werden Regeln hier ja meist nicht eingehalten und Baumaßnahmen dauern 12 Jahre :)

  88. 22.

    Ich freue mich auf die glatte Oberflächenbeschaffenheit und lange Ampelphasen, damit ich endlich mit meinem Zweirad-SUV, dem Lastenrad konsequent über die Gehwege brettern kann. Ist mir doch egal, ob nebenan ein breiter Radweg ist.

  89. 21.

    Mit Radfahrvereinigungen ist dieses Gesetz mit abgestimmt worden. Mit den Verbänden gibt es da keinerlei Dissenz, wohl aber mit jenen Menschen, die sich analog zum Autofahren infolge der hochwertigen Klasse ihres Gefährts eingebaute Vorfahrt ertrotzen.

    Da geschieht dann in Form eines 1.000 Euro-Bikes mit exakt der gleichen Selbstverständlichkeit gegenüber den zu Fuß Gehenden, wie von einschlägig veranlagten Autofahrenden gegenüber dem Rest der Welt. Allenfalls sind die Folgen andere. Wo im zweiten Fall hartes Blech auf Mensch stößt, bekommt der Heranhastende sein Fahrzeug noch in allerletzten Sekunde zum Stehen.

    Das Verkehrsklima ist allerdings in beiden genannten Fällen vergiftet.

  90. 20.

    Sollte das jetzt Ihre grundhafte Abneigung gegen Zweiradler zeigen oder ein konstruktiver Kommentar sein? Manche Leute sehnen sich regelrecht danach unter einem Artikel zum Thema Verkehr über Radfahrer herzuziehen. Zurück zum Thema: Schön, dass das Gesetz kommt. Ich hoffe auf den baldigen Beginn der Umsetzung.

  91. 19.

    In der Tat sollten Sie sich schon entscheiden, in welche Richtung Ihr Vorwurf gehen soll.
    Das Wetter mies zu finden mit der Anmerkung, dass es zu viel regnet und zu wenig regnet, schafft nur Irritation.

    Nicht nur in Berlin, sondern sogar bundesweit werden Radverkehrsanlagen in der Stadt entlang von Fahrbahnen geführt, grundsätzlich nicht mehr auf Gehwegen, wie das in den ersten Nachkriegsjahrzehnten der Fall war.

    Wenn es noch ein paar "Rückständige" gibt und solche, die sich den Weg abkürzen wollen, kann nicht der Gesetzgeber etwas dafür. Allenfalls sind die Ordnungsämter dafür da, jemand die "Ohren lang zu ziehen"; allerdings möchte ich nicht in einem Ordnungsstaat leben. Vor allem sollte sich das Augenmerk auf die Dauerblockade von Gehwegen richten, was seit jeher als pure Selbstverständlichkeit ein rabenschwarzes Negativbeispiel abgibt.

  92. 18.

    Ich wär ja schon froh, wenn die Gehwege nicht mehr zugekackt werden und man nicht mehr ständig aufpassen muss, dass unser Kind da nicht reinläuft oder man die Hundekacke am Buggy hat...

  93. 17.

    Es ist einfach nur dasjenige, was hierzulande bei den Haltestellenkaps passiert: Sowohl Geschwindigkeitsbremse, weil da andere Verkehrsteilnehmer gerade an dieser Stelle auch noch unterwegs sind, bei der Straßenbahn dann der niveaugleiche Einstieg inmitten des Straßenraums.

    Ich betrachte das als pure Selbstverständlichkeit.

    Wer natürlich immer noch hierarchisiert, in der Weise, dass die Fahrbahn der eigentliche Teil der Straße wäre und sogar Fahrbahn und Straße identisch setzt, dem gehen natürlich die Begriffe dafür aus, was sonst noch innerhalb des Straßenraums stattfindet.

    Mithin fängt es ja schon im Denken an. Die Niederländer sind da eben hier und da weiter als die Deutschen mit ihrer ausgefeilten, recht einschlägigen und Ansprüche anmeldenden Autoindustrie.

  94. 16.

    Da Radfahrer ja so gern den Gehweg benutzen (und zwar selbst in asphaltierten Straßen, in denen kaum ein Auto fährt und der Gehweg ziemlich schmal ist), laufe ich gern auf dem Radweg. So gleicht sich dann alles aus.

  95. 15.

    Ich bin ganz Ihrer Meinung. Was sich Radfahrer auf den Gehwegen herausnehmen, obwohl sie dort überhaupt nichts zu suchen haben (kleine Kinder+begleitende Erwachsene ausgenommen), ist einfach nicht mehr hinnehmbar.

    Apropos Ampelschaltungen: Am Ostbahnhof wurde die Fußgängerampel nach einer Unterbrechung durch Bauarbeiten leider völlig falsch eingestellt. Auf der Seite zur Schillingbrücke ist die Grünphase für Fußgänger jetzt so kurz, dass man es nicht mehr hinüber schafft. Nichtmal Radfahrer (die hier sehr oft illegalerweise drüber brettern) schaffen es in hohem Tempo innerhalb einer Ampelphase auf die andere Straßenseite!

  96. 14.

    Die Vokabel "besonders umkämpft" empfinde ich als nicht ganz richtig. Da gab es sichtlich kein Gegeneinander, es geht immer nur darum, AUF WELCHE WEISE praktisch die verschiedenen Bordsteinhöhen in Abgrenzung zur Fahrbahn angelegt werden sollen. Ähnliche Sichten gibt es bspw. auch in Bezug auf den Denkmalschutz.

    Ansonsten finde ich das Fußverkehrsgesetz wunderbar. Dies auch deshalb, weil bei all zu Vielen der Verkehr immer noch in erster Linie oder nahezu ausschließlich als Autoverkehr begriffen wird, dann hinzutretend und sichtbar als Radverkehr und auch als öffentlicher Nahverkehr. Der Fußverkehr fällt da regelmäßig hinten runter und ist allenfalls zugestandene Restgröße.

    Das Zustellen von Gehwegen ist ein Musterbeispiel dafür, aber auch, Einmündungen und Kreuzungen in Wohngebieten zuzuparken, dass die Gehstrecken somit verbarrikadiert werden.

    Vor aller Führerschein- u. Fahrerlaubniszuteilung sollte ein zweistünd. begleit. Zu-Fuß-Gehen verpflichtend gemacht werden.

  97. 13.

    Die Massnahme, die Radfahrer vom Gehweg herunterzubekommen, gibt es schon. Sie heißt StVO !! Nur interessiert das die Radfahrenden nicht. Die sinnvollen Absenkungen, die es z.B.Knderwagen, Rollis und Menschen mit Einkaufstrolleys ( meist ältere Personen) erleichtern,werden sicher von den Radfahrenden dankend angenommen, sie sind dann noch schneller auf den Fussgängerüberwegen. Leider hat sich im Sebstverständnis dieser Gruppe sehr viel Egoismus und Selbstgerechtigkeit verbreitet. Das war nicht immer so. Und daran ist nicht der Autoverkehr oder der jeweils falsche Senat Schuld, sondern die Entscheidung, auf dem Gehweg rücksichtslos zu fahren, trifft der / die Radfahrerin selbst.

  98. 12.

    Fände ich als auch KfZ-Nutzer sehr gut - aber das würde erfordern, dass an Verantwortlicher Stelle über sinnvolle Maßnahmen nachgedacht werden müsste - da sehe ich einige Schwierigkeiten - nachdenken. Aber sinnloser AKtionismus scheint in diesem Senat Zeichen der Zeit zu sein.

  99. 11.

    Um das ales zu erreichen muß man erst einmal Polizei und Ordnungsamt dazu verpflichten sich um die Autos zu kümmern die die Bürgersteige zuparken . Was nützen einem abgesenkte Bordsteine wenn dort Autos stehen und man nicht die Strasse überqueren kann . Ich versuche das jetzt schon seit 3 Jahren zu erreichen und nichts passiert !!!!!!!

  100. 9.

    Wie jetzt? Hat der Senat Bürgersteige zu Radwegen gemacht, oder Popup Radwege auf die Agenda gesetzt? Radwege auf der Fahrbahn zu Lasten der Autofahrer sind doch gerade die Maßnahme um Radverkehr vom Bürgersteig runter zu bekommen.

  101. 8.

    Klingt ja mal ganz vernünftig.
    Ich hoffe das dann auch Radfahrer konsequent von den Gehwegen verbannt werden. Die Stellen leider die größte Gefahr für Fußgänger da. Besonders ärgern mich die Kampfradler, die rücksichtslos die Gehwege nutzen. Dicht gefolgt von den Lastenrädern und den Freaks mit den Anhängern.
    Das ist an Ignoranz und Unvernunft kaum zu überbieten.

  102. 7.

    In den Niederlanden sind an vielen Einmündungen nicht die Bordsteine abgesenkt, sondern die Straße angehoben. Das ist barrierefrei und signalisiert den Autofahrern, dass dieser Platz Fußgängern gehört und man nicht einfach drüberbrettern kann. Kostet natürlich mehr und benachteiligt Autos, darum wird das hierzulande wahrscheinlich nicht umgesetzt werden können.

  103. 6.

    Ich sag mal überspitzt: bald wird Berlin reine Fußgängerstadt sein. Bei den Konzepten von RRG. Zu Fuß gehende Menschen brauchen definitiv mehr Sicherheit in der Stadt, aber für diesen Senat gibt es nur schwarz oder weiß. Sich dazwischen zu treffen scheint den Senatoren auf kommunaler und bezirklicher Ebene fremd geworden zu sein.

  104. 5.

    Unberücksichtigt bleiben die Konflikte zwischen Fußgängern und Radfahrern, die inzwischen zum Kern des Problems geworden sind. Beispiel Steglitz, Feuerbach- Ecke Fregestraße: Der Radweg verläuft dort quer über den Bürgersteig, so daß Fußgänger auf dem Bürgersteig Radfahrern Vorrang einräumen müssen. Inakzeptabel. Der Radweg muss im Bürgersteig-Bereich mit einem Zebrastreifen versehen werden.

  105. 4.

    Aua, was wird nun die Fahrradlobby sagen?

  106. 3.

    "Weg von einer autogerechten Stadt hin zu einer Stadt für alle".
    Also das klingt wirklich übertrieben. Ich bin waschechte Berlinerin, habe mich jedoch noch nie von Autos "bedroht" gefühlt, egal, ob als Fußgängerin oder Radfahrerin. Wieso muss heutzutage alles immer so künstlich hochgeschaukelt werden?

  107. 2.

    Fußgänger müssen sich in Berlin nicht hinten anstellen, sondern zur Seite springen, weil der Berliner Senat die Bürgersteige zu Fahrradwegen gemacht hat! So wie er Autofahrer und Fahrradfahrer gegeneinander ausspielt, so macht er es auch im Verhältnis zwischen Fußgängern und Fahrradfahrern! Anstatt Fußgänger zu schützen, stehen "Popup-Radwege" auf der Agenda!

    Ganz ehrlich: Was Herr Preetz für Hertha BSC war, ist Michael Müller und sein Senat für Berlin!

  108. 1.

    Auch in den anderen Teilen des Demobilitätsgesetzes sind Vorgaben definiert, die den Senat ebensowenig interessieren wie Bundesgesetz zur Barriefreiheit des ÖPNV. Es gibt genügend Schlupflöcher, die Tatenlosigkeit zulassen. Und selbst bei Anwendung des kommt es zu Aufschreien der jeweiligen Lobby wie bei der Oberbaumbrücke. Die Radfahrer wollten eine zulässige Umleitung nicht akzeptieren, also mussten die Fzßgänger weichen. Busspuren sollten auch kommen, dich wird mindestens bus kurz vor der Wahl damit gewartet etc.

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