Der EU-Parlamentarier Nico Semsrott
Bild: imago images/Eßling

Rassismus-Vorwürfe gegen Martin Sonneborn - EU-Parlamentarier Nico Semsrott verlässt Die Partei

Der Europa-Abgeordnete und Satiriker Nico Semsrott hat seinen Austritt aus der Partei Die Partei verkündet.

Der 34-Jährige begründete diesen Schritt am Mittwoch damit, wie Parteichef Martin Sonneborn mit Rassismusvorwürfen umgehe. "Ich finde seine Reaktion auf die Kritik falsch und inakzeptabel. Das ging mir in der Vergangenheit schon in anderen Fällen so", heißt es in einer Erklärung, die Semsrott auf Twitter verbreitete.

Hintergrund ist unter anderem ein mittlerweile gelöschter Tweet Sonneborns von vergangener Woche. Dort war der Parteichef mit einem T-Shirt zu sehen, dessen Schriftzug suggeriert, Asiaten könnten kein R aussprechen. Etliche Nutzer gaben an, sich rassistisch beleidigt zu fühlen.

Sonneborn legte mit einem weiteren Tweet nach, der ein Cover der Satire-Zeitschrift "Titanic" zeigt, deren Chefredakteur er früher war. Dazu schrieb er: "So, und jetzt bitte schön diskutieren, was Satire darf soll, die Grenzen bitte nicht vergessen. Merke: der erste Zugriff ("Wah! Rassismus!") ist oft nicht der beste."

2017 Spitzenkandidat auf Berliner Landesliste

Zur vergangenen Bundestagswahl hatte Semsrott 2017 die Berliner Landesliste als Die Partei-Spitzenkandidat angeführt. Die Partei erreichte 2,1 Prozent der Stimmen. Semsrott wurde 2019 auf der Liste von Die Partei ins Europaparlament gewählt. Anders als Sonneborn, der als fraktionsloser Abgeordneter im EU-Parlament sitzt, hat er sich der Grünen-Fraktion angeschlossen.

Semsrott will EU-Mandat behalten

Semsrott warf Sonneborn nun einen "ignoranten Umgang mit Feedback" vor. "Wenn sich Menschen von seinen Postings rassistisch angegriffen fühlen, muss er nicht viel tun. Es reichen Mitgefühl und der Respekt vor den Betroffenen, um das eigene Verhalten zu korrigieren."

Wenn er Kritik keinen Raum geben könne, den gesellschaftlichen Kontext ausblende, "beleidigt seine Machtposition ausnutzt, sobald Betroffene sich gegen Beleidigungen wehren" und den Schwerpunkt darauf lege, dass "andere nur zu doof seien, seine Kunst zu verstehen", solle er gehen, "weil er aus der Zeit gefallen und am falschen Ort ist". Er habe Sonneborn vor einigen Tagen gebeten, sich zu entschuldigen, schrieb Semsrott. "Er hat es nicht gemacht. Das ist also kein Versehen, er will das eindeutig so."

Die Partei sei in der öffentlichen Wahrnehmung jedoch vor allem Sonneborns Projekt. Dafür wolle er sein Gesicht nicht weiter hergeben, so Semsrott. Sein Mandat als Europaabgeordneter werde er jedoch behalten.

Sonneborn räumte am Abend ein, sein Witz sei misslungen. Er habe die Wirkung des T-Shirts unterschätzt. "Ich war so überzeugt davon, dass die Stoßrichtung des Aufdrucks klar ist, dass mir nicht bewusst war, dass sich jemand davon rassistisch diskriminiert fühlen könnte."

Sendung: Fritz, 13.01.2021, 16:00 Uhr

49 Kommentare

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  1. 49.

    Wieder einer, der Satire für sich vereinnahmt.
    Wehe aber, man versteht die der Anderen nicht.
    Dann wird die Nazikeule geschwungen.
    Sonnenborn hatte gute Zeiten, jetzt aber eher auf dem absteigenden Ast. Und, wie Alle die es nicht wahrhaben wollen oder können, fuchtel er mit den Armen in der Luft und selbst beim Buhlen um Aufmerksamkeit macht er dann auch nicht vor rassistischen Ausfällen halt.
    Der sich selbst als "Großer Vorsitzende" Titulierende ist nur noch eine arme Wurst, nährend an den Töpfen der EU.

  2. 48.

    "Letztlich verschwindet diese Gruppierung wegen ihres Anspruchs, dem sie nie gerecht wurden. "

    Den "Anspruch" eine "Spaßpartei" zu sein? Manche Leute merken Satire nicht einmal wenn man sie an deren Stirn tackert.

    Alles andere muß ich mir verkneifen, um der "Nettiquette" gerecht zu werden. :-D

    https://de.wikipedia.org/wiki/Die_PARTEI#Grundsatzprogramm

  3. 47.

    Sie scheinen "Ahnung" zu haben oder sind gar der Pressesprecher.
    Sicherlich waren Sie auch bei den Zusammenkünften der Pankower Gruppe dabei, die sich immer in einer linken Kneipe in der Schönhauser trafen.
    Als dann von Rotation in ihrem Büro bei der EU fabulierte, die nie stattfand, würde EU zum Selbstbedienungsladen.
    Aber: wenn Schadenfreude für Sie schon ein Indiz für rechtes Gedankengut ist, scheint der Schadenfreudige den Nerv getroffen haben.
    Letztlich verschwindet diese Gruppierung wegen ihres Anspruchs, dem sie nie gerecht wurden.

  4. 46.

    Herr Semsrott ,bitte stecken sie ihren Moralischen Zeigefinge in die linke Tasche. Solange sie nicht auf ihr EU-Mandat verzichten sind sie genauso Egoist wie andere Politiker die ihre Taschen voll genug bekommen. Dazu gehört auch die AFD
    Dieser Pysedorasissmus muss endlich aufhören

  5. 45.

    Danke für die schöne Einschätzung. Ich wünsche Ihnen immer einen sonnigen Platz, wenn Sie einen wollen oder brauchen.

  6. 44.

    Die Begründung für den Austritt von Herrn Semsrott kann ich kaum ernst nehmen... seit wann interessieren sich Sonneborn und DIE PARTEI (und die Titanic, von 2000-2005? unter dem Chefredakteur Sonneborn) für die Gefühle von Menschen, die sich durch ihre Satire verletzt fühlen könnten? Der Schlag unter die Gürtellinie ist bei denen doch immer schon kalkuliertes Programm! Und wenn Herr Semsrott sich selbst für so priiligiert hält, wie in seiner Erklärung geschildert, könnte er dagegen etwas unternehmen und sein Mandat einem weniger priviligierten Mitmenschen zur Verfügung stellen. Aber nein, vor diesem "Leid" möchte er Andere ja unbedingt bewahren.

  7. 43.

    Da tritt jemand auf begründeten Anlass aus einer Partei aus, und damit "Nico Semsrott spielt tatsächlich freiwillig den Rechten in die Hände! Wer hätte das gedacht."
    Wann unternimmt der RBB, rbb24, etwas gegen die unsägliche Hetze?
    Sind solche Aussagen von der Netiquette gedeckt?

  8. 42.

    Schade, die nächste Partei, die etwas frischen Wind in der muffigen Parteienlandschaft gebracht hat, schießt sich ab. Warum nur? Piraten und Grauen Panther haben es auch gemacht. Wollen oder können sie sich nicht ihrer Verantwortung bewusst werden.

  9. 41.

    Na das ist ja wohl Quatsch. In einem Land, in dem Meinungsfreiheit herrscht und auch Satire als humoristisch-politisches Stilmittel anerkannt ist, interessiert es kein Bisschen, ob sich jemand über eine Äußerung verletzt fühlt. Toleranz und Meinungsfreiheit bedeuten nicht, dass sich die Massen an die Wenigen anzupassen haben oder umgekehrt. Es heißt, dass man sich frei äußern darf und andere das auch aushalten müssen. Selbstverständlich muss der Äußernde dann aber auch mit entsprechender Kritik leben können.

    Kurz gesagt: Man kann es nicht allen recht machen und muss dies auch nicht. Es ist vollkommen okay, wenn sich jemand über eine Äußerung ärgert oder diese sonst wie kritisiert. Die einzige Anforderung: Einhaltung der Verfassung und eventuellen weiteren verfassungskonformen Gesetzen (Beleidigungen oder Hassaufrufe sind bspw. keine Meinung; echter Rassismus genauso wenig).

  10. 40.

    Mal davon abgesehen, dass ich Ihre Zahlenangaben von 30 - 40 % bezweifle (Quelle?), ist es ja wohl das Normalste auf der Welt, dass man nur dort wahlberechtigt ist, wo man auch Bürger ist. Wenn jemand nicht die deutsche (oder eine andere europäische) Staatsbürgerschaft hat, hat dieser natürlich auch kein Recht, sich an einer Wahl zu beteiligen.

    Wer in einem Land leben und wählen möchte, sollte die Staatsbürgerschaft mit allen Konsequenzen beantragen anstatt einen Anspruch auf Rosinenpickerei zu erheben.

  11. 39.

    Erst lesen, dann nachdenken und vielleicht noch urteilen scheint für eingie hier unheimlich schwer zu sein.
    https://nicosemsrott.eu/de/my-work/humorlose-erklarung-warum-ich-aus-die-partei-austrete

  12. 38.

    Entlang der Partei Die Partei entscheidet sich noch lange nicht, wer als "rechts" und wer als "links" gilt. Die Bedeutungsüberhöhung sehe ich viel eher als ein grundsätzliches Problem.

  13. 37.

    Als ich heute morgen die Meldung sah, dachte ich für einen Moment, es könne sich nur um einen satirischen Anschlag von rechts handeln. Da Rechte aber selten Satire machen, wurde mir schnell klar: Nico Semsrott spielt tatsächlich freiwillig den Rechten in die Hände! Wer hätte das gedacht.

  14. 36.

    Ganz so einfach ist es nicht. Im Westen wurde ein Teil der Arbeitsplätze abgebaut und in den Osten verlagert. Und der Osten hat wenigstens Straßen die sich auch Straßen nennen dürfen, im Westen wird seit Jahrzehnten fast nix investiert und das betrifft nicht nur die Schlaglochpisten und Schulen. Waren regelmäßig im Osten, vor und nach Grenzöffnung, was sich da alles getan hat, macht den Westen in bestimmten Bereichen zum Entwicklungsland. Und ja, wie immer, gibt eine kleine Gruppe die extrem profitiert und es ist nicht die arbeitende Mittelschicht, egal in welchem Teil Deutschlands.

  15. 35.

    Nö nö, ganz so schlimm isses auch nicht! Allein der Nickname beweißt schon das Vorhandensein eines feinen hintergründigen Humors. Daher nicht alle über einen Kamm scheren!

  16. 34.

    Ach ja, die Empörten sollen Gradmesser sein(?)! Ich könnte wetten, dass 99% der angeblichen Empörten nicht mal Asiaten waren. Angela hat völlig Recht. Heutzutage wird jede Überspitzung, jedes Benennen unangenehmer Tatsachen, jede Satire sofort mit der Rassismuskeule erschlagen - nicht von denen, die angeblich beleidigt werden sondern von irgendwelchen Trittbrettfahrern, die der Meinung sind, diese angeblich beleidigte Gruppe ungefragt in Schutz nehmen zu müssen, um sich daran moralisch zu ergötzen. Wirklicher Rassismus wird damit letztlich sogar verniedlicht, statt wie erforderlich bekämpft. Die überwiegende Mehrheit ist durchaus bestens in der Lage, echten Rassismus zu erkennen und zu verurteilen. Die braucht niemanden, der ständig schreit, was angeblich noch Rassismus sei.

  17. 32.

    Nunja, im Herbst läuft sein Mandat aus. Und es hängen vielleicht noch Leute, ein Team und laufende Projekte dran. Sowas nennt man, sich seiner Verantwortung bewusst sein und nicht wie ein Kleinkind hinschmeißen. Ist Ihnen offenbar fremd.

  18. 31.

    Alles hat seine Zeit, genau. So ähnlich hat sich Semsrott auch Sonneborn gegenüber geäußert ;)

  19. 30.

    Mein chinesischer Lebenspartner kann auch kein R aussprechen und er weiss das auch. Oft lachen wir dann darüber was dabei rauskommt. Er ist weit davon entfernt sich rassistisch beleidigt zu fühlen. Aber das geht ja heute schnell, aufgehetzt von entsprechenden Parteien, Personengruppen und Medien, die meinen für alle sprechen zu dürfen.

  20. 29.

    "Wenn sich Menschen von seinen Postings rassistisch angegriffen fühlen, muss er nicht viel tun. Es reichen Mitgefühl und der Respekt vor den Betroffenen, um das eigene Verhalten zu korrigieren."

    Ja, so ist das im Trump-Zeitalter: Irgendjemand FÜHLT sich irgendwie - Gefühle sind die neuen "alternativen Fakten" -, und dann hat man sich gefälligst umgehend dementsprechend zu verhalten: Hier was gelöscht, dort was umgeschrieben, umbenannt sowieso, und natürlich entschuldigt, entschuldigt, entschuldigt.

    Wenn das "Fühlen" nicht hilft, gibt es den üblichen Sturm im Internetwasserglas oder auch - am liebsten am nachrichtenarmen Wochenende - eine Demonstration, wo ein paar Dutzend Menschen "ein breites Bündnis" darstellen. Der so Angegriffene ist dann "umstritten" und womöglich bald seinen Job los.

    Herr Semsrott sollte "Aktivist" werden. Von Humor, Satire, Ironie und dergleichen hat er offenbar keine Ahnung.

  21. 28.

    Nein, das ist meine ehrliche Meinung was ich von ihrem "Kommentar" halte. Wir sind ein freies Land, auch wenn das einigen nicht gefällt.

  22. 27.

    Ich habe mir heute 2 Amerikaner, 2 Berliner und einen Hamburger gekauft und aufgegessen.

  23. 26.

    Herrlich diese Aktion und Danke an den RBB, dass Ihr den Disput so wortgetreu wiedergebt. Sowas brauch man in Coronazeiten.

  24. 25.

    Reisende soll man nicht aufhalten. Es ist jedem sein gutes Recht aus Parteien auszutreten. Wenn er konsequent ist, sollte er auch das EU Mandat zurückgeben.
    Wenn man mit einer Partei nicht mehr klar kommt, sollte man auch nicht an den Posten kleben, die man nur durch sie bekommen hat.

  25. 24.

    Semsrott war einfach nie witzig. Immer im Schatten stehen... deprimiert eben.

  26. 23.

    Ihnen ist nichts Originelles eingefallen, aber Sie wollten trotzdem einen Satz schreiben, in dem das Wort "Rechtsextremist" vorkommt. So hat?

  27. 22.

    Als ich vor ein paar Jahren aus dem U-Bahnhof "Schlesisches Tor" Kam, blickte ich direkt auf ein Wahlplakat "Der Partei"an einer Laterne blicken: "An dieser Laterne könnte auch ein Nazi hängen". Ich finde als Sympathisant von SPD,Grüne und Linken,daß eine Partei, die solche Plakate aufhängt in keinem deutschem Pa<rlament sitzen sollte.

  28. 21.

    "Tucholsky hat bekanntermaßen nie die Kirchen angegriffen, für ihn gab es - warum auch immer - sehr wohl Grenzen" --- "Ein jeder trägt seine Grenzen mit sich!" und "Alles hat seine Zeit." ;-)

  29. 19.

    Was ist denn bitteschön rassistisch daran wenn man sagt, dass Asiaten kein R aussprechen können? Können sie doch in den meisten Fällen auch nicht. Das ist doch aber nicht schlimm. Wir könnten asiatische Sprachen sicher auch nicht alle korrekt aussprechen. Man kann es aber auch übertreiben, echt.

  30. 18.

    "Ich war Mitglied mit einer Parteiausweisnummer..." Wer's glaubt wird selig. Und wofür der bemitleidenswerte Wofgang Menge herhalten muß... Der hätte solche Leuten wie ihnen die Meinung gegeigt.

  31. 17.

    Semsrotts Erklärung zum Parteiaustritt finde ich absolut nachvollziehbar. Er kritisiert v. a. Sonneborns unreflektierte Machtposition und priviligegierte Stellung aus der heraus er sich entspannt über Menschen, die ohnehin oft marginalisiert und angegriffen werden lustig macht. Satire darf vielleicht alles (was ich persönlich bezweifle; davon abgesehen: Tucholsky hat bekanntermaßen nie die Kirchen angegriffen, für ihn gab es - warum auch immer - sehr wohl Grenzen), aber in verletzender Weise Leute weiter nach unten zu treten ist immer einfallslos und uninspiriert. Freundlich ausgedrückt.

  32. 16.

    Ihre Schadenfreude ist bei einem Rechtsextremisten wenig verwunderlich. So what?

  33. 15.

    Da die Bezeichnung "links" und "rechts" nicht von den jeweils Sitzenden, sondern vom Präsidium aus bestimmt wird und auch in allen Grafiken so abgebildet wird, sitzt der besagte Geifernde zweifellos rechts von Sonneborn ...

  34. 14.

    Sie stören doch eher Sonneborns Ahtionen und nicht seine Bezüge als Europaabgeordneter, sonst würden sie sich doch auch aufregen was die Europaabgeordneten der AfD dort "verdienen". Also ausgerechnet Abgeordnete die gegen die EU sind.

    Ich nenne sowas Heuchelei.

  35. 13.

    In gewisser Weise ist man enttäuscht von der Partei. Sie sitzt am Puls des EU-Parlaments, aber man erfährt auch nicht mehr was da passiert.
    Nach der Wende hat Kohl die ostdeutsche Industrie an westdeutsche Firmen verschenkt und die sind mit der Keule durch um Konkurrenz platt zu machen. Ergebnis: Jahrelang Arbeitslose, Abwanderung usw. Fazit: Augen auf bei Umbrüchen.
    Jetzt gibt es Billionenschulden der EU- Staaten. Interessant ist doch: Wer wird jetzt durch die Blume enteignet? Wer soll die jahrelange Unfähigkeit der Regierungen schnell mal abbezahlen?
    Weiterhin wünscht man sich regelmäßig eine Direktübertragung aus Uschis Waschsalon: Was wird jetzt wieder gegreenwashed?

  36. 12.

    Ich war Mitglied mit einer Parteiausweisnummer unter 1.000 und habe den Verein 2015 verlassen. Die damals als "Spasspartei" angetreten ist, deren Berliner Vorstandsmitglieder sich immer wichtiger nahmen, als sie wirklich waren.
    Leider waren sie damals schon die servilen Marionetten, die auch einmal an die Sonne wollten, aber zu intrigant, machtbesessen und selbstherrlich waren, wie der an ihren strippenziehende Sonneborn.
    Letztlich nur Claqure für den Großen Vorsitzenden.

  37. 11.

    Dispute in der Satire haben es schwer, ernst genommen zu werden. Da ich nicht "zwitscher", weiß ich nicht, wie das T-Shirt genau aussah. Ich bin Fan von Sonneborn'scher Rethorik, aber ich hab auch MAD gelesen...

    Man kann unterschiedlicher Meinung darüber sein, was Satire generell darf, was aus der Position eines "anerkannten Satirikers" auch für eine "Machtfülle" - und damit "Verantwortung" - erwächst, ob Satire nach dem Holocaust überhaupt noch rassistisch sein darf... oder genauer: ob Rassisten überhaupt Satire vertragen.

    n.b.:
    So schlimm kann das T-Shirt nicht gewesen sein, da Semsrott dieses selbst nicht kritisiert hat, sondern nur Sonneborns Umgang mit der Rassismuskritik an diesem. Gerade in diesem Zusammenhang möchte ich auf die "Fronterfahrungen" Sonneborns hinweisen, der im EU-Parlament nun jahrelang neben einem "geifernden Rechtsradikalen" sitzt - die Pointe: der sitzt links von ihm. Aus diesen Erfahrungen heraus wird "jugendlicher Leichtsinn" geschmäht.

  38. 10.

    Angesichts dessen, dass Sonneborns Titanic- und Die Partei-Satire durchgängig zu 98 Prozent stramm "gegen rechts" gerichtet war, kann ich nur schadenfreudig gratulieren: Die Revolution frisst ihre Kinder, zurzeit noch ohne Guillotine.

  39. 9.

    Dito Danke. Seit Corona hat anti-asiatischer Rassismus bekanntlich zugenommen. Von der Partei die Partei bin ich diesbezüglich enttäuscht. Nur bei den Wahlen dürfen hier lebende "Drittstaatler" (nicht-EU-Bürger) ja bekanntlich leider eh nicht mitbestimmen. So gesehen doppelt Danke für die Kritik. Doch die Grünen haben diesbezüglich bedauerlicherweise auch nicht viel erreicht. Bekanntlich gibt es in Berlin einige Kieze in denen immer noch über 30% oder sogar 40% der Bevölkerung nicht wahlberechtigt sind. Auch z.B. in der Nähe des Parteibüros der Partei die Partei ;) Der Übertritt kann also auch für die Grünen ein Kritik-Gewinn sein. Viel Erfolg damit und Spaß dabei!

  40. 8.

    Ich war Mitglied mit einer Parteiausweisnummer unter 1.000 und habe den Verein 2015 verlassen. Die damals als "Spasspartei" angetreten ist, deren Berliner Vorstandsmitglieder sich immer wichtiger nahmen, als sie wirklich waren.
    Leider waren sie damals schon die servilen Marionetten, die auch einmal an die Sonne wollten, aber zu intrigant, machtbesessen und selbstherrlich waren, wie der an ihren strippenziehende Sonneborn.
    Letztlich nur Claqure für den Großen Vorsitzenden.

  41. 7.

    Das scheint ggf. das "Schicksal" der Satire zu sein, infolge ununterbrochener und Routine gewordene berufsmäßige Ausübung ihre Effekte (über-)steigern zu müssen, weil alles andere schon bekannt ist.

    Dabei bietet die Wirklichkeit Situationskomik genug, die bloß momentan ausgesprochen werden braucht - fern aller Giftigkeit und Absicht. Insofern geht das Thema über Semsrott und Sonneborn hinaus.

  42. 6.

    Stabil nur in Bezug auf seine zu erwartenden Bezüge!!! Instabil in seiner politischen Konsequenz - weil die ja finanziell weh tut!!

  43. 5.

    "Früher war das noch ok." ist wahrscheinlich das schwächste Argument in der ganzen Diskussion, zusammen mit der Rassismuskeule-Keule.
    Woran merkt man, dass ein Witz rassistisch ist? Naja, die Betroffenen fühlen sich dadurch angegriffen, schliesslich sind sie es, die in der Sache das letzte Wort haben sollten, nicht der, der den Witz macht.
    Ich finde den Witz von Sonneborn harmlos und er hat mich nicht dazu bewogen, Asiaten weniger ernst zu nehmen, aber ich habe in dieser Sache auch nichts zu melden, und du im Zweifelsfall auch nicht. Das sind in diesem Fall die Asiaten, in anderen Fällen Schwarze, Frauen oder Schwule.

  44. 4.

    Noch humorloser: Das Europamandat behält er natürlich. Das bringt so richtig Geld, vor allem bei der Rente. Ok, war vermutlich diskriminierend, und auch er und Martin müssen kucken, wo sie bleiben, wenn sie alt sind.

  45. 3.

    Danke Nico, stabile Aktion!

  46. 2.

    Dann leg doch bitte dein Mandat nieder. Die Menschen haben nicht dich als Person sondern die Partei gewählt. Aber die Bezüge sind sicher zu hoch um sie aufzugeben.

  47. 1.

    Bin da voll bei Martin Sonneborn. Die Rassismuskeule wird heutzutage viel zu schnell und zu intensiv geschwungen. In den 90er Jahren war ich Wochenshow-Zuschauer und fand "Wolle Rose kaufen?"-Ranjid immer super oder bei Kaya Yanar: "Eh... du kommst hier net rein"-Hakan. Inzwischen distanzieren sich damals Mitwirkende aber teilweise davon, sagen: "Uh, na ja, das war ja Blackfacing etc." - Nee, wars nicht. es war einfach nur eine überzeichnete Darstellung und auch nicht böse gemeint. Aber bruuh, heutzutage alles Rassismus. Find ich übertrieben. PS: Die Kunstfreiheit deckt sehr viel ab (auch in meinen Augen großen Schwachsinn), da wird Sonneborn nichts zu befürchten haben. Was ich allerdings bedenklich finde ist, dass solche Leute wie die in der "Partei" die EU-Politik mitgestalten, dafür wahrscheinlich auch noch dicke Gehälter beziehen. Aber gut, die "heute-Show" hat damals Martin Sonneborn auch ordentlich Wahlkampfassistenz geleistet.

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