Sowjetsoldaten vor dem Fallbeil in der Hinrichtungsstätte in Berlin-Plötzensee, Mai 1945 (Quelle: AKG-Images/I.Schagin)
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Vor 70 Jahren - Als West-Berlin die Todesstrafe abschaffte

Die Todesstrafe wurde in West-Berlin nicht nur Monate später als im Rest der BRD abgeschafft - das entsprechende Gesetz konnte ausgehebelt werden. Theoretisch wären Exekutionen noch kurz vor der Wendezeit möglich gewesen. Von Oliver Noffke

Es ging um 20 Kilo Kartoffeln. Um sie zu ergattern, wurde Berthold Wehmeyer zum Mörder. Und schließlich zum letzten Straftäter, dessen Todesurteil in West-Berlin vollstreckt wurde. Sein Opfer war eine 60-Jährige aus Weißensee, die er während einer sogenannten Hamsterfahrt im Umland kennengelernt hatte. Im Gegensatz zu Wehmeyer hatte sie ihre Waren in den Dörfern erfolgreich gegen Lebensmittel tauschen können.

Um an die Kartoffeln zu kommen, überfiel der damals 21-Jährige die Frau, fügte ihr schwere Verletzungen zu und vergewaltigte sie offenbar. Ein Komplize half ihm, die Sterbende unter einem Strohhaufen zu verstecken. Als Hauptschuldiger wurde Wehmeyer zum Tode verurteilt. Zwei Jahre nach der Tat, am Morgen des 11. Mai 1949, wurde er im Zellengefängnis Lehrter Straße auf der Bank einer Guillotine fixiert. Dann trennte das Fallbeil seinen Kopf vom Körper.

Eine fast 40-jährige Übergangszeit

Drei Tage zuvor wird in Bonn das Grundgesetz der Bundesrepublik beschlossen. Es enthält den lediglich vier Wörter langen Artikel 102: "Die Todesstrafe ist abgeschafft". Doch erst zwei Tage nach Wehmeyers Hinrichtung wird die neue Verfassung ratifiziert. Aber selbst wenn dies früher geschehen wäre - sie hätte dem Raubmörder nichts genützt. In West-Berlin gilt das neue Grundgesetz zunächst nicht.

Die besetzten Gebiete zwischen Havel, Panke und Spree stellen die Westalliierten vor ein Dilemma: Damit West-Berlin Teil der BRD sein kann, müssen Frankreich, Großbritannien und die USA ihren Einfluss beibehalten. Sie müssen die Freiheit der Stadt mit ihrer militärischen Präsenz garantieren. Spätestens als die Stadt während der Blockade monatelang über die Luft versorgt werden muss, ist offensichtlich, dass durch Nachkriegsdeutschland eine neue Frontlinie führt: Marktwirtschaft und Demokratie auf der einen Seite, Planwirtschaft und kommunistische Diktatur auf der anderen.

Soll die Stadt eine freiheitliche Insel inmitten der sowjetischen Besatzungszone bleiben, muss sie auch zum vordersten Posten des Westens werden und besetztes Gebiet bleiben. West-Berlin erhält einen Sonderstatus, es gilt ein Alliiertes Vorbehaltsrecht.

Die erste Verfassung Berlins vom 1. September 1950 macht das deutlich. Zwar steht im ersten Artikel, dass Verfassung und Gesetze der BRD in Berlin bindend sind, womit übrigens auch der Ostteil gemeint ist; Artikel 87 stellt jedoch klar, dass dies für eine "Übergangszeit" ausgesetzt ist. Gesetze, die in Bonn beschlossen werden, gelten in Berlin erst, wenn das Abgeordnetenhaus sie bestätigt hat. Erst am Tag der Wiedervereinigung endet diese Übergangszeit.

Schallgedämpfte Pistolen, statt Fallbeile

Über die Abschaffung der Todesstrafe beraten die Stadtverordneten erst im Oktober. Ab dem 20. Januar 1951 ist sie schließlich auch in West-Berlin verboten – außer ein Gericht der Alliierten verhängt ein entsprechendes Urteil. Sabotage oder Verstöße gegen Kriegswaffengesetze sollen so bestraft werden können. Was jedoch nie geschieht. Erst am 15. März 1989 hebt die Alliierte Kommandantur die Todesstrafe mit sofortiger Wirkung auf. Zwei Jahre nachdem sie auch in der DDR abgeschafft wurde.

Das SED-Regime lässt insgesamt 164 Menschen hinrichten, hauptsächlich NS-Verbrecher, aber auch Mörder und Männer aus den eigenen Reihen, die als Verräter gebrandmarkt werden. Bis 1968 kommt in der DDR meist die Guillotine zum Einsatz, danach heißt die Methode "unerwarteter Nahschuss". Die zum Tode Verurteilten werden in einen Raum in der Zentralen Hinrichtungsstelle in Leipzig geführt, von hinten tritt der Henker leise an sie heran und schießt ihnen mit einer schallgedämpften Armeepistole in den Kopf.

Nicht bloß hingerichtet, sondern ausgelöscht

Der Letzte, der auf diese Weise sein Leben verlor, war Werner Teske. Dem Stasi-Hauptmann aus Berlin wurde Spionage und Fahnenflucht vorgeworfen, beides "in besonders schwerem Fall". Ausgeführt drohte für beide Tatbestände in der DDR die Todesstrafe. Aus Teskes Stasi-Akte geht allerdings hervor, dass er offensichtlich noch in den Vorbereitungen feststeckte [stasi-mediathek.de].

Bei einer Überprüfung waren in seiner Wohnung Akten gefunden worden, die er über Jahre unerlaubt beiseite geschafft hatte. Teske, eigentlich Wirtschaftswissenschaftler, war vom Sozialismus enttäuscht. Mehrfach reiste er als Agent in den Westen, was dieses Gefühl weiter bestärkt haben musste. Er wollte sich in die Bundesrepublik absetzen, die Akten sollten ihm als Pfand beim Überlaufen dienen. Am 26. Juni 1981, wenige Monate nachdem er aufgeflogen war, wurde er durch einen Schuss ins Genick getötet.

Doch das war der Stasi nicht genug. Teskes Name wurde aus allen Urkunden und Zeugnissen getilgt, seine Frau und Tochter erhielten neue Identitäten. Dass das Todesurteil vollstreckt wurde, erfuhr die Familie erst nach dem Sturz des SED-Regimes. Werner Teske wurde nicht bloß hingerichtet, er sollte ausgelöscht werden.

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Beitrag von Oliver Noffke

27 Kommentare

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  1. 27.

    Ja hier haben kalte Krieger ihren Auftritt, die den kriegerischen Akt nicht begreifen und gesehen haben wollen, in der jahrzehntelangen Behauptung die BRD sei und habe immer schon darauf Anspruch gehabt ganz Deutschland zu repräsentieren und zu sein. Das ist wie in irgendeiner dieser History-Produktionen, in denen immer Sätze untergebracht werden müssen, dass es in der DDR keine warme Socken zu kaufen gab, obwohl es gerade z.B.um die Erfolge einer DDR-Mannschaft bei Olympischen Spielen geht. Die wiederum auch immer durch die chauvinistische Brille kommentiert und entwertet werden müssen, sie seien verzweifelte Bemühung um Anerkennung gewesen. Nicht schlicht sportlicher Erfolg. Das sind auch die, die nicht begreifen wollen welche politische Katastrophe es war, Mielke nicht für seine Rolle in der DDR anzuklagen und zu verurteilen, sondern für einen Polizistenmord auf der Basis einer Aussage, mit der sich der Zeuge 60 Jahre zuvor als Neumitglied der SA angedient hatte...

  2. 26.

    Völker- und verfassungsrechtlich (Bundesrepublik) gab es immer nur ein Deutschland, faktisch mit vorübergehend zwei autonomen Regionen. Die beiden "Staaten" haben sich nie vollständig als separate Staaten gegenseitig anerkannt und damit auch keine offizielle Trennung vollzogen. Mithin konnte die DDR auch einfach dem Geltungsbereich der Bundesrepublik beitreten, also erklären, dass deren Grundgesetz ab Tag X auch offiziell auf dem Gebiet der DDR gilt, was aus westlicher Sicht ja ohnehin bereits der Fall war. Zwei Deutschländer gab es somit lediglich als Rest an Würstchen in der Dose bzw. im Glas.

  3. 25.

    Die Anführungsstriche des Springer-Verlags wurden eher verwendet, um sich mit "SBZ" nicht einer gewissen Lächerlichkeit auszusetzen, dennoch aber die DDR nicht als Staat zu begreifen. Irgend so ein Gebilde, auf dem die eigenen Gesetze schließlich nicht galten, gab es ja nun mal.

    Die DDR ihrerseits hat aus ihrer Hymne faktisch den Text rausgestrichen, das wurde dann instrumental vorgetragen.

    Die faktische politische Schizophrenie, auch diejenige auf persönlicher Handlungsebene, findet sich mit vielen Facetten - nicht zuletzt bei jenen Anliegern entlang der vormals verrosteten Gleisstränge in Berlin-Zehlendorf und Berlin-Lichtenrade, die politisch immer die Einheit Gesamt-Berlins hochhielten, doch das Gegenteil mit ihrem Garten und Grundstück taten und jetzt Klagen gegen den Wiederaufbau der Bahnen führen. Die CDU war die erste Partei, deren Hochhaus sich in den Bonner Himmel reckte, wo die anderen Parteien noch in ihren Provisorien hausten.

  4. 23.

    Ganz so sauber wie die BRD hier dargestellt wird, war und ist sie sicher nicht! Aber klar, von Zeit zu Zeit, müssen wir wieder erinnert werden! Ich finde es gut das die DDR konsequenter in der Bestrafung von NS Verbrechern war!
    Als ein Kuriosum empfand ich es, als mein Grossvater nach der Wende, von einem BRD- Gericht einen Brief erhielt, der ihn darauf hinwies, das seine Strafe noch nicht abgegolten sei. Er wurde in der NS Zeit als politisch Aktiver (Spartakist)verurteilt und von der Roten Armee befreit.

  5. 20.

    Berlin(West)- allied speach
    Westberlin war die Schnitzler-Version (aka Sudel-Ede).
    DDR mit Abführungszeichen von und hinten auf der Einen und auf der "Gegenseite" die im weschten verpönte Abürzung BRD.
    Ehrlich - es gibt wichtigeres. Z.B. wer ist Springer? ;-)
    Jetzt heisst es Deutschland und Berlin - und das ist gut so.

  6. 19.

    ... zwischen West-Berlin und Westberlin.

    Die beiden Deutschländer standen sich da offiziellerweise in nichts nach, nur die Folgen für ggf. Unbotmäßige, die was anderes verwendeten, die waren unterschiedlich.

    Die einen: Berlin(West), gemäßigt: West-Berlin; Formulierung für die erklärte Gegenseite Ostberlin, gemäßigt: Ost-Berlin.

    Die anderen: Berlin, Hauptstadt der DDR, für die erklärte Gegenseite: (Besonderes politisches Gebiet)Westberlin. Gemäßigtes in allen Variationen nur im Volksmund vorhanden.

  7. 18.

    Sorry, kleine Korrektur, Westberlin und Berlin (west), Ostberlin und Berlin Hauptstadt der DDR. Wobei die Bezeichnung DDR, wenn auch in Anführungszeichen, ein Zugeständniss an die deutsch - deutschen Beziehungen war, denn davor war SBZ und OST-SEKTOR, der gängige Sprachgebrauch.

  8. 17.

    Nur meine eigenen Worte. Kader, die ich persönlich niemals kennengelernt habe, waren mir aus der Distanz heraus immer schon ein Graus und das dürfte aus meinem Gesamttext auch zu entnehmen sein. Soweit Sie ihn denn lesen wollen, als nur einen Ausriss daraus zu zitieren.

    In der Tat war das Verhältnis der beiden Deutschländer, die es ja waren, ziemlich von politischer Schizophrenie geprägt, das Theoriebelastete hochzuhalten und das Pragmatische doch nicht zu ignorieren. Beispiel seinerzeit die Deutsche Bundesbahn und die Schaffung der Reisezentren. Dort wurde zwischen Inlandsstrecken, wo ausschließlich Bundesbahn-Fahrkarten galten und Auslandsstrecken, wo die Fahrkarten anderer Betriebe galten, unterschieden. Es gab da allerdings wegen dieser Unterscheidung ein kleines Problem ...

    Die Bahn löste das zunächst anders als die politische Ebene. Dann kam nach Intervention der Zusatz an den Auslandsschalter: DDR und Ausland.

  9. 16.

    Bei den Abkürzungen gab es einige Befindlichkeiten, die man heute jungen Menschen kaum noch begreiflich machen kann. Zum Beispiel, dass die Abkürzung BRD in Westdeutschland tatsächlich verpönt war, "BR Deutschland" aber nicht. Oder dass bei Springer die DDR noch bis zur Wende in Anführungszeichen stand. Völlig absurd aus heutiger Sicht ist auch der damalige Ost-West-Streit um "West-Berlin" und "Westberlin".

  10. 15.

    "hat sich etwas hochtrabend und vereinnahmend offiziell mit "Deutschland" [...] abgekürzt"
    Offensichtlich "alte Kaderschule", die noch "etwas" unter der Indoktrination leidet...

  11. 14.

    Ich vermute mal, dass Oliver Noffke diese verbale Auseinandersetzung selber noch nicht erlebt hat. Insofern sehe ich das eher im Sinne des zeitlichen Abstands: Das Äquivalent zur DDR ist eben BRD, die Entsprechung zur Telefax-Abkürzung "Fax" ist dann eben beim Telefon das "Fon". Dass es vorher, als es nur das Telefon, nicht aber das Telefax gab, Telefon logischerweise mit "Tel." abgekürzt wurde, geht dann unter bzw. wandelt sich mit der Zeit.

    Das vorherige Bundesgebiet, als was ich es bezeichne, hat sich etwas hochtrabend und vereinnahmend offiziell mit "Deutschland", etwas demütiger mit "Bundesrepublik" ohne weiteren Zusatz abgekürzt, die Endlos-Formulierung "Bundesrepublik Deutschland" benutzte quasi keiner. Die DDR erwähnte sich meist in Kurzform und tat dies auch beim Staat gegenüber. Der Langname wurde faktisch nur auf Parteitagen erwähnt, bei denen schon aufgrund der quälend langen Begrüßungsformeln die Füße einschliefen.

  12. 13.

    Es wird wohl noch ein paar Jahrzehnte dauern, bis dieses Regime tatsächlich nicht mehr so "aufträgt".

  13. 12.

    "BRD" ist SED-Jargon. Ich würde doch bitten, darauf zu verzichten.

  14. 11.

    Oh Gott - wäre es noch so wie Sie sagen, hätte der Ex-Verfassungsschutzchef Maaßen ja um sein Leben bangen müssen.
    Schliesslich beging er Landesverrat, als er auf einer Tagung ausländischer Geheimdienstchefs verkündete, mancher der Regierungsmitglieder deren Regierung er untersteht, namentlich die der SPD seien linksextrem. Also quasi irgendwie Kriminelle. "Linksextrem" ist ja in Kreisen des Staatsschutzes, sowie in reaktionär-autoritären Milieus, bis hin zu Konservativ-Wirtschaftsliberalen ein Synonym für kriminell.

    Aber es ist wie hier bereits gesagt: Hessen strich bei der Landesverfassungsreform 2018 die Todesstrafe. Hier brach aber Bundesrecht Landesrecht - das die Todesstrafe verbietet. Ausserdem hat sich Deutschland in verschiedenen völkerrechtlichen Vereinbarungen verpflichtet, keine Todesstrafe anzuwenden.
    Hinzu kommt, das von Deutschland aus niemand in ein Land ausgewiesen werden darf, wo ihm die Todesstrafe droht.

  15. 10.

    Der "Sonderstatus" enthielt auch eine Ausweispflicht: wer dagegen verstieß, konnte "standrechtlich erschossen werden" - wohl nie geschehen. Trotzdem habe ick meinen grünen Leinen-Perso immer noch - man weeß ja nie!

    Die sog. "Todesstrafe" ist an sich sinnlos, da sie weniger eine Strafe als ein "Racheakt" ist. Mit andern Worten: "barbarisch", "unzivilisiert", "wenig zielführend"...

  16. 9.

    Danke für die neueste Information. Da ist mein neuester Beitrag, den ich eben gerade schrieb, faktisch gegenstandslos. Ich hatte schon befürchet, die Änderung in Hessen käme vorwiegend deswegen nicht zustande, um das "Vatikan-Syndrom" zu vermeiden: Analog der mit 500 Jahren Verspätung rehabilierten Kopernikus und Galilei.

  17. 8.

    Hohe Zeit mithin für die Hessen, mittels Zweidrittel-Mehrheit ihre Verfassung zu ändern, als einfach auf die faktische Nichtgeltung zu verweisen. Immerhin ist ja eine Verfassung so etwas wie ein eigenes Selbstverständnis. Oder will Hessen ggf. bekunden: "Wir würden ja gerne, wenn uns der Bund nicht hinderte?" Das wäre fatal und ich glaube, keine/r der hessischen Landtagsabgeordneten würde so einen Ruf auf sich sitzen lassen.

    Also: Es wird Zeit!

  18. 7.

    Nein, Hessen hat seit 2018 eine neue Landesverfassung. Der Paragraf zur Todesstrafe ist dort seither gestrichen. https://www.hessenschau.de/politik/wahlen/landtagswahl-2018/hessen-streicht-todesstrafe-aus-der-landesverfassung,verfassungsreform-zustimmung-100.html

  19. 6.

    Ihre Ausführung ist so nicht richtig. Die Todesstrafe gibt es in Deutschland immer noch! Sie ist immer noch in der Hessischen Landesverfassung festgeschrieben. Da allerdings das Grundgesetz über der Landesverfassung steht, kann diese nicht mehr verhängt, geschweige vollstreckt werden.

  20. 5.

    Die Todesstrafe existiert in Deutschland nicht und seit der Verfassungsänderung von 2018 in Hessen, steht sie auch in keiner Landesverfassung mehr. Wobei sie auch dort nicht angewendet werden konnte, weil das GG gewichtiger ist. Da gibt es keine Graustufen. Ihr Kommentar ist falsch.

  21. 4.

    Nein, da irren Sie sich. Die Todesstrafe gibt's in Deutschland nicht.

  22. 3.

    Bevor hier irgendwelche Legenden und Internet-Gerüchte verbreitet werden, sollte sowas doch erst einmal geprüft werden. Die Todesstrafe ist ganz eindeutig abgeschafft und das steht exakt so im Grundgesetz. Alles andere ist einfach nur Quatsch. https://www.bundestag.de/webarchiv/textarchiv/2012/40767465_kw40_todesstrafe_kalenderblatt-209552

  23. 2.

    meines wissen nach ist die todesstrafe nur ausgesetzt nich verboten für landesverrat z.b kann der tot verhängt werden .
    es ist nur so das die todesstrafe nicht verhängt wird auch in solchen fällen.

  24. 1.

    Ich will einfach noch anmerken, dass das alliierte Vorbehaltsrecht nicht nur für den Westteil, sondern auch für den Ostteil Berlins galt. Jedes Gesetz des Bundestages musste vom (West-)Berliner Abgeordnetenhaus, jedes Gesetz der DDR-Volkskammer von der (Ost-)Berliner Stadtverordnetenversammlung bestätigt werden. Von daher war der Ostteil Berlins genausowenig gleichrangiges Territorium der DDR, wie der Westteil Berlins Bestandteil des vorherigen Bundesgebietes gewesen wäre.

    In der weiteren Praxis abseits dieser Formalien wurde allerdings Pragmatismus geübt. Der Ausrufung von (Ost)Berlin als Hauptstadt der DDR war allenfalls intern eine Verstimmung wert, die eigenmächtige Ausdehnung von (Ost)Berlin in Richtung Hönow allerdings führte zu einer Protestnote.

    Zur Todesstrafe selbst: Nicht nur, dass sie eine faktische Absage an die Wandlungsfähigkeit von Menschen beinhaltet, mehr noch: Der Gedanke vollständiger Auslöschung haben die einen mehr, die anderen (nur) weniger ausgesprochen.

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