Kälteeinbruch in Berlin - Räumung oder Rettung? Das Obdachlosencamp an der Rummelsburger Bucht

Di 09.02.21 | 11:42 Uhr
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Ein Transparent mit der Aufschrift "Es wird erst weiter abgerissen bis jeder Bewohner hier seine persönlichen Sachen geholt hat. 7.2.21 - 12.2.21, 13.00 - 16.00" hängt am 06.02.2021 am Zaun eines Obdachlosencamps an der Rummelsburger Bucht nach dessen Räumung. (Bild: dpa/Jörg Carstensen)
Bild: dpa/Jörg Carstensen

Das wahrscheinlich größte Obdachlosencamp Berlins wurde in der Nacht auf Samstag geräumt. Der Bezirk Lichtenberg wollte die Bewohner vor dem Kälteeinbruch schützen. Doch vorher wurden sie nicht gefragt, ob sie überhaupt gerettet werden möchten. Von Efthymis Angeloudis

Tagelang wurde der Kälteeinbruch in Berlin erwartet - eine dicke Schicht Neuschnee und eisige Sturmböen. Doch während der Großteil der Berliner und Berlinerinnen den Blick auf die weiße Schneedecke von ihren Fenstern aus genießen kann oder sich maximal über verspätete S-Bahnen oder rutschige Straßen aufregt, war der Wintereinbruch für obdachlose Menschen lebensgefährlich.

Einer, der nicht vor der bevorstehenden Gefahr wegschauen wollte, war Kevin Hönicke (SPD), stellvertretender Bezirksbürgermeister in Lichtenberg. In der Nacht von Freitag auf Samstag ließ der Bezirk das wohl größte Obdachlosenlager Deutschlands an der Rummelsburger Bucht räumen. Der Grund: die eisigen Temperaturen. "Wegen des Wetters mit Kälte, Schnee und Feuchtigkeit ist die Lage sehr bedrohlich, wir können nicht mehr gewährleisten, dass Leib und Leben für die Menschen hier gesichert sind", sagte Hönicke in der besagten Nacht.

Räumung um drei Uhr morgens

Polizei, Mitarbeiter des Bezirksamtes und Sozialarbeiter aber auch Kräfte des Technischen Hilfswerks und des Deutschen Roten Kreuzes räumten das Camp um drei Uhr morgens. In Zusammenarbeit mit dem Senat sei eine Unterkunft für 100 Menschen gefunden worden, so Hönicke. Es handele sich um eine Traglufthalle, die schon oft für Obdachlose genutzt worden sei. Busse der BVG standen bereit, um die Campbewohner dorthin zu bringen.

Doch nicht alle wollten weg - Hönicke und der Bezirk hatten etwas vergessen. Denn sogar auf der Internetseite der Berliner Kältehilfe ist zu lesen, dass man fragen solle, ob die Person, die unter Kälte und Witterung leidet, die Hilfe auch annehmen möchte. Von den rund 100 Bewohnern haben nach Angaben der Sozialsenatorin Elke Breitenbach (Linke) nur 46 den Aufruf, in die Busse zu steigen, wahrgenommen.

"Wir können natürlich niemanden zwingen, in die Unterkunft zu kommen", erklärt Hönicke am Montag rbb|24. "Keiner wurde mit körperlichem Zwang dort rausgeholt." Informiert wurden die Bewohner des Camps am Freitagnachmittag, so Hönicke. Dem widersprechen allerdings Bewohner des Camps und Aktivisten. Campbewohnern, die erst am späten Abend zu ihrer Unterkunft zurückkgekehrt waren, sei nicht klar gewesen, wohin sie gebracht werden sollen. Einige hätten sich daher geweigert, in die bereitstehenden Busse einzusteigen.

"Warum muss man die Menschen in der Nacht überrumpeln?"

Hönicke kann nicht wirklich sagen, wie viele Menschen das Angebot angenommen hätten. Von den 60 bis 100 Bewohnern hätte man 50 in der Unterkunft untergebracht, sagt er. Die "Maßnahme", wie Lichtenbergs stellvertretender Bürgermeister die Räumung des Geländes bezeichnet, wäre aufgrund der Gefahr für Leib und Leben notwendig gewesen. "Auch die Kältehilfe hat das ganz deutlich als nicht tragbar bezeichnet. Wir haben nur die Menschen versorgt", so Hönicke.

"Ich finde es sinnvoll, Menschen in winter- und wetterfeste Unterkünfte zu bringen", sagt Daniela Ehlers, Grünen-Politikerin im Lichtenberger Bezirksparlament, dem rbb. "Aber ob man das nachts bei Schneesturm machen muss, wage ich klar zu bezweifeln." Es sei schon länger klar, dass es kalt werden würde, so Ehlers. "Ich frage, warum man Menschen in der Nacht überrumpeln muss."

Am Samstag rollten schon die Bagger

Die Entscheidung des Bezirks jedoch stand. Niemand durfte mehr auf dem Gelände übernachten. Ob er Hilfe wollte oder nicht. Die Bewohner sollten jedoch ihre Sachen am Samstag aus dem Lager holen dürfen. Die Zelte und Wohnwagen würden nicht abgerissen, versprach Hönicke in Übereinkunft mit der Eigentümerin des Geländes.

Doch am Samstag rollten bereits die Bagger. Wie der "Tagesspiegel" berichtet, wurden alle Habseligkeiten der Bewohner überrollt und zusammengeworfen.

Der Eigentümerin in die Hände gespielt?

"Als ich am Samstag da war, habe ich klar und deutlich gesagt, dass es hier nicht erlaubt ist zu baggern", sagt Hönicke. Ab Samstagmittag hätte die Flächeneigentümerin übernommen, die dem stellvertretenden Bürgermeister versprochen hätte "nichts wegzubaggern". Obwohl das Versprechen der Eigentümerin jedoch augenscheinlich gebrochen wurde, drohen ihr keine Konsequenzen. "Das war nur eine mündliche Zusage", erklärt Hönicke. Was nach Samstag auf der Fläche passiere, wisse nur die Eigentümerin. "Dafür bin ich nicht verantwortlich."

Da der Bezirk seine Versprechen nicht einhalten konnte, besetzten am Samstag Aktivisten für kurze Zeit den Bagger. Einige Dutzend Menschen protestierten gegen die Räumung des Camps. Sie warfen dem Bezirk vor, mit der Aktion Obdachlose um ihre Habe und zusätzlich in Gefahr zu bringen und den Eigentümern, die auf dem Gelände an der Rummelsburger Bucht neben hunderten Wohnungen auch die umstrittene Touristenattraktion Coral World bauen wollen, in die Hände zu spielen.

Bis Ende April ist die Unterkunft gesichert

Doch das liegt weit außerhalb von Hönickes Kompetenzen. "Das ist eine Eigentumsfrage. Wenn bei Ihnen jemand einbricht, dann klärt das nicht das Bezirksamt, sondern die Polizei." Die Unterkunft der Bewohner des Camps sei auf jeden Fall bis Ende April in Unterkünften gesichert, betonte Hönicke.

"Endlich haben wir die Menschen da, wo wir sie haben wollen - in Strukturen, die Ihnen hoffentlich helfen können." Ob die Bewohner der Rummelsburger Bucht in diese Strukturen passen und wollen, hat sie jedoch niemand gefragt.

Video: Viele Obdachlose schlafen in der Kälte

Ein Berliner Obdachloser schläft vor dem S-Bahnhof Friedenau, Quelle: rbb|24
rbb|24

46 Kommentare

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  1. 46.

    "Last not least: die Wohnungspreise in der Rummelsburger Bucht haben sich in den letzten 10 Jahren - ungeachtet des "Camps" - nahezu verdreifacht."

    Womit wir jetzt alle wissen woher der Wind weht. Schönes Eigentor.

  2. 45.

    "Alles als das ist Besser".
    Richtig. Und sicher setzen Sie sich dafür ein dass es ganz bald bezahlbaren Wohnraum auch für Geringverdiener oder Arbeitssuchende gibt, nicht wahr?

  3. 44.

    Grüßgott, Mr. Godwin, lange nicht gesehen.

    Was die Zustände im "Camp" betrifft, so fragen Sie am besten einen mit der dortigen Bewohnerschaft beschäftigten Sozialarbeiter, der wird Ihnen das - möglicherweise nach längerem Herumdrucksen - bestätigen.

    Und Ihre als Argument-Ersatz vorgebrachten lächerlichen Nazi-Vergleiche passen schon deswegen hinten und vorne nicht, weil alle Ex-Bewohner des "Camps" nach wie vor frei herumlaufen, es wurde dort niemand "abgeholt".

    Last not least: die Wohnungspreise in der Rummelsburger Bucht haben sich in den letzten 10 Jahren - ungeachtet des "Camps" - nahezu verdreifacht.

  4. 43.

    "Ich als Anwohner dieses "Camps" bin heilfroh, dass die endlich weg sind - und die ganz große Mehrheit meiner Nachbarn auch".

    Logisch, Solche Nachbarn senken die Rendite oder den Wert der Eigentumswohnung. Und für ihre Räuberpistolen hätte ich gerne mal einen Beweis.

    Mal ganz abgesehen davon dass dort Menschen gegen ihren Willen "abgeholt" wurden. Die Aktion erinnert an ganz dunkle Zeiten unserer Geschichte, hat der Bezirk ausgerechnet bis zu diesem Tag gewartet und eine Nacht & Nebel Aktion gestartet, damit die Bagger ihr Werk vollenden können.

    Und der Stadtrat als Erfüllungsgehilfe stellt sich hin und meinte es ginge ihn nicht an. Auch das erinnert an dunkelste Zeiten.

    Und wer von "Zigintis und Romeuner (oder wie die derzeit aktuelle politisch korrekte Bezeichnung lautet)" faselt... der wünscht sich diese Zeiten doch nicht etwa zurück oder doch?

  5. 42.

    Netter Versuch. Ich lasse mal außen vor wo Antisemitismus geradezu zur DNA gehört, wie bei ihresgleichen. Mein Kommentar zielte auf etwas anderes.

    Nehmen wir mal Frau Monteiro. "Im Konflikt um das größte Obdachlosencamp Deutschlands in der Rummelsburger Bucht geriet Monteiro auch mit dem Senat aneinander. Für die dort lebenden Menschen gibt es noch immer keine Kältehilfe."

    Oder eine weitere Beteilgte des "Deals", Frau Thöne. "Schade, dass auch der RBB nicht darauf eingeht, dass Frau Thöne, vor ihrer Anstellung bei Coral World, Staatssekretärin für Finanzen unter Thilo Sarrazin war und bis 2013 auch noch Geschäftsführerin des Berliner Zoos und des Tierparks. Dass der Senat für Coral World Flächen billig zur Verfügung stellt (noch von Frau Thöne auf der anderen Seite des Schreibtisches für den Senat verhandelt) ist also nicht verwunderlich."

    Ihre plumpe Unterstellung des Antisemitismus schlägt also fehl, die Absicht dahinter ist zudem offensichtlich.

  6. 41.

    Und ich schätze mal, dass es ein Fehler war, dieses "Camp" so lange zu dulden. Das "Camp" war ein völlig verdreckter, zugemüllter Platz, wo es von Ratten wimmelte und wo in Lagerfeuer und selbstgebastelte Öfen alles reingeworfen wurde, was brennt. Jeder Laubenpieper, der so was in seinem Garten veranstaltete bekäme als erstes ein mindestens vierstelliges Bußgeld und als nächstes den Rauswurf aus der Gartenkolonie.

    Ich als Anwohner dieses "Camps" bin heilfroh, dass die endlich weg sind - und die ganz große Mehrheit meiner Nachbarn auch.

    Übrigens: ein freies selbstbestimmtes Leben hat es dort nie gegeben. Die Mehrheit der Bewohner waren Zigintis und Romeuner (oder wie die derzeit aktuelle politisch korrekte Bezeichnung lautet), deren Bosse willkürlich und knallhart festlegten, wer dort wo seinen Schlafsack ausrollen durfte und wie viel "Miete" dafür abzudrücken war.

    Und was die Baupläne angeht: alles, ausnahmslos alles, ist besser, als eine rattenverseuchte Müllkippe.

  7. 40.

    Hmm... eigentlich könnten hier einige sofort in die Politik einsteigen... Warmer Tee und warme Worte, kommt mir irgendwie bekannt vor.
    Ich fand den Einwurf mit der Daseinsvorsorge nicht schlecht : Die Bevölkerung muss wegen Corona mit einem Sterberisiko von rund 0,1 % monatelang zu Haus bleiben und die Zukunft der kommenden Generation wird verbaut, während hier nicht gehandelt werden soll ? Die Leute sind bis Ende April untergebracht !
    Für diejenigen mit der Hotel-Idee : Klingt jetzt hart, aber der Staat macht nur das notwendigste, um die Existenzen abzusichern. Mehr gibt es auch rechtlich nicht her. Sicherlich hätten sich auch mehr Hotels gefreut, als Obdachlose vorhanden waren. Aber dann müsste wieder eine Ausschreibung gemacht werden mit rechtssicheren Kriterien, um eine rechtssichere Auftragsvergabe zu gewährleisten.

  8. 39.

    Hat die Ablehnung der Coral World etwa damit zu tun, dass der Betreiber des Unternehmens aus Israel kommt und jüdischen Glaubens ist. In einem anderen Beitrag zu diesem Thema wurde er als "fremdländisch" tituliert. Ich hoffe doch nicht, dass hier Antisemitismus im Hintergrund mitschwingt. Aber so etwas gibt es natürlich unter Linken Aktivisten nicht. Oder?

  9. 38.

    Sie wollen hier bewusst die Tatsachen verdrehen. Den Besetzern wurde nicht nur ein warmer Tee gereicht, ihnen wurde sogar eine warme Unterkunft mit sanitären Einrichtungen gegeben. Keiner hat hier diese Menschen verurteilt. Ihnen wurde geholfen, sie wurden aus Kälte und Dreck herausgeholt um vor Erfrierungen und Seuchen geschützt zu werden, was ist daran verwerflich?
    Einige Schreiber hätten diese Leute lieber in ihrem Dreck und der Kälte sitzen lassen damit ihr ideologisches Weltbild ja nicht ins wanken kommt. Das halte ich für eine zutiefst inhumane Haltung.

  10. 37.

    Absolut menschenunwürdig was da passiert ist! Jetzt zerstört man schon Obdachlosen mit Baggern ihre letzten Sachen!

  11. 36.

    Damit die Verantwortlichen dieser Vertreibung ein Gesicht und einen Namen bekommen: https://www.berlin.de/ba-lichtenberg/aktuelles/pressemitteilungen/2017/pressemitteilung.628715.php

  12. 35.

    Und wieder ein schwarzer Tag für den Umgang politisch Verantwortlicher mit Wohnungslosigkeit, ob Giffey, von Dassel oder hier Hönicke. Die Vertreibung von Wohnungslosen, die Subsumierung unter ordnungspolitischen Gesichtspunkten und die Kriminalisierung sind Bestandteil dieser verfehlten und menschenverachtenden Politik. Die Kältehilfe ist ohnehin durch Corona ganz besonders angespannt, inwiefern die Wohnungslosen in einer Traglufthalle vernünftig geschützt werden können, ist ebenso fragwürdig wie in sonstigen Massenunterkünften, etwa für Geflüchtete.

    Eine gute Woche rannten die Metereolog*innen ganz aufgeregt auf und ab, berichteten vom Polarwirbel-Split mit teils genau prognostiziert eingetretenen Folgen. Das Überrumpeln, der ausgeübte Zwang und die Vernichtung von Eigentum sind Ausdruck von ungesetzlichem Handeln. Mit z.T. deutlich unausgelasteten Hotels und Hostels gibt es zudem schnelle Ausweichmöglichkeiten, bei denen auch Corona berücksichtigt werden kann.

  13. 34.

    Ich glaube nicht, dass Sie froh und und dankbar in solcher Situation wären. Es ist einfach beschämend zu sehen, wie Menschen sich über andere Menschen äußern und sie zu verurteilen, statt ihnen einen warmen Tee und warme Worte zu spenden. Haben Sie sich Mal der Mühe unterzogen und sich mit diesen Menschen unterhalten, um zu erfahren warum sie in dieser Lage sind? Ich denke nicht, deshalb diese Oberflächlichkeit

  14. 33.

    Ich denke mal es war ein Fehler dort dieses Camp zu räumen.

  15. 32.

    Doch! Ich habe mich mit dem Thema beschäftigt.
    Es gibt ein soziales Netz, das viele mit ihrer Arbeit bezahlen.
    Das finde ich persönlich auch in Ordnung.
    Allerdings wird man auch nicht per Zauberstab obdachlos.
    Dem geht ein gewisser Weg voraus.
    Schulden, Drogen, Private Probleme.
    Die Aktion war
    1. eine Erlösung für die Betroffenen, die wohl seit langem mal wieder echte Hilfe und Wärme erfahren haben (Ob da eine stinkende Decke mit weggeworfen wurde ist unerheblich).
    2. die Herstellung geltenden Rechts (Sollte sich jemand vor ihrer Haustür ein Zeltlager dieser Art bauen und niemand unternimmt was, was würden Sie dann wohl tun?)
    3. Wir wohnen in Wohnungen und leben möglichst in Sauberkeit. Dieser Standard muss vom Senat auch gehalten werden. Berlin kann kein Pilotprojekt sein, dass Straßenleben hoffähig macht. Es ist eh schon ausgeufert.
    4. Was mich am meisten ankotzt: Dass einige hier in ihren Kommentaren die Helfer noch beschimpfen.

  16. 31.

    Achtung Faktencheck:

    Dem rbb ist hier offenbar ein Fehler unterlaufen. Der Einsatz von Polizei, Feuerwehr usw. begann gegen 22:00 Uhr vor Ort und die Sozialarbeiter, die im Wesentlichen die Kommunikation mit den Menschen dort führten, waren noch deutlich vorher da.

    Um drei Uhr nachts war der Einsatz für die meisten Beteiligten vorbei.

  17. 30.

    Also jetzt mal Tacheles. Diese "Bewohner" des widerlichen Camps kamen aus ganz Europa,wenn nicht aus der ganzen Welt. Sie vegetierten dort illegal. Diese Zustände waren nicht mehr zu ertragen....fragt mal die Anwohner. Die Räumung war ,auch ohne Frost und Wintereinbruch, längst überfällig. Man kann nur hoffen, dass jetzt zügig angefangen wird,zu bauen.

  18. 29.

    Es war ein Fehler der zuständigen linksgrünen Lokalpolitiker, diese Slums überhaupt entstehen zu lassen. Auch beim R2G Senat will man da nicht anecken und tut einfach nichts, bis die Zustände unhaltbar werden. "Doch vorher wurden sie nicht gefragt, ob sie überhaupt gerettet werden möchten". Das ist auch nicht erforderlich, sie haben sich illegal des Grundstücks bemächtigt.

  19. 28.

    Wildes Campen im öffentlichen Raum ist verboten. Besetzung von privaten Gelände ist verboten. Also, wozu diskutieren? Es war eh fällig. Dafür braucht es nicht das Wetter. Der Stadtrat hatte bloß Sorge, was passiert, wenn dort einer erfroren wäre. Den Aufschrei hätte ich aber auch erleben wollen.

  20. 27.

    Viele Kommentierende hier scheinen sich noch nie mit dem wieso, weshalb und warum der Obdachlosigkeit beschäftigt zu haben. Es widerspricht der Würde des Menschen diese Menschen einfach so in irgendwelche Einrichtungen zu stecken, wenn sie nicht wollen, und es gibt genügend Gründe für Obdachlose genau solche Hilfen nicht anzunehmen. Eine Aufzählung würde hier schon die 1000 Zeichen sprengen.
    So erscheinen die Eckdaten dieser "Hilfsaktion" in einem anderen Licht. Das Camp hätte man auch zu einer wärmeren Jahreszeit schließen können, da von den Bewohnern im Moment bestimmt so einige Maßnahmen getroffen wurden um vor Ort nicht zu erfrieren. Ist jetzt alles weg. Konnte nicht schnell genug gehen. Dann noch nachts um 3 Uhr bei Schneesturm. Das klingt ganz verdächtig nach: "Komm mit oder sieh zu wie du durch die Nacht kommst?"
    Der Senat und die Bezirke versagen seit Jahren eine ordentliche Infrastruktur für die zu stellen, die durch das gesellschaftliche Gitter fallen.

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