Brandenburg - Geld aus Digitalpakt kommt bislang kaum bei Schulen an

Ein Laptop steht in einem Klassenzimmer der Comenius-Schule vor Beginn einer Schulstunde auf dem Tisch vor einer Wandtafel (Bild: dpa/Soeren Stache)
Audio: rbb | 18.02.2021 | Stefanie Brockhausen | Bild: dpa/Soeren Stache

Brandenburger Schulen haben bislang kaum Geld aus dem Digitalpakt für Bildung erhalten. Das teilte das Bildungsministerium in Potsdam auf rbb-Anfrage mit. Bislang wurde demnach etwa eine halbe Million Euro ausgezahlt, obwohl fast 168 Millionen Euro zur Verfügung stehen.

Ernst: Fast alle Träger haben Geld beantragt

Laut Bildungsministerium läuft die Umsetzung des Digitalpakts in Brandenburg dennoch planmäßig. Die Schulträger hätten das Geld inzwischen fast vollständig beantragt. Das habe so lange gedauert, weil die Schulen zunächst Konzepte erarbeiten mussten.

Das Geld aus dem Digitalpakt kann unter anderem für Laptops, schnelles WLAN oder Tablets ausgegeben werden.

Sendung: Brandenburg aktuell, 18.02.2021, 19:30 Uhr

5 Kommentare

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  1. 5.

    Dieser Digitalpakt ist ein komplizierter kalter Tropfen auf einen großen heißen Stein.
    Unser Gymnasium bekommt einen lächerlichen Betrag <400TEUR bei ca. 800 Schülern in einer Stadt die sowieso überschuldet ist und finanziell am Potsdamer Tropf hängt.
    Dafür mussten alle Lehrer ewig lange Konzepte über ca. 1 Jahr. erstellen. Geliefert wird letztenendes Hardware ohne Fortbildung für Lehrer und ohne Wartungsverträge. Taugliches Internet für die Schülerzahl steht in den Sternen. Momentan wird nur über Termine für Ausschreibungen von Planungsleistungen für moderne IT-Infrastruktur gesprochen.
    In Elternkonferenzen beglückwünschen wir die Eltern der 7ten Klassen, deren Kinder eventuell zum Abitur eine Schule auf dem Stand der Technik von 2010 verlassen werden. Die Schulleiter werden dabei in den Mühlen der Deutschen Bürokratie aufgerieben.

  2. 4.

    Na dann geht das doch Ruck Zuck, im Sommer sind dann alle Anträge im Ministerium. Dann wird geprüft, dann ist Urlaub und dann schauen wir mal. Zum Schulstart 2029 werden dann die ersten Laptops ausgeliefert. Nun fehlt nur noch das schnelle Internet im gesamten Brandenburg. Ach ich vergaß, da arbeitet ja das SPD geführte Brandenburg schon 20 Jahre dran. Nur fertig ist es bis heute nicht.

  3. 3.

    Es wird immer wieder kolportiert, dass mit Digitalpaktgeldern Endgeräte angeschafft würden. Das verzerrt den Eindruck stark. Im ersten Ausbauschritt geht es um unsichtbare Technik: Schulserver und LAN-Kabel in der Wand. Sollte dann noch Geld übrig sein, kann man ein WLAN bekommen. (Aber ohne Internet, Internet kann man gar nicht bekommen.) Falls dann wirklich noch Geld übrig ist, gibt es einzelne Geräte für bestimmte Fachräume.

    Der Digitalpakt ist wichtig, um die Infrastrukturlücken der Schulen zu schließen. Aber er stattet weder Schülerinnen und Schüler noch Lehrkräfte mit Geräten aus.
    Und ohne Internet wird es auch weiterhin große Schwierigkeiten mit digitalen Lern angeboten geben.

  4. 2.

    Hier wunder mich gar nichts mehr reden und handeln sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Unsere Politiker/innen reden denn Viel wenn der Tag lang ist von Handeln ist da wenig zu spüren. Vieles hapert auch an den langen Bewilligungswegen in den einzelnen Verwaltungen dieses muß ganz schnell beschleunigt werden ES GEHT JA HIER UM DIE BILDUNG UNSERER KINDER.

  5. 1.

    Das ist weder "digital" noch "Pakt". Das ist ein Mittel, was per Formulare verhindert, dass Geld und Mittel bereitgestellt werden. Dies ist ein Beispiel, wie sich eine BV die Digitalisierung, durch gönnerhaftes Verteilen von Bundesmitteln, vorstellt ohne die Einplanung von Administratoren(stunden) pro Schule. Für das Ergebnis gibt es überall zu recht Kritik. Es ist auch kein Wunder, das diese "Verhinderungsformulare" nicht ausgefüllt werden konnten. Ganz zu Schweigen vom Zeitrahmen. Die eigene Hardware wurde wie genau angeschafft? Ein Klassenlehrer kann für eine Videokonferenz mit 30 Schülern die großen Bildschirme besser gebrauchen als Mitarbeiter in einer Verwaltung. Hier brauch es einen "Woidschken Kontrollgipfel" statt sinnloser "Woidschker WahkapfImpfgipfel".

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